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gebrauchen

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gebrauchen

Bd. 4, Sp. 1826
gebrauchen , verstärktes brauchen (s. d.), ahd. kiprûhan u. ähnl. Graff 3, 280, mhd. gebrûchen; alts. gibrûkan neben brûkan nicht bezeugt, mnd. mnl. gebrûken, nnl. gebruiken; ags. gebrûcan, und zwar starkformig. 11) Eine durchgeführte unterscheidung von brauchen und gebrauchen auch nur zu versuchen ist unmöglich, da beide im sprachgefühl jetzt und weit rückwärts im wesentlichen zusammenfallen. im nl. dagegen ist bruiken jetzt ganz durch gebruiken verdrängt, auszer bei dichtern. 1@aa) doch bei manchem älteren gebrauchen kann das ge- auch kein anderes sein, als das zu jeglichem zeitwort ohne ausnahme treten konnte, herbeigezogen durch ein mögen, können o. ä., das dabei steht (s. sp. 1614), z. b. möglicherweise im folg.: so sal der schulteisze einem (d. h. dem) probiste haldin ein phert, das man zu dorfs sachen und nutze gepruchen müge. weisth. 3, 624; item weisen sie einen wassergraben .. den selben mach ieder gebrauchen und sein benden daraus wesseren. 4, 765, d. h. zur bewässerung seiner wiesenstücke (s. das erste gebinde 2). und noch jetzt, wenn z. b. man in Thüringen, Sachsen sagt das kann ich nicht gebrauchen, das dient mir zu dem bestimmten zwecke nicht, wird diesz derselbe fall sein; denn der bewuszt sprechende gebildete sagt da lieber brauchen, weil er jenes ge- auch sonst meidet. 1@bb) sonst aber ist so wenig unterschied, dasz man mit beiden wechselt, auch in nächster nähe, z. b.: wer vieles brauchen will, gebrauche jedes in seiner art. Göthe 9, 224 (Tasso 5, 1), wo die bequemlichkeit des rhythmus allein an zweiter stelle die vollere form herbeizog, die an sich eben so gut an erster stehn konnte. nicht einmal gröszeren nachdruck hat die vollere form voraus, da unter umständen brauchen kräftiger klingen kann, wie es denn in der stärksten bedeutung 7, nötig haben, durchaus vorgezogen wird. doch wird auch unterschied gemacht, s. z. b. Göthe an Knebel unter 3, c. 1@cc) im part. gebraucht vollends hört jeder schatten eines unterschiedes auf, es ist im einzelnen falle unmöglich, das part. einem von beiden sicher zuzutheilen. 22) Dennoch musz das ge- ursprünglich eine verstärkung des einfachen wortes bezeichnen, vermutlich ein völliges brauchen, aufbrauchen, wie neben ahd. nioʒan uti, frui mehrfach ganioʒan als consumere erscheint; diesem unterschiede entspricht wol ursprünglich die doppelte fügung mit acc. und gen., so dasz jener eigentlich zu gebrauchen gehört, der gen. aber auch bei gebrauchen eigentlich ein nur theilweises brauchen bezeichnete. ähnlich ist genieszen mit acc. und gen. (vgl. 4, a). 2@aa) ahd. zeugt für den acc. ein passivisches gebrûchet werden ze zimbere Notker 95, 13; mhd., wo doch, wie im ahd., der gen. vorwaltet: er kunde swert beid unde schilt gebrûchen baʒ denn alle man. troj. kr. 5867; daʒ er daʒ spitâl vorgeseit gebrûche in allir nutzbêrkeit. Jeroschin 568, wo ein völliges, freies oder ein tüchtiges brauchen, wie bei schild und schwert, gemeint sein wird, ein brauchen selbst bis zum verbrauch, diese steigerung eben durch ge- ausgedrückt; swie vil man eʒ (das pferd) gebrûchte, die füeʒe wârn im niht ze sat. Lanz. 1464, gleichfalls ein brauchen ohne schonung; s. übrigens dazu u. 4, m. mit acc. im 15. jahrh.: nit gebrauch eitel den namen deines gots. Geffken bilderkat. 2, 54; macht, die wir gebrauchen, s. unter 4, d. aus dem 16. jh. unter c, die sache müszte weiter beobachtet werden. 2@bb) auch die von J. Grimm für brauchen gezeigte urbedeutung essen, zehren läszt sich wol noch nhd. erkennen, wie sie noch vocc. angeben, geprauchen vesci neben geprauchen uti, frui im [] voc. 1482 l 7b (vgl.gebrauchung), vesci, gebruchen, essen gemma Straszb. 1518 DD 3d; z. b.: es sol auch alles aufgehebt werden, das man sonst nicht achtet (im kriegsleben), als klein spreuwer, heuwblumen und dergleichen, dann in letzter noth wird solches auch mit pferden, vihe und leuten gebraucht. Fronsperger kriegsb. 1, 128a, wo doch zugleich die bed. 7 sich einschleichen mag, obwol auch 'vollends aufgezehrt' durchaus zur sache paszt; weniger caffee und taback sollte ich auch gebrauchen, warum thue ich mir diese gewalt nicht an? Gellerts tageb. 2. jan. 1761, vgl. Fischart unter 3, b und gebrauch des essens, des weins unter gebrauch 7, noch im 18. jahrh.; mhd. z. b. der spîse gebrûchen, von verweichlichtem adel heiszt es: si fûren (führen) wîplîche wîse mit kleidirn und mit tranke und gebrûchin kleinlicher (delicater) spîse. Rothe rittersp. 3287, obwol da zugleich die bed. 4, h, von gewöhnung, hereinspielt, wie bei Fischart, Gellert gewiss auch. vgl. brauche ein wenig weins 1 Tim. 5, 23, in der nl. bibel gebruyckt een weynigh wijns; nl. auch veel koffie gebruiken u. ä., iets gebruiken, etwas genieszen, zu sich nehmen. 2@cc) nhd. mit acc., z. b.: darauf wollen wir e. l. nicht verhalten, das wir nicht ungern vernomen, das ir für habt und bedacht seid, euer ampt zu gebrauchen. Luther 2, 106a, wie jetzt z. b. sein ansehen gebrauchen oder brauchen, seinen einflusz; gebraucht all sein mügliche sterk, seinen feinden obzusiegen. Amadis 116; des herzogen gesinde gebraucht all ir vermögen. 190, wandte alle kraft auf. denn auch hier läszt sich die ursprüngliche kräftige bedeutung völlig brauchen, ausnutzen u. ä. noch erkennen oder annehmen. und so bis in neueste zeit, z. b.: leben sie recht wohl und lassen sie uns die tage gebrauchen die uns noch gegeben sind. Göthe an Schiller 23. oct. 1799; es ist eine sprache, die alle menschen verstehen, diese ist: gebrauche deine kräfte. Schiller u. Lotte s. 261, tüchtig, selbst ohne schonung. 33) Auch der gen. aber hielt sich nhd. noch lange, ist anfangs selbst noch vorherschend, und noch jetzt nicht ganz verloren (man vgl. brauchen 3); das theilweise brauchen, gebrauch machen von etwas, nicht aufbrauchen ist wenigstens oft noch wol erkennbar. 3@aa) im 16. jh. selbst in passivischer wendung, beim gerundium: dieser blendung ist sonderlich zu gebrauchen an denen orten ein harter grund und nicht leichtlich zu graben stehet. Kirchhof mil. disc. 174, doch scheint das lat. gedacht (utendum est), wie auch das denen verrät. 3@bb) auszerdem im 16. 17. jh.: der mensch gebraucht des feurs sich zu wermen. Albr. v. Eybe 20b; gebraucht des wassers zu irinken und zu waschen. 