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Ausnehmen

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Ausnehmen trs., rec.

Bd. 1, Sp. 318b
Ausnehmen, v. unregelm. (s. Nehmen). I) trs. 1) Aus einem Orte Nehmen. Vögel ausnehmen, aus dem Neste. »Die Küstenbewohner nehmen die Eier der Eidergans aus.« Funke. Einen Zahn ausnehmen, herausziehen. Das Eingeweide ausnehmen, aus einem geschlachteten Thiere. Gewöhnlicher, einen Fisch, eine Gans  ausnehmen, das Eingeweide aus denselben nehmen. — I weiterer Bedeutung, Waaren ausnehmen, aussuchen und kaufen. Uneigentlich, nicht unter andern Dingen derselben Art mit begreifen, ausschließen. Ein jeder ist hiezu verpflichtet und keiner ist ausgenommen. Alle! ich nehme keinen davon aus. Das Mittelwort der vergangenen Zeit, ausgenommen, wird in dieser Bedeutung oft allein gebraucht, um eine Einschränkung des Gesagten zu bezeichnen. Ir alle! ausgenommen Eduard. 2) Uneigentlich, mit den Augen gleichsam ausnehmen, unterscheiden, in der Fechtkunst. II) rec. Sich ausnehmen, sich von andern Dingen seiner Art im Äußern unterscheiden. Dieser Zeug, dieses Haus nimmt sich gut aus. Mit schmaler Gestalt, durch keine Kleidung erkünstelt Nimmt sie unter den Nimfen sich aus. Zachariä. Oft auch bloß für aussehen. Wir wollen doch versuchen, wie sich dies ausnimmt. Hiebei ist zu bemerken der Gebrauch des Mittelwortes der thätlichen Form, ausnehmend für vorzüglich, welcher aber mit meistbietend verkaufen, sitzender Lebensart, erstaunend viel in Eine verwerfliche Klasse gehört. Es müßte dafür ausnehmlich gesagt werden, weil ausnehmend nicht heißt, was ausgenommen wird, sondern was ausnimmt. Also nicht ausnehmend schön, sondern ausnehmlich schön. »Ire ausnehmliche Schönheit.« C. Das Ausnehmen. Die Ausnehmung. S. auch die Ausnahme.
1634 Zeichen · 35 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ausnehmen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Ausnehmen , verb. irreg. act. S. Adelung Nehmen , aus einem Orte nehmen, heraus nehmen. 1. Eigentlich. Vögel ausnehmen, …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ausnehmen

    Goethe-Wörterbuch

    ausnehmen A jdn, etw (von etw) ausschließen, nicht einbeziehen 1 von einer Regelung, Vorschrift ausnehmen; bei einer äst…

  3. modern
    Dialekt
    ausnehmenst.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    aus-nehmen st. : 1. die Sau ausnemme 'das geschlachtete Schwein ausweiden', ebenso 's Hinkel, de Has a. [allg.]. RA.: De…

  4. Sprichwörter
    Ausnehmen

    Wander (Sprichwörter)

    Ausnehmen 1. Dat nimmt sik Fransch ût, säd' Hans, un krêg de Diern bi'n Schinken. ( Holst. ) 2. Er nimmt sich aus wie in…

  5. Spezial
    ausnehmen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    aus|neh|men I vb.tr. 1 (ausweiden: in Bezug auf geschlachtete Tiere) tó daitefora, sbocarí (-rësc) 2 (ausschließen) stlü…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ausnehmen

2 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von ausnehmen 2 Komponenten

aus+nehmen

ausnehmen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ausnehmen‑ als Erstglied (1 von 1)

ausnehmen als Zweitglied (1 von 1)

Herausnehmen

Campe

heraus·nehmen

Herausnehmen , v. trs . unregelm. ( s. Nehmen ), aus einem Orte oder eingeschlossenen Raume  an sich, zu sich nehmen. Geld herausnehmen , a…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „ausnehmen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ausnehmen/campe
MLA
Cotta, Marcel. „ausnehmen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ausnehmen/campe. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „ausnehmen". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ausnehmen/campe.
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