Grund vereinzelt Kleinschr; relativ häufiges Vorkommen in der Bed Untergrund (in A4 rund 400 Belege), was sich aus dem bis Anfang des 19. Jh noch seltenen Gebrauch des Wortes ‘Untergrund’ erklärt (bei G nur 1827 einmal belegt); oft ‘
zum G-e (legen, liegen)’ uä, auch neben dem Adv ‘zugrunde’ (sd) A
räuml-konkr; häufig in Bild u Vergl 1
Erdboden; oft ‘G. und Boden’, bes in c und d a
Boden, der einen trägt, best Terrain, auch spezieller als Weg- od Straßenuntergrund; mit Attr wie ‘feucht, schmal, bekannt, fest’ od ‘sicher’ (einmal im hyperbol bildl Vergl) da leichtsinniges Wandeln auf feuchtem G. und Boden [
in Jena] mir ein Übel am Fuße zugezogen hat GWBB28,98,5 Frommann 26.5.17 Der Reiter kommt auf weichem G. geritten, | .. Der schönsten Dame reit’ er vor dem Schlitten GWB4,217 Der Reiter kommt 1 die treffliche Chaussee von Granitsand .. da der aufgelös’te Granit aus Kiesel und Thonerde besteht, so gibt das .. einen festen G. GWB30,6,20 ItR [
Dor nach der Verlobung zu Herm:] O, verzeih .. daß ich .. bebe! So scheint dem endlich gelandeten Schiffer | Auch der sicherste G. des festesten Bodens zu schwanken GWBHermDor IX 296 GWB8,228,23 Egm II 2 GWBB37,88,18 Sternbg 20.6.23 GWBFaust II 10072
uö (metonym) für eine best Gegend, Umgebung od Landschaft [
betr vermutl ein Luxemburger Landschaftsbild] Freie Welt. | Wir wandern ferner auf bekanntem G., | Wir waren jung, hier waren wir gesund GWB3,132 Vs 25 Zu meinen Handzeichnungen III GWB36,120,18 TuJ 1817
uö b
Erdreich, als kultivierbares (fruchtbares) Land u speziell als Mutterboden, Lebensgrund der Pflanzen; im Bild öfter iSv geistiger Nährboden; mehrf ‘guter G.’ sowie ‘G. fassen’ iSv Wurzeln schlagen, sich festsetzen u entfalten Deutsche Kunst. | Gabe von oben her ist, was wir Schönes in Künsten besitzen, | Wahrlich, von unten herauf bringt es der G. nicht hervor GWB5
1,313 Tab vot 60(606) [
ein Blatt Bryophyllum calycinum] Flach auf guten G. gelegt, | Merke wie es Wurzel schlägt! GWB4,276 Was erst still 3 [
betr botan Theorien] das Eigene hat die gegenwärtige Zeit, daß ein ausgestreuter Same irgendwo sogleich G. faßt; die Empfänglichkeit ist groß, Wahres und Falsches keimen und blühen lebhaft durcheinander GWBN6,188,19 VerstäubgVerdunstgVertropfg GWB39,416 Götz
1 Plp GWB12,303 LöwenstuhlDrama 75
uö c
Grundbesitz od Grundstück, insbes für ein Landgut; fast nur in der formelhaften Vbdg ‘(eigener) G. und Boden’, mehrf iVbdg mit Eigennamen; wiederholt hinsichtl best Pflichten u Rechte; in Fausts Utopie kollektiver Landgewinnung auch ‘freier G. (und Boden)’ [
betr G-s Hausgarten am Frauenplan] nach Obstbäumen .. werfen unbändige Knaben .. Steine, ja Knittel, und der Besitzer, in Gefahr auf eignem G. und Boden verletzt zu werden, sieht sich in der Hoffnung getäuscht seine Früchte zu genießen GWBB28,219,4 Polizei Weim [vor 15.8.]17 K zu der [
nach einem Scheunenbrand] .. aufzuführenden Gebäudereihe .. daß ein Theil derselben auf Wochischen G. und Boden fallen .. würden GWBA(53,516) Promem 7.2.98 Var wegen künftiger Beschockung des Grund- und Bodens GWBA(53,265,22) Promem 1.3.98 [
Faust:] Solch ein Gewimmel möcht’ ich sehn, | Auf freiem G. mit freiem Volke stehn [<Auf wahrhaft freiem G. und Boden stehn; Auf wahrhaft eignem G. und Boden stehn; auf eignem G. und Boden
Var] GWBFaust II 11580 GWB36,337,15 Zu brüderlAndenkWielands 1813 GWB24,209,9 Wj I 11 GWB30,254,23 ItR
uö metaphor u im Bild öfter iSv Sphäre, Fachgebiet od für jds Domäne, den von jdm verantworteten Tätigkeitsbereich uä [
betr Farbbezeichnungen in der Mineralogie] daß es keinesweges vortheilhaft war, von allen Reichen der Natur .. Benennungen [
zu] borgen .. Blieb man auf eigenem G. und Boden, so war das Bezeichnete zugleich das Bezeichnende, und das Mineralreich schloß sich in sich selbst ab GWBN5
2,145,15 Elemente Fl 35 [
üb Rezensionen in der von G geleiteten JALZ] Sollte man aber .. unparteyisch genannt werden, wenn man Männer, die man schätzt, auf seinem eigenen G. und Boden [in seinem Reviere GWBB17,241,6 R] mißhandeln läßt, so .. GWBB17,328 Eichstädt 16.1.05 K GWB47,168,23 Samml 6 GWBB20,5,10 Jacobi 11.1.08
uö d
Territorium, als Macht- u Herrschaftsbereich od (zugl) als geogr u kulturell definierter (Lebens-) Raum; oft ‘auf deutschem, französischem, weimarischem G. und Boden’ uä, mBez auf klass Stätten vereinzelt (appellativ) mit Attr wie ‘heilig’ u ‘selig’ Dieses schreibe ich dir auf französischem G. und Boden nicht weit von Longwy das die Preußen vor .. Tagen eingenommen haben GWBB10,11,8 Christiane 28.8.92 war mir lieb, daß ihr [
in Mannheim] Herrn und Frau von Luck gesehen, die ältesten Freunde auf weimarischem G. und Boden GWBB20,237,20 August [5.12.08] [
Trennung von Boisserée in Würzburg, auf G-s Rückreise nach Weim] Da uns beiden der Abschied wehe that, so war es besser auf fremdem G. und Boden zu scheiden, als auf dem heimischen GWB36,99,7 TuJ 1815 noch kann ich die Hoffnung nicht aufgeben Sie wieder [
in Rom] auf dem heiligen G. und Boden zu umarmen GWBB12,112,24 FBury 28.4.[97] K GWBFaust II 9570 GWB28,53,5 DuW 11
uö 2
Fundament, Basis a
eines Bauwerks, vereinzelt spezieller iSv Grundmauer(n); nur Sg, öfter in Wdgn wie ‘(ein Haus) von G. auf/aus (neu) bauen, aufbauen’, ‘den G. (zu etw) legen’; mBez auf die Schacht- u Mauerarbeiten auch ‘den G. (zu etw) herausschlagen, graben, aufmauern’ sowie, mBez auf die Grundsteinlegung, ‘in (den) G. (ein)legen, kommen’ uä Endlich ging [
in Frankf] ein Gesetz durch, daß wer ein neues Haus von G. auf baue, nur mit dem ersten Stock über das Fundament herausrücken dürfe GWB26,19,27 DuW 1 [
Auftrag für] den Baumeister Steiner .. zu einem dergleichen [
Schmelz-]Ofen und kleinen Gebäude das Kunstmäßige .. anzugeben. Wenigstens kann der G. gelegt und herausgeschlagen .. werden GWBB51,111 Voigt 7.4.95 K Der G. zum neuen Glashaus [
im Botan Garten Jena] ist nun aus der Erde. Götz visitirt fleißig die aufsteigenden Mauern GWBB33,111,22 CarlAug 13.7.20 K [
Grundsteinlegung zum Altan-Anbau des Gartenhauses] Nach der Mittags Stunde fangen die Maurer an, schicken Sie mir etwas das ich in Ihrem Nahmen in G. legen kann .... Dancke .. fürs überschickte es soll wohlverwahrt in G. kommen GWBB3,143,10u19 ChStein 17.3.77 [
für: foundation] GWB46,189,11 HackertTgb Knight GWB21,56,12 Lj I 11 GWB32,88,22 ItR=GWBB8,259,17 Weim Freunde 17.9.87
uö im Bild u Vergl häufig für die Grundlage(n) einer best Tätigkeit, die Fundierung od (dauerhafte) Sicherung einer neuen Lebens-, Kunsterfahrung, einer geschichtl Entwicklung uä, öfter mBez auf G-s Italienaufenthalt; oft in Wdgn wie ‘einen (guten, festen) G. legen/haben’, auch iSv Bestand, Dauer; mehrf ‘G. fassen (auf, in)’ ihre Zeichnungen bewiesen, daß sie [
AvImhoff] auf dem G. immer fortbaute, den sie in Gesellschaft der Kunstfreunde .. in Weimar gelegt hatte GWB36,183,27 TuJ 1820 Ich bin wie ein Baumeister der einem Thurm aufführen wollte und ein schlechtes Fundament gelegt hatte; er .. bricht gerne wieder ab .. um sich seines G-es mehr zu versichern GWBB8,105,12 ChStein 29.12.86~GWB30,237,11 ItR [
