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wiege

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wiege f.

Bd. 29, Sp. 1517
wiege, f. , cuna. herkunft und form. spätahd. wîga (s. u.), wiega, mhd. wige (s. u.), wiege, mnd. wêge, mnl. wieghe, nnl. wieg, afrs. widze (s. u.). das wort ist seit dem 11.—12. jh. in spätahd. glossenhss. und seit der mitte des 12. jhs. in literarischen quellen zu belegen. vorher ist das verwandte gleichbed. ahd. waga, mhd. frühnhd. wage allein bezeugt (s.wage II teil 13, sp. 346), das aber landschaftlich begrenzt (vorwiegend alem.-schwäb.) auftritt und schriftsprachlich im nhd. durch wiege verdrängt wird. das lautliche verhältnis der formen wage (wozu an. vagga), wige und wiege, die mit dem st. vb. ahd. wëgan, mhd. wëgen 'bewegen' zu der idg. wurzel *egh- 'bewegen' gehören, ist unklar, vgl. Kluge-Mitzka etym. wb. 17859; Falk-Torp norw.-dän. etym. wb. 1399 (vugge); Franck-van Wijk etym. wb. d. nl. taal 792b. es besteht jedoch die möglichkeit, dasz in wige kein ursprüngliches -i- vorliegt, so dasz etymologisch nur mit wiege und wage zu rechnen wäre. hierfür sprechen die folgenden umstände. 11) wie Lexer mhd. wb. 3, 879 s. v. wige andeutet ('wiege, md. wige'), handelt es sich bei wige um die regulär monophthongierte mitteldeutsche form. die -i-belege der mhd. wörterbücher stammen auch sämtlich aus md. texten (vgl. ferner wige Daniel 3214 Hübner; in einer wigen passional 241, 22 Köpke), mit ausnahme der frühesten stelle aus der Vorauer sündenklage (in der wigen, mitte d. 12. jhs., bei Diemer 306, 17), wo aber mit rücksicht auf die vielerörterten md. spuren dieses denkmals gleichfalls md. herkunft der form zu vermuten ist. sonst findet sich -i- in oberdeutschem text nur sehr vereinzelt und sicher nur als graphische variante: in der wigen Heinrich von Neustadt gottes zukunft 7153 Singer (neben in der wiegen Apollonius 16 754); vgl. noch wigenpant 'wiegenband' Andreas von Regensburg 635, 23 Leidinger. 22) die belege aus den ahd. glossen können für -i- nichts beweisen, da in drei von vier hss., die wîga, wiga haben, auch bei anderen wörtern -i- für -ie- vorkommt, vgl.: cuna uuîga ahd. gl. 3, 623, 32 St.-S. (11.—12. jh.) neben genuale chnilachan ebda 18 (Em 31); cuna wîga (hs. B), wîege (hs. A) 3, 232, 41 (12. jh.) neben conductus gemitet (hs. B), gemîetts (hs. A) ebda 52; cuna wiga 3, 324, 36 (14. jh.) neben priuignus stifsun 327, 17; übrig bleibt: cuna wiga (b = Mon. 2), vvi, ga (a, die korrektur v. anderer hand), wiega (c) 3, 331, 34 (12. jh.); vgl. aber ebda: pobles knierat (a b), knirada (c) 342, 27. lautlich nicht eindeutig ist cuna uuega (11. jh.) ahd. gl. 3, 624, 13. 33) die formen der obd. und md. mundarten zeigen als stammvokal durchgängig einen laut, der regulär dem mhd. -ie- entspricht. die vertretung von altem -i- läszt sich, soweit sie nicht mit der von -ie- zusammengefallen ist, nirgends nachweisen: wiəgng, oberpfälz. wêigng Schmeller-Fr. bayer. wb. 2, 879; wiagn Jakob Wien 219; wiagə Bacher Lusern 228; biga (wie zigen 'ziehen' usw.) Schmeller cimbr. 173; wiega Bühler Davos 1, 259; wiəge Hotzenköcherle Mutten § 49; wîega Tobler Appenzell 448a; wīəg Fischer schwäb. 6, 808; wìək (nördl. Oberelsasz), monophthongiert wík, wej (nordöstl. u. nordwestl. Unterels.) Martin-Lienhart 2, 804; wei Schön Saarbrücken 226a; wei wb. d. luxemb. ma. 479a (in ält. spr.: weige [Mainz] städtechron. 17, 397; cuna eyn weyge vocab. ex quo [Eltville 1477] E 8b); weech, jünger wech Wrede Köln 266 (vgl. md. wege im 15. jh. bei Diefenbach gl. 157a s. v. crepundium und 162b s. v. cuna, cunabulum); wiik Lenz Handschuhsheim 77b; wiigə Meisinger Rappenau 231; wije, wich Crecelius Oberhessen 914 (hier vor ch gekürzt wie zich, ziche = zieche 'bettüberzug'); wījə Hofmann Niederhessen 264a; wiic (westl. Erzgeb.) Müller-Fraureuth obersächs. 