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tuck

mhd. bis sprichw. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

tuck m.

Bd. 22, Sp. 1516
tuck, m. , vgl. auch duck teil 2, 1489f. herkunft und form. 11) auf das hochdeutsche (ober- und mitteldeutsche) beschränktes wort, seit dem 12. jh. belegt. für den anlaut, der seit den ältesten belegen zwischen d und t schwankt, scheinen zwar diejenigen obd. maa., die beide laute scheiden, wie die ma. von Imst, t = germ. d als das echte zu erweisen (Schatz ma. v. Imst § 90); doch könnte bei dem expressiven charakter des wortes ähnlich wie in tausend und tosen auch anlautsverschärfung eingetreten sein und unter dieser voraussetzung wäre verknüpfung mit idg. teug- 'schlagen' in ai. tujáti 'drängen, stoszen, treiben', an. þoka 'rücken, schieben', norw. tokka, tukka, schw. dial. tokka 'zur seite drängen, rücken' möglich, vgl. Walde-Pokorny 2, 616, Falk-Torp 1268, Torp 793, Hellquist3 1199. dagegen bestehen gegen die von Weigand-Hirt 2, 1083 erwogene zusammenstellung mit tucken, ducken 'untertauchen, niederdrücken' semasiologische bedenken, wenn auch gelegentlich sekundär beide worte zusammengebracht sein mögen, vgl. duckmäuser und tückisch 2 c. völlig abzulehnen ist die daneben von Weigand-Hirt und Walde-Pokorny a. a. o. empfohlene auffassung von tuck als nd. lehnwort = hd. zuck, da tuck im nd. nur als 'zuck' und 'verwirrung, verwirrter faden' begegnet; vielmehr ist umgekehrt mnl. mnd. tuk 'schelmenstreich, tückischer anschlag' als entlehnung aus dem hd. zu fassen. ob nd. duckes 'prügel' der plural unseres tuck in der ursprünglichen bedeutung 'stosz, schlag' ist oder zu ducken gehört, bleibt zweifelhaft. das md. und vereinzelt obd. neben duck stehende tucks (ducks), m., 'hinterlistiger streich, hinterlist' (vgl. Crecelius oberhess. 307, Spiesz Henneberg 47, Hertel Thür. 248, Schmeller-Fr. 1, 490 (Wetterau), Fischer schwäb. 2, 105 s. v. dauches) beruht wohl auf vermengung mit ducks, s. teil 2, 1496f.; vgl. auch duchs, duks Schottel 1306 und nd. duks Dähnert 94b. 22) neben tuck steht (seltener und erst seit dem 16. jh. häufiger bezeugt) tück, vgl. auch dialektisch Hofmann niederhess. 242, Hertel Thür. 248, Fischer schwäb. 2, 441, Schröer ungr. bergl. (1858) 47. wenig verbreitet ist der übergang in das schw. masc., vgl. tucke Klein prov.-wb. 2, 200 und der tücken (16. jh.): darumb aber das ihm (der milz) auch der tücken liebt, den leib zu zerbrechen und ist sein boszheit in dem dasz es generirt durities Paracelsus op. 1, 320 H.; neben dem plur. tücke, tück steht seltener tucke, tuck, vgl. Fischer a. a. o.formen mit d erscheinen md., häufiger in ostfrk., rhfrk., schwäb. und elsäss. denkmälern als duck und dück (bes. bei H. Sachs, Murner, Fischart, Seb. Franck), ebenso mundartlich z. t. neben t, vgl. Unger-Khull 180, Schmeller-Fr. 1, 490, Crecelius oberhess. 307, Regel Ruhla 179. die wenigen nd. und nfränk. zeugnisse des 17. jhs. zeigen ausschlieszlich t-anlaut. in der nhd. literatursprache verschwinden die formen mit d seit der 2. hälfte des 17. jhs. 33) die ältesten belege erscheinen um 1200 im thür. und rhfrk., seltener bleibt das wort zunächst im obd.; in der 2. hälfte des 13. jhs. wird die bezeugung häufiger, namentlich im östlichen Mitteldeutschland und Oberdeutschland. in der vorlutherischen deutschen bibel fehlt das wort bis auf die erste dtsche bibel 5, 316 (3.n. 16, 20), wo die ersten drucke (bis [] Augsb. 1473) das altertümliche lagen haben, das dann durch heimlichen tuck verdrängt wird. in Luthers bibelübers. finden sich tuck und tücke (m. pl. oder f. sing., s. u.) bereits häufiger, und durch ihn gewinnt das wort seine gesicherte stellung in der nhd. literatursprache. seit 1527 läszt sich bei ihm eine zunehmende verwendung von tuck, tücke und ein zurückdrängen anderer, früher gebrauchter wendungen beobachten, während die von ihm abhängigen übersetzer, sowohl freunde (wiedertäuferbibel 1527, Wormser bibel 1529, Zürcher bibel 1531, Lübecker bibel 1533) wie gegner (Emsers n. test. 1527, Joh. Dietenberger 1534, Eck 1537 und Caspar Ulenberger 1630), das wort möglichst meiden und nur in wenigen fällen dem vorbild Luthers folgen; mundartlich ist tuck, m., in fast allen teilen des hochd. gebietes, meist in der redensart einen tuck (an)tun bezeugt. bedeutung und gebrauch. 