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gebrauch

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gebrauch m.

Bd. 4, Sp. 1820
gebrauch, m. subst. zu gebrauchen und brauchen, als sachliches subst. verb. einfachster, ältester art (s. sp. 1615); noch einfacher brauch, das noch in geltung ist als nebenform, nur mit dem klange des alterthümlichen, auszer in nieszbrauch, misbrauch, neben denen nieszgebrauch, misgebrauch ungebräuchlich sind, wie misbrauchen allein den platz hat und selbst im part. misbraucht das ge- nicht zuläszt (vgl. sp. 1621). übrigens kann älteres oberd. brauch, besonders prauch in wahrheit vielmehr gebrauch meinen (sp. 1606 ff.); so erklärt sich z. b. dasz Maaler neben brauch gar kein gebrauch aufführt (auch kein gebrauchen, nur gebraucht). Das wort ist ahd. nicht bezeugt, mhd. gebrûch selten (1, a. 2, f), wie das einfache brûch ahd. selten, mhd. nicht bezeugt, beide mögen erst gegen die nhd. zeit zu eigentlicher entwickelung im gebrauch gekommen sein; alem. gbrûch, s. Brant unter 3, b. auch mnd. brûk, gebrûk nicht bezeugt, doch wol vorhanden, wie mnl. gebrûc lekensp. I, 21, 91; nnl. gebruik n. ein pl. gebrauche, mehr nd., unter 3, e, sonst gebräuche. 11) gebrauch, das brauchen im bestimmten falle, mit bestimmtem, wenn auch oft nur gedachtem subject und object. 1@aa) activisch (passiv. s. unter e); mhd. z. b. rehter gebrûch der dinge, die rechte art der weltdinge zu gebrauchen: diu dritte dêmüetikeit lît an den sinnen, alsô daʒ si aller dinge (lies al dinc?) nâch sînem rehten gebrûche minnet. offenb. der schwester Mechthild 133. von gott heiszt es in den versen vom himmelreiche aus dem früheren 12. jh., die dem hexameter nachstreben: du hâst in gebrûche dînere gwaltigen hente allere dinge anegenge jouh den ente. Haupts zeitschr. 8, 145, deine hände können sie brauchen, verwenden wie du willst. noch jetzt vielfach so, dasz darin das zeitwort deutlich anklingt, z. b. einem etwas zu beliebigem gebrauche überlassen, dasz er es nach belieben gebrauche; das geld aber können sie zu ihrem freien gebrauch anwenden. Gellert lustsp. (1748) 171; notizen .. die wir zu künftigem unbestimmten gebrauch .. aufgezeichnet. Göthe 53, 7. etwas in gebrauch nehmen, z. b. ein neues kleid, wo in dem in der artikel mit versteckt sein wird, [] wie oft (z. b. bei in stand setzen neben im stande sein); im täglichen gebrauch haben, der stuhl ist für den täglichen gebrauch zu schön. es kommt alles auf den richtigen gebrauch an. durch häufigen gebrauch abgenutzt. 1@bb) gebrauch machen von etwas, als kräftigere umschreibung von gebrauchen, wie sie manche fälle wünschenswert machen: weil diese thorheiten in dem gebrauche, den Cervantes davon macht, ihren verständig (bewuszt) vorbedachten nutzen haben. Bodmer poet. gem. 544; wenigstens hat keiner den gebrauch davon gemacht, der sich davon machen läszt. Lessing 7, 337; ich werde also sicherlich alle vorschläge dahin (nach Wien zu gehn) ablehnen, und keinen weitern gebrauch davon machen, als dasz ich mir hier (in Wolfenbüttel) .. eine verbesserung zu verschaffen suche. 12, 320; er sprach nichts als italiänisch, und wir fanden hier gelegenheit von den übungen, die wir uns das frühjahr in dieser sprache gegeben, gebrauch zu machen. Göthe 16, 301; dafür verspricht der verfasser, von diesen einmal abgedruckten aufsätzen drei jahre nach ihrer erscheinung keinen andern öffentlichen gebrauch zu machen. ankünd. der horen 1794 (Schiller an Göthe 1, 3); ich bitte sie, von meiner mittheilung keinen weiteren gebrauch zu machen; einem geiste .. wie es dieser ist .. bleibt der hohe gebrauch nicht lange verborgen, der sich von dem jetzigen augenblicke machen läszt. Schiller 765b. ungewöhnlich mit aus: noch ist ein wichtiger und merkwürdiger gebrauch, der sich aus vorliegender stelle machen läszt, zurück. Lessing 8, 389 (Bereng. T. 4 am ende). die ganze wendung wird dem franz. faire usage nachgemacht sein, woraus sich auch aus für de begreifen läszt, wie von für den gen.; noch Steinbach, Frisch verzeichnen die wendung nicht. 