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weg

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

weg adv.

Bd. 27, Sp. 2931
weg, adv. von einem ort entfernt oder sich entfernend. eine abzweigung von dem vorhergehenden subst. II. herkunft und form. I@11) weg geht auf das mhd., seit der mitte des 12. jahrh. vorkommende enwec (vom rechte 344 Waag enwech) zurück, d. i. in wec 'auf den weg' (mit abschwächung des in zu en wie in enlant, enzwei, enzîte usw.), das zunächst in verbindung mit verben der bewegung steht; ähnlich ags. onweg faran usw. Bosworth - Toller 761, engl. away, Muspilli 2: sô sich diu sêla in den sind arhevit 'auf den weg macht', an den sint varn, rîten, sich heven in dichtungen des 12. jahrh. mhd. wb. 3, 294b; in weg hat sich daneben erhalten: sie woldin alle in wech gân. könig Rother 3274; später besonders in md. und nd. quellen: M. v. Beheim, Matth. 9, 7 ginc in wec in sîn hûs (vgl. 8, 32), 11, 7 dô jene in wec quâmen, Diefenbach gl. 3a abigere, in weg leyden, 178a devehere, in weg furen; noch im 16. jahrh.: das ims hirn in weg spritzte Boltz Terenz deutsch 92b, in weg lauffen Mathesius Sarepta 107b, stürtzen 223b. enweg (neben dem seit dem 14. jahrh. weg steht) kommt bis zum beginn der nhd. zeit vor: städtechr. 5, 377, 29 (1438). 12, 367, 27 (1442). Huge Scheppel 6a. Stolle thür. chr. 441 Thiele (enwegk). U. Füeterer Lanzelot 5. Keisersberg bilg. 32a. Luther hat 2. Thessal. 2, 7 mus enweg gethan werden in den ausgaben des N. T. bis 1525 (eine ausg. von 1524 eynweg, später hinweg). in den frühnhd. glossaren steht noch enweg in verbindung mit verben, so häufig im voc. theut. von 1482. einweck-, einwech- bei Diefenbach gl. 456b recedere, 523a secedere (auch im voc. theut. nn 4b) soll wahrscheinlich auch gesprochenes enweg wiedergeben (vgl. mnd. eyn wege Schiller-Lübben 1, 710). die einsilbige form könnte sich durch einmischung des adverbialen acc. von weg (s. d. subst. B 2 a und A 2 f) nach verben der bewegung (z. b. sînen wec gân) erklären, doch wird eher an lautliche entstehung zu denken sein. da n von enweg konnte zunächst in der unbetonten silbe vor w (wie in der 1. pl., lebe wir aus leben wir) verloren gehen, diese mittelform eweg ist im 15. jahrh. mehrfach belegt: eweich städtechr. 12, 363, 16 (Köln 1415), ewech Kölner zunfturkunden 2, 574, 13 (1487), eweg d. volksbücher 340, 35 Bachmann - Singer, eweck furen Diefenbach gl. 178a defluere, ewech gan 523a secedere, ewech legen 528a seponere; auch aweg 178a und 486b in einem glossar aus der Moselgegend, was wol auf anweg führt, das auch im mnd. vorkommt (we an wegh vloghe quelle von 1362 bei Schiller-Lübben 1, 710). noch jetzt steht im obd., sowie im rhein- und mittelfränk., eweg neben weg Martin - Lienhart 2, 801b. Stalder 1, 347. Seiler 307. Hunziker 290. Fischer 2, 745. Schmeller 2, 875. Frommann 5, 509, iii, 5 (Niederösterreich). 6, 108, ii, 11 (Siebenbürgen). Meisinger 21. Autenrieth 42. Crecelius 898. Follmann 533. Hönig2 45. Leihener 31b; auch im Vogtland und im Erzgebirge Müller-Fraureuth 1, 307. das e im unbetonten anlaut konnte dann wegfallen, wie in neben aus eneben. auch im nd. entstand wech (daneben wege, s. 3) aus älterem enwech Schiller-Lübben 5, 620. dies wech ist als lehnwort auch ins nfries. gedrungen Möller 294a. Schmidt-Petersen 158. wfries. wei (auch häufig in comp.) Dijkstra 3, 418b scheint unter einflusz des ndl. zu stehen, das wie das deutsche weg (mndl. enwech, ewech) entwickelt hat. I@22) von dem subst. unterscheidet sich das adv. weg durch die erhaltung der kürze und (nach der vorherrschenden aussprache) das bleiben der mhd. auslautverhärtung, was sich aus der begrifflichen trennung der worte erklärt. dehnung tritt mundartlich nur selten ein, z. b. in Glarus ewǣg neben ewæk Streiff 93, in Österreich und Siebenbürgen ewēg, s. o. Frommann, im Egerland wēg Schiepek 457. vereinzelte reime (bis ins 18. jahrh.) wie weg: steg Waldis Esopus i, 267. Harsdörffer sonntagsandachten 1, 151. P. Gerhardt bei Fischer - Tümpel 3, 400a. Haller ged.8 32. Brockes 7, 204 sind kaum für die dehnung beweisend; die meisten dichter, die weg im reime haben (viele vermeiden es hier), binden es mit kürze. der auslaut. consonant ist im obd. meist die fortis (z. th. mit aspiration Bohnenberger mda. der deutschen Walliser 184), seltener ist die lenis eingeführt; im md. kommt wĕk und wĕch vor. letztere form ist mehr der städtischen aussprache eigen, doch ist bemerkenswert, dasz vielfach da, wo sonst ausl. g (mit angleichung an den inlaut) als spirant gesprochen wird, gerade im adv. weg sich der verschluszlaut erhält, z. b. in Nürnberg Gebhardt § 121, 4, im Egerland Schiepek 458, in Zwickau Philipp 24. der ältere schreib- und reimgebrauch weist ganz überwiegend auf wĕk. im 15. jahrh. wird oft wegk und weck geschrieben, in den glossaren auch nicht selten wech, doch meist in nd. quellen. Luther hat in seinen älteren schriften häufig wegk und weck, führt aber in der bibel weg durch, was dann die gewöhnliche form wird. doch kommen die älteren schreibungen bis ins 17. jahrh. vor, wegk z. b. H. Sachs 4, 65, 37. sprichw. (1548) 114a. Lindener Katzipori 79. Mathesius Sarepta 192a. Fischart flöhhaz 176 u. ö. Hayneccius Hans Pfriem 2357. Froschmeuseler N 1b u. ö. Ayrer 2001 u. ö. Eyering 3, 154. Opitz poem. 116 neudr. Spee trutznacht. 65. Micraelius Pommern 1, 53. P. Gerhardt bei Fischer - Tümpel 3, 299; weck H. Sachs 14, 270, 4 u. ö. Franck chron. Germ. 177a. Aventin 4, 183, 31. Rebhun Susanna 5, 149. Krüger Clawerts werckl. hist. 67. Balde Agathyrsus 105, 1. Abr. a. S. Clara Judas 2, 11 u. ö. österr. weisth. 5, 123, 43 u. ö. cod. austr. 1, 672 (1656). wegg ist selten: Angelus Silesius cher. wandersmann 2, 43 neudr. Beier handlungslex. (1722) 471b. die reime weisen im 16. und 17. jahrh. bei Ober- und Mitteldeutschen sehr häufig auf wĕk (auf wĕch nur ganz vereinzelt: bäch': weg Harsdörffer sonntagsandachten 1, 275). so steht weck : speck H. Sachs 14, 223, 14. keck : hinweg Waldis Esopus 1, 96. wegk: geck Fischart Eulenspiegel 7789. schleck : wegck flöhhaz 276. wegk : dreck Froschmeuseler Bb 2b. schneck: wegk Eyering 3, 154. wegk : keck Ayrer 1536. Spee trutznacht. 65. zweck : hinweg Fleming 52 Lappenberg. zweck : wek Harsdörffer gesprechsp. 3, 466. weg : fleck Lohenstein Sophonisbe 67. Weise d. grün. jugend überfl. ged. 33 neudr. geck : weg Morhof ged. 374. im 18. und 19. jahrh. werden die reime seltener: geck : hinweg Gleim lieder (1749) 37. weg : dreck Blumauer Aeneis 79. weg : keck Schiller 11, 221. 12, 58. säck : weg J. Paul leben Fibels 244. geck : weg Heine 1, 307. geneck : weg Kopisch 1, 131. weg : speck Strachwitz neue ged. 158. diese reime stehen im einklang mit Adelung, nach dem in weg 'ein gelindes k' gesprochen wird. viele, z. b. Wieland, Göthe. Uhland, Rückert vermeiden aber weg im reim, da sie wol wěk nicht als der schriftsprache gemäsz ansehen. Brentano 2, 24 läszt einen Tiroler singen: französische nägel sind weich wie a dreck. kaum trifft sie der schlegel, so ist der kopf wegk. hier ist schon durch die schreibung angedeutet, dasz die aussprache mit verschluszlaut dem dichter nicht eigen war. doch ist wĕk nicht nur im süden, sondern auch im norden (vgl. z. b. bei W. Busch Max u. Moritz 19 den reim meck : weg), die gewöhnliche form und auch die bühnensprache hat sich dafür entschieden Siebs bühnenaussprache 77. Vietor aussprache des schriftd. 109b. I@33) im mhd. kommt in wege sîn 'auf der fahrt sein' vor, s. o. sp. 2883. später steht auch in verbindung mit sein, bleiben und andern verben der ruhe enwec, wec; vereinzeltes wege in hd. quellen (Decamerone 46 u. ö.) zeigt eine willkürliche erweiterung. dagegen bewahrt das mnd. den unterschied, wo es enwege (auch enwegen) oder wege wesen, bliven usw. heiszt Schiller-Lübben 1, 710. 5, 648, dagegen enwech oder wech gan usw. im mndl. steht wey (aus wege, enwege) neben wech Verdam 686b. noch in späteren mundarten wird zwischen wege bei verben der ruhe und weg bei verben der bewegung unterschieden brem. wb. 6, 401; sprichwörtlich heiszt es: warumme slst du den stal, als de page (pferd) is enwege? Tunnicius sprichw. 1328 Hoffmann; wer nich komen wil, der blift wege Schambach 291. doch kommt auch wege bei verben der bewegung vor (wege-, wegengân Schambach a. a. o.). bei Mathesius erscheint in wege in verbindung mit laufen: was hierinn gut ist (in der fabel), das halt aus, das böse laufft in wege, und hütet euch darfür Sarepta 26b; solche taube schlacken pfleget man in wege zu lauffen, wie die taube halle 107b. da bei weg sein kaum an lautlichen abfall des e, z. b. im dialekt Luthers, zu denken ist, hat es sich wol unter einflusz von weg gegangen, gekommen usw. sein entwickelt (vgl. auch mnd. do was Reynke al wech syne strate Reynke Vos 1162). IIII. bedeutung und gebrauch. es müssen auch die zusammensetzungen von weg mit verben und nominibus mitherangezogen werden, in denen sich die bedeutung besonders reich entwickelt hat. die nomina schlieszen sich dabei durchweg an die verba an und treten später als diese auf. bei den verben geht nur im eingeleiteten abhängigen satz und überall beim inf. und part. weg voraus und es ist dann zusammenschreibung mit dem folg. wort üblich, doch schwankt der gebrauch bis in die neueste zeit sehr und wird weg auch oft getrennt geschrieben. es können sogar andre wörter zwischen dem adv. und verbum stehen, was aber (abgesehen von dem zu beim inf.) nur in der poetischen sprache vorkommt: wenn du mich vom plan weg wolst heiszen. Ayrer 1397; da man ihn nit bald weg wird streichen. geschichtl. lieder u. sprüche Württembergs 109, 77; nicht die, die kummen sollen, nur die, die weg sich funden. Logau 3, 7, 13; lasz nicht ... dich verführen, weg vom ufer zu gehn. Klopstock oden 1, 174, 54; und die troischen weiber ... weg in schiffen zu führen zum lieben lande der väter. Voss Ilias 16, 830; und durften sie nicht knicken, und weg sie jucken nicht. Göthe 14, i, 111; dasz uns keine gewalt noch list von dem Friedländer weg soll treiben. Schiller 12, 56; der die ochsen mir ... weg wollte treiben auf des vogts geheisz. 