21a; als gott beschuof all creatur, nach im bildt er menschlich natur .. das .. auch ir seel nit würd bengt, bisz er si wider zuo im fgt (conj.), doch aller ding geprauchet sünst ... Schwarzenberg 98b; das .. ein ander sol der güter gebrauchen on arbeit. Luther 3, 409a; das ir bisher beider gestalt des sacraments gebraucht. 6, 32b; soll nicht ein kleins zu schöner kinderziehung vortragen (förderlich sein), wann die eltern rechter ordenlicher speis und trank gebrauchen. Garg. 43a (Sch. 66), trank ohne genitivzeichen nach dem vorausgegangenen gen. nach alter art (Haupt zu Neidh. 201); hat er doch solcher gelegenheit nicht wöllen gebrauchen. Kirchhof wend. vorr.; gebrauchet der frewd. Weckherlin 855; einer cur gebrauchen. pers. ros. 3, 6; die inwohner wissen derselben (gutthaten) nicht zu gebrauchen. Schupp 120; so hat er ihrer dienste doch gebrauchet. Micrälius Pommern 2, 192; dasz er der höflichkeit bei seiner magd gebrauchte. Hoffmannswaldau heldenbr. 18. 3@cc) noch im 18. 19. jh. (wie bei genieszen auch): gebraucht der zeit, sie geht so schnell von hinnen. Göthe 12, 95; da ich aufmerksam bin des glücks zu gebrauchen, so vermehrt sichs täglich. an frau v. Stein 2, 202; lebe wohl und gebrauche des meinigen. an Knebel 1, 85, aus Italien, d. h. benutze mein haus und habe in meiner abwesenheit; auch im wechsel mit brauchen und acc. in anderm sinne: dasz du meinen Götz mitgenommen, ist recht gut. wenn du ihn brauchen kannst (vgl. unter 1, a), so behalte ihn bis ich wiederkomme, und gebrauche meines hauses nach deinem willen. 1, 80; er (W. Wackernagel) muste viel des arztes gebrauchen. Zachers [] zeitschr. 2, 336. vergl. die umschreibung des gen. in gebrauch machen von sp. 1821. 44) Die bedeutung ist aber noch genauer zu betrachten, da sie nach mehreren seiten hin eine besondere entwickelung gehabt hat, die doch in den wbb. von jeher unzureichend, zum theil gar nicht beobachtet ist, wie bei gebrauch. 4@aa) gebrauchen gleich genieszen, auch in dessen bildlicher verwendung, und wie bei diesem gewiss unmittelbar aus der bedeutung essen, zehren (s. 2, b) entwickelt. noch Henisch 1394 stellt voran: gebrauchen, genieszen, nutzen. vgl. gebrauch 7. 4@a@aα) einfaches gebrauchen z. b.: doch das er die (zwei acker wingarten) in redelichem gebuwde halten und .. nicht verseczen noch verkeufen, sundern der früchte davon gebruchen solle. Michelsen rechtsd. 400 (nachträglich zugleich zu gebäude 1, a). bildlich, schon mhd.: hundert tûsent, die ir selbes gebrûchent. Eckhart 476, 4, mit sich selber zufrieden gott nicht suchen, sich selbst genieszen, nur sich selbst fühlen (vgl. gebräuchlich 1); wie lang vergönnt ihnen (Pyramus und Thisbe) das unstandhaftig glück, ir liebe zu gebrauchen? buch d. l. 235b; gebrauch der welt, aber lasz sie dich nicht gefangen nemen. Henisch 1395 (vgl. unter b); warüm solte ich mich so sehr erheben und dich verachten? gleich als ob ich dadurch meines glükkes besser könte gebrauchen. Butschky kanz. 64; lebe, weil du bist im leben, und gebrauche deiner lust. Fleming 417 (337 L.). auch mit acc., kurzweil gebrauchen: ein andre mühsame kurzweil gebrauchet jener, der gern jaget. Weckherlin 576, genieszt ein vergnügen mit mühsal (vgl. 6, a). ähnlich gebrauch der sacramente u. ä., jetzt genusz. 4@a@bβ) auch deutlicher mit genieszen oder nützen verbunden: und gebrûchen der frîheid darmede, der si von den forstin hân genoʒʒin. Rothe rittersp. 419; als wir die (güter) bisher gehabt, besessen und der gebrucht haben, (wird nun dem dom zugestanden) .. der zugeniszen und zugebruchen. cod. dipl. Sax. II, 3, 79; daʒ alle kaufleut .. der (jahrmarktsfreiheiten) gebrauchen und genieszen sollen .. die solichs alles bisher gebraucht und genossen haben. Leipz. urk. 1, 327; daʒ die .. bei unsern keiserlichen gnaden und freiheiten bleiben, die haben, nieszen und gebrauchen .. sollen. 1, 365, zugleich mit dem begriff des herkommens (s. u. f), wie im folgenden; solchen dritten pfennig in der wage .. des wir also eine zeit genuczt und gebraucht haben. 1, 377, ein theil des wagegeldes, den die landesfürsten bezogen (s. 376 auch blosz des gebrucht haben); es wird nun dem rate das recht verkauft, der selbigen dreien pfennige von den uszlendischen koufluten zu nuczen und zugebrauchen. das. 4@a@gγ) auch gleich benutzen, z. b. von einem siegel: haben wir herz. Ernst kurfurst unser .. insigel an disen brief hengen laszen, das wir herzog Albrecht hirann mit gebruchen. Leipz. urk. 1, 378. von einem innungshause: also das die schuwerchten des huses (das ihnen die stadt gebaut) undene gebruchen sullen alle marktage .. so mogen ouch die rete (der stadtrat) des huses obene gebruchen. 1, 84, den genusz davon haben, vergl. nieszbrauch, auch gebrauch 1, g gleich nutzung, 1, d gleich nutzen und unten f, α. 4@bb) auch mit persönlichem obj., von umgang mit genusz, wie wir noch vom genieszen eines freundes oder des umgangs mit einem sprechen: daʒ ich zu frûntlicher ê .. sîn (des gatten) gebrûchen solde. heil. Elis. 5817; dise gebrûchin alle gotis in deme êwigen lebine. myst. 124, 1; si nietent sich unde gebrûchent gotes in allen ir werken und an allen steten. Eckhart 477, 20, haben ihn nahe im verkehr, genieszen seiner gegenwart; ich weisz nicht ob er auch gebrûchen mit so meint: dise armen des geistes die süllent (im jenseits) mit dem vater gebrûchen. 533, 15, gleich 'gebrauch (umgang) haben'? im ital. heiszt usare con uno mit einem umgang (uso) haben. auch das gebrauche der welt unter a schlieszt diesen begriff mit ein, vgl. im 18. jahrh. gebrauch der welt unter gebrauch 2, e. beides zugleich mehr sinnlich, und doch zugleich noch wie in der heil. Elis.: nun wäre zu erzehlen, mit was vor annehmligkeiten die .. liebe (des paares) unterhalten (genährt) worden. allein es scheinet, als würde dem günstigen leser wenig damit gedienet sein. denn .. hat er seine liebste in gleichmäsziger ergetzligkeit zu gebrauchen, so darf er dieses berichts nicht. Weise kl. leute 14. noch gröber, ganz niedrig [] s. unter brauchen 1, a. vgl. auch 6, c sich eines gesellschaft gebrauchen. 4@cc) ähnlich von geschäftlichem verkehr an einem orte, mit genusz, gewiss schon mhd. nach gebrauch 2, f; wie dort gebrûch in unser stat, so mit dem zeitwort: thete er ein sollichs, so würdes in (den räten) vordrieszlich und würden bestellen, das auch die ewren unser stat nicht gebrauchen sollen. Leipziger urk. 1, 173, ihnen den verkehr hier, den besuch der märkte verbieten u. dgl., den genusz der städtischen einrichtungen u. s. w. (unser stat kann gen. oder acc. sein); sollen den (Leipziger jahrmarkt) von allermeniclich suchen und gebrauchen laszen. 