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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

aus

Bd. 1, Sp. 817
aus , diese partikel hält denselben gang ein mit auf; beide erscheinen ursprünglich nur als adv. und werden allmälich auch zu praepositionen. das goth. ut drückt immer ἔξω aus, niemals ἐκ, ἐξ, und das gilt ebenso vom ags. alts. ût, engl. out, altn. ût, schw. ut, n. ud bis auf heute. im ahd. ûʒ hebt sich schon die praepositionsanwendung, doch ist sie selten (Graff 1, 534), mhd. und nhd. entschieden und häufig, nicht anders im fries. mnl. ût, nnl. uit. Für die dem gr. ἐκ, lat. ex entsprechende praeposition diente goth. us, ahd. ar ir ur, altn. or, ur (isl. ûr), begann aber bald zu veralten und findet sich mhd. und nhd. als er nur in zusammensetzungen. wie erreichte man den begrif der praeposition auf andern wegen? Schon die Gothen pflegten ihre praep. us gern durch beigefügtes ut zu stärken, usiddja ut us þizai baurg, ἐξεπορεύετο ἔξω τῆς πόλεως. Marc. 11, 19; usgagg ut us þamma, ἔξελθε ἐξ αὐτοῦ, Marc. 1, 25; usvairpandans ina ut us þamma veinagarda, ἐκβαλόντες αὐτὸν ἔξω τοῦ ἀμπελῶνος, Luc. 20, 15; uskusun imma ut us baurg, ἐξέβαλον αὐτὸν ἔξω τῆς πόλεως, Luc. 4, 29; anderemal steht bloszes us: usiddja us imma, ἐξῆλθεν ἀπ' αὐτοῦ, Marc. 1, 26; usgagg us þamma mann, ἔξελθε ἐκ τοῦ ἀνθρώπου, Marc. 5, 8. diesem ut us gleicht ein ahd. ûʒ ar, doch nur mit partikelbedeutung, nicht als praeposition, wol aber als solche altn. ût ur: ût ur hûsi, e domo; schw. dagegen werden utaf, n. udaf, ags. ût of, engl. out of verbunden, um die praep. ex auszudrücken. ahd. erscheint kein ûʒ aba, so wenig als goth. ut af, zuweilen aber ahd. ûʒ fona (Graff 1, 534), mhd. ûʒ von: [] diu vor liebe als ein tou mir ûʒ von den ougen dranc. MS. 1, 50b; der mâne ûʒ von den wolken steic. Wigal. 7055; disen schilt hân ich dan verstoln ûʒ von andern kinden. Parz. 349, 13; daʒ her ûʒ von Naroklîn. Wh. 371, 2; doch bleibt die formel selten und nhd. kommt aus von nimmer vor. alts. ût fon them alaha. Hel. 6, 2 und in der beschwörung des nesso: ût fan themo flêsge an thia hûd, ût fan thera hûd an thesa strâla! Statt dieser verknüpfung des ûʒ mit andern praepositionen war es dem wesen der hd. sprache angemessener, die praepositionskraft in das blosze ûʒ zu legen, wie statt ufan in das blosze uf oder ûf, und unsere praeposition ûʒ, nhd. aus, nnl. uit unterscheidet sich von dem engl. out of, schw. utaf, n. udaf gerade so wie mhd. ûf, nhd. auf vom engl. upon, schw. p, n. paa. hochdeutsch und niederländisch wurden aus und auf, uit und op praepositional, den nordischen sprachen ruht die praep. in af und , welchen die partikeln ut und up, letztere nur mit ihrem consonantauslaut vorantreten. hat nun das deutsche auf ein an, das aus ein ab fahren lassen, während im nordischen jeder nachdruck auf der zweiten partikel haftete; so stimmt diese erscheinung zu der hochdeutschen begünstigung aller praefixe, zu der nordischen aller suffixe insgemein. aus nord. utaf wäre taf, wie aus upp p geworden, hätte nicht die länge des u in ut den vocal erhalten. Goth. us gewährt den gegensatz zu in, ganz wie af den zu ana, folglich unterscheidet sich us von af, wie in von ana. wer aus dem hause geht, musz in ihm, wer ab dem berge steigt, musz an ihm gewesen sein; der vogel fliegt aus dem nest, aber ab (von) dem baum; man hebt den deckel ab (von) dem becher, trinkt aus dem becher. ut gesellt sich zu beiden, us und af, goth. ut us razna, altn. ût ur hûsi, ags. ût of hûse, engl. out of the house, wie sich altn. upp mit beiden praep. â und î verträgt, uppâ, uppî. Mislang es nicht, für an, ab, auf lebendige wurzeln in der sprache zu suchen, so erscheint ein solches bemühen vergeblich bei aus. den buchstaben nach wäre verwandtschaft zwischen goth. at und ut, ahd.und ûʒ möglich. nhd. aus, d. i. ausz mit goth. us, d. i. nhd. er zusammenzustellen ist ein grober fehler. us, ahd. ar ir ur, begegnen dem sl. iz'', litt. isz, lett. is, wahrscheinlich auch dem lat. ex, gr. ἐκ, ἐξ, wovon näher unter der partikel er zu handeln sein wird. verwandtschaft zwischen goth. us und ut läszt sich kaum darthun, wenn schon gr. ἐξ und ἔξω, wie εἰς und εἴσω eines stammes sind. dem skr. ut sursum liegt goth. ut, dem begrif und der mangelnden lautverschiebung nach, unverwandt. die nhd. schreibung aus für ausz = mhd. ûʒ wurde durch Luther gefestigt, obschon viele schriftsteller des 16 und 17 jh. es noch bei dem ausz belassen, die aber auch hausz, mausz für haus, maus setzen und von dem unterschied zwischen s und sz aller richtigen vorstellung entbehren. aus wird wie es und das schon durch den häufigen gebrauch gerechtfertigt, wiewol beide letztere kurzen vocal vor dem s haben, und der lange sonst sz nach sich zieht. siehe sz. Auch bei aus musz wie bei auf die adverbiale anwendung der praepositionalen vorangehen. II. Aus als adverb und interjection. I@11) aus im sinne von weg, fort, foras, apage hat heute geringeren umfang und pflegt durch hinaus, heraus ersetzt oder erweitert zu werden. pfui aus! Garg. 62b, wie sonst pfui dich an!. hinter einem solchen aus folgt dann die praep. mit: darumb nur aus, aus mit den buben! Luther 1, 395a; aus mit den wüsten sewen! 