14, 294. enwec, weg ist eigentlich 'auf den weg, auf die fahrt'. es bezeichnet so die entfernung von einem ort durch die thätigkeit, zugleich aber auch die erstreckung der thätigkeit in einer bestimmten richtung. es ist dann in seiner anwendung nach verschiedenen seiten hin weiter ausgebildet worden. es berührt sich dabei mit andern adverbien, die auch mit verben der bewegung verbunden werden. ganz wie weg wird früher dannen gebraucht, das bis zur mitte des 12. jahrh. weg vertritt, im mhd. neben diesem steht und in fester verbindung mit verben im 16. jahrh. erlischt (s. th. 2, 746), doch erhält sich von dannen. vielfach steht ab. neben weg, das aber zunächst nicht die entfernung von etwas, sondern die trennung oder loslösung von etwas bezeichnet (vgl.abfahren, ablegen, im verhältnis zu wegfahren, weglegen), daher sich in seiner anwendung zwar mit weg berührt, aber gewisse gebrauchsweisen nicht entwickelt und nicht für die erstreckung der thätigkeit in einer bestimmten richtung steht. diese drückt hin aus, das aber auch die erreichung eines zieles bezeichnen kann und jetzt vorwiegend bezeichnet. seit dem 14. jahrh. (s. th. 4, ii, 1535) verbindet sichzunächst im md. — hin mit weg und zusammensetzungen mit hinweg stehen dann neben solchen mit weg, doch tritt bei hinweg die örtliche grundvorstellung noch deutlicher hervor. am meisten macht das aus dem nd. und md. vordringende fort (für älteres fürbasz) dem weg concurrenz, es bezeichnet zwar zunächst das fortschreiten der thätigkeit, schon bei Luther aber auch das ausgehen von einem orte, so dasz jetzt vielfach zusammensetzungen mit fort gleichbedeutend neben solchen mit weg stehen; doch drückt fort nicht in dem grade wie weg die beseitigung aus, sowie nicht das zuendebringen. II@11) in verbindung mit verben haben sich bei weg folgende bedeutungen entwickelt. II@1@aa) bei transitiven verben bezeichnet es vor allem die entfernung von einem orte durch die thätigkeit (darum pflegen sich bestimmungen mit von, aus anzuschlieszen), so in wegblasen, wegdrängen, wegdrücken, wegführen, wegheben, wegräumen, wegreiszen, wegrücken, wegscharren, wegschleppen, wegschleudern, wegschnellen, wegstoszen, wegtragen, wegtreiben, wegwälzen, wegzucken. die zusammensetzung kann zugleich die bewegung nach einem andern orte hin durch die thätigkeit bezeichnen. bisweilen handelt es sich nicht um eine entfernung, sondern nur um eine wendung zur seite, so in wegbiegen, wegdrehen, wegkrümmen, wegstrecken. liegt kein verbum der bewegung zu grunde, so drückt die zusammensetzung aus, dasz der durch die thätigkeit betroffene sich entfernt oder vertrieben wird, so in wegbannen, wegbeiszen, weglocken, wegprügeln, wegrufen, wegschelten, wegschmeicheln, wegschrecken, wegstechen, wegwinken, wegzaubern. hie und da findet die entfernung vom subjecte statt, so in wegbrechen 'vomere', weglegen 'von sich legen', wegwerfen 'von sich werfen', wegschwitzen, namentlich bei mittheilung an andere, wie in weggeben, wegleihen, wegschenken. zuweilen wird ausgedrückt, dasz ein gegenstand nicht durch die thätigkeit selbst entfernt, sondern anders wohin gethan und dann durch die thätigkeit betroffen wird, so in wegbinden 'anderswo anbinden', wegpacken, wegschlieszen, wegstecken, auch 'ins gefängnis stecken'. intransitive verba drücken aus, dasz man sich durch die thätigkeit von einem orte entfernt (dann auch einem andern zuwendet), so in wegeilen, wegfahren, wegfallen, wegfliegen, weglaufen, wegreisen, wegschleichen, wegschwimmen, wegspringen, wegstürzen, wegtreten, wegwandern, wegziehen. die neuere sprache hat das auch bei verben, die an sich keine bewegung nach vorwärts ausdrücken, so wegbrausen 'sich brausend entfernen', weghinken, wegrauschen, wegstolpern, wegtropfen, wegzittern. eine wendung zur seite bezeichnen wegblicken, wegsehen, wegstarren. eine besondere gruppe bilden wegbleiben 'fern bleiben', wegliegen, wegstehen, weghaben 'entfernt haben'; ferner weggedenken 'an den weggang denken', wegfinden 'sich zum weggang anschicken', weghelfen 'zum weggang verhelfen', wegverlangen 'verlangen wegzugehen', wegsehnen, wegwünschen; wegmüssen 'weggehen müssen', wegdürfen, wegkönnen, wegsollen. II@1@bb) mit dem begriff der entfernung berührt sich der der entziehung. weg bei transitiven verben kann ausdrücken, dasz von einem gegenstand etwas abgelöst oder weggenommen wird, so bei wegbrechen, wegbrühen, weghauen, wegnehmen, wegscheren, wegschlagen, wegschneiden. besonders zeigt sich der begriff der entziehung bei verben mit einem persönlichen dativ: einem etwas wegangeln, wegessen, wegfangen, wegkapern, wegkaufen, wegreiszen, wegschnappen, wegstehlen, wegtragen, wegzwacken. wer einem andern etwas entzieht, pflegt aber selbst den gewinn davon zu haben, weg kann daher auch einen erwerb oder vortheil für den, der die thätigkeit ausübt, bezeichnen. so steht neben einem etwas wegangeln auch blosz wegangeln 'listig für sich gewinnen', neben einem etwas wegkaufen auch blosz wegkaufen 'für sich ankaufen'; so drückt noch aus, dasz die thätigkeit dem subject zu gut kommt wegbekommen, wegbringen 'davon bringen', wegholen, wegkriegen, wegpflücken, wegtragen 'davon tragen', wegtreiben, auch weghaben 'erlangt, verstanden haben', wegbehalten. II@1@cc) weiter kann der begriff der entfernung in den der beseitigung übergehen. weg bei transitiven verben bringt vielfach zum ausdruck, dasz der durch die thätigkeit betroffene gegenstand nicht nur von seiner stelle gerückt, sondern ganz vernichtet wird, verschwindet (was neben der ursprünglichen bedeutung hervortreten kann). so bei wegbrennen, wegbringen (einen flecken), wegfeilen, weghängen 'an den galgen hängen', wegputzen 'aufessen', wegraffen, wegräumen (einen menschen), wegreiszen (ein haus), wegrichten 'hinrichten', wegschaffen, wegschieszen, wegschmelzen, wegstreichen, wegwischen, wegzehren. auch beseitigung durch rein geistige thätigkeit kann ausgedrückt werden, wie bei wegdeuten, wegerklären, wegstudiren. die neuere sprache verbindet in dieser weise auch verba mit weg, die sonst kein äuszeres object bei sich haben, so wegarbeiten (die not), wegfluchen (die schmerzen), weglachen, wegplaudern, wegspotten, wegstreiten, wegtändeln, wegvernünfteln, wegwitzeln. bei zeitbegriffen als object ist es 'mit der thätigkeit hinbringen', so weggaukeln, wegscherzen, wegträumen, wegweinen. mit persönlichem object kann es sein 'einen in der thätigkeit übertreffen, zu schanden machen', so einen wegarbeiten, wegsaufen, wegstechen, wegwiegen. bei intransitiven verben kann sich die bedeutung 'vernichtet, beseitigt werden' (z. th. in allmählicher entwicklung wie bei hin-) einstellen, so in wegdorren, wegdunsten, wegfallen, wegfaulen, wegschmelzen, wegschrumpfen, wegtrocknen, wegwelken, z. th. erst in neueren bildungen. nur verstärkend ist dies weg in wegscheiden, wegschwinden, wegsterben. II@1@dd) endlich finden sich bildungen mit weg bei verben, die ein inneres object bei sich haben, wo wol auch von dem begriff der beseitigung auszugehen ist. sie treten erst in der neueren zeit auf und gehören mehr der umgangssprache an (Campe hat sie zuerst eingehender behandelt). die verba drücken zunächst aus, dasz die thätigkeit in beziehung auf das object ganz zu ende gebracht wird, so dasz dieses erledigt oder aufgearbeitet ist, z. b. eine aufgabe wegarbeiten, getreide wegbinden, ein buch weglesen, den flachs wegspinnen. häufiger wird aber nur bezeichnet, dasz die thätigkeit ihren anfang nimmt und ungehindert oder ununterbrochen weitergeht, so ein stück wegblasen 'darauf los' oder 'herunterblasen', ein lied wegpfeifen, ein gemälde wegpinseln; die verba werden dann auch oft absolut gebraucht. so noch wegessen, weggenieszen, weghauen, weghudeln, wegleben, wegliegen, wegmachen, wegmalen, wegplappern, wegpredigen, wegschaffen, wegschlafen, wegschnarchen, wegschreiben, wegsingen, wegsprechen, wegthun, wegtrinken, wegwaschen. II@1@ee) in wendungen wie er springt über den stuhl weg, drückt das verbum meist nicht die entfernung aus (er entfernt sich, indem er über den stuhl springt), sondern die richtung, die die thätigkeit nimmt (er macht einen sprung über den stuhl hin), s. d. folg. abschnitt. II@22) weg kann sich auch als adv. in näherem anschlusz an nominale wendungen zeigen; die nähere abgrenzung dieses adv. von dem verbalpräfix ist nicht immer leicht. II@2@aa) wenn auszer weg noch eine andere locale bestimmung neben dem verbum steht, so kann sich auch hier weg näher an das verbum anschlieszen (was namentlich bei bestimmungen mit von oder aus das gewöhnliche ist), es trägt dann, wenn ein subst. mit präp. vorhergeht, den ton: schreck ihn durch list aus diesen mauern wég. Schiller 13, 404; mit jedem schlag in seine üpp'gen wellen wäscht sich ein makel mir vom busen wég. H. v. Kleist 2, 100; wenn du dein labsal mir zeuchst für dem munde wég. v. Lohenstein Agrippina 44; wenn ich kopf fand, sah ich über die sitten wég Schubart leben 1, 98; zieht ihm doch inmittelst die leiter unter den füszen