11) die mhd. noch bezeugte bedeutung 'stosz, schlag, heftig ausgeführte bewegung' stellt sich wohl als die ursprünglichste dar, vgl. die glossierung von tuck durch 'tactus, ictus, pulsus frontis' Kilian etym. (1605) 569b. als stosz mit der faust, schlag mit dem stock, dem schwert u. ähnl.: der münich gap dem verien ein ungefügen duk rosengarten 722 v. d. Hagen-Prim., variante der Heidelb. hs. für herten druc; 'du enphindest mîner tücke'; si vienc daz überrücke und swanc ez von der hende die böse frau 471 Schröder; dû redest alsam ein kint, ... du enweist, wie des Bernæres tücke sint Rabenschlacht 946 v. d. Hagen-Prim.; sînem kampfgesellen was er gram, daz schein an sînen dücken Heinrich v. d. Türlin crone 6349 Scholl; übertragen auf den blitzschlag: durch den luft eins arn fluc und auch des snellen blickes tuc ... wer zeiget mir der aller ganc? tochter Syon 118 Schade. von dieser bedeutung aus verstehen sich auch noch gewisse verwendungen in mundartlicher sprache, so schwäb. tuck 'eindruck in die oberfläche eines körpers' Fischer 2, 440, elsäss. tuck 'hastige bewegung, griff', z. b.: 's keind kännt e tuck dun und die ampel umgehejen (= umwerfen) Martin-Lienhart 2, 673a. 22) in älterer sprache reicher vertreten ist die abgezogene bedeutung 'anschlag, angriff' in feindlicher absicht, doch unter fehlen des für 4 charakteristischen merkmals heimtückischer gesinnung bei dem angreifenden; ähnlich bereits: diu frou gît nieman tuc gein ir, man sol daz gelouben mir, dwerhe blick sint ir unkunt Seifried Helbling 1378 S.; du held, nu gürt dein schwert umb dich, die dein zu schützen vor den tücken H. Sachs 6, 256 lit. ver.; ein gantz mannhafter ritter, vnd der so gewaltig einen tuck in der noth auffhalten kondte Amadis 94 K.; aber unsers Gurgelstrossa lastmaul rach allen unbill —, und dasselbige mit eim solchen duck, dessen sie sich am minsten versehen hatten Fischart Garg. 230 ndr.; durch disen tuck wurden die Grauwpündter ... zun waaffen bewegt Stumpf Schweizerchron. (1606) 622; dem feind einen tuck zu beweisen Grimmelshausen Simpl. 125 Scholte; muszt ihr schon leiden manchen tuck und weichen oft ein weng zuruck bei Opel-Cohn dreiszigjähr. krieg 369. 33) auf anderer linie liegen fälle, in denen tuck objektiv die aus dem bereich des normalen oder erlaubten herausfallende handlung bezeichnet, 'streich, exzess': wan ich schon ein duck wage und ein excess tue Luc. Osiander gnadenwahl 22; manchmal gibts gelegenheit, dasz einer wol in geheim ein tuck wagen kunte Dannhawer catech.-milch (1657) 1, 266; diser (gastwirt) hat ein weib, welche gar zu gerne fremdes brod kostete (mit [] fremden männern verkehrte), fürnehmlich aber wann ihr man nicht zu hause war, und sie seiner abwesenheit halber ein tuck thun konte Melissus Salinde (1713) 308. im schwäb. bewahrt als einen tuck tun, vorhaben 'einen harmlosen excess tun' Fischer 2, 441. vielleicht ist hier anzuknüpfen auch die alte wendung: einen tuck in die hölle tun, wobei mit J. Grimm an eine bedeutung 'plötzlicher fall' zu denken wäre (s. auch unten 4), obschon auch eine beziehung zu ducken (s. teil 2, 1491f.) möglich bleibt: daz geschach ouch mir trûtgeselle, sie tet einen tuc in d' helle. du hâst dicke wol vernomen ze paradis mac nieman komen ern müeze der helle ê bekorn, dô hât sie hût und hâr verlorn Reinhart fuchs 910 Grimm; dasz er nicht allein für uns den zeitlichen tod leiden, sondern auch ... ein tuck in die hölle thun wellen Jac. Andreä pred. zu Wachendorf (1566) 101. ähnlich als kluger, listiger kunstgriff, kniff: diser grave ... kont sonst solche dück (seiner ehefrau) maisterlich verschlagen Zimmer. chron. (21881) 3, 318 B.; und hinfüro hat im (dem herrn) der narr kein söllichen bösen tuck mehr gethon ebda 2, 347. 44) breit entwickelt und bis in die heutige mundart hinein gängig ist tuck im sinne 'hinterlistiger, aus boshafter oder verbrecherischer absicht hervorgehender anschlag, schlimmer streich, übeltat, tort'. 4@aa) noch vielfach mit einer pejorativen bestimmung durch ein absprechendes adj.: so ez der allerbest solt sin so tut er aines wolfes zuck. ach den ungetriuwen tuck solt got selber rechen liedersaal 2, 424 Laszberg; sie (die juden) seiten uf in (Jesus) mengen luck unde ougten mengen bosen tuck Hugo v. Langenstein Martina 34, 29; dasz für Luther die ursprünglich neutrale bedeutung noch fühlbar ist, ergibt sich aus der häufigen verbindung mit bose, falsch u. ähnl.: da er manchen bösen tück beyde von seinen nachbarn und sonst allenthalben leyden must 19, 646 W.; disen bösen tuck des teufels sehen unsre gar wenig 15, 36; da solcher falscher tuck auch ausbrach (offenbar wurde) 50, 571; noch spät bezeugt: dasz es nichts als ein boshaftiger tuck ist, wenn das glück in einer lustigen laune einen armen teufel aufbläst Zimmermann v. d. nationalstolze (1758) 379. besonders in pluralischer verwendung häufig: nu wil ich williklichen von ir scheiden unt wil ir niemer wesen undertan, sit mir ir valsche tük so sere leiden der ich ofte vil enpfunden han Neidhart v. Reuental bei v. d. Hagen minnesinger 3, 225a; sprich, er sey unstätt. dir sey vil wol gesät was er valscher dück treib, er gang zu ainem andern weib liederbuch d. Hätzlerin 231 Haltaus; wiederum häufig bei Luther: (der teufel) thutt uns allentthalben viel böser tück 15, 77 W.; die tyrannen mgen wol viel böser tck und bundnis furnemen 30, 2, 47; (die welt), die uns gefer ist und al schalkeit und heimliche tuck anlegt 45, 251; der Jüden bosheit, die allezeit mit bösen tücken umbgangen 53, 581; die bosen tuck der welt vorstehen und hindern tischr. 