Bezug nicht ermittelt] Hier gehts übrigens im Alten. schade für das schöne Gebäude das stehen .. erhöht und erweitert werden könnte und leider keinen G. hat. Doch was hat G. auf der beweglichen Erde GWBB7,81,21f Knebel 1.9.85 Diese [
Raffaels Vorgänger] haben auf dem festen Boden der Wahrheit G. gefaßt, sie haben die breiten Fundamente .. gelegt .. die Pyramide stufenweiße in die Höhe gebracht GWBT1,305,17 v 19.10.86 GWBB8,268,1 Knebel 3.10.87
uö(häufig) b
geol Untergrund, tiefer- od zugrundeliegende (unterste, älteste) Gebirgs- od Gesteinsschicht, mehrf mBez auf den Granit, insbes als Grund- od Urgebirge Die Plaine, worauf Palermo liegt .. hat im G-e Muschelkalk, woraus die Stadt gebaut ist [hat große Lager Muschelkalck zum G-e GWB31,317,23 Plp] GWB31,96,10 ItR [
bei der Schloßruine] Mächtige Felsen standen von der Urzeit her .. fest auf ihrem g-e [>wohlgegründet GWB18,327,26 Nov] GWB18,470 Var Granit macht überall den G. hiesiger [
Marienbader] Höhen GWBN13,283,2 MinGeol Plp Auf einem hohen nakten [
Granit-]Gipfel sitzend .. : Hier ruhst du unmittelbar auf einem G-e, der bis zu den tiefsten Orten der Erde hinreicht, keine neuere Schicht, keine .. zusammengeschwemmte Trümmer haben sich zwischen dich und den festen Boden der Urwelt gelegt GWBN9,173,26 ÜbGranit [1784] GWBN11,307,11 DogmatismSkeptizism GWBFaust II 10088
uö c
für einen (meerumspülten) Felssockel [
Erzengel Gabriel:] Es schäumt das Meer in breiten Flüssen | Am tiefen G. der Felsen auf, | Und Fels und Meer wird fortgerissen | In ewig schnellem Sphärenlauf GWBFaust I 256 3
tiefste Partie, Zone od Boden von etw (einer Umgebung, eines Gewässers, Gefäßes ua) a
Niederung, Vertiefung im Gelände, meist großräumig für Flußlandschaft, Aue od Tal(kessel); überwiegend Pl, oft ‘in den Gründen/ im G-e (liegen, sich hinziehen)’ u mit Charakterisierungen wie ‘flach, waldig, feucht, verschlungen’ od ‘einsam, lieblich’; auch iVbdg mit (geogr) Namen; mehrf koordiniert mit ‘Tal’, einmal ‘in Tal und G-e’ [
betr Gartenanlagen in Drakendorf] Suchen Sie .. die schönsten Plätzchen aus. Höhen, Gründe, Felsen, Bäume, Aussichten .. alles müssen Sie in Betracht ziehen GWBB16,277,7 SZiegesar 31.8.03 [
Ausblick vom Straßb Münster] mit mannichfaltigem Grün geschmückt ist der von Süden herab sich ziehende flache G., welchen die Iller bewässert; selbst westwärts, nach dem Gebirge zu, finden sich manche Niederungen GWB27,230,6 DuW 9 Ermüdet .. | Kam Bruder Marcus .. | In einem Tal am schönen Abend an, | Voll Hoffnung in den waldbewachs’nen Gründen | Ein gastfrei Dach .. zu finden GWB16,172 Geheimnisse 23 Wenn man höher kömmt, sieht man Stuttgard .. in dem schönen G-e liegen GWBT2,112,25 v 1.9.97 herwandlend | Von des Oenomaus | Und des Pelops lieblichen Gründen [σταθμῶν] GWB4,315 5.OlympOde 22 GWBFaust II 7042 GWB24,367,1 Wj II 7 GWBB27,132,14 August 4.8.16
uö bei stärkerer Betonung der (bedrohl) Tiefe, auch iSv Kluft, Schlucht, Abgrund [
Blick von der Wartburg] In dem grausen linden Dämmer des Monds die tiefen Gründe, Wiesgen, Büsche .. und die .. Auen und Thäler ferner hinunter GWBB3,175,19 ChStein 13.9.77 Über Zwota .. bis zur .. Kaiserchaussee, die in den Gründen und Tiefen auf beyden Seiten von Mauern eingefaßt wird GWBTgb 28.5.07 GWBFaust I 3916 GWB24,12,4 Wj I 1
uö(selten) b
Boden od tiefste Zone eines Gewässers, überwiegend mBez auf ein Flußbett od für den Meeresgrund (auch idVbdg ‘G. des Meeres’), vereinzelt mBez auf einen Teich od eine (Sprudel-)Quelle [
Nixe zum Fischer:] Ach wüßtest du, wie’s Fischlein ist | So wohlig auf dem G., | Du stiegst herunter wie du bist GWB1,169 Der Fischer 14 [
Nereiden u Tritonen:] Vor des Sturmes grausen Schlünden | Wichen wir zu stillsten Gründen GWBFaust II 8048 er [
Achilles] .. wehklagt und jammert .. Thetis, die Mutter, hört ihn im G-e des Meers [ἐν βένθεσσιν] GWB41
1,310,1 Ilias Ausz 18 Wie man diesem [
Sprudel-]Quell nachhelfen wollen und auf den G. gekommen, so hat man zwei Öffnungen gefunden GWBN9,404 Üb:JMüller [
für: bottom] GWB46,219,5 Hackert TgbKnight GWBB4,252,8 Lavater 3.7.80 GWBN10,199,15 ArchitNathistProbl
uö in Umschreibung von Versinken, Ertrinken od Schiffbruch in den Fügungen ‘jdn zu G. ziehen’, ‘in den G. hinabsinken’, auch iSv Tiefe u einmal wohl (zugl) iSv Wellental Da gähnet und wirbelt der schäumende Schlund | Und ziehet die Frau mit den Kindern zu G. GWB2,37 Johanna Sebus 30 [
Nardo:] Leider wähnt ich mich im Hafen, | Schon entronnen mit der Beute. | Nun sitz ich auf dem Sand .. [
Die Herren:] Wie ein Schiff auf Meereswellen | Wank’ ich ängstlich hin und wieder. | [
Alle:] Schon erhoben zu den Sternen, | Sink’ ich in den G. [
abisso] hinab GWB12,269 VereitelteRänke 388 [G/Vulpius?] c
Boden, unterster Bereich eines Behälters, Gefäßes, Beutels, Koffers uä; öfter ‘im G(-e)’, mehrf ‘etw senkt sich, sinkt zu(m) G(-e)’; einmal im Bild iSv Neige eine Gefälligkeit .. wenn Sie mir diese Schachtel mit gutem Obst gefüllt .. herüberschicken. Etwas schmackhafte Birn im G-e, recht reife Trauben oben drauf GWBB51,568 JMFärber 5.10.30 [
Marthe zu Faust:] Was! .. Kein Geschmeid’? | Was jeder Handwerksbursch im G. des Säckels spart, | Zum Angedenken aufbewahrt GWBFaust I 2934~GWBUrfaust 788 Goldstaub wirf in das Wasser er wird zum G-e sich sencken GWB5
2,374 Goldstaub 1 [
betr Neri u seine Schüler] die .. innerlich stolzesten Menschen .. indem sie .. den bittern Kelch der Erfahrung, eh’ er ihnen noch angeboten ist, bis auf den G. zu leeren sich entschließen GWB32,193,18 ItR GWB26,59,5 DuW 1 GWB51,240,2 ThS III 9 GWBN7,32,28 Morph Vorarb 3
uö d
in opt Studien für den Sammelpunkt gebrochener Lichtstrahlen an der dem Lichteinfall gegenüberliegenden Seite eines durchsichtigen runden Körpers (Regentropfens) da doch eigentlich [
beim Regenbogen] Sonnenbilder im G-e des Tropfens verengt, zusammengeführt und über einander verschränkt werden GWBN3,279,21 FlH V Der Descartische Versuch mit der Glaskugel .. so werden die Strahlen [
der Sonne] .. nach dem G-e der Kugel .. gebrochen, auf welchem sie eine helle Fläche .. bilden GWBN5
2,272,17 FlH Plp [
für: fundus] GWBN3,262,4u11 FlH V
uö(selten) e
morphol für den (Höhlen-)Boden einer Knochenpartie od eines Pflanzenorgans (in Berührung mit A2) Die Knochen der Gehörwerkzeuge .. Auf dem G-e derselben [
der ‘bulla’ beim Pferde] ziehen sich halbmondförmige Scheidewände .. hinüber und herüber GWBN8,212,5 KnochGehörwerkz [
abnorme Doppelbildung] Frucht in Frucht .. Die Narbe des inneren [
Mohnkopfes] reichte bald an die des äußeren heran, bald blieb sie entfernt dem G-e näher GWBN6,184,9 MetamPfl Nachtr GWBN8,193,19 AllgKnochlehre 6 GWBN8,196,27 ebd 7
uö 4
Untergrund, -lage, Grundfläche od -schicht, worauf etw aufgebracht od wovon etw eingeschlossen wird; oft iUz ‘Muster, Figur’ od ‘Gepräge’ a
bei textilen Erzeugnissen, Ziergegenständen ua (modischen, luxuriösen) Objekten, Utensilien; mBez auf einen schon präparierten Stickrahmen einmal ‘aufgezogener G.’ (für ‘canevas monté’) [
betr zugesandte Spitzen] Die gezackten sind böhmische und die andern sächsische. Die Fabrikationen .. unterscheiden sich .. dadurch, daß jene schönere Muster haben und diese einen gleicheren G. GWBB19,351,18 Christiane 18.6.07 Man nehme eine .. [