1, 363, weisung an die von Halle, die einen eignen jahrmarkt aufzubringen bemüht waren; denen .. die den wochenmarkt zu gebrauchen nicht befugt. Leipz. stadtordn. 1701 s. 30, wo von der messe schon besuchen, der heute geltende ausdruck gebraucht wird (aber auch noch das uralte bauen s. 29). Auch von bettlern heiszt es: und sie auch fleiszig die Frankfurter und andere messen gebrauchen. Schupp 695, freilich zugleich in anderm sinne, ausbeuten (wie heute etwa die gauner), es war aber gewiss ihr eigner ausdruck, wie eben auch der gauner, landstreicher u. ä., vgl. landstreicher, die alle land brauchen unter brauchen 1, e, und von raubrittern u. ä.: all die bruchen das lande zu fusz und auch ze ross. Soltau 2, 69; es ist zugleich eine vergröberung wie die unter b a. e. s. auch sich des reichs boden gebrauchen 6, b, γ. älter nl. de straat, de zee gebruiken, von wanderern, seefahrern. 4@dd) von verwenden einer sache als werkzeugs, mittels u. ä., das ja auch dem nutzen dient, ein benutzen ist, in unerschöpflicher manigfaltigkeit. 4@d@aα) z. b. die arme gebrauchen, tüchtig arbeiten (man vergl. dazu 5, a); das holz ist noch gut zu gebrauchen; des feuers, der weltdinge, seiner güter gebrauchen unter 3, b, für seinen nutzen, mit genusz davon; meint ihr, wenn ich die kraft gebrauchen wollte, ich würde mich vor ihren spieszen fürchten? Schiller Tell 3, 3; du prahlst mit der vernunft, und du gebrauchst sie nie. Haller 60. 4@d@bβ) mit zu, um den zweck zu bezeichnen: und könte der welt vil damit genüzzet werden, wenn man selbiger (der geheimen schreiberei) zu gutthulichen sachen und rahtslägen gebrauchte. Butschky kanz. 534; das ist zu nichts mehr zu gebrauchen. seltner mit für, das bei verwenden das gewöhnliche ist. 4@d@gγ) dann mehr oder ganz unsinnlich, wo denn der begriff des werkzeugs allmälich zurücktritt oder ganz im hintergrunde verschwindet, z. b.: seczen .. ausz volkomenheit unser keiserlichen macht, die wir hierinne gebrauchen und gebraucht haben wellen. Leipz. urk. 1, 365, kaiserl. urk. vom j. 1469, vgl. u. 2, e sein amt, sein ansehen gebrauchen; das glücke recht gebrauchen, bene ferre fortunam. Steinbach 1, 187; der seine worte wohl gebrauchen kan. pers. ros. 6, 2, sie gut handzuhaben weisz, ein guter redner ist, aber auch einfach: diese wort gebraucht der könig. Amadis 69, sprach sich in folgender weise aus. auch einen gedanken gebrauchen, haben und aussprechen: dieses ist einer der gedanken, den der verfasser mit dem Pope gemein hat. er ist aber einige jahre eher von dem Schweitzer als von dem Engländer gebraucht worden. Haller ged. 60 anm., wo jetzt wol das umschreibende gebrauch machen gewählt werden würde, obwol damit nur das aussprechen ausgesagt wäre, während Haller das 'haben' doch wol mit gemeint hat; letzteres gienge, wie manche andere fälle, zugleich in die umschreibende verwendung des wortes über, s. unter k. 4@ee) ebenso wieder mit menschen als obj. (vgl.brauchen 1, a), von dienern, zu allerlei diensten u. ä., mit acc.: kaiser Sigmund hat ine (den ritter) auch .. sonst trefflichen gebraucht, besonder an dem Rheinstram. Flersh. chr. 15, als gesandten mit wichtigen aufträgen (trefflich); die der könig als vertrawete rete gebrauchen wird. 1 Macc. 10, 37; wie der jung knab haiszt, der mit den tetern zu diser jüngsten tat gebraucht und mitgeritten ist (zum überfall der kaufleute). Absberg 146, in knappendiensten; und mag alsdann der feldhauptman den feldmarschalk in der zeit der schlacht an andern orten .. gebrauchen. Mones anz. 8, 302, kriegsordn. 16. jh.; alsdann sollet ir (landsknechte) an die orter gefürt werden, da unser gn. herr uns zu gebrauchen benöthigt sein wird. 165, in der rede des hauptmanns; jemand in unterweisung einer sache gebrauchen. Olearius pers. ros. 7, 13, zum unterricht als lehrer; er ist zu [] nichts rechtem zu gebrauchen. Dazu sich gebrauchen lassen: bin .. auf hochzeiten geritten, und sonsten, wohin ich gebeten worden, mich gebrauchen lassen. Schweinichen 1, 66, dienstbereit; ein dr. juris .. vom landgrafen bestellet .. welcher in vielen nohtwendigen sachen sich gebrauchen liesze. Kirchhof wend. 122b; der sich auch für einen medicum gebrauchen liesze und ausgabe. 119b; ir werdet euch .. gebrauchen lassen, wie redlichen kriegsleuten wol anstet. Mones anz. 8, 165, in landsknechtartikeln; sollet ir .. euch gebrauchen lassen, es sei zum oder vom feind, in besatzung oder feld u. s. w. 166; ich aber liesze mich nicht wie ein page .. sondern wie ein soldat gebrauchen, der an den feind zu gehen geschworen. Simpl. 3, 17 Kz. (Courage 3). 4@ff) ferner im gemeinde- und rechtsleben, dem subst. gebrauch entsprechend (s. d. 3, d). 4@f@aα) von allerlei nutznieszung, auch mit dem begriff der zum rechte gewordenen gewohnheit: die Nürmbergischen oder ander (leute aus andern orten), die der vogelhert und waidwerk gebrauchen. Absberg 145; nach dem in .. Halle auf den newen jarstag .. von alter ein jarmarkt gehalten und gepraucht worden ist. Leipz. urk. 1, 355; des jarmarkts, so ir euch auf denselben newen jarstag zu halten und zu gebrauchen understeen. 1, 361; daʒ ir .. der (privilegia) ferner nit übet noch gebrauchet. 363, s. dazu gebrauch 3, d, β. 4@f@bβ) der begriff der rechtsübung, schon im vorigen mit enthalten, tritt auch deutlicher auf, zugleich der anschlusz an das subst.: es haben auch die richter ain zeit daʒ gepraucht, wo ainer .. entleibt ist worden, so hat man von des entleibten hab und gueter dem richter ainen gulten mueszen geben, nachher: daʒ vor zeiten ain söllicher prauch ist gewesen. österr. weisth. 1, 208. auch vom herkömmlichen rechts verfahren, rechtsgebrauch: zu dem andern rechten (d. h. verhandlung, termin) soll es wie zu dem ersten rechten gepraucht werden. österr. weisth. 1, 228, 37, entsprechend: so mag er nach gewöndlichem landsprauch erstes recht nemen. 227, 37 (vgl.recht nemen und geben sp. 1669); das es ist wie bei es so und so halten mit etwas. 4@f@gγ) noch deutlicher, wenn das obj. ganz wegbleibt, auch das es, wie im folg.: (das gericht soll gehegt werden) an dieser unser gewonlichen malstatt, wie unsere altere und wir alwegen gebraucht und herbracht haben. weisth. 