2, 665a; wījə (Seifhennersdorf) PBB 15, 57; wieje Brendicke Berlin 193a. auch im gröszten teile des niederdeutschen macht die rückführung auf mnd. ê4 = mhd. ie keine schwierigkeiten: wī'əX Leihener Cronenberg 134b; weeg Elberf. ma. 173a; weege Strodtmann Osnabrück 90; Böning Oldenburg 130; wêge Doornkaat Koolman ostfries. 256a; weeg, weig Mensing schlesw.-holst. 5, 565; wêg Danneil altmärk. 245; wege Dähnert plattdt. 544a; wj Fischer Samland 98; waig ter Laan Groningen 1159a; weig Tonnar-Evers Eupen 227; waige Woeste-N. westfäl. 314a; weige (wie weike = wieche 'docht') Bauer-Collitz Waldeck 112b; dafür wēxə Martin Rhoden 283; weige Fromme Hohenbostel 91; weig (-e-) Mi Mecklenburg 106a. dagegen finden sich in verschiedenen südnd. mundarten abweichende laute. weiʒe in der ma. B (Ostbevern nordöstl. Münster i. Westf.) bei Grimme plattdt. maa. 150 stimmt nur mit mnd. ê2 (= wg. ai ohne umlautfaktor) überein. derselbe laut kann ganz regulär auch in den folgenden formen vorliegen: wegen Frederking Hahlen 34; weege Flemes Kalenberg 378; wēʒə Bierwirth Meinersen § 138; vēe Block Eilsdorf 100b; wêje Damköhler Nordharz 224b; wëge (neben weige) Schambach Göttingen 291a; weige Deiter Hastenbeck 156. zum teil ist in diesen vokalen u. a. auch altes i (nicht aber mnd. ê4) aufgegangen, weshalb Sarauw nd. forsch. 1, 185 zusammenhang mit mhd. wige in betracht zieht. wie bei Grimme läszt sich aber bei Frederking und Deiter altes i ausschlieszen, und übrigens hat wiege in den angeführten mundartdarstellungen (auszer Grimme) stets denselben vokal wie miete, mieten, das gleichfalls die entsprechung von ê4 zeigen müszte. es scheint sich bei diesen wörtern um eine ähnliche unregelmäszigkeit zu handeln, wie bei spiegel und ziegel, wo ê3 statt ê4 vorkommt (vgl. Dahlberg ma. v. Dorste 116). dagegen läszt sich altes i in wījə bei E. Hoffmann voc. d. lippischen ma. 51 (vgl. Sarauw 1, 423) nicht ausschlieszen, sondern stellt neben e (aus i oder umgelaut. a) den einzigen laut dar, auf den die form organisch zurückgehen könnte. dieser einzelfall kann aber kaum als beweisend angesehen werden (übrigens gibt es -ī- im nd. auch sonst unter hd. einflusz: wieg [vīīx] 'wiegemesser des schlachters' Mensing schlesw.-holst. 5, 625 neben weegmess 566). 44) eine scheinbare stütze erhält der ansatz von i durch die friesische form widze (vgl. Franck-van Wijk etym. wb., suppl. 194b); sie kann aber ohne schwierigkeit (als -jô-stamm neben wage) auf *wagjô- zurückgeführt werden (so Th. Siebs in: grdr. d. germ. phil. 21, 1299). wo sie im fries. auftritt, zeigt auch legen und sagen -i- für umlaut-e (vgl. Siebs 1186 f.): ief da ieldera wrhlit (überführt) werdeth, dat hiare kyndt bi hemmen op hiara bedde ief in da widze ... treesmet (erdrosselt) habbeth (Bolswarder sendrecht von 1404) Richthofen fries. rechtsquellen 487, 1 (lidza ebda 484, 18; dies ist der einzige afries. beleg; an den andern von Richthofen im wb. 1148 f. verzeichneten stellen liegt wigg 'pferd' vor, s. Kern taalk. bijdr. 2, 184; van Helten z. lexicol. d. aofrs. 379); neuwfrs. widze Dijkstra friesch woordenb. 3, 437b (lizze 2, 126a; sizze 3, 82b); im ostfries.: widze (harlingerländ. um 1690) Cadovius mem. ling. Fris. 54 König (lidsen ebda 58); widz (wangeroog.) Stürenburg ostfries. 330; Siebs a. a. o. (lidz ebda). — die nordfriesischen mundarten haben waag (-o-). unter den dargelegten verhältnissen besteht für den ansatz der form wiga, wige keine genügend sichere grundlage. sieht man von ihr ab, so bleiben wage, als o-stufige bildung zu *egh- 'bewegen' (dazu *wagjô- in afries. widze) und wiege, das am ehesten als reduplizierende bildung (vielleicht iterativen charakters) vom typus κύκλος aufgefaszt werden kann: idg. *e-gh-, germ. *weug-, woraus mhd. wiege, wie wieche 'docht', ags. wēoce, aus idg. *e-g- 'weben, knüpfen' und ähnlich wie nl. wiel 'rad' (s. u. 3wiel), ags. hwēol, an. hiól aus idg. *keklo- (vgl. Franck-van Wijk etym. wb. 792b und Falk-Torp norw.