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erde

mhd. bis spez. · 23 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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26 in 23 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

erde f.

Bd. 3, Sp. 749
erde, f. terra, goth. airþa, alts. ertha, ags. eorðe, ahd. ërda, mhd. ërde, mnl. erde, aerde, nnl. aarde, engl. earth, fries. irth, altn. iörð, schw.n. jord. 11) eines so durchgreifenden, altverjährten wortes ursprung verliert sich im dunkel. da uns das latein und die keltischen sprachen auch sonst nahe liegen, läszt sich an eine lautumstellung denken: terra, keltisch tir (vgl. atír bei Zeusz 254) verhalten sich zu airþa, ërda wie lit. darbas zu goth. arbaiþs oder wie forma zu μορφή, und hinzutritt, dasz die lautverschiebung des lat. t ins goth. þ, ahd. d vollkommen regelmäszig ergeht. neben welschem tir gilt aber noch daear, arm. douar, worin wiederum fortgeschobne lingualis erscheinen könnte. das doppelte rr in terra mag wie in curro, susurrus u. a. m. aus ri erwachsen sein. tellus, die göttin Tellus, gehört gar nicht zu terra. 22) in beiden formen, airþa wie terra, ist der linguallaut wesentlich, stehe er vornen oder hinten. ihn aufgegeben erweitert sich alsbald die vergleichung. das Wessobrunner gebet scheint ëro noh ûfhimil darzubieten, obschon himil enti ërda nachfolgt, die gestalt von ëro ist aber männlich (vgl.hëro Graff 4, 999), oder musz man êro, area, pavimentum, nach 1, 198, ansetzen? aus dem adv. ἔραζε folgert man ein nirgend begegnendes ἔρα nach analogie von θύραζε, χαμάζε. gal. und ir. gilt ire, irionn feld, land, boden, das skr. irâ oder auch idâ (Böhtl. Roth 1, 782. 815) terra geht auf die vorstellung von nahrung labetrank und kuh zurück, stimmt also zur uralten verbindung der begriffe kuh und erde. ob mit einem dieser ausdrücke das hebr. erez, arez (ץ, ץ) zusammenhängen könne, bleibt höchst unsicher, auch arab. arz, ard stimmen ein. 33) welchen sinn legen soll man in eins dieser wörter? dem skr. irâ liegt der von spende, milchspende unter. an arare, goth. arjan läszt sich bei airþa nicht denken, wie schon die vocale abweichen und die bedeutung des pfluglandes, ackerfeldes, der terra arabilis wäre fast zu eng, darum liegt auch das lat. arvum ab; ein skr. urvî terra wird aber mit recht von uru weit, grosz geleitet und gleicht dem gr. beinamen der erde εὐρεῖα. ir. und gal. drückt uir pulvis und terra aus. terra für das trockne land zu nehmen und aus torrere zu deuten, gewinnt zwar schein durch extorris = ahd. arërdeo, mit übergang des e in o, wie in verto, divortium u. s. w., hat aber doch gegen sich, dasz weder in tir noch in unserm erde rs vorbricht, wie in τέρσεσθαι und im goth. þairsan, þaursus = ahd. durri, dürre. 44) unmittelbar zurück in unsere sprache führt die wahrnehmung, dasz schon ahd. die aspirierte form hërda erscheint (Graff 1, 416. 417), an die jetzt gewichene lesart Herthus, Terra mater (Tac. Germ. 40) für Nerthus gemahnend, wonach früher selbst eine göttin Hertha angesetzt wurde. vom weiblichen hërda scheidet Graff 4, 1027 das männliche hërt arula, focus, doch begegnet auch bei hërda die bedeutung von esse, fervens structura und nahe liegt die vorstellung des häuslichen herdes, der herdstätte zu einigen mit der von boden und erdboden. auch mhd. erscheint hërt (niemals ërt) für beides, herdstätte und erdreich (wb. 1, 671), nhd. ist herd wieder auf focus eingeschränkt, nur in der Schweizermundart haftet auch der sinn von boden, erdreich, land (Stalder 2, 38), Frisius und Maaler geben ihn unter herd nicht an. in der that müssen beide wörter ursprünglich auseinander gehen und goth. airþa terra abstechen von einem mutmaszlichen hairþus focus, das vielleicht zu hauri pruna gehörte. jener für terra abgelehnte begrif der trockenheit liesze sich allerdings dem des herdes und feuers an die seite stellen. 