4, 561, s. dazu gebrauch und herkommen, herkommener gebrauch u. ä. unter gebrauch 3, d, γ. 4@gg) daher im part., adjectivisch, gebraucht, im gebrauch und herkommen begründet: es ist also von unsern altforderen gebraucht und härkommen, positum in more et instituto majorum. Maaler 160a (Henisch 1394), kann unmittelbar zu dem es brauchen vorhin gehören. auch von allerhand anderer gewohnheit (s. h): es ist in vilen dingen gebraucht, usitatum. das.; es wird von tag zu tag ie länger ie mehr gebraucht, invalescit consuetudo. das., zugleich wieder in verbalen gebrauch übertretend; gebraucht werden, in usu esse. das. altgebraucht, von alters her gebräuchlich. ganz als adj. auch z. b. im superl., die gebrauchteste sprachform u. ähnl. ein andres gebraucht, geübt, s. 6, i. 4@hh) denn es galt dann auch, wie gebrauch, von allgemeiner sitte sowol wie von der gewöhnung des einzelnen (s.gebrauch 3 und 2, c); von der mode z. b.: ich lob die Poln in ihrer zier (kleiderschmuck) .. bekleiden sich nach landes brauch .. aber die leut im deutschen land .. nach Welschen und Franzosen gaffen .. was die an rüstung, ross und wagn gebrauchen und am leibe tragn u. s. w. Ringwald laut. warh. (1621) 90. von hofsitte: sonsten belustiget mich die schöne ordnung im hofhalten, deren könig Salomo gebraucht hat. Schupp 30. einer gewissen speise, speis und trank gebrauchen u. ähnl., gewöhnlich genieszen, in der gewöhnung haben (wie tabak u. ä.), s. unter 2, b. von aller anderer gewöhnung, übung: nicht eine solche art zu predigen gebrauchet wie Moses und die propheten. Schupp 826. es wird auch verbunden sitte gebrauchen, einhalten, in übung haben, wie sonst mhd. site pflegen: (Elisabeth) gab in alsolich bilde (vorbild) .. daʒ si nu uffenbâre gebrûchen mohten gûder side. heil. Elis. 2049. 4@ii) wie da gebrauchen und pflegen sich nähern oder zusammenfallen, werden auch beide nachdrücklicher verbunden: mit groszer freud, triumph und solcher glory, die man gegen den siegern (ihnen entgegen) zugebrauchen pfleget. Amadis 103; [] nach der art und weise, welche die Perser im schachspiel zu gebrauchen pflegen. Olearius pers. ros. 7, 13 anm., wo an sich beidemal eins von beiden genügte, pflegen wenigstens für ältere zeit. 4@kk) auch in dem geschwächtesten gebrauch von pflegen, wo es, besonders mhd., fast nur noch wie ein hilfszeitwort klingt, das einem substantivum dient, um ihm verbale verwendung zu geben (wie thun, machen u. a.), z. b. ritterschefte pflegen, üben, als ritter leben u. ä.; so nhd.: kompt ein obrister deiner feinde in deine hände, so mustu gelindigkeit gegen ihn gebrauchen. pers. baumg. 1, 33; die grosz krieg gebraucht haben. Frank weltb. 81a, kriege geführt, gekriegt; mhd. so brûchen, gebrûchen: dô ich mînes slâfes brûhte. fundgr. 2, 53, 32. 59, 45; gebrûchet her (der ritter) nicht der ritterschaft. Rothe rittersp. 650. und wieder mit pflegen gesellt: damit kein betrug gepflegen und gebraucht werde. Fronsperger kriegsb. 1, 135b; auch refl. (s. 6): welche ihm zusagt, in in kurzer zeit zuheilen, wo er ihres raths sich pfleget und gebrauchet. Amadis 80. Es kann da freilich auch wieder mit unserm üben, verüben, ausüben, anwenden zusammenfallen, z. b.: ob aber ainer in ainem andern gericht unzimblich handlung, muetwil oder fräfl wider iemants gepraucht und handlet. österr. weisth. 1, 207; ob schädlich leut .. fräfl, muetwill und notzwang prauchten. 209; dann dardurch (bei solchem freien holzen im gemeindewalde) wirdet grosze gefährlichkeit und vorthail (bevortheilung) gebraucht. 149; was doch die ursach gewesen euweres groszen neids, so ihr wider mich gebrauchet habt. Galmy 355; fleisz und sorge, vorsichtigkeit, masze gebrauchen. Steinbach 1, 187; noch jetzt z. b. hier müssen wir ernst gebrauchen, bei Stieler 222 einen ernst gebrauchen. s. auch 6, f. 4@ll) überhaupt ist es eine eigenheit des vielseitigen wortes, wie weniger anderen, die bearbeitung erschwerend, dasz so leicht mehrere seiten des begriffes in einander schillern, wozu schon im vorigen manche stelle als beleg zu brauchen wäre; z. b.: wie schwer es aber den gelarten und schreibern selbiger zeit gewesen, vor die bishero geübte und gebreuchliche latinische ein verstendige und bequemliche teutsche sprach seiner art, dialectis und orthography nach zu gebrauchen .. Faust Limb. chr. 3 R.; da liesze sich einmal an die umschreibung unter k denken, nach dem geübt und gebreuchlich aber auch an förmliche einführung in den gebrauch (wie es sachlich ohne zweifel gemeint ist), doch eben so gut an das kräftige gebrauchen 2, c, völlig, ordentlich gebrauchen, verwenden (vergl.gebrauch 2, a, richtiger gebrauch), und dem verf. hat vielleicht von dem allem etwas zugleich vorgeschwebt. 4@mm) dagegen auch noch in kräftigster bedeutung, stark mitnehmen, ja mishandeln: denselben (knecht des fehdegegners) schosz Conz Schott, die seinen schluegen in under den gaul, gebrauchten in irs gefallens. Wilw. v. Schaumb. 70, nachher von einem andern in gleichem falle: nutzten in so woll, das si in für toten ligen lieszen. das. (woll genützt 69). man versteht das erste wol zunächst: machten mit ihm was sie wollten; aber dasz ein wirkliches mishandeln gemeint sein kann, wird unter n deutlich, entstanden wol unmittelbar aus dem gebrauchen eines werkzeugs beim arbeiten (s. d), zugleich als tüchtig gebrauchen, selbst bis zur abnutzung; ähnlich galt das auch sonst damit tauschende üben (vgl. 5, c) zugleich für vexare, mishandeln, zum narren haben (Dief. 617a), mnd. ôven Germ. 10, 392, vexieren und ben Garg. 245b (Sch. 462). schon mhd. wol nützen und gebrûchen oder brûchen, wie im Wilwolt, von den streitrossen im heftigsten kampfe, stark mitnehmen: diu beide wol genützet dâ wurden und gebrûchet. troj. kr. 34512 fg. (vgl. u. n aus Suchenw.). 4@nn) aber zugleich liegt da wieder der fall vor, dasz zwei verschiedene, doch ähnliche worte in einander gewachsen sind, oder dasz ein untergehendes wort sich in einem klang- und sinnverwandten gleichsam flüchtend verborgen hat. nämlich das nützen ist eig. wiederholt schlagen, stoszen u. ähnl., als frequentativum zu ahd. nioʒan in farnioʒan pertundere, s. Schmeller 1, 709 und unter knute, auch kopfnusz (nus narbe Haupt 13, 368 ?). und ebenso steht neben gebrauchen stark benutzen ein altes brouchen, gebrouchen biegen, drücken, kneten u. ä., eigentlich wol stark bearbeiten, wie z. b. der bildner den leim prouchet gen. 5, 3 D., wie man beim siegeln das wachs auf einen stempel brouchet, in die form drückt, myst. 1, 323, 34; s. wb. 1, 265a, Diemers genesis 2, 97a, Schmeller2 1, 338 (vergl. J. Grimm oben unter fluchen). [] das verwachsen mit brûchen ist schon mhd. sichtbar, indem es mehrfach schon da als brûchen erscheint oder in den hss. damit tauscht, es gieng eben darin unter, was zuerst im bair. sprachgebiete durch das frühe überschwanken von û in ou erleichtert war, vgl. bei Diemer a. a. o. die hende prouchen und prûchen von angestrengtem arbeiten und die stellen aus Suchenwirt im mhd. wb., das ross prauchen im kampfe (vgl. unter m), den gegner prauchen und lenken, der entsattelt wird, auch sich lenken unde prauchen, sich angestrengt geberden u. ä., was alles zugleich mit den beispielen unter m oder 5, b zusammenfällt. ob nicht in beiden fällen beide wörter weiter rückwärts doch verwandt oder eins sind, sei dahingestellt. 