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kinn

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DWB
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13 in 13 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

kinn

Bd. 11, Sp. 774
kinn , n. mentum, ahd. chinni, mhd. kinne, wie noch im 15. 16. jh. vorkommt (Dief. 357a), in md. mundarten noch jetzt (sächs.), wol auch nd. neben kinn nach kinnewipken kinn in der kindersprache (brem. wb.), aus alts. kinni; nl. kin, früher auch noch kinne (Kil.), ags. cinne, cin, altengl. chinne, chene, engl. chin; altn. kinn, schwed.n. kind, goth. kinnus. die worte, im stamme alle gleich, zeigen aber starke abweichungen in geschlecht und bedeutung. [] 11) Formen und geschichte. 1@aa) alle drei geschlechter sind vertreten. neben dem n. gilt nhd. auch ein masc.: mentum, der kin. Trochus prompt. Lpz. 1517 N 2b, der verf. war aus Anhalt. ebenso nd.: mento, de einen groten langen kin heft. Chytraeus nom. (Hamb. 1594) 106, mentum de kinn 94; noch jetzt, z. b. en dubbelten kinn hebben Schütze 2, 259. auch hochd. noch im 17. jh.: ein lange nase und spitzer kinn, da sitzt der teufel in. Fr. Petri sprichw. (1605) bei Hoffmann spenden zur literaturg. 1, 17; gesunken war der kin ihm auf die brust hinunter. Dietrich v. d. Werder Ariost 23, 193, 5; und küss auch diesen kinn, vor den du so gestritten. Greflinger Cid (Hamb. 1679) C 8b. Adelung erwähnt das m. als noch mundartlich, es wird alt und echt sein. Er gibt aber auch ein fem. als landsch. an, und sächs., auch ostthür. ist wirklich die kinne vielfach herschend unterm volke; fem. sind auch die nord. wörter (doch norw. auch n., schw. auch m.), fem. das nl. und goth. kinnus. auch das alts. kinni 98, 18. 24 ist nach einer lesart entweder masc. oder fem. (Heynes Heliand 241b), nach der andern n. 1@bb) das goth. wort bedeutet vielmehr wange, backe, ebenso die nord. wörter (und nur so), und auch hd. musz die bed. vorhanden gewesen sein nach der zusammensetzung kinnbein, d. i. backenknochen. ja noch im 17. jh. findet sich höchst merkwürdig kinn so: nim deines vaters kuss, und küss auch diesen kinn, vor den du so gestritten, denn dieser hat die schmach vons grafens hand gelitten. Greflinger Cid C 8b, es kann doch nur von einem backenschlag die rede sein. mit dieser bed. entspricht denn lat. gena wange, breton. gén f. merkwürdig im vocal nl. koon f. wange. 1@cc) das alts. wort dagegen bedeutet kinnlade: antklemmi imu (dem fische) thiu kinni Hel. 3205, klemme ihm die kinnbacken auseinander, den rachen. dieselbe bed. zeigt sich denn auch ahd. in 'chinne (pl.) maxillas' und 'chinni malas' Graff 4, 450, sie wird auch in kinnbacken, kinnlade, kinnreff vorliegen, sicher in kinnzahn backzahn. mit dieser bed. entspricht gr. γένυς (pl. γένυες Hom. wie das alts. kinni pl.), abgeleitet γένειον kinnlade, aus dem skr. vermutlich banus maxilla, s. Curtius griech. etym. 1, 272. 2, 102. 1@dd) die bed. kinn aber ist auch ahd. schon vorherschend, nach den gl. zu urtheilen, und gilt nun nl. engl. wie nhd. allein, urverwandt entspricht mit gleicher bed. kymr. gen f. dieser wechsel der bedeutungen, der ja sachlich nur eine leichte verschiebung ist, erscheint ebenso bei käu sp. 305, eig. kinnlade, jetzt auch kinn; bei engl. cheek wange, ags. ceác aber kinnlade, nl. kaak kinnlade und wange. schon gr. γένειον, γένυς sind zugleich kinnlade und kinn, γενειάς kinn und wange, und unser kinnbacke, kinnbein selbst waren zugleich kinn (s. kinnbacke 2). Die älteste bed. aber möchte kinnlade sein, entweder als die kauende, zermalmende gedacht (s. Diefenbach goth. wb. 2, 454 unten), oder als die den mund öffnende, wo dann kinn mit keimen in seinen nebenformen (s. sp. 455), auch mit gähnen stammverwandt sein könnte (s. Pauli in Kuhns zeitschrift 14, 98). 1@ee) unser engeres gebiet gibt aber noch mehr zu betrachten. vor allem eine merkwürdige nebenform kömmel m. kinn im Siegerlande, de kömmel rîwe das kinn reiben (H. Schütz Siegener progr. 