55) wie dem sei, die verwechslung von herd und erde kann auch das genus von erde schwankend gemacht und ein in Süddeutschland vorwiegendes, abgestumpftes erd für erde zu wege gebracht haben, Keisersberg sagt fast immer so, obgleich er es weiblich verwendet. auch unser art (1, 568) wäre dabei zu erwägen, dessen geschlecht wiederum aus dem männlichen ins weibliche umschlägt und die bedeutung von solum, habitatio zeigt, ganz wie das mnl. aert männlich steht und terra, solum ausdrückt. nur weichen in art und erde vocale und consonanten von einander, ebenso im ags. eard praedium und eorðe terra; es bedürfte einer ablautenden reihe airþan arþ aurþum (wie vairþan varþ vaurþum (ahd. wërdan wart wurtum) beide auszugleichen. der sinn davon bliebe dahingestellt. 66) merkwürdig ist auch das schwanken zwischen starker und schwacher declination. das goth. airþa, altn. iörð gehen immer stark, d. h. kein airþô, kein iarða kommen vor. ags. aber herscht umgedreht schwaches eorðe, gen. eorðan; alts. ertha, ahd. ërda, mhd. ërde bilden ihre obliquen casus bald stark bald schwach und es will nicht gelingen den gebrauch einer oder der andern form auf unterschiede der bedeutungen zurückzuleiten, man möchte das schwache wort gern persönlicher nehmen. nhd. rinnen bekanntlich starke und schwache weibliche flexion überhaupt so zusammen, dasz der sg. jene, der pl. diese aushält, doch bei einem so geläufigen wort liesz sich der schwache sg. nicht sobald vertilgen. viele und namentlich dem reim zu gefallen die dichter verleihen auch dem gen. dat. acc. sg. erden, ja einige z. b. Frisius 1304b. Maaler 108d setzen sogar den nom. sg. die erden an, wie das schwache n diesen casus misbräuchlich oft ergreift. ich weisz nicht, wie Luther das wort nimmt, wenn er Matth. 24, 35 setzt: himel und erden werden vergehen, aber meine wort werden nicht vergehen, wo οὐρανὸς καὶ γῆ, vulg. caelum et terra keinen pl. erden veranlassen, der nach 7, a stehen dürfte; so lange die erden stehet. 1 Mos. 8, 22 ist unzweifelhafter sg., wie er auch sonst noch bei späteren schriftstellern auftaucht: die erden stinkt mich an. Gryphius 209; trägt mich die erden noch? 233, gerade wie er aschen 221 und andere solche formen mehr auf en nominativisch braucht. doch im 18 jh. erscheint dieser nom. erden nicht weiter, auszer in der volkssprache (Schm. 1, 103). unverkennbar entspricht obliques erden manchmal der starken form mit artikel, z. b. das häufige auf erden drückt aus was auf die erde, auf der erde, obgleich auch vorkommt auf die erden, auf der erden, einzelne belege werden im verfolg gegeben. Die zusammensetzungen schweben nachtheilig zwischen erd, erde, erden, und es ist schwer einen genügenden grund für diesen wechsel anzugeben, zuweilen mag der wollaut entscheiden, öfter liegt jenes alte schwanken zwischen starker und schwacher form zum grunde und blosze angewöhnung. nicht selten erscheinen zwei oder drei ausdrücke nebeneinander, das wörterbuch konnte nicht unterlassen sie gesondert und wiederholentlich aufzustellen. 77) es ist zeit auf die heutigen bedeutungen des wortes zu gelangen. 7@aa) erde bezeichnet unsern zwischen Mars und Venus die sonne umkreisenden planeten. neuere schriftsteller setzen es auch uneigentlich für planeten oder weltkörper insgemein, reden also von mehrern erden, hier sind überschwänkliche stellen aus Klamer Schmidts elegieen an seine Minna: welcher himmel, welcher göttertag streute flammen? welche flamme fuhr auf dich nieder, schaffende natur, als du Minna lieszest werden? als du lehrtest die erstaunten erden, was im himmel deine hand vermag. 