3, 161b; aus mit dem folgern und gaukeln! 3, 529b; aus zum teufel mit solcher heiligkeit! 4, 487b; aus zum teufel mit den guten werken! 4, 521a; pack dich, troll dich, ausz mit dir! Alberus (wetterauisch ous mit dir!); es ist ausz mit dem heil, ausz mit dem zeug. Maaler 39b; ausz mit disem feindsäligen gott, der den menschen so übel will! Frank parad. vorr. 2a; ausz ausz mit solchen patienten! Waldis Esop 4, 23; o ausz mit arzenei, zuckerei und zauberei, die die leut tödten! Fischart groszm. 140; ausz mit solchem schleck! Garg. 42a; ausz mit dieser bibliothec, die sich nicht zu meinem beruf reimet. Zinkgr. apophth. 9, 18; aus damit!; und damit aus. mann im Tockenb. 20. heute meistens: hinaus oder fort mit ihm! hinaus mit dem kerl! engl. out with him! out with it! es kann aber auch der nom. oder voc. gesetzt sein: laut schreien, ausz du lecker, du bub! Wickram rollw. 97b; [] ausz ausz ausz, nur immer ausz was nit gelt hat, ausz meinem haus. H. Sachs III. 1, 116a. mhd., geschweige ahd. beispiele dieser fügung liegen nicht vor. I@22) aus und aus, omnino, prorsus, von anfang zu ende: wo find ich dann deins vatters haus, seuberliches mägdlein? 'ge das gäszlein aus und aus, schweig still und lasz dein fragen sein'. Uhland 678; diser flusz lauft durch Preuszen ausz und ausz. Frank weltb. 56a; der hat sich besunder in dem dritten buch fortalicii usz und usz hin für sich und uns des thalmuds wol und geschicklich beholfen. Reuchlin augensp. 9b; er hat den tempel dir verwüstet ausz und ausz. Opitz 3, 295; Marcus kunte baun ein haus auf von grund und aus und aus. Logau 3, 9, 90; der ist aus und aus geblendet. Chr. Knittel sinnenfr. 22. I@33) aus und ein, mhd. ûʒ und în: eʒ gie ûʒ unde în. Reinh. 589; daʒ ûʒ gât und aber în. 590; ein schar vert ûʒ, diu ander în. Walth. 20, 8; du wilt gewalteclîchen gân în mînem herzen ûʒ und în. 55, 11. nhd. du fleugst den grünen wald aus und ein. Uhland 47; er get zu Lüneburg aus und ein. 122; er reit zu Nürnberg aus und ein. 341; wenn wir in höchsten nöthen sein und wissen nicht wo aus noch ein. Kirchenlied. wo adel und ehr beisammen sein, darbei gehet ehr aus und ein. Lehmann 155; wo ausz wo ein waisz ich schier nicht. Schmelzl verl. sohn 6b; nun weisz ich nicht, wo ausz noch ein. Ayrer 66b; der sonnen schwester hetzt durch alle hole wälder und jagt pusch ausz pusch ein. Fleming 65; aus und eingehen, aus und einfahren. weisth. 2, 172. 183; ich bin heute hundert und zwenzig jar alt, ich kann nicht mehr aus und eingehen. 5 Mos. 31, 2; aus und eingieszen. 4 Mos. 4, 7; ich bin die thür, so jemand durch mich eingehet, der wird selig werden und wird ein und ausgehen und weide finden (goth. ingaggiþ jah utgaggiþ). Joh. 10, 9; zum taubenschlag aus und ein plitzen (wischen). Garg. 40b; euer excellenz sind hiebevor eine geraume zeit in meinem haus aus und eingangen. Schuppius 788; weder aus noch ein wissen. unw. doct. 796; so weist du weder aus noch ein, wenn nun noth an den mann geht. Klopstock 12, 122; und wenns nun gar recht zu dem geht, woraufs allein ankommt, so wissen sie vollends weder aus noch ein. 12, 150; so wurde dadurch den zwerglein gar grosze noth und kummer bereitet, dergestalt dasz sie nicht mehr wusten wo aus noch ein. Göthe 23, 91; da ich ein kind war, nicht wuste wo aus noch ein. 2, 79; da wurden erst die söhne klug und gruben nun jahr ein jahr aus des schatzes immer mehr heraus. Bürger 77a; jahr aus, jahr ein, nnl. jaar uit, jaar in; eeuw uit, eeuw in. I@44) aus und an: hui oben aus und nirgend an! wust nit wo ausz oder wo an. Uhland 621. aus und davon (ähnlich dem auf und davon sp. 604): aus und darvon kommen. Mariä wunderzeichen. Regensb. 1522 no 128; sie läuft und weisz nicht eben woher und wohin ausz. Fleming 106. I@55) aus hinter substantiven. mhd. an sîme tage und alle die wochen ûʒ. myst. 72, 2. nhd. das land aus, den wald aus (wie vorhin bei aus und ein); trumpf aus!; besser ein fenster aus als ein ganz haus. Garg. 8; die kleider aus und drauf getanzt! Garg. 99b, welches abziehen der kleider beim schlemmen sich erklärt aus Uhland s. 578. 579 und franz. Simpl. 1, 60. I@66) ähnlich dem von anfang an, von stunde an, von kindsbeinen an (oben 296) heiszt es: bisz dasz der wein in im erhitzt, dasz er im zom hals usz switzt. Muskatblut 91, 39; den die grimme welt vom höchsten himmel aus bis in das grab gefällt. Fleming 3; er ist ehrlich von grund aus, taugt nichts von der wurzel aus, ist ein schelm von haus aus; von haus aus hat er gar [] kein vermögen; eine solche heiterkeit von natur aus ist mir unbegreiflich. Göthe 25, 349; die treulichste versicherung, dasz wir uns von grund aus liebten. 