1848 17a), in der Wetterau, am Rhein einem den kümmel reiben, ihn derb tadeln Diefenb. goth. wb. 2, 452, Kehrein 250 (zur sache s. aus Simpl. u. 2, c); auch in Pommern kimmeldôk 'der tuch den man bei zahnschmerzen unter dem kinn die backen hinauf bindet' Dähnert 226a. diesz nd. i scheint glaubhafter als jenes ü, ö (doch vgl. g, β), kimmel wird mit kinn vermittelt durch kimme fischkieme, s. sp. 682 (vgl. kinni vom fische unter c und dazu kinnbacke 3), diesem kimme entspricht isl. kiammi kinnbacke, wie dessen nebenform kianni (auch skianni wange) unserm kinn. 1@ff) nhd. kinn wird früher oft kien geschrieben, so im voc. pred. (Dief. 357a), bei Fischart Garg. 136a (s. 2, b), Dasypodius im lat. theil (neben kinn), kienback voc. opt. Lpz. 1501 Q 5a, ja kien noch bei Comenius orb. p. 1, 80. 81 (1740), kienbacken Rädlein 534a, noch Frisch hat im franz. wb. (1719) kien, kienbacken, kienkette (im deutschen 1741 kinn). ebenso kihn Junius nom. 21b: zertheilet ihm auf einem streich das kihn und auch die stiren weich. J. Spreng Aeneis 435a u. ö.; eh von dem ersten zarten haar sein junges kihn bedöcket war. Weckherlin 455 (2, 11, 4). [] Maaler hat kine 243d, Fris. 815b kyne, gen. kynes (Denzler aber kinne). das alles scheint doch mehr als mundartliche ausartung, es kann für eine alte nebenform kin, kine (ahd. chini?) sprechen; vgl. ahd. chinibain Mones anz. 7, 589, 60, kinibacho Graff 3, 29. zu kine stimmt nd. nrh. kene in kenebacke (s. kinnbacke), auch altengl. chene Halliw. 244a. kien ist noch landschaftlich, z. b. in der Wetterau; vgl. östr. kjen Höfer 2, 134. ganz merkwürdig aber kein Dief. s. v. mentagra, keinbacke Dief. 80c (s. kinnbacke 3). 1@gg) noch ein paar nebenformen. 1@g@aα) chind, kind Dief. 357a, chindpachen, kindback Mones anz. 7, 162, Dief. 346b, kindeback 228b; das ist wie rind für rinne, band für bann 1, 1098 (auch bei Keisersb. christl.n. ee 3b), mand für man (selbst pl. mänder für männer H. Sachs 5, 257a im reim), künden und kenden für können, kennen; das kinn heiszt noch schweiz. kind Tobler 105a. schon ahd. einmal chindeszant (dens) genuinus Graff 5, 685 für chinnizant. vgl. Weinhold al. gr. s. 145. 1@g@bβ) kün in künlin kinnchen Hätzl. 188a, künback Dasypodius, kühnbacken Faber (1686) 1423. vgl. noch bei Gryphius könbacke und im 15. jh. merkw. kunne mentum Dief. 357a, vgl. sp. 665 unten. 1@g@gγ) kinge kärnt. Lexer 158, küng appenz. Tobler 105a, das ng wol nur aus nasaler aussprache des nn (Weinhold al. gr. s. 171); vgl. schwed. kinka gleich kind, wange Rietz 319b, kjunk 320a. 22) Nhd. kinn, gebrauch. 2@aa) spitzig kinn, rauches, zittericht kinn (wackelkinn Musäus), gespalten kinn Stieler 958; und ir ir kin ist wol gespalten. fastn. sp. 265, 26; zwai äuglein braun, darzue ein kurz kin, ain grüeblein darin. weim. jahrb. 2, 101; lange nas und spitzes kinn, da sitzt der satan leibhaft drin. Simrock spr. 7421, vgl. 5661, s. myth. 1029; unter einem kahlen kinn steckt selten witz und sinn. Simpl. 1, 236, aber auch: mancher hat mehr am kinne als im sinne. exemplar. priester Lpz. 1690 187; sauber hat sie den saum des hemdes zur krause gefaltet, die ihr das kinn umgibt, das runde, mit reinlicher anmuth. Göthe 40, 285. 296, vgl. apfelkinn. doppelt kinn, doppelkinn, unterkinn (vgl.kelch sp. 504, künze): doppelt dein kinn, und die augen geengt von fleisch. Voss (1825) 2, 139. id. 12, 65; von einem doppelten kinn auf einen doppelten geldsack (schlieszen). Gotthelf 3, 97. 2@bb) einem das kinn streichen, streicheln, derber zupfen, hätschelnd, schmeichelnd, wie einem um den bart gehn (vgl. d): dô was der maget hand an ir vater kinne, si bat in vil sêre. Gudr. 386, s. auch Lichtenst. 365, 8. Lohengr. 