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ie. bis spez. · 34 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
82 in 34 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

an Adv. u. Präp.

Bd. 1, Sp. 208
an Adv. u. Präp.: I. Adv. 1. an sein. Ich bin schun aaⁿ 'angekleidet', die Schul is aaⁿ 'hat begonnen' usw. [nördl. VPf, allg.]; zur Form von an s. u. F. — 2. an als erstes Glied verbaler und nominaler Zusammensetzungen s. nachfolgende Stichwörter. — 3. in Verb. mit anderen Adverbien. a. um und an 'rings herum'. Es war nimmand um un aaⁿ [KU-Kaulb]. — b. auf und an. Uf un aaⁿ! im Sinne etwa von: Aufstehen und an die Arbeit! [KU-Schmittw/O (1930)]. — 4. in Verb. mit von a. örtl. vun do aaⁿ [allg.]. a. 1535: von Ruden burne ane byß vff Lawe [PfWeist. I 127 (IB-Blickw)]. a. 1580: von der schwellen ahn mitten ins wasser [PfWeist. I 147 (IB-Bliesmg/Bolch)]. — b. zeitl. vun heit aaⁿ u. ä. [allg.]; vun der Kell aaⁿ diene, Fachspr. der Maurer [KU-Herchw (Krebs 18)], anderswo: von der Kell uf (s. auf). — c. kausal; vun meer aaⁿ 'meinetwegen' [SOPf]; auch vun meer aus (s. aus). — II. Präp. 1. mit dem Dat. a. lokal (pers. u. sachl.). Er geht ammer 'an mir' vebei un sieht mich nit [LA-Edh, allg.]. 's is nix meh annem 'an ihm', von einem Abgemagerten [KL-Baalbn, allg.]. Ich wääß net, was ammer 'an mir' is, ich glaab, ich werre krank [RO-Lettw]. Sie sin annem 'greifen ihn tätlich an' [Kaislt, allg.]. Die Stern am Himmel [allg.]. Wer war (verbotenerweise) an de Äppel? [allg.]. a. 1557: den phant ahn der sulen verkauffen [PfWeist. I 121 (IB-Bierb)]. Auch von geistigem Besitz (Eigenschaften, Gewohnheiten). Alle Fehler hott er an sich, Wie e alder Reitschulgaul [Kühn Palz 38]. — b. temp. ausnahmslos bei Nennung von Tagen der Woche: am Monda(g), auch: de Monda(g) usw. Desgleichen: am eerschde (zwette) Oschderda(g). Oft, doch mehr jüngere Gener.: an Weihnachde, an deʳ Kerb (Kerwe) usw.; dafür auch, bes. in der Ausdrucksweise der Nachkommen der pfälz. Auswanderer des 18. Jh.: uf Weihnachde, uf die Kerb (Kerwe) usw. (s. auf). Ebenso: an der Nacht 'am Abend' [NW-Kallstdt Gal-Dornf]; am vorhin [verbr. WPf]; seit am März [Heinrich 65]. RA.: Do is (es usw.) Matthäi am letschde (zu ergänzen: Kapitel) [allg.]. Das bei Stundenangaben erscheinende am (am acht Uhr) ist als um aufzufassen, das in unbetonter Stellung zu em, m abgeschwächt (heute noch: 'm drei Uhr) und unter Einfluß des temporalen an zu am umgedeutet wurde; vgl. hierzu am2. — c. andere Verw. α. als Glied eines präpositionalen Objekts. Er is arem an Moneete, awwer reich an schpassige Infäll [Kühn Palz 106]. a. 1498: etwas an fahrend hab [PfWeist. I 455 (IB-Eschring)]. — β. als Teil des Superl. am beschde, am liebschde; dafür auch 's beschd(e), 's liebschd(e) (s. best, lieb). — γ. an der Reih (sein) 'in der Reihenfolge der nächste (sein)' [allg.]; dafür auch: dran sein (s. daran), aaⁿ, aant sein. — δ. an ääm (aam) Stick 'in einem fort' [verbr.]; dafür, bes. jüngere Gener., an änner (aaner) Tuur. In beiden Fällen ist die Verw. mit in (in ääm Stick, in ääner Tuur) häufiger; vgl. Tour, Stück. — ε. am Ende 'vielleicht', s. amend. — ζ. an dem 'fast, beinahe', s. andem. — 2. mit dem Akk. (pers. u. sachl.). Er denkt an dich [allg.]. Ich kumm gleich an dich, Drohung [NW-Gimmdg, allg.] Ich schla(ch) der an de Backe [allg.]; an die Er(d)beere gehe 'verbotenerweise von den Erdbeeren essen' [allg.]; an de Korze 'den Schnaps' gehe 'dem Trunke ergeben sein'. In Pirmas: Der Woi geht net an mich 'schmeckt mir nicht'. a. 1630 (oder früher): bis ahn das end [PfWeist. I 49 (KU-A'glan)]. Im bes. bei Zahlangaben für 'ungefähr'; an die zwanzich [allg.]. — III. Subst. 1. die An 'Abwurfstrich beim Klickerspiel', Ahn (ān) [1930: KU-Breitb Dunzw (hier 1963 unbekannt)]. Rhein. I 175; Nass. 43 (Stelle wonach geworfen wird). Syn. s. Anmal. — 2. Anster, Superl. von an, Anschder (ⁿšdəʳ) 'Erster' (der das Spiel beginnt) [PS-Heltbg (bis etwa 1920)]. Vgl. Rhein. I 176 anert; Saarbr. 6 aander; Lothr. 11; Els. I 42 Änert. — Zs.: Faßmichan, Hansobenan, hinan, Rührmichnichtan. — F.: Das Adverb weist durchweg gedehnten und mehr oder minder nasalierten Vokal auf. Die dunkle Qualität des a (ⁿ) herrscht vor. Im südwestl. Teil der NPf (KU-Lauteck u. östl.) u. im nördl. Teil der VPf (nordöstl. NW-Dürkh) ist die Verdumpfung im allgemeinen bis ō (ōⁿ) gediehen. -n ist hauptsächlich im Kr. Zweibrücken sowie im West- und Nordteil des Kr. Kusel erhalten, sonst geschwunden, vgl. Hahn, Wein. Der Vokal ist mehr oder minder stark nasaliert, deutliche Nasalierung bei Abfall des -n. In den Wortartikeln wird an- als Glied verbaler Zusammensetzungen in populärer Schreibung zumeist durch die weithin herrschende Form aaⁿ-, unter der sowohl āⁿ- wie ⁿ- zu verstehen ist, wiedergegeben; im übrigen ist das im vorstehenden Gesagte zu beachten. Die Präposition hat gewöhnlich kurzes a bzw. ḁ. Längung wurde nur für KU-Adb Ehw KB-Kerzh NW-Neidfs Ruppbg angegeben; Neigung zur Längung läßt sich schon in älterer Zeit erkennen, s. o. histor. Belege. Dunkles a ist vorherrschend; o mancherorts in allen Teilen der Pfalz. Das n im Auslaut ist bei der Präposition gewöhnlich erhalten. — Rhein. I 170 ff.; Saarbr. 7; Lothr. 8/9; Els. I 41; Bad. I 43.
5037 Zeichen · 195 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. * rekonstr.
    Indoeuropäisch
    an

