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greifen

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GWB
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

greifen

Bd. 4, Sp. 455
greifenvereinzelt (in der Frühzeit) -ff-, Zusammenschr ‘umsichgreifend’ GWB32,410 ItR Var; auch (PartPräs) subst (einmal Kleinschr)  A intr   1 absol, allgemein: mit der Hand zugreifen, anfassen, fassen, als natürl Vermögen  so gut er [der soeben geschaffene Mensch] gleich merken mußte, daß er gehen und g. könne .. mußte er auch gewahr werden, daß er mit der Kehle zu singen .. vermöge GWB27,309,18 DuW 10   2 nach, zu, in etw (uä) langen u es berühren, fassen, (auf)nehmen (u festhalten); gelegentl absol   a mit der Hand, Tatze ua; bei unbest Obj auch als spontaner Akt  [Gemäldebeschreibung] sie [Delila] greift leise über ihn [Simson] hinweg nach einer Scheere GWB30,69,8 ItR  Riemen [des Bergführers auf dem Vesuv], in welchen der Reisende greift GWB31,29,12 ItR  G. die Kinder nicht nach allem was ihnen in Sinn fällt? AA103,7 Werth1 II~Werth2  (Knabe Lenker.) .. (Immerfort umherschnippend [Schmuck].) .. (Herold.) Wie greift und hascht die liebe Menge! GWBFaust II 5590 GWB12,139 ScherzLR II Regiebem nach 454 GWB36,69,21 TuJ 1811 mit der Nuance des Gewaltsamen, Tätlichen; einmal bildhaft vom Feuer  sie [Knaben] standen schon auf dem Sprung .. wenn ich Miene machte, nach ihren Haaren zu g. GWB26,107,11 DuW 2  wer mit Katzen ackern will | Der spanne die Mäus’ voraus .. | Es greift die Katz’ zur Maus GWB51,126 ZXenNachl VIII 598  [Epimeleia:] An das Dach greift’s [Feuer] GWBPand 853 GWBReinF XII 73 [Reinke de Vos: twysschen de ogen tasten] die konkr Bed ins Wesenhafte steigernd  [Greif:] Dem G-den ist meist Fortuna hold GWBFaust II 7103 mBez auf Imaginiertes, materiell Ungreifbares  [Erw, von Elm:] diese Gegenwart | Des schönen Bilds vor meiner Seele flieht | Nur mehr und mehr, je mehr ich nach ihm greife GWB11,309 ErwElm2 498  [Alba zu sich:] Unbezwinglicher .. wie in einen Loostopf greifst du in die dunkle Zukunft GWB8,261,14 Egm IV GWB37,222,6 FGA Poln Jude GWB21,131,27 Lj II 2~GWB51,128,16 ThS II 3 in erweitertem Sinn, mit Ausdruck verschiedener Nuancen: iSv gebrauchen, benutzen (auch in Wahlsituation)  griff ich weit lieber zu dem Bleistift [als zur ‘schnarrenden’, ‘spritzenden’ Feder] GWB29,15,2 DuW 16  mein Befinden sehr löblich .. daß ich diese Tage zu keinem ärztlichen Hülfsmittel g. müssen GWBB36,80,11 August 19.6.22 iSv erwerben  [Angebot einer antiken Statue] ein erwünschtes Gut .. ohne daß ich wagen durfte darnach zu g. GWB32,423,5 ItR Plp ‘nach dem Hut, an die Mütze g.’ iSv grüßen  Wie ich den ersten beschneiten Gipfel [Tiroler Alpen] sah, griff ich nach dem Hute GWBT1,156,28 v 7.9.86 GWB8,279,1 Egm V ‘zum Schwert, nach den Waffen g.’ iSv den Kampf aufnehmen, in den Krieg ziehen  [wohl mBez auf Mobilmachung] da alles nach den Waffen greift GWBB24,113,16 Eichstädt 19.1.14 GWB8,279,1 Egm V idWdg ‘in die Saiten g.’: ein Saiteninstrument spielen GWB2,24 DtParnaß 51 in ein Rad: hemmend, haltend, im (myth) Bild  [Königin als Proserpina:] In Ixions Rad möcht’ ich g., | Einhalten seinen Schmerz! GWB17,42,11 TriumphEmpfindsamk IV GWB52,373 Weh mir 2 iZshg mit Weltschöpfungsmythen bei personifizierender Vorstellung; einmal subst vom liebenden Sich-Verbinden der Elemente  mit eiligem Bestreben | Sucht sich was sich angehört, | .. Sei’s ein G. [>Sei’s Ergreifen GWB6,189 Vs 37], sei es Raffen | Wenn es nur sich faßt und hält! GWB6,428 Div Wiederfinden Var GWB3,77 Weltseele 13   b ins Geistig-Abstrakte übertr  α sich etw praktisch-tätig aneignen; öfter: sich etw innerlich zu eigen machen  sie [Polizei] .. wird wohl schwerlich nach dem lästigen Amte eines Censors g. A2,419,4 Votum [Anf Jan 95] K  alles fremde Literarische muß gebracht, ja aufgedrungen werden .. wenn wir darnach g. sollen, um es bequem zu genießen GWB36,41,23 TuJ 1808  da ein lernbegieriges Publikum am liebsten nach einer Lehre greift, woran es sich festhalten .. wird GWBN3,325,5 FlH V GWB24,50,13 Wj I 4 etw zu begreifen, erfassen suchen  es ist immer eins und ebendasselbe, das aber in Labyrinthen Versteckens spielt, wenn wir täppisch, hypothetisch, mathematisch, linearisch, angularisch, darnach zu g. wagen GWBN51,446,10 Regenbog~GWBB49,253,20 Boisserée 25.2.32  β sich eines Mittels, einer Möglichkeit bedienen; auch ‘nach der Ausflucht g.’  [Naturbetrachtung der Griechen] Der Bezug zu dem Ähnlichen ist das erste Hülfsmittel, wozu sie g. GWBN3,110,2 FlH II FarbBehandlg dAlt  [Faust:] Wenn ich .. | Nach allen höchsten Worten greife, [Und alle höchsten Worte greife GWBUrfaust 915], | Und diese Gluth, von der ich brenne, | Unendlich, ewig, ewig nenne .. GWBFaust I 3063  man griff zu der letzten Maßregel: von jedem Regiment mußte eine starke Anzahl Reiter absitzen GWB33,170,17 Camp  [Vermittlung zwischen G u Cotta wegen Ausg.l.H.] g. wir mit Ernst und Einigung zu gegenwärtiger Gelegenheit GWBB40,14,17 Boisserée [13.]8.25 GWBN2,134,4 FlP 232 GWBN13,47,6 BotanStudien  γ aktiv einwirken  der individuelle Dämon .... der mit unbedingtem Wollen in die Welt griff und nur mit Verdruß empfand, wenn Tyche .. in den Weg trat GWB411,219,21 Üb:Urworte GWBB36,209,3 Marianne 18.11.22 [Korr Hecker4 98] GWB26,285,23 DuW 5 rezipr: ‘eins greift ins andere’ iS eines gegenseitigen Beförderns  Ich habe den Cellini wieder vorgenommen .. Meyers Arbeit über die florentinische Kunstgeschichte rückt indessen auch vor, und eins greift ins andere GWBB13,87,26 Schiller 7.3.98  δ von einer Äußerung: emotional anrühren (u erheben)  [Seide:] Wie greift dieß Wort an mein zerrüttet Herz? [Voltaire: Que ce langage est cher à mon coeur combattu] GWB9,326 Mahomet 1130   3 ‘um sich g.’, mehrf iVbdg mit ‘(immer) weit(er)’   a sich aus-, verbreiten; vom Feuer, auch im Bild  Das Feuer greift weiter um sich! rief man GWB18, 329 Nov GWB37,213,1 FGA Sulzer,SchöneKünste [G/Merck] von natürl u gesellschaftl Phänomenen, Prozessen (mehrf von Übel, Krankheit), von literar u wiss Hervorbringungen  wenn .. die Nacht von Morgen herauf nach Nord und Süd umsich gegriffen hat GWBB2,49,1 Kestner [25.12.72]  Pietra fungaja [Schwammstein] .. eine kolossale Trüffel, deren um sich g-des Wachsthum manche fremden Körper .. in sich aufgenommen hat GWBN7,372 Morph Plp~GWBB21,404,7 Knebel 20.10.10  bei der durchgreifenden Schnelligkeit der Taxis’schen Posten .. griff dieser sittliche und literarische Verkehr bald weiter um sich GWB28,178,22 DuW 13  [Wilh üb dramat Poesie] diese weit um sich g-de Kunst befördere die übrigen sämmtlich GWB251,20,5 Wj II 8  da gerade .. das Legenden- und Heiligenfieber um sich gegriffen und alles wahre Lebenslustige aus der bildenden Kunst verdrängt hat GWBB23,243,14 Zelter 15.1.13 GWBN4,437,2 FlH Plp   b mit persönl Subj  α iSv Kenntnis, Gesichtskreis erweitern  Ich habe diese Tage immer weiter um mich gegriffen in Betrachtung der Kunst GWB32,64,1 ItR  β iSv Herrschaft, Einfluß, Handlungsraum vergrößern  [Regentin üb Alba:] er wird um sich g., denn er hat die Gewalt GWB8,235,10 Egm III  Er [Liskow] griff sodann weiter um sich und richtete seinen Spott .. gegen .. Personen und Gegenstände, die er verachtete GWB27,73,26 DuW 7  Diese Leidenschaft .. die uns aufblasen wird zum Brand, in dieser Noth werden wir um uns g., und brav seyn, und handeln .. GWBB2,274,5 Gfin Stolbg 3.8.