38; himmel, sonnen und ihr erden, die ihr in der kleinsten der geberden meiner Minna ihre grösze seht und euch stiller um die achse dreht, wenn der west aus ruhigen hainen ihre seufzer euch entgegen weht, helft mir singen, helft mir weinen! 62; ein süszer wink, den die geliebte nicket, ist tausend dieser erden werth. Hölty. in solchem sinn heiszt es auch welten. 7@bb) weit häufiger drückt erde den gegensatz zum himmel, die unter ihm liegende, von ihm bedeckte aus: am anfang schuf gott himel und erden. 1 Mos. 1, 1, vulg. caelum et terram; in dem anfang als gott himmelreich und erdreich beschaffen hat, und alles das in himmel und in erd ist. Keisersberg s. d. m. 12b; mhd. got himel und ërden umberinc geschuof und dar in elliu dinc. Freidank 6, 1; dein wille geschehe auf erden wie im himel. Matth. 6, 10, vulg. sicut in caelo et in terra, goth. svê in himina jah ana airþai, ahd. in himile, in ërdu; 'der himmel ist mein hut, die erde ist mein schuh', oder 'der himmel ist meine decke, die erde mein bette' sagt der pilgrim; götter, engel, die sich auf erden niedergelassen hatten, fahren gen himmel; wenn der mensch auf erden stirbt, die erde verläszt, wird er in den himmel aufgenommen; wölbt sich der himmel nicht da droben? liegt die erde nicht hier unten fest? Göthe 12, 180. und in zahllosen stellen. nah lag die mythische vorstellung der erde als gemahlin des himmels, die von Gäa und Zeus, was vielfach angewendet wird, wie Logau vom mai singt: dieser monat ist ein kus, den der himmel gibt der erde, dasz sie jetzund seine braut, künftig eine mutter werde. 7@cc) die erde ist der grund und boden (vgl. beide wörter), auf welchem die menschen wohnen, welchen sie treten, in den sie zuletzt aufgenommen werden, woran sich wieder der gedanke an eine mutter und den mütterlichen schosz schlieszt. der riese, aus der erde, aus dem fels geboren, stärkt auf ihr seine kraft, fällt wieder in sie zurück. die erde trägt den menschen; du bist nicht werth, dasz dich die erde trage; die menschen wandeln, wandern hin über die erde; sie liegen, ruhen, schlafen auf der erde, erheben sich von der erde; alles hohe steigt auf von der erde; zwanzig fusz hoch von der erde; nummen zwen ellenbogen hoch von der erden. Keisersb. s. d. m. 17a. thäler biegen sich, gruben senken sich in die erde, was unten ist, nieder geht steht in der erde, fällt auf sie: der esel wolt dem leuwen gleich sein und stuond unden auf der erden in dem tal und der leuw obnen an dem berg. Keisersb. 9b. den blick, die augen senken heiszt zur erde schauen: ich gieng, du standst und sahst zur erden, und sahst mir nach mit nassem blick, und doch welch glück geliebt zu werden, und lieben, götter, welch ein glück. Göthe 1, 76; ihr seht zur erden und weint. 8, 165. 42, 449 (42, 230 zur erde). in die erde graben, vergraben, auf die erde schütten: ich han gesworen, ich muosz sei haben, wär sei joch in erd vergraben. Ring 11a, 33; da thet sich die erd auf und wurden verslunden mit iren weibern und kindern. Keisersb. s. d. m. 17b; verscharre sie mit einander in der erden. Hiob 40, 8; seine beine werden sich mit im in die erden legen. 