nehmen vereinzelt Imperativ ‘nehm'’ (zB GWB15
1,279 Faust II 10800
) u 3.Pers Sg Präs ‘nimt’; 1.Pers Sg Prät einmal in der Edda-Übersetzung in archaischer Schreibweise ‘nam’ GWB42
2,436,20
; gelegentl subst Inf; zu ‘etw nimmt jdn wunder’ s wundernehmen A
trans 1
ergreifen, hernehmen, aufnehmen 2
etw (Angebotenes) annehmen, auch: erhalten 3
wegnehmen, entziehen 4
jdn/etw (auswählen u) zu einem bestimmten Zweck verwenden 5
etw/jdn auffassen, ansehen als, in bestimmtem Sinne verstehen 6
etw in bestimmter Weise behandeln, damit umgehen, verfahren 7
vollziehen, tun 8
(einen Zustand) annehmen, einnehmen B
refl 1
sich ausnehmen 2
sich in bestimmter Weise verhalten 3
(übertr-geistig:) sich in eine bestimmte Richtung wenden A
trans 1
ergreifen, hernehmen, aufnehmen; auch verstärkt durch refl Dat: ‘sich etw n.’ a
mit den Händen fassen (u festhalten, behalten, bei sich plazieren) [
Martin:] So seid ihr Götz von Berlichingen! Ich danke dir, Gott, daß du mich ihn hast sehen lassen, diesen Mann, den die Fürsten hassen, und zu dem die Bedrängten sich wenden! (Er nimmt ihm die rechte Hand.) Laßt mir diese Hand, laßt mich sie küssen! GWB8,16,24 Götz
2 I~13
1,201 Götz
3 [
Elpenor zu Evadne angesichts des Bogens mit Köcher:] Seit meiner ersten Jugend gefiel er mir vor allen Waffen, die an den hohen Pfeilern aufgehängt sind..ich nahm ihn von den Pfosten und klirrte an der starken Senne GWB11,373,12 Elp
1 I 2 [
Faust:] Das bin ich nicht gewöhnt, ich kann mich nicht bequemen,|Den Spaten in die Hand zu
n. GWB14,115 Faust I 2363 [
Widmung in einer Zeichenmappe, die Goethe JHMerck schenkte] Hier schick' ich dir ein theures Pfand..Nimm's, lieber Alter, auf dein Knie GWB4,195 Hier schick' ich dir 7 17,95,26 Vögel 8,45,5 Götz
2 I
uö ‘etw über sich n.’ iSv etw (Verpflichtung, Aufgabe) übernehmen, sich auferlegen Julius Cäsar und einige römische Edelleute sollen..eine Stadt in der Nähe des Arno gebaut und jeder über sich genommen haben, eines der ansehnlichen Gebäude zu errichten GWB43,13,10 Cell I 1 [
Andrason:] wenn etwa Dolch oder Gift zu bringen ist..wenn eine schreckliche Stimme..zu rufen hat, solche wichtige Rollen nimmt der Prinz über sich, wenn er da ist GWB17,12,13 TriumphEmpfindsamk I [
Ottilie an die Freunde, mBez auf ihr Versprechen, Eduard zu entsagen:] Ein strenges Ordensgelübde..habe ich..über mich genommen GWB20,394,23 Wv II 17 24,213,27 Wj I 11 22,343,22 Lj VI SchöneSeele B2,138,21 Boie 8.1.74 B(SchrGG53,293) Voigt 14.8.96
uö ‘etw über sich n.’ iSv die Verantwortung für etw übernehmen GWB50,67 ReinF V 181
‘etw über sich n.’ iSv etw ertragen, aushalten Wenn Sie die 60 rh. von Herrn Pleßig [
FVLPlessing] einkaßiren können, soll mirs lieb seyn. Einigen Verlust am Golde nehm ich wohl über mich GWBB8,247,21 Göschen 15.8.87
in zahlreichen (auch übertr u abgeblaßten) Fügungen wie ‘Gelegenheit, sich Zeit, die Erlaubnis, das Recht zu etw n.’, ‘(sich) ein Herz n.’, ‘das Wort, die Rede, jds Partei n.’, ‘Kenntnis, Anteil, Notiz, Besitz von etw n.’, ‘einen bestimmten (An-)Teil n.’, ‘Erholung n.’, ‘Urlaub, Entlassung n.’ GWB28,233,1 DuW 13 41
1,198,28 Üb:Manzoni,Carmagnola 5
1,141 ZXenNachl IX 803
uö(s auch die entspr Subst) in vielen (teils übertr, auch abgeblaßten) Fügungen mit adv Ergänzung wie ‘jdn beim Kragen, beim Schopfe, bei der Hand, beim Wort n.’; ‘jdn beiseite, in die Konfidenz, in Schutz, ins Gedränge n.’, ‘sich jdn ins Gesicht n.' (vgl ‘Gesicht’ C2bα); ‘etw zur Hand, vor die Augen, auf die Schultern, die leichte Achsel n.’, ‘etw in Acht n.’ (s ‘1Acht’ b), ‘etw herzenein, ans Herz, in Bedacht n.’; ‘sich etw zum Augenmerk, zur Überlegung, zu Herzen, zu Gemüte n.’; ‘etw in Empfang, zu den Akten, zur Rechnung, zu Protokoll n.’, ‘in Betrachtung, Untersuchung, Besitz, Einnahme, Beschlag, Anspruch, Verwahrung, Verwahrsam, Kommission, Verlag, Akkord, Arbeit n.’, ‘etw unter Gewahrsam, Verschluß, Obhut, Aufsicht n.’ [
