Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
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- dient mit folgendem Nomen (im Dat.) dem Ausdruck der Situiertheit eines Sachverhaltes in räumlicher Nachbarschaft eines anderen; ›bei jm./etw., um jn./etw. herum‹.
- dient mit folgendem Nomen (im Dat.) dem Ausdruck der Situiertheit von etw./jm. auf einer Fläche, auch auf der Oberfläche von Sachgegenständen, auf der sich ein Bezugsgeschehen vollzieht; ›auf etw.‹.
- dient mit folgendem Nomen (im Dativ) dem Ausdruck der Situiertheit von etw./jm. innerhalb räumlich gedachter Verhältnisse, in denen sich ein Bezugsgeschehen vollzieht; ›innerhalb, in etw.‹. Am ehesten
- dient mit folgendem Nomen (meist Akk., auch Dat.) dem Ausdruck der Gerichtetheit der Bewegung eines Bezugsgegenstandes (oft: einer Person) auf einen anderen Bezugsgegenstand (oft wieder: auf eine Pers
- dient mit folgendem Nomen (im Dat.) dem Ausdruck der Eingebettetheit eines Bezugsgeschehens zu einem nicht festgelegten Zeitpunkt innerhalb einer reinen Zeitspanne (nicht: innerhalb eines Geschehens,
- dient mit folgendem Nomen (im Dat.) dem Ausdruck der Eingebettetheit eines Bezugsgeschehens innerhalb eines weiteren, sich in der Zeit vollziehenden Geschehens; ›im Laufe von etw.; während‹; hierher d
- dient mit folgendem Nomen (im Dat.) dem Ausdruck der Fixierung eines Bezugsgeschehens auf einen bestimmten Zeitpunkt oder eine kürzere Zeitspanne; ›zu dem Zeitpunkt, in, an, zu‹.
- dient mit folgendem Nomen (im Dat.) der Fixierung eines Zeitpunktes, bis zu dem ein Geschehen abgelaufen ist oder ablaufen wird; ›bis zu, bis hin zu, bis an‹; teils Verblassung der Zeitkomponente, dan
- dient mit folgendem Subst. (im Dat.) dem Ausdruck des Zeitpunktes, seit welchem ein Geschehen abläuft / abgelaufen ist; ›seit einem Zeitpunkt, von einem Zeitpunkt an‹. Hier ist die Verbindung an einan
- dient mit folgendem Nomen (im Akk.) dem Ausdruck der Gerichtetheit, mit der sich Personen in eine Tätigkeit begeben, in der Zeiterstreckung gedacht; ›in etw. (hinein)‹.
- dient mit folgendem Nomen (im Akk.) dem Ausdruck der Gerichtetheit einer Handlung von jm. auf einen anderen hin; die möglicherweise zugrunde liegende Vorstellung räumlicher Gerichtetheit (vgl. 4) ist
- dient mit folgendem Nomen (im Dat.) dem Ausdruck des Aspektes, unter dem etw. betrachtet wird; ›hinsichtlich, im Hinblick auf, unter dem Aspekt e. S.‹.
- dient mit folgendem Nomen (im Akk.) dem Ausdruck der Gegebenheit, an der etw. gemessen wird; ›auf, pro‹; an 12 anschließbar.
- dient mit folgendem Substantiv (im Dat.) dem Ausdruck der Ursache für ein Bezugsgeschehen; ›auf Grund von‹.
- fungiert als formales Kennzeichen des folgenden Dat. oder Akk.; keine morphematisch entsprechende Erläuterungsmöglichkeit für das Nhd. gegeben.
- in unterschiedlichen Redensarten, die nur schwer an eine der aufgeführten Bedeutungen anschließbar sind: a) da ist nicht an ›dem ist nicht so‹; b) es ist an dem ›es hat seine Richtigkeit mit etw.‹; c)
- in adverbialer Verwendung in den Formeln an und an ›hin und her‹; an oder ab ›ja oder nein‹; in elliptischen Aufforderungssätzen wol an ›wohl an‹.