20, 11; und viele, so unter der erden schlafen liegen, werden aufwachen. Dan. 12, 2; o legt mich nicht ins dunkle grab, nicht unter die grüne erd hinab. Uhland 50; fest gemauert in der erden steht die form aus lehm gebrannt. Schiller 77a; fand auf der erden eine neue feile liegen. Lokman fab. 26; da liesz inen got vögel zuo fliegen, die vor inen uf die erden flugen. Keisersb. s. d. m. 4a. 7@dd) erde, orbis terrarum, die weite, breite erde, εὐρεῖα χθών, in aller ausdehnung und erstreckung: auf der erde wohnen und in ihr liegen begraben zahllose millionen von menschen; ich habe niemand, auf dieser groszen weiten erde niemand. Schiller 245a; leicht verschwindet der thaten spur von der sonnebeleuchteten erde. 507b; mein einzig glück auf erden ist dein wille. Göthe 2, 10; seines gleichen ist auf der ganzen erde nicht mehr zu finden. 7@ee) erde, das feste land, gegenüber dem meer und gewässer: und das gewesser verlief sich von der erden imer hin und nam abe. 1 Mos. 8, 3; da vernam Noah, das das gewesser gefallen were auf erden. 8, 13; o der wonne, wenn die seefahrer endlich wieder die erde erblicken!; sie küssen die erde; so oft der herr der wasser und der erden die krämer beugt, dasz sie nicht fürsten werden. Hagedorn 1, 11. die grüne erde, das gras; vgl. land, festland. 7@ff) erde, solum, humus, ackerland: der bauer pflügt die erde; die erde ist hier steinig, sandig, lehmig, weich, hart; feucht, durchnäszt, dürr, trocken; fruchtbar, unfruchtbar. vgl. grund, boden, erdboden. 7@gg) erde, staub, pulvis, was in der alten sprache molta, goth. mulda hiesz: die erde stäubt, aus der erde drangen wolken von staub auf; das wasser, das meer hat keinen staub wie das land und die erde; der leichnam zerfällt in staub, in erde; wee dem menschen, der da erd ist und muosz zuo erden werden. Keisersb. s. d. m. 6b; ein schlang die gat krum inher und isset erd. 29a; gedenk, das du nüt weder erd (nichts als erde) bist. 34b; da sprach gott der herr zu der schlangen, weil du solches gethan hast, seistu verflucht fur allem vieh und fur allen thieren auf dem felde, auf deinem bauch soltu gehen und erden essen dein leben lang. 1 Mos. 3, 14; die erde kauen, ins gras beiszen müssen, ist sterben; so fallen sie dahin und liefern wiederumb, als ihrer schulden zins, der erden ihre erden. Weckherlin 228; wachet und betet, damit der versucher nicht über euch komme, zwar ihr wolltet es gern, allein auch ihr seid erde. Klopstock Messias; vom menschen bleibt nichts übrig als ein häufchen staub und erde, er löst sich wieder in einen grundstof, in ein element auf. 7@hh) wie sich stubjus, stuppi, staub mit stôma, stof berühren (oben sp. 404), drückt darum auch erde das element aus: gott gibt zu unserm brauch ohn unterlasz die element feuer, luft, wasser, erden. Luther tischr. 2, 94; was auf erden, was in lüften lebensodem in sich hat. Bürger 1a; der luft, dem wasser, wie der erden entwinden tausend keime sich im trocknen, feuchten, warmen, kalten. Göthe 12, 72. allen bekannt aus Hans Sachs I, 255 ist das schöne gespräch zwischen den vier elementen, wo jedes derselben zu finden sei, das wasser: finst mich alzeit wo pinzen (binsen) stehn; Terra antwort, du finst mich da, wo du siehst wachsen grünes gras. in der früheren erzählung von den vier jungfrauen, die auf einmal zusammen kamen und einander 'gevetterten', d. i. freundlich unter einander kosten gleich gevatterleuten (schimpf und ernst 1522 und 1550 cap. 4, 1555 cap. 354), ist gerade die erde ausgelassen. unsere chemiker scheiden vielerlei erden oder erdarten: kieselerde, thonerde u. s. w. Die zusammensetzungen mit erde in allen diesen bedeutungen sind endlos und Jean Paul namentlich bietet sie in menge dar.
14074 Zeichen · 226 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ËRDEstswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    ËRDE ( goth. airþa , ahd. ërda Gr. 1,673. 2,236. 3,352. Graff 1,415 ) stswf. erde. 1. als wohnstätte der menschheit. dô …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    erde