Gretchen zu Faust:] Du machst die Fesseln los,|Nimmst wieder mich in deinen Schoos GWB14,233 Faust I 4503 26,377,8 DuW Plp nach Prévost,Manon B26,92,7 Rosine Städel 6.10.15 50,13 ReinF I 247
uö(s auch die entspr Adv u Subst) ‘etw zu sich, an sich n.’ iSv einstecken, (zur Verwahrung, Verfügung) übernehmen ich.. griff nach meinem Dolch, und nahm Gift zu mir, und verkleidete mich GWB11,56,11 Clav I der Bibliotheks und Museumsschreiber [
JM]Färber..wird..beauftragt, das Skelett der Phoca und des Affen an sich zu
n., und solches..ins osteologische Museum zu bringen GWBB51,429 JMFärber 25.11.17 44,186,11 Cell IV 5 9,122,24 Geschw
uö b
etw/jdn (zu einem anderen Ort, auf einen Weg) mitnehmen, auch im Bildzusammenhang; öfter ‘etw/jdn mit sich n.’; einmal ‘etw von hinnen n.’ Den Wanderstab aus frommer Mutter Hand|Nahmst du getrost in's fernste Lebens-Land GWB4,141 An diesem Brunnen 4 ich blieb,|In dem stürmischen Holz|Neun lange Nächte|..Als ich dort wegschied|Fimbuls Lieder neun|Nam ich von hinnen [
nam eg of hinnum] GWB42
2,436,20 Edda-Stud 25
2,223,24 Wj Schema
uö bildhaft, bezogen auf den Weg ins Grab (sd 1aθ), in den Tod [
Tancred über Orbassan:] meinen Haß und mein Geheimniß nimmt er|Mit sich in's Grab GWB9,420 Tancred 1276 11,120,12 Clav V
uö c
‘etw (zu sich) n.’: einnehmen, essen, trinken, von Nahrung, Medizin, Gift; auch im Vergl α
konkr [
Faust:] Ich nehme den Erquickungs-Trank,|Erwidr' euch allen Heil und Dank GWB14,52 Faust I 991 Zusammen das Frühstück genommen GWBT7,211,2 v 20.8.20 Der Reiche..der Nobile..wenn er einen Säulengang, einen Vorhof anlegt, so bedient sich das Volk dessen zu seinem Bedürfniß und es hat kein dringenderes, als das so schnell wie möglich los zu werden, was es so häufig als möglich zu sich genommen hat GWB30,74,15 ItR~T1,203,9 v 16.9.86 Die Menschen, die das ganze Jahr weltlich sind, bilden sich ein, sie müßten zur Zeit der Noth geistlich sein; sie sehen alles Gute und Sittliche wie eine Arzenei an, die man mit Widerwillen zu sich nimmt, wenn man sich schlecht befindet GWB23,65,25 Lj VII 6 [
Arzt, das Kind Felix untersuchend:] Auch nur mit einem Schluck muß es eine ungeheure Dosis Opium zu sich genommen haben GWB23,297,22 Lj VIII 10 B6,239,12 ChStein 27.1.84 17,308,9 Bürggeneral 14 19,301,23 BrSchweiz II
uö mBez auf Existenzmittel in weitestem Sinne, mit Sachsubjekt An die Väter.|Was die Natur bedarf, die bedürftige, nimmt sie sich selber,|Deine Sorge sei das, was die unsterbliche braucht GWB5
1,279 XenNachl 68(301) β
scherzh-bildl übertr auf Geistiges Der Postillon eilte mehr als ich wünschte: er hatte noch keine Messe gehört und wollte sie in Innsbruck, es war eben Marientag, um desto andächtiger zu sich
n. GWB30,16,20 ItR
‘den Mund, das Maul, die Backen voll n.’ iSv übertreiben, prahlen, wichtig tun GWB38,391,23 FGA Weisheit 5
1,237 Xen 223(46) 19,249,4 BrSchweiz II
uö d
iSv etw als Kleidung anlegen, anziehen Und nun komm, du alter Besen!|Nimm die schlechten Lumpenhüllen..Auf zwei Beinen stehe,|Oben sei ein Kopf GWB1,215 Zauberlehrling 16 e
‘jdn (zu sich) n.’ iSv jdn bei sich aufnehmen, betreuen, auch iSv (kurzzeitig) beaufsichtigen; auch im Bild; ‘Gott nimmt jdn zu sich’ mBez auf Sterbende [
betr Peter im Baumgarten] nahm ich ihn vor zwei Jahren zu mir und sorgte..in meinem Hause selbst für ihn GWBB4,30,28 Scholley 26.4.79 K [
Frau zum Wanderer:] Nimm den Knaben,|Daß ich Wasser schöpfen gehe GWB2,174 Der Wandrer 87 [
mBez auf den Oberhofprediger] Gott..nahm ihn zu sich GWB22,326,28 Lj VI SchöneSeele 20,144,20 Wv I 13 16,198 Maskenz Amor Vs 6 23,275,3 Lj VIII 9
uö f
iSv jdn heiraten, sich jdm in Liebe verbinden, auch ‘jdn zur Frau, zum Manne n.’, ‘ein Weib n.’ Und mancher ist im zwölften Jahr|Fast klüger als sein Vater war,|Da er die Mutter nahm GWB4,156 Kinderverstand 9 Ein Mädchen konnt' ihn fassen,|Da war der Tropf verlassen,|Fort Appetit und Schlaf!..Nun da sie ihn genommen,|Ist alles wieder kommen,|Durst, Appetit und Schlaf GWB4,100 Es war ein fauler Schäfer 10 [