Damast-]Serviette .. und halte sie, flach, vor sich gegen das Licht; man wird Figuren und G. deutlich unterscheiden GWBN5
1,303,14 EntoptFarb 34 Der Fächer ist in der Arbeit, er wird fleischfarb der G., mit lebendigen Blumen GWBB1,166,4 ChGSchönkopf 1./3.10.68 Liebe mich, denn das ist der G. worauf mein ganzes Schicksaal gestickt ist GWBB6,167,27 ChStein [28.5.]83 GWBB23,318,15 Christiane 17.4.13 GWB24,78,9 Wj I 5
uö b
Feld einer Medaille, die das Motiv, Dekor, Ornament eines Artefakts, Kunstwerks tragende Grundfläche od -schicht; mehrf hinsichtl der materialen Beschaffenheit [
Architekt:] Niemand weiß eine Medaille am Rand anzufassen; sie betasten das schönste Gepräge, den reinsten G. GWB20,268,12 Wv II 6 Hier [
in einer Galerie] steht .. die Trajanische Säule, in Modell. Der G. Lapis Lazuli, die Figuren verguldet GWB30,10,12 ItR ein Flügelschrank .. worin drey große Figuren .. auf der Erde liegen .. die halberhobenen Bilder .. Die eine Figur hat sich vom G-e losgemacht GWBB26,161,14 Voigt 27.11.15 Haupt eines Silenus .. Der Name des Künstlers ist sehr zart im G. eingegraben Trunz/Loos 181 Sammlg antiker geschnSteine 1807 [Meyer/G] ebd 179 [
für: campo] GWB43,120,12 Cell I 8 GWB6,7 Div Segenspfänder 3
uö c
Mal- od Zeichengrund; sowohl als materiale Unterlage (Bildträger) als auch als Grundiermasse od monochrome, kontrastierende (erste) Farbschicht, auch beim Lasieren [
Zeichenunterricht bei Oeser] So hatte ich z. B. auf blaues Papier einen Blumenstrauß .. mit schwarzer und weißer Kreide .. ausgeführt .. wir bemerkten, daß ich durch das Ineinanderarbeiten des Schwarzen und Weißen den blauen G. ganz zugedeckt .. hatte GWB27,158,22 DuW 8 Es wird hierzu [
Glasmalerei] ein G. gefordert, der schmelzbar ist, sowie Farben dergestalt zubereitet, daß sie sich mit jenem G-e .. verbinden .. Die Emaille-Mahlerei besteht darin, daß man eine Platte eines schwer schmelzbaren Metalls, als Gold und Kupfer, mit einem .. porzellanartigen G-e überzieht, worauf man .. jene Farben aufträgt GWB49
2,136,5fu15 ÜbGlas-, Emaille- uPorzellanmalerei Gründe. | .. Es war die Art der ältern Künstler, auf hellen G. zu mahlen. Er bestand aus Kreide und wurde auf Leinwand oder Holz stark aufgetragen und polirt. Sodann wurde der Umriß aufgezeichnet und das Bild mit einer schwärzlichen .. Farbe ausgetuscht GWBN1,352,6u8 FlD 902 [
griech] Vasengemählde .. wie ein bloser Umriß, wie eine einfarbige Gestalt auf entgegengesetztem G-e an sich erfreuen .. könne GWB48,234,19 Polygnot Plp Dieses [
das Lasieren] geschieht, wenn man eine schon aufgetragene Farbe als hellen G. betrachtet. Man kann eine Farbe dadurch für’s Auge mischen, sie steigern, ihr einen .. Ton geben GWBN1,355,1 FlD 910 GWB27,18,18 DuW 6 GWB48,101,26 Polygnot
uö ‘goldener, vergoldeter G.’ für den Goldgrund Die Kuppeln und Gewölbe der Marcuskirche, nebst ihren Seitenflächen, alles .. bunte Figuren auf goldenem G-e, alles musivische Arbeit GWB30,133,24 ItR~GWBT1,274,19 v 6.10.86 GWBN3,107,7 FlH II
uö d
in (ent)opt Versuchen sowohl für den Träger des Objekts als auch für den (variablen) Untergrund eines (Farb-)Bildes od opt (Brechungs-)Phänomens; öfter spezieller für das Grund- u Ausgangsbild, den wahrgenommenen Gegenstand Unser einfachster Apparat .. besteht aus einer entoptischen Glastafel horizontal auf einen dunklen G. gelegt und gegen die klare Atmosphäre .. gehalten GWBN5
1,285,19 EntoptFarb 26 daß [
nach ALucas] die prismatische Farbe eine Randerscheinung sei, die sich umkehre, je nachdem dem Bilde ein hellerer oder dunklerer G. als es selbst ist, unterliegt GWBN4,58,27 FlH VI Die Doppelbilder des .. durchsichtigen rhombischen Kalkspaths .. [
sie hießen] Schattenbilder, weil sie den G., den dahinter liegenden Gegenstand durchscheinen lassen .. nur wo die beiden Bildchen zusammentreffen, wird die kräftige volle Farbe des G-es [kleinen Quadrats
Var] sichtbar werden GWBN5
1,239,17u240,13 EntoptFarb GWBN4,90,14u17 FlH VI
uö(häufig) e
(eher) okkasionell für die Auflagefläche, Unterlage eines Schauobjekts, eines Kupferstichs uä Wegen der Edelstein-Sammlung .. Die Arbeit ist dahin gediehen, daß .. die Steine, je nachdem es Farbe und Feuer verlangt, auf schwarzen oder weißen G. gebracht worden GWBB35,258,8 CarlAug 4.2.22 K in dem .. Eckzimmer .. wo mehrere Concurrenz- und sonstige Stücke .. meist in Sepia, unter Glas und Rahmen auf einfachen G. angebracht wurden GWB35,116,17 TuJ 1801 GWBB11,271,24 Meyer 5.12.96
uö f
die einem Mineral, Gestein zugrundeliegende, seine Entstehung determinierende od es (zufällig) einschließende Masse, ‘Grundmasse’; mehrf idVbdg ‘zum G-e (liegend)’, vereinzelt in Berührung mit A2b sehr schöne Tafeln, wo dunklere Gypskrystalle in einem helleren G-e liegen, und uns von ihrem chemischen Ursprung .. Zeugniß geben GWBN10,17,6 Porphyrartig der Florentinische .. Ruinenmarmor .. Die Masse .. wie sie aus hellerem G-e zu mehr oder weniger hellern Bestandtheilen sich sondert GWBN9,249,1 GebirgsGestaltg Ein .. merkwürdiger Fall [
für das Gerinnen von Gestein]: der rothe G. oder das Enthaltende carneolartig. Die grauen enthaltenen, wie Bohnen darin vertheilten Körper hornsteinartig GWBN10,83,16 Gerinnen GWBN9,250,18u25 MinGeol Plp GWBN9,146,25 ZinnwaldeAltenbg
uö 5
Hintergrund; öfter mit Tiefen- u Richtungsangaben wie ‘ganz hinten im G-e’, ‘im G-e rechts’ od in Gegenüberstellung zu ‘vorn(e)’ a
termtechn: Bühnenhintergrund; mehrf als eigenständiger, szenisch abgetrennter Spielbereich, auch für den (gemalten) Hintergrund (Prospekt); fast nur in Regiebem, insbes bei Auf- u Abtritten; mehrf ‘G. des Theaters’ Die Wirths-Stube .. Im G-e [In der Tiefe des Theaters DjG3
1,358 Mitsch
2] steht ein Tisch mit Feder, Tinte und Papier GWB9,41 Mitsch
3 Regiebem vor 1 Sie [
Valerio u Rosa] gehen nach dem G-e des Theaters, als wenn sie abtreten wollten GWB11,289 ErwElm
2 Regiebem nach 53 Sie [
die Muse] tritt ganz hinten im G-e auf und spricht die ersten Worte mit Energie, so weit hinten bleibend als möglich GWB13
2,203,3 ProlBln 1821 Bem [
Almaide zu Lila:] Sei uns willkommen! | .. Traurige Sterbliche, | Weide dich hier! .. (Im G-e eröffnet sich eine .. erleuchtete Laube, worin ein Tisch mit Speisen sich zeigt .. ) GWB12,64,3 Lila II [
Wilh üb sein Zimmertheater:] wovon ich auch keine bestimmte Idee hatte, außer daß man es auf Balken setzen, die Coulissen von getheilten spanischen Wänden hinstellen und zum G. ein großes Tuch nehmen müsse GWB21,35,19 Lj I 7~GWB51,30,11 ThS I 9 [
für: the end of the stage] GWB11,353 Maturin,Bertram Regiebem vor 9 GWBB15,63,4 Schiller 4.[5.]00
uö b
termtechn: Bildhintergrund; überwiegend von Landschaftsgemälden, vereinzelt mBez auf Medaille, Basrelief ua; oft hinsichtl der Staffage, (belebenden) Kontrastbildung u Raumillusion, vereinzelt iUz ‘Vordergrund’ (mit dem ‘Hauptbild’), einmal ‘der perspektivische G.’ Ganz hinten .. im G-e verbindet die beiden Ufer eine Brücke GWB49
1,298,23 Üb:Kupferst nach Tizian [