1@cc) sonst bezeichnet der gen. das object des subst. verb. (doch vergl. das von unter g): dasz man solches verteutschens bald müde worden und den alten (früheren) gebrauch der latinischen sprach behalten. Faust im vorw. zur Limb. chr. 4 R., von den ersten versuchen, die deutsche sprache in den gebrauch der canzleien einzuführen; du wirst sehen, dasz kein gebrauch der gestirn seie. Schuppius 702 (kunst reich zu w.), dasz man die gestirne nicht mehr zum befragen gebrauchen werde; von dem gebrauch der h. sacrament ausschlieszen. Henisch 1394; er verlor vor schreck den gebrauch der sprache; der freie gebrauch des verstandes. Bodmer mahler d. sitten 1, 539; gebrauch der reinen vernunft. Kant kr. d. r. v. xxv; wie schwer es hält, einen menschen zu richtigem sinn und blick im gebrauch der bibel zu bringen. Herder br. d. stud. d. th. betr. 1, 5; es ist diejenige zeit (die akademischen jahre), deren guten oder schlimmen gebrauch man sein ganzes leben nachempfindet. Göthe bei Schöll aufs. 48 (der junge G. 1, 243); gebrauch der welt. an frau v. Stein 2, 224, s. u. 2, e; Stettins einnahme verschaffte dem könige in Pommern festen fusz, den gebrauch der Oder. Schiller 923b, freie benutzung. 1@dd) auch das subject erscheint natürlich im gen., oder dafür adjectiva: das vieh ist zum gebrauche der menschen geschaffen. Steinbach 1, 188; Moritz studiert jetzt die antiquitäten und wird sie zum gebrauch der jugend und zum gebrauch eines jeden denkenden vermenschlichen. Göthe 29, 61 (aus Rom 18. aug. 1787), dasz die jugend u. s. w. sie künftig brauchen könne, für die sie bisher nicht wol brauchbar waren, uns schiebt sich da jetzt in gedanken zum nutzen unter, was doch auch eigentlich 'zur benutzung' meint; der gebrauch und nutzen der reden in der poesie. Bodmer poet. gem. 513; nimm das für deinen gebrauch, für deinen nutzen; für jedermanns gebrauch, z. b. ein öffentlicher brunnen, auch für allgemeinen gebrauch, obwol da benutzung jetzt dem sprachgefühle näher liegt. überhaupt ist zu sehen, wie mancher gebrauch des wortes hier seitdem erloschen oder ins wanken gekommen ist, hauptsächlich weil die abgeleitete bedeutung 2. 3 sich vorgedrängt hat, die denn seit dem 17. jh. die wörterb. auch voran stellen; es gilt nun vielfach dafür verwendung, anwendung, nutzung, benutzung u. ä., wie früher eine zeit lang auch gebrauchung. übrigens fehlt ihm in dieser bedeutung ein plur. 1@ee) passivisch z. b.: (wird er so beklommen) das er ganz erstutzet und sein gesicht und gehörd allen iren gebrauch verlierent. Keisersb. irrig schaf E 2b, von einem der öffentlich reden soll (s. u.krampf 1, c); der wein hat seinen gebrauch nicht nur zum täglichen getränke, sondern auch in der küche .. öcon. lex. 2616, vgl.dreck hat seinen brauch, ist auch brauchbar Luther unter brauch 1. im gebrauch sein, gebraucht werden: der titul magnificenz ist nicht viel im gebrauch, seit er unter [] den gelehrten allzugemein ist. Weise pol. redner 197. auszer gebrauch sein, kommen, auszer gebrauch setzen. dem seinen gebrauch haben entsprechend ist 'keines gebrauches' in Herm. u. Dor., was keinen gebrauch mehr hat, obwol die wendung undeutsch ist, lat. gedacht, res nullius usus: auch so seufzten die weiber und kinder, mit bündeln sich schleppend, unter körben und butten voll sachen keines gebrauches. Göthe 40, 239. vgl. bei Ludwig 353 ein ding von keinem brauch und nutzen, of no use, und unten gebrauchlos nutzlos. 1@ff) übrigens schwebt mancher gebrauch zwischen act. und pass. unscheidbar, wie beim subst. verb. auf -ung und beim inf. ja auch (und bei lat. usus auch): selbige summe gelds, welche zum gebrauch der allmusen gesamlet worden. Schuppius 750; die mannichfaltige habe .. die ein guter wirth umher an die rechten stellen gesetzt hat, immer bereit zum gebrauche. Göthe 40, 239, dasz es gebraucht werde oder dasz mans brauche, oder auch wenn mans braucht (s. 5); dagegen steckte sie ihm den schleier des geistes in den mantelsack, ob er ihr gleich sagte, dasz ihm dieser flor zu keinem gebrauch sei. 19, 261 (lehrj. 5, 16), doch auch mehr lat. oder franz. gedacht, nulli usui, à nul usage. 1@gg) ähnlich schwankend gebrauch, nutzung, z. b. rechtlich, die in der almende, gemeindeweide zuwächst: so ein gebrauch in der almay von bandweiden oder dorn were, soll und mag aus jedem haus .. ein person holen, hauen und gebrauchen, bei sonnenschein aus und einzugehen (nur für einen tag). weisth. 