-dän. etym. wb. 1399). kaum zu wiege gehört preusz. wischle berceau Schrader dt.-frz. 2 (1784) 1642; wische wiege Hennig pr. (1785) 303; wiśche, wischke Frischbier pr. 2, 475, hier mit wišchen 'einschläfern' zu der beschwichtigenden interjektion wisch wisch und schwed. vyssja 'einlullen, einschläfern', vyss (interj.) gestellt. vgl. aber noch wischeln 'schaukeln' Mensing schlesw.-holst. 5, 667, das möglicherweise zu wiegeln (s. d.), wiggeln, wigelwageln 'schaukeln schwanken' gehört (vgl. wischelwaschel name der gans im rätsel Mensing a. a. o.). bedeutung und gebrauch. 11) cuna, das zum schaukelnden schwingen eingerichtete kinderbett. zur sache vgl. Müller-Mothes archäol. wb. (1877) 986a; H. Plosz das kind in brauch und sitte der völker (31911) 1, 251 ff. Renz. die bauarten sind verschieden; in erster linie kommt die bekannte form mit querkufen in betracht, die auf bildlichen darstellungen für Deutschland seit dem frühen 13. jh. nachzuweisen ist, doch waren noch in der zweiten hälfte des 19. jhs. in verschiedenen landschaften hängewiegen in gebrauch (hierzu wohl: fascium eyn wyege [15. jh., md.] Diefenbach gl. 226c; vgl. unten Kramer). in längsrichtung schwingende standwiegen, wie in Schweden, scheinen in Deutschland nicht festgestellt zu sein. ob die doppelheit der bezeichnungen wiege — wage (von anderen synonymen abgesehen) in älterer zeit mit sachunterschieden zusammenhängt, ist nicht zu ermitteln. Kramer verzeichnet hang- ò hangende wiege cuna pendente ò a cinghi, roll- ò wagen-wiege cuna a carriuola, schlingen-wiege cuna pendente ò a fascie, waltzen-wiege cuna da curli, cioè ordinaria, t.-ital. 2 (1702) 1347a: do ich in der wigen lach dt. ged. d. 11. u. 12. jhs. 306, 17 Diemer; daz ein wiege vor an dînem fuoze iht stê Neidhart 7, 28 H.-W.; und ain wiegen mit ainem kind, die schwam ob dem waszer (bei e. überschwemmung) (Augsburg, mitte d. 15. jhs.) städtechron. 5, 68; id rock dar vaste na der wegen, ik hadde vyl na den doet ghekregen Reinke de vos 5969 Leitzmann; der wiegen und des wagbanckes hab acht, der wagschnür, stroseke vnd ouch der windel Straszburger ged. vom hausrat c 4a Hampe; von ersten wickelt man sy (die neugeborenen kinder) in windel vnd in fätschen vnd legt sy gebunden in die wiegen Keisersberg granatapfel (1510) C 5a; wie herr Gotfridt Wernher zu seinem gemahl geen Oberbaden raiset ..., fand er ain jungs dechterle in ainer wiegen ligen Zimmer. chron. (21881) 2, 519 Barack; dasz die klocken von sich selbst angeschlagen vnd die wiegen in häusern vngerüret gangen sind (vom erdbeben) Daniel Schaller theol. heroldt (1604) 78; andere sonderbahre säl hatten nichts anders in sich, als viel wiegen mit säuglingen Grimmelshausen Simpl. 440 Scholte; aber zu allem ein nest rothbäckiger wähliger kinder, wie aus dem teige gewälzt; und immer noch eins in die wiege! J. H. Voss ged. (1802) 1, 171; hier hatte Selinde manchen tag ... zugebracht, indem sie ... mit dem einen fusze das spinnrad und mit dem andern die wiege in bewegung erhalten ... hatte J. Möser s. w. (1842) 1, 128; die tante Amalie schickte die wiege, in der ihr vater gelegen hatte und dann sein sohn A. Seghers d. toten bl. jung (1950) 175. 22) vielfach in sinnbildlichem gebrauch. 2@aa) als symbol des frühesten kindesalters; allgemein: dan sol die christenheit in yr krafft kommen, so musz man warlich an kindern an heben ... ich möchts wol leyden, das man in der wigen an hüb (1519) Luther 9, 218 W.; die sprache, so du in der wiegen aus dem süssen vorgeschwätze und gesäusel deiner mutter samt der milch eingesogen hast Neumark fortgepfl. musik.