7226. Renner 6307; (Julia) zu Leonoren, der sie das kinn streicht: 'trösten sie sich, mein kind!' Schiller 153a; wenn ich das kinn dir streichelte, fröhlicher laune verschenktest du gold und juwelen. Voss (1825) 2, 17. id. 2, 7; halset und küsst in .. zopft im das kien, klopft im den hindern. Fischart Garg. 136a (248). das heiszt bair. kinneinzeln, mit einem zärtlich thun, d'mueder kineinzelt midn kind. Schm. 2, 305 (doch s. auch künzeln). letzteres, nur mit dem ohr anders aufgefaszt, ist wol kinhänseln, das Rädlein 521b unter kälbern, schäkern, scherzen, gumpen aufführt. 2@cc) das kinn mit einer reiben, küssen, lieben mit beigeschmack des mutwilligen schäkerns: oder hätte es seine frau also haben wollen (dasz er keinen bart trüge), weil etwa vor kurzem ein junger fletschenmaul (bartloser) das kinn (höret recht, ich sage nicht das knie) mit ihr gerieben und ihr des Jacobs haut besser als des Esaus gefallen? Simpl. (1713) 3, 584. vgl. unter 1, e den kömmel reiben, zusetzen (der scherz umgeschlagen in ernst), wie einem den bart putzen u. a. 1, 1142. 2@dd) bart und kinn sind aber mehrfach ganz gleichbedeutend, aus der zeit her da man an männern nur bebartete kinne sah: ich gewinne alsülhen (grauen) lok, und ein grâweʒ kinne als ein bok. MSH. 3, 324a. Walther xvii, 40; ja, sprak Ysegrim binnen deme kinne ('in den bart hinein'), so dat men dat nouwe (kaum) vorstunt. Rein. vos 5420; her Isegrim sprac bî den kinne. Reinaert 6078, in der hd. übers. (Frankf. 1583 167a) heimlich er murret. in einem altengl. liede schwört einer bi ys chyn, bei seinem barte F. Wolf lais, sequ. und leiche 458. Umgekehrt wird das kinn [] landsch. bart genannt ( Adelung), z. b. im sächs. Voigtlande, wo das volk kein andres wort für kinn kennt, auch bei frauen, kinn lernen die kinder in der schule kennen. ebenso am Mittelrhein bart kinn, auch bei kindern und frauen (Kehrein 62); in der Wetterau wol auch, denn das doppelkinn heiszt da doppelbart. vgl. kinnbart 2 und 1, 1141 unten Gökingk. auch griech. γένειον, γενειάς bezeichnet sowol kinn als bart, span. port. ist barba, böhm. sloven. brada das wort für kinn wie für bart. 2@ee) daher selbst kinn statt des trägers, wie knasterbart u. a.: manch altes weibchen kam am stabe (zum 'quell der jugend'), und manch mit reif bedecktes kinn (graubart) erschien daselbst und ward ein knabe. Lichtwer fab. 3, 11. 2@ff) auch von thieren, z. b. kinn eines pferds, pferdkinn Rädlein. s. ebenso kinnbacken, kinnbein. 33) Übertragen auf die äuszere welt, wie andere körpertheile, besonders am kopfe. 3@aa) kinn heiszt an den regenrinnen (wie sie früher vom dache hervorragten) das vorderste herabhangende stückchen leiste. Adelung. 3@bb) in der baukunst die untere weit vorstehende fläche z. b. der kranzleiste, welche unter allen gliedern des hauptgesimses am weitesten vorspringt. Campe, Hübner handlungslex. 1727 (kinne), es liegt neben der kehle (5) wie am menschlichen körper und sieht alt aus, vgl. kragstein. 3@cc) im schiffsbau heiszt kinn und kinnback, nl. kin, kinnebak das vordere ende des kiels, woran der vorsteven stöszt. Röding 1, 831. das hintere ende heiszt hiel, hieling, engl. heel, d. i. ferse, wie bei einem schwimmer das kinn und die fersen vorn und hinten vorstehen und im wasser arbeiten. 44) Von den älteren bed. unter 1 zeigen sich noch versprengte reste im nhd. 4@aa) wange, s. 1, b. 4@bb) noch merkwürdiger maul, mund im 16. jh.: er (der vogel) flog ihr auf die händ mit klugem liste, den zetel fellt er (liesz fallen) zwischen ihre brüste ... wann (doch) sie zerrisz mit ihrem kyn den zetel gut. Körners hist. volksl. 208, es kann ja nur der mund gemeint sein (vgl. Lichtenberg unter kinnlade). so bedeutet käu maul, 'faux', aber auch kinn (eig. kinnbacke), und alts. kinni pl. unter 1, c den fischrachen. man nahm aber auch faux für kinnbacke, s. d. 2, b. auch kinn fischkieme kann in kinlein enthalten sein, s. kinnbacke 3.
11491 Zeichen · 374 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–14. Jh.
    Altnordisch
    kinnst. F. (u?)