4, 559. aber deutlich activisch nutzlich gebrauch, in einem kaufbriefe: und ist sie des in nutzlich gebrauch gesetzt. Haltaus 597, vom j. 1380, vgl. im brauche haben das. 183, ususfructus, und gebräuchlich 5, zur bedeutung auch unter 7. 1@hh) in zusammensetzungen z. b. dienstgebrauch, wie ein gewehr für den dienstgebrauch, gebrauch im dienste; alltagsgebrauch, hausgebrauch, auch haus brauch (s. d. 1), schon im 16. jh.: (zu recht erkannt) das die unseren von Suamendingen dem wagner dri stumpen holz zuo sinem husbruch geben soltend. Hotz Zür. urk. 1, 54, verbrauch im hause; s. auch mitgebrauch, halbgebrauch, kunstgebrauch. anders z. b. vernunftgebrauch, gebrauch der vernunft Kant kr. der r. vern. s. xxiii. 22) Der begriff erfährt aber im leben unter der hand besondere bestimmung, auch erweiterung, vertiefung. 2@aa) gebrauch kurz für richtiger gebrauch: dafür künstelte er so lange, bis er den gebrauch eines jeden dinges herausbrachte. Siegfr. v. Lind. (1790) 1, 176, von den einzelnen stücken einer taschenbuchdruckerei (vergl. gebrauchsinstruction), 'wie man es zu gebrauchen habe'. ähnlich für freier, ungehinderter gebrauch: du brachtest mir die freiheit wieder, nun verschaffe mir, ich bitte, den gebrauch. Göthe 9, 209 (Tasso 4, 4). vgl. mnl. gebrûc, voller gebrauch, unter gebräuchig 1. 2@bb) besonders für fortgesetzten, täglichen gebrauch u. dgl., wie brauchen und gebrauchen selbst sich so erweitert haben: wie froh bin ich, dasz nunmehr die geliebte (ital.) sprache lebendig, die sprache des gebrauchs wird. Göthe 27, 39, aus Roveredo 11. sept. 1786; alles nutzt sich ab durch den gebrauch; gebrauch thut mehr, denn aller meister lehr. Henisch 1395, übung macht den meister; der gebrauch macht erfahren. das., also zugleich für das beliebte praxis von heute; eine sprache blosz aus dem gebrauch und ohne grammatic lernen. Ludwig 353; der gebrauch übertrifft alle regeln. Frisch 1, 127c; erwehle das allerbeste (für den unterricht, zugleich das schwerste), süsz und leicht wird der gebrauch solches machen. Schupp 732 (1700 s. 687). gebrauch, übung Rädlein 326a, z. b. er hat es durch langen gebrauch Frisch, eine fertigkeit durch lange übung gewonnen; etwas durch brauch und übung erfahren. Aler 420b. 2@cc) daher für gewöhnung, gewohnheit: er folget seinem alten gebrauch, antiquum obtinet. Stieler 222; es ist mein gebrauch so. Rädlein 325b; er hat den gebrauch so, hoc ipsi solenne est. Steinbach 1, 188; er hat im gebrauche so gleich verse zu machen. das., zugleich nach b, hat es in der übung; wer kan gewohnheit bessern? sie hat es im gebrauch den stockfisch einzuwässern. Günther 452. die änderung des begriffes wird besonders klar, wenn man bemerkt, dasz da ein gen. obj. ganz verschwunden und unmöglich ist, der doch noch beim vorigen gedacht werden kann; s. weiter 3. 2@dd) ein fortgesetzter, regelmäsziger ist auch folgender gebrauch nach ärztlicher weisung: dasz ich wahrscheinlich kommenden [] sommer den gebrauch des Karlsbads werde wiederholen müssen. Schiller an Baggesen 16. dec. 1791; von meiner Karlsbader cur kann ich nur kürzlich so viel sagen, dasz es mich reut sie nicht früher angestellt zu haben. der gebrauch des trinkens und badens ist mir sehr wohl bekommen. Göthe an Zelter 1, 240; es entspricht der wendung in der alltagsrede, dasz man das und das brauche, nämlich als arzenei (unter brauchen 1, e). 2@ee) gebrauch gleich umgang mit menschen, wie lat. usus, s. dazu gebrauchen 4, b in gleicher bedeutung; so wol im folg.: dem (aufrührer) hawet man die zeune umb, verbeut im wasser und weide und allen gemeinen gebrauch. Milichius schrapteufel O 3a; vgl. in einem voc. des 15. jh.: couti, mitgebruch vel geselschaft han. Dief. 149b. mit gen. gebrauch der welt, Göthe schreibt im j. 1782 von einer eben entweichenden tiefen verstimmung: es wird leidlicher mit mir, doch hab ich noch keinen gebrauch der welt. an frau v. Stein 2, 224, weisz die menschen noch nicht wieder richtig zu brauchen, mit ihnen umzugehn; es ist aber zugleich franz. gedacht, avoir l'usage du monde u. ähnl., auch kurz l'usage genannt, feine lebensart u. ähnl. (s. Littré 4, 2400b fg.), vergl. übrigens Henisch unter gebrauchen 4, a. 2@ff) ähnlich gebrauch, verkehr, geschäftlich, mhd., es heiszt von bürgern Straszburgs: weliche aber ir hofe hie inne haben und doch ir beste huser und ir meiste wonunge do usze haben .. die sollent zolle und ungelt von irem gebruche allhie in unser statt und was sie allhie in disem burgban koufen und verkoufen, geben und richten als ander unser burger. Scherz 181; er legt es aus als res quibus ad vitam quotidie utimur, also bedarf, verbrauch, aber nach dem verkoufen müssen wesentlich geschäftsleute gedacht sein, daher wol der verkehr überhaupt, handel und wandel; die bestätigung gibt gebrauchen 4, c. zugleich ein wink, wie sehr dem worte noch genaue beobachtung entgeht, wie dem zeitworte gleichfalls. 