betr gewirkte Tapeten] wo .. man die herrlichsten Bilder .. für .. armselig hielt, deßwegen der Copiste Baulichkeiten und Landschaften im G-e anbrachte GWB49
1,224,15 Bossi,Leonardo Abendmahl Dieser Kopf [
des Andreas] hat in der Copie von Marco etwas Eigenes .. Der Umriß der linken Seite gegen den G. macht eine schöne Silhouette, man sieht .. so viel, daß der Kopf sich rundet und ein eigenes Leben gewinnt GWB49
1,239,5 ebd erscheinen [
zwei Palmen] als die Hauptbilder im Vordergrund; der landschaftliche G. stellt niedriges Ufer an stillfließendem Strome dar GWBN6,238,11 Rez:Martius [
Medaille mit der Nachbildung von Leonardos ‘Abendmahl’] Der perspectivische G., wie auch die übrigen reichen Nebenwerke sind mit .. Sorgfalt .. ausgeführt GWBB32,183,16 Noehden 6.3.20 Corpus I,50 Nr114 Gespr(He2,969) Adele Schopenhauer [1.9.14]
uö ‘der landschaftliche G.’ auch speziell für die unterhalb der geisterhaften Sphäre Charons befindl (‘wirkliche’) Landschaft (in Berührung mit A1a); nur in Begutachtung von Zeichnungen mit der Rechten ergreift er [
der Todesdämon Charon] einen bejahrten Mann .. welcher .. einen .. Versuch macht, sich am Ast eines dürren Stammes des landschaftlichen G-es festzuhalten GWB49
2,309 Üb:Zeichngn zuCharon [Meyer/G] Plp Die hohen, von Wolken umschwebten Berggipfel .. haben .. nicht den erforderlichen Zusammenhang mit dem landschaftlichen G-e unten im Bilde GWB49
1,368,4 Üb:Zeichngn zuCharon [Meyer/G]
uö(ebd) c
(vom Betrachter aus) hinten gelegener, in der Ferne, Tiefe befindl Teil, Raum eines Zimmers, Gebäudekomplexes, Hofes, einer Höhle uä, auch einer zu überblickenden Landschaft, vereinzelt (zugl) iSv Ferne, Tiefe; nur ‘im/in dem G(-e)’ Auf dem Bücherbrett im G-e meiner Bibliothek stehen alle Schriften über Licht und Farben GWBB22,375,19 August 29.4.12 Der innere Raum [
einer Kapelle], ein .. Viereck, jede Seite von etwa dreißig Fuß, das Chor im G-e vielleicht zwanzig GWB34
1,16,8 Rochusf [
Tempel bei Pozzuoli] die vier hohen Säulen des Porticus standen im G-e des Hofs vor dem Allerheiligsten GWBN10,193,10 ArchitNathistProbl [
Höhle bei Chamonix] Sie ist weit, tief .. und es steht sich sichrer im G. als vorn an der Mündung, weil an ihr sich immer grosse Stüke Eis schmelzend ablösen GWBB4,132,18 Ch Stein 5.11.79 Man steigt [
bei Tuttlingen] .. hoch .. Man sieht .. ganz hinten im G-e des Donauthals die Berge quer vor liegen GWBT2,138,22 v 17.9.97 GWB31,88,2 ItR
uö d
(Wahrnehmungs-)Hintergrund bei best Farberscheinungen od atmosphär Phänomenen wie Regenbogen, Wolken sowie beim (Sternen-)Licht, insbes als Kontrastfolie; oft ‘auf einem best (dunklem, grauem, düsterem, blauen) G(-e)’, mehrf ‘vor einem best G(-e)’; häufig in Beobachtungen zur Farbenlehre u (bes hier) in Berührung mit A4d [
bei Frost] Im ersten Moment wo die Fenster [
der fahrenden Kutsche] zu überlaufen anfangen, wird man die herrlichste Farbenerscheinung da sehen, wo der Stamm der Bäume sich .. vorbey bewegt und also jedesmal einen dunkeln G. abgiebt GWBN5
2,398,15 Fl Plp Die Wirkung des Lichts auf ungefärbte Wassertropfen, welche sich vor einem dunkeln G-e befinden, zeigt uns eine Erscheinung von Gelb, Blau und Roth mit .. Mischungen GWBN5
1, 15,24 BeitrOpt I 26 [
in Dornburg nach dem Tode von CarlAug] die Rosenlauben bis zum Feenhaften geschmückt und die Malven .. blühend und bunt, und mir erscheint das alles in erhöhteren Farben wie der Regenbogen auf schwarzgrauem G-e GWBB44,180,24 Zelter 10.7.28 Auf dem vollkommen blauen G-e eines reinen Himmels ziehen .. viele einzelne Wolken .. leicht geballt GWBN12,113,3 Met Karlsbad 1819 GWB16,250 Maskenz 1818 Prol 27 GWBN1,66,4 FlD 160 GWBB31,309,4 Nees [Ende Nov 18] K
uö(häufig) 6
term techn: eine der gliedernden, insbes die Tiefenabstände verdeutlichenden Zonen des Bildraums; nur Pl mit Ausnahme von ‘vorderster G.’ iSv Vordergrund Eine Landschaft von Poussin .. Die Abstufung der fast parallelen Gründe mit wenigen Figuren .. erregt Bewunderung GWB47,349,28 StädelschKabinett Man bediente sich .. der blauen Farbe mehr zu Gewändern, besonders in den Figuren des vordersten G-es, wodurch die Bilder .. einen Charakter von Ernst, das Colorit von großer Kräftigkeit erhalten GWBN3,364,13 FlH V Gesch dKolorits [Meyer] GWB46,353,20 HackertNachtr [Meyer]
uö(selten) B
für einen Entstehungs-, Erklärungs- od Beweggrund; öfter in Berührung mit C 1
kosmolog, metaphys (Wirkungs-)Prinzip od mBez auf die entspr Sphäre a
Urgrund, das die Welt, Wirklichkeit Hervorbringende (u ewig Umgestaltende), nur idVbdg ‘(aller)tiefster G.’ Als die Welt im tiefsten G-e | Lag an Gottes ew’ger Brust, | Ordnet’ er die erste Stunde | Mit erhabner Schöpfungslust, | Und er sprach das Wort: Es werde! GWB6,188 Div Wiederfinden 9 [
Meph zu Faust:] Entfliehe dem Entstandnen .. | Ein glühnder Dreifuß thut dir endlich kund | Du seist im tiefsten, allertiefsten G. | Bei seinem Schein wirst du die Mütter sehn, | .. Gestaltung, Umgestaltung, | Des ewigen Sinnes ewige Unterhaltung, | Umschwebt von Bildern aller Creatur GWBFaust II 6284 b
‘ewige Gründe’ für die Tiefe des licht- u lebenspendenden Alls [
Faust, bei Sonnenaufgang:] Hinaufgeschaut! — Der Berge Gipfelriesen | .. dürfen früh des ewigen Lichts genießen | .. Nun aber bricht aus jenen ewigen Gründen | Ein Flammen-Übermaß .. | Ist’s Lieb’? Ist’s Haß? die glühend uns umwinden GWBFaust II 4707 c
‘die letzten Gründe der Dinge’ für die Prinzipien u zugl für den Problembereich der Eschatologie (insbes mBez auf ein Leben nach dem Tode) Gespr Kanzl Müller 20.2.21 2
(natürl) Ursache, meist als Realgrund, Bedingung der Existenz, der Erscheinung od Genese einer Sache, auch iSv Ursprung; einmal in begriffl Unterscheidung von ‘Gelegenheit’, wiederholt ‘G. und Folge’; im natwiss u philos Bereich auch in Berührung mit B3 Man sagt gar gehörig: das Phänomen ist eine Folge ohne G., eine Wirkung ohne Ursache. Es fällt dem Menschen so schwer G. und Ursache zu finden, weil sie so einfach sind daß sie sich dem Blick verbergen GWBN11,105,22f MuR(1233) In dir [
Rose] trifft Schaun und Glauben überein; | Doch Forschung strebt und ringt, ermüdend nie, | Nach dem Gesetz, dem G. Warum und Wie GWB4,114 Vs 86 Chin-dt Jahres- uTagesz X [
betr G-s Fall von einem Pferd] Eine Uhr steht oft nicht gleich stille, wenn wir sie fallen lassen, nach einem halben Jahre bemercken wir manchmal Unrichtigkeiten deren G. wir nicht einzusehen wissen GWBB1,131,21 Behrisch 7.11.67 Wenn das übervolle Glas durch den letzten Tropfen zu viel überläuft, so ist nicht dieser des Überlaufen[s] G., sondern das Überlaufen offenbart nur die Lust, die die Flüssigkeit hat sich fortzubewegen, also ist der Tropfen nur Gelegenheit DVjs44,1970,482 Gedanken üb histKritik [G?/Riemer] da er [
Newton] den G. der Farbenerscheinung in die Refraction selbst legte .. so war nichts natürlicher als daß er die Wirkung der Ursache gleich setzte, daß er glaubte .. ein Mittel das mehr breche, müsse auch die Farben stärker hervorbringen GWBN2,216,6 FlP 469 [
für: αἴτιον] GWBN3,13,27 FlH I Aristot [Riemer?] GWBN11,273,2 Purkinje,Sehen subj