-poet. lustw. (1657) zuschr. 10; man weihte dem mönchsstande kinder in der wiege Zimmermann einsamkeit (1784) 1, 132. vgl. mnd. wêgenprêster und -ridder 'priester und ritter, der es schon in der wiege wird' Schiller-Lübben 5, 652a. oft in der verbindung noch oder schon in der wiege, wobei noch im älternhd. und schon etwa seit dem 18. jh. bevorzugt wird: der starb ... noch in der wiegen Schütz hist. rer. Pruss. (1592) 106b; wie mancher stirbt schon in der wiege Drollinger ged. (1743) 115. — den krönten die vngarischen landtsherren noch in der wiegen zu jrem könig Stumpf Schweizerchron. (1606) 23b; Christina, die in der wiege schon zu seiner (Gustav Adolfs) nachfolgerin erklärt war Schiller 8, 153 G. — ward Margaretha ... noch also jung in der wiegen ligend dem jungen Carlen ... vermehlet S. Münster cosmogr. (1550) 164; sie sind schon in der wiege von beyderseits ältern an einander versprochen worden Gottsched beob. (1758) 407. sonst aber auch: der kinder mund, die an den brüsten liegen, redt schon von dir ohn reden in der wiegen Opitz bei Fischer-Tümpel ev. kirchenlied 1, 244; ihr lagt noch in der wieg', als euer vater, graf Ulrich, starb Bauernfeld ges. schr. (1871) 5, 38. 2@a@aα) gern in wendungen wie das kind in der wiege nicht verschonen non perdonare il bambino nella cuna Kramer t.-ital. 2 (1702) 1347a: dô sluoc man dar inneman unde wîp der kindel in den wiegenverlôs dâ manegez sînen lîp Kudrun 1501, 4 S.; laist uns bizide in wederstain, of si soilen dat kint in der weigen slain (Köln, 2. hälfte d. 13. jhs.) städtechron. 12, 184; da würgt man ... jung und alt ..., ja auch die kinder in der wiegen 2. Makk. 5, 13; solts kinds in der wieg nicht verschonen Rollenhagen froschmeuseler (1595) Ss 7a; das kriegsvolk hat da weder alt noch jung verschonet ..., nicht der kinder in der wiegen Liscow slg. sat. u. ernsth. schr. (1739) 22. 2@a@bβ) von der wiege an, auf o. ä., von frühester kindheit an, vielfach hyperbolisch: wan ir minne gap sie mir in der ersten stunde, dô sie reden begunde; ... unz her von der wiegen sô pflac ich ir immer sît Heinrich v. d. Türlin krône 4955 Scholl; Cymon Miliciades sun von Athen was so tumb und so dol von der wiegen seiner mueter, daz er geacht ward fuer einen offenwaren narren (Heinr. v. Mügeln 1369) in: mitt. d. hist. ver. f. Steiermark 46 (1898) 20; (der weg des herrn) den wir von der wiegen vnd jugend vff gelernet hand S. Hätzer acta oder geschicht (1523) c 2a; sein aufgeweckter sinn, der stund von wiegen an schon allbereit dahin, wo mehr von künsten ist Fleming dt. ged. 1, 52 lit. ver. wären sie (Goethe) als ein Grieche ... gebohren worden, und hätte schon von der wiege an eine auserlesene natur und eine idealisierende kunst sie umgeben, so wäre ihr weg unendlich verkürzt (1794) Schiller br. 3, 473 Jonas; von diesen ... sei er von seiner wiege an verfolgt worden Ranke s. w. 15 (1875) 37. als kuriosität sei vermerkt: die musen wiegen-auf um dich gewesen sind S. v. Birken ostländ. lorbeerhayn (1657) 317. 2@a@gγ) kaum der wiege entwachsen und ähnliche verbale umschreibungen für eine frühe kindliche altersstufe: die gwonheyt ist zuo disser frist, das man die kinder zeücht uff kriegen. sobald sie dann gondt ausz der wiegen, so mssens degen an in han Wickram w. 5, 7 lit. ver.; und als es kaum aus der wiegen kommen, hat man es den schulmeistern befohlen S. Feyerabendt ungar. chron. (1581) 95b; ein vater lacht über die empfindlichkeit, den ehrgeitz, die habsucht eines kindes, das kaum der wiege entwachsen ist Ramler einl. i. d. schönen wissensch. (1758) 1, 114. 