26, 22; von Leipzig aus wird mir geschrieben. dies von aus reicht wieder ans alte ûʒ von oder das engl. out of. I@77) heraus und hinaus, wie wir unter 1 sahen, ist verstärkung oder nähere bestimmung des einfachen aus, in welchem an sich selbst schon ein bewegen von innen nach auszen lag. in daraus, woraus, hieraus nähert sich aus seiner praepositionalgeltung, da man sie umsetzen darf in aus dem, aus welchem, aus diesem. durchaus gleicht sowol dem durch und durch als aus und aus. voraus bedeutet wie voran, vorab inprimis, überaus eximie. er ist immer obenaus, will obenaus; von unten aus wie von grunde aus, vornenaus, hintenaus, nebenaus. gerade aus, ganz aus, garaus, halbaus. garaus und voraus werden auch substantivisch genommen wie kehraus, saufaus, wischaus, reiszaus, die doch von auskehren aussaufen auswischen ausreiszen herzuleiten sind. wegen garaus s. ausmachen. I@88) eine menge verba setzen sich zusammen mit aus und die erste frage entspringt hier nach dem verhalten dieses aus zum älteren er. in der goth. sprache erscheinen nur drei fälle des ut: utbaurans vas naus. Luc. 7, 12; inngaggiþ jah utgaggiþ. Joh. 10, 9; þata utgaggandô us mann. Marc. 7, 15; hiri ut! Joh. 11, 43. usbairan ist ἐκφέρειν, προφέρειν, warum sollte nicht auch Luc. 7, 12 usbairan stehn dürfen für utbairan ἐκκομίζειν? usgaggan verdeutscht unzähligemal ἐξέρχεσθαι, ἐκπορεύεσθαι, utgaggan blosz in jenen zwei stellen; allein Ulfilas häuft auch gern beide partikeln in ut usgaggan oder usgaggan ut, wie in usdreiban ut, usvairpan ut, uskiusan ut. solchem goth. ut us entspricht nun ahd. ûʒar in ûʒargangan, ûʒartrîpan, ûʒarwerfan und andern mehr, bei Graff 1, 533 verzeichneten, woneben aber das blosze ûʒgangan, ûʒtrîpan, ûʒwerfan gleichbedeutig galt. mhd. wird die composition mit ûʒer immer seltner (gramm. 2, 930), heute ist sie bis auf wenige wörter (ausersehen, auserlesen, auserkiesen) erloschen, wogegen sich die mit bloszem mhd. ûʒ, nhd. aus bedeutend mehrte. Wenn das ahd. argangan noch exire ausdrückt neben ûʒgangan (Graff 4, 89. 87); so haben sich mhd. ergên und ûʒ gên, nhd. ergehn und ausgehn dem sinne nach weiter von einander entfernt, und nicht anders unterscheiden sich ertragen, erfahren, erlangen u. s. w. von austragen, ausfahren, auslangen, wenn auch hin und wieder beiderlei bildungen noch zusammentreffen können. die trennbare partikel aus hat diese wörter vieldeutiger gemacht, als es das festgebannte er vermochte, welchem ursprünglich jenes aus sich nur anlehnte, bis es endlich der stütze nicht mehr bedurfte. wie die praepositionskraft von aus durch ûʒar eingeleitet sein musz, lassen uns eben die zusammensetzungen mit dem verbum ahnen. das ursprüngliche einfache erblühen ward zu auserblühen, dies zu ausblühen. so begegnen sich erheitern ausheitern, erhellen aushellen, erösen ausösen, erörtern ausörtern. I@99) aus neben dem verbum bedeutet, bald positiv, bald privativ I@9@aa) regen und bewegen von innen her, zumal bei intransitiven, jenem er- zunächst stehend: feuer bricht aus, wasser läuft aus. ebenso bei ausgehen, ausfliegen, ausflieszen, auskommen, auskriechen, ausschliefen u. s. w. transitiv von auszen her: vögel ausheben, ausnehmen. I@9@bb) entfernen, weil mit dem austritt meistens auch ein weg und fort stattfindet, der ausfliegende vogel zugleich fortfliegt. zumal gehören hierher die transitiva ausgeben, austragen, ausdrücken, ausbürsten, ausklopfen: den staub aus dem hut klopfen, den dotter aus dem ei blasen, und dann den hut ausklopfen, das ei ausblasen. I@9@cc) bei manchen transitiven bezeichnet aus ein aus vielen, unter der menge suchen und wählen: auserlesen, auserwählen, auswählen, ausersehen, ausscheiden, aussuchen, ausheben, ausnehmen u. s. w. I@9@dd) noch häufiger fertig sein, ende, vernichtung, intransitiv und transitiv: alles ist aus, das lied ist aus, zu ende gesungen; das feuer ist aus, the fire is out, erloschen, ausgegangen, die kerze ist ausgebrannt, das brot ausgebacken, der sturm hat ausgerast, der gesell hat ausgebubt. das buch ausarbeiten, vollenden; aushalten, ausdauern; ausgreifen, abgreifen. In allen vier richtungen berührt die partikel sich mit er, ent, ver: ausbitten erbitten, austragen ertragen, ausgraben ergraben, ausgehen, sich ergehen, ausgrübeln ergrübeln, auslöschen [] erlöschen, ausgründen ergründen; ausfliegen entfliegen, ausblättern entblättern; ausgehen vergehen, ausblühen verblühen. Sehr oft steht der composition mit aus eine mit an entgegen: anfaulen und ausfaulen, angrünen und ausgrünen, anmachen und ausmachen, anfertigen und ausfertigen, um beginn oder vollendung zu bezeichnen. Nicht selten aber kann, auszerhalb des zusammenhangs, zweifelhaft sein, ob die positive bedeutung gelte oder die privative, z. b. ob ausgehen egredi oder deficere (feuer geht aus = bricht aus und geht aus = erlischt), ausblühen efflorere oder deflorere, ausbrüten parere oder desinere parere, ausflechten flectere oder dissolvere, ausfeuern feuer schlagen oder aufhören zu feuern seien. ähnlicherweise war auch auf in der zusammensetzung sowol ein heftendes als lösendes. man darf nur in den wörterbüchern die privativen aus nicht übertreiben, denn es gäbe kein verbum, das nicht durch vorgeschobnes aus privativ gemacht werden könnte, in dem sinne dasz ein aufhören seines begrifs bezeichnet werden sollte. der sprachgebrauch hat ein privatives ausleben, ausschlafen geheiligt, kein privatives ausführen, auswachen = desinere ducere, vigilare, wie umgekehrt aufwachen, kein aufschlafen. I@1010) substantiva mit aus zusammengesetzt stammen meistentheils ab von verben gleicher art: ausfall, ausbund, ausfahrt, ausflug, ausflusz, ausgang, auskunft, ausschusz, ausschlusz u. s. w. von