Anspielung auf das Duett in Mozarts ‘Zauberflöte’] Nur zwei Jahre noch Geduld!|Aber, wenn wir uns genommen,|Werden Pa-pa-papas kommen? GWB1,111 Frühlingsorakel 19 Wenn ich kein Weib nehme oder mich erhänge, so sagt ich habe das Leben recht lieb GWBB2,83,4 Kestner[21.4.73] 39,298 Urfaust 1261 11,57,7 Clav I 9,248 RomJul 1446
uö g
jdn gefangennehmen, verhaften; PartPrät der französische Gesandte wird hier genommen [
in Weimar] GWB36,87,13 TuJ 1813 h
iSv (militärisch) erobern, einnehmen; PartPrät das linke Ufer des Jordans wurde genommen GWB7,170,18 DivNot Israel iWüste 5
2,388 MaurRomanze 6 i
(einen Ort) für sich beanspruchen α
iSv sich (an einem geschützten Ort) niederlassen, wohnlich einrichten; in den Fügungen ‘Platz, Quartier, Wohnung, Aufenthalt, Zuflucht n.’ Jenseit der Berge blieben wir in einem Orte, der..Wallenstatt hieß, und nahmen Quartier daselbst GWB43,281,23 Cell II 8 52,69,15 ThS IV 13 31,246,21 ItR
uö β
‘einen/seinen Platz n.’ iSv eine (räumlich od sozial) bestimmte Stelle einnehmen Zwei..Stellen aus gedachtem Aufsatz..mögen hier Platz
n.:.. GWBN4,255,4 FlH VI Delaval [
Kaiser zu Mephisto:] Mein alter Narr ging, fürcht' ich, weit in's Weite;|Nimm seinen Platz und komm an meine Seite GWB15
1,9 Faust II 4756 B22,160,12 Dominikus 11.9.11 K
uö j
‘jdn in sich n.’: inkorporieren; in mystischem Zshg [
Pater Seraphicus zu den seligen Knaben:] Steigt herab in meiner Augen|Welt- und erdgemäß Organ,|Könnt sie als die euern brauchen,|Schaut euch diese Gegend
an. [
Regiebem:] Er nimmt sie in sich GWB15
1,329 Faust II Regiebem nach 11909 k
iSv ein Abbild (Zeichnung, Abdruck, Abguß, Abschrift uä) von etw anfertigen, abnehmen Herr Canzler von Müller den Medailleur Brandt einführend. Letzterer nahm eine Zeichnung sogleich von meinem Profil GWBT10,170,15 v 10.3.26 [
JJ]Schmeller mit des Hofrath Jagemanns Porträt, im Tode genommen GWBT7,127,10 v 11.1.20 Hier..meine Silhouette, ich bitte um die Ihrige..den grosen von der Natur genommenen Riss bitt ich GWBB2,230,21 Gfin Stolberg 26.1.75 Bestellen Sie doch ein Duzend Zeichnungen von Ihrem Bruder in Rom..Er soll sie..nach der Natur
n., und sie dann ausführen, wie er will GWBB5,12,9 Kobell 3.12.80 Bey Baron von Schellersheim..Gemmen, wovon ich Abdrücke genommen GWB34
2,14,2 KuARheinMain Plp Der Pachtcontract, von dem ich Copie genommen GWBB13,94,11 Steffany 16.3.98 30,43,17 ItR 31,71,4 ItR B31,145,20 Grotefend 12.5.19 K N13,516,5 Met Plp
uö ‘die Form über etw n.’, auch in der Inversionsfügung ‘etw zur Form n.’ einige schöne Gypsabgüsse antiker Köpfe..Die Italiäner..verkauften sie auch wohl, nachdem sie eine Form darüber genommen GWB28,188,26 DuW 13 Ew. Königlichen Hoheit..Anordnung gemäß wird das bewußte theure Haupt [
Schillers Schädel] zur Form genommen GWBB43,80,8 CarlAug 25.9.27 K
uö l
iSv messen; ‘(jdm das) Maß n.’, ‘die Höhe von etw n.’ uä ohne Maß zu
n. schneidet sie aus dem Ganzen GWB25
1,103,1 Wj III 4 wurde er [
der Leibschneider der Gräfin] angewiesen, ihr [
Melina] das Maß zu
n. GWB21,277,19 Lj III 7 Joseph war..aufgetragen..einen Thron für den König Herodes zu machen. Zwischen zwei gegebenen Säulen soll der Prachtsitz aufgeführt werden. Joseph nimmt sorgfältig das Maß von Breite und Höhe und arbeitet einen köstlichen Königsthron GWB24,22,11 Wj I 2 StJoseph II Als ich..den schönen Marmor gesehen hatte, nahm ich sogleich seine Höhe und seine Stärke nach allen Seiten GWB44,267,7 Cell IV 10 20,216,11 Wv II 3
uö m
übertr auf geistige Prozesse α
‘etw aus/von..n.’ (einmal ‘etw wo n.’) iSv entnehmen, (als Anregung, Leitbild, Stoff für Kunstwerke, auch Folgerung uä) übernehmen, beziehen; abgeblaßt ‘von etw Anlaß, Veranlassung n.’ [