3, 618; qui in sua malitia ita se titillavit solche schlimme tucke mussen wir von den papisten gewartten tischr. 5, 548; hat ye ein kayser mit bäpsten können umbgen, so hat es kayser Friedrich der dritt gekönnet, noch dann habent sye im vil böser dück bewisen U. v. Hutten opera 5, 380 Böck.; erfar ich der bösen dück mehr von dir, so mustu es mit der haut bzahlen Joh. Pauli schimpf u. ernst 2, 94 Bolte; der teuffel — braucht all seine meisterstück durch falscher leut untrewe dück Fischart s. dicht. 2, 366 Kurz; (du wirst) aller bösen tücke lauff gewaltig hintertreiben Paul Gerhardt in: Fischer-Tümpel 3, 414b. [] 4@bb) pejorativer sinn ergibt sich bereits in verhältnismäszig frühen bezeugungen aus dem sinnzusammenhang auch ohne determinierendes attribut; besonders in der wendung einen tuck tun u. ähnl., vgl. schon: si sprach 'truz, diu rede von iu belîbe. ir hânt mir leides dicke vil gesprochen; ich sach iuch ein abenttückelîn begân, tumber gouch, daz ist noch ungerochen' Reinmar d. ä. bei v. d. Hagen minnesinger 1, 81a; von Beheim kunic Wenzlâ tet einen beheimischen tuc — und von tugenden einen ruc Ottokar österr. reimchr. 22445 Seem.; vgl. ebda 2136; ain ander statt ist mir genent, als ir wol wist, in üwerm brieff, ob ich da selbst im glouben schlieff und tet ain tuck nauch schwebscher art Hermann v. Sachsenheim mörin 5855; mit dativobject: der slehte ruc, der weiche zuc mir leisten müezen vollen kluc; und tet diu spæhe im einen tuc, sus mües sîn ger weid erren sich, daz er ir niht bekæme Heinrich v. Meiszen 169, 15 E. in dieser verwendung mundartlich verbreitet, vgl. impostor gschwind und listig, eim ein tuck zethuon Frisius dict. (1556) 661; tuk 'böser streich' Streiff Glarner maa. 90; 'schelmenstreich' Wipf Visperterm. 121: einem n duck ta Schmeller-Fr. 1, 490; einen tuk anthun Schöpf Tirol 775: einen tucken anthun (elsäss.) Klein prov.-wb. 2, 200; einen tuck tun Fischer schwäb. 2, 441; n tuck athua Sartorius Würzburg 127; aam ən tuk tau Meisinger Rapp. 216; än dûk gedû Regel Ruhla 179; daher: wenn er ihm nicht dazu verhelfe, so wolle er ihm noch einen gröszern tuck thun H. Kurz sonnenwirth (1855) 206; dem racker tu ich doch noch einmal einen tuck ebda 138. die häufige ablösung der älteren verbindung einen tuck tun durch andere verben kennzeichnet den übergang von der konkreten bedeutung zu der übertragenen und die fortschreitende entsinnlichung; begegnen anfangs neben tun noch verben wie beweisen, fürbringen, pflegen, begehen (mhd. begân), wagen, so treten dann verben wie erfinden, erdenken, versuchen, beschlieszen, umgehen mit, brauchen, verüben u. a. auf: denn sie wollen mir einen tück beweisen, und sind mir hefftig gram ps. 55, 4 (bis 1525: übelthat an mir begehen); diesen tuck (anschlag) kann der teufel auch frommen herzen beweisen tischr. 4, 358; vgl. bei Luther weiter noch 27, 90, 3; 26, 296, 12 W.; eins möcht ich wünschen noch zum endt, dieweil d'lauberhütten schier vollendt, ob mir dem christen volckh mit list ein duckh beweisen kündten frisch Endinger judenspiel 24 ndr.; dasz sie nach ihres lusts gefallen an mir verüben ihren tück Weckherlin ged. 2, 100 (ps. 27, 19) F.; geräth ihm dann nicht dieses stuck, so braucht er bald ein andern tuck bei Opel-Cohn dreiszigj. krieg 406; das in haimlich vertros; ein duck pey im peschlos Hans Sachs 22, 463 lit. ver.; der keiser Julianus ... erdacht ... disen neuen tuk, ehr liess sie zu kheiner regirung khomen Melanchthon anrichtung d. lat. schulen (1543) 64a; so viel tausend ander fremde dinge, die er täglich in Rom verübete, ... machten mich stets einen tuck besorgen A. U. v. Braunschweig Octavia (1677) 2, 33. 