ausfallen, ausbinden, ausfahren, ausfliegen, ausflieszen, ausgehen, auskommen, ausschieszen, ausschlieszen. nur bei wenigen wie ausacker, ausbürger, auseisen, ausland, ausmann, ausmärker, ausweg u. s. w. ist die partikel unmittelbar und allein dem subst. vorgetreten. IIII. Aus als praeposition bindet sich durchgehends nur mit dem dativ, stellt also immer bewegung von einem orte her dar; adverbiales aus konnte sich auch mit der richtung hin vertragen und einen acc. vor sich haben: den weg aus, das jahr aus. II@11) da aus dem in entgegensteht, wie von dem an; so musz auf die frage woher? aus geantwortet werden, wenn auf wo? wohin? in erschallt und auf woher? von, wenn auf wo? wohin? an oder auf zu sagen ist. es heiszt also kommen aus dem bette, steigen aus dem wasser, gehn aus dem garten, aus dem walde, aus der kammer, gieszen aus dem becher, den kern aus dem obst nehmen, erstehn aus dem grabe, weil man im bette liegt, im wasser schwimmt, im garten, im walde, in der kammer ist, der wein im becher, der kern im obst ist, weil man ins grab gelegt wird, ins bette steigt, in den wald geht. hingegen vom tische aufstehn, vom felde kommen, vom dache, vom pferde steigen, den apfel vom baume brechen, weil man am tische sitzt, auf dem felde ist, auf dem dache, auf dem pferde sitzt, der apfel am baume hängt. daher ist ein unterschied zwischen aus dem hause und von hause, zwischen aus dem hofe und von hofe, zwischen aus dem berg und von dem berg kommen. der geht aus dem hofe, der in dem hofe war, der geht von hofe, der zu hofe war; ein knappe steigt aus dem berg, ein wandersmann von dem berg. der vogel fliegt aus dem nest, aber von dem baum, weil er im nest sasz, auf oder an dem baume stand. der reiter steigt vom pferde, aus dem sattel. II@22) bei land und ort schwankt schon die ältere sprache, doch scheint für land die praep. aus, für den ort von angemessener, weil man in dem land, aber an dem orte wohnt. ich bin aus Hessen, von Hanau; aus dem Elsasz gebürtig (Göthe 25, 339), von Straszburg. es heiszt in ein land, an einen ort reisen, gehn, wie franz. aller en Italie, en France, aller à Rome, à Paris, beidemal aber venir de France, venir de Paris, da diese sprache den unterschied unseres aus und von nicht faszt, also unser aus einem lande, von einem orte kommen nicht erreicht. mhd. Gêre ûʒ Burgundenlant. Nib. 688, 2; der fürste ûʒ Osterrîche. MS. 2, 2a; der helt ûʒ Osterrîch. 2, 2b; ûʒ Peierlant ein fürste wert. MS. 2, 65a; des küneges kint ûʒ Ungerlant. MS. 2, 210b; der künec usz oberlanden. Muskatblut 32, 60 und noch Luther der könig aus Syrien. 2n. 6, 8, viel öfter zu Syrien, in Syrien, nicht von Syrien; die königin aus Arabia. Schuppius 95. 96; herzog Herman aus Lothringen. 387. Vor den namen einzelner städte und burgen findet mit recht von: von Troneje Hagene, von Metzen Ortwin, Wolfram von Eschenbach, herzoge Heinrich von Pressela, marcgrâve Otte von Brandenburg, der herzoge von Anehalten, woraus sich das allmälich sinnlos gewordne von in den namen der edelleute entfaltete. Wider die regel setzt aber Wolfram von [] Dürgen fürste Herman. Parz. 297, 16; lantgrâf von Dürgen Herman. Wh. 3, 8. 417, 22 und nicht ûʒ, wie es auch in den überschriften der minnelieder künec Wenzel von Behein, von Tenemarke der künec Liudgast. Nib. 139, 3 heiszt und niemand anstosz daran nahm. umgekehrt ist uns heute beides gleich geläufig zu sagen, ich wohne zu Berlin oder in Berlin, warum sollte unverstattet sein ich komme aus Berlin? Lichtenstein im frauendienst s. 162. 163 schrieb nicht nur ze Wiene, ze Villach, sondern auch ze Stîre, ze Langparten, er wird also vor ländern und örtern von gesetzt haben und mhd. ist ze Burgonden so richtig wie in Burgonden, folglich auch von Walhen, obgleich man ahd. vorzog in Walhum und ûʒ Walhum. lat. in Sabinis natus und e Sabinis redire, nicht a Sabinis. II@33) die nahe berührung zwischen aus und von, wie sie uns selbst die verknüpfung ûʒ fona, ûʒ von anzeigt, tritt noch in manchen andern lagen vor, wo beide praepositionen tauschen. wir sagen heute: nicht von der stelle gehn oder weichen, sonst galt auch aus: du kannst nicht aus der stelle gehen. Lenz 1, 207; weder wagen, noch masken, noch zuschauer weichen aus der stelle. Göthe 29, 271. für aus dem wege! apage, schw. ur vägen!, aus dem wege gehn, decedere de via, wäre auch heute ungebräuchlich von dem wege, wol aber heiszt es von der strasze, nicht aus der strasze. einsmals ritten etzliche kaufleute aus der Leipziger messe. Schuppius 361, heute von der messe. II@44) dem lat. unus aliquis e multis, aliquis ex vobis gleicht unser einer aus (von) vielen, einer aus dem haufen, aus der zahl, aus eurer mitte; fieng er einen knaben aus den leuten. richt. 8, 14; etliche aus inen. 1 chron. 10, 28; viel aus inen fallen. 2 Mos. 19, 21; iemand aus den stemmen. 4 Mos. 36, 3; einer aus denen. Matth. 26, 51; einer aus dem volk. Marc. 9, 17; zween aus inen. 16, 12; einer aus inen. Luc. 22, 50; etliche ander aus inen. apost. gesch. 15, 2; einer aus den alten. H. Sachs iv. 3, 48a; welche nicht allein einen oder andern aus dem ministerio, sondern auch wol gar aus dem rathestul mit pasquillen beschweren und schänden. Schuppius 623; o elendester mensch aus allen die da leben! 