Tasso:] O könnt' ich sagen wie ich lebhaft fühle,|Daß ich von euch nur habe, was ich bringe!|Der thatenlose Jüngling - nahm er wohl|Die Dichtung aus sich selbst? Die kluge Leitung|Des raschen Krieges - hat er die ersonnen? GWB10,122 Tasso 428 bei halb oder ganz extemporirten Stücken..Der Stoff solcher Stücke muß aus dem gemeinsten Leben genommen sein, den Sitten des Volks gemäß, vor welchem man spielt GWB28,192,12 DuW 13 Erlaubniß, an der Gestalt und den Eigenschaften mehrerer hübschen Kinder meine Lotte zu bilden, obgleich die Hauptzüge von der geliebtesten genommen waren GWB28,233,4 DuW 13 Aus der mineralogischen Erfahrung läßt sich kein Gesetz
n., sondern bey allen Bemühungen bleibt Unsicherheit und Verwirrung GWBN5
2,139,18 Fl Plp [
fingierte Frage an den Dichter, bezogen auf die angeeignete Kultur des Orients] Wo hast du das genommen?|Wie konnt' es zu dir kommen? GWB6,95 Vs 1 DivUnmut 24,99,13 Wj I 6 7,30,22 DivNot Gesch 28,359,6u7 DuW III EntwVorr 40,44,17 Üb:Piccolom [G/Schiller]
uö β
einen bestimmten Gesichtspunkt in Betracht ziehen, bedenken, berücksichtigen Nehme man..daß die Hand in Verbindung mit den drei oberen Knochen auszurichten fähig ist, so sieht man daß hier von einer überschwenglichen Function die Rede sei GWBN7,366 Morph Plp Der..Schauspieler..muß..zu einer gewissen Einheit seiner selbst gelangen..Wenn wir
n., was für wunderbare Dinge eine deutsche Schauspielerin durcharbeiten muß, so würde sie zuletzt ganz aus einander fallen, wenn ihr Innerstes nicht zusammenhielte GWBB43,50,5 Zelter 6.9.27 45,179,11u16 RamNeffeAnm N1,264,4 FlD 668
uö 2
etw (Angebotenes) annehmen, auch: erhalten, gelegentlich im Übergang von A1 a
empfangen, entgegennehmen; auch mit abstr Obj; meist im Imperativ, häufig formelhaft in Briefen ‘n. Sie meinen Dank, die Versicherung’ ua [
Alter Bauer:] So nehmet auch den schönsten Krug,|Den wir mit frischem Trunk gefüllt GWB14,52 Faust I 985 [
Pedro zum Vagabunden:] du wartest, ach verzeih!|Nimm deinen Lohn! Vor Freude hab' ich dich|Und deinen Dienst vergessen GWB11,261 Claud
2 1224 [
Bätely u Jery, kniend:] Gebt uns den Segen. [
Vater:] Nehmet den Segen GWB12,34,18 JeryBätely Kannst getrost den Lorbeer
n. GWB4,139 Will der Feder 4 [
die göttliche Erscheinung zum Dichter:] Empfange hier was ich dir lang' bestimmt,|Dem Glücklichen kann es an nichts gebrechen,|Der dieß Geschenk mit stiller Seele nimmt:|..Der Dichtung Schleier aus der Hand der Wahrheit GWB1,7 Zueignung [1784] 94 8,288,17 Egm V 16,365 Epimen 609 31,246,24 ItR 28,169,26 DuW 12 B28,203,12 Küstner [29.?]7.17 K
uö ironisch-doppelsinnig, zugl iSv Bed A5 [
aus eigenh Einzelnotiz, Bezug ungeklärt] das was man für sie gethan hat ist nichts, die ganze Existenz die man ihnen geschaffen hat
n. sie von Gottes Gnaden GWB42
2,522,5 MuR(1320)
iSv erleiden, in der Wdg ‘Schaden n. Der Bibliothekar hat am Backen einigen Schaden genommen [
bei einem Unfall] GWBB21,231,10 Christiane 17.4.10
‘geben und n.’, ‘n. und geben’, auch subst, ua als Prinzip in der Morphologie; häufig in Anspielung, einmal in iron Umkehrung des Bibelwortes „Geben ist seliger denn n.” (Apostelgeschichte 20,35) Mann mit zugeknöpften Taschen,|Dir thut niemand was zu Lieb':|Hand wird nur von Hand gewaschen;|Wenn du
n. willst, so gib! GWB2,292 Wie du mir, so ich dir 4 Alles war beschäftigt mit Heiligenchrist-Angelegenheiten. Geben und
N., Hoffen und Empfangen. GWBT12,349,3 v 24.12.30 [
JG]Lenz..welcher für seliger hält zu
n., als zu geben GWBB34,23,20 Cramer 20.11.20 K Bei der einmal bestimmten Organisation des Specierum ist das Geben und
N. zu beobachten, die Pflanzenform beruht auch auf dem bilanciren der Theile GWBN7,369 Morph Plp 4,292 Lasset heut am edlen Ort 25 4,238 Wie die Blüten 6 42
2,118,15 MuR(95)
uö b
iSv sich etw gegen Bezahlung geben lassen α
jdm etw abkaufen Verzeichniß der Mineralien welche auf den Gotthard zu haben sind, wenn drey oder vier Liebhaber zusammen träten und jeder für zwey Karolin zu
n. sich engagirte..so wollte ich wohl eine Kiste der Art kommen lassen GWBLA II 7,227,9 MinGeol Plp schon waren alle Logen genommen und alle Billette ausgetheilet GWB51,268,19 III 14 16,15 JahrmPlund
2 132 30,56,1 ItR
uö β
sich etw (Unterricht) erteilen lassen [