[75] GWB21,24,25 Lj I 5~GWB51,21,14 ThS I 6   4 bei Erstreckungen: ‘g. in/über etw’   a von Naturgegebenheiten: (hinein-, hinüber-) reichen, -ragen  [Bucht von Palermo] Von Osten herauf, wo ein flächeres Vorgebirg weit in die See greift GWB31,92,23 ItR GWBN10,156,2 Üb:Keferstein GWBN1,98,20 FlD 240   b von sachl-geistigen Betrachtungen, Zuständen: in etw (Allgemeines, Ganzes) hineinreichen, vordringen  [in Marienbad] kann man an den hiesigen Barometern keine in’s Allgemeine g-de Beobachtung anstellen GWBB35,48,27 CarlAug 16.8.21 K  [mit Eckerm] Manches andere ins Ganze G-de besprochen Tgb 31.5.27 GWBB28,351,18 Voigt 25.12.17 ohne Präp: ‘tief g-d (gegriffen)’ iSv eindringend, in die Tiefe gehend 412,zu280 Neueste dtPoesie Tab~GWB421,244 Var   5 wirken, zur Wirkung kommen   a ‘aufs neue g.’, vom auflodernden Feuer  [für: appiccarsi] GWB44,211,13 Cell II 6   b Erfolg zeitigen, bes von Äußerungen, Schriften; einmal ‘bei jdm g.’  [betr frz Einquartierung] Keins von diesen Argumenten wollte bei ihm [JCGoethe] g. GWB26,135,26 DuW 3  [Ich:] die Wahrheit zu sagen .. das greift nicht immer [cela ne prend pas toujours] GWB45,135,3 RamNeffe  Das [G-s Farbenlehre] mag sich denn so in der Folge fort- und ausbilden, bis es einmal greift und Mode wird GWBB43,78,10 Boisserée 25.9.27 GWBB27,220,5 Zelter 7.11.16 GWB411,71,7 Shakesp u kein Ende   B trans   1 konkr   a ‘jdn mit Händen g.’: jdn (an)fassen  [Frankf] der Krämer liebt die engen Straßen, als wenn er den Käufer mit Händen g. wollte GWB341,242,2 ReiseSchweiz 1797 [G/Eckerm]   b ‘(sich) jdn g.’: (sich) jdn erhaschen, packen, ergreifen; auch mBez auf Tiere  [Euphor zum Chor:] Die allerschnellste [der Choretiden] | Die greif [<Ergreif] ich mir GWB152,124 Faust II Var  [Paris üb Montague:] Ich will ihn g. [nach Schlegel für: apprehend] GWB9,268 RomJul 1889  zwei junge Tauben .. sie fielen zu Boden, | .. und Reineke griff sie GWBReinF VII 169 zugl iSv festnehmen  Der Bargell sagte darauf zu einigen, sie [Schergen] sollten mich g. [che mi pigliassino] GWB43,236,14 Cell II 5 iSv rauben  [Lynkeus üb Beutezüge:] Der griff die allerschönste Frau, | Der griff den Stier von festem Tritt, | Die Pferde mußten alle mit GWBFaust II 9294f GWBFaust II 8512~GWB152,73 Helena 1800 Vs 24   c ‘ aus etw g.’: herausgreifen  Mit munterm Sinn | Griffen sie [die Kinder die Äpfel] aus dem Haufen GWB3,185 Parabol 14 Vs 5 bildhaft: ‘aus der Natur, dem Leben gegriffen’ uä, auch ‘aus der Luft gegriffen’  Glücklich aus der Natur gegriffen ist dieß Bild [‘Das Kloster’] GWB48,166,21 Ruisdael als Dichter  [‘Minna von Barnhelm’] die erste, aus dem bedeutenden Leben gegriffene Theaterproduction GWB27,107,5 DuW 7  Alle seine [JGSchummels] Geschöpfe sind aus der Luft gegriffen GWB37,215,4 FGA EmpfindsameReisen [G?] GWB27,93,2 DuW 7   d ‘Töne, Noten g.’: hervorbringen, zum Erklingen bringen; auch absol ‘falsch g.’  