709; also dasz keiner aus uns gewesen ist, welcher nicht geweint habe. 735; dasjenige kupfer, welches mir aus denen, die ich vor mir gehabt hatte, am lebhaftesten in der einbildung geblieben war. Lessing 8, 107. mhd. hiesz es ir (eorum) einer, heute gilt: einer von ihnen, unter ihnen, nicht mehr aus. schon Luther setzte einer unter euch wird mich verraten Matth. 26, 21. Marc. 14, 18 und bereits ahd. hiesz es hier: ein fon iu selit mih, εἷς ἐξ ὑμῶν, vulg. unus vestrum. Ulfilas ains us þizai managein, εἷς ἐκ τοῦ ὄχλου. II@55) statt des heutigen von sich, von sich selbst kommen, auszer sich sein, kommen verwandte man ehmals bloszes aus: ein junger mensch kehrete sein haupt ab von den geboten, die seine mutter ihm befohl, worüber sie zornig und gleichsam aus ihr selbsten wurde (von sinnen kam). pers. baumg. 7, 2; der mich fast ganz aus mir selber bringet. unw. doct. 652. das aus sich selbst haftet aber noch sonst: von anfang an zweifelte ich ganz ihn (den namen) je aus mir selbst wieder zu finden. Lichtenberg 1, 27; prüfe dich, ja verändere lieber deinen gegenwärtigen entschlusz, aber aus dir selbst, aus freiem wollendem herzen. Göthe 17, 379, wiederum wäre von mir selbst, von dir selbst gleich zulässig. II@66) goth. us allamma hairtin þeinamma Marc. 12, 30. 33; ahd. fon allemo thînemo herzen. Matth. 22, 37, in welchen stellen auch Luther schreibt von ganzem herzen. Muskatblut wechselt ab zwischen usz herzen gront 51, 25. 87, 2 und von herzen gronde. 45, 21. 79, 18. ich wünsche es von ganzem herzen oder aus ganzem herzen, aus herzens grund sind uns beide geläufig. mhd. ûf und ûʒ von grunde. Walth. 74, 17. II@77) unser auf befehl lautete früher aus befehl: aus befelh des herrn. Jos. 22, 9; aus befelh des ewigen gottes. m. 16, 26; aus f. gn. befehl. Luther 3, 90; aus gottes befehl. 3, 179; aus Davids befehl. 3, 318b; aus befehl des fürsten. 3, 417; aus seinem befehl und geheisze. 3, 447b; also nahmen Isaac und Jacob weiber aus väterlichem befehl. Luthers br. 2, 515; aus befelch herzog Carles. Hedion com. 57; ausz gebiet Josue. Frank weltb. 119a; aus des keisers geheisz. Micrälius 2, 181; ausz ordnung und befehl der mütter aller götter. Logau 1 s. 191. in der bibel schreibt doch Luther meistentheils nach dem befelh. [] 1 Mos. 45, 21. 4 Mos. 33, 38. 36, 5. Jos. 17, 4. 19, 50. Ebenso galt aus rat statt des jetzigen auf rat: aus rat seines bruders. 2 Macc. 4, 39; aus bedachtem rat. apost. gesch. 2, 23; aus Tiberii rat. Micrälius 1, 79; ich bin tödlichen krank gewesen, jedoch ausz rat des arzt genesen. H. Sachs III. 2, 275c; aus der meuchelmörder anschlag. Luther 3, 385. daneben auch: nach dem rat des herrn. Esra 10, 3; nach dem rat seines willens. Eph. 1, 11. II@88) anders zu fassen ist mhd. ûʒ der mâʒe Iw. 3274. misc. 2, 90 nemlich practer modum, über das masz hinaus, wofür auch ûʒer mâʒe. Iw. 6633. nhd. aus der maszen: es ist aus der maszen schwer, auch den allergelertesten theologen, zugleich den groszen reichthum des ablasz und dagegen die ware reu und leid für dem volk zu rhümen. Luther 1, 9a; das aus der maszen verdrieszlich ist zu lesen und schwerer zu behalten. 3, 60; andere aus der maszen schöne gebot. 3, 167b; es verdreuszt aus der maszen viel. 3, 175; denn es hat müssen aus der maszen lang dünken. 3, 210; das wir im rechten heiligen gottesdienst sind, der im aus der maszen wol gefellet. 6, 35a; darauf pochen und trotzen sie aus der maszen hoch. 8, 50a; ein abt den wöllen wir weihen, ist aus der maszen gut. Garg. 48b; schrie er und sein volk aus der maszen grewlich. 265b; aus der maszen schön. unw. doct. 389; aus der maszen wol. 806. was meint aber bei Luther aus der bünden? und gibt für mit der schneiden, das ist mit dem geistlichen verstand zu hauen, wie er denn aus der bünden wol geistlich kan, besser denn deudsch und latinisch. 1, 367b; dem sinne nach wiederum praeter modum, eximie, ausbündig, wol richtiger aus den bünden: die salb schmackt usz den bünden wol. Keisersb. post. 2, 114. vgl. ausbund. II@99) ähnliche anwendungen der praep. aus, in fällen wo heute gern wegen, nach, vor, von gelten: aus der ursache, propterea, aus ursachen. Philand. 1, 23. 26. Lessing 2, 171; die seind etwa ausz dem unzifer und hitz der sunnen genötigt worden ir land zu verändern. Frank weltb. 94a; aus diesen guten schwankreden musten die reuter lachen. Wickram rollw. 44b; so müssen wir denn ausz gefahr die süszen felder meiden. Opitz 1, 70; dahero ist geschehen, dasz wir aus gemachten schulden in des Daedali labyrinth gefallen sein. Schuppius 700; es ist kein gröszer ruhm, als schmach und tadel leiden ausz seiner bosheit nicht, ausz böser leute neiden. Logau 3, 10, 78; es unterblieb aus mangel an geld; ein unversehener einfall, den es (das corps) aus abgang des soldes und ohne wissen des kaisers in Böhmen that. Schiller 888; die billichkeit aus (nach) der vernunft messen. Luther 3, 318b; ausz altem herkummen helt sich der künig nit über zwen tag in den gemeuren. Frank weltb. 