2@a@dδ) von der wiegen bis in das grab Eyering proverb. copia (1601) 2, 347; von der wiege an bis ins grab Wieland Agathon (1766) vorbericht. jünger: von der wiege bis zum grabe ... ist die physiognomie der grund von allem, was wir thun und lassen Lavater physiogn. fragm. (1775) 1, 49; E. M. Arndt s. w. (1892) 1, 244; Dehio gesch. d. dt. kunst 2 (1921) 11. auch von der wiege biss zur baare Günther ged. (1735) 288; Körner w. 2, 216 Hempel. 2@bb) als sinnbild für geburtsort und stätte der kindheit. 2@b@aα) öfters in umschreibungen wie wo meine wiege stand: himmlische auen, wo meines daseins wiege stand E. M. Arndt s. w. 5, 9 R.-M.; Gustav Wasa gehört nach Rundhof in Angeln, denn seiner urgroszmutter ... wiege stand dort Dahlmann gesch. v. Dännemark 3 (1843) 98; (die urgroszeltern) liegen in dem boden, aus welchem wir aufgewachsen sind; wo ihre wiege stand, das weisz niemand mehr zu sagen (1866) Raabe s. w. I 6, 486; zu Hanau ... hat einst ihre (der brüder Grimm) wiege gestanden Scherer kl. schr. (1893) 1, 4. 2@b@bβ) schon früh, doch unhäufig, in direkter anwendung: die weil Bethleem geweyet was tzu seyner wigen ader kindheit M. Risch paraphrasis Erasmi (1524) E 4a; die wiege meiner mutter war die schöne, vom bande des Neckars umschlungene felseninsel Laufen Kerner bilderb. (1849) 35. 2@cc) als metapher für den ursprung einer sache, die stätte ihres aufkommens, erstarkens, gehegtwerdens usw.: o augen braun und klar, schwartzlecht und hell, wie plitz und dunder, der schönheit und lieb wieg und bahr Weckherlin ged. 1, 479 lit. ver.; schöne wiege meiner leiden, schönes grabmal meiner ruh, schöne stadt, wir müssen scheiden Heine s. w. 1, 31 Elster. zufrühest in der wendung etwas liegt noch in der wiege: da die kirch noch in jhrer kindheit war vnnd lag noch inn der wiegen Fischart binenkorb (1588) 18a; die electricität ist gleichsam noch in der wiege Titius betrachtung üb. d. natur (1783) 1, 204; der griechische kunstsinn war schon völlig entartet, als die theorie noch in der wiege lag Fr. Schlegel s. w. (1846) 5, 147. sonst seit dem ende des 17. jhs. allgemein gebräuchlich: disteln sind der tugend wiegen Lohenstein Arminius (1689) 1, 65b; daher sie (die poesie) auch der unvergleichliche Lohenstein die erste wiege der weiszheit genennet Neukirch anfangsgründe z. teut. poesie (1724) 2; der staat, die wiege der menschlichkeit, ist ihr sarg geworden Börne ges. schr. (1829) 7, 38; die phantasie ist immer ihre (der theorie) wiege Boltzmanm popul. schr. (1905) 77. meist wird diese ausdrucksweise auf ganz bestimmte gegenstände angewendet, nämlich 2@c@aα) die künste und andere güter der geistigen und materiellen kultur: die Ägypter, deren vaterland doch die wiege der schönen künste gewesen anmuth. gelehrsamk. 5, 541 Gottsched; so wird Wien ganz gewisz unsern nachkömmlingen als die wiege des guten deutschen theaters bekannt werden Ayrenhoff w. (1814) 5, 228; dasz Creta die wiege der griechischen bergbaukunde und metallurgie gewesen ist Böttiger kl. schr. (1837) 1, 67 anm.; die wiege des christenthums ist Syrien Mommsen m. gesch. (1894) 5, 586. auch wie unter b α: hier (in Heidelberg) ... stand die wiege der neuen romantischen schule Treitschke dt. gesch. im 19. jh. (1897) 1, 309; dasz die wiege unseres entriticum-stammes in Zentralasien gestanden habe Hoops waldbäume u. kulturpfl. (1905) 315. 2@c@bβ) die menschheit: die wiege des menschlichen geschlechtes zu entdecken J. v. Müller s. w. (1810) 1, 25; Asien ..., weil es für ... die wiege des ganzen menschengeschlechtes ... bestimmt ward Ritter erdkde (1822) 2, 58; dass in Nordamerika die wiege der menschheit gestanden haben könnte Peschel völkerkunde (1874) 33; wiege der menschheit Hermann Jettchen Gebert (1954) 110. so auch: die universalgeschichte des ganzen menschlichen geschlechts — von seiner wiege an bis zu seinem männlichen alter Schiller 1, 155 G.; ihre (der völker) geschichten, von ihrer wiege bis auf unsere zeit Ritter erdkde (1822) 1, 4. 