33) Die erweiterung u. 2, c noch gesteigert, noch mehr erweitert zeigt gebrauch schlechthin für allgemeinen gebrauch, allgemeine, alte gewohnheit u. ä.; dabei ist denn für einen gen. obj. gar keine stelle mehr, der neue begriff hat sich vom subst. verb. völlig gelöst. auch tritt hier der plur. auf. 3@aa) es heiszt auch lange noch vollständig gemeiner gebrauch oder brauch, z. b.: nach dem gemeinen brauch der wält, more hominum. Maaler 76b; wie der gemein brauch ist, ut mos est. 76c; dem gemeinen gebrauch nachleben. Krämer teutsch-it. wb. 506a. auch der gebrauch der welt (vgl. unter b): der welt gebrauch und sitten. Weckherlin 55 (ps. 17, 5). aber auch kurz: es ist also der gebrauch, man pfleget das zu thun, mos obtinuit. Henisch 1394; es ist bei den Teutschen der gebrauch, dasz .. Frisch 1, 127c; vom gebrauche abgehen, den gebrauch in acht nehmen. Steinbach 1, 188; man bemerke aber den bestimmten artikel, in dem sich der begriff des allgemeinen birgt. einen gebrauch haben, halten: die Armener .. halten fast eben solchen gebrauch. Olearius pers. ros. 6, 3; er zielet auf den gebrauch, den die weibespersonen in Persien halten. 8, 56; auch so: sollen die fürnehmsten geschlechter vor alters in gebrauch gehabt haben, dasz sie diejenigen, welche umb ihre töchter zu heirathen gekommen, sich erst im schachspiel haben sehen lassen. 7, 13; denn es heiszt ebenso mit in (vgl. 2, c): im gebrauch sein, in usu esse. Frisch, man bemerke das im, nicht in (vgl. unter 1, a); das erfreuliche des farbigen, bunten wurde gleich gefühlt, und .. so war die anwendung der farben auf den nackten körper und zu gewändern bald im gebrauch. Göthe 53, 11, im gebrauch aller, der ursprüngliche verbale begriff von gebrauch ist da auf anwendung übergegangen, sonst würde es heiszen die farben waren im gebrauch, wie unter 2. 3@bb) im einzelnen z. b. von volkssitte, landessitte u. ä.: es war aber nicht anders, als (wie an vielen orten der gebrauch ist) ein königreich zu machen, maszen es eben an der heil. drei könige abend war. Simpl. 1, 332 Kz. (brauch 338); nach dem gebrauch des landes da. M. Krämer 506a; also haben gewisse heidnische priester im gebrauche gehabt, sich mit pfriemen zu stechen u. s. w. Bodmer mahler d. sitten 1, 571; kein menschenfresser friszt seine brüder und kinder, der unmenschliche gebrauch ist ihnen ein grausames kriegsrecht. Herder ideen 9, 5. von sitten bei tische, tischgebrauch: des hat der disch manch seltzen gbruch, wann ich die all erzelen solt, ein ganz legend ich schriben wolt. Brant 110a, 170. [] dieser gebrauch als maszgebend, als gesellschaftliche gewalt, wie ein ungeschriebnes gesetzbuch (vgl. d, β): dann aller ding meister ist der gebrauch und die gewonheit. S. Brant bei Steinhöwel 141b; man musz dem gebrauch (der mode) folgen, il faut suivre l'usage. Rädlein 326a; dem gebrauch zuwider, contre la coûtume. das.; er wollte mehr als eine frau heirathen .. der bibel, der obrigkeit und dem gebrauche zum trutze! Lessing 1, 234 (d. j. gel. 1, 6). von den höflichkeitsformen: drum lasz uns schnell hinhüpfen über den gebrauch. H. v. Kleist 1, 25. wol auch wie mode von dem aufwande, den die gesellschaftliche sitte vorschreibt, eine schwäb. ratsordn. von 1411 spricht von der unmäszigkeit des bruchs (Schmid schwäb. wb. 91); vgl. kleiderbrauch und Maaler unter 4. 3@cc) von handwerksgebrauch u. ä., wo der begriff eine besondere gewalt gewann (vgl. d, β), gern mit gewohnheit gesellt: wie die goldschmide irem werksilber und die münzer der münze ire zusetze und die kandengieszer dem zin plei zusetzen, welches nun (d. h. obwol eigentlich fälschung) handwerks gewonheit und münzers gebrauch mit vorwissen der obrigkeit und münzherrn sein sol. Mathesius Sar. 55b; bergleut gebrauch. 