uö im Alltags- u Berufsleben bes für den Auslöser eines Zwischenfalls od einer unerwarteten (störenden) Entwicklung; öfter in Vbdgn wie ‘gerade aus diesem G-e’, ‘aus eben dem G-e’ iSv darum, (eben)deswegen; vereinzelt kausal verstärkt ‘aus dem G-e weil’; gelegentl abgeschwächt iSv Umstand Dem deutschen Gutsbesitzer ist der Engländer willkommen, der die Wolle vertheuert, und aus eben dem G-e verwünscht ihn der mittelländische Fabrikant GWB49
2,56,24 Anforderg an modBildhauer Indessen nahmen die zu dieser Abtheilung [
der Senckenbergischen Stiftung] bestimmten Capitalien nicht zu, aus dem G-e weil man in einer Handelsstadt dem Praktischen geneigter als dem Wissenschaftlichen ist GWB34
1,125, 6 KuARheinMain Er [
der Kustos] hat .. sich, wenn nicht besondere Gründe eine Ausnahme rechtfertigen, in allen Dienstangelegenheiten .. zunächst an den Director .. zu wenden A(Salomon 1990,111) Geschäftsanweisg fWeller 28.7.31
uö tiefere, insbes seel-geistige Ursache für einen Gemütszustand, für jds Habitus, Wesensart od Verhaltensweise Ich habe .. bemerkt daß die Rechenschaft, die ich mir von gewissen Gegenständen gab, eine Art von Sentimentalität hatte, die mir dergestalt auffiel daß ich dem G-e nachzudenken .. gereizt wurde .. Ich habe .. die Gegenstände, die einen solchen Effect hervorbringen, genau betrachtet und .. bemerkt daß sie eigentlich symbolisch sind GWBB12,243,12 Schiller 16./17.8.97 Auch hatte mir endlich der gute Geist den G. meines spechtischen Wesens entdeckt. Über den Worten Pindars επικρατειν δυνασθαι ist mirs aufgegangen .. Dreingreiffen, packen ist das Wesen ieder meisterschafft DjG
32,255,25 Herder [etwa 10.7.72] GWBB13,60,28 Schiller 10.2.98
uö 3
Erkenntnis-, Beweisgrund od theoret Prinzip a
als Sachverhalt, Annahme od Überzeugung, aus denen sich eine Ansicht od Einsicht ergibt, herleitet; einmal ‘aus verständigen Gründen’ iSv auf rationalem Wege, durch den Verstand Die Geschichte wie er [
Newton] zu dieser Überzeugung [
von der nur geringfügigen Verbesserbarkeit dioptrischer Fernröhren] gelangt, ist .. wichtig, weil seine damahlige Übereilung und der wenige G. seiner gefaßten Meynung nicht deutlicher hätte ans Licht gestellt werden können, als daß [
mittlerweile] .. seine Landsleute selbst die Fernröhre auf einen so hohen Grad verbessert .. haben GWBN4,441,4 FlH Plp 2 Bedürfnisse .. Junge Freunde mit den Phänomenen der Welt bekannt zu machen .. Mit älteren gleichgesinnten sich über die Gründe des Urtheils zu verständigen GWB34
2,135,22 ReiseSchweiz 1797 Fasz 3 [
Herold, die Geistererscheinung ankündigend:] Vergebens wagt man aus verständigen Gründen | Sich zu erklären das verworrene Schalten GWBFaust II 6379
uö als denknotwendige, apriorische u unbezweifelbare Erkenntnis(grundlage); einmal in Anspielung auf Descartes’ Grundsatz ‘cogito, ergo sum’ (als ‘fundamentum inconcussum’) Wenn der Knabe zu begreifen anfängt .. daß der nächste Weg zwischen zwei Puncten schon als Linie gedacht werde, ehe sie .. auf’s Papier gezogen wird, so fühlt er einen gewissen Stolz .. der Philosoph entdeckt ihm nichts Neues, dem Geometer war von seiner Seite der G. alles Denkens aufgegangen GWB42
2,189,19 MuR(656) die merkwürdig aufkeimende Zeit, wo .. Descartes das Denken als den G. alles Bewußtseins festgestellt hatte GWBN7,116,11 Jungius
‘G. und Folge’: im freien Schelling-Exzerpt als (begrifflose) Kategorie der Relation GWBN13,454,2 Ausz aus Schelling,Syst transzIdealism b
spezieller als natwiss Erklärungsgrund, meist als fundamentale, die Einzelphänomene (deduktiv) erschließende Erfahrung, Annahme od als Erkenntnisprinzip, auch iSv Grundphänomen; vereinzelt stärker objektiviert iS einer in der Erscheinung zu erfassenden Gesetzmäßigkeit; mehrf ‘etw zum G-e legen’: etw zum method Ausgangspunkt nehmen, einen Sachverhalt zur Erklärung heranziehen uä Nachfolgende Erfahrung muß man sich einprägen, weil sie der G. aller in der Atmosphäre zu beobachtenden Farbenerscheinung bleibt. Ein trübes Glas vor das Finstere gehalten, von vorne aber erleuchtet, erscheint blaulicht .. gegen das Helle gehalten gelb GWBN12,226 Met Plp Man verzeihe Wiederholungen; diese sind .. unerläßlich, wo man am einfachen G-e festhalten und die Mannichfaltigkeit der Erscheinung darauf zurückführen will GWBN12,88,22 Witterungslehre 1825 Der Hylozoismus .. dem ich anhing und dessen tiefen G. ich in seiner Würde .. unberührt ließ .. Ich hatte mir aus Kants Naturwissenschaft nicht entgehen lassen, daß Anziehungs- und Zurückstoßungskraft zum Wesen der Materie gehören .. daraus ging mir die Urpolarität aller Wesen hervor GWB33,196,11 Camp Ich .. fand .. daß der ganze Fehler [
Newtons] darauf beruhe, daß ein complicirtes Phänomen zum G-e gelegt und das Einfachere [
das weiße Licht] aus dem Zusammengesetzten erklärt werden sollte GWBN4,302,26 FlH VI GWBN4,255,24 ebd GWBN5
2,67,1 Fl Plp
uö(häufig) c
philos Prinzip, (alles bedingende) Grundannahme eines gedankl Systems od einer (relig) Weltanschauung Du erkennst die höchste Realität an, welche der G. des ganzen Spinozismus ist, worauf alles übrige ruht, woraus alles übrige fliest. Er beweist nicht das Daseyn Gottes, das Daseyn ist Gott GWBB7,62,18 Jacobi 9.6.85 wie sich denn auch aus der Geschichte der Philosophie .. darthun ließ, daß immer einer einen andern G. suchte als der andre, und der Skeptiker zuletzt alles für grund- und bodenlos ansprach GWB27,11,17 DuW 6 GWB27,217,28 DuW 8
uö(selten) d
stärker iSv Indiz, Kriterium, Anhaltspunkt od Wahrscheinlichkeitsgrund; überwiegend Pl, einmal idVbdg ‘Gründe der Wahrscheinlichkeit’ Kennzeichen dieser Gemählde sind Goldgrund, eingedruckte Heiligenscheine .. Gründe, warum man diese Bilder dem dreizehnten Jahrhundert zuschreiben darf GWB49
1,15,28 Anz:KuARheinMain [
Streit um die Authentizität einer Ms-Abschrift] An die inneren Gründe denkt niemand, man verlangt äußere, man will Diderots Original vorgewiesen haben GWB41
2,86,23 ÜbRamNeffe II Es wollte mir gar nicht mißfallen, der [
illegitime] Enkel irgend eines vornehmen Herrn zu sein .. Ich fing nun an die Angaben .. zu untersuchen, fand und erfand neue Gründe der Wahrscheinlichkeit GWB26,107,28 DuW 2
uö(selten) e
Argument (in einem Disput, bei einer Begründung), Rechtfertigungsgrund für etw, auch iS einer Rationalisierung best Ansichten od Interessen; meist Pl, öfter mit PossPron sowie mit Qualifikationen wie ‘einleuchtend, überzeugend, geistreich, stark’, oft ‘die Gründe (bei sich) abwägen’, ‘jdm (seine) Gründe vorlegen, vorbringen, angeben’, ‘(jds) Gründe anhören, billigen’; mehrf ‘die Gründe für (und)/gegen etw’, einmal ‘Gründe und Gegengründe’ [
betr die Ablehnung von G-s Promotionsschr] bei jedem neuen Argument das er [
der Dekan] vorbrachte .. ward es mir immer leichter im Gemüth, und ihm .. auch, als ich .. seinen Gründen nichts entgegensetzte, sie vielmehr höchst einleuchtend fand GWB28,44,9 DuW 11 der neue Pfarrer .. habe das Schauspiel untersagen .. lassen .. der junge Redner [
Wilh] legte ihm Gründe aller Art vor; umsonst! denn jener blieb auf seiner Meinung GWB51,193,3 ThS III 1 [
Vogel üb die beiden menschl Eindringlinge:] Laßt sie nicht reden! Folgt eurem Entschluß [