2@c@gγ) städte und siedlungen: hier ist keiner, dessen ahnen nicht um Genuas wiege standen Schiller 3, 114 G.; die berglehnen sind bis oben bebaut und ihre thäler die wiege freundlicher dörfer Gaudy s. w. (1844) 5, 38; einige kleine inseln, dazu bestimmt, die wiege Venedigs zu werden J. Schlosser präludien (1927) 103. 2@c@dδ) flüsse und bäche: da alle hauptströme ... in Asien und in Afrika ... ein hochland zur wiege haben Ritter erdkde (1822) 1, 341; das thal, ... das die wiege des ihnen begegnenden baches war Stifter s. w. 1 (1904) 238; in einem öden, wohnungsleeren thale, an der wiege des Isarflusses Barth Kalkalpen (1874) 284. 2@c@eε) ferner: bis zu des sturmes wiege, zum hahnenbalken hoch A. v. Droste-Hülshoff ges. schr. (1878) 1, 382; berge, die er seinem himmel als die letzten säulen gab, wiege seiner wetterwolken, seiner adler einsam grab Herwegh ged. e. lebendigen (1843) 2, 42. 2@dd) sonst noch in verschiedenen redewendungen. 2@d@aα) jemanden aus der wiege werfen 'ihn brüskieren': gecken lassen sich bald entrüsten, narren wirfft man bald ausz der wiegen S. Franck sprüchw. (1541) 2, 174a; ich hab in (den andersgläubigen schwäher), yetzt am freytag acht tag, gar ausz der wiegen geworffen Hans Sachs 22, 69 lit. ver.; solchen löblichen ... herrn ... dergestalt zu tractiren, und, wie man zu sagen pflegt, sogar aus der wiege zu werfen (1650) urk. u. aktenst. z. gesch. d. kurf. Friedrich Wilhelm v. Brandenburg 5, 423 Erdm.; den Römern einen dienst zu thun oder zum minsten selbte nicht gar aus der wiege zu werffen Lohenstein Arminius (1689) 1, 71b; man läszt jedermann seine weise ..., um niemanden aus der wiege zu werfen Schwabe belust. (1741) 2, 7. 2@d@bβ) ich bin in der wiege auch gewiegt Kinderling reinigk. d. dt. spr. (1795) 38; mit die wieje bin ik schon jewiejt damit betrügt man mich nicht mehr Brendicke Berlin 193a: ich bin zuvor auch schon mit dieser wieg gewigen, es halten nicht den stich sich die unverschemten lügen Reinicke fuchs (1650) 284. 2@d@gγ) in der wiege ersticken, gewöhnlich transitiv, im 17. und 18. jh. für wohl jüngeres im keime ersticken (s. 3keim 5 c, teil 5, sp. 453 und vgl. den ersten beleg): muste der h. reichskantzler ... dahin ... trachten, das ..., wo der sahme einiger dissidentz vnd mistrawens sich ereugte ..., derselbe bey zeiten vnterdrucket, ja in der wiegen gleichsamb ersticket ... würde Chemnitz schwed. krieg 2 (1653) 95; dasz ein solch rühmliches ... fürhaben ... gleichsam in der wiege erstikken und zu grunde gehen solte Neumark neuspross. teutsch. palmbaum (1668) 324; Heinrich, um das übel noch in der wiege zu ersticken, gieng nach Sachsen M. I. Schmidt gesch. d. Deutschen (1778) 2, 349; im anfang der unruhen, ... wo ein rascher entschlusz und männliche stetigkeit die rebellion noch in der wiege erdrücken konnten Schiller 7, 18 G. 2@d@dδ) es ist ihm nicht in der wiege gesungen worden 'schien ihm nicht bestimmt zu sein': es ist ihm, spricht er, in der wiege nicht vorgesungen, dasz es ihm so gehen werde Liscow slg. sat. u. ernsth. schr. (1739) 601; auch mir wards vor der wiege nicht gesungen, dasz ich nur darum meinem ehgemahl nach Palästina folgen würd, um da ein Judenmädchen zu erziehn Lessing 3, 37 L.-M.; diese verwandtschaften ... machen ordentlich eine person aus ihr; so was ist ihr nicht an der wiege gesungen (1839) A. v. Droste-Hülshoff br. 1, 335 Schulte-K.; es ist dem protestantismus nicht an der wiege gesungen worden, dasz er einst wieder kraftlos hinter dem katholizismus einherschleichen sollte F. J. Schmidt d. niedergang d. protestantism. (1904) 26; der glückspilz! ... es ist ihm nicht an der wiege gesungen worden Th. Mann s. w. (1955) 4, 562. 2@d@eε) es ist ihm in die wiege gelegt, gebunden 'eignet ihm von hause aus': wohlgefälligkeit, diese gabe des himmels, war ihr nicht in die wiege gelegt worden Laube in: Westerm. monatsh. 