Violine .. auf der er [Neffe] die Töne greift [Diderot: serrant des cordes] GWB45,146,5 RamNeffe AA43,17 Werth I GWBB5,137,18 Maler Müller 21.6.81   2 (vorwiegend) geistig-seelisch   a zur Bezeichnung von Wahrnehmungs- u Erkenntnisakten; öfter (bildhaft-hyperbol) ‘mit (den) Händen g.’, mehrf neben ‘(mit den Augen) sehen’  der Übergang des Kelches in die Blumenblätter .. läßt sich mit Augen sehen und mit Händen g. GWBN6,315,20 Morph FrühEinl  Wo wir aber diese Erscheinung mit Händen g. können, indem wir sie selbst technisch hervorbringen, ist bei dem Damastweben GWBN51,303,9 EntoptFarb 34  Einschachtelung und Epigenese sind nur schwache Versuche des Verstandes, der alles mit Händen g. will GWBN13,166,9 Morph Plp  [Meph üb Lamien:] Man weiß, das Volk taugt aus dem Grunde nichts .. | Man weiß, man sieht’s, man kann es g. GWBFaust II 7718 GWB52,92,16 ThS IV 16 iSv begreifen, verstehen  Bemerkung bey den Staëlschen Liebhabern, daß die Frauen die Männer nur unter der Gestalt des Liebhabers sehen und g., ohne eine andre Eigenschaft .. gewahr zu werden GWB53,440,27 Aus Notizb  [Faust:] was der ganzen Menschheit zugetheilt .. | Will ich in meinem innern Selbst genießen, | Mit meinem Geist das Höchst’ und Tiefste g. GWBFaust I 1772 iSv künstlerisch erfassen, treffen  Ich wünsche daß er [ThKörner] seine Gegenstände [in Lustspielen] immer so richtig greife, wie in den beyden vorliegenden Stücken GWBB22,347,11 CGKörner 23.4.12 GWB32,310,6 ItR KPhMoritz,Nachahmg dSchönen [Moritz]   b von Quälendem, Belastendem: jdn emotional ergreifen, anrühren, mit bildhaftem Vergl; auch ‘etw Greifendes haben’  [Ferdinand zu Egm:] kein Ausweg .. Das quält mich, das greift und faßt mir wie mit Klauen die Brust GWB8,298,24 Egm V  [Elisab:] der Anblick dessen [Maries bzw ihres Bruders] dem wir unrecht getahn .. hat so was g-des GWB39,170,6 Götz1 V   3 abgeblaßt: ‘Platz g.’ iSv stattfinden, auftreten  daß diese Erscheinung [Farbphänomen auf Aquarellzeichnung] .. den ganzen Tag .. wegen des hohen Sonnenstandes Platz g. konnte GWBN51,310,23 Entopt Farb 40 GWBB40,303,23 Iken 23.2.26 GWBangreifen GWBaufgreifen GWBausgreifen GWBbegreifen dazu- GWBdreingreifen GWBdurchgreifen GWBdurcheinandergreifen GWBeingreifen GWBergreifen GWBfehlgreifen GWBherausgreifen GWBhingreifen GWBhinausgreifen GWBhineingreifen GWBhinübergreifen GWBherumgreifen GWBhervorgreifen GWBineinandergreifen GWBrückwärts- GWBüber- GWBübereinander- GWBum- GWBumher- GWBver- GWBvor- GWBvorwärts- weit- GWBzu- GWBzurück- GWBzusammen- GWBinbegriffen GWBvergriffen GWBwildergriffen GWBErgriffenwerden GWBErgreifer GWBErgreifung GWBbegreifbar GWBunergreifbar GWBangreifisch GWBangreiflich GWBbegreiflich GWBergreiflich GWBhandgreiflich GWBunvorgreiflichSyn zu A2a GWBanfassen GWBangreifen GWBanpacken GWBanrühren GWBergreifen GWBnehmen(in die Hand n.) GWBzugreifen zu A2bα GWBaneignen(sich a.) GWBeigen(sich zu e. machen) zueignen(sich z.) zu A2bβ GWBbedienen (sich einer Sache b.) zu A2bγ GWBeinwirken zuA2bδ GWBaffizieren GWBberühren GWBerregen zu A3a (‘um sich g.’) GWBausbreiten(sich a.) GWBgrassieren GWBverbreiten(sich v.) zu A4 GWBhineinreichen GWBragen zu A5b GWBfassen GWBreüssieren GWBwirken zu B1u2 GWBergreifen GWBfassen zu B1a GWBanfassen GWBberühren zu B1b GWBaufgreifen GWBbemächtigen(sich b.) GWBerhaschen GWBhaschen GWBfangen GWBfestnehmen GWBpacken GWBrauben zu B2a GWBbegreifen GWBerfassen GWBgewahr(g. werden) GWBgewahrenRobert CharlierR.C.
12975 Zeichen · 176 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    greifenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +3 Parallelbelege