9b; mach er alsdann .. nach bergs gebrauch behalden. zeitschr. f. bergische gesch. 11, 173, nach bergmännischem rechtsgebrauch; dasz ich sein schleifpfaff sein und ihn heutiges tages schleifen .. soll, nach dem es handwerks gebrauch ist. weim. jahrb. 4, 259, d. h. mit berufung auf den gebrauch und ihm entsprechend, worte der büttnergesellen beim lossprechen eines lehrlings, auch nach handwerks gewonheit .. nachdem es handwerks gebrauch ist s. 260; so ist hier und anderswo mehr handwerks gewonheit und gebrauch. 264. der geselle muszte in einer fremden stadt den herbergsvater fragen: herr vater, ich habe lust hier zu arbeiten. mit gunst, dasz ich fragen mag, wie ist allhier der gebrauch? wer schauet einem um arbeit um? u. s. w. 275, und nachdem er ihn erfahren, beruft er sich auf denselben beim meister, nach handwerks gebrauch und gewonheit s. 276. 3@dd) im gemeindeleben, in städten und dörfern u. a. 3@d@aα) z. b.: es ist hier der gebrauch (belehrt der thorwärter den handwerksgesellen), dasz wenn ein fremder geselle in die stadt will, so musz er das bündel ablegen, zuvor auf die herberge gehen und das zeichen holen. weim. jahrb. 4, 272, wieder mit dem bestimmten artikel; dis ist die ordenung und gebruch, so gehalten sall werden zu Wolf im dorf. weisth. 2, 815, so führt sich ein weisthum des 15. jahrh. von der Mosel ein; weistumb und gemeindlicher gebrauch der nachbarschaft Weilbach und Edersheim. 4, 559. 3@d@bβ) das gieng dann förmlich in einen begriff mit rechtskraft über, gewohnheitsrecht, rechtsgebrauch (vgl.gebrauchen 4, f): rechtem gebrauch nach, legitime. Henisch 1394; dasz die statt Frankfurt diesen brauch habe, so zum recht erwachsen, dasz sie keinen römischen könig lassen in ihre statt kommen, der in zwitracht neben einem andern erwählt ist, er lege sich dann vorhin etliche monat vor die statt und streite daselbst mit seinem gegentheil (um das vorrecht) .. aber die alten historici .. thun dieses gebrauchs oder rechtens keine meldung. Lehmann chron. von Speier 779b; auch die sportel oder clagschatz, wo die im gebrauch sein, dem fisco (zu entrichten). Tengler laiensp. 18a. die gebräuche und gewohnheiten auf der see. Rädlein 326a. die berggebräuche, das gewohnheitsrecht im bergbau, s. Veith 75, 'darauf bei bergurtheln gesehen und gesprochen wird' Chemn. berglex. 79b. auch von der form des rechtsverfahrens: allda helt man guote gerechtigkeit, des gebrauchs (in derselben weise) wie zuo Calicut. Frank weltb. 207a; der gen. ist wie bei rechtens, herkommens (s. unter γ). 3@d@gγ) mit berufung auf das alter zur stützung der rechtskraft: wie dann der (Leipziger jahrmarkt) .. auf si in übung und gebrauch herbracht ist. Leipz. urk. 1, 364; so haben wir unsern alten und lang herbrachten bruch .. laszen anstellen. Haltaus 890, vom Straszb. rate im j. 1530; wie es von undenklicher zeit des rechtens in unverrucktem brauch und steter observanz gehalten worden. das aus der Breslauer gerichtsordn. von 1591; nach altem gebrauch. weim. jahrb. 6, 338; zum ersten ists ein alt herkomender brauch. Luther 1, 354b; nach altem herkommendlichem gebrauch. Reuter kriegsordn. 56; alteingeführten gebrauch nach. pol. maulaffe c. 143 (s. unter klagsache). Auch häufte man es mit dem gleichbedeutenden herkommen u. ähnl.: nach altem brauch, herkommen und gewohnheit. rechtsalt. 15; nd. gebrûk, wîse und gewonheit. das.; nein! das ist nicht der gebrauch noch herkommens! Simpl. 2, 152 Kz.; obgemelter [] lang harkommener fridlicher gebruch und friheit (privilegium). Haltaus 895. 3@ee) auch der plur. erscheint hier, der in der bed. 1 fehlt: die gemeine ritterschaft .. umb ir adeliche freiheiten, gebreuch und herkommen .. zu bringen. Flersh. chron. 80, 20; darauf (vom neuen bischof den Naumburgern) durch seinen canzler geantwort worden, dasz die stadt bei aller gerechtigkeit, privilegien und gebrauchen sollt gelaszen werden. neue mitth. des thür.