grundlage,
f. ,
die (
unterste)
schicht auf der ein ding ruht, unterlage, basis, fundament; gr. löst, im späten 16.
jh. und 17.
jh. vereinzelt einsetzend und erst in der zweiten hälfte des 18.
jhs. voll entwickelt, das simplex grund in den bedeutungen IV A 2 (
vgl. sp. 704)
und IV B (
vgl. sp. 713)
weithin ab; ausgangspunct der bildung wohl die formeln den grund legen (
sp. 705), zum grunde legen (
sp. 707)
und comp.-typen 5 h
und o;
lexikalisch nicht vor der mitte des 18.
jh.s als lebendiges wort verzeichnet: gr. (
term. d'archit.)
empâtement nouv. dict. (1762) 359
b,
besonders Adelung (1774) 2, 829;
noch bei Frisch
teutschlat. (1741)
aus Stettler
zitiert (
s. u.)
als ungebräuchlich gekennzeichnet, vgl. dagegen gr. bei Gottsched
beobacht. (1758) 122;
nl. grondlaag
im 17.
jh. selten, erst im 19.
jh. ausgebreitet; parallel gebildet (
unter einflusz von gr.?)
schwed. grundlag
vgl. schwed. wb. 10, 1047,
dän. grundlov
dän. wb. 7, 182,
vgl. Falk-Torp
etym. wb. 353. 11)
concret, auf körperliche masse bezogen, eigentlich und bildlich für die basis, die tragende, untere schicht eines bauwerks: gr., '
der unterste theil einer baute' Helfft
wb. d. landbauk. 162;
im bilde: dasz das einige fundament und die einige grundlag der kirchen gottes alleinig bestande auff der lehre der propheten und aposteln Fischart
binenkorb (1588) 2
a; von dem dritten ... tempel steht nur noch die
gr. der cella v. Gaudy
s. w. 5, 139; nur ein kleiner theil der
gr. blieb stehen zum angedenken seiner mühle br. Grimm
dtsche sagen3 1, 136; hier fanden wir ... viereckige abtheilungen aus nebeneinander gelegten ... steinen, die ... grundlagen von häusern waren Forster
s. schr. 2, 14; dieser säulenstuhl hat keine erste
gr. ce piedestal n'a pas assez d'assiette Schrader
dtsch.-franz. 1, 580;
gr. eines walles Krünitz 20, 283; Beil 264; wobei die trümmer einer alten burg ... zur
gr. (
für eine schanze) dienten Raumer
gesch. d. Hohenst. 1, 144; sollte aber die last (
des gebäudes) sehr grosz und zu befürchten seyn, dasz sie die
gr. (
d. h. die feste lage grandigen bodens) entzwey brechen könne Krünitz 20, 264; (
sie) haben ... für ein kartoffelfeldchen ... aus mächtigen felsblöcken eine gigantische
gr. aufgeführt Steub
drei sommer in Tirol 2, 425; eine mächtige ... reine sandmasse, welche überall die
gr. der ganzen marsch bildet Allmers
marschenb. 68; (
die) natur, die ... unter dem boden und weiterhin in die felsigen grundlagen ihr crystallisirendes bildwesen treibt Göthe IV 34, 73
W.; fachsprachlich im wasserbau: werckstücke aus gutem sandstein ... sind ... nöthig zu steinern schläussen zum wenigsten zur ersten
gr. an die ecken L. Chr. Sturm
fangschläuszen ... bauen (1715) d 2
b;
gr., einbettung, ist die gründung in tiefen wassern aus toschigten tannen ... oder auch aus faschinen, um darauf hernach einen wasserbau ... darauf aufzuführen Voch
baulex. (1781) 133
a; grundlagen
für grundsohlen
ist in der correct bergmännischen sprache kaum jemals üblich gewesen, sondern offensichtlich verunstaltet aus grundladen (
vgl. sp. 835): grundlagen sind breite, beschlagne höltzer, welche unter die tragstempel gelegt werden G. Lichtenstein
entd. geheimnisse (1778) 74;
gr. '
für das pflaster' (
straszenbau),
empierrement Beil 264;
wenig ausgebreitet im sinne grundfläche; anlage oder
gr.,
base ist der fusz oder die untere breite eines jeden dinges ... oder die obere fläche eines platzes, welche zu einem jeden gebäude abgestecket ... wird Fäsch
kriegslex. (1735) 28
b; diese
gr. (
des Ätna) ... hat ... sechzig stunden im umkreise Hirschfeld
theorie d. gartenkunst (1779
ff.) 4, 122. 22)