    greifen swv. BMZ greifen, tasten Trist. Neidh. (90,13). nâch den heiden greifen Ulr. Wh. 227 b . 231 b . mit an-, be-, e…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Greifen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Greifen , verb. irreg. Imperf. ich griff; Mittelw. gegriffen; welches in doppelter Gestalt üblich ist. I. Als ein Neutru…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    greifen

    Goethe-Wörterbuch

    greifen vereinzelt (in der Frühzeit) -ff-, Zusammenschr ‘umsichgreifend’ 32,410 ItR Var ; auch (PartPräs) subst (einmal …

  4. modern
    Dialekt
    greifenst.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    greifen st. : 1. a. 'anfassen (und festhalten), ergreifen', greife (graifə) [weithin herrschend], (grifə/grǫifə) [verbr…

  5. Sprichwörter
    Greifen

    Wander (Sprichwörter)

    Greifen 1. Greif ans Rad, so geht der Karch. 2. Greiff in deinn eygnen busen. – Franck, II, 120 a ; Henisch, 1738, 35; G…

  6. Spezial
    greifen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    grei|fen (griff, gegriffen) I vb.tr. 1 (nehmen) tó (tol, tut) 2 (packen) brancé (-cia), pochené (-nëia) 3 palpé (-pa), b…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit greifen