-sächs. v. 11, 479, in der bitte der stadt ist von ihrer gerechtigkeit, privilegien und gewonheit die rede, in der niederschrift eines Niederdeutschen; als unser doctor .. die unreine lehre und falsche gottesdienst .. sampt vil ergerlichen gebreuchen .. umbstiesz. Mathesius Luther 195a; was auch die alten gebräuche, die noch von dem rohen zustande der völker übrig waren, für grobe religionsbegriffe eingeführt haben mochten. Kant kr. der r. vern. 880; immer befiehlt die höflichkeit .. ohn unterlasz folget man den gebräuchen und niemals seinen eignen empfindungen. Lessing 3, 198, aus Rousseau (zu b); jetzt ist aber das alles, mit andern guten gebräuchen, aus der mode gekommen, und jeder freit für sich selber. Göthe 40, 302. fastnachtsgebräuche, studentische gebräuche, volksgebräuche u. a., auch sitten und gebräuche. 3@ff) da stellt sich zum theil der begriff des ceremoniells ein: dasz er (der neue praedicant) die religion, kirchengebrauch und ceremonien dieser stadt und kirchen zu Essen sich gefallen liesze. zeitschr. des Berg. geschichtsv. 11, 152, aus dem 17. jahrh.; vergl. von den kathol. kirchengebräuchen bei Mathesius vorhin, Henisch 1394 gibt ausdrücklich. gebrauch ritus in sacris praesertim, auch ritus et gestus corporum externus, also selbst mit geberde sich berührend (s. dazu sich brauchen sich geberden unter gebrauchen 5, b a. e.). vgl. heiliger festgebrauch, rituale Göthe 41, 182. 3@gg) auch der sprachgebrauch wird oft kurz der gebrauch genannt, wie lat. usus, unter umständen noch jetzt: nur, wo der gebrauch ungewiss oder verschieden ist, da kann ein guter sprachlehrer .. entscheiden, welcher gebrauch den andern vorzuziehen sei. Gottsched sprachk. 7; man (d. h. ich) hat sich dabei .. auf den heutigen gebrauch der besten mundart in Deutschland und der beliebtesten schriftsteller gegründet. 10; weil es unsrer sprache an geschickten ausdrücken mangelt, und der gebrauch so eigensinnig ist .. Möser phant. 3, 312; wenn man den gewöhnlichen gebrauch zur regel nimmt. Humboldt an Schiller 138. vgl.gebrauchsfolge bei Göthe. 44) Jetzt ist der gebrauch des wortes besonders beschränkt durch lat., franz. u. a. wörter, die man vielfach an seine stelle gesetzt hat, zum theil schon seit dem 17. jh.; so spricht nicht blosz der gelehrte mehr auch in ganz deutschem zusammenhange lieber vom usus (aber wunderlich usuell, nicht usual, also mit franz. endung, für gebräuchlich), der kaufmann braucht dasselbe wort in ital. gestalt, uso, oder franz. usance, nur in höherem tone noch gebrauch, geschäftsgebrauch; in anderm sinne ist dafür praxis, routine u. ä., oder mode, manier u. ä., ferner ceremonie, ritual, auch consum im gebrauch, man kann da recht sehen, wie das schöne erbe von unsern vätern her nun vergeudet und zerstört wird durch falsche vornehmheit. 55) ungewöhnlich ist gebrauch als subst. zu brauchen, bedürfen (wie doch auch lat. usus), auch gebrauchen 7: und wenn du (professor) ja entweder des gebrauchs halber .. für geld collegia halten must .. Thomasius 675, weil du es brauchst; vgl. im 16. jh. der brauch, das täglich uszgeben, täglicher brauch, was einer an eim ieden tag verbraucht Maaler 76a, wo beide bed. von brauchen an einander rühren. 66) aus Keisersbergs post. 81b gibt Frisch 1, 128b ein neuer gebrauch für novale, und zwar als schwäb., Keisersberg selbst verdeutlicht es mit ein neues gerüt. dazu stimmt schon in mhd. zeit bei Herbort 1762 busche und ungebrûche (: gestrûche), die abgereutet werden, nach dem herausgeber s. 238 wildnis, ungebrauchtes land, gewiss richtig; das zeitwort wird danach auch vom brauchbar oder nutzbar machen und nutzen des landes, von feldarbeit in gebrauch gewesen sein; das ungebrûche möchte seinem reimworte nach ein collectivum sein, mit mhd. vocal wäre es ungebriuche. anders gebrüch, s. dort, vergl. neubruch (ahd. niwipruht novale Graff 3, 270). 77) gebrauch gleich genusz, sinnlich und unsinnlich, ist anzunehmen nach gebrauchen 4, a, der urbed. sogar am nächsten stehend (s.gebrauchen 2, b), nur zufällig fehlen ältere belege; [] aber mnl. z. b. im lekensp. I, 21, 91 von der gott minnenden seele, die in einem unbeschreiblichen ghebruuc van zoetheden (süszigkeiten) lebe. anklingend selbst noch im 17. 18. jh. in folgender verwendung: dieser tag setzte ihn in vorige sorgen, dasz er zum theil vor zorn und unmuth den gebrauch des essens vergasz. Riemer pol. stockf. 337; wir meinen den übermäszigen gebrauch des weins. Göthe 6, 206. s. auch gebrauch, nutzlich gebrauch gleich nutzung unter 1, g.
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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gebrauch