55) Sehr entwickelt war lange auch sich gebrauchen, wie sich brauchen (s. d. 4), bis in sehr neue zeit; zunächst in der bedeutung sich anstrengen. vgl. mnl. sijn gebrûc hebben, 'seinen gebrauch' haben, seine glieder voll brauchen können, unter gebräuchig 1. 5@aa) besonders angestrengt, tapfer kämpfen: und sich also in waffen gebrauchen wirt, dasz niemands meinen soll, solches durch eines menschen leib zuvolnfüren müglich. Amadis 36; der oberst soll auch denselben und andere, so sich vor andern weidlich gebrauchen, ehrlich halten. Fronsperger kriegsb. 1, 117a; nun ward schon das geschrei in die statt verkündigt und erschollen, wie sich der junkher vom meer so dapfer gebraucht. Amadis 99; der ritter, der sich am mannlichsten gehalten und gebraucht hat. buch d. liebe 30d; stritt noch lange zu fusz, und gebrauchte sich ungemein tapfer. Tieck 13, 21. auch blosz sich gebrauchen kräftig für im kriege, im kampfe tapfer auftreten u. ä.: ich bin gewesen ein krigsman .. hab mich gebrauchet vor dem feind. Ayrer fastn. 89c (2788, 8), ausdrücklich in dem sinne: habe schon harte kämpfe mit durchgemacht, tapfer bestanden; bei diesem sturm haben sich insonderheit gebraucht die hauptleute (folgen die namen). Schm. 1, 244 aus d. histor. d. v. Frundsp., sich durch tapferkeit ausgezeichnet; noch im 17. jh. auch für kämpfen überhaupt: demnach es ihm bedunkt ein schimpflichs werk zu sein, dasz gegen einen sich gebrauchten ihrer neun'. Werder Ariost 19, 76, 4. 5@bb) ursprünglich aber angestrengt arbeiten überhaupt, eig. mit armen und gliedern, vgl. sich unter dem geträng fast brauchen Phil. 1, 14 (s. II, 320), sich im gedränge durcharbeiten; von ruderern: und (die Straszburger) preisten die Züricherknaben, das sie so wol sich gprauchet haben. Fischart glückh. sch. 836 (2, 200 Kz.), man bemerke sich wol gebrauchen oder brauchen, zusammenfallend mit dem wol gebrûchen, wol nützen unter 4, m, stark mitnehmen (vgl. mhd. eʒ wol tuon, tapfer kämpfen). von andrer arbeit überhaupt: demnach hetzte er die übrige alles ernstes zu gröszerm fleisz .. und that stattliche promessen gegen denen, die sich tapfer gebrauchen würden. Simpl. 2, 132 Kz. (6, 3). noch jetzt ganz sinnlich in Baiern z. b. sich brauchen wie der Jackl am todbett, sich durchaus nicht drein geben wollen Schm. 1, 244, sich strampelnd wehren, dann überhaupt von ungebärdigem thun, vgl. gebrauch 3, f von geberden. 5@cc) ganz gleich galten wieder sich nützen, sich üben, z. b. ouch bat er (der hauptmann) sich die schützen an irem tûnde (arbeit) nützen. Ludwigs kreuzf. 5021; sie üebten sich auch so strenklich im dienst der römischen kaiser .. Nürnb. chr. 3, 119; vgl. sich mit reüwen durchben II, 1705, durcharbeiten gleichsam, bis zur zerknirschung, und noch bei Göthe üben für anstrengen, in angestrengte thätigkeit setzen: dann wehe doppelt mir! dann übt aufs neue gefahr und sorge dringend geist und hände. 4, 227 (Nausikaa 1, 2). danach begreift sich dieses sich gebrauchen als kürzung für seine glieder gebrauchen u. ä., tüchtig als werkzeuge brauchen (s. 4, d), und dennoch spielt das andere brauchen unter 4, n, die hende prouchen u. ähnl., ebenso leicht herein. bemerkenswert ist älter franz. usage als subst. verb. in gleichem sinne, z. b. (Littré s. v.) von einem schiff im sturme: la tempeste l'a prinse, et faut beaucoup d'usage, pour la mener au port. Ronsard 709. 66) Aber die verwendung dieses sich gebrauchen ist weiter erstreckt worden, so ziemlich auf die ganze ausdehnung des einfachen wortes, wie bei brauchen; so seit dem 15. jh. beginnend bis in neue zeit. ob dabei lat. uti mitwirkte? das franz. s'user heiszt nur sich abnutzen. [] 6@aa) aus dem vorigen deutlich hervorgehend und doch zugleich ins folgende übertretend: meine lust auf das waidwerk geworfen, darin ich mich täglich gebraucht. Schweinichen 1, 46, wie gleichfalls sich üben, von anstrengung mit genusz, vergl. 4, a von jagdlust mühsame kurzweil gebrauchen bei Weckherlin. Gewöhnlich aber steht der gen. dabei, wie beim einfachen worte, wie es denn bei Schweinichen auch heiszen könnte deren ich mich täglich gebraucht (brauchte ich mich des weidwerks ders. 1, 63), obwol vermutlich mit einiger änderung des sinnes; aber der übergang aus dem vorigen ins folg. wird so geschehen sein, zuerst sich in waffen gebrauchen, dann sich der waffen gebrauchen (s. b), eigentlich mit dem alten gen. des mittels (dem lat. abl. instr. entsprechend), wie z. b. in sich einer sache bedienen, behelfen, eigentlich sich mittelst ihrer, damit behelfen, bedienen. 6@bb) mit dem gen. eines werkzeugs, mittels u. ähnl. (vgl. 4, d), jetzt meist mit sich bedienen zu ersetzen, zuweilen mit benutzen (vgl. c). 6@b@aα) im 16. jh. ganz geläufig neben dem einfachen worte: der sich solchen schweren waffens gebraucht hat. Aimon vorr.; und ein solcher gebraucht sich itzund hoher wort. das. i; der red, wort und erkantnus gebraucht sich Paulus für die evangelische erkantnus Christi. Melanchthon zu 1 Cor. 1; aber Reinhard gebraucht sich seiner vernunft, und wolt nit eins pfennigs wert nemen. Aimon h; wo ihre mayestet von des reichs wegen .. angegriffen würden, alsdann mögen ihre mayt. sich dargegen aller hülfe gebrauchen. capit. Karls V. bei Hipp. a Lapide de rat. stat. 133; sie gebrauchen sich der titel. Hutten 5, 210; habe ich mich meines anbefohlenen amts gebraucht. Schweinichen 3, 153; der mann soll der herrschaft über das weib sich nicht geprauchen wie über leibeigene knecht. Fischart ehz. 60; aber hierin gebraucht sie sich ihre (für ihrer) freiheit, sie gepraucht sich der regel. bienk. 144b; das ir euch keiner falschen zeugnus oder beweisung geprauchen .. wöllet. Nürnb. ref. 1564 27b; gemainer weg und ausfart mag sich ein ieder, so der enden zu thun hat, gebrauchen. österr. weisth. 