sie zu töten]! wer Gründe anhört kommt in Gefahr nachzugeben GWB17,98,14 Vögel daß niemand durch seines Gegners Gründe [<Gründe vom Gegentheil] überzeugt wird. Alle Argumente sind nur Variationen eines .. festgefaßten Meinungs-Thema GWBB35,256,16 Bachm 2.2.22 K [
Eduard mBez auf die Einladung des Hauptmanns] Die Gründe für und dagegen haben wir wechselweise vorgebracht; es kommt auf den Entschluß an GWB20,13,5 Wv I 1 GWBB10,124,8 Schnaubert [Okt/Nov 93] K GWB3,278 ZXen III 713
uö(häufig) 4
Rechtsgrund (causa), Rechtstitel für einen Anspruch, auch allgemeiner iSv rechtl Begründung od rechtsrelevante (u beweisbare) Tatsache; öfter ‘(ohne) rechtliche Gründe’, in RAnw wiederholt ‘den G. einer Klage beweisen’ daß mir noch ein ansehnliches bisher vorenthaltnes von meinem Vater vergütet werden müsse; Den G. meiner gedachten Forderung leget ein Rechnungs Nachtrag dar DjG
34,209,28 RAnw [5.3.74] [
Elisab üb Götz:] Seine Feinde werden lügenhaffte Klag Artikel schmieden .. Er hat seinen Bann gebrochen .. [
Lersee:] Nein! Er ward gezwungen, wo ist der G. ihn zu verdammen? [
Elisab:] Die Bosheit sucht keine Gründe nur Ursachen, nur Wincke GWB39,157,7 Götz
1 V~GWB8, 148 Götz
2 [
betr Verhandlungen mit Sachsen-Meiningen üb Forstabgaben] Was nun von diesen .. Betrachtungen .. kommunikable wäre könnte in das Kanzley und das zu erlassende Privatschreiben eingetheilt werden, daß man zugleich mit den rechtlichen Gründen ihnen das billige und thuliche zu Gemüthe führte A1,114,23 Votum [24./30. 11.80] [
gerichtl Auflage für eine Partei] den G. ihrer Klage weilen Beklagte deren nicht .. geständig, binnen Monats Friest zu beweisen DjG
34,190,7 RAnw [15.1.74] DjG
33,376,34 RAnw [6.12.73] GWBB22,350,13 Meyer 23.4.12 DjG
35,397,29 RAnw [7.8.75]
uö 5
Beweggrund, Motiv; öfter als vor anderen verborgen gehaltene Triebfeder, insbes mit Attr wie ‘eigentlich, wahr, tiefer, geheim’ [
betr eine in Aussicht gestellte Frankf Ratsstelle] wäre mir nicht möglich gewesen auf diesen Antrag einzugehen; die Gründe waren nicht schwer auszusprechen. Seit zwölf Jahren genoß ich eines seltenen Glückes, des Vertrauens wie der Nachsicht des Herzogs von Weimar GWB33,161,18 Camp Für die Eifersucht am Ende [
von ‘Alexis u Dora’] habe ich zwey Gründe. Einen aus der Natur: weil wirklich jedes .. unverdiente Liebesglück die Furcht des Verlustes .. nach sich führt, und einen aus der Kunst: weil die Idylle .. einen pathetischen Gang hat und also das leidenschaftliche bis gegen Ende gesteigert werden mußte GWBB11,106,18 Schiller 22.6.96 [
Bruder Lorenzo:] Ich bin aus wicht’gem G. [
Schlegel: aus einem Grund; für: In one respect] geneigt euch beizustehen; | Vielleicht daß dieser Bund im höchsten Glück sich endet | Und eurer Häuser Groll in ew’ge Freundschaft wendet GWB9,209 RomJul 596 hatte der Zeichner vorgewendet, daß wenn der König .. allen die Erlaubniß zum Copiren [
in einer Gemäldegalerie] gäbe, so könnte man anderswo die Bilder stechen. Der eigentliche G. aber war, daß der Zeichner ganz allein das Vorrecht haben wollte GWB46,272,5 Hackert A(MA18
2,635,29) Schrön 24.1.31 [Oberaufs] GWB5
1,308 Der wahre Grund Titel
uö C
(geistige, sachl) Grundlage od Voraussetzung; häufig in Vbdgn wie ‘(einer Sache) zum G(-e) liegen, legen’, ‘den, einen G. (zu etw) legen’, ‘auf einem best G-e ruhen’ 1
natürl (stoffl) Basis od Bedingung, als Grundbestandteil (einer chem Verbindung) od als gestaltprägende Determinante, gesetzmäßig wirksames (typolog) Bildungsprinzip uä [
betr wohl Lavoisier] Irgend ein Antheil der Luft gehört zum Athmen und Brennen, | Dieß ist der Säure G., Nahrung des Lebens und Brands GWB5
1,298 XenNachl 398(692) [
mBez auf Galls Schädellehre] das Gehirn bleibt immer der G. und daher das Hauptaugenmerk, da es sich nicht nach der Hirnschale, sondern diese nach jenem zu richten hat GWB35,203,10 TuJ 1805 Niemand wird läugnen, daß der Knochenbau zum G-e aller hochorganisirten Gestalt liege, er begründet, er bestimmt die Gestalt, er ist aber nicht die Gestalt selbst GWB47,159,21 Samml 5 Eine innere und ursprüngliche Gemeinschaft aller Organisation liegt [
dem Geschlecht der Nagetiere] zum G-e; die Verschiedenheit der Gestalten dagegen entspringt aus den nothwendigen Beziehungsverhältnissen zur Außenwelt GWBN8,253,11 SkelNagetiere GWBN8,39,8 VglAnatomie 7
uö 2
Grundstock, Grundbestand einer Sammlung, eines natwiss Kabinetts, eines Repertoires uä, einmal für den Kern einer neu entstehenden (Theater-)Gruppe Antilopenhörner aller Art .. nebst .. einem Krokodil, einer Riesenschlange u.s.
f., wurden nach Jena gebracht, als bedeutender G. einer größeren Sammlung GWBN8,114,20 ZwKnoch [1819] [
Gastspiele Ifflands] Außer einem solchen belehrenden .. Beispiele wurden diese Vorstellungen bedeutender Stücke G. eines dauerhaften Repertoriums GWB35,63,3 TuJ 1796 Das Weimarische Theater bestand seit dem Mai 1791 .. Ein Rest der Bellomo’schen Gesellschaft .. gab den G., andere .. Glieder füllten .. die entstandene Lücke GWB33,249,25 Camp GWBB51,121 Böttiger 17.5.97 GWBA(53,295,7) Bericht [Ende Okt 17] [Oberaufs]
uö 3
Fundament, Grundbedingung für Funktionieren u Entwicklung einer gesellschaftl, kulturellen Institution, Einrichtung od Sphäre; Basis, wichtiges Erfordernis für eine best prakt (berufl), geistige, künstlerische Tätigkeit, Vorgehensweise od für ein entspr Werk; öfter mBez auf ein (unentbehrl) Hilfsmittel Da der G. einer ächten Städte-Verfassung hauptsächlich darauf beruht, daß .. Jeder, auch in dem mindesten Besitz geschützt werde GWBB40,443,1 Stadt Frankf [1.Hälfte Jan 26] K der Weimarische [
Bibliotheks-]Katalog .. soll in kurzer Zeit eine Gestalt gewinnen, die .. zu künftigem planmäßigen Ankauf der Bücher den G. legt GWBB16,13,28 Voigt 19.1.02 die Schule der Carracci. Hier lag Talent, Ernst, Fleiß und Consequenz zum G-e, hier war ein Element, in welchem sich schöne Talente natur- und kunstgemäß entwickeln konnten GWB49
1,154,26 Antik uModern Kein Freund ist mit Geschenken karg, | Nun aber fehlt’s an Gedichten. | Manch Lexikon liegt zwar zum G., | Kein Reim will sich entzünden GWB5
1,69 Liebe Mutter, es wird 5 GWBB12,297,3 Christiane 11.9.97 GWB53,329,2 Testam 6.1.31 GWBB48,243,12 Zelter 18.6.31
uö(häufig) als Ausgangspunkt des bildenden Künstlers od Dichters (insbes mBez auf Motiv u Stoff) sowie als Vorarbeit od Anregung; auch mBez auf das Original einer bildkünstlerischen Kopie, das Vorbild einer Adaptation uä Zum G-e eines jeden Bildes der vier Jahrszeiten war eine Gegend nach der Natur genommen: der Frühling zu S. Leocio .. der Herbst zu Sorrento gegen Neapel GWB46,235,22 Hackert Uralter Stoff liegt zum G-e. Riesenmäßig. Aus dem höchsten Norden. Behandlung wie sie zu uns gekommen GWB42
2,472,17 Üb:Simrock,Nibelgn wenn es [
ein Blumengemälde] auch nur eine Copie ist, so deutet Ihre Zeichnung doch auf ein gutes zum G-e liegendes Original GWBB27,291,24 MHFuchs 28.12.16 [
betr Bovys G-Medaille] Die Büste von Rauch liegt allerdings zum G-e GWBB38,204,14 Knebel 30.7.24 [
für: base] GWB41
2,185,19 Anz:Oeuvres dramat de G GWB42
2,175,15 MuR GWBB35,286,4 Zelter 13.3.22