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Gebrauch , des -es, plur. die -bräuche, von dem folgenden Zeitworte gebrauchen. 1) Die Anwendung einer Sache zu sein…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gebrauch

    Goethe-Wörterbuch

    Gebrauch A (wiederholtes, dauerndes) (Ge-)Brauchen, Gebrauchtwerden 1 (zweckmäßige, zielorientierte) Benutzung, Verwendu…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gebrauch

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gebrauch bezeichnet die Anwendung oder Benutzung einer Sache, worunter also sowohl der Mißbrauch als der Verbrauch mit z…

  4. modern
    Dialekt
    Gebrauch

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    Gebrauch Band 3, Spalte 3,121

  5. Sprichwörter
    Gebrauch

    Wander (Sprichwörter)

    Gebrauch 1. Alle gau Gebrüch kommen af, sät et Mättche, du hau der Pastur et Danze verbô. ( Aachen. ) – Firmenich, I, 49…

  6. Spezial
    Gebrauch (eines Tempus), absoluterm

    Dt.-Russ. phil. Termini · +13 Parallelbelege

    Gebrauch , m (eines Tempus), absoluter употребление , ср (времени), абсолютное

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gebrauch

174 Bildungen · 42 Erstglied · 130 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von gebrauch

ge- + brauch

gebrauch leitet sich vom Lemma brauch ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von gebrauch 2 Komponenten

geb+rauch

gebrauch setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gebrauch‑ als Erstglied (30 von 42)

gebrauchbar

DWB

gebrauch·bar

gebrauchbar , utile, usuale. M. Krämer 506 a , Stieler 222 , sowol für gebräuchlich als für brauchbar; jetzt nur im letztern sinne, aber geb…

gebrauchen

DWB

geb·rauchen

gebrauchen , verstärktes brauchen ( s. d. ), ahd. kiprûhan u. ähnl. Graff 3, 280 , mhd. gebrûchen; alts. gibrûkan neben brûkan nicht bezeugt…

gebrauchen,

FWB

1. mit Akk. ›etw. (Konkretes, z. B. Besitztümer, Medikamente, Speisen, Waffen, Werkzeuge) für einen bestimmten Zweck benutzen‹; 2. mit Akk. …

gebrauchlos

DWB

gebrauch·los

gebrauchlos , was keinen ' gebrauch hat ', nutzlos, unbrauchbar ( s. unter gebrauch 1, e ): spötter lachten des zierlichen, ungethümen, gebr…

gebrauchsam

DWB

gebrauch·sam

gebrauchsam , brauchbar, gut zu brauchen: das sie ( die ohren ) gebrauchsam möchten sein und beweglich. A. v. Eybe 22 b ; die abschniz hievo…

Gebrauchsanmaßung

DERW

gebrauch·s·anmassung

Gebrauchsanmaßung, F., ›Ingebrauchnah- me eines Kraftfahrzeuges oder Fahrrades gegen den Willen des Berechtigten‹, 19. Jh.?, s. Gebrauch, vg…

gebrauchsanweisung

DWB

gebrauch·s·anweisung

gebrauchsanweisung , f. anweisung zum richtigen gebrauch, eine solche wird z. b. gewissen heilmitteln gedruckt beigegeben. vgl. DWB gebrauch…

Gebrauchsbeschränkungsangabe

FiloSlov

Gebrauchsbeschränkungsangabe , f указание , ср ограничения в употреблении

gebrauchsfolge

DWB

gebrauch·s·folge

gebrauchsfolge , f. fortgesetzter gebrauch: dasz ein wort durch gebrauchsfolge einen ganz entgegengesetzten sinn annehmen kann. Göthe 38, 24…

Gebrauchsgrafik

FiloSlov

gebrauch·s·grafik

Gebrauchsgrafik , f графика , ж , издательская → FiloSlov Gebrauchsgraphik, f

gebrauchsinstruction

DWB

gebrauch·s·instruction

gebrauchsinstruction , f. gebrauchsanweisung: wie sie aber anlangte ( die taschenbuchdruckerei ), ergab sichs, dasz die verkäufer vergessen …

Gebrauchsleihe

Meyers

gebrauch·s·leihe

Gebrauchsleihe , Verleihung von Bauerngütern zu erblicher Nutzung, Erbpacht (s. Bauerngut ). Auch soviel wie Leihvertrag (s. d. und Commodat…