1, 157. 6@b@bβ) ebenso, wol noch entwickelter im 17. jh.: dieweil aber die alte welt mehr des schwertes als der feder sich gebrauchet hat. Micrälius Pomm. 1, 1; die lederer gebrauchen sich auch dieses samens, so wol auch der rinden und blätter, das leder damit zu gerben. Hohberg 1, 628a; weil ein richter zwei ohren hat, soll er sich beider gebrauchen. Lehman flor. 1, 80; wir müssen der mittel, welche gott geordnet hat, uns fleiszigst gebrauchen. Scriver seel. 1, 518; sich eines fremden wortes gebrauchen. Opitz 1, vorr. 3b; ich gebrauche mich der gelegenheit zur rache. Olearius pers. ros. 1, 24; gebrauchte sich seiner freiheit. 1, 42; gebrauche ich mich des Olai Wurms reden und sage .. 2, 3; die Jüden .. haben sich derselben (hütte) in die 480 jahr zu ihrem gottesdienst gebraucht. Schupp 68; sie würden sich .. dieser zwanzig städte zu nachtheil des ganzen jüdischen volks besser gebraucht haben. 92; worzu dienen die grosze bibliothecae, als dasz gelehrte leute sich derselben gebrauchen? 626; er hatte lang mit sonderbarem fleisz der bücher sich gebraucht, daraus man klug und weis, ja mänschreich werden kan. Rompler 113; so wil er des gewehrs jetzund sich nicht gebrauchen. Werder Ariost 9, 64, 5; sich der freiheit im reden gebrauchen. Butschky kanz. 239; ihr wollet, euch der vernunft gebrauchend, betrachten .. 903; gebrauche dich .. der gaben deiner vilgiltigen natur. 87; dasz wir .. unserer eigenen worte uns gebrauchen mögen, bedingen wir voraus. Brandt leb. Taubmanns 41; gebrauche dich der gelegenheit. Weise markgr. v. Ancre 97, benutze sie. ähnlich vom schiffer, des wetters sich gebrauchen, es richtig benutzen: ein kluger boosmann musz des wetters sich gebrauchen. Lohenstein Cleop. 46, 437. 6@b@gγ) und noch im 18. jahrh. nachklingend, noch bei Lessing, Herder, Kant: wozu soll die vernunft ihr (der menschheit) nützen, gebraucht er sich derselben nicht? Brockes 6, 270, s. auch 181. 5, 457; sich der poesie zu ihrem ... besten gebrauchen. Günther vorr. 25; dasz denn auch der mensch sich aller creaturen .. ohne unterscheid gebrauchen dürfe. Liscow 616, aus der schrift des gegners Reinbeck, er selbst braucht vorher sich bedienen, aber später auch: wofern es einer jeden (creatur) nicht erlaubet ist, sich anderer, die zu ihrer nahrung und erhaltung [] dienlich sind, zu gebrauchen. 618; die erlaubnis, sich der creaturen zu gebrauchen. 619; dasz er sich seiner angebohrnen geschicklichkeit gegen mich gebrauchen konte. Felsenb. 1, 48; gebrauche dich einmal der worte nicht zum schaden! J. E. Schlegel 1, 186; er (der schauspieler) gebrauchte sich also seiner hände sparsamer als der pantomime (that). Lessing 7, 19, dramat. 4; der fall, sich dessen zu gebrauchen. 7, 247; gebrauchte sie (die menschheit) sich der waffen, die ihr gott zum gebrauche gegeben hatte, ihres verstandes .. so stieg sie künstlich höher. Herder 5, 323; die zumuthung, sich der logik als eines organons zu gebrauchen. Kant 2, 96. noch Adelung führt aus dem sprachgebrauch an z. b. sich seines rechtes gebrauchen, und noch J. Grimm: und sehet, wie er sich seiner überlegenheit gebraucht! vorr. zu Meusebachs rec. der deutschen gramm. s. iii. 6@b@dδ) auch hier mit persönlichem obj. (s. 4, e): ob die republic ihren eigenen bürgern das regiment der waffen vertraue oder sich ausländischer commendanten gebrauche. Butschky Patm. 491; die Druiden, der sich auch die alten Gallier und Britten gebraucht. Hoffmannswaldau vorr. 6@b@eε) auch von rechtsgebrauch, rechtsübung: zulest ist .. nachvolgunder austrag abgeredt .. das (l. des) wir (beide parteien) .. uns gegen einander gebrauchen und dem also versticlich nachkomen sollen. österr. weisth. 1, 263, 20. 6@cc) auch von gebrauch mit oder als genusz, sowol als benutzung zu einem zwecke, worin es sich mit b berührt, wie auch von genusz an sich; das schlieszt sich theils gleichfalls an den fall unter a an, theils an das einfache gebrauchen 3, b. 6@c@aα) der speise, arzenei u. ä.: so wil ich mich nun der speise, wie der arznei, gebrauchen, alleine zur gesundheit. Butschky Patm. 813; wie sie denn auch kostbare arzneien und stärkungen mit sich führten, deren sie sich im nothfall gebrauchen kunten. Weise kl. leute 145; dasz der pfarr in der kirche sich des branteweins gebrauchet. Riemer pol. maulaffe 115 (cap. 52), vorher: dasz der pfarr des branteweins keine stunde entrathen könne, wo er nicht mit hand, kopf und fusz zittern wolte, jenes ist der gewählte ausdruck, bei der inquisition des bischofs deshalb gebraucht; folgenden tages wolten sie sich des bades gebrauchen. Weise erzn. 26. 6@c@bβ) der freude, lust, ruhe sich gebrauchen, des glückes, friedens u. ähnl.: er hat sich auch nit viel weltlicher freud gebraucht. A. Dürer reliqu. 7; es gebrauchen sich der lust herd- und hirten auf den feldern. Opitz (1629) 1, 339; ich bin .. schir alt .. warumb solt ich nicht auch der ruh gebrauchen mich? Ayrer fastn. 44d (2560, 30); gebrauch dich deiner gab frölich. H. Sachs III, 2, 6; der guten tag gebrauch ich mich und hab allzeit ein guten mut. Alberus Es. 89; bei denen, die sich ihres glükkes nicht zu gebrauchen wissen. Butschky Patmos 23; wie sie sich dessen (ihres glücks) gebrauchen sollen. 47; aber nicht lange konten sich die Römer des friedens gebrauchen. Rihel Liv. 161. 6@c@gγ) von rechtlichem genusz, nutznieszung, wieder auch mit genieszen verbunden, verstärkt (wie 4, a, β): kaiser Ludwig .. begert steur von .. allen den, die sich des reichs poden geprauchten oder nussen. Nürnb. chr. 3, 125 (wo das ge- mit für nussen gilt, s. sp. 1624 unter d, wie -s mit für poden), zur sache s. 4, c. eines rechts, einer freiheit, ehre: gott gebeut sich des offentlichen rechts zu nieten oder zu gebrauchen. Luther b. Dietz 2, 27a; sich christlicher fryheit gebruchen. Zwingli von speisen d ijb; wenn si sehen dich diner fryheit nit gebruchen umb iren willen und gottes. e 1a; ob wir uns der ehre nicht wollen gebrauchen. Luther a. a. o., diesz alles übrigens zugleich zu b gehörig. 