Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
benehmen
benehmen , adimere, eripere, goth. biniman, ahd. pineman, mhd. nnl. benemen, heute meist von abstracten, nicht gern wie nehmen von sinnlichen dingen gebraucht, es heiszt einem das kleid, das pferd, die waffen nehmen, nicht benehmen, wol aber den mut, den verstand, den zweifel, verdacht, das bedenken, die freiheit, gelegenheit, hofnung, freude, lust, furcht benehmen, wofür freilich auch nehmen gesagt werden kann. nehmen drückt dann mehr ein gänzliches entziehen und rauben aus, benehmen ein hemmen, aufhalten, hindern, und in diesem sinn steht auch das licht, die aussicht, die sprache, schmerzen,…