Gebrauchsmuster

DERW

gebrauch·s·muster

Gebrauchsmuster, N., ›Gestaltung einer Arbeitsgerätschaft oder eines Gebrauchs- gegenstandes oder eines Teiles davon die dem Arbeitszweck od…

gebrauch als Zweitglied (30 von 130)

Sprachgebrauch

RDWB1

Sprachgebrauch m речь; речевой акт линг. (Lakune) говорят о ...; принято говорить о ...; принятая терминология (In der Presse liest man in l…

Allgebrauch

GWB

all·gebrauch

Allgebrauch allgemeiner Brauch Ich schelt’ euch nicht, wär’ es nicht A.; | Wenn ich’s thäte, thätet ihr’s denn auch? GWB 5 1 ,117 ZXenNachl …

Alltagsgebrauch

Campe

alltags·gebrauch

○ Der Alltagsgebrauch , des — es, Mz. die — bräuche, der tägliche Gebrauch. »Dem Alltagsgebrauch entrückte Wörter.« R.

Bibelgebrauch

Campe

bibel·gebrauch

Der Bibelgebrauch , des — es, o. Mz. der Gebrauch der Bibel, das Lesen in derselben, die Benützung derselben beim Unterrichte  »Man führte …

Brunnengebrauch

Campe

brunnen·gebrauch

◎ Der Brunnengebrauch , des — es, d. Mz. ungew. der Gebrauch eines Gesundbrunnens, die Brunnenkur; auch das Brunnentrinken. C.

Büchergebrauch

GWB

buecher·gebrauch

Büchergebrauch a iSv Bibliotheksbenutzung GWB Tgb 25.1.21 b für techn-prakt Umgang mit Büchern GWB B45,75,16 Jügel 6.12.28 K Horst Umbach H.…

eigengebrauch

DWB2

eigen·gebrauch

eigengebrauch m. gebrauch für sich selbst: 1783 Mendelssohn Jerusalem 1,47. 1977 Halter nacht 26.

einzelgebrauch

DWB2

einzel·gebrauch

einzelgebrauch m. auf ein einzelnes element beschränkter gebrauch: ⟨1808⟩ Hahnemann schr. 1,72 S.

Erfahrungsgebrauch

GWB

erfahrung·s·gebrauch

* Erfahrungsgebrauch mBez auf die Ermöglichung sinnl Anschauung durch die Verstandesbegriffe (Kategorien) [ Inhaltsverz der ‘Kritik der rein…

festgebrauch

DWB

fest·gebrauch

festgebrauch , m. usus festivus: gefäsze die der opfrer sich zur hand verlangt vollziehend heiligen festgebrauch. Göthe 41, 182 .

Fortgebrauch

GWB

fort·gebrauch

Fortgebrauch Weiterverwendung; mBez auf eine (überholte) wiss Terminologie GWB N10,7,9 Porphyrartig Armin Giese A. G.

Gemeingebrauch

Campe

gemein·gebrauch

○ Der Gemeingebrauch , des — es, Mz. die — gebräuche . 1) Der gemeinschaftliche Gebrauch einer Sache, z. B. einer Kirche (Simultaneum ). Die…

gerichtsgebrauch

DWB

gerichts·gebrauch

gerichtsgebrauch , m. wie gerichtsbrauch: den ritterlichen fehdegeist, der bei den Deutschen .. durch die kreuzfahrten, ja durch gerichtsgeb…

gesammtgebrauch

DWB

gesammt·gebrauch

gesammtgebrauch , m. oder sammtgebrauch, der gemeinschaftliche gebrauch, usus simultaneus Adelung ; dann der gebrauch gewisser dinge zusamme…

Gesamtgebrauch

GWB

gesamt·gebrauch

Gesamtgebrauch -mm- [ JG ] Haman[ n ] hatte | Keine Lehre als für den G. unsrer Kräfte, | Keinen Streit als gegen ihre Vereinzelung GWB 42 2…

gewerbsgebrauch

DWB

gewerb·s·gebrauch

gewerbsgebrauch , m. : zulässige vereins-ausgaben sind ... anschaffung ... von modellen oder arbeitenden maschinen zum gemeinschaftlichen ge…

gewerksgebrauch

DWB

gewerk·s·gebrauch

gewerksgebrauch , m. , vgl. DWB gewerbsgebrauch : alle gewerksgebräuche, welche den lohn, die beköstigung und behandlung der gesellen ... be…

Ableitungen von gebrauch (2 von 2)

ungebrauch

DWB

ungebrauch , m. wie unbrauch 1: in ungebrauch und vergessligkeit gerahten Zesen rosenm. 64 ; J. Grimm gr. 1, 943 ; Campe. für miszbrauch unü…

urgebrauch

DWB

urgebrauch , m. , gebrauch der urzeit: Ritter erdk. 1, 266 ; G. A. v. Maltitz pfefferkörner 2, 56 . —