6@c@dδ) von umgang, dessen man genieszt: weil er sich allzu viel umb den könig befunden und sich seiner gesellschaft gebrauchet. Olearius pers. ros. 2, 12; wer sich seiner (Taubmanns) conversation gebrauchet. Brandt leben Taubmanns 7, conversation ist eigentlich verkehr, umgang. s. dazu 4, b eines gebrauchen, mit ihm verkehren, seinen umgang genieszen, wozu auch als nachtrag eine weitere stelle für gebrauchen mit einem, umgang haben, das damit auszer zweifel tritt: wie, wan du ein Jude bist, heisches trinken von mir? .. wan die Juden gebrûchen nicht mit den Samaritânen. Beheims evang. Joh. 4, 9, zugleich mit dem griech. und lat. ausdruck stimmend, οὐ συγχρῶνται Σαμαρείταις, vulg. non coutuntur Samaritanis. [] 6@dd) auch zu gebrauch als gewohnheit, wie gebrauchen 4, h, z. b. von sprachgebrauch: dieser doctor .. war aus eim land, das sich der sächsichen sprach gebraucht .. bürtig. Kirchhof wend. 122b, wo die nd. mundart in gebrauch ist, gebräuchlich ist; leut .. welche auch sich einer seltzamen sprach gebrauchten. 242b; und jene gebrauchten sich auch einer feinen männlichen aussprache. Weise erzn. 64; also, dasz es nur nöthig scheinet, im reime sich des einheimischen ausspruchs zu gebrauchen. Logau vorr. A 1b, was freilich zugleich mit b verflieszt. von lebensgewohnheit (s. 4, h): die bishero sich solches wüsten lebens gebrauchet. Schoch stud. K 5; gebrauch dich der manier, die dich bequemlich dünkt. Scherfer grob. 3. 6@ee) auch wie gebrauchen 4, k (s. dort) als helfendes zeitwort bei substantiven, wo wir üben, ausüben, halten, führen u. ähnl. brauchen, doch fortwährend zugleich in andere schattierungen überspielend: herren .. die sich der regierung gewaltsamklichen und frevenlichen zu irm aigen nutz geprauchen. Augsb. chr. 2, 298, wol hierher, nicht zu b; sunderlich (die thiere) zwischen einander sich ewiges frides geprauchen. Steinhöwel Es. 1487 111b; der sich auch mehrer hertigkeit gegen seinen sünen, dann die feind gebraucht. Aimon vorr.; dasz dieser keiser Carle .. sich solcher grimmigkeit und übels hab gebrauchen wollen. das.; ich wolt sie rechen, wo möglich, antwort der junker. 'wolan, herr, und daran lasset uns versuchen, wie du dich der rach gebrauchen kanst.' Amadis 75; vor zeiten, so sich iemant kriegs gebrauchet. S. Frank chron. 217a u. ö.; ich hett lust, ich sollt bei dem bart ihr etlich an ein stangen henken, dasz sie an mich theten gedenken und sich gebrauchen der gleichheit. Ayrer 241c (1202, 23), gleiche behandlung (der klosterbrüder) einhielten, die gleichheit übten, die sich gebührt, vergl. vorher und wird gehalten kein gleichheit 241b; so gebrauch dich denn, o könig, des rechts und der billigkeit. Olearius pers. baumg. 1, 33; gebrauche dich keiner grausamkeit gegen die geringern. 4, 25; Plato schreibet, das die regenten vilmals einer nohtlügen und betrugs zu ihrer unterthanen besten sich gebrauchen müssen. Butschky Patmos 458. 6@ff) nur ausnahmsweise mit anderer fügung. mit acc. beim obj. statt gen., wie das einfache gebrauchen; die Juden erklären: mer wollen uns unse alde ee gebruchen. Alsfelder pass. 4544; weisz er (der mensch als kind) nun zu gehen und seine füsze sich zugebrauchen. Butschky kanzl. 639; im folgenden dagegen ist der gen. nur versteckt: dasz ich mich spottwort gegen euch gebrauchen solt. buch d. liebe 237a. Mit dat. des pron. statt sich: gebrauche dir solcher worte und reden zwischen zweien feinden, damit nicht, wenn sie sich etwa wieder vertragen, du dich schämen müssest. Olearius pers. ros. 8, 15, herbeigeführt durch die doppelheit von sich als acc. und dat. Endlich sich auch bei erster person (s. Grimm gramm. 4, 319): so können wir sich dessen doch gebrauchen. Butschky kanz. 502, wie z. b. wann wir sich mit unsern hirschen behelfen wolten. Simpl. 1684 3, 128. 6@gg) anders ist sich gebrauchen im folg., reines reflex.: schönheit, geist, verstand und gaben sind dir nicht umbsonst ertheilt: glücklich ist, wer sie zum glücke zu gebrauchen nicht verweilt (zaudert). anders ist es, liebstes kind! in der laster abgrund rennen, anders sich und den verstand mit vernunft gebrauchen können. Schönaich Hermann 51, sich, seine naturgaben, hier besonders die schönheit. 6@hh) unsicher, ob zu sich gebrauchen, sich üben (s. 5) oder zu gebrauchen, üben ist gebraucht gleich geübt (ital. usato), schon spät mhd. gebrûcht: mit ringen, ouch zu ross und zuo fuosz in den ganzen harnischen .. was ich etwas gebruchter (so l.) dann min gesell. Ehingen 20; gebraucht, geübt, gewehnt, exercitatus. Henisch 1394; in kriegen gebraucht, geübt und erfaren, der kriegshendlen wol bericht. Maaler 160a; in gerichtshendlen wol gebraucht und erfaren. das.; gebrauchte und wol gebte leüt, der rächtshendlen, gesatzten (gesetze) und gewonheiten berichtet, pragmatici homines. das., alles auch bei Henisch; er ist ziemlich gebraucht in den sachen, sat exercitus est in agendis causis. Stieler 221; gebrauchte leute, pragmatici homines. das. und noch anders wol: gebraucht und gebt haben, das wir leerind, in usu habere quod docemus Maaler, Henisch, d. h. in der übung haben, wie es jetzt heiszt, gebraucht eigentlich wol als acc. zu haben. [] 77) Endlich gebrauchen gleich bedürfen, wie brauchen 3, b. 7@aa) schon im 16. jahrh., nicht erst im 18.: al gründ erzälen (aufzählen) nach der leng geprauchet (conj.) wort ain grosze mäng. Schwarzenberg 154c; etliche farben erfordern, dasz sie was stark mit gummi angemacht werden .. andere aber die gebrauchen gar wenig, und einige gar keinen gummi, als zinnober. nat. zauberb. 582; wenn ich seinen guten rath gebrauchte. Heynatz antib. 2, 9, mit tadel, während Adelung diese bedeutung als erste ansetzte, 'zu seinen bedürfnissen nöthig haben'; Luitgar. gieb mir die botschaft! nur der tod verhindert, dasz er sie morgen in den händen hält. Herrmann. komm. so gebraucht' ich dich! hier ist die rolle. H. v. Kleist 2, 422 (Herm. 2, 10 a. e.), wo zugleich noch die entstehung dieses gebrauchs zu erkennen ist, eigentlich: so nur kann ich dich gebrauchen, dann: so müsztest du sein, wenn ich dich gebrauchen sollte; im nl. ist die entwickelung dieses gebrauchs gleichsam auf halbem wege stehn geblieben, iets moeten gebruiken, es nötig haben. s. auch gebrauch 5 in gleicher bedeutung und gebräuchlich 2, a. 7@bb) auch unpersönlich, wie es braucht, opus est: es gebraucht nur leute wie Paulsen und Götze, um unvermerkt die religion selbst verhaszt und verdächtig zu machen. Heynatz aus Lamberts briefw. 2, 98; wozu die umständ'! einen schritt gebrauchts. H. v. Kleist 2, 107 (zerbr. kr. 11).
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Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gebrauchen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Gebrauchen , verb. reg. act. 1) Zu seinen Bedürfnissen nöthig haben; wofür doch jetzt das einfache brauchen üblicher und…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gebrauchen

