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sog

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DWB
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13 in 11 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

sog m.

Bd. 16, Sp. 1404
sog, m. 11) eine nominalbildung zu saugen, die nur in der norddeutschen volkssprache üblich und jedenfalls ein nd. wort ist. im nhd. nur durch wörterbücher (zuerst Stieler, s. u.) bezeugt. für das mnd. setzt Schiller-Lübben soch als neutr. an, doch würden die meisten belege auch das masc. zulassen, z. b.: so wert it beter dan en lam, dat gistern van dem soge quam. Gerhard v. Minden 117, 34 Leitzm. das wort findet sich auch holl. als zog (und sock, s. unten 2, c, vgl. engl. suck), s. Franck 1212 f., und norw. als sog (das saugen, strömung im flusse, beklemmung, sausen, saugende seethiere) Aasen 726a. alle diese formen gehen auf die schwache wurzelstufe (*soga-) zurück. erhaltene kürze des vokals bezeugt die schreibung sogg bei Danneil 201a. 1@aa) sog, der, et der sug, id. est quod saugung, die, et das saugen, lactatus, succus. sog der speise, attractio alimenti. Stieler 1691. das einmalige saugen, von kindern und thieren, einen sog thun. Campe; nd. enen goden sog hebben, genug zu saugen haben (? vgl. b). brem. wb. 4, 1088, s. auch Frischbier 2, 343a. 1@bb) muttermilch, säugemilch, copia lactandi in nutricibus. brem. wb. 4, 1088. Richey 278. Strodtmann 379a. Dähnert 442b. Danneil 201a. Frischbier 2, 343a. Hupel 219, ebenso holl. zog. se hett goden sog, gute milch, er vergeit (vertrocknet) de sog. Richey 278, danach Campe (als hamburg.), ebenso brem. wb. a. a. o., se hett sog noog (genug) Dähnert a. a. o., die amme hat einen guten sog. Frischbier a. a. o., hat viel oder wenig sog. Hupel a. a. o. aber auch: dat kind het den vullen sog nig, findet nicht milch genug in der brust. brem. wb. a. a. o. (vgl. a). vereinzelt in der nhd. litteratur: das Laton jhr töchterlein und kleinen sohn an dem ufer danidder legt, auffn knien sasz, die hand bewegt, als wolt sie greiffen in den graben, und jhr hertz mit dem wasser laben, das dhitz kinder und sogk beschwert, math gemacht und gar ausgezehrt. froschm. Nn 8a. dazu werden im nd. composita wie sogferkel, -fohlen, -kalb -lamm (s. das.) gebildet, die im hd. saug- haben. 1@cc) dazu ferken von eenem sog von éinem, dem gleichen wurf. Strodtmann 221 (varken van enem sog. brem. wb. 4, 1088); kinder van eenem sog, von derselben mutter, auch übertragen, vom gleichen schlage, et sind kinder van eenem sog, sie taugen alle nichts. ebenda. Campe. 1@dd) säugezeit, der soge (fälschlich statt sog), ... tempus lactandi. Frisch 2, 151c, nach: dat verken unde dat tzickelin binnen irme soge ... dat volen (büszt man) vor enen schilling binnen sime soge. Sachsensp. 3, 51. s. auch Scherz-Oberlin 1516. 1@ee) westf. sog euter Woeste 248a. 22) auszerdem findet sich sog als technischer ausdruck der schiffersprache und des wasserbaus in verschiedenen verwendungen, wobei meist die beziehung zu saugen nicht sehr deutlich, wenn überhaupt ursprünglich anzunehmen ist. 2@aa) ein brunnenartiger, bis auf den boden gehender kasten im schiffe hinten am besanmaste mit zwei pumpen, der das ins schiff gedrungene wasser gleichsam einsaugt. Adelung. Jacobsson 4, 182a. vgl. soge. 2@bb) 'ein ins ufer gegrabenes loch, bassin, wo ein schiff einlegen kann.' brem. wb. 4, 1089. Jacobsson a. a. o. 2@cc) spur, streifen im wasser, den ein fahrendes schiff hinter sich läszt, fahr-, kielwasser. Adelung. Bobrik 640b, vgl.: sock. sulcus navis. sock maecken. sulcare mare ... carinà. Kilian. ein schiff legt sich in des andern sog, fährt ihm nach. Adelung. Jacobsson a. a. o. vgl. soge. 2@dd) 'das scharf oder die schneidung des schiffes hinten, wodurch der lauf des wassers zum steuerruder befördert wird.' Bobrik 640b, vgl.scharf 10, i, th. 8, 2188; das schiff hat einen guten sog, ist hinten scharf gebaut. Campe; in den meisten fällen wird indessen dem mit dem hinterschiffe in berührung kommenden wasser vermöge der reibung am schiffsboden (durch den sogenannten sog) eine geschwindigkeit nach vorn ertheilt. Weisbach lehrb. der ingenieur- u. maschinenmechanik2 3, 2, 614. 2@ee) vom wellenzuge der see nach der höhe: hîde heft de see e starke sog. Frischbier 2, 343b. 33) nd. sog, auch sogwind, zug, luftzug, zugwind, -luft. brem. wb. 4, 1088 f. Adelung, ist vielleicht aus dem hd. zug entlehnt, wie besonders das ostfries. sog, ssog (daneben tog, tocht) anzudeuten scheint, s. ten Doornkaat Koolman 3, 254a.
4333 Zeichen · 154 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–14. Jh.
    Altnordisch
    sogst. N. (a)

    Köbler An. Wörterbuch

    sog , st. N. (a) nhd. Sog, Meer, Schiff Hw.: s. sūga L.: Vr 529a

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    sog

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    sog s. soc. , sôgelinc s. sûgelinc.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sog

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Sog , des -es, plur. die -e, ein nur bey den Schiffern und in der Schifffahrt in doppeltem Verstande übliches Wort. …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sog

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Sog , die Spur im Wasser hinter dem segelnden Schiffe; Bassin am Ufer zur Aufnahme eines Schiffes.