4@cc) bis in das 18. jh. hinein erscheint auch der plur. tücke in dieser bedeutung; 'üble streiche', 'arglistige machenschaften, ränke': o welt, daz sint dein tüche, dein valschait ist so vlüche pey fursten und pey herren Peter Suchenwirt nr. 21, 119 Prim.; [] doch het mein frau ir tück gespart mit valschem winken all gen dem herbst Oswald v. Wolkenstein 86, 28 Schatz; für eur e. k. f. g. (Joach. II. v. Brandenburg, von dem verlautete, dasz er die Juden begünstige) hab ich wol grosse sorge, das die Juden ein mal yhr judische tücke mochten beweisen Luther br. 11, 51 W.; er meynt ich solts nit han beschribben, das ir (der schelmen) dück verborgen belibben Murner schelmenzunft 3, 42 Spanier; ein ieder hie ein beyspiel schaut, wie groszen leuten hab gegraut für unbestendigkeit des glücks und seinen tücken hinderrücks Kirchhof wendunmuth 2, 24 Öst.; (schnöde welt) du wirst mit deinen tükken mich nun nicht mehr berükken Angelus Silesius hl. seelenlust 21 ndr.; du dichtest wol in deinem raht noch neue dück, dein böse that für frembden augen zu beschönen Weckherlin ged. 1, 343 F.; ich bitte dich, sag an, was sinds für tücke, was ist für gifft, das Sybaris so liebt Morhof unterricht v. d. dt. sprache (1682) 1, 794. blasser ,heimlichkeiten': (obgleich nun) Hieronymus die verliebten tücke mit der jungfer heimlicher trieb Kortum Jobsiade cap. 24, v. 35. andererseits auch als 'meucheltat': (David) hatte eynen heubtman mit namen Joab, der thett zween böse tück und erwürget verrethersch zween frumme heubtmenner, da mit er zwey mal den todt redlich verdienet hatte Luther 11, 276 W.; im 16. und 17. jh. gern in formeln, so tücken und practiken: und meinen ..., der heilige geist merke und sehe solche jhre (der papisten) falsche tücke und practika nicht (1542) Luther 53, 409 W.; (der papst) wird ihn berücken und hinterschleichen mit hinderlisten und heimlichen tücken und practiken ders., tischr. 5, 460; wir aber wollen gott bitten, dasz er seine (des Türken) practiken und tücke zu schanden mache tischr. 1, 456; es ist nütz und gut, dasz man wisse des teufels kunststücke, tücke und practiken w. 1, 66 W.; häufiger tück und stück, bei Luther durchweg mit charakterisierendem adjektiv böse, während in den wendungen list und tücke, tücke und schalkheit, bei denen wohl das f. tücke anzusetzen ist (s. u.), das charakterisierende adj. fehlt, vgl. 1, 390; 2, 100; 6, 615; 15, 304; 30, 3, 242; 32, 504; 54, 393; tischr. 3, 650; 5, 668 W.; man findt ietzt der knecht one zal im land hin und her uberal, die sich von iren herren reiszen, vil boser tück und stück sich fleiszen H. Sachs 15, 74 lit. ver.; ebenso: in summa, er war gar verschmitzt auff stück und tück, was nur gelt trug ebda 9, 490 lit. ver.; er als ein verschmitzter welt- unnd eiszvogel, flick auff stück unnd tück Fischart Garg. 335 ndr.; deszgleichen Hans Sachsz in seinen gedichten, so etliche desz eulenhelden dück und stück ... hat anzudeuten fürgenommen Fischart w. 2, 12 H. 4@dd) vereinzelter bleibt die bedeutung 'arglistiger kunstgriff', auch geradezu in 'betrug, betrügerei' übergehend, vgl. fallacia bschisz, trug, falsch, dück Frisius dict. (1556) 541b; von der minne: ey aller hertzen maisterin! nu maht eht du der tücke din aber nicht gelazen Johann v. Würzburg Wilh. v. Östr. 839 R.; so si gen markt sol gan, si mag ir bösen dük nit lan des teufels netz 12299 B.; ein kauffmann mit falschen stücken gleicht sich aim dieb mit diebischen tücken Petri d. Teutschen weiszheit (1605) 2, X 3a; [] bey etlichen gerbern ... ist ein falscher tück, mit dem sie ... den bauern hinters licht führen Abr. a s. Clara etwas f. alle (1699) 1, 439. 55) einem anderen bedeutungszweig nähern sich die fälle, in denen der plur. tücke die 'gedanklichen bösen anschläge, absichten' bezeichnet, die potentiell in wesen und charakter einer person liegend die sinnesrichtung des handelnden kennzeichnen; mit charakterisierenden adjektiven: swaz er (der falsche) valscher tücke und valscher rede mac gepflegen, die machet er sô sigehaft Heinrich v. Meiszen 252, 7 E.; bœser tücke ist mir nicht kundt Ulrich v. Singenberg bei Walther v. d. V. nebst Ulrich v. Singenberg 225 Wackernagel-Rieger; und überwant dîn güete sîn übellîch gemüete und al sîn argen tücke Konrad v. Würzburg goldene schmiede 1309 Schr.; wallen hât etswâ bœse tücke mit vil manigerleie dingen diu ich nicht alliu wil vürbringen Hugo v. Trimberg renner 13648 Ehrism.; (er gab ihm einen schlag) das im vergen sein valsche tück, des er nicht mag gelachen Oswald v. Wolkenstein 83, 55 Schatz; weh denen, die schaden zu thun trachten, und gehen mit bösen tücken umb auff irem lager Micha 2, 1; (Scaliger) schilt sehr die hund von falschen dücken und lehrt das sie mehr untrew seind, dann das sie seind des menschen freund Fischart flöhhatz 66 ndr.; auch sagt mir vor mein hertz in leyd dieweil wir haben glübd vnd eyd gebrochen gar mit falschen tücken es werd uns nimmermehr gelücken! Joh. Spreng Ilias (1610) 90a; von Brandenburg markgraf Friedrich, ... lasz dich die pauren nit trücken mit iren falschen dücken (v. j. 1494) bei Liliencron hist. volksl. 