66 Bildungen · 38 Erstglied · 22 Zweitglied · 6 Ableitungen

greifen‑ als Erstglied (30 von 38)

greifenähnlich

DWB

greifen·aehnlich

greifenähnlich , adj. : auf einem greifenähnlich verzierten thron ohne lehne sitzt Jupiter archäolog. ztg. v. Gerhard 1, 130 . — dies und da…

greifenbanner

DWB

greifen·banner

greifenbanner , n. , banner, auf dem ein greif ist: zwei der greifenbanner ( die die Pommern führten ) waren schon in die hände der Märker g…

Greifenberg

Meyers

greifen·berg

Greifenberg , 1) Kreisstadt im preuß. Regbez. Stettin, an der Rega, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Gollnow-Kolberg und der Greifenberger Kl…

greifenberger

DWB

greifen·berger

greifenberger , m. , dieb, taschendieb ( gaunerspr. ) Avé - Lallemant 4, 546 ; umdeutung von Greifenberger, bewohner der stadt Greifenberg; …

greifenblut

DWB

greifen·blut

greifenblut , n. : als dieses epitaphium mit greifenblut und dem schwerd auf einen stein geschrieben war, so gieng er schritt vor schritt se…

Greifenburg

Meyers

greifen·burg

Greifenburg , Marktflecken in Kärnten, Bezirksh. Spittal, links an der Drau, an der Südbahnlinie Marburg-Franzensfeste, hat ein Bezirksgeric…

greifenei

DWB

greife·nei

greifenei , n. : die in mittelalterlichen schatzverzeichnissen vorkommenden, zu pocalen gefaszten greifeneier sind strauszeneier Bucher real…

greifenflügel

DWB

greifen·fluegel

greifenflügel , m. : ein herrlich adeliches weib, zwen greiffenflügel het ir leib H. Sachs 7, 432 Keller; ( ein wunderbild ), welches .. ein…

greifenfusz

DWB

greifenfusz , m. : wie man den feind ( den teufel ) zu mahlen pflegt, der greiffen fusz und klauen tregt Eyering prov. cop. 1, 559 . —

greifengefieder

DWB

greifen·gefieder

greifengefieder , n. : dô hiez si im bereiteneinen kiel wunnesam mit guotem grîfengevidere,der was wol getân Wolfdietr. B 348 ; rund umher f…

greifengespann

DWB

greifen·gespann

greifengespann , n. : die göttin ... giebt sich .. als Artemis zu erkennen durch das hirschkalb .., in verbindung mit dem greifengespann ihr…

Greifenhagen

Meyers

greifen·hagen

Greifenhagen , Kreisstadt im preuß. Regbez. Stettin, an der Reglitz (einem Oderarm), Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Reppen-Stettin und der …

greifenhaupt

DWB

greifen·haupt

greifenhaupt , n. : an anderm ort kämpft Martasin mit macht, der auf dem helm ein greifenhaupt getragen Gries Bojardos verl. Roland 4, 161 .…

greifenhut

DWB

greifen·hut

greifenhut , f. : ich habe da stets an die Hesperiden gedacht, wo unter bloszer greifenhut die herrlichsten schätze und geheimnisse ruhen La…

greifen II

RhWB

greifen II Rhfrk -aif-, –ęi- [ Birkf-Idar -ē- ], Part. gegrif, –e- ; Mosfrk -ęif-, –ei-, Prät. -ef, Part. gəgref [ Saarl-Düppenw Diefflen Na…

Greifenklau

GWB

greifen·klau

Greifenklau pl: metonym für symbol dargestellte Ahnen des rhein Adelsgeschlechts (der Freiherren von Greiffenclau) [ Stammbaumdarstellungen …

greifenklaue

DWB

greifen·klaue

greifenklaue , f. bei diesem wort gestattet die gröszere zahl der belege die beobachtung, dasz die mit greif-, greifs- componierten formen d…

greifenklaue

FWB

1. ›Finger und Hand in der Form und Art eines Greifvogels‹; tropisch für eine diebische Hand; 2. ›Greifzange, Instrument zum Aufheben von et…

greifenklauig

DWB

greifen·klauig

greifenklauig , adj. , bildl. räuberisch: wie er auch der berendatzen nicht achtet, er liesz sie den schwertapigen und greiffklauigen fürste…

greifenkopf

DWB

greifen·kopf

greifenkopf , m. : da der stadt wapen ein roth gekröneter greifenkopf ist Micrälius altes Pommer land 6, 569 ; die Samier, welche .. einen g…

greifennest

DWB

greifen·nest

greifennest , n. : danach stieg unser herzog aus dem greifennest Fontane I 2, 506. —