uö 4
als Norm, Regulativ od Leitfaden: meist für eine ethische, relig, soziale Handlungs- u Verhaltensgrundlage od einen ästhet Grund- u Leitsatz; einmal für den Glauben als lutherischen Rechtfertigungsgrund Diese Theilnahme [
am Glück u Unglück anderer] erscheint oft willkürlich, jedoch beruht sie auf sittlichen Gründen GWB29,66,22 DuW 17 Sorge für das Heil der Seele .... daß er [
der Oheim] von dem, worin der G. aller meiner Handlungen lag, offenbar keinen Begriff hatte GWB22,301,11 Lj VI Schöne Seele Freundschaft, Liebe, Brüderschaft .. Diese Maxime lag zum G. allen unsern geselligen Gelagen [
in Straßb] GWB28,57,19 DuW 11 Ich .. führte mit demselben [
Stieler] ein interessantes Gespräch über Kunst und derselben zum G-e liegende Hauptmaximen GWBTgb 4.6.28 [
Pastor:] der Glaube [
ist] das einzige .. wodurch wir Christi Verdienst uns zueignen .. Ich halte den Glauben an die göttliche Liebe .. für den einzigen G. meiner Seligkeit GWB37,159,26 BriefPastors GWBB29,357 Voigt 29.3.18 K GWB24,227,1 Wj I 12
uö 5
bei stärkerer Betonung des zeitl, inchoativen Moments für den Beginn od die Anfangsphase einer Entwicklung; vereinzelt ‘den ersten G. legen’, ‘die ersten Gründe erlernen’, auch iSv Anfangsgründe, elementare Kenntnisse [
betr den Aufsatz ‘Der Sammler u die Seinigen’] Dienstag Abend haben wir den G. dazu gelegt und es wäre .. lustig genug wenn ich nächsten Dienstag damit aufwarten könnte GWBB13,317,17 Schiller [24.11.98] Antonius Neri .. mochte zu Muran, wo .. die Glaskunst blühte, den G. seiner Kenntnisse und Fertigkeiten gelegt haben GWBN12,150,3 Üb:Kunckel Er [
Hackert] hatte auf der Mahlerakademie schon die ersten Gründe der Geometrie, Architektur und Perspective erlernt GWB46,115,2 Hackert JgdlAnfänge GWB36,315,27 Zu brüderlAndenkWielands 1813
uö D
Substanz, Essenz, das Bedeutsame od Eigentliche 1
für den geistigen, künstlerischen Gehalt, das Wesentliche od Charakteristische eines Werks, auch für ein wichtiges (u zentrales) Sujet, Hauptthema [
Überzeugung G-s] bei allem, was uns überliefert .. werde, komme es auf den G., auf das Innere, den Sinn, die Richtung des Werks an; hier liege das Ursprüngliche, Göttliche, Wirksame, Unantastbare, Unverwüstliche .. keine äußere .. Bedingung könne diesem innern Urwesen etwas anhaben GWB28,101,5 DuW 12 Die schwarzbraune Hexe .. Durch Überlieferung etwas confus, der G. aber unschätzbar GWB40,339,26 Üb:Wunderhorn [
der Marchese:] die Künstler unserer Zeit .. wollen immer reizen, um niemals zu befriedigen; alles ist nur angedeutet, und man findet nirgends G. noch Ausführung GWB23,250,7 Lj VIII 7 was wird uns denn als G., als Urstoff von den vier letzten Büchern Mosis übrig bleiben .. ? Das eigentliche, einzige und tiefste Thema der Welt- und Menschengeschichte, dem alle übrigen untergeordnet sind, bleibt der Conflict des Unglaubens und Glaubens GWB7,156,22 DivNot GWBB16,131,10 Risler 3.11.02 K
uö 2
für den (substantiellen) Kern der Persönlichkeit, das Wesentliche einer (künstlerischen, geistigen) Existenz, Lebensweise, auch als Grundüberzeugung od Antriebskraft Denn das Rechte zu ergreifen | Muß man aus dem G-e leben, | Und saalbadrisch auszuschweifen | Dünket mich ein seicht Bestreben GWB6,102 Vs 14 DivUnmut Bürgers Talent .. war ein entschiedenes deutsches Talent, aber ohne G. und ohne Geschmack, so platt wie sein Publicum GWBB48,3,16 Zelter 6.11.30 [
Zeugnis für Carlyles Bewerbung als Lehrer der Moralphilosophie] Man muß ihm .. eigene Ansichten [
zugestehen], wodurch er an den Tag gibt daß er auf einem originalen G. beruhe und aus sich selbst die Erfordernisse des Guten und Schönen zu entwickeln das Vermögen habe GWBB44,28,21 Carlyle 14.3.28 Beilage bei meiner reinen, tiefen, angebornen .. Anschauungsweise, die mich Gott in der Natur, die Natur in Gott zu sehen .. gelehrt hatte, so daß diese Vorstellungsart den G. meiner ganzen Existenz machte GWB36,72,6 TuJ 1811 Jüdisches Wesen. Energie der G. von allem .. Keiner .. der nicht entschiedenes Bestreben verriethe GWB42
2,523,11 MuR(1330) GWBB17,151,5 Zelter 13.7.04
uö E
in mehr od minder festen (formelhaften) Vbdgn u Wdgn inbes zum Ausdruck des Niedergangs, der (seel) Tiefe od Gründlichkeit u Triftigkeit; oft rückversinnlicht (in Berührung mit A), vielfach bei Überlagerung verschiedener Bedeutungsaspekte1); auch im Vergl 1
‘am G-e liegen’, ‘aus dem G-e heben’, ‘zu G(-e) sinken’ uä: in Umschreibung physischer wie geistiger, existentieller Vernichtung, Zerstörung, des (klägl) Scheiterns u Ruins, auch von subversiver Gewalt, sozialer Entwurzelung ua; einmal doppelsinnig ‘etw in den G. legen’ (in archäol Hinsicht in Berührung mit A1) Ein Mädchen, das zu mehrern Liebhabern .. noch einen frischen gewinnt, gleicht der Flamme .. sie .. zehrt ihm das Mark bis in’s Innerste aus. Bald wird er .. am G-e liegen und in angeschmauchter Trauer, in sich glühend, verglimmen GWB51,55,12 ThS I 16 [
Herm:] O, mein Vater! .. das wilde Geschick des allverderblichen Krieges, | Das die Welt zerstört und manches feste Gebäude | Schon aus dem G-e gehoben, hat auch die Arme [
Dor] vertrieben GWBHermDor V 98 Zu Ihren Ausgrabungen [
in Pompeji] .. wünsche Glück. Was in jenen Gegenden durch den furchtbarsten Zufall in den G. gelegt worden, möchte .. ganz unerschöpflich seyn GWBB49,263,25 Zahn 10.3.32 GWBPand 838f GWBB20,152,21 Christiane 19.8.08
uö 2
‘in, aus dem tief(st)en G(-e) des Herzens, der Seele’ od (ellipt) ‘im, aus dem tiefsten G-e’ uä: mBez auf seel Tiefenschichten u das (verborgene) Innere, insbes als Quelle erschütternder, überraschender Affekte, Impulse u (künstlerischer) Ahnungen; öfter mit den Nuancen des Innigen od Inbrünstigen; einmal im Wortspiel Ich war [
nach Narziß’ Duell] unbeschreiblich alterirt und afficirt .. der Affect, der im tiefsten G-e des Herzens ruhte, war auf einmal losgebrochen, wie eine Flamme, welche Luft bekömmt GWB22,276,13 Lj VI Schöne Seele in dem Augenblicke trat aus dem tiefen G-e der Seele gleichsam befehlshaberisch hervor: ich sollte dieß Messer [
als Orakel] ungesäumt in den Fluß schleudern GWB28,176,2 DuW 13 Arien [
in ‘Jery u Bätely’] .. wo die Person die Empfindung des Augenbliks ausdrükt und, ganz in ihr verlohren, aus dem G-e des Herzens singt GWBB4,156,26 Kayser 29.12.79 Bücher, deren Verfasser auf einem .. nur individuellen Standpuncte die sittliche Welt überschauen .. sinnige und empfindende Leser .. wurden alle dadurch nur verworren .. Das was im dunklen G-e ihres Gemüths brütet, ward aufgeregt, aber weder geregelt noch .. belebt GWBB25,98,23 ChHSchlosser 2.[12.]14 K Stein .. wird den Herrn Schwager sehr werth kriegen, der im G. und auf der Oberfläche sicher ein Schufft ist GWBB5,235,18 ChStein 10.12.81 GWB32,4,15 ItR GWBB2,19,21 Herder [etwa 10.7.72 Korr DjG
32,255,5] GWB1,94 Bergschloß 42
uö 3
zum Ausdruck des Gründlichen, des Wohlbegründeten, Richtigen uä a
‘auf den G. (der Sache) dringen, kommen, gehen, sehen’ ua: den (zu erforschenden) Sachverhalt durchdringen, das Wesen der Sache erfassen, etw ergründen od herausbekommen, eine Behauptung auf ihre Richtigkeit hin überprüfen uä; je einmal ‘den Sachen auf dem G-e sein’ u ‘auf den G. von etw hören’ erklärt er [