49 (1881) 555 (Louison); der gedanke der deutschen einheit ... war diesem stolzen reichsfreien herrn in die wiege gebunden Treitschke dt. gesch. im 19. jh. (1897) 1, 271; es war damit der mittelalterlichen grabplastik schon in die wiege ein zwiespalt gelegt, der nie ganz zum austrag kam: gelegte standfigur? oder wirkliche liegefigur? Dehio gesch. d. dt. kunst 1 (1919) 184; der blick nach dem süden ist der Augustusstadt (Augsburg) fast in die wiege gelegt Pinder d. dt. kunst d. Dürerzeit (1939) 301. 2@d@zζ) nur hin und wieder knüpft die auffassung an die bewegung der wiege an: dasz es uns nicht anders in solchen sturme war, als wenn wir in einer wiege geboyet würden wie die kleinen kinder Chr. Reuter Schelmuffsky (vollst. ausg.) 36 ndr.; etliche (advokaten) seynd wie ein wiegen, die allezeit da bald hin, bald her wanckt A. a s. Clara etw. f. alle (1699) 1, 63; wehe dem fahrzeug, das jezt unterwegs in dieser furchtbarn wiege wird gewiegt Schiller 14, 370 G.; dasz (in Florenz) die breiten platten das pflaster ganz verdrängt haben. da fährt sich's wie in einer wiege Gaudy s. w. (1844) 2, 72; du bist ein leidlicher reiter, trotz deinem hohen alter, ... freilich, die mähre geht wie eine wiege A. Sperl d. söhne d. h. Budiwoj (1927) 417. 33) wiege in übertragenen verwendungen als sachbezeichnung, meist für geräte und technische vorrichtungen, die, in tätigkeit gesetzt, eine schaukelnde bewegung ausführen. 3@aa) vereinzelte belege aus dem spätmhd. und frühnhd. 3@a@aα) der erst sturm. primo zu der grossen pühssen 12 pfert, item zu der wigen 16 pfert (Nürnberg 1388) städtechron. 1, 177 ('name einer büchse oder theil einer geschützausrüstung?' glossar 500b). 3@a@bβ) von einem folterinstrument, statt des sonstigen wage (s. d. III 7 n, teil 13, sp. 366 und vgl. 1wiegen B 2 d 'foltern', statt wägen): der zuchtiger (scharfrichter) sei ewer richter vnd binde euch sprechende vor mir in sein wigen! (la.: in sine wagen) ackermann a. Böhmen 11, 21 B.-B. (nebst anm. s. 217f.). 3@a@gγ) 'senke': (ein unwetter hat) im Winzerer perg in einer wiegen ... ein guten tail eins weingarten ..., stöck und erd, herab tragen (Regensburg, mitte d. 16. jhs.) städtechron. 15, 15. vgl.: wiege bedeutet in den oberschwäb. flurnamen in der wiege, obere, untere wiege 'senkung im gelände' Miedel oberschwäb. orts- und flurnamen (1906) 12. 3@bb) granierstahl, gründungseisen, ein bei der sog. schabmanier verwendetes, etwa petschaftförmiges gerät der kupferstecher mit einer länglich-rechteckigen, gebogenen und scharf gezähnten arbeitsfläche. die kupfer- oder stahlplatte wird hiermit vorbereitend körnig aufgerauht, so dasz sie völlig schwarz druckt; danach werden die 'lichter' der zeichnung durch stufenweises glätten mit dem schabeisen herausgearbeitet.gebucht u. a. bei Jacobsson technol. wb. (1781) 4, 646a; Voigtel wb. (1793) 3, 638a; Soltau beitr. (1806) 79b; Hübner zeitungslex. (1824) 4, 932a. 3@cc) soviel wie wiegemesser (s. d.), eine bogenförmige, an beiden enden mit griffen versehene klinge oder doppelklinge zum zerkleinern von fleisch, küchenkräutern usw.; gebucht u. a. bei Soltau beitr. (1806) 79b; Hübner zeitungslex. (1824) 4, 932a. 3@dd) eine vorrichtung beim stapellauf, bestehend in einem drehbar gelagerten abschnitt der stapelung, dessen fläche beim aufschwimmen des hinterschiffes mit dem schiffskörper kontakt hält; vgl. Hoyer u. Kreuter technol. wb. (1902) 1, 849; Eichler vom bug zum heck (1954) 465.
26441 Zeichen · 749 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    wiegesw. F., st. F.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    wiege , sw. F., st. F. Vw.: s. wige (1)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wiege