am breitesten entwickelt in übertragener bedeutung, in mannigfachen beziehungen auf dinge und zustände angewendet, parallel entsprechendem gebrauch von basis;
dasz die concrete vorstellung mehr oder weniger spürbar bleibt, erweisen die typischen verbindungen mit adjectiven und verben. 2@aa)
das, worauf eine sache existentiell beruht, reale vorbedingung, geistige voraussetzung, bestimmende kraft; vereinzelt bereits im älteren nhd.: dan dise zwey, hoffnung der rhümlichen ehr und forcht der schandlichen straff sind die grundleg (
plural oder grundlege?), notzeug und gleichsam urspringliche element ... aller thugend Fischart
w. 3, 309
Hauffen; dann alle sachen deren grundlag auff der billigkeit bestehen, kommen zu glücklichem fortgang
M. Stettler
annales (1627) 1, 297
a; weil ... kein groszes nachsinnen vonnöthen gewesen, welches sonst in andern schrifften die
gr. zu seyn pfleget Zendorius a Zendoriis
teutsche winternächte (1682) 511;
erst seit der mitte des 18.
jhs. stark ausgebreitet: an seinen (
Christi) zwei
ἐντολαῖς hänget das ganze gesetz und die propheten und die werden die ewigen grundlagen aller meiner moral bleiben Zinzendorf
περὶ ἑαυτοῦ (1746) 103; der sohn gottes ... errichtete ... das christentum und in demselben die streitende kirche als
gr. zu seinem künftigen herrlichen reich Jung-Stilling
w. 3, 157; das erkennen (
unterhöhlt) durch seinen widerspruch die grundlagen des glaubens H. Lotze
mikrokosmus 1, ix; die strenge ... justiz, welche eine der wichtigsten grundlagen dieser republik macht Schiller 4, 114
G.; die
gr. dieser verfassung (
war) die errichtung einzelner römischer colonien Eichhorn
staats- u. rechtsgesch. 1, 67; streitschriften ..., womit er ... die drei grundlagen jedes menschenwürdigen öffentlichen lebens, die religiöse, die häusliche und die politische freiheit vertheidigte Treitschke
hist. u. pol. aufs. 1, 9;
materiell z. b. diese einnahmen bilden die
gr. für seine wirtschaftliche existenz; Wolfgang (
habe) noch immer nicht gelernt ..., was die
gr. eines geordneten haushaltes sei O. Jahn
Mozart 3, 150;
öfter für das, was die basis eines streites, von verhandlungen, verträgen u. s. w. bildet: ich sahe vorher, dasz ... dieses kleine schriftgen die
gr. eines theologischen federkriegs von vielen jahren werden würde Zinzendorf
περὶ ἑαυτοῦ (1746) 119; anordnungen, welche der päpstliche stuhl im jahre 1335 getroffen ..., wurden im jahre 1448 abermals die
gr. der deutschen concordate Ranke
s. w. 1, 33; weil wir glaubten, dasz wenn die regierungsvorlage angenommen wurde, den berathungen der provinziallandtage eine
gr. gegeben war Bismarck
pol. reden 1, 9;
die thatsachen, auf die wissenschaftliche untersuchungen, forschungen, berechnungen, theorien u. s. w. sich aufbauen: dieser (
erste theil des werks) enthält nur die
gr. Herder
w. 13, 9
S.; es (
sind) nur längst bekannte denkmahle der alten kunst, die mir freygestanden, zur
gr. meiner untersuchung zu machen Lessing 11, 4
L.-M.; sie erinnern sich wol noch der
gr. zu der ganzen theorie, dieses calculs
briefe die neueste lit. betr. 17 (1764) 95; Lockes ... versuch vom menschlichen verstande, der ... beinah
gr. der philosophie worden ist Herder
w. 23, 131
S.; gr. der anzustellenden berechnungen Göthe 25, 283
W.; formeln für die objektive
gr. dieses unterschieds der thatsachen des geistigen lebens von denen des naturlaufs Dilthey
einl. in d. geisteswiss. 1, 8; die astronomischen observationen (
muszten) als
gr. der karte angenommen werden Ritter
erdkde 1, 377;
die fundamentalen elemente von bildung, wissen, charakter: er (
Sokrates) würde ... die tanzkunst zur ...