    Idg. Etym. Wb. (Pokorny)

  2. 4.–6. Jh.
    Gotisch
    anPartikel

    Köbler Got. Wörterbuch

    an , Partikel nhd. denn, nun ne. so, then, well (Adv.) ÜG.: gr. καί, οὐκοῦν (= an nuh), οὖν; ÜE.: lat. ergo, et Q.: Bi (…

  3. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    anPräf., Präp., Adv.

    Köbler As. Wörterbuch

    an , Präf., Präp., Adv. nhd. an, in, nach, hinan, hinauf, von, aus, auf, bei, zu, von ... her, darin, herein, gegen, unt…

  4. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    anPräp.

    Köbler Afries. Wörterbuch

    an , Präp. Vw.: s. on

  5. 8.–14. Jh.
    Altnordisch
    anKonj.

    Köbler An. Wörterbuch

    an , Konj. Hw.: s. en (1)

  6. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    an

    Althochdeutsches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    an s. ânu adv., praep. u. conj.

  7. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ANv. anom.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +10 Parallelbelege

    AN v. anom. das ein starkes ich inne voraussetzt, dessen präteritum zum präsens erhoben wurde. Die einfache form ist nur…

  8. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    anPräp.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    an , Präp. nhd. an, in? Vw.: s. dār- Q.: SSp (1221-1224) E.: s. as. an, Präf., Präp., Adv., an, in, nach, hinan, hinauf,…

  9. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Án

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Án , eine Präposition, welche überhaupt die Bedeutungen der Partikeln in und nahe in sich vereinigt, und so wohl mit der…

  10. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    an

    Goethe-Wörterbuch

    an häufig ‘an dem’ verschmolzen zu ‘am’, ‘an das’ zu ‘ans’ (öfter ‘an’s’); in früher Zeit (in Br, Tgb, Mitsch, Götz, Wer…

  11. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    An

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    An , ein in der Buchhaltung gebräuchlicher Ausdruck, der 1) bei der Formierung der Journalposten der doppelten Buchführu…

  12. modern
    Dialekt
    An

    Bayerisches Wörterbuch · +37 Parallelbelege

    An Band 1, Spalte 1,208f.

  13. Sprichwörter
    An

    Wander (Sprichwörter)

    An 1. Sâch (sachte) an, söns brekt de Lîn. ( Meurs. ) – Firmenich, I, 403. 2. Sanft an, so bricht (reisst) die Leine (Se…

  14. Latein
    an

    Mittellateinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    1. an particula. I sensu interrogativo: A in interrogatione recta: 1 simplici i. q. -ne, num, nonne — (oder) etwa, (oder…

  15. Spezial
    an

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    an [ạŋ] pron. (proclitich ; te posiziun enclitica devëntel «-on»: p.ej. salton, mangion) man. ▬ an mëss ti dé rajun man …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit an

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