190, 34. seltener ohne adjektivische kennzeichnung: was aber für tücke dahinter stecken, kann ich nicht errathen v. Petrasch s. lustsp. (1765) 1, 155; schrecken ängstigen dich, und tücke gegen ihn treiben sich in deiner seele herum W. Heinse s. w. 3 (1908) 424; nur vereinzelt im sing.: ob dir vergeben werden möchte der tuck deines hertzen apostelgesch. 8, 22; der anfang dazu (zur sünde) ist jedweder tük des herzens Zinzendorf von d. mutter amt d. hl. g. (1748) 46. 66) auf die charakterliche qualität der handelnden person übertragen in der bedeutung 'arglistige sinnesart, bosheit' und verwandte eigenschaften wie 'fehler, launen, feindseligkeit, groll' u. ähnl. 6@aa) der sing. bleibt im ganzen unhäufiger, weil die vorstellung von einer summe einzelner äuszerungen der arglistigen sinnesart meist noch im vordergrund steht, doch ist er nicht nur älterer sprache eigen, vgl. tuck 'böse gewohnheit, hinterlist' Unger-Khull steir. 180: nû seht durch got, welh ein tuc an geistlichen liuten, wie si die schrift bediuten, diu des niht enhilt Ottokar österr. reimchron. 1244 Seem.; doch wolt ich ân allen tuk die sælde vür daz gelücke han, so würde ich ein heilic man Heinrich d. Teichner 67 Karajan; Unfalo aus eim falschen tück wolt versuchen weiter sein glück Teuerdank 71, 1 d.; (die pharisäer) dazu den schendlichen tück und unflat an sich hetten Luther 32. 408 W.; wenigstens darf ein kluger fragen, wie kommt — stiefmütterlicher tück und ein brautgeschenk zusammen? Musäus physiogn. reisen (1778) 4, 239; denen (den Schwaben) so ein kleiner tück im gemüt und charakter nicht abzusprechen ist S. Schröder br. (1910) 98; in ähnlicher richtung liegt die mundartl. redensart [] einen tuck auf jem. haben 'geheimen groll gegen jem. hegen', vgl. Hofmann niederhess. 242 Schröer ungr. bergld. (1858) 47: (Napoleon) aber hatte, wie ihr wiszt, einen alten tück auf Ruszland von wegen des bescheides, da er auf freiersfüszen ging G. Jahn d. dtschen freiheitskr. (1863) 69. 6@bb) namentlich im plur. häufig; noch mit kennzeichnenden adjektiven: wan di zwene vurgenant van der kunegine hant Alexandra ein hovestat mit iren snoden tucken vrat ze Jerusalem behilden hist. der alden ê 5473 Gerhard; mocht aber die bösen dück nit verborgen lassen, sunder hieng sich an etlich dorechte lüt, so sich lutherischer yrrung undernamen H. Gebweiler beschirm. d. lobs Mariä (1523) 26b; allein die lasterhaften tücke entweichen weit von ihr zurücke Triller poet. betr. (1750) 4, 518; er hat verdammte tücke an sich, die alles wieder verderben Bode Yoricks empf. reise (1768) 1, 8; ebenso auch absolut, doch ist die zugehörigkeit der folgenden fälle zum plur. tücke nicht überall zu beweisen, sondern ergibt sich meistens nur aus wortgeographischen erwägungen: swen aber nu der smertzen glut im vellet uf den rucke, so werden syne tucke und syne bosheit offenbar paraphr. des buches Hiob 2937 K.; der künc pfligt der tücke noch, der er ie gepflegen hât Johann v. Würzburg Wilh. v. Östr. 2818 R.; der herren tücke bewîst du mich und wilt dich selber swachen Albrecht v. Kemenaten Eckenliet 88, 17; hie sichstu aber den jüdischen somen sine dück nit haben wellen lassen Zwingli v. d. freiheit der sp. 9 ndr.; arglistigkeit ist nicht weisheit und der gottlosen tücke sind keine klugheit Jes. Sir. 19, 19; da ich die alt erstlich beschawt, het ich ir der dück nit vertraut H. Sachs 21, 25 lit. ver.; so sy doch alle sindt mit ein uber einen leisten geschlagen und ire dück verborgen tragen Murner narrenbeschw. 183, 8 ndr.; soll mir das verarget werden, dasz ich ihre tück kan entdecken Paracelsus opera (1616) 1, 255b Huser; denn recht unnd gründtlich werden seyne tücke nimmer mehr erkannt in diesem leben theatr. diabol. (1569) 173b; da stehet er (der teufel) in groszen schanden und werden seine tücke offenbahr J. Böhme s. w. 6, 434 Schiebler. 6@cc) etwas anders stellt sich tuck als bezeichnung für einen aus hinterhältiger, böswilliger oder störrischer sinnesart hervorgehenden 'charaktermangel, fehler', auch 'laune' dar, vgl. tuk 'verborgener fehler' Überfelder kärnt. 84, tuck 'fehler' Lexer kärnt. 74, Unger-Khull 180; tücke, pl., 'verborgene schlimme mängel' Reinwald Henneb. 