Greifenorden

Meyers

greife·norden

Greifenorden , mecklenburg-schwerin. Verdienstorden, gestiftet 15. Sept. 1884 vom Großherzog Friedrich Franz III., hat fünf Grade: Großkreuz…

Greifenpaar

GWB

greifen·paar

Greifenpaar mythol Zwiegespann vor dem Wagen der beiden Figurationen der Adrastea (sd), hier in allegor Vignette auf die Jahrhundertwende (i…

greifenpforte

DWB

greifen·pforte

greifenpforte , f. : (Gunther) sobald der frühe mond hinabging, lösch ich sacht im brautgemach die fackel aus.dann harre mein am vorhang der…

greifenschild

DWB

greifen·schild

greifenschild , m. : und wohl vertheidigte sich Olivier, verlor er auch den greifenschild im streite Gries Bojardos verl. Roland 3, 224 . —

greifenschnabel

DWB

greifen·schnabel

greifenschnabel , m. : 1) arabesken, blumengewinde mit schmetterlingen, greifenschnäbeln und dergleichen schnörkeln Gutzkow 9, 254. 2 ) gryp…

Greifensee

Meyers

greifen·see

Greifensee , See im schweizer. Kanton Zürich, 437 m ü. M., etwa 6 km lang, bis 33 m tief, 8,58 qkm groß, hat flache Ufer und fließt durch di…

greifensessel

DWB

greifen·sessel

greifensessel , m. : dem lager nah im greifensessel lehnt sich Isold' Immermann 13, 156 Hempel. —

greifen als Zweitglied (22 von 22)

abgreifen

DWB

abgreifen , attactu deterere, durch angreifen abnützen. der hut, die mütze ist abgegriffen.

angreifen

DWB

ang·reifen

angreifen , arripere, apprehendere, nnl. aangrijpen, eigentlich mit der hand, dem fusz, der klaue, dem schnabel an etwas greifen: ich greife…

aufgreifen

DWB

auf·greifen

aufgreifen , arripere, surripere, nnl. opgrijpen: geld von der erde aufgreifen; einen fliehenden verbrecher aufgreifen; ich habe ihn unterwe…

begreifen

DWB

beg·reifen

begreifen , ahd. pikrîfan, bigrîfan, mhd. begrîfen, nnl. begrijpen, geht, wie das einfache greifen, ursprünglich blosz auf die berührung mit…

durchgreifen

DWB

durch·greifen

durchgreifen , 1 1. durch eine öffnung greifen. der knabe machte eine öffnung in der hecke, griff durch und pflückte blumen im garten des na…

eingreifen

DWB

ein·greifen

eingreifen , nnl. ingrijpen, schw. ingripa, dän. indgribe. 1 1) coire, die schraube, das rad, der kamm greift nicht ein, fällt nicht ein; nn…

ergreifen

DWB

ergreifen , arripere, erfassen, goth. kein usgreipan, aber undgreipan, auch ahd. kein starkes argrîfan, irgrîfan, nur ein schwaches irgreifô…

fehlgreifen

DWB

fehl·greifen

fehlgreifen , labi in tactu, misgreifen, daneben greifen, irren: diesmal hat Uriel gewaltig fehlgegriffen. Göthe 14, 162 .