7a; solchs will ich e. f. gn. aus irem anhalten gebeten haben. Luthers br. 4, 317; ausz diesem gefaszten schrecken. Kirchhof mil. disc. 265; gienge ein jüngling zu mir, der gedunkte kaum aus (nach) den kleidern ein solcher zu sein, also hatte er schier gar kein härlein umbs maul. Schuppius 772; also kan man auch von der frauen sitten aus (nach) den mägden urtheilen. 358; aus harter mühe (mit schwerer mühe). 712; aus gegenwertiger not (durch g. n.). Rebhuhn klag des arm. manns p. 3; aus ungedult. Lokman fab. 14; der knabe stöhnte aus schmerz. Klinger 5, 349; nenn deine mutter nicht, sie drehet sich dabei im grabe um aus (vor) gram. Arnim schaub. 2, 155; er starb aus (vor) kummer; ermanet seit zu wehren euch aus löwenmut. Ayrer 130b; das hat er nur aus (im) scherz, aus (in der) dummheit gesagt, vgl. mhd. ûʒ ernste MS. 2, 194b; lasz unsern herr gott aus dem spasz! Göthe 12, 197; ein reisender ist so gewohnt aus gütigkeit fürlieb zu nehmen. 12, 160; er sagte, that es aus (von) freien stücken; aus liebe und freundschaft thun; aus zerstreuung. Lessing 2, 165; eine menge trait, welches deine äcker aus segen gottes und unserm fleisz dir mittheilen. Schuppius 736; als er endlich, aus (von) heroischem geist getrieben, den königlichen hof quittierte. 293. II@1010) wir sagen heute seinen scherz, spott, hohn mit einem treiben oder haben, das hiesz früher wieder aus: usz dinem nechsten drib keinen spot. Muskatbl. 86, 166; [] zeuch dein schwert aus und erstich mich damit, das nicht dise unbeschnittene komen und mich erstechen und treiben ein spot aus mir. 1 Sam. 31, 4; das ich frölich und getrost dem teufel mit aller seiner macht thar trotz und aber trotz bieten, ja meinen spott und gelechter aus im treiben. Luther 6, 177b; aus solchem seiner freund rat er oft ein spott trieb. Boccaz 112; trieben ausz im den hon und spott. H. Sachs III. 1, 55a; darumb soll man dich ernstlich strafen, dasz du ausz uns den spot wolst treiben. Ayrer 22a; das würde uns jetzt bedeuten: aus uns treiben, vertreiben, jagen. ps. 119, 51 steht: die stolzen haben iren spot an mir. mehr noch unter den einzelnen substantiven. II@1111) im gegensatz zu den unter 7—10 abgehandelten abstracten fällen, wo das aus sinnlich gemeint ist, kann es auch heute nicht entbehrt werden: aus schönem munde kamen diese worte; mhd. si sprach ûʒ rôtem munde; si antwort mir usz rosenfarben munde. Muskatbl. 37, 48. 68; du lügst aus deinem halse; er lachte aus vollem halse, schrie aus voller kehle; sie ist ihm aus den augen geschnitten (oben sp. 795); sie liesz ihn nicht aus den augen; sie wollten sich nicht aus den armen lassen; er legte den stab aus der hand; kam die ganze nacht nicht aus den kleidern; aus dem bette steigen, aus dem bette sein; trat aus den schuhen; mache dich aus dem staube. Es. 52, 1; das rind ist mager und aus dem futter gekommen; einen aus dem sattel heben; den kopf aus der schlinge ziehen; ein scheit holz aus der flamme reiszen; er bezahlte alles baar aus dem beutel; begegnestu mir uf der breiten heide, ich will dich bezalen ausz der scheide. Uhland 380, das schwert ziehen und dich erstechen. II@1212) aus verbindet sich mit reden, sprechen, hören u. a. ähnlichen: er redet wie aus einem buche; aus e. e. schrift habe ich mit dem licentiaten Basilio geredt. Luthers br. 3, 40; er sagt ferner ausz Luthero. Schuppius 27; aus dem mund des herrn sagen. 614; weil der junker so artig discurriere ausz den büchern. 87; ich hätte mit dem fürsten aus der sache gesprochen. J. Paul jubels. 96; ein guter geist hat aus dir gesprochen; er redet aus dem weine (betrunken) und umgedreht in gleichem sinn, der wein redet aus ihm; so viel ich aus andern gehöret und gemerkt. Luther 6, 136a; ich habe es aus deiner rede behalten; aus der predig behalten. Garg. 68a; wolte ihn auch aus dem catechismo examinieren. Schuppius 242; ob er sei aus der predigt gebessert worden oder nicht. 193; ihr leben aus der predigt zu bessern. 599; erinnert er aus den sprichwörtern Salomonis. 27; ermahnte ihn aus der bibel; er predigt nur aus gottes wort; aus gottes wort den leuten busze predigen; nicht Menelaus ists, der aus mir handelt. Schiller 230. II@1313) einigemal ist bei dem aus, um es richtig zu fassen, ein verbum hinzu zu denken: du must dich aus der stadt (gekommen) an das land gewöhnen; erst nach und nach. so hoft ich, würdest du dich aus beschränkung an die welt gewöhnen. Göthe 9, 271, aus deiner schranke getreten; ich hatte kaum angefangen aus einer krankheit (getreten) etwas kräfte zu sammeln. Schiller 135; da war das weib mir aus den augen (gekommen). 450a. nicht anders, wenn es unmittelbar vom substantiv abzuhängen scheint: ein kus aus rothem munde (ergangen); us rodem munt ein friuntlich gruesz. Muskatbl. 78, 4; ein kern aus harter schale (gebrochen); ein bild aus weichem thon (geformt); ein schrei aus vollem halse (dringend); eine sage aus grauem alterthum (erschallend); ein märchen aus alten zeiten, das kommt mir nicht aus dem sinn. Heine. doch dürfte man auch im substantiv noch einen nachhall der verbalfügungen aus (mit) rothem munde küssen, grüszen, aus weichem thon bilden, aus vollem halse schreien zutrauen. es ist eine folge aus der beschaffenheit unseres verstandes. Kant 7, 286, wie es folgt daraus.
31031 Zeichen · 593 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. * rekonstr.
    Indoeuropäisch
    aus