wég Winckler 2000 gutte gedancken D 8b. es kann aber auch weg mit der vorausgehenden präpositionellen wendung enger verbunden werden, es ordnet sich dann im ton dem vorausgehenden subst. unter: als wir noch eine meile von der stadt waren, fuhren wir ganz sachte an den úfer weg Ch. Reuter Schelmuffsky 37; nach dem heutigen weltlauf drückt sich das nützliche immer an den waenden weg Musäus moral. kinderklapper 13; nun ging es an den féldern weg Göthe 24, 145 Weim. ausg.; die wasserleitung geht nahe am theáter weg Seume 129; es (das kind) stieg auf den geländern der gaenge weg Göthe 21, 171; das mädchen flog mit leichten füszen über die blúmen weg S. Geszner 1, 126; sie ... risz den dolch blitzgeschwind heraus, und fuhr mit spitze und schneide ihm rasch über die hánd weg Göthe 22, 132; (das genie) läuft glücklich wie ein nachtwandler über die scharfen gípfelrücken weg, von denen die wache mittelmäszigkeit ... herunterplumpst 45, 188; der ausflusz der Pegnitz lauft unter einem schwibbogen der stádt weg Nicolai Seb. Nothanker 1, 204. (geht ein pron. mit präp. voraus, so erhält weg auch in diesem fall den ton: Fink sprach über ihn wég, als wenn ein stück luft auf dem stuhle des hausherrn sitze Freytag 4, 286). tritt weg im anschlusz an eine vorausgehende präpositionelle wendung aber vor das verbum, so pflegt es mit diesem zusammengeschrieben zu werden und auch einen hauptton zu erhalten: (den jagdzug) sah ich noch vor wenig stunden übern markt wégführen. Schiller 12, 306; als der sohn, der sich unter dem fenster wéggeduckt und an die ... thür nicht angeklopft hatte, plötzlich eingetreten war J. Paul Q. Fixlein 69 (andere fälle der art sind unter den verben angeführt). nimmt man die verba als zusammengesetzt (was meistens geschieht), so musz man ihnen eine von der gewöhnlichen abweichende bedeutung anerkennen; sie bezeichnen die richtung, die etwas in seiner thätigkeit nimmt (ähnlich: über den markt hin, unter dem fenster hin). II@2@bb) in folgenden festen verbindungen schlieszt sich weg enger an die präpositionelle wendung an, der es sich im ton unterordnet, und wird für gewöhnlich nicht mit einem folgenden verbum zusammengeschrieben (die zusammenschreibung der texte ist im folg. beibehalten worden; als zusammensetzung würde die bildung mit weg zu 1 d gehören; etwas vom herzen wegsagen u. dgl. kann auch als 'sich durch rede vom herzen schaffen' genommen werden). II@2@b@aα) von der hand, von (auch vor) der faust, von der zunge, von der brust, vom herzen, von der leber weg: die currentsachen ..., die sich von der hand wegarbeiten und wobey es nur auf eine deutliche vorlegung der umstände ankommt F. C. v. Moser der herr u. der diener 179 (s. auch wegschaffen 2); wenigstens ist die gelehrsamkeit, als ein gewerbe, unter uns in noch ganz leidlichem gange ... und unsere übersetzer arbeiten noch frisch von der faust weg Lessing 6, 3; meine freunde ... heiratheten vor der faust weg, brockten sich eine suppe ein, und haben nun was auszuessen Hermes Sophiens reise 2, 14; aber thorheit ist es, von der faust weg über sachen abzusprechen, welche so vielerley seiten haben Bode Montaigne 4, 420; indem der arzt die sehr kranken, die nicht selbst kommen können, nie sieht und vor der faust weg verordnet Niebuhr nachgel. schriften 133; seyd so gut und haltet die rede, wie ich sie euch vorsagte, leicht von der zunge weg Shakespeare 3, 239 (Hamlet 3, 2); der Teutsche hat die üble gewohnheit seine meinung von der brust wegzusagen Schiller 2, 383 (nur: von der brust weg 'frei heraus' 3, 364 kab. u. liebe 1, 2); so schwatzt man doch wenigstens seinen unsinn und aberwitz frei vom herzen weg Herder 5, 373 Suphan; ein gewaltiger jäger, ders so frey vom herzen weg gesteht, dasz er keine viertelstunde sitzen könne Lavater physiogn. fragmente 1, 232; wir bemerkten einige greise, welche ... lustig und guter dinge zu sein schienen, bis wir sie offenherzig genug machten, ihr elend vom herzen wegzusagen G. Forster 2, 428; gerade vor der wichtigsten entscheidung meines lebens musz ich ihnen wieder begegnen, der einzigen, die mich wirklich kennt und der ich ... recht vom herzen weg beichten durfte Heyse nov. 1, 39; rede nur jovial vom herzen weg O. Ludwig 1, 215; o! ich mus mit dir von der leber wegreden Hermes Sophiens reise 2, 346; ich achte es für ein wahres glück, mit ihnen frei und, wie man zu sagen pflegt, von der leber weg, über alles sprechen zu können Solger nachgel. schr. 1, 292; schreiben sie also nur frisch von der leber weg v. Droste-Hülshoff briefe an L. Schücking 292; und komme ich einmal in Berlin mit ihm zusammen, so sag' ich's ihm frei von der leber weg v. Gaudy 2, 157; wie that es ihm wohl, dasz der frische zug der wahrhaftigkeit wieder durch das deutsche leben ging und jeder tapfer von der leber weg sprach Treitschke d. gesch.3 1, 453; vgl. auch th. 6, 461. vom blatt weg: (dasz) er ... alles ohne unterschied vom blatte weg spielen soll Ph. E. Bach art das clavier zu spielen 1, vorr. 2b; er singt mit unnachahmlicher fertigkeit alles vom blatt weg Schubart ästhetik d. tonkunst 136; aber sagt: könnt ihr alles vom blatt weglesen? Shakespeare 1, 24 (Romeo u. Julia 1, 2); dieses verdienst gehört in eine klasse mit der fertigkeit eines tonkünstlers, die noten frisch und rein vom blatte wegzuspielen G. Forster 3, 57. vom fleck weg: ich sah heut nacht im traum eines, stöszt mir das irgend wo auf, so nehm ichs vom fleck weg Stephanie d. j. singspiele 76. auf dem nägele weg (s. nägelein th. 7, 264): medicis, welche den Hippocrates, Galenus ... und andere, auff den nägele weg und auszwendig her sagen ... könten Philander 1, 197, vgl. 1, 591. in einem atem weg: ein pferd von solcher art geht hurtig viele meilen in einem athem weg, und hasset das verweilen. König ged. 228; alles das frage ich sie so in einem odem weg, um ihnen stoff genug zu geben, mir bald und recht viel zu antworten Rabener 6, 114. II@2@b@bβ) vor sich weg (vgl. vor sich hin): sihe an die andern thier, haben der füsz nicht mehr denn vier und lauffen dennoch vor sich weg. Waldis Esopus 1, 133 (1, 88, 5) Kurz; in dem sich nichten saumpt die schneck, in einem gang kroch für sich wegk. Eyering 3, 154; und lag also für sich weg als ruhet er B. Quinos sterbekunst (1586) 81; welche ... mit den händen vor sich weggriff und ihren allerliebsten suchte junker Harnisch 169; seine hände ... hielt er mehrentheils gerade vor sich weg Nicolai Seb. Nothanker 1, 44; in solchen krummen gängen und pfaden, dasz ein ehrlicher kerl kaum eine spanne vor sich wegsehen kann Sturz 1, 265; er nahm also seine zuflucht zu dem buch, schlug die augen nicht weiter auf, und las andächtig vor sich weg 1, 268. II@2@cc) eine selbständigere stellung dem verbum gegenüber nimmt weg mit der präpositionellen bestimmung namentlich auch dann ein, wenn dies noch mit einer anderen localen bestimmung verbunden ist: und aus den reihen verlieret sich Psyche zwischen felsen und sträuchen weg. Göthe 4, 188 Weim. ausg., wir gingen neulich durch den wald und an dem berge weg. 11, 299; der überm abgrund weg das freie gras abmähet von den schroffen felsenwänden. Schiller 14, 397 (Tell 4, 3); er führete uns die treppe wieder hinunter, über den schönen saal weg, und in eine grosze stube Ch. Reuter Schelmuffsky (vollst. ausg.) 17 neudr.; drängt euch durch die schlucht über die hügel weg, so entkommt ihr Göthe 13, i, 342; er (der kutscher) fuhr nun seitwärts durch einen wald und über lange triften weg 23, 36; man führte uns drüber (über den weg) weg und in's graue hinein 33, 67; strichregen gingen an mir vorüber und über mich weg 41, i, 261; um ihr schrecken zu vergröszern und von unserer gewalt eine probe zu geben, ward eine kanonenkugel über sie weg und zwischen die bäume nach dem lande hin gefeuert G. Forster 2, 164; ein kreis von platanen, wo man über das felsige gestade weg ins meer hinaussah Hölderlin 2, 39 Litzmann; oft sah ich mich erschrocken um, wenn der wind über mir weg durch die bäume fuhr Tieck 4, 148; es fuhr ein licht durch die stube an der decke weg, als wenn jemand mit einer laterne nachts über den hof geht Brentano 5, 92. II@2@dd) auch in anderen fällen steht weg im anschlusz an präpositionelle wendungen selbstständiger im satze da: ward er auffgehaben zusehens, und eine wolcke nam in auff fur iren augen weg ap.-gesch. 1, 9; und hättest du ... die schwere strasz entdeckt an den chinenser port, bey Nova-Zembla weg. S. Dach 129 Österley; sorglos über die fläche weg, wo vom kühnsten wager die bahn dir nicht vorgegraben du siehst, mache dir selber bahn! Göthe 1, 67 Weim. ausg.; wenn die räder rasselten rad an rad rasch um's ziel weg. 2, 70; und du hobest mich auf, und trugst mich herüber, durch deinen hof weg. 50, 203 (Herm. u. Dor. 2, 143); hier am teich weg und linker hand in den wald, so kommen wir ihnen in rücken 8, 92 (Götz 3); so sende dir ehestens ein paar bogen noch ganz nasz unter der presse weg briefe 33, 63; da schrie die dirne, dasz man's über zehn häuser weg vernahm Goekingk 3, 87; wie er die obersten stufen übersprang und über den kurzen flur weg fast gleichzeitig die klinke der stubenthür ergriff G. Keller 4, 22; der ... alte baron wurde rot über den ganzen kahlen kopf weg Fontane I, 5, 160. namentlich erscheint von — weg häufig als eine selbständige bestimmung 'von etwas entfernt oder sich entfernend': nun wende dich, und wirf den blick, von norden weg, zurück gen süden. Gottsched neueste ged. 23; ach, der sturm! verschlagen weg vom glücke! Göthe 2, 73; wann er (der hund) Tamiro von ferne sahe, alsbald von seinem herrn weg auf diesen zulief polit. maulaffe 5; sie solten ihre stadt abbrechen, und vom meere weg eine andere bauen v. Lohenstein Arminius 1, 885b; das auge nicht abwendend von der wolke, die vom Geierstein weg höher und höher heraufzog E. Th. A. Hoffmann 10, 27; auf geheisz der Römer siedelten sie von der küste weg im binnenland ... sich an Mommsen m. gesch. 