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sprick

nhd. bis Dial. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
2 in 2 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

sprick n.

Bd. 17, Sp. 70
sprick, n. dürres reisigholz, nebenform zu sprock (s. unten). wie dieses hauptsächlich auf niederd. sprachgebiet beschränkt. vgl. Schiller - Lübben 4, 345b; Lübben 371b; Strodtmann 226; ten Doornkaat Koolman 3, 289a; Woeste 252a; Schambach 206b; Frommanns zeitschr. 2, 43, 28. im besonderen wird damit der windfall im walde bezeichnet. gewöhnlich ist die collective bedeutung: ein häufchen knisterdürres tannen- und buchensprick, des schwefelholzes gewärtig, liegt schon seit gestern abend auf der feuerstelle des breiten lehmsteinherdes. Sohnrey im grünen [] klee, im weiszen schnee 87. nur selten zeigt sich deshalb ein plural, zumeist im zusammenhang mit einem vereinzelt auftretenden masc. geschlecht: sprik, m., die spriken, plur. Schambach 206b; vgl.: ein wulf bi enem holte was, dar klene spricken de duve las, dar se wolde nesten mede. Gerhard v. Minden 96, 2 Seelmann; eftu mi nu seggen woldest, wat du mit den spricken soldest, de du hir lest al den dach. 8. als plur. des neutr. spricker Frommanns zeitschr. 2, 135. vgl. holl. sprik Mieg 311b, ags. spræc, neuengl. sprig Bosworth-Toller 903b, altn. sprek Fritzner 3, 499a. etymologische verwandtschaft besteht vielleicht zu lit. spragù 'prasseln'. vgl. auch unten sprock, subst. wahrscheinlicher aber zu lit. sproginù 'sprieszen', wozu zu vgl. holl. sprik, engl. sprig mit der von ihnen erhaltenen bedeutung sprosz, spröszling, schöszling, die wir dann als die ursprünglichere anzusprechen hätten.
1484 Zeichen · 38 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    sprickn.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    sprick , n. dürres reisigholz, nebenform zu sprock ( s. unten ). wie dieses hauptsächlich auf niederd. sprachgebiet besc…

  2. modern
    Dialekt
    Sprickn.

    Mecklenburgisches Wb.

    Wossidia Sprick n. dürres Reisig, in FN.: Sprickholt, -holtkoppel, -moor. Syn. Sprock. Mnd. sprik. Br. Wb. 4, 973; Kü. 3…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sprick

34 Bildungen · 33 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

sprick‑ als Erstglied (30 von 33)

sprickbeere

DWB

sprick·beere

sprickbeere , f. , wie das folgende bezeichnung von rhamnus frangula. L. Pritzel-Jessen 330 b .

sprickel

DWB

sprickel , m. 1 1) verdorrter zweig. auf niederdeutsches gebiet beschränkt. gegenüber dem oben angeführten mehr collectivischen sprick hat e…

sprickeleidechse

DWB

sprickel·eidechse

sprickeleidechse , f. , anstatt spreckeleidechse, zu spreckel, m. macula sp. 7: sprickeleidex, stellio Dentzler 1, 745 b .

Sprickelholt

MeckWB

sprickel·holt

Wossidia Sprickelholt n. Faulbaum, rhamnus frangula: Beck. Bäume 56; Wred. Flora 1, 410; Schill. Kr. 1, 21 a ; Pritz.Jess. 330 b ; Sprickelh…

sprickelholz

DWB

sprickel·holz

sprickelholz , n. , dasselbe wie oben sprick, mit deutlicherer hervorhebung der collectiven bedeutung. für Mecklenburg und Pommern belegt. P…

Sprickelig

Campe

† Sprickelig , adj . u. adv . Sprickeln , v. trs . s. Sprenkelig und Sprenkeln .

Sprickel II

RhWB

Sprickel II PfWB ElsWB -i-, –e-, Pl. -ələ, –əln (vgl. Spränkel ) Verbr. Rhfrk an Nahe, Saargeb, Goar-Holzf Weiler (-ī-); Mosfrk in Saarl , M…

sprickellen

RhWB

sprick·ellen

sprickellen -ikę·l.ə, –ek- [ Kemp-Stdt Süchteln -eję·l.ə ]  Kref , Kemp , Geld ; -ekəlsə Kemp-Grefr Adj.: in der Verb. spr. Hot (Holz) Fa…

sprickelmonat

DWB

sprickel·monat

sprickelmonat , m. nach Campe in Oberhessen bezeichnung des februar statt der gewöhnlicheren form spürkel, spürkelmonat ( s. unten ).

sprickelīn

KöblerMnd

spricke·līn

sprickelīn , N. nhd. dürres Reislein? E.: s. spricke, līn (2) W.: s. nhd. Spricklein, N., dürres Reisigholz, DW 17, 71 L.: MndHwb 3, 399f. (…

spricken

MNWB

° spricken , spricker , pl. , dürres Reis, Fallholz (westfäl.). Demin.

spricker

DWB

spricker , m. , wie oben sprickel bezeichnung von rhamnus frangula. Nemnich. gewöhnlich dafür faulbaum, m. ( theil 3, 1373). vgl. auch sparg…

sprickerig

MeckWB

spricke·rig

Wossidia sprickerig klapperig: dei ... sprickerige spitze Snawel (des Storchs) Camm. Tid. 20.

sprickern

MeckWB

sprick·ern

Wossidia sprickern spricken mager, dürr: hei is so sprickern Ro Rostock@Klockenhagen Klock ; Gälknœker ( s. d. ) is 'n ganzen Sprickern wääs…

Sprickholz

DRW

sprick·holz

Sprickholz, n. wie Sprock sprick- und sprockholt vor 1650 BeitrEssen 42 (1924) 143 wir bezeugen ..., daß die ... buͤrger ... das sprick- und…

sprickisch

DWB

sprick·isch

sprickisch , adj. auf niederdeutschem sprachgebiet von einem dünnen hageren menschen ( vgl. oben sprickel 2), d. i. dünn wie ein sprick. vgl…

Sprickkopf

RhWB

sprick·kopf

Sprick-kopf -ek- May-Ochtendung m.: derber Schuhnagel mit gespaltenem Kopf, Splickkopf (s. d.).

spricklein

DWB

sprick·lein

spricklein , n. , demin. zu sprick, n. ( s. oben ). vgl. Schiller-Lübben 4, 345 b .

spricklig

DWB

spricklig , adj. , s. oben sprecklig sp. 8.

Spricklilj

MeckWB

Wossidia Spricklilj f. Geißblatt, Jelängerjelieber, lonicera periclymenum: Spriklilgen Siemss. Nat. 2, 297; Wred. Flora 1, 393; E. Boll Flor…

Ableitungen von sprick (1 von 1)

spricke

DWB

spricke , f. , wie oben sprecke bezeichnung von rhamnus frangula. als gattungsname der xanthoxyleen bei Oken 3, 1276 , anstatt sprecke, mit …