174; so namentlich alem. von pferd, esel usw.: so sy (die gottlosen papisten) us den dryen riglen nit entspringen mögend und doch als ein untrüw rosz mit allen tücken tobend (1523) Zwingli dt. schr. 1, 251 Schuler-Sch.; nun wie ers pferdt hett lang beschawt, doch letzlich er der kunst nit trawt, sonder stelt es dem kauffmann heim, dasz er im sag sein tück und träüm Fischart w. 2, 404 Hauffen; so er aber drauf (auf das pferd) kommt und mit sporn ansticht, da erfinden sich täglich neue tück ders. 3, 230; tücke, pl. tantum, 'launen vom esel' Stucki Jaun 260; (da) die Preuszen wol besoffen waren, begundten sich die alten tücke zu regen C. Schütz hist. rerum Prussic. (1592) 1, F 3b. 77) in einer verwendung neutraleren charakters bezeichnet der plur. tücke ganz allgemein die 'pläne, anschläge, absichten', [] ohne dasz das hauptgewicht auf deren negativer bewertung liegt: villeicht haben mein tück zu im vil bessers glück Teuerdank 60, 31 d.; der gottlose ist so stoltz und zornig, das er nach niemand fraget: in allen seinen tücken helt er gott für nichts ps. 10, 4 (bis 1528: alle seine anschlege sind an gott); denn yhr habt nu bey zehen iaren zun diesen sachen ewr weisheit wol versucht mit so viel reichstagen, mit so viel ratschlegen, mit so viel tücken und praktiken Luther 30, 2, 271 W.; die wiszheit dyser welt ist ein thorheit by got, dann es steht geschriben: ich würd begryffen die wysen in iren thücken bei O. Clemen ref.-flugschr. 1, 231; nu brauche du, glücke, die listigen tücke; gefället Apollo mein wesen so ist der poete genesen Tscherning dt. getichte früling (1642) 600; ausz gerechter verordnung des erzürneten gottes, welcher die klugsüchtigen in ihren tücken ergreift Schottel friedenssieg 11 ndr.; geheime tücke warten, die flinte wacht J. G. Jacobi w. (1807) 6, 92. 88) eine andere bedeutung neutraler natur ist spezifisch mhd. sprachgebrauch eigen; der zusammenhang mit der bedeutung 'stosz, schlag' ist nicht klar, es bleibt zu erwägen, ob nicht eine gemeinsame vorstufe 'ruckartige bewegung' (vgl. 1 schlusz) die beziehung vermittelt; aber sichtbar wird nur die abstraktere bedeutung 'handlungsweise, gebahren, benehmen', insoweit sich diese in einzelnen gebärden und bewegungen ausdrücken, daher meist im plural. 8@aa) eine art übergangsstellung bieten vielleicht noch: ein agelester sprach (dêst lanc) zer tûben, 'lêrt mich iuwern ganc'. diu tûbe sprach 'ich lêre iuch gân, muget ir die alten tücke lân' Freidank 143, 2 Grimm; dîn ringen ist unfröuwelich und alliu din gebærde, mir wahset grôz beswærde von dînen wilden tücken Konrad v. Würzburg troj. krieg 16 764 K.; ouch stuont sô der palas, daz Gînover und die vrouwen her abe mohten schouwen ir ieglîcher tücke Heinrich v. d. Türlin crône 712 Scholl; die kemphen liezen schouwen vil ritterlîche tücke Konrad v. Würzburg schwanritter 95, 9 Schr. 8@bb) in der regel ist aber eine konkrete anschauung nicht mehr erkennbar: der von Karle was erborn der begienc dâ Karles tücke, daz was Gyburge gelücke Wolfram v. Eschenbach Willehalm 184, 29; ich wil aber vor mit dir bejagen und dich mynre dücke underwijsen pilgerfahrt des tr. mönches 9216 Bömer; billîch solt ich lâzen sîn die mînen jungen tücke; ez wær mîn gelücke, liez ich tumpheit under wegen Seifried Helbling 9, 43 Seem.; durch daz man in (Amor) so kintlich schribet; er hat kindescher tükke vil d. wilde Alexander in: v. d. Hagen minnes. 2, 365a. 8@cc) mehr als ausdruck der im charakter ruhenden 'sinnesart, eigenheit': do wiseten sa ir tucke die heilgen, als von tugenden gat passional 501, 50 K.; ichn weiz deheinen orden da man so ofte vinde sô riuwec ingesinde. die tücke ich an der minne spür Heinzelin v. Konstanz 104, 101; [] hier tritt auch der singular auf: ein ieglîcher tuc (gemütsstimmung) hât sin gebærd ... swer hât den rât daz ers erkennt und auch den sin Thomasin v. Zirclaria d. wälsche gast 919; alter nimt hasen und fühsen iren tuc Hugo v. Trimberg renner 23030 E.; bei eim vollen man darf sich kainer rainigkeit versehen, noch keines redlichen tucks Hermann v. Sachsenheim 95. 8@dd) dann im sinne von 'gewohnheit', namentlich in verbindung mit alt: dest ein gebiurscher tuk swer hirzen vnde geizen gelicher werde gan der kanzler in: minnesinger 2, 388; ich waihs wol, wen der degen werd dis wunder alles sichtig wird, der junge denne nicht verbirt, er öget sinen alten tuck, gegen den schwerten tüt er zuck Göttweiger Trojanerkrieg 1565 K.; den kneht begreif sîn alter tuk Seifried Helbling 8, 1234 Seem.; entsprechend auch pluralisch: an die alden tucke ist er getreten als da vor passional 240, 88 Hahn; den schaft mit kraft er an die brust zwanc, sinr alten tück er pflac Johann v. Würzburg Wilhelm v. Österr. 15714 R.; se is heimlich na oren olden thuckenn wech gegan (1500) bei Schiller-Lübben 4, 627.
27670 Zeichen · 512 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    tuck