gegreifen

KöblerMhd

gegreifen , sw. V. nhd. „greifen“, betasten Q.: WvÖst (1314) (FB gegreifen) E.: s. ge, greifen W.: nhd. DW-

kurzgreifen

RDWB1

kurz·greifen

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Mḯßgreifen

Adelung

miss·greifen

Mḯßgreifen , verb. irreg. neutr. (S. Adelung Greifen ,) welches das Hülfswort haben erfordert, fehl greifen, das Ziel im Greifen versehen. M…

mißgreifen

DRW

mißgreifen, v. auch refl. I gegen das Gesetz verstoßen, mißhandeln (I), auch: sündigen, eine Straftat mißgreifen eine Straftat verüben si pe…

nachgreifen

DWB

nach·greifen

nachgreifen , verb. intransitiv, insequi prehendo Stieler 700 ; einem nachstellen oder nachgreifen, auf ihn fahnden. Baumann quellen 2, 195 …

umgreifen

DWB

umgreifen , vb. A A. untrennbar. A@1 1) rings umgreifen, umfassen, in der gegenwart vornehmlich von der hand, ältere sprache dagegen verwend…

Umsichgreifen

Wander

Umsichgreifen A grefft um sich wie a Flêscher. – Robinson, 288; Gomolcke, 27. »A hat an gude Posaune, mit dar a schune a wing rackarn koan. …

vergreifen

DWB

ver·greifen

vergreifen , n. substantivischer infinitiv des vorigen mit den verschiedenen bedeutungen des zeitwortes; so im anschlusse an nr. 2: da zu in…

vorgreifen

DWB

vor·greifen

vorgreifen , verb. , s. fürgreifen th. 4, 1, 1, sp. 737; mhd. vor-, vürgrîfen Lexer 3, 468 ; 585; praecarpere vorgriffin Diefenbach gl. 451 …

zergreifen

DWB

zer·greifen

zergreifen , verb. , durch vieles greifen abnutzen: eine alte wohl zugriffene und wohl abgentzte bibel V. Herberger Jes. Sirach 376 a ; der…

zugreifen

DWB

zug·reifen

zugreifen , v. , mhd. zuogrîfen mhd. wb. 1, 570 a ; Lexer 3, 1183 , in einer bestimmten richtung greifen, verdeutlicht und verstärkt greifen…

zurückgreifen

DWB

zurueck·greifen

zurückgreifen , v. : wir ... müssen ... ziemlich tief in die geschichte der vorzeit z. Moltke 2, 175 ; man hatte wieder zum flegel zurückgeg…

â|greifen

MWB

â|greifen swV. Bedeutung unklar: des vater swert âgreifet ûf Hügelîn unt ûf des rîches haz RvZw 135,3; die Erläuterung ‘greift fehl, gleitet…

Ableitungen von greifen (6 von 6)

begreifen

DWB

begreifen , ahd. pikrîfan, bigrîfan, mhd. begrîfen, nnl. begrijpen, geht, wie das einfache greifen, ursprünglich blosz auf die berührung mit…

ergreifen

DWB

ergreifen , arripere, erfassen, goth. kein usgreipan, aber undgreipan, auch ahd. kein starkes argrîfan, irgrîfan, nur ein schwaches irgreifô…

gegreifen

KöblerMhd

gegreifen , sw. V. nhd. „greifen“, betasten Q.: WvÖst (1314) (FB gegreifen) E.: s. ge, greifen W.: nhd. DW-

Mḯßgreifen

Adelung

Mḯßgreifen , verb. irreg. neutr. (S. Adelung Greifen ,) welches das Hülfswort haben erfordert, fehl greifen, das Ziel im Greifen versehen. M…

vergreifen

DWB

vergreifen , n. substantivischer infinitiv des vorigen mit den verschiedenen bedeutungen des zeitwortes; so im anschlusse an nr. 2: da zu in…

zergreifen

DWB

zergreifen , verb. , durch vieles greifen abnutzen: eine alte wohl zugriffene und wohl abgentzte bibel V. Herberger Jes. Sirach 376 a ; der…

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APA
Cotta, M. (2026). „greifen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/greifen/gwb
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Cotta, Marcel. „greifen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/greifen/gwb. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „greifen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/greifen/gwb.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
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