Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
greiflich adj.
greiflich , adj. , was sich fassen, sinnlich oder geistig wahrnehmen läszt; mhd. noch selten ( vgl. u. 1; passional 733 b Köpke ohne citat ) ; im 16. jh. in blüthe; im 18., mehr noch im 19. jh. zurückgehend, heute fast erstorben; schon bei Adelung 2, 794 als ' ein im hd. unbekanntes wort ' bezeichnet; den ersatz übernehmen z. th. handgreiflich ( erst im 18. jh. häufig, vgl. th. 4 2 , 391) und das noch jüngere greifbar ( vgl. sp. 13). in älterer sprache erscheint zuweilen eine erweiterte form: offenliche und griffenliche lugen Staub-Tobler 2, 721 ( a. 1589); vgl. unbegrîfenlich myst. 2, 536, 40…