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    tuck s. tuc.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tuck

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Х Tuck , s. Campe Tick .

  3. modern
    Dialekt
    Tuck

    Elsässisches Wb. · +7 Parallelbelege

    Tuck [Tùk Mb. ] m. hastige Bewegung, rascher Griff: s Keind [Khįt] kännt e T. du n u nd di e A m p e l umg e heje n . D…

  4. Sprichwörter
    Tuck

    Wander (Sprichwörter)

    Tuck 1. Einem einen Tuck thun. ( Elsass. ) – Klein, II, 200. Einem einen hinterlistigen Streich spielen, ihm heimlich sc…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tuck

302 Bildungen · 66 Erstglied · 230 Zweitglied · 6 Ableitungen

tuck‑ als Erstglied (30 von 66)

Tuck I

Idiotikon

Tuck I Band 12, Spalte 1273 Tuck I 12,1273

Tuck II

Idiotikon

Tuck II Band 12, Spalte 1277 Tuck II -ü- 12,1277

Tuck III

Idiotikon

Tuck III Band 12, Spalte 1277 Tuck III -ü- 12,1277

Tuckämes

RhWB

Tuck-ämes tukEməs (-ameise) Trier-Mehring Sg. t.: T. machen mit den Köpfen, Stirnen aneinanderstossen, im Spiel der Kinder.

tuckangel

DWB

tuck·angel

tuckangel , f. , angel zum barschfang Schumann wortsch. v. Lübeck 39 , vgl. DWB tucken ebda. —

Tuckas

RhWB

tuc·kas

Tuckas tukas  m.: in der Wend.: der Wengkvogel schlEət der T. der Papierdrache überschlägt sich in der Luft Aach-Stdt . — Vgl. mnd. dukas …

tuckceese

DWB

tuckceese , f. , s. u. DWB tuckerzeese . —

Tuckel

Idiotikon

tuc·kel

Tuckel Band 12, Spalte 1282 Tuckel 12,1282

tuckeln

DWB

tuck·eln

tuckeln , vb. , von tuck 4 d abgeleitet, im md. verbreitet; ' hinter dem rücken jemandes mit betrug umgehen ' Keller Thür. 46 ; Reinwald Hen…

tuckeln I

RhWB

tuckeln I tu- NBerg (s. u.) schw.: 1. die Hühner t., locken u. im allg. Sinn jmd. locken; he tuckelt dem alles af Sol . — 2. gackern, von Hü…

tucken

DWB

tuc·ken

tucken , vb. , im nördlichen Deutschland umgangssprachlich und mundartlich neben tuckern im sinne ' pochen ' besonders von einem klopfenden …

tucken1

MeckWB

Wossidia tucken 1 zucken Mi 93 b 1. ruckweise zerren: tŋ Lu Ludwigslust@Polz Polz ; ruckweise an der Pferdeleine ziehen Ro Rostock@Marlow …

tucken2

MeckWB

Wossidia tucken 2 lautmalend 1. vom Lockruf des Hahnes: 'So stund de arme deff unde tuckede, Bet he se al tho hope kluckede' Omich. in Nd. J…