2, 169; in der sache ändert sich insofern nichts, als nun der vorwurf vom präsidenten weg auf Stüve fällt J. Grimm an Dahlmann briefw. 1, 173. 'direct woher kommend': und was der best rock ist und von der nadel weg O. Ludwig 2, 373; könnt ihr euch denken, wie der thurm dort auf dem Staufenberg einmal neu war, frisch von kelle und hammer weg? Auerbach 17, 183. II@33) weg findet sich auch in näherem anschlusz an ein vorausgehendes adv. (der ton ruht dann überwiegend auf weg, doch kommt auch betonung des adv. vor). es wird dann theils mit diesem adv. zusammengeschrieben, theils auch getrennt gelassen, auch kommt verbindung und zusammenschreibung des weg mit einem folg. verbum vor. (in den belegen ist die schreibung der texte beibehalten.) II@3@aa) weg mit ortsadv.: beyweg, nebenweg, juxta, secundum Stieler 2456; der schusz gehet beyweg, ictus non tangit ebenda (jetzt veraltet); sie haben sehr weit neben weggegriffen Bode gesch. des Thomas Jones 3, 277; durchweg, ursprünglich local: er ... stach den Türken, der so auff ine drengte, durch wegk und sties ine über bort ins wasser Kantzow chronik v. Pommern (letzte bearb.) 352 Gäbel; mitten durch weg auf einem wagen mit vier pferden fahren, per medium aliquid quadrigis vehi Hederich 2568; dann wie durchaus, s. th. 2, 1710; oben weg, unden weg Stieler 2456: für geld und gute worte finden sich überall leute, die das (die übersetzung) schon so grob oben weg zu machen wissen; musz es doch hernach erst poliren Fr. Müller 2, 40; ob er (der trunk) mir gleich die beine ein paar mal unten weg zog Shakespeare, Macbeth 2, 2; hinten weg, vornen weg: das müssen ihm selbst seine feinde ... nachsagen, dasz er das maul immer vorn weg hat Tieck 5, 378; nu sieh ock die lange latte, die da vorne weg geht! G. Hauptmann die weber 107 (akt 5); drunter weg, drüber weg: ich kenne dich doch auch schon an die dreiszig jahre und drüber weg E. Höfer erz. schriften 1, 6; an, nach, hinter, über einander weg: unsere familie ... streicht an einander weg wie gespenster Göthe 12, 52 (Lila 1) Weim. ausg.; acht nächte nach einander weg 18, 17 (die aufgeregten 1, 6); auch wird man sie (die elegien) hinter einander wegdrucken müssen, wie es eben trifft briefe 10, 256; ein büffet, ein sofa und ein piano, die hintereinander weg die ... längswand ... einnahmen Fontane I, 5, 19 (s. auch wegarbeiten 2, wegmachen 1); da die fäden durchaus kreuzweis übereinander wegliefen G. Forster 2, 166. zeitlich ist vorweg, praeveniens, anticipans Stieler 2456; er hat seinen lohn vorweg ebenda; vornewäk, voraus, zuvor Jecht 120. immer weg: mach nicht viel wort, gib dich gefangen. nur fort und immer weg gehangen. Krüger bäur. richter 491; s. th. 4, ii, 2078 den beleg aus Möser. in einem weg s. sp. 2870; vgl. noch: darauf haben sie über drei jahrhunderte in einem weg losgearbeitet Jahn merke 63; das mundartliche in eins weg kommt auch im Berliner roman vor: einen blonden jüngling mit piepsender stimme, der mich mit seinen blaszblauen augen in eins weg anschmachtet E. Georgy die Berliner range 4, 87. II@3@bb) weg mit adjectiv-adv., zunächst neben einem verbum, dann auch für sich stehend. die bildungen gehören im ganzen mehr der umgangssprache an und erscheinen (abgesehen von schlechtweg) erst seit der mitte des 18. jahrh. auch litterarisch (Schiller liebt sie in seinen jugendwerken): deutschweg, dreistweg, flüchtigweg, freiweg, frischweg (s. auch wegspielen), geradeweg (s. th. 4, i, 3557), glattweg, gleichweg, kurzweg (s. th. 5, 2855), leichtweg (s.weglesen 2, wegspielen), lustigweg, raschweg (s.wegthun 2), reinweg (nach th. 8, 700 bes. nd.), rundweg (th. 8, 1516 aus Schiller), sachteweg, schlechtweg (s. th. 9, 546), schlichtweg, schnellweg, stillweg, trockenweg, voreiligweg (s. wegverachten), warmweg (in den quellen ist überwiegend weg vom adv. getrennt geschrieben; auch anschlusz an das verbum kommt vor, das als zusammensetzung genommen zu 1 d gehört): halten sie mirs zu gnaden, dasz ich so deutsch weg rede Rabener 3 (1752) 415; die meisten von der gesellschaft behaupteten dreist weg, dasz alle diese geheimen künste auf eine taschenspielerei hinausliefen Schiller 4, 208; ja, ja, das sing er nur recht dreist weg, rief darauf sogleich die dame wieder v. Eichendorff 3, 11; wer etwas, das mit fleisze gemacht werden sollte, nur flüchtig weg machet, der machet es obenhin Gottsched beobacht. 216; in Italien sey warm ... in den dreyszig sey er da gewesen, erzählte er so ganz flüchtig weg Göthe briefe 3, 7 Weim. ausg.; eben deswegen müssen wir unsere meinung frey und deutsch wegsagen litteraturbriefe 15, 39; es mag wohl nicht recht gewesen sein, gleich so frei weg zu sprechen Fontane I, 5, 132; frei — weg! (commando, wenn vorwärts marschirt werden soll, nachdem auf der stelle getreten ist); die Gretel liest ihren brief frisch weg Rabener 6 (1777) 18; ich glaube, sie hätte ihren vater so frisch weg geheirathet wie den sohn Göthe 24, 147; wie ich ... immer geneigt war, was die gegenwart heiteres anbot, frisch weg zu genieszen Steffens was ich erlebte 4, 248; indessen waren die herren von Abdera gewohnt, so glattweg und bona fide bey ihrer staatswirthschaft zu werke zu gehen Wieland 19, 277; der kerle ... begehrte gleich weg seinen abschied Ch. Weise erznarren 31 neudr.; aber lustig weg landsmann. lasz uns ausfahren, wie listige erben, die heulend hinter der bahre gehen, und desto lauter ins schnupftuch lachen Schiller 3, 23 (Fiesko 1, 7); so musz man mit mühe das lachen halten über die schrecklichen geberden, mit denen sie (in der vorlesung) alles rein weg zu papier zu bringen suchen, was von seinem (des professors) munde ausgeht Rebmann der Leipziger student 46 neudr.; und was hatte ich gethan? nichts, reinweg gar nichts Stinde familie Buchholz10 19; da fragt man erst recht sachte weg, und der gefangene ist stolz auf seine unschuld Göthe 8, 250 (Egmont 4); so schlicht weg (gespielt) alles, so schlank hin, gar nicht einmal wie auswendig gelernt, — was ist denn darin für kunst? Tieck novellen (1854) 12, 251; zehn töne nach einander schnell weg sind leichter zu singen, als ein einziger von gewicht Heinse 5, 45 Schüddekopf; hier seht ihr, ist die königliche vollmacht, eigenhändig unterschrieben, Gottlieb (der name des königs) simpel weg Tieck 10, 102; laszt euch still weg in lieb' und güte hängen, und zwingt uns nicht zu harten prozeduren. 3, 152 (Fortunat I, 3, 3); sie lebten still und finster weg; nur mit dem schulzen ... verkehrten sie zuweilen E. Höfer erzähl. schriften 5, 231; ich habe erfahren, dasz sie still weg leben Freytag verl. handschr. 1, 262; er hat es ernsthaft gesagt ... das wars eben. so trocken weg, und so weinerlich Schiller 3, 23 (Fiesko 1, 7); gearbeitet habe ich noch nichts, aber sobald ihr wieder hier seid, geht das rasch und warm weg briefe 1, 296 Jonas. die wendungen kommen auch adjectivisch vor: der mensch ist schlecht weg, non nimis exquisitus est hic homo, sine dolo, simplicis ingenii Stieler 2456; Leo hätte geantwortet, aber so frei weg er sonst war, er genierte sich doch einigermaszen Fontane die Poggenpuhls 65; es ist dumm, dasz die besten pastoraltheologien über diesen punkt so hurtig weg sind wie schnupftabak J. Paul Hesp. 3, 54 (s. th. 9, 1391). II@3@cc) auch so weg 'ohne weiteres' begegnet (doch kann in den folg. belegen auch weg mit dem verbum verbunden werden): die jenseitigen Deutschen rupfen den teig wieder aus einander und braten ihn in butter auf. der wälsche Tyroler iszt ihn so weg Göthe 30, 55; kleine diebe hängt man so weg (nd. de kleynen deve hengetmen wech), es haben die groszen starken vorsprung, mögen das land und die schlösser verwalten 50, 108 (Rein. Fuchs 8, 134); auch die bessere seele, die sich im lesen erhohlen will, naht gefahren, wenn sie so weg lieset, was der zufall in die hände spielet Jahn volksthum 261; es geht noch immer so weg (erträglich). II@44) weg als adv. 'entfernt' kann durch weit verstärkt werden; diese verstärkung kommt auch in fällen vor, wo weg näher an das verbum angeschlossen wird (s. auch wegwerfen 6): gott wolle ... kranckheit und ander unglück weit davon weg verbannen Ch. Weise polit. redner 261; nicht nah vor der stadt, sondern gantz weit weg Lichtenberg briefe 1, 305; sie ist weit weg verheirathet Göthe 23, 73; diese (wahrsagerinnen) wollte er (der Gotenkönig) nicht länger dulden, sondern verjagte sie weit weg in die wildnisz Grimm d. sagen 2, 16; beschlosz also, zu reisen, so weitweg, wie möglich Immermann Münchh.2 1, 10; nachdem aber später die Franzosen ... ihre würfe höher richteten, und die kugeln weit von uns weg fielen Grillparzer5 19, 46. sprichwörtlich: es blitzt und schlägt mit pulver und blei, weit weg ist besser denn dabei. Opel u. Cohn 30jähr. krieg 435; weit weg ist gut vorm schusz Arnim 16, 136. auch fern weg (s. 5 a): wie wir noch offtmals zu thun pflegen dem so uberfeld oder ferne wegwandert, das wir eins teils weges mit im gehen Edelman hochzeitpredigten (1583) F 7a; Schilrick scheidet von seiner geliebten Vinvela: fern weg, fern weg in Fingals kriege: er verläszt sie Herder 3, 27 Suphan. auch mit maszangaben verbunden: der pfaff ist uber ain myl weg bei dem wyn Eberlin v. Günzburg 1, 187 neudr. II@55) prädicativer gebrauch von weg kommt schon im mhd. vor; bei Luther ist er sehr gewöhnlich (in der älteren bibel wird an den betr. stellen wegsein noch nicht verwendet). weg pflegt mit sein und gewesen zusammengeschrieben zu werden, nicht aber mit den formen des verbum finitum. II@5@aa) weg kann 'entfernt, in der ferne' sein: die wile der bobest enweg was, do zwischen schluog Dietrich von Bern Boetio und Simacho ... die houbter abe Closener städtechr. 