  5. modern
    Dialekt
    Sog

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Sog- in den Zs. zǫx- (neben -o-, –u- ):

  6. Spezial
    sog

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    sog. → so genannt.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sog

95 Bildungen · 91 Erstglied · 0 Zweitglied · 4 Ableitungen

sog‑ als Erstglied (30 von 91)

Sogfüll

SHW

Sog-füll Band 5, Spalte 1061-1062

sogada

LDWB1

sog·ada

sogada [ṣo·gạ·da] f. (-des) ‹sport› längeres Spielen ◆ sogada direta ‹sport› Direktspiel n.

sogadëssa

LDWB1

sogadëssa [ṣo·ga·dës·sa] f. (-sses) 1 ‹sport› Spieler m. 2 (dl palé) Fußballspielerin f. → sogadú.

sogadú

LDWB1

sogadú [ṣo·ga·dú] m. (-dus) 1 ‹sport› Spieler m. 2 (dl palé) Fußballspieler m., Kicker m. ◆ sogadú de golf ‹sport› Golfspieler m.; sogadú de…

sogamënt

LDWB1

sog·ament

sogamënt [ṣo·ga·mënt] m.sg. ‹sport› Spielen n ., längeres Spielen.

Sogamōso

Meyers

Sogamōso , Stadt von gegen 10,000 Einw. im Depart. Boyacá in Kolumbien, am Chicamocha, 2506 m ü. M., mit Hospital, lebhaftem Handel besonder…

sogar

DWB

sogar , adv. etiam, immo. zusammenrückung aus so gar ( daher stets mit betonung der zweiten silbe ), also ursprünglich ' so gänzlich, so vol…

sogbaum

DWB

sog·baum

sogbaum , m. in salzsiedereien viereckige bäume, balken über der pfanne, worauf man die körbe setzt, um das salz aus der pfanne darein zu sc…

sogbrüstung

DWB

sog·bruestung

sogbrüstung , f. im schiffsbau die abnahme, verjüngung des schiffes am vorder- und hintertheile nach unten zu. Adelung. Jacobsson 4, 182 a .

Sogdiana

Herder

sog·diana

Sogdiana , bei den Alten das Land zwischen dem Oxus und Jaxartes, umfaßte den größeren Theil des heutigen Turkestan und Bokhara.

S²gebank

WWB

sog·e·bank

So²ge-bank f. [ Arn Olp] niedrige Sitzbank für stillende Mütter.

S²gebuk

WWB

sog·e·buk

So²ge-buk m. kleines Bänkchen, worauf der Napf mit der Milch gestellt wird, um die kleinen Lämmer zu säugen ( Alt Lü).

S²gefeªrken

WWB

So²ge-feªrken n. saugendes Ferkel (die ersten 6 Wochen lang) ( Min Ha).

sōgelīk

WWB

sog·e·lik

sō-ge-līk Adv. [WMünsterl Kos Rek Isl KSauerl] sofort, sogleich.

sogen

DWB

sogen , verb. , in salzsiedereien: 1) tropfen, in tropfen durchdringen und abflieszen: das wasser von den salzkörben sogen lassen; 2) vom sa…

sogenannt

DWB

sogenannt , adj. sic dictus, ' einen namen führend nicht ohne zweifel, ob mit recht. ' Weigand 2, 729 . man citiert damit eine bezeichnung a…

sogenia

KöblerAfries

sogenia , sw. V. (2) Vw.: s. samnia*

sogentendesta

KöblerAfries

sogentendesta , Num. Ord. Vw.: s. siguntīnda*

Ableitungen von sog (4 von 4)

Ges²ge

WWB

Ge-so²ge n. [WMünsterl Rek] (von Hunden, Katzen, Kaninchen) Zitzen, Gesäuge. ¶ Vgl.→ Ge-sǖge (unter sūgen ).

gesogen

KöblerMhd

gesogen , (Part. Prät.=)Adj. nhd. „gesogen“ Vw.: s. un- Q.: Albrecht (1190-1210), HvFritzlHl, PassIII, Walth E.: s. sūgen W.: nhd. gesogen, …

soge

DWB

soge , f. 1 1) wirbel, streifen im wasser, den ein hindurchfahrendes schiff hinterläszt. Eggers 2, 919 . Jacobsson 4, 182 a . 2 2) pumpenkas…

versogen

ElsWB

versoge n [fərsókə M. ] Adj. gern saugend, dem Saugen ergeben. [Sə sį fərsókə, te Khein].