RBacon] die Mathematik zu dem Hauptschlüssel aller wissenschaftlichen Verborgenheiten .. In den einfachsten physischen Fällen lös’t die Formel das Problem, in complicirteren ist sie wohl behülflich .. bringt uns näher; aber sie dringt nicht mehr auf den G. GWBN3,152,3 FlH III Bemühung dem St. Simonistischen Wesen auf den G. zu kommen. Deßhalb gelesen bis Abends GWBTgb 30.5.31 [
betr jds Urlaubsgesuch wegen angebl Erkrankung] Wollten Ew. Wohlgeboren wohl der Sache ein wenig näher auf den G. sehen GWBB19,280,20 Kirms 10.3.07 [
Schüler zu Meph:] Dürft’ ich euch wohl ein andermal beschweren, | Von eurer Weisheit auf den G. zu hören? GWBFaust I 2042~GWBUrfaust 436 GWBB6,231,9 Jacobi 30.12.83 GWBN7,111,4 Jungius
uö b
‘von G. aus’ u ‘aus dem G-e (verstehen, studieren, kurieren)’ ua: durch u durch, umfassend u gründlich, öfter in Kennzeichnung des Exemplarischen, der Perfektion u einer bes (affektiven) Intensität; vereinzelt ‘von G.’ sowie okkasionell (bei entspr Rückversinnlichung) ‘von G. und Haus/Brust aus’ die Römer [
bei Shakespeare] .. sind lauter eingefleischte Engländer, aber freilich Menschen sind es, Menschen von G. aus, und denen paßt wohl auch die römische Toga GWB41
1,56,21 Shakesp u kein Ende [
betr den neuen Weim Hofarzt Vogel] Sein Handwerk versteht er aus dem G-e, seine Ansichten sind schnell und bestimmt, so auch seine Anordnungen GWBB41,88,21 CarlAug 12.7.26 K Ich habe es dem alten Gleim von G. aus verdacht daß er seinen Namen, unter den geringfügigsten Dingen, bis in’s hohe Alter in den Taschenbüchern fortwalten ließ GWBB46,16,5 Zelter 19.7.29 Man hat .. in Passionsoratorien schon diesen Weg [
Einsatz eines Prologisten] eingeschlagen; doch ließe sich .. wenn man recht [
wie Zelter] von G. und Haus aus zu Werke ginge, noch etwas neues und bedeutendes hervorbringen GWBB16,268,7 Zelter 4.8.03 GWBFaust II 7458 GWB40,347,9 Üb:Wunderhorn GWBB8,66,20 ChStein 24.11.86
uö(häufig) c
‘mit/ohne G.’: zu Recht/ Unrecht, (nicht) grundlos, öfter prospektiv iSv mit/ohne Aussicht auf Erfolg uä, vereinzelt relativiert ‘mit einigem, mit mehr G.’, öfter ‘nicht ohne G.’ (auch iGz ‘gründlich’), einmal ‘mit G. und Ungrund’; gelegentl in Berührung mit B2 [
Johann üb Eduard:] wenn er schmählte, so mochte es wohl manchmal mit G. geschehen. Aber gewiß .. oft ohne G., er wollte nur den heftigen Empfindungen Raum schaffen GWB9,158,9f Wette 3 [
betr bergm Erschließung brennbarer Fossilien] Alles käme .. darauf an .. zu sehen, wo man mit einigem G-e etwa nachsuchen und schürfen könnte GWBA(53,321,8) Votum 10.12.97 [
üb die Auswirkungen der Julirevolution in Deutschland] die Widerwärtigkeiten gegen die Regierungen haben sich, wie in Brabant, an mehreren Orten, mit G. und Ungrund [mit Ungrund
R], hervorgethan GWBB47,260,26 August 17.9.30 K GWBN5
1,328,26 Fl ÄltEinl GWBN4,62,6 FlH VI GWBB20,297,21 Eichstädt 22.2.09
uö d
‘(einen, einigen) G. haben’: zutreffen, richtig, (weithin) begründet od triftig sein; meist von Ansichten u Erwartungen, einmal (kanzleispr) ‘G. habende Neuigkeiten’ ich sei [
nach dem Phrenologen Gall] eigentlich zum Volksredner geboren. Über diese Eröffnung erschrak ich .. denn hätte sie wirklich G., so wäre .. alles Übrige .. leider ein verfehlter Beruf gewesen GWB27,374,20 DuW 10 [
Anspielung auf eine Schwangerschaft] Ich weis nicht .. ob meine Muthmasung G. hat, dass Sie in kurzem ein Negligee brauchen werden, wenigstens kommt mirs so vor GWBB2,116,17 Charlotte Kestner 31.10.73 vernahmen wir .. die .. Literaturzeitung solle .. nach Halle gebracht werden .. das Recht .. die Unternehmer zu fragen, ob dieses allgemeine Gerücht einen G. habe GWB35,153,22 TuJ 1803 [
für: to be founded] GWB46,156,26 Hackert TgbKnight GWBB19,176,22 Voigt 19.8.06
uö e
‘im G-e’ u (selten) ‘im G.’: eigentlich, an u für sich, genaugenommen, auch: letzten Endes, alles in allem; häufig in Fügungen wie ‘doch im G-e (nur)’, überwiegend zur Distanzierung u zum (indirekten) Widerspruch, oft bei Wechsel des Standpunkts, insbes bei tiefer gehenden (radikalen) Begründungen Übrigens gehe ich gern aus Neapel, denn im G-e habe ich nichts hier zuthun und das bunte Leben ist meine Sache nicht GWBB8,228,15 ChStein 1.6.87 nach genaueren Erkundigungen .. fand sich, daß dieser Vortheil [
bei einer Abteufung] nur scheinbar, im G-e aber keiner, vielmehr ein wahrer Schade sein würde A(La I 1,44,29) NachrBergbIlmenau 28.8.83 [Eckardt BergwKomm] Eine Danae ist immer eine andre Aufgabe für den Künstler, als eine Empfängniß Mariä und doch im G. derselbe Gegenstand. Nur daß der Künstler aus der ersten viel, aus der zweyten nichts machen kann GWBT1,283,4 v 8.10.86 ich mich einmal wieder von Weimar auf Jena geflüchtet habe. Nächstens flüchte ich von Jena auf Weimar zurück und im G-e flüchten wir immer vor uns selbst GWBB17,293 Jacobi [Ende Nov 03] K GWB9,168,6 Wette 5 GWBB2,282,16 Karsch 17.8.[75]
uö(häufig) → GWB
Abgrund GWB
Ableitungsgrund GWB
Ankergrund GWB
Augengrund GWB
Berggrund GWB
Bestimmungsgrund GWB
Beweggrund GWB
Bewegungsgrund GWB
Beweisgrund GWB
Defensionsgrund GWB
Eichgrund GWB
Einteilungsgrund GWB
Entscheidungsgrund GWB
Entschuldigungsgrund GWB
Entstehungsgrund GWB
Erdgrund GWB
Erdengrund GWB
Erklärungsgrund GWB
Ermunterungsgrund GWB
Familiengrund GWB
Farbgrund GWB
Felsengrund GWB
Gegengrund GWB
Gipsgrund GWB
Glimmergrund GWB
Goldgrund GWB
Gottesgrund GWB
Hauptgrund GWB
Hauptbewegungsgrund GWB
Hauptverteidigungsgrund GWB
Herzensgrund GWB
Hieroglyphengrund GWB
Himmelsgrund GWB
Anfangsgründe GWB
zugrunde GWB
begründen Syn zu A1
GWB
Boden GWB
Land zu A1a
GWB
Terrain zu A1a und b
GWB
Erdreich zu A1a,b und d
GWB
Erdboden GWB
Erde zu A1c
GWB
Besitz(tum) GWB
Grundbesitz GWB
Grundboden GWB
Grundstück zu A1d GWB
Erdscholle Territorium zu A2 GWB
Basis, Base zu A2a GWB
Fundament GWB
Grundgemäuer GWB
Grundmauer Unterbau zu A3a GWB
Abgrund GWB
Aue GWB
Kluft Niederung Schlucht Tal Vertiefung zu A3b Meeresgrund Tiefe zu A3b,c und e GWB
Boden zu A3c Neige zu A3e GWB
Grundfläche zu A4b GWB
Feld zu A4c-e Unterlage zu A4d GWB
Gegenstandsbild GWB
Grundbild zu A4f GWB
Grundmasse zu A5 GWB
Hintergrund zu A5a GWB
Fond zu A5a und c Tiefe zu A5b GWB
Fernung zu A5b und c GWB
Ferne zu A5d GWB
Folie zu B1a Urgrund zu B2 GWB
Anstoß Umstand Ursache Verhinderungsursache zu B3a-c GWB
Grundsatz Prinzip zu B3a und b GWB
Basis, Base GWB
Fundament zu B3b GWB
Elementarerscheinung GWB
Grundphänomen GWB
Hauptphänomen Urerscheinung zu B3d GWB
Anhaltepunkt zu B3e GWB
Argument GWB
Beweisgrund zu B4 GWB
Beweis GWB
causa zu B5 GWB
Antrieb GWB
Beweggrund (sd) Triebfeder zu C GWB
Grundlage zu C1 GWB
Basis, Base GWB
Bedingung Prinzip Substanz zu C1—4 GWB
Fundament zu C2 GWB
Kern zu C3 GWB
Bedingung Voraussetzung zu C3u4 GWB
Basis, Base zu C4 GWB
Grundsatz Prinzip zu C5 GWB
Anfang(sgründe) GWB
Beginn GWB
Element zu D1
GWB
h1nGehalt GWB
Hauptthema GWB
Sujet GWB
Urstoff zu D2
GWB
Basis, Base GWB
Bedingung GWB
Kern 1) DWb 4.1.6 weist wiederholt auf diese Problematik hin, vgl etwa Sp 672f u 710 Horst FleigH.
F.