8, 31, 21; doch kommen, die Adramelech verehren, sklavische heuchler, dahin, und beten sein luftiges unding, wenn er da ist, gebückt, und wenn er weg ist, mit hohn an. Klopstock Messias 2, 349; Schnürtzgen. ach! ihr kinder! was soll denn das bedeuten, dasz du schon wieder hier bist. Lorentz. was solls bedeuten, dasz ich nicht mehr weg bin Ch. Reuter Schlampampe 106 neudr.; Theophan, soll ich sagen, dasz sie nicht lange weg seyn werden? Lessing 1, 445 (der freygeist 4, 8); schon fünf tag und nächte, dasz er weg ist Göthe 8, 20 (Götz 1) Weim. ausg.; wer sich nähert, den stoszt nicht zurück und wer sich entfernt, den haltet nicht fest, und wer wiederkommt, den nehmt auf, als wenn er nicht weg gewesen wäre briefe 21, 275; wenn ich bei dir bin, zerschmilzt meine vernunft in einen blick — in einen traum von dir, wenn ich weg bin Schiller 3, 371 (kab. u. l. 1, 4); meine nachbarn wissen allemal, wenn ich weg bin O. Ludwig 2, 59. weg von, aus etwas: von hause weg seyn, domo abesse Steinbach 2, 984; er ... will daran denken, wie lang er schon von den seinigen weg ist Hebel 2, 2 Behaghel; fern! weg von mir sei eure treu, und eure herrlichkeit! Göthe 17, 49; doch weg sey stets von mir dies mittel zu gefallen. Z. Werner ged. (1789) 7; wie es einem so einsam ist, da alles aus dem hause weg ist Ch. Reuter Schlampampe 104 (1, 9) neudr.; weil das bild der treffligkeiten (die geliebte), deiner fakkel wehrter zwekk, nu ist ausz dem leben weg. geharnschte Venus 107 neudr. verstärkt weit weg: er ist schon weit weg von uns Stieler 2456; wan ich vermein, weit weg zu sein. Spee trutznacht. 31; hast du nicht gesehen, wie er alles anstarret ... und wie einer antwortet, dessen seele weit weg ist Leisewitz Julius v. Tarent 29 (1, 6) neudr. fern weg: du darffest im nicht nachlauffen, er ist zu fern weg Sir. 27, 22. mit maszangaben: dann wann die leute uber land reisen wolten, ..., und das pferd sich nur umbwendet, so waren sie vierzehen meilen weck Krüger Clawerts werckl. hist. 67 neudr.; reiszaus! zerrissen die haufen! davon! sechzig schritte weg werf ich die kleider ab, stürze mich in den flusz Schiller 2, 92 (räuber 2, 3 schausp.). II@5@bb) viel häufiger ist die auch schon seit dem mhd. vorkommende bedeutung 'weggegangen'. II@5@b@aα) die feint hetten sich ein weil enthalten in dem wald und waren nit weck städtechr. 2, 193, 16 (Nürnberg 1450); do man innen ward, das sy eweg was d. volksbücher 341, 32 Bachmann-Singer; das der engel Gabriel wer weg, zuo dem fenster ausz geflogen Decamerone 263 Keller; da sie (die verfolger) weg waren, stiegen sie aus dem brunnen 2. Sam. 17, 21; wenn der verleumbder weg ist, so höret der hadder auff spr. Sal. 26, 20; da ich meim freund auffgethan hatte, war er weg und hin gegangen hohel. 5, 6; der Mertin bericht, ich wär weg, wüszten aber nicht wohin v. Schweinichen denkw. 140; bistu dann noch nicht weg? schausp. engl. comöd. 97, 19 Creizenach; wie froh bin ich, dasz ich weg bin! Göthe 19, 5 Weim. ausg.; gott weisz, wo er ist kommen hin. weg ist er nicht, das weisz ich wol. Krüger bäur. richter 304; sie ist fort, ich bin hier, ich bin weg, bin bei ihr. Göthe, 3, 36; geht, geht mit gott madame. wir fürchten uns vor keinem teufel mehr, sobald ihr weg seid. Schiller (jungfr. v. Orl. 2, 2). wegsein von etwas: ob aber ainer oder mer zuvor, ehe die dorfmaister, wie gemelt, urlaub geben, von der arbait wech waren und des urlaubs nit erwarten österr. weisth. 3, 145, 37 (Oberinnthal 1598); ganz Wien weisz, dasz ich vom erzbischof weg bin, weisz warum Mozart bei Jahn Mozart 3, 28. besonders ist weg 'plötzlich verschwunden', gern mit voranstellung: weg ist er, abiit, excessit, evasit, erupit Nieremberger; warte doch! — dasz er mich hörte! — he Al-Hafi! hier! — weg ist er. Lessing 2, 212 (Nathan 1, 3); er war kaum von dir weg, als ich ihm nachging, ich hatt' ihn noch zu sprechen, — doch — weg war er. Schiller 12, 245 (Wallenst. tod 2, 3); während ich die grösze des ankers ausmasz, weg waret ihr, ohne dasz ich wuszte, wo ihr hingekommen Wieland Lucian 1, 294; als ich von einem kleinen spaziergange einst heimkehrte, weg warst du samt deinem geschwister E. Th. A. Hoffmann 10, 45. ohne verbum: alsz disz die bruder horten, sie auf und wegk Grunau preusz. chron. 2, 237. er ist weg kann auch sein 'dahin, gestorben': sie ist dahin, mein frideschilt vur ungemach; enweg ist mein warsagende wunschelrute Ackermann aus Böhmen 10 (5, 3) Bernt u. Burdach; es ist noch umb ein kleines, so ist der gottlose nimer, und wenn du nach seiner stete sehen wirst, wird er weg sein ps. 37, 10; unser zeit ist, wie ein schatte dahin feret, und wenn wir weg sind, ist kein widerkeren weish. Sal. 2, 5; meine hütten ist zerstört ..., meine kinder sind weg, und nicht mehr fürhanden Jer. 10, 20; er ful im (um) un war weg Müller-Fraureuth 2, 645b; ich werde mal weg sein wie ne mütze 'plötzlich sterben' ebenda, vgl. Wander 4, 1857. II@5@b@bβ) übertragung auf unbelebtes. II@5@b@b@11)) von zeiträumen 'vergangen': wegk, einwegk, transactus oder vergangen voc. theut. (1482) nn 4b; wenn auch die zway jaur enweg und vergangen sind städtechr. 5, 377, 39 (Augsburg 1438); so der winter noch nit gantz en weg ist Keisersberg bilgersch. 32a; der winter ist vergangen, der regen ist weg und da hin hohel. 2, 11; der tag ist schon weg, the day wasts Ludwig 2406; betrachte denn (beim jahreswechsel), mit aufmerksamen sinn, dasjenige, was weg, vergangen, und dahin. Brockes 4, 438. sprichwörtlich: zeit so weg, komt nicht wieder Schottel 1136. in der Oberlausitz sagt man: neune is weg 'ist vorüber' Müller-Fraureuth 2, 645b. II@5@b@b@22)) auch sonst 'vergangen, vorüber, nicht mehr vorhanden': wir suln in gote dan ruwen ... alle leit sint danne weck. H. v. Hesler apokalypse 22295 Helm; alʒo der koning in der fursten gheinwertigkeit ist und in irem gerichte, so ist die sache weg, do er andere richtere umb gesazt hatte, und so richtet er denn billich selber weichbildrecht 217 (glosse art. 7) v. Daniels; als der taw weg war, siehe, da lags ... wie der reiffe auff dem lande 2. Mos. 16, 14; freude und wonne ist aus dem felde weg Jer. 48, 33; und wenn der tzorn (gottes) weg ist, szo sind die sund vergeben Luther 8, 519, 13 Weim. ausg.; weil der winter ist vergangen, schnee und eysz ist weg. Voigtländer oden u. lieder 96: in wenig stunden ist alles schöne weg, ist alle pracht verschwunden. Brockes 2, 16; was ich mir ferner auch erstreben mag, das schöne ist doch weg, das kommt nicht wieder. Schiller 12, 375 (Wallenst. tod 5, 3); das wort ist weg, und der ton der empfindung tönet Herder 5, 17 Suphan; und wenn mir auch einmal so ein gedanke durch den kopf fuhr, war er gleich wieder weg Göthe 9, 128; der damm ist weg, und der strom seiner lüste kann izt freyer dahin brausen Schiller 2, 21 (räuber 1, 1 schausp.); dann war es (das land) plötzlich unter ihm weg Storm 1, 32. II@5@b@b@33)) von eigenschaften und besitz 'verloren': dâ morne sô stirbet er ... dâ ist diu geistlîche kraft enweg mystiker 1, 265, 20 (Nic. v. Straszburg); hab ich doch nirgend kein hülffe, und mein vermügen ist weg Hiob 6, 13; böse, böse, spricht man, wenn mans hat, aber wens weg ist, so rhümet man es denn spr. Sal. 20, 14; alle seine (des reichs) herrlichkeit ist weg. es war eine königin, nu ists eine magd 1. Macc. 2, 11; wenn aber hertz und mut weg ist, so ist die manheit weg, und der man wird feyg und verzagt Luther 19, 411, 11 Weim. ausg.; es ist alles weg, was wir zuvor gehabt M. Neander sylloge locutionum 223a; das gelt ist weg, devorata pecunia est; sein guht ist weg Stieler 2456; nun ist alle hoffnung weg, now all hopes is gone Ludwig 2406; geschütz erfunden: und siehe! die alte tapferkeit der Theseus, Spartaner, Römer, ritter und riesen weg Herder 5, 533 Suphan; bauren, wann die messer weg, stecken holtz in scheiden ein. Logau 2, 9, 32 (s. 383 Eitner); dasz deine freiheit weg, und dieses land ... umb allen seinen schmuck und herrlichkeit gekommen. Rist d. friedewünsch. Teutschland 34; weg ist mein thun, weg stand und ehr, weg alle meine gaben. S. Dach 182 Österley; allein er kam zu spät. ihr herz war weg, weg mit dem ersten blicke. Wieland 21, 206 (Klelia u. Sin. 2, 141); weg ist alles, was du liebtest, weg, warum du dich betrübtest, weg dein fleisz und deine ruh. Göthe 1, 70; die furcht ist weg, der respect, die scheu. Schiller 12, 46 (Wallenst. lager 11). von körperlichem: meine kräfte sind weg, my strength is gone Ludwig 2406; das fleisch ist ihm alles vom leibe weg, totum corpus ad extremam tabem venit Stieler 2456; o weh, mein nasen ist schon weg! Krüger aktion v. d. anfang u. ende der welt F 5a; der athem ist mir weg ... o schweres ungelück! Gottsched ged. 681; war ein gekos' und ein geschleck'; da ist denn auch das blümchen weg! Göthe 14, 180 (Faust 1, 3561); während zwei ... den ganzen feurigen schusz in's antlitz bekommen hatten. das auge müsse wenigstens weg sein, sagte die person Immermann epigonen2 1, 218. auch von krankheiten 'beseitigt': mein husten ist weg Lichtenberg briefe 1, 142. II@5@b@b@44)) von concreten entwickelt sich weg zur bed. 