gr. zur erziehung ... gemacht haben Wieland
Lucian v. Samosata 4, 395; man ... brachte meiner seele die lehre von den gespenstern, hexen und dem leidigen satan ... bey. nach dieser
gr. muszte ich einige sprüche aus dem catechismus Luthers lernen Heinse in:
Gleims briefwechsel 1, 5
Körte; seine (
Lachmanns) vorlesungen ... wurden für mich grundlagen meines bescheidenen wissens G. Freytag
ges. w. 1, 89;
anders: als
gr. des unterrichts im griechischen diente auch hier das neue testament Steffens
was ich erlebte (1840) 1, 89; die
gr. ihres charakters war eine schöne anhänglichkeit an väterliche sitte Fr. Schlegel
s. w. 4, 14; dieser muth musz die
gr. ihrer seele ... seyn Lavater
verm. schr. 2, 151; schon dies beweist auch, dasz im kurfürsten eine edle
gr. war Bettine
die Günderode 2, 49; ich ... bemühte mich, die
gr. seines bestialischen wesens aufzufinden G. Keller
ges. w. 3, 133. 2@bb)
auch mit stärkerer betonung des anfangens, entstehens (
vgl. grund IV B 2) '
voraussetzung, vorbedingung': dies (
die höhlen) ward die
gr. einer festeren bauart Herder
w. 22, 131
S.; das porträt ist die
gr. ... des historischen gemähldes A. W. Schlegel im
Athenäum 1, 12, 85; ich habe von dem entstehen, von der
gr. der dichtkunst dieses philosophen meine eigene gedanken Lessing 10, 214
L.-M.; es (
das göttliche ebenbild) liegt, eben weil es die
gr. ... des ... daseins bildet, schon in der natur Fr. Schlegel
s. w. 13, 195;
ähnlich bei erscheinungen der historie, der cultur, des geistigen lebens vielfach verwendet: eine allgemeine weltgeschichte würde die
gr. von allen geschichten der völcker enthalten Ramler
einl. in d. schön. wissensch. (1758) 4, 273; da sie (
die geschichte der Franken) von nun an die grundlaage der deutschen ausmacht
M. I. Schmidt
gesch. d. Dtschen (1778) 1, 197; es (
das historische leben) hat dort seine geistige
gr. gewonnen Ranke
s. w.2 14, 3; die grundlagen des neunzehnten jahrhunderts Houston Stewart Chamberlain
buchtitel; allgemeiner '
das, woraus eine sache hervorgeht, substrat': leidenschaft (
sei) die
gr. des tanzes Gerstenberg
recens. 324; den chor, die
gr. des griechischen dramas, setzte man ab Platen 3, 230
R.; so musz man ... das griechische für die
gr. des lateins annehmen K. O. Müller
d. Etrusker 1, 20;
quelle, literarische vorlage, stoffliches vorbild: ein werk ..., das künftig zur
gr. eines ... werkes dienen könne Nicolai
literaturbr. 5, 53; ich hätte die
gr. dieses stücks niemals gewählt G. Stephanie
s. lustsp. (1771) 211; der stof der romane ist zuweilen, seiner
gr. nach, historisch Eschenburg
entwurf 266; selbst ein academiker ... könnte diese schrift zur
gr. eines vortrags recht gut brauchen Göthe IV 19, 134
W.; eine frühere
gr. des gedichts ist also unbezweifelt W. Grimm
heldensage 68; die
gr. von dem hahn und dem ringe hörte ich ... von einem ... chocolademacher ... erzählen Brentano
ges. schr. 5, 5; (
er) glaubt, die
gr. der fabel sey schon zu Karls des groszen zeiten vorhanden gewesen A. W. Schlegel
Athenäum 2, 309;
ähnlich: Klopstock ist auch bei ihm (
Baggesen) die
gr. seiner dichtung Gervinus
gesch. d. dtsch. dichtg.4 5, 584;
fast wie '
beweggrund': er besorgte, irgend ein begangener fehler möchte die
gr. dieser betrübnisz seyn Laroche
frl. v. Sternheim 1, 6; wäre dein eigenes böses gewissen die
gr. deines zorns gewesen? Iffland
theatr. w. 4, 314;
anders, in den begriff '
berechtigung'
hinüberspielend und ganz abstract geworden in der neuerdings beliebten formel: diese behauptungen, gerüchte
u. s. w. entbehren jeder
gr. 33)
in typischer verbindung mit adjectiven tritt der bildliche charakter häufig durch die betonung des festen, sicheren heraus; fest, sicher
u. ä.: es fehlte ... ihrer herrschaft ... an einer festen
gr. Mommsen
röm. gesch. 2, 62; stolz ist eine feste
gr. Fr.