Mephisto zum Schüler:] Fünf Stunden nehmt [habt GWB14,92 Faust I 1956] ihr ieden Tag,|Seyd drinne mit dem Glockenschlag GWB39,234 Urfaust AuerbKeller 387 [
mBez auf KAHardenberg] in Leipzig..wo wir zusammen bei Oesern Zeichenstunde genommen hatten GWB4,77,21 AufklBem T12,18,2 v 4.2.29 26,194,28 DuW 4
uö c
iSv (als Äquivalent) akzeptieren der Alte rief: Wo bleibt nun mein Lohn? Wer kein Gold nimmt, mag umsonst arbeiten! riefen die Irrlichter GWB18,226,23 Märchen 25
1,233,7 Wj III 13
uö d
iSv etw vernehmen, hören nimm vom Munde der Muse,|Daß du schauest, nicht schwärmst, die liebliche volle Gewißheit GWB3,91 MetamTiere 60 3
etw (jdm) wegnehmen, jdm/einer Sache entziehen; gewöhnl mit DatObj; mehrf in (bildl-)übertr bzw (bildl-)vergleichenden Zshgn a
etw/jdn von einer bestimmten Stelle entfernen Erkenne dich! - Was hab' ich da für Lohn?|Erkenn' ich mich, so muß ich gleich davon.|Als wenn ich auf den Maskenball käme|Und gleich die Larve vom Angesicht nähme GWB2,248 Sprichw 563 T8,295,10 v 15.8.22 26,271,22 DuW 5
uö b
etw kraft eigener Festlegung, Handlung zu seinem Eigentum machen [
Lehrer:] o Kind! woher sind diese Gaben?.. [
Kind:] Ei! alles hab' ich vom Papa.| [
Lehrer:] Und der, woher hat's der?| [
Kind:] Vom Großpapa [
Lehrer:]..Woher hat's denn der Großpapa bekommen?| [
Kind:] Der hat's genommen GWB2,262 Katechisation 6 [
Habebald:] So leere Händel das sind Possen,|Damit verdirbt man seinen Tag;|Im
N. sei nur unverdrossen,|Nach allem andern frag' hernach GWB15
1,257 Faust II 10337 [
der Apfelbaum über den Efeu:] Soll ich nicht lieben die Pflanze, die meiner einzig bedürftig..?..Nahrung nimmt sie von mir; was ich bedürfte, genießt sie GWB1,289 Amyntas 31 [
Treufreund zu Hoffegut:] Nimm zuerst diesen knotigen Prügel, womit der Kriticus alles junge Geziefer auf der Stelle breit zu schlagen pflegt! Nimm diese Peitschen, mit denen er, sich gegen den Muthwillen waffnend, die Ungezogenheit noch ungezogener macht! Nimm diese Blasröhre, womit er ehrwürdigen Leuten, die er nicht erreichen kann, Lettenkugeln in die Perrücken schießt GWB17,95,19u21u23 Vögel
uö einen Geldbetrag (Preis, Zins, Honorar) verlangen, erheben Der dicke Hühner Mönch im blauen Hechte..nimmt für ein kleines gebratnes Huhn zwey Kopfstücke GWBB20,72,15 August 3.6.08 ein englischer Sprachmeister..Er nahm ein mäßiges Honorar GWB26,194,25 DuW 4 LA II 7,197,53 MinGeol Plp 6,232 Vs 2 DivParab [
Zit s v Nehmer]
uö ‘zu sich n.’ vom Staat, iSv (ein Kloster) säkularisieren St. Laurette..ein Nonnenkloster..welches der Staat..wie so viele andere, zu sich genommen hat GWBN9,109,7 Pograd c
jdn/etw (mit Zwang) um etw bringen, es ihm rauben, stehlen; mehrf ‘sich etw nicht n. lassen’, auch ‘jdm/sich das Leben n.’ [
Rugantino, ein Lied über das Räuberleben singend:] Will sie sich nicht bequemen,|So müßt ihr's eben
n. GWB11,217 Claud
2 392 mein Freund..ich sucht ihn und fand ihn nicht..Mich trafen die umgehenden Wächter der Stadt. Schlugen mich, verwundeten mich, nahmen mir den Schleier die Wächter der Mauern GWB37,306,21 Hoheslied 9,85 Mitsch
3 635 20,411,8 Wv II 18 T1,203,16 v 15.9.86 50,7 ReinF I 76
uö speziell iSv mindern; mehrf mit Sachsubjekt u mBez auf abstrakte Qualitäten; auch im Bildzusammenhang die Frau des neuen Pfarrers..Eine Närrinn..So einer Kreatur war es auch allein möglich, meine Nußbäume abzuhauen..Stelle dir vor..die Bäume
n. ihr das Tageslicht GWBAA99,7 Werth II Sehr verbreiterte oder verstärckte Haupt-Rippen, zum B [
latt] des Mangolds,
n. den zarteren Netzrippen des Blattes ihre Länge und Ausdehnung, daher das Blatt so kraus oder vielmehr halbbläsig aussieht GWBN7,369 Morph Plp Ein bedeutend ernst Geschick|Waltet über's Leben,|Denn es nimmt der Augenblick|Was die Jahre geben GWB4,291 Lasset heut am edlen Ort 10 2,288 Die Jahre 8 4,125 Vieles gibt uns N2,125,9 FlP 210 27,389,5 DuW Schema 7,73,26 DivNot 23,252,2 Lj VIII 7
uö d