'verschwunden, nicht mehr zu sehen': mein seckel mit dem golde ist gleichwol weg englische comedien u. tragedien J 6b; abends liegt es noch im kasten, und des morgens ist es weg. Heine 1, 155 Elster. II@5@b@b@55)) um das plötzliche verloren-, verschwundensein zu bezeichnen, pflegt weg vorangestellt zu werden: weg war der (auf einmal verschwundene) schatz! Gellert (1769) 1, 214; ein halstuch öffnet sich, ein ärmel fällt zurücke, und weg ist euer herz! Wieland 9, 16 (Musarion 1); sie kommt. auf einmal weg ist die erlog'ne ruh! Göthe 9, 97 (mitschuld. 3, 7); auf einmal musz eine arme Bruneschi, Emilia heiszen: — weg ist meine ruhe, und alles! Lessing 2, 115 (Emilia Galotti 1, 1); als ich erwachte, stand Adolph an meiner seite, und weg war der traum Pfeffel pros. versuche 1, 112; raunte mir mein dämon ins ohr: gestehe nur, dasz du nicht glaubst, was du singst! und weg war alle fromme andacht Heyse nov. 1, 137. II@5@b@b@66)) sprichwörtlich: was weg ist, das lasz fahren hin Henisch 976, 62; was weg ist, beiszt (brummt) nicht mehr Wander 4, 1856; weg ist weg, fort ist fort, hin ist hin 1857. II@5@b@gγ) er ist weg (verstärkt ganz weg) kommt in der umgangssprache (bes. Norddeutschlands) in übertragenen bedeutungen vor Follmann 533. Albrecht 234. Müller-Fraureuth 2, 645b. Bauer-Collitz 113b. Stürenburg 328a. Danneil 245. Brendicke 192. zeitschr. f. d. mda. 1910, 39 (Neumark). Frischbier 2, 460. es kann sein: eingeschlafen; besinnungslos, bewusztlos, ohnmächtig; kraftlos nach langen schreien und wüten; betrunken (Lichtenberg 3, 74. 75, neben er ist fertig, ist hin); auszer sich vor aufregung, staunen, aus dem seelischen gleichgewicht. litterarisch nicht häufig: der zorn der himmlischen verweigert uns die winde. gleich bist du (Agamemnon) weg. der streich schlägt dich zu boden. Schiller 6, 167 (Iphig. in Aulis 376); ich bin zuweilen so weg, dasz ich mich selbst kaum mehr kenne v. Hippel briefe 14, 91; wir haben gewonnen; sobald er sich in beweisen und vernünfteln einläszt, ist er weg Klinger 1, 97 (falsche spieler 1, 1). hingerissen, entzückt: gott, wie schön (war die landschaft)! ... auf seele — ich war weg, ganz wie der burgermeister von Krähwinkel Spindler n. f. 19, 39. in Sachsen 'ganz ohr, sehr aufmerksam' Müller-Fraureuth. namentlich auch 'verliebt, verschossen': das hexen-mädel! bin ganz weg, ganz caput, alle meine wünsche und gedanken laufen ihr nach Fr. Müller 2, 148; bald floh sie vor dem tänzer, ... wiegte das gesichtchen hin und her — ich war ganz weg v. Gaudy 2, 108; ich bin über ihren anblick ganz weg Nestroy 3, 183; ich kann mich nicht entsinnen, einen menschen gesehen zu haben, der, verzeih' den ausdruck, durch einen ganzen abend hin so 'total weg' gewesen wäre wie dieser Leopold Fontane frau Jenny Treibel 83; in jemand: Emmi war wieder ganz weg in dies lange reff von sänger Stinde familie Buchholz10 84. II@5@b@dδ) über etwas wegsein (s. 3 b J. Paul) 'darüber hinausgekommen sein, etwas überwunden haben': euer gnaden sind zwar noch nicht ganz über die jugend weg, aber sie haben doch schon einen kleinen beyschmack vom alter Shakespeare 9, 206 (Heinrich IV. 2. th. 1, 2); daher dachte der erste schon über alle schwierigkeiten weg zu seyn d. neueste a. d. anmuth. gelehrsamkeit 4, 32; nunmehr bin ich über diese besorgnisz weg Rabener 3 (1777) 151; nun werden sie wohl über ihre geschäfte, die so angewachsen waren, weg seyn Leisewitz briefe 278; von turnspielen sollen alle schwache ... ausgeschlossen bleiben, auch die, so noch nicht über die vorübungen weg sind Jahn turnkunst 244. über etwas erhaben sein, nicht mehr dadurch beeinfluszt werden: über die ehrlichkeit ist man weg Gottsched d. schaubühne 3, 120; wer darf sich rühmen, jetzt den scheitel der wahrheit erreicht zu haben, der über alle dünste weg ist? Herder 9, 499 Suphan; dasz viele nicht mehr gelesen werden, kommt daher, dasz wir über viele der albern vorurtheile selbst weg sind, gegen die er kämpfte 23, 87; du lebst ... wie ein ächter philosoph, der viel entbehren kann und über alles weg ist Wieland Lucian 1, 135; kein kampf mehr zwischen tugend und laster ... über das alles sind die eisernen seelen weit weg! was kümmert sie diesz? Lavater physiogn. fragmente 1, 90; wenn die aufmerksamkeit auf die zeit nicht aufmersamkeit auf einen schmerz, über den wir wegzusein uns bestreben, sondern auf ein vergnügen wäre Kant 10, 253; das ist die gemeine façon, über die der marquis weg ist Klinger 1, 115 (falsche spieler 1, 6); wirklich aufgeklärte menschen sind darüber weg Sintenis Flemmings geschichte (1792) 3, 71; weg ist er (Max) über wunsch und furcht, gehört nicht mehr den trüglich wankenden planeten. Schiller 12, 374 (Wallenst. tod 5, 3). II@66) ein elliptisches weg als ausruf kommt seit dem mhd. vor: weg! via! Krämer 1215; weg! weg! aus dem wege, cede, da locum Stieler 2456; im anheben des regens hat man gesehen feurige kaulen auf dem Hagelisberg laufen und man stimmen horte: weck, immer weck, es kompt unser helle daher Grunau preusz. chron. 2, 358. II@6@aa) dasjenige, das weichen soll, kann angeredet werden (es ist dann gehe zu ergänzen): du tuost mînen ougen wê; nû balde enwec, vil tumber man! R. v. Ems Barlaam 11, 31; disz ist die rechte freuden-zeit. weg, trauren, weg, weg, alles leid. P. Gerhardt Fischer-Tümpels kirchenlied 3, 438; weg, weg, du dienstbarkeit, bey der nichts ist zu finden als gut da mangel ist. Königsberger dichterkreis 90 neudr.; weg! wie blikst du, auge, ganz durch mich ein! Klopstock oden 1, 207, 25 Muncker; weg, du traum! so gold du bist. Göthe 1, 48 Weim. ausg. II@6@bb) dasjenige, das weggethan werden soll, wird im acc. angeschlossen (es ist dann thu zu ergänzen): kopf weg, gare la tête Rädlein 1036; Marcellus. Ihr dürft nicht gehn, mein prinz. Hamlet. die hände weg! Shakespeare, Hamlet 1, 4; was sie befehlen, herr, wie sie belieben — nur die pistolen weg Schiller 3, 452 (kab. u. l. 4, 3); die alte leyer weg! die pfeiffen weg hiervon! König ged. 65; weg tändeley und puppenspiel, da ich kein kind mehr bin. Ch. F. Weisze lieder für kinder 25; weg den thracischen tollen brauch! Herder 26, 240 Suphan; von dieser unzahl weg den blick! zurück, mein geist, in dich zurück. Bürger 12b; weg den versuch, mit schmeicheley zu blenden! Göthe 2, 14; weg, weg die traurigkeit, die euch mit wahn umsponnen! Arndt ged. (1860) 494; weg die sorg' um erdennoth! Rückert ges. ged. 6, 365. ungewöhnlich ist hier ein nom.: von dem auge weg der schleyer! Schiller 1, 217. II@6@cc) üblicher ist es, dasjenige, was weggethan werden soll, durch mit anzureihen (wo wieder gehe zu ergänzen ist). II@6@c@aα) sie schrien aber, weg, weg mit dem, creutzige in Joh. 19, 15; da wurden sie zornig, und dachten, weg mit solchem Messia, der wird unglück anrichten Luther 8 (1580) 129a Jen. ausg.; da euer fürstlich gnad ihn nit abschaffen, werden wür müeszen entlaufen. nun weck mit ihm aus disem land! geschichtl. lieder u. sprüche Württembergs nr. 109, 57 (1608) Mehring; weg mit dem kerle, apage te cum homuncione Steinbach 2, 955; weg mit dem Teutschen! er ist zu rechtlich Klinger 3, 37. II@6@c@bβ) weg weg mit aller gunst der drey mahl drey göttinnen. Zinkgref auserlesene ged. 19 neudr.; von ripp und bain sing ich allain, weck mit der faisten wamppen! Balde Agathyrsus 105, 1; wegk, mein hertz, mit dem gedancken, als ob du verstoszen wärst! P. Gerhardt Fischer-Tümpels kirchenlied 3, 299; weg mit dem allen, was unmuth bringt! S. Dach 712 Österley; weg mit ehre, weg mit geld! wenn ich selig werde. Neukirch ged. 63; drum weg mit diesem weichlichen mitleiden, das einer königsbrust nicht ziemt. Schiller 13, 206 (jungf. v. Orl. 1, 5); weg mit verstellung! handelt öffentlich! 12, 480 (M. Stuart 2, 8); weg! weg damit! ich kann es nicht gestatten. 13, 358 (Turandot 1, 3); weg mit den grillen und sorgen! färbt doch Aurora den morgen, blüht uns das leben doch schön! Mahlmann schriften 1, 46; wenn mir aber was nicht lieb, weg damit ist mein princip. W. Busch Plisch und Plum 1. II@6@dd) weg von jemand oder etwas (sc. gehe), weiche davon, entferne dich davon: pakke dich feindin! weg von mir Dione! Neumark fortgepfl. musik.-poet. lustw. 1, 420; ich weisz nichts. weg von mir! Klinger 1, 79 (zwillinge 4, 4); weg von ihm! wag es keiner ihn anzurühren! Schiller 2, 102 (räuber 2, 3 schausp.); weg von dem widrigen menschen! E. Th. A. Hoffmann 14, 162; weg von dem schwankenden aste! Klopstock oden 2, 5, 14 Muncker; doch hinweg aus dieser gegend mein vater ... weg, weg, weit weg von dem ort, wo mich so viele spuren der verlorenen seligkeit anreden! Schiller 3, 480 (kab. u. l. 5, 1); nur weg von hier! Müllner dram. werke 4, 80 (die Albaneserin 3, 1); am end ists besser für dich und das kind, weg von der welt, wo einen die leut durchaus schlecht wollen haben! O. Ludwig 2, 258; doch — weg von diesen unangenehmen betrachtungen! Wieland suppl. 5, 242; so bald etwas ganz genossen ist, weg davon! diesz ist das allgemeinste gesetz der natur Heinse 4, 235 Schüddekopf; doch weg von dieser grämlichkeit, und laszt zurück uns zu den blumen kehren! Platen 197 (schatz d. Rhamps. 1). weg aus etwas: weg aus meinen augen, um gotteswillen — Schiller 5, 240 (Don Karlos 2, 8). IIIIII. zusammensetzungen mit verben und daran sich anschlieszende nominalzusammensetzungen. wenn die verba wie gewöhnlich die entfernung oder (bei transitiven) die beseitigung durch die thätigkeit ausdrücken, konnte die bedeutungsangabe unterlassen werden.
57459 Zeichen · 988 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    wegst. M. (a)