    Goethe-Wörterbuch

    gebrauchen im PartPrät oft nicht eindeutig von ‘brauchen’ (sd) zu unterscheiden 1 (wiederholt, ständig) verwenden, (be)n…

  3. modern
    Dialekt
    gebrauchen

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    gebrauchen Band 3, Spalte 3,126

  4. Sprichwörter
    Gebrauchen

    Wander (Sprichwörter)

    Gebrauchen 1. Man kann alles gebrauchen, sagte der Dieb und nahm eine goldene Uhr. 2. Man mût allens brûken, wotô et gôd…

  5. Spezial
    gebrauchen, passivisch v

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    gebrauchen , v , passivisch ~ употреблять/употребить , гл в страдательном залоге

Verweisungsnetz

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gebrauchen

7 Bildungen · 0 Erstglied · 7 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von gebrauchen 2 Analysen

ge- + brauchen

gebrauchen leitet sich vom Lemma brauchen ab mit Präfix ge-.

Alternativen: ge-+brau+-chen

Zerlegung von gebrauchen 2 Komponenten

geb+rauchen

gebrauchen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gebrauchen als Zweitglied (7 von 7)

ausgebrauchen

DRW

aus·gebrauchen

ausgebrauchen (Zunftrechte) zu Ende genießen des [verstorbenen Meisters] huisfrau mag das erste jar usgebruichen 1552 NrhAnn. 25 (1873) 106

fortgebrauchen

GWB

fort·gebrauchen

fortgebrauchen weiter verwenden; iZshg methodolog Überlegungen GWB N11,160,23 MuR ~ GWB N11,367 Plp Syn GWB fortbrauchen Armin Giese A. G.

miszgebrauchen

DWB

miszgebrauchen , verb. wie miszbrauchen: abuti, missegepräuchen Dief. nov. gloss. 5 a .

mißgebrauchen

DRW

mißgebrauchen, v. I zu unerlaubter Zeit beischlafen allen dy irrer wyber misse gbruchin zcu heilgen geczyten vnde wen ys vorbotin ist 15. Jh…

Nachgebrauchen

Campe

nach·gebrauchen

Nachgebrauchen , v. trs . 1) Nach dem Beispiele eines Andern gebrauchen. 2) Nach Andern, hinten nach, später gebrauchen. Eine Arzenei, das B…