jdm etw für einen bestimmten Zeitraum abnehmen, mBez auf Pfand, Leihgabe alles, was Bewegliches an seinem Leibe war, hatte Philine zu sich genommen GWB21,189,3 Lj II 9 die Erlaubniß, Bücher von der Bibliothek zu
n. GWBB51,166 Voigt 25.4.02 T11,213,1 v 1.5.28
uö e
positiv akzentuiert: iSv jdn (emotional) von etw entlasten, ihn davon befreien; meist ‘etw von jdm n.’, auch ‘jdm etw vom Herzen, vom Haupte n.’, ‘jdm seine Besorgnis n.’ [
Lerse zu Elisabeth:] Gott nehm das Elend von euch, gnädige Frau GWB8,157,21 Götz
2 V [
Iphigenie:] O nehmt den Wahn ihm von dem starren Auge GWB10,52 Iph
2 1215 [
Tasso zu Alphons:] Du warst allein, der aus dem engen Leben|Zu einer schönen Freiheit mich erhob;|Der jede Sorge mir vom Haupte nahm,|Mir Freiheit gab GWB10,121 Tasso 419 21,319,12 Lj III 12 AA16,9 Werth
2 I [benehmen GWBWerth
1]
uö 4
jdn/etw (auswählen u) zu einem bestimmten Zweck verwenden a
mBez auf Personen iSv jdn mit einer Aufgabe betrauen, zu etw heranziehen, verpflichten; auch in den Vbdgn ‘jdn zum Zeugen n.’, ‘jdn in Dienst(e), in Sold, in Pflicht, zu sich n.’, auch in vergleichendem Zshg [
Samuel zum Volk Israel:] das wird des Königes Recht sein, der über euch herrschen wird: Eure Söhne wird er
n. zu..Reitern..und zu Hauptleuten..und zu Ackerleuten..und zu Schnittern..und daß sie seinen Harnisch..machen. Eure Töchter aber wird er
n., daß sie Apothekerinnen, Köchinnen und Bäckerinnen sein GWB7,92,21 u 93,5 DivNot Nachtr [1.Sam 8,10-17] die Sonne..|Alles will sie mit Farben beleben;|Doch an Blumen fehlt's im Revier,|Sie nimmt geputzte Menschen dafür GWB14,50 Faust I 915 [
Treufreund:] Jupiter und seine Geschwister und Kinder - ihnen waren die Flügel versagt..Sie legten sich auf's Schmeicheln und nahmen Vögel zu ihren Günstlingen GWB17,104,27 Vögel [
betr Knecht u Hausfrau] er..nehme Gott zum Zeugen, daß seine Absichten gegen sie immer redlich gewesen GWBAA94,14 Werth II [
Wunsch an den Bergführer:] Wenn er den Weg für uns noch practicabel hielte, so sollt' ers sagen, noch einen oder mehr Kameraden zu sich
n. und mit uns kommen GWB19,288,19 BrSchweiz II B2,160,5 Kestner 11.5. [74] 24,207,1 Wj I 11 B13,218,6 WHumboldt 16.7.98 K 43,52,7 Cell I 4 KapÜbers 25
1,96,28 Wj III 3 39,22,15 Götz
1 I~8,23 Götz
2~13
1,207 Götz
3 uö b
mBez auf Gegenstände u Abstrakta iSv zu etw benutzen; einmal ‘seine Zeit recht n.’; auch im Bildzshg [
mBez auf die für JJBrion restaurierte Kutsche] Wir..bemerkten..erst, als alles auf das fleißigste und bunteste gemahlt war, daß wir einen falschen Firniß genommen hatten, der nicht trocknen wollte GWB28,33,8 DuW 11 [
Mephisto empfiehlt der Blondine ein Mittel gegen Sommersprossen:] Nehmt Froschlaich, Krötenzungen, cohobirt,|Im vollsten Mondlicht sorglich distillirt GWB15
1,76 Faust II 6325 kriegerische Musik..Ich wünsche, daß man das Thema einer Melodie nehme, die in Berlin [
dem Ort der späteren Uraufführung] beliebt ist GWB16,502,16 Epimen Progr [
Lothario zu Wilhelm:] ich gebe Ihnen Pferde bis auf halben Weg, dann
n. Sie Post GWB23,148,6 Lj VIII 2 [
Vansen, zu Bürgern von Brüssel, über Hzg Alba:] Es ist mir nicht bange, wenn wir unsere Zeit recht
n. GWB8,248,8 Egm IV B1,11,2 Cornelia 13.10.65 2,234 Sprichw 241 N1,68,4 FlD 167 3,187 Parabol 16 Vs 10 4,22 Die abgestutzten, angetauchten 4
uö in Fügungen wie ‘etw zum Exempel n.’, ‘sich etw zur Lehre n.’ GWB3,257 ZXen II 412 3,292 ZXen IV 887
uö 5
etw/jdn auffassen, ansehen als, in bestimmtem Sinne verstehen; auch ‘wie man's nimmt’ uä [
Marie:] Ihr wisst viel. [
Elisabeth:] Nach dem man's nimmt. Viel und wenig. und immer was ich brauche GWB39,418 Götz
1 II Var [
Weislingen:] Ihr verkennt mich. [
Adelheid:] Ich nehme euch wie ihr euch gebt. [
Weislingen:] Das Ansehn trügt GWB8,65,16 Götz
2 II Und am siebenten Tage erreichten wir Lamos, die hohe wohlbefestigte Stadt. Lamos ist hier der Name der Stadt, wie es auch Bodmer nimmt GWB42
2,9,16 ErklärgsVersuchHomerstelle Übrigens
n. sie [
die Engländer] den Gebirgsbau im Sinne der Werner'schen Schule GWBN10,46,20 KingCoal N3,295,26 FlH V 12,230 UnglHausgenossen 123