    Köbler Anfrk. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    weg , st. M. (a) nhd. Weg ne. way ÜG.: lat. iter MNPs, via MNPs Vw.: s. an- Hw.: vgl. as. weg*, ahd. weg Q.: MNPs (9. Jh…

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    wegst. M. (a)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    weg , st. M. (a) nhd. Weg, Straße, Bahn, Gang (M.) (2), Zugang, Reise, Pfad, Durchgang? ne. way ÜG.: lat. callis Gl, N, …

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    wëg-ges, stm., stf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    wëc , -ges , wëg stm. BMZ weg, strasse, allgem. ( eig. u. bildl. ) z. b. der wech was in truchen Exod. D. 162,18. die we…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wég

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Wég , mit einem geschärften e, daher das g wie ein gelindes k lautet, wie wäk; eine Partikel, welche eine Entfernung bed…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Weg

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Weg [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  6. modern
    Dialekt
    Wëg

    Elsässisches Wb. · +14 Parallelbelege

    Wëg [Wák S. bis Logelnh. ; Wáj sonst fast allg.; Wǽj Str. W.; Pl. ebs.; Demin. Wákli S., Wáklə O. bis Logelnh. , Wájlə C…

  7. Spezial
    Weg

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    Weg m. (-[e]s,-e) 1 tru (trus) m. 2 (Straße) strada (-des) f. 3 (Pfad) tru (trus) m. , sëmena (-nes) f. 4 (Strecke) iade…

Verweisungsnetz

548 Knoten, 584 Kanten

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1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 18 Hub 6 Wurzel 2 Kompositum 511 Sackgasse 11