    Idg. Etym. Wb. (Pokorny)

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    aus

    Althochdeutsches Wörterbuch

    aus s. ûz adv. u. präp.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Aus

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Aus , eine Partikel, welche denjenigen Ort bezeichnet, in dessen Innern eine Bewegung oder Handlung ihren Anfang nimmt, …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    aus

    Goethe-Wörterbuch

    aus A Präp mit Dat 1 (vorwiegend) lok a als Richtungsbezeichnung, mehrf iVbdg mit lok Adv (‘a. — heraus, hervor, herauf,…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    A. u. s

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    A. u. s. = Actum ut supra , geschehen und verhandelt, wie oben geschrieben.

  6. modern
    Dialekt
    aus

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    aus Band 1, Spalte 1,763–768

  7. Sprichwörter
    Aus

    Wander (Sprichwörter)

    Aus 1. Einer us, der ander ander in; in dem Gedräng will ich nit sin. – Liedersammlung. 2. Oben aus, nirgend an. – Saile…

  8. Spezial
    aus

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    aus I praep. 1 (örtlich: von her) da: aus der Oper kommen gní dala opera; aus Brixen da Porsenú 2 (Stoff, Material) de: …

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aus‑ als Erstglied (30 von 7.264)

ausarten

SHW

aus-arten Band 1, Spalte 443-444

ausasten

SHW

aus-asten Band 1, Spalte 443-444

ausatmen

SHW

aus-atmen Band 1, Spalte 445-446

ausbabbeln

SHW

aus-babbeln Band 1, Spalte 445-446

ausbacheln

SHW

aus-bacheln Band 1, Spalte 445-446

ausbacken

SHW

aus-backen Band 1, Spalte 445-446

ausbaden

SHW

aus-baden Band 1, Spalte 445-446

ausbalgen

SHW

aus-balgen Band 1, Spalte 445-446

ausbauchen

SHW

aus-bauchen Band 1, Spalte 445-446

ausbauen

SHW

aus-bauen Band 1, Spalte 445-446

Ausbehalt

SHW

Aus-behalt Band 1, Spalte 445-446

ausbeinen

SHW

aus-beinen Band 1, Spalte 445-446

ausbeinern

SHW

aus-beinern Band 1, Spalte 445-446

ausbeißen

SHW

aus-beißen Band 1, Spalte 445-446

ausbengeln

SHW

aus-bengeln Band 1, Spalte 445-446

ausbessern

SHW

aus-bessern Band 1, Spalte 445-446

ausbeten

SHW

aus-beten Band 1, Spalte 445-446

ausbeuteln

SHW

aus-beuteln Band 1, Spalte 445-446

ausbickeln

SHW

aus-bickeln Band 1, Spalte 445-446

ausbieten

SHW

aus-bieten Band 1, Spalte 445-446

ausbimsen

SHW

aus-bimsen Band 1, Spalte 445-446

aus als Zweitglied (30 von 2.267)

*baus

KöblerAhd

*baus , st. M. Vw.: s. walu-

*falaus?