uö speziell ‘n. für’ iSv halten für Nimmst du die Menschen für schlecht, du kannst dich verrechnen, o Weltmann,|Schwärmer, wie bist du getäuscht, nimmst du die Menschen für gut GWB5
1,274 XenNachl 32(88) 27,307,7 DuW II 10 5
2,398 Es hange eben nicht
uö speziell iSv etw (einen vorerwähnten Gedanken) beziehen auf, interpretieren in Richtung; in der Fügung ‘es von/auf etw n.’ Knebel hat eine Elegie des Properz recht glücklich übersetzt. Die Frauen sagen: ich könne sie gemacht haben; da sies aber auf den Charackter und nicht aufs poetische Verdienst
n.; so ists nicht sehr schmeichelhaft GWBB9,102,23 CarlAug 6.4.89 [
lat Übersetzungsübung:] [
M.:] harte Köpfe.. [
W.:] Ich will meinen lieber weich behalten [
M.:] Wie verstehestu das? [
W.:] Ich mag nicht hartnäckig werden [
M.:] Hierinnen hastu recht: allein ich nehme es von [
de..loquor] der Festigkeit der Glieder GWB38,209,17 Labores juv [1757] 6
etw in bestimmter Weise behandeln, damit umgehen, verfahren; auch ‘etw streng, in Bausch und Bogen, im ganzen n.’ ua [
parodistisches Gedicht Goethes zu einer Hochzeit] Ich..hoffte meinem Lehrer [
CAClodius]..Beifall abzunöthigen. Allein..Er nahm die Sache streng GWB27,138,11 DuW 7 weil..man seit vielen Jahren..alles nur zu Gunsten der Newtonischen Lehre in Bausch und Bogen genommen hat GWBN4,45,12 FlH VI NewtVerhältn zSoziet ein Durchscheinendes doppelt oder mehrfach genommen, wird undurchsichtig GWBN2,291,20 FlP 672 Strenge Fräulein zu begrüßen|Muß ich mich bequemen;|Mit den lüderlichen Süßen|Werd' ich's leichter
n. GWB3,142 Das Parterre spricht 4 27,117,20 DuW 7 B41,74,6 Boisserée 27.6.26
uö ‘auf oder ab genommen’ iSv praktisch betrachtet, im großen u ganzen (vgl ‘auf’ B6a) [
mBez auf den Schloßbau zu Weimar] bin ich..zufrieden, wenn nur jemand die Sache in Theilen angiebt und im Ganzen dirigirt, denn auf- oder abgenommen ist alles am Ende ganz einerley was gemacht wird GWBB12,342,20 Voigt 25.10.97
iSv ein Thema (gemäß einer bestimmten Reihenfolge) durchnehmen, abhandeln Farben..objective und subjective..Wir finden bei diesem Capitel das vortheilhafteste, die objectiven zuerst zu
n. GWBN1,163,6 FlD 390 31,37,5 ItR
‘den Ton höher n.’ iSv den Redeton (in Kraft od Stilschicht) steigern Diejenigen, die Musik machen..stehen..in der Einbildung, unter einander einig zu sein..Bei dem Ehestand hingegen ist dieß nicht..der Fall..wenn der Mann einen Ton angibt, so nimmt ihn die Frau gleich höher und der Mann wieder höher GWB25
1,161,13 Wj III 6 40,120,7 Zu Schillers und Ifflands Andenken 7
tun, auch mit Sachsubj, in zahlreichen teils abgeblaßten Fügungen mit Handlungs-, Vorgangssubst: ‘Schritte, einen Anlauf, seinen Eintritt in etw, seinen Anfang, Ablauf, Lauf, sein Ende, einen Fortgang, Gang, Fall, Schwung, Verlauf, Vorschritt, eine Wendung, Krümmung n.’, ‘Maßregeln, eine Entschließung, Vorsorge, mit jdm (eine) Abrede n.’, ‘Anstand, Umschweife, Reißaus, Zuflucht, Aufenthalt n.’, ‘Ansicht (einer Sache) n.’, ‘auf etw Bezug, Bedacht, Beschlag n.’, auch ‘an etw Anspruch, Interesse, Anstoß n.’ ua Lucerner See..die Enge, durch die der See seine Wendung nordwestwärts nimmt GWBT2,180,6 v 6.10.97 Geschichte des Colorits..wird hypothetisch genannt, weil sie nicht..auf die Natur des Menschen und den Kunstgang, den derselbe bei freier Entwicklung
n. muß, gegründet ist GWBN4,398,19 Fl AnzÜbers Von Ihnen kan ich doch nicht wegbleiben. Vergebens dass ich dencke das Wasser soll einen Fall irgend wohin
n., werd ich immer wie ein Kloz auf dem See auf einem Fleck herumgespült GWBB4,36,8 ChStein 12.5.79 [
das von der Glocke verfolgte Kind] Doch nimmt es richtig seinen Husch|Und mit gewandter Schnelle|Eilt es durch Anger, Feld und Busch GWB1,205 Die wandelndeGlocke 21 [
Kurzmitteilung des an Augenentzündung leidenden Goethe] damit unser Geschäft [
