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begreiflich

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

begreiflich

begreiflich

begreifen Vb. ‘verstehen, geistig voll erfassen, umfassen, einschließen’. Ahd. bigrīfan (8. Jh.), mhd. begrīfen, mnd. begrīpen, nl. begrijpen bedeuten ursprünglich ‘ergreifen, betasten’, auch ‘umfassen, enthalten’ (zur Herkunft s. greifen). Schon in ahd. Zeit, wo es lat. comprehendere ‘begreifen’ übersetzt, später vor allem bei den Mystikern, erfährt das Wort eine Bedeutungserweiterung, indem körperliches ‘Greifen, Fassen’ auf geistige Aneignung, ‘mit dem Verstande erfassen, verstehen’, ausgedehnt wird. – Begriff m., mhd. begrif ist zu begreifen im Sinne von ‘umfassen, enthalten’ gebildet und bedeutet ‘Umfang, Bezirk, Umfang und Inhalt einer Vorstellung’, ferner ‘Zusammenfassung, kurzer Auszug’. Begriff kommt durch die philosophischen Aufklärer Wolff und Thomasius allgemein in Gebrauch; Begriff und Vorstellung werden in der philosophischen Terminologie bald gegeneinander abgegrenzt, so daß Begriff die heute vorherrschende Bedeutung ‘wesentliche Merkmale einer Sache oder einer Gruppe von Erscheinungen, die zu einer gedanklichen Einheit zusammengefaßt sind’ erhält. begreiflich Adj. ‘verständlich’ ist aus mhd. begrīflich ‘faßbar, leicht fassend, begreifend’ hervorgegangen, während begrifflich Adj., vom Substantiv abgeleitet, ‘einen Begriff, eine gedankliche Einheit betreffend’ bedeutet (17. Jh.). begriffsstutzig Adj. ‘schwerfällig im Begreifen, schwer von Begriff, verdutzt’ (Mitte 19. Jh.), s. stutzen; anfangs oft mit Umlaut begriffsstützig.
1462 Zeichen · 28 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Begreiflich

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Begreiflich , -er, -ste, adj. et adv. was sich mit dem Verstande begreifen läßt. Eine begreifliche Sache. Das ist leicht…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    begreiflich

    Goethe-Wörterbuch

    begreiflich vereinzelt -ff- A verstehbar 1 erfaßbar, der Erkenntnis u der sinnl-anschaul Erfahrung zugänglich Er [ der O…

  3. modern
    Dialekt
    begreiflichAdj.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    be-greiflich Adj. : kaum gebräuchlich, im Gegensatz zu unbegreiflich . Rhein. II 1382 .

  4. Spezial
    begreiflich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    be|greif|lich adj. da capí, da intëne, plausibl (-i, -a). ▬ begreiflich machen stlarí; splighé ; aus begreiflich en Grün…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit begreiflich

6 Bildungen · 3 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von begreiflich 3 Analysen

be- + greiflich

begreiflich leitet sich vom Lemma greiflich ab mit Präfix be-.

Alternativen: begreifeln+-lich be-+greif+-lich

begreiflich‑ als Erstglied (3 von 3)

begreiflichheit

FWB

1. ›Erkenntnisfähigkeit, Erkenntnisvermögen‹; 2. ›Geräumigkeit, Aufnahmevermögen von etw. räumlich Vorgestelltem‹

begreiflichkeit

DWB

begreiflich·keit

begreiflichkeit , f. wiederum, 1 1) capacitas: die natur schicket sich nicht nach unserm kopf oder begreiflichkeit. Laurenberg acerra 489 . …

begreiflich als Zweitglied (2 von 2)

sinnbegreiflich

DRW

sinn·begreiflich

sinnbegreiflich, adj. gut wahrnehmbar, offenkundig da mag man wol sagen, das es ein euident sinnbegreifflich factum ist, inn krafft dessen s…

unbegreiflich

DWB

unbe·greiflich

unbegreiflich , adj. adv. , im allgemeinen gegentheil von begreiflich , das seltener und in manchen fällen nur rückbildung ist; incomprehens…

Ableitungen von begreiflich (1 von 1)

unbegreiflich

DWB

unbegreiflich , adj. adv. , im allgemeinen gegentheil von begreiflich , das seltener und in manchen fällen nur rückbildung ist; incomprehens…