Tuckendorf

RhWB

tucken·dorf

Tucken-dorf tokən-: Neckn. für Bitb-Dockend , d. h. Dorf der Starrköpfigen.

tucken I

RhWB

tucken I to- Elbf , Duisb schw.: die Hühner t., herbeilocken. — Abl.: die Tockerei, dat Getock(s).

tucken II

RhWB

tucken II PfWB das Wort, mit tacken, ticken zu vergleichen (nhd. zucken, mndl. tucken, nndl. tokkeln), ist verbr. als tugə Rhfrk in Simm , S…

Tuckenmusel

PfWB

tucken·musel

Tucken-musel m. : ' bescheidener Witzbold ' (sic!), Duckemusel [PfRh. 1964, S. 7]. — Wohl eine Umwandlung von Trockenmus.

Tuckente

RhWB

tuck·ente

Tuck-ente -ęntə Gummb-Berghsn ; -ęntχə Ahrw-Bengen ; -ę·ŋ. Kemp-AmernSAnton f.: Tauchente, Wasseramsel.

tucker

DWB

tuc·ker

tucker , m. 1 1) neben ducker, im nd. meist aber mit t angeführt, und obd. tauchber, taubeer, taubel, dauper A. Seligo fanggeräte d. binnenf…

tuckerei

DWB

tucke·rei

tuckerei , f. , art des fischfangs mit tuckern: ein fehler bei der bisher getriebenen tuckerei ist, dasz so unendlich viele kleine flundern …

tuckerfischerei

DWB

tucker·fischerei

tuckerfischerei , f. : die tucker- und zollnerfischerei wird mit zwei parallel segelnden kähnen ... betrieben fischereiordn. f. Pommern v. 2…

tuckerinnung

DWB

tucker·innung

tuckerinnung , f. : ( die fischer ) sind miteinander zu einer innung verbunden, welche die tuckerinnung heiszt Joh. Fr. Zöllner reise d. Pom…

Tuckerjahn

MeckWB

tucker·jahn

Wossidia Tuckerjahn m. spottend jem., der immer mit der Leine zieht Sta Stargard@Wrechen Wrech .

tuckerkahn

DWB

tucker·kahn

tuckerkahn , m. : auf jedem tuckerkahn sind auszer dem herrn noch zwei matrosen ebda 94, vgl. Kluge seemannssprache 798 . —

Tuckerraud'

MeckWB

tucker·raud

Wossidia Tuckerraud' f. Wünschelrute Lu Ludwigslust@Laupin Laup ; Ha Hagenow@Lübtheen Lübth .

tuck als Zweitglied (30 von 230)

Aaltuck

MeckWBN

aal·tuck

Wossidia Aaltuck f. Schleppnetz für den Aalfang mit zwei Booten ( Wi Wismar@Kirchdorf Kirchd ) D. Jb. f. Volksk. 14, 28.

Anke(n)stuck

Idiotikon

Anke(n)stuck Band 10, Spalte 1815 Anke(n)stuck 10,1815

Bagge(n)stuck

Idiotikon

Bagge(n)stuck Band 10, Spalte 1830 Bagge(n)stuck 10,1830

Baumwullstuck

Idiotikon

Baumwullstuck Band 10, Spalte 1837 Baumwullstuck 10,1837

Birbeⁿstuck

Idiotikon

Birbeⁿstuck Band 10, Spalte 1830 Birbeⁿstuck 10,1830

Blëtzstuck

Idiotikon

Blëtzstuck Band 10, Spalte 1830 Blëtzstuck 10,1830

Bode(n)stuck

Idiotikon

Bode(n)stuck Band 10, Spalte 1829 Bode(n)stuck 10,1829

Brëttstuck

Idiotikon

Brëttstuck Band 10, Spalte 1831 Brëttstuck 10,1831

Buebe(n)stuck

Idiotikon

Buebe(n)stuck Band 10, Spalte 1829 Buebe(n)stuck 10,1829

Bīstuck

Idiotikon

Bīstuck Band 10, Spalte 1828 Bīstuck 10,1828

Cheibe(n)stuck

Idiotikon

Cheibe(n)stuck Band 10, Spalte 1822 Cheibe(n)stuck 10,1822

Ableitungen von tuck (6 von 6)

betucken

KöblerMnd

betucken , sw. V. Vw.: s. betücken

enttucken

KöblerMnd

enttucken , sw. V. Vw.: s. enttücken

getucke

DWB

getucke , n. , verbalsubstantiv zu tucken. vgl. DWB ducken , reflexiv, sich bücken, neigen, beugen, schmiegen theil 2, sp. 1493. 1494: leich…

getucken

DWB

getucken , reflexives verb, verstärktes tucken, ducken, vgl. th. 2, sp. 1493: die tür er zukte unt gerukte, er getukte sich so gar. minnesin…

tucke

DWB

tucke , f. , nd. bezeichnung für ein angelgerät; an der mecklenburgischen küste für eine hechtangel, vgl. Stenzel seemänn. wb. 431 a ; an de…

vertucken

RhWB

ver-tucken: Garn, Haare v., verwirren Berg n. Benr . L.