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schrubber

mnd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schrubber m.

Bd. 15, Sp. 1799
schrubber, schrobber, m. einer der schrubbt, geizhals, schruppbesen. über etymologie und verwandtschaft vergl. schrubben. die form schrobber steht bei Stieler, Wachter, Kilian; daneben auch schrober, schropper, s. die belege aus der litteratur; schrubber dagegen schon bei Schottel, ferner bei Stieler, Adelung, Campe. von hochd. mundarten haben das wort nur wenige: pfälzisch schrupper Klein 2, 143, ebenso [] nassauisch Kehrein 1, 368, am Rhein Schm. 2, 610, niederrhein. schrübber Klein a. a. o. Müller-Weitz 223. dagegen im nd. allgemein verbreitet, meist als schrubber, auch schrübber Woeste 232b, schrupper Schamb. 186a, daneben vielfach mit angehängtem t: schrubbert allein kennen Richey 242. Strodtmann 375a. Schütze 4, 74. Dähnert 415a, neben schrubber brem. wb. 4, 699. Frommann 5, 432, 531, so auch Adelung und Campe. Frischbier gibt an: schrobber, verhochdeutscht schrubber, im volksmunde allgemein schrubbert 2, 317a; in Aachen schrübbet (= -ert) oder schrübbler in der bedeutung 2 (dagegen schrübber im sinne 1, b) Müller-Weitz 223. 11) einer der schrubbt. 1@aa) allgemein: schrapfer, schrapper, schrabber, schrubber, m. raditore, raspatore u. s. w. Kramer dict. 2, 647a; schrobber, scalptor, rasor, corrasor Kilian. als spottname für den tischler: ein smidt den sniddeker plecht spötlick tho verhönen, ... 'ein skrubber bistu doch bi diner hövelbanck'. Lauremberg scherzged. 1, 165. 1@bb) speziell der geld zusammenscharrt (vergl.schrubben 6), geizhals, s. Weigand 2, 645; so besonders in der ältern sprache: schrubber, m. filtziger, lausiger kerl, sordidus tenax et avarus Schottel 1409; schrapfer, der, et schrabber, alicubi etiam schrobber, et schrubber, propr. radens, sive rasor, scabens: saepius autem dicitur de homine sordido, tenaci, et avaro Stieler 1917, ein schrobber, et schrabber, avarus 1918; schrobber, avarus Wachter 1467, homo vilis Kilian: wie mancher kahler schropper aber ist, der zweymal so viel im kasten hat, und ist niemand damit gedient als dem teufel und seiner mutter. Schuppius 113; der ärgste schrober und geizhals in Belissa (Breslau). J. v. Winckler edelmann (1696) s. 65; Elbenstein um nicht vor einen schrupper oder kargen filtz angesehen zu werden, acceptirte solches. cav. im irrgarten 547. — weniger üblich in neuern mundarten, in Aachen schrübber gewinn-, habsüchtiger mensch, leuteschinder Müller-Weitz 223, ostfries. habsüchtiger mensch Stürenburg 235. ten Doornkaat Koolman 3, 149b, s. auch Frommann 5, 432, 531, sonst im ältern niederd. ein unnützer mensch, von dem niemand gutes hat Richey 242, vgl. Strodtmann 375a. brem. wb. 4, 699. Schütze 4, 74. 1@cc) anders gewendet ist der sinn in folgenden stellen: mancher tapffer groszmütiger held .. wünschet jetzt in der höll, dasz er der allerärmste schröbber (der seinen unterhalt mühsam zusammenscharren musz, armer teufel, oder schindluder, zu schrubben 7?), der allerverachteste bärnhäuter in der welt seyn möchte. Schuppius 381. ebenso: der erste sey gewesen der Dudlejus, ein mann ausz einer vornehmen familia .. der ander aber sey gewesen der Empsonus, ein armer schropper, cui lucri odor bonus fuit ex re qualibet. 17. 1@dd) nl. auch vom totengräber: schrobber, vel reeuwer, vespillo, pollinctor Kilian. 22) gerät zum schrubben, ein steifer besen oder eine bürste aus starken, kurz abgeschnittenen borsten an langem stiel zum scheuern Adelung. Weigand 2, 644 f. Jacobsson 4, 59b. ferner mundartlich, s. Klein 2, 143 (Pfalz). Kehrein 1, 368. Müller-Weitz 223 (s. oben). Richey 242. brem. wb. 4, 699. Schütze 4, 74. Dähnert 415a (abgenutzter besen). Danneil 187b. Mi 77a (acker- und hausgerät). Stürenburg 235. ten Doornkaat Koolman 3, 149b. Woeste 232b. Schambach 186a. Frischbier 2, 317a. Frommann 5, 342, 531: als wir jungen .. nach einem kopftuch (sogenannten aufwaschkodder), besen, schrubber und andern scheuerutensilien in die küche stürzen. Bogum. Goltz jugendl. 1, 107. — im seewesen ein zwischen zwei bretter gebundener besen von kurzen reisern mit langem stiel, der unter dem boden eines schiffes durchgezogen wird, um es von den angesetzten muscheln und seegräsern zu reinigen, auch farken, spanischer besen Bobrik 613b, vgl. 279b. Jacobsson 4, 53b hat in diesem sinne schrobber (sonst schrubber, s. oben), ebenso öcon. lex.2 2, 843.
4347 Zeichen · 101 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schrubberM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    schrubber , M. Vw.: s. schrubbære*

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SchrubberDer

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Х Der Schrubber , — s, Mz . gl. 1) Einer der schrubbet. 2) Ein Werkzeug zum Schrubben. So nennt man einen stumpfen Besen…

  3. modern
    Dialekt
    Schrubberm.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Wossidia Schrubber m. Schrubber 1. große Bürste aus steifen und kurzen Borsten, die an einen Besenstiel gesteckt ist, zu…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schrubber

10 Bildungen · 5 Erstglied · 5 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von schrubber

schrubbeln + -er

schrubber leitet sich vom Lemma schrubbeln ab mit Suffix -er, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von schrubber 2 Komponenten

schrub+ber

schrubber setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schrubber‑ als Erstglied (5 von 5)

schrubberei

DWB

schrubbe·rei

schrubberei , f. : schrobberey, avaritia cum sorditie Stieler 1917 . vgl. DWB schrubber 1, b.

schrubberig

WWB

schrub·berig

schrubberig Adj. geizig ( Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil) Wal Bh).

schrubberin

DWB

schrub·berin

schrubberin , f. : schrobberinn, die, triparca Stieler 1917 . vgl. DWB schrubber 1, b.

Schrubberslunts

WWB

Schrubber-slunts m. Aufwischlappen ( Ennepe-Ruhr-Kreis Enr Sw). ¶ Vgl.→ WWB Schrubbe-slunts .

schrubber als Zweitglied (5 von 5)

Hēdschrubber

WWB

Hēd-schrubber m. Topfbürste aus Heidekraut ( WmWb ).

Pannenschrubber

MeckWB

pannen·schrubber

Wossidia Pannenschrubber m. willkürlich gegebener Name eines Mitspielers beim Abo-Bibo- Ballspiel Schw Schwerin@Groß Rogahn GRog .

Pottschrubber

MeckWB

pott·schrubber

Wossidia Pottschrubber m. Topfschrubber; die vom Scheuerteufel besessene Frau is mit 'n Pottschrubber uppe Welt kamen Ro.

topfschrubber

DWB

topf·schrubber

topfschrubber , m. , eine kleine bürste ohne stiel, um gefäsze zu scheuern, in Lübeck nach Kretschmer wortgeogr. 448 . —