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Wiege , plur. die -n, ein Werkzeug, damit zu wiegen, besonders: 1. ein auf Walzen bewegliches kleines Bett, ein Kind…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Wiege

    Goethe-Wörterbuch

    Wiege [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    Wiegef.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Wiege f. : 1. 'Kinderbettchen auf Schaukelkufen', Wieg, Wiech (wīg, wīχ) [mancherorts NOPf vereinzelt übrige Pf, Kamm 67…

  5. Sprichwörter
    Wiege

    Wander (Sprichwörter)

    Wiege 1. Auf die Wiege folgt das Grab. Böhm. : Co kolébka kolébala, to motyka zakopala. ( Čelakovsky, 307. ) 2. Der eine…

  6. Spezial
    Wiege

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Wie|ge f. (-,-n) 1 cöna (cönes) f. 2 ‹infant› naina (-nes) f. 3 ‹fig› (Geburtsstätte) cöna (cönes) f. , patria f. ▬ die …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wiege

136 Bildungen · 134 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

wiege‑ als Erstglied (30 von 134)

Wiege(n)band

Idiotikon

Wiege(n)band Band 4, Spalte 1333 Wiege(n)band 4,1333

Wiege(n)blahi

Idiotikon

Wiege(n)blahi Band 5, Spalte 49 Wiege(n)blahi 5,49

Wiege(n)bogeⁿ

Idiotikon

Wiege(n)bogeⁿ Band 4, Spalte 1068 Wiege(n)bogeⁿ 4,1068

Wiege(n)brëtt

Idiotikon

Wiege(n)brëtt Band 5, Spalte 910 Wiege(n)brëtt 5,910

Wiege(n)fëlg(eⁿ)

Idiotikon

Wiege(n)fëlg(eⁿ) Band 1, Spalte 810 Wiege(n)fëlg(eⁿ) 1,810

Wiege(n)gāb

Idiotikon

Wiege(n)gāb Band 2, Spalte 55 Wiege(n)gāb 2,55

Wiege(n)messer

Idiotikon

Wiege(n)messer Band 4, Spalte 464 Wiege(n)messer 4,464

Wiege(n)poppi

Idiotikon

Wiege(n)poppi Band 4, Spalte 1424 Wiege(n)poppi 4,1424

Wiege(n)rīter

Idiotikon

Wiege(n)rīter Band 6, Spalte 1705 Wiege(n)rīter 6,1705

Wiege(n)seil

Idiotikon

Wiege(n)seil Band 7, Spalte 756 Wiege(n)seil 7,756

Wiege(n)stock

Idiotikon

Wiege(n)stock Band 10, Spalte 1768 Wiege(n)stock 10,1768

Wiege(n)strau(w)

Idiotikon

Wiege(n)strau(w) Band 11, Spalte 2438 Wiege(n)strau(w) 11,2438

Wiege(n)stōss

Idiotikon

Wiege(n)stōss Band 11, Spalte 1598 Wiege(n)stōss 11,1598

Wiegegeld

SHW

Wiege-geld Band 6, Spalte 531-532

Wiegehaus

SHW

Wiege-haus Band 6, Spalte 531-532

Wiegekarte

SHW

Wiege-karte Band 6, Spalte 531-532

Wiegestock

SHW

Wiege-stock Band 6, Spalte 533-534

wiegebalken

DWB

wiege·balken

wiegebalken , m. , meist zu 1 wiegen, für gebräuchlicheres wagebalken, s. d. teil 13, sp. 368: der präsident des obertribunals ..., halbblin…

wiegegang

DWB

wiege·gang

wiegegang , m. , wiegender gang, vgl. 2 wiegen 6 g und wiegeschritt: so kam das wohlgeschaffene persönchen mit einem buschen flieder in der …

wiegegeld

DWB

wiege·geld

wiegegeld , n. , zu 1 wiegen; wie wagegeld und wägegeld ( teil 13, sp. 370) ' abgabe für die benutzung der öffentlichen waage ': van der mar…

wiegehaus

DWB

wiege·haus

wiegehaus , n. , zu 1 wiegen; gebäude in dem sich die öffentliche waage befindet ( wie älternhd. wagehaus, waghaus teil 13, sp. 375): ich st…

wiegeisen

DWB

wiege·isen

wiegeisen , n. , eiserner hebel zum bewegen schwerer lasten, zu 1 wiegen B 2 c: wenn denn die brücke erhebt ist, soll man die winde beiseite…

wiege als Zweitglied (1 von 1)

ätzwiege

DWB

atz·wiege

ätzwiege , f. was ätzbret, auf welchem die mit scheidewasser begossene kupferplatte gewiegt wird, damit das wasser gleichmäszig und nirgends…

Ableitungen von wiege (1 von 1)

gewiege

DWB

gewiege , n. , verbalsubstantiv zu wiegen ( s. d. ): gewiege Campe 2, 363 a ; Heinsius 2, 436 a ; gewieg, gewiege, anhaltendes wiederholtes …