    Köbler An. Wörterbuch

    kinn , st. F. (u?) nhd. Wange Vw.: s. -skjōni Hw.: s. kinnungr, kjanni, knē; vgl. got. kinnus*, ae. cinn, as. kinni*, ah…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kinn

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Kinn , des -es, plur. die -e, Diminut. das Kinnchen, Oberd. Kinnlein, eine jede Hervorragung an einem Körper. 1) Übe…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kinn

    Goethe-Wörterbuch

    Kinn a Teil des menschlichen Gesichtes; auch differenziert hinsichtlich Beschaffenheit u (physiognomischer) Wirkung als …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kinn

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Kinn ( Mentum, Genion ), bei den Säugetieren der mittlere, rundliche Vorsprung am untern Ende des Gesichts, der vielfach…

  5. modern
    Dialekt
    Kinnn.

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    ElsWB PfWB RhWB Kinn [khìn fast allg.; khen Bo. D. Si. — Pl. gleich] n. Kinn.

  6. Sprichwörter
    Kinn

    Wander (Sprichwörter)

    Kinn 1. Ein glattes Kinn ist den Weibern lieber als ein glatter Kopf. – Kotzebue, Gedanke (Berlin 1819), S. 4. Dieser Be…

  7. Spezial
    Kinn

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kinn n. (-[e]s,-e) ‹anat› montun (-s) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kinn

260 Bildungen · 217 Erstglied · 42 Zweitglied · 1 Ableitungen

kinn‑ als Erstglied (30 von 217)

Kinnbacke

SHW

Kinn-backe Band 3, Spalte 1311-1312

Kinnbein

SHW

Kinn-bein Band 3, Spalte 1311-1312

Kinngegend

SHW

Kinn-gegend Band 3, Spalte 1311-1312

Kinnkette

SHW

Kinn-kette Band 3, Spalte 1313-1314

Kinnlade

SHW

Kinn-lade Band 3, Spalte 1313-1314

Kinnzahn

SHW

Kinn-zahn Band 3, Spalte 1313-1314

kinnader

DWB

kinn·ader

kinnader , f. ader am kinn oder kinnbacken, s. DWB käuader : lasz ihm schlahen die kinnadern. Paracelsus 1, 727 a .