M. Klinger
w. 11, 292; ein gefühl der ruhe ..., dem aber eine sichre und grosze
gr. zur stütze dient W. v. Humboldt
Pindar 45
lit.-denkm.; unerschütterliche grundlagen des äuszeren daseins Ranke
s. w.2 14, 4;
zu besonderer verwendung entwickelt sich breite
gr.;
im schlichten sinn: es (
das wörterbuch) soll zumeist nach dem plan der Crusca behandelt werden und aus einer breiten
gr. hervorgehen J. Grimm
an Gervinus (5.
jan. 1838)
briefw. 2, 9
Ippel; seit einer erklärung könig Friedrich Wilhelms IV. vom 22.
märz 1848
in superlativischer fassung als politisches schlagwort im schwang, vgl. zs. f. dtsche wortforsch. 3, 167
ff.; Ladendorf
hist. schlagwörterbuch 35
ff., Büchmann
gefl. worte27 555: nachdem ich eine konstitutionelle verfassung auf den breitesten grundlagen verheiszen habe
allg. preusz. zeitg. v. 22. iii. 1848
abendausg., extrabl.; die varianten freisinnigen
und freisinnigsten grundlagen
und spätere erweiterungen wie breiteste demokratische grundlagen
volksblatt v. 27. v. 1848
erhellen die bedeutung der formel: '
alle schichten des volkes einbegreifend'; vor der hand stellte er (
der könig) 'sich auf die breiteste
gr.' Ruge
briefw. 2, 36
Nerrl.; vielfach parodiert: die katzenmusiken sind auf den breitesten grundlagen eröffnet
Kladderadatsch v. 28. v. 1848;
vgl. Freiligrath
ges. dicht. 3, 169; da er seinen rücken recht betrachtete, freute er sich dieser breitesten
gr. und lud ihm auch noch sein eigenes ränzel mit auf (
a. d. j. 1849!) Eichendorf
s. w. 3, 451;
auch später rein formelhaft gebräuchlich: (
eine) organisation der schulen auf breitester
gr. Mörike
w. 3, 115; ich möchte ... meine errungenschaften auf breitester
gr. anbahnen Holtei
erz. schr. 20, 59;
nicht selten erste
gr.: seine (
des nestes) erste
gr. sind ... dürre baumblätter Naumann
naturgesch. d. vögel 2, 1, 410; die naturwissenschaft (
wäre) in ihren ersten grundlagen aufgehoben D. Fr. Strausz (
leb. Jesu) ges. schr. 3, 48; die zergliederungskunst, die erste ...