gemeinsame Angelegenheiten allg] bis zu einer bald zu wünschenden Wiederherstellung einigen Vorschritt nehme GWBB39,120,3 Meyer 17.2.25 B33,251,5 CarlAug 22.9.20 20,340,7 Wv II 11 A(WissZJena6,1956/57,MathNat 1/2,19) AeHuschke 4.2.27
uö(s auch die entspr Subst) ‘selbst an jdm Recht n.’: Selbstjustiz üben [
Rat an den einquartierten Soldaten] Sei höflich, man bedient dich schlecht,|Den Grobian zur Noth;|Und nimmt man selbst am Wirthe Recht,|Ißt man Profoßen-Brot [
im Arrest] GWB1,134 Kriegsglück 15 8
iSv erreichen, annehmen, einnehmen, in Vbdg mit subst Ausdruck eines Zustandes; auch ‘Gestalt, eine bestimmte Richtung n.’ sahen wir die jenseitigen Abhänge vor uns, zuerst höchst unerfreulich; das Gestein hatte sich verändert und eine schiefrige Lage genommen GWB25
1,110,6 Wj III 5 [G/Meyer] [
Mephisto:] Die Stellung [
Aufstellung des Heeres], seh' ich, gut ist sie genommen GWB15
1,255 Faust II 10297 meine innere Entwicklung, die eine entschiedene Richtung genommen hatte GWB26,54,27 DuW 1 Europa hatte eine andere Gestalt genommen GWB35,245,8 TuJ 1806 6,131 Vs 4 DivSprüche [
Zit s v Gestalt B1]
uö B
refl 1
sich ausnehmen, auf eine bestimmte Art und Weise wirken, sich in einer bestimmten Weise zeigen [
betr Weimarer Singschule] [
FCA]Eberwein nimmt sich recht gut. Er ist durch Ihre Hülfe in allem weiter gekommen als die die er..zu dirigiren hat, und arbeitet sich..ganz gut heraus GWBB21,147,23 Zelter 21.12.09 [
Lob für Kaysers Vertonung von ‘Scherz, List u Rache’] Die Trompeten und Paucken
n. sich herrlich am Ende des zweiten [
Aktes] GWBB7,167,11 Kayser 23.1.86 2
sich in bestimmter Weise verhalten; mit persönl od personifiziertem Subj a
sich (angemessen) benehmen, betragen Grimbart wußte sich schon in solchen Fällen zu
n. GWB50,42 ReinF III 392 [
Karlsbad] Der Sprudel..nimmt sich gegen die herbeyeilenden Gäste nicht zum höflichsten GWBB20,72,25 August 3.6.08 28,344,19 DuW 15 b
iSv sich schriftlich (über etw) auf eine bestimmte Art äußern [
betr die vielfältigen Anforderungen an Planung u Ausführung guter Wohnbauten] Wie schön sich über dieses alles Scamozzi genommen muß man aus seinem Werke [
‘L'idea della architettura universale’] selbst sehen GWBB10,361,22 Meyer 30.12.95/3.1.96 B28,291,22 Meyer 28./29.10.17 3
sich in eine bestimmte Richtung wenden, übertr ins Geistige, mit persönl Subj a
‘sich (vor etw) in Acht n.’ s ‘1Acht’ b b
Zustandspassiv ‘in sich genommen’: in sich gekehrt Der Parzen jüngste seht ihr kommen|..Ernst ist sie zwar, in sich genommen,|Doch allen Menschen hold gesinnt GWB13
1,98 Was wir bringen Halle [1814] Vs 78 [G/Riemer]
→ GWB
ab- GWB
an- GWB
auf- GWB
auseinander- GWB
aus- GWB
be- GWB
dahin- GWB
dazu- durch- GWB
ein- GWB
entgegen- GWB
ent- GWB
fest- GWB
fort- GWB
gefangen- GWB
herab- GWB
heran- GWB
herauf- GWB
heraus- GWB
herein- GWB
her- GWB
herüber- GWB
herum- GWB
herunter- GWB
hervor- GWB
hierher- GWB
*hinab- GWB
hinauf- GWB
hinein- GWB
hin- GWB
hinüber- GWB
hinweg- GWB
leicht- GWB
mit- GWB
teil- GWB
übel- GWB
überhand- GWB
über- GWB
um- GWB
unter- GWB
ver- GWB
voraus- GWB
vorlieb- GWB
vor- GWB
vorweg- GWB
wahr- GWB
weg- GWB
weiter- GWB
wieder- GWB
wunder- GWB
zu- GWB
zurück- GWB
zusammen- GWB
genehm GWB
Abschied- GWB
Besitznahme GWB
besitznehmend GWB
Besitznehmung GWB
Danknehmung GWB
Kenntnisnahme GWB
Nachnahme GWB
Rücksprachenahme GWB
Zuhilfenahme Syn zu A1a
aufnehmen ergreifen fassen hernehmen langen zu A1b mitnehmen zu A1cα einnehmen zu A1d umnehmen zu A1g ergreifen gefangennehmen zu A1h einnehmen erobern zu A1iβ einnehmen zu A1k abnehmen zu A1mα entnehmen hernehmen zu A1mβ beachten bedenken berücksichtigen zu A2a abnehmen annehmen aufnehmen empfangen hinnehmen zu A2c annehmen zu A3d entnehmen entreißen entziehen holen zu A4a heranziehen zu A4b gebrauchen verwenden zu A5 ansehen halten zu A7 machen treffen tun zu A8 annehmen erlangen gewinnen zu B1 ausnehmen(sich a.) zu B2a behaben(sich b.) benehmen(sich b.) h2nbetragen(sich b.) erzeigen(sich e.) geben(sich g.) zu B3b kehren(sich k.) Herbert KüstnerH.K.