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit weg

2.525 Bildungen · 2.336 Erstglied · 170 Zweitglied · 19 Ableitungen

weg‑ als Erstglied (30 von 2.336)

weg(e)leⁿ

Idiotikon

weg(e)leⁿ Band 15, Spalte 708 weg(e)leⁿ 15,708

Wegacker

SHW

Weg-acker Band 6, Spalte 331-332

wegbabbeln

SHW

weg-babbeln Band 6, Spalte 337-338

Wegbau

SHW

Weg-bau Band 6, Spalte 337-338

wegblasen

SHW

weg-blasen Band 6, Spalte 337-338

wegbleiben

SHW

weg-bleiben Band 6, Spalte 337-338

wegbrennen

SHW

weg-brennen Band 6, Spalte 337-338

wegbringen

SHW

weg-bringen Band 6, Spalte 337-338

wegdachsen

SHW

weg-dachsen Band 6, Spalte 337-338

wegekeln

SHW

weg-ekeln Band 6, Spalte 337-338

wegessen

SHW

weg-essen Band 6, Spalte 337-338

wegfahren

SHW

weg-fahren Band 6, Spalte 339-340

Wegfahrt

SHW

Weg-fahrt Band 6, Spalte 339-340

wegfallen

SHW

weg-fallen Band 6, Spalte 339-340

wegfangen

SHW

weg-fangen Band 6, Spalte 339-340

wegfegen

SHW

weg-fegen Band 6, Spalte 339-340

wegfertig

SHW

weg-fertig Band 6, Spalte 339-340

wegfliegen

SHW

weg-fliegen Band 6, Spalte 339-340

wegflitzen

SHW

weg-flitzen Band 6, Spalte 339-340

wegfressen

SHW

weg-fressen Band 6, Spalte 339-340

wegführen

SHW

weg-führen Band 6, Spalte 339-340

weg als Zweitglied (30 von 170)

ferweg?

KöblerAhd

*ferweg? , st. M. (a) Hw.: vgl. as. ferweg*

fordweg?

KöblerAhd

*fordweg? , st. M. (a) Hw.: vgl. as. forthweg*

steinweg?

KöblerAhd

*steinweg? , st. M. (a) Hw.: vgl. as. stēnweg*

ufweg?

KöblerAhd

*ufweg? , st. M. (a) Hw.: vgl. as. upweg*, uppweg*

ōstarweg?

KöblerAhd

*ōstarweg? , st. M. (a) Hw.: vgl. as. ōstarweg*

Abweg

RDWB1

Abweg m auf ~e geraten - сбиться с пути истинного идиом.

Ausweg

RDWB1

Ausweg m einen Ausweg finden - найти выход из положения, выйти из положения, разрулить ситуацию разг.

Dienstweg

RDWB1

Dienstweg m служебный порядок

Holzweg

RDWB1

Holzweg m auf dem Holzweg sein idiom. - заблуждаться; составить себе превратное мнение о чём-л. книж. ; у кого-л. сложилось превратное мнени…

Königsweg

RDWB1

Königsweg m идеальное решение, оптимальное решение es gibt keinen idealen ~ idiom. - нет идеального способа; нет идеального решения (ведущег…

Umweg

RDWB1

Umweg m übertr. auf Umwegen - обиняком, обходными путями, окольными путями, косвенно, случайно, через третьи руки идиом.

abaweg

KöblerAhd

aba·weg

abaweg , st. M. (a) nhd. Abweg, unwegsame Gegend ne. wrong way ÜG.: lat. devia Gl Q.: Gl (11. Jh.) I.: Lüs. lat. devia E.: s. aba, weg W.: m…

abweg

DWB

abweg , m. diverticulum, devium, ahd. âwicki, âwiggi ( Graff 1, 671 ) n., nnl. afweg m. auf dem abweg entfliehen; die strasze hat viel abweg…

Achsweg

DRW

achs·weg

Achsweg Nebenform axtweg Fahrweg WürtVjh. 9 (1886) 133

Ackerwèg

Adelung

acker·weg

Der Ackerwèg , des -es, plur. die -e, ein Weg, der allein auf Äcker zuführet; ein Feldweg.

äbenweg

MeckWBN

aben·weg

Wossidia äbenweg wie äbentau 2: ümmer äbenweg stiefeln unbeirrt seinen Weg gehen Sta Stargard@Grünow Grün .

affenweg

DWB

affen·weg

affenweg , m. also musz man den leuten darnach die narren trehen und sie auf den affenweg führen. Tabernaemontanus kräuterbuch s. 590 . s. a…

Allmendweg

DRW

Allmendweg Gemeindeweg 1486 RenchtalKopialbuch/DRWArch. 84 – allgemein zugänglicher Weg ElsWB. I 33 SchwäbWB. I 144 Faksimile

Alpweg

DRW

alp·weg

Alpweg Nebenformen alb(m)-, allmy- Weg auf der Alpe 1478 AppenzUB. II 1 S. 471 Faksimile 1489 Geschfrd. der 5 Orte 44 (1889) 173 1518 Schwyz…

alweg

KöblerMhd

alweg , Adv. Vw.: s. allewege

anweg

DWB

anweg , adv. mhd. enwec, ags. onweg, engl. away, heute hinweg: wie ich das geltli han empfangen, als ist es wider anweg gangen. fastn. sp. 8…

Augstweg

DRW

augst·weg

Augstweg Ernteweg wo ougsten- und lichenweg sind, sol jegklicher den andren lassen farn 1487 SGallenOffn. II 523 Faksimile

ausweg

DWB

aus·weg

ausweg , m. exitus, nnl. uitweg, engl. way out: ich konnte aus dem wald lange keinen ausweg finden; aus dem brennenden hause kein ausweg meh…

Beywêg

Adelung

bey·weg

Der Beywêg , des -es, plur. die -e, ein Weg, welcher bey oder neben dem Hauptwege geht, z. B. der, auf welchem der Fuhrmann gehet. Ingleiche…

burgweg

DWB

burg·weg

burgweg , m. da gieng es langsam durch den schmalen burgweg hinauf. Arnim kronenw. 1, 398 .

bæþweg

KöblerAe

bæþweg , st. M. (a) nhd. „Badeweg“, Meer E.: s. bæþ, weg (1) L.: Hall/Meritt 32b, Lehnert 25a

cloweg

KöblerMnd

cloweg , Adj. Vw.: s. klȫvich

Dalersweg

MeckWBN

daler·s·weg

Wossidia Dalersweg m. Weg, den der Taler nimmt, s. Schillingsstegg.

deichweg

DWB

deich·weg

deichweg , m. der neben dem deich hergeht, und nur bei ausbesserung des damms oder von den deicheignern darf befahren werden. auch die lands…

Ableitungen von weg (19 von 19)

beweg

FWB

1. s. bewegen 3.; 2. s. bewegen 6.

bewege

Lexer

be-wege stf. bewegung. mit grôzer bewege (: slege) Mart. 159,27 ; ebenso .

bewegen

DWB

bewegen , n. motus: tausend fleiszge hände regen, helfen sich in muntrem bund, und in feurigem bewegen werden alle kräfte kund. Schiller 79 …

beweglich

DWB

beweglich , adv. potenter, rührend: er besann sich also keinen augenblick ihm die freiheit wieder zu schenken, um die er ihn so beweglich zu…

bewegung

DWB

bewegung , f. motus, wie bewegnis. 1 1) äuszere bewegung, bewegung des leibs, der glieder; bewegung ist dem leibe gesund; bewegung von einem…

entwegen

DWB

entwegen , amovere, removere, commovere: ich werde nimmermer entwegt werden. Melissus ps. D 5 a . E 7 b . F 1 b . M 1 a ; verzeiht, sagte di…

erwëge

BMZ

erwëge swv. helfe, verwende mich für jemand. zu erwegenne iuwer sêle zum heil eurer habe gr. Rud. B b , 13.

erwegen

DWB

erwegen , commovere, goth. usvagjan, ahd. erwegan, irwegita, mhd. erwegen, erwegete, erweite: mhd. dô enmochten si den sark nie erwegen noch…

erweglich

DWB

erweglich , considerandus, was in erwägung zu ziehen ist: erwegliche worte der schrift. Luther tischr. 74 a ; dieses deuchte den fürsten höc…

erwegung

DWB

erwegung , f. consideratio, was erwägung: hab dein erwegung auch von künftigen dingen. Rompler s. 8 ; wenn ich in erwegung fasse, mit was an…

gewege

DWB

gewege I , s. gewäge .

gewegen

DWB

gewegen , partisipiales adjectiv zu wegen ( s. mhd. wb. 3, 626 b ), wägen ( s. d. ). entsprechend den lautlichen veränderungen und ausgleich…

unweg

DWB

unweg , m. , seitenstück zu weg. mhd. unwec, mnd. unwech, mnl. onwech, nl. onweg, dän. uvej. vgl. ab-, aber-, irr-, umweg; ahd. âwiggi, urwi…

unwêge

Lexer

un-wêge s. unwæge;

unweglich

DWB

unweglich , adj. adv. , nicht weglich ( s. d. ). mhd. unwegelich, -lîche. sinnlich: ein groszen unweglichen ( liegen bleibenden ) schnew chr…

urwegen

RhWB

ur-wegen Klev , Geld-Straelen Adv.: van U. von früher, alters her; et es in U. im Anzuge Geld-Straelen [ nōrwEγə Klev-Kalkar ].

verwegen

DWB

verwegen , v. , mhd. wb. 3, 634; Lexer. form. häufig verwägen, z. b. Frisius 121 b ; Maaler 436 ; schweiz. schausp. d. 16. jh. 3, 32 B.; v .…

verwegung

DWB

verwegung , f. , frühnhd. zuweilen wie verwegenheit: ausz verwegung und vermessenheit richtete doctor Faustus dem bösen geist auf seine inst…

wege

DWB

wege , f. bewegung ( vgl. wage sp. 346). im mhd. ( auch bewege): da wart also getan scal, sam perge unt diu tal alleʒ in wege ware. Rolandsl…