Kinnaird

Meyers

Kinnaird (spr. kinnǟrd), Dorf in Stirlingshire (Schottland), am Cannore, Geburtsort des Reisenden Bruce, mit (1891) 255 Einw.

Kinnamos

Meyers

kinn·amos

Kinnamos ( Cinnamus ), Johannes , byzant. Geschichtschreiber, geb. um 1145, wurde Geheimschreiber des Kaisers Manuel Komnenos, begleitete di…

kinnarr

KöblerAn

kinn·arr

kinnarr , st. M. (a) nhd. Adler L.: Vr 309b

Kinnback

MeckWB

kinn·back

Wossidia Kinnback f. Kinnbacke, Unterkieferknochen: 'Wo whe deit my de kennebacke!' Omich. in Nd. Jb. 54, 48; maxilla 'Kennebacken' Chytr. 1…

Kinnbackblock

RhWB

kinnback·block

Kinn-backblock Rheinschiff m.: einscheibiger Bl., dessen Beschlag seitlich zum Hineinlegen des Taues geöffnet u. geschlossen werden kann.

kinnbacke

DWB

kinn·backe

kinnbacke , kinnbacken , m. auch kinnbacke f. md., maxilla. kinn und backe bezeichneten beide allein die kinnlade ( s. kinn 1, c, wegen back…

Kinnbacken

Pfeifer_etym

kinn·backen

Kinn n. ‘Gesichtsvorsprung am Unterkieferknochen’. Die zum Teil in andere Deklinationsklassen übergetretenen bzw. (im Dt. und Nl. zum ja-Sta…

kinnbackendrüse

DWB

kinnbacken·druese

kinnbackendrüse , f. glandula maxillaris, in der physiologie, ebenso kinnbackengrube fossa maxillaris, eine vertiefung im kinnbacken, kinnba…

Kinnbackendrueseⁿ

Idiotikon

Kinnbackendrueseⁿ Band 14, Spalte 1346 Kinnbackendrueseⁿ 14,1346

Kinnbackenhöhle

Campe

kinnbacken·hoehle

Die Kinnbackenhöhle , Mz. die — n , in der Zergliederungskunst, eine gewisse Aushöhlung des Kinnbackens (Sinus maxillaris s. Antrum Highmori…

Kinnbackenknaken

MeckWB

kinnbacken·knaken

Wossidia Kinnbackenknaken m. Kinnbackenknochen: einen dei Kinnbackenknaken utlösen jem. verprügeln Ro Rostock@Ribnitz Ribn .

kinnbackenschlag

DWB

kinnbacken·schlag

kinnbackenschlag , m. alapa, colaphus. gemma Straszb. 1518 A 6 b , nl. kinnebackslagh Kil., wie backenschlag, s. kinnbacke 2, c.

kinn als Zweitglied (30 von 42)

*meskinn

KöblerAn

*meskinn , Adj. nhd. genau nehmend Vw.: s. ū- L.: Vr 385b

*storkinn

KöblerAn

*storkinn , Adj. nhd. steif? Vw.: s. blōð- Hw.: s. storkna E.: s. storkna L.: Vr 551b

*vrekinn

KöblerAn

*vrekinn , st. M. (a) Vw.: s. rekinn (1)

apfelkinn

DWB

apfel·kinn

apfelkinn , n. mala, gena, die vorstellung der wange und des kinns mischen sich, kinn ist dem worte nach gena und ein bezug von mala auf mal…

birkinn

KöblerAn

birk·inn

birkinn , Adj. nhd. Birken-, von Birkenholz Hw.: s. bjǫrk, birki L.: Vr 37b

blōðstorkinn

KöblerAn

blōðstorkinn , Adj. nhd. von Blut steif Hw.: s. storkinn L.: Vr 551b

doppelkinn

DWB

doppel·kinn

doppelkinn , n. ein fleischiger ansatz unter dem kinn, der es als ein doppeltes erscheinen läszt.