KöblerAhd

*falaus? , st. M. (a)? Vw.: s. *Ost-, *West- Hw.: vgl. as. *falaus?

*fraus

KöblerGot

*fraus , Adj. (a) nhd. froh ne. happy, glad Q.: PN, Frawitta, Froarius, Holthausen, Gotisches etymologisches Wörterbuch 32 E.: germ. *frawa-…

*haus

KöblerMhd

*haus , N. Vw.: s. hūs

*Ostfalaus?

KöblerAhd

*Ostfalaus? , st. M. (a)? Hw.: vgl. as. ôstfalaus*

*saus

KöblerIdg

*saus , Adj. nhd. trocken, dürr ne. dry (Adj.); RB.: Pokorny 880 (1540/12), ind., iran., gr., alb., ital., germ., balt., slaw. Hw.: s. *saus…

*skaus?

KöblerGot

*skaus? , Adj. (wa) Vw.: s. un- E.: Grundbedeutung unbekannt, keine innergermanische Entsprechung vorhanden, Feist s. u. unskaus

*Westfalaus?

KöblerAhd

*Westfalaus? , st. M. (a)? Hw.: vgl. as. Westfalaus*

haus

RDWB1

-haus Autohaus n - автосервис Beratungshaus n - консультационная фирма Konfektionshaus n - дом одежды, производитель верхней одежды Möbelhau…

Augenschmaus

RDWB1

Augenschmaus m см. RDWB1 Schmaus , RDWB1 Augenweide

Blockhaus

RDWB1

Blockhaus n (nicht "блочный дом") дом, сложенный из брёвен

Einfamilienhaus

RDWB1

Einfamilienhaus n (Lakune) отдельно стоящий дом на одну семью

Fledermaus

RDWB1

Fledermaus f летучая мышь

Frauenhaus

RDWB1

Frauenhaus n учреждение, где могут найти временное пристанище убежавшие от жестокого обращения мужа или родителей женщины, одинокие или с де…

Garaus

RDWB1

Garaus m umg. каюк разг. , крышка перен. , разг. , кранты разг. j-m / einer Sache den ~ machen idiom. - покончить с чем-л. j-m den ~ machen …

Herrenhaus

RDWB1

Herrenhaus n господский дом поместье, особняк, усадьба

Ɉägerhaus

Campe

Das Ɉägerhaus , des — es, Mz. die — häuser , das Wohnhaus eines Jägers und seiner Leute, welches ein Jägerhof heißt, wenn es von beträchtlic…

Ɉagdhaus

Campe

Das Ɉagdhaus , des — es, Mz. die — häuser , ein zum Gebrauch und zur Bequemlichkeit bei einer Jagd bestimmtes und gewöhnlich in einem Walde …

Ɉammerhaus

Campe

Jammer·haus

Das Ɉammerhaus , des — es, Mz. die — häuser , ein Haus des Jammers, in welchem großes Elend, Unglück herrscht und in welchem gejammert wird.

Ɉubelschmaus

Campe

○ Der Ɉubelschmaus , des — es, Mz. die — schmäuse , ein mit lauter Lustigkeit begleiteter Schmaus. — — und warf sich Tobend zu wilderem Jube…

Ɉugendbraus

Campe

Х Der Ɉugendbraus , des — es , o. Mz . der Braus, oder das Brausen, d. h. das Aufbrausen, die unüberlegte Raschheit im jugendlichen Alter, o…

Leichenschauhaus

RDWB1

Leichenschauhaus n морг (не имеет отношения к слову "театр")

Leichenschmaus

RDWB1

Leichenschmaus m поминки (не имеет отношения к словам "пир" или "труп")

Mehrfamilienhaus

RDWB1

Mehrfamilienhaus n дом на несколько семей, многоквартирный дом

Mehrparteienhaus

RDWB1

Mehrparteienhaus n auchMehrfamilienhaus n многокваритирный дом

Niedrigenergiehaus

RDWB1

Niedrigenergiehaus n дом нового типа или старый дом после капремонта, потребляющий минимум энергии на обогрев (количество потребляемой энерг…

Nikolaus

RDWB1

Nikolaus m см. RDWB1 Nikolaustag

Ohrenschmaus

RDWB1

Ohrenschmaus m umg. ласкать слух идиом. Vögelgezwitscher ist ein echter ~ - пение птиц ласкает слух

Reformhaus

RDWB1

Reformhaus n (kein Bezug zu "реформа") магазин, в котором продаются биологически чистые продукты

Ableitungen von aus (2 von 2)

ausé

LDWB1

ausé [au·sẹ́] I vb.tr. (aüsa) 1 gewöhnen, akklimatisieren 2 (avisé, rovëne) lenken II vb.refl. se ausé 1 sich gewöhnen, sich einfügen, sich …

eraus

DWB

eraus für heraus, oft bei Luther : die kriegsleute aber in Syrien waren er aus gefallen und hatten eine kleine dirne weggefürt. 2 kön. 5, 2 …