gr. der artistischen vorkenntnisse G. Forster
s. schr. 3, 451. 44)
bei formelhafter verbindung mit verben ist die eigentliche bedeutung theils deutlich; z. b. eine
gr. legen; auf einer
gr. bauen, errichten; eine
gr. untergraben, erschüttern
u. s. w.: hier hatte er die
gr. gelegt zu dem münz- und antiquitätencabinet Justi
Winckelmann 1, 335; den beweis ihres talentes, ... ihrer guten von der mutter gelegten
gr. Gutzkow
ritter v. geiste 7, 143; die rechtfertigung meines neuen kehrreimes, die ich auf die oben bemerkten fünf grundlagen bauete Bürger
w. 1, 358
B.; auf unsichrer
gr. hinfällige sätze aufbauen Welcker
alte denkm. 1, 4; die einzigen grundlagen, auf welchen ein wahrhaft republikanischer bund errichtet werden kann
br. von u. an Herwegh 245; dazu kam, dasz ... die münzherren ... ihn (
den münzbetrieb) ... auf andere wirtschaftliche grundlagen stellten Luschin v. Ebengreuth
münzgesch. 87; kaiserthum und papstthum hatten ... einander die grundlagen ihrer macht untergraben G. Freytag
ges. w. 18, 2; ohne die grundlagen des gesammten daseins zu erschüttern Ranke
s. w. 2, 3;
theils ist die bildvorstellung verblaszt: die
gr. bilden, auf einer
gr. beruhen, zur
gr. dienen
u. s. w.: diesz thema ..., das die
gr. für die ausführung bildet, ist das abstrakte Hegel
w. I 1, 125; die beweise (
müssen) auf thatsächlichen grundlagen beruhen Brunn
kl. schr. 1, 37; künftig ... müssen die pflichten, die vortheile, die unbequemlichkeiten desselben zur
gr. des werks dienen Lessing 10, 148
L.-M. 55)
stehende präpositionalverbindung ist auf
gr.,
mit verbaler, adjectivischer oder genitivischer ergänzung; vgl. die gleiche verwendung von basis: der reichtstag war sehr der meinung auf dieser
gr. zu unterhandeln Ranke
s. w. 1, 128; nicht urkundlich, aber doch scheinbar auf chronikaler
gr. Böhme
gesch. d. tanzes 60; die constitutionelle monarchie auf demokratischer
gr. Hebbel
w. 10, 130
W.; auf der
gr. des Matthäus zusammengestellt Scherer
liter.-gesch. 46; die verklärung geschieht auf der
gr. des tagebuchs
handelsgesetzbuch § 524
abs. 5;
namentlich rechtssprachlich vielfach articellos wie auf grund (
vgl. sp. 712)
verwendet: auf
gr. des abkommens vom 28. jan. Moltke
ges. schr. 3, 403; auf
gr. der in ihrer letzten session beschlossenen gesetze Bismarck
polit. reden 4, 4; (
ein) prozess ... auf
gr. einer rechnung für gewaschene vorhemden des entwichenen G. Keller
w. 4, 231. 66)
in fachsprachlichen sonderverwendungen; häufig auf concreta angewandt, ohne unmittelbaren anschlusz an die bedeutung 1
; in physik und chemie '
grundstoff':
gr., für die einfachen theile, woraus ein körper bestehet
élements, principes Schrader
dtsch.-frz. wb. (1781) 1, 580;
gr.,
base, radical Beil 264;
gr., salzfähige
base salifiable; gr., säurefähige
base acidifiable; gr., wägbare
base ponderable Gehler
physik. wb. 4, 2, 1649
f.; die
gr. der feuer- und lebensluft nennen die chemiker den sauerstoff Hufeland
kunst d. menschl. leb. z. verl. (1797) 65;
gr. derselben (
der ammoniakalischen parfüme) ist ... das feste kohlensaure ammonium Muspratt
chemie 6, 2091; was man ... alkalische grundlagen ... genannt hat Göthe II 3, 206
W.; ähnlich physiologisch: ihre (
der knochen) thierische
gr. ist der sogenannte knochenknorpel Sömmerring
bau d. menschl. körpers 2, 9;
technisch: die
gr. der fabrikation feuerfester erzeugnisse bilden die feuerfesten thone Muspratt
chemie 8, 847; die eigentlich formgebende
gr. (
in der knopffabrication) bildet eine platte Karmarsch-Heeren 5, 7;
in der musik: gr. eines akkords '
heiszt in der generalbasslehre diejenige gruppierung der töne desselben, welche den grundton als basston aufweist' H. Riemann
musiklex.8 413;
vereinzelt an grund V A 3
und lage 5 d
sich anlehnend: diese vorstellung (
bildet) die
gr., auf die alles andere aufgetragen ist D. Fr. Strausz
schr. 6, 48.