drukkinn

KöblerAn

druk·kinn

drukkinn , Adj. nhd. getrunken habend, betrunken Hw.: s. drukna; vgl. ae. drunken (2), as. *drunkan?, ahd. trunkan*, afries. *drunken E.: ge…

erfskinn

KöblerAn

erf·s·kinn

erfskinn , st. N. (a) nhd. Vielfraßpelz Hw.: s. jerfr, skinn L.: Vr 104a

frœkinn

KöblerAn

frœkinn , Adj. nhd. kühn Hw.: s. frœkn E.: s. germ. *frōkna-, *frōknaz, *frōknja-, *frōknjaz, Adj., mutig, kräftig, dreist; idg. *preg-?, Ad…

fīkinn

KöblerAn

fīkinn , Adj. nhd. begierig Hw.: s. fīkjast, fīkr L.: Vr 119b

glattkinn

DWB

glatt·kinn

glattkinn , n. , bartloses kinn, wie unter glatt B 6: seine beiden in nebenregenbogen der augbraunen versetzten backenbärte ( erinnerten ) a…

glatzkinn

DWB

glatz·kinn

glatzkinn , n. , medizinisch, mentagra, eine flechte am kinn, vorzeichen des glatzkopfes ( s. dort 2) allg. dtsche bibl. (1765) 102, 23; Nem…

gullrekinn

KöblerAn

gullrekinn , Adj. nhd. goldgeschmückt, mit Gold geschmückt Hw.: s. rekinn (2) L.: Vr 440b

hlœkinn

KöblerAn

hlœkinn , Adj. nhd. zärtlich, verwöhnt L.: Vr 241b

hnakkaskinn

KöblerAn

hnakkaskinn , st. N. (a) Hw.: s. nakkaskinn

hokinn

KöblerAn

hok·inn

hokinn , Adj. nhd. krummgebogen Hw.: s. hūka E.: s. hūka L.: Vr 247a

hrāskinn

KöblerAn

hrāskinn , st. N. (a) nhd. Zufluchtsort, Schlupfwinkel, Aufenthaltsort ÜG.: lat. perfugium L.: Baetke 271

hækinn

KöblerAn

hækinn , Adj. nhd. gierig Hw.: s. Hækingr L.: Vr 276b

Kaffekinn

MeckWB

kaffe·kinn

Wossidia Kaffekinn n. Doppelkinn: de Ollsch hett sick 'n Kaffekinn anpunscht Schw Pinn.

kahlkinn

DWB

kahl·kinn

kahlkinn , n. bartloser mensch, gelbschnabel: ein Bolingbroke fällt unter die hände seiner knaben, sie schreien kahlkopf über ihn, die kahlk…

kækinn

KöblerAn

kækinn , Adj. nhd. grob, unhöflich L.: Vr 341b

nakinn

KöblerAn

nak·inn

nakinn , Adj. nhd. nackt Hw.: s. nøkkvi; vgl. got. naqaþs, ae. nacod, ahd. nakkot*, afries. naked E.: s. germ. *nakana-, *nakanaz, *nakwada-…

nakkaskinn

KöblerAn

nakkaskinn , st. N. (a) nhd. Fell zur Fütterung I.: Lw. lp. nakke E.: s. lp. nakke L.: Vr 404a

Oberkinn

Campe

ober·kinn

Das Oberkinn , — es, Mz. — e , das obere Kinn, welches das wahre eigentliche Kinn ist, zum Unterschiede vom Unterkinne , welches auch Kehlbr…

Ableitungen von kinn (1 von 1)

kinne

Lexer

kinne stn. BMZ kin Helmbr. 185. Albr. 13,97. Crane 3421. 3591. kün in künlîn ( s. kinnelîn), kind, kunne Dfg. 359 a . kint in kintbein (kinn…