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +2 Parallelbelege

    erde, f. 1. Erde. 2. Landgut, Landbesitz.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Êrde

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Die Êrde , plur. die -n, welcher aber nur in einigen Fällen üblich ist. 1) Ein trockener, lockerer, unschmackhafter und …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Erde

    Goethe-Wörterbuch

    Erde vereinzelt Kleinschr, in den casus obliqui häufig -n (vgl bes B 2), öfter (bes im Jugendwerk) Erd’. — Rund 1500 Bel…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Erde

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Erde . Die Alten hielten die E. für eine Scheibe, die auf unbekannten Unterlagen ruhe, oder auf dem Wasser schwimme; doc…

  6. modern
    Dialekt
    (Erde)

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    † (Erde) unvolkstümlich: dafür Grund, Bode n . Zss.

  7. Sprichwörter
    Erde

    Wander (Sprichwörter)

    Erde 1. Auf der Erde ist gut gehen. 2. Auf der Erde wird alles verkauft. 3. Auf Erden ist kein besser Leben, als grosser…

  8. Spezial
    Erde

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Er|de f. (-,-n) 1 (Erdreich) tera (teres) f. , terac m. 2 (Erdboden) tera f. 3 (Fußboden) tera f. 4 (Welt) tera f. , mon…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit erde

746 Bildungen · 438 Erstglied · 307 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von erde

er- + de

erde leitet sich vom Lemma de ab mit Präfix er-.

erde‑ als Erstglied (30 von 438)

Erde I

SHW

Erde I Band 2, Spalte 237-238

Erde II

SHW

Erde II Band 2, Spalte 239-240

erde

KöblerMhd

erde... , . Vw.: s. ert...

erdebah

AWB

erde·bah

erdebah st. ( n.? ) . — Graff I,91. erd-ebuh: nom. sg. Gl 3,602,18 ( Würzb. Mp. th. f. 146, 10. oder 10./11. Jh., vgl. Beitr. ( Halle ) 85,8…

erdebeben

DWB

erde·beben

erdebeben , n. was erdbeben: dort ein freibewegtes leben, hier ein ängstlich erdebeben. Göthe 41, 136 .

erdebegraben

DWB

erde·begraben

erdebegraben , terra sepultus: bilder des todes, strömten um sie, das graun der erdebegrabnen verwesung. Messias 8, 539 .

ërdeber

BMZ

erde·ber

ërdeber , ërtber stn. erdbeere. sumerl. 7,69. 40,67. ertbern suochen, eʒʒen M. Alex. Müller 2,144. c.

erdebewandelnd

DWB

erdebewandelnd , terram calcans: denn wisse, das wesen unsterblicher götter gleicht mit nichten dem wesen der erdebewandelnden menschen. Bür…

erdebewohner

DWB

erde·bewohner

erdebewohner , m. terrae incola: höre, Kyklop, wofern dich ein sterblicher erdebewohner jemals fragt um des auges erbarmungswürdige blendung…

erdecke

DWB

erd·ecke

erdecke , f. angulus terrae: die stunde, die ihn zugleich von dem vater und der freundin in ferne erdecken warf. J. P.

erdeepfele

AWB

erdeepfele Gl 3,534,49 s. ertepfelî(n).

Erdeessen

Meyers

erde·essen

Erdeessen , die bei vielen Völkern beobachtete Gewohnheit, Erden von gewisser Beschaffenheit zu essen. Diese Gewohnheit findet sich z. B. in…

erdefern

DWB

erde·fern

erdefern , a terra remotus, erdfern: aufgethan die erdeferne pforte des himmels. Klopstock 1, 47 .

erdefessel

DWB

erde·fessel

erdefessel , f. vinculum terrenum: laszt mich vergessen, dasz auch hier die welt so manch geschöpf in erdefesseln hält. Göthe 2, 145 .

erdefreude

DWB

erde·freude

erdefreude , f. terrena voluptas: lasz, natur, vor allen erdefreuden mich deiner guten menschen freun! Gökingk 3, 66 .

Erdegabe

GWB

erde·gabe

Erdegabe [ Doktor, mit Geldzählen beschäftigt: ] Zeigt mir alle E-n, | Alles, alles ist zu haben, | Und ich bin es mir bewußt! 12,131 Scherz…

Erdegebein

Campe

erde·gebein

◬ Das Erdegebein , des — es, Mz. die — e, der irdische Leib. Aber mein Erdegebein trägt auch die Gottheit! — Klopstock.

erdegeboren

DWB

erde·geboren

erdegeboren , terrigena, erdgeboren: ihm war unter den erdgebornen keiner zu gleichen. Stolberg 11, 71 ; lasz dies alles uns nun beseitigen.…

Erdegefährte

Campe

erde·gefaehrte

○ Der Erdegefährte , des — n, Mz. die — n, ein Gefährte auf Erden, ein Mitgeschöpf auf Erden. »Bist du Leser, mein so treuer Erdegefährte un…

erde als Zweitglied (30 von 307)

bierde

KöblerAe

*bierde , Adj. Vw.: s. ge- Hw.: s. *bierded E.: s. beard L.: Hh 23

werde?

KöblerMhd

*werde? , Adj. nhd. wert, würdig Vw.: s. un- Hw.: s. wert (2) E.: s. wirde W.: nhd. DW-

Begierde

RDWB1

Begierde f желание, стремление, нетерпение, нетерпеливое желание плотское желание, похоть, сластолюбие, вожделение

Behörde

RDWB1

Behörde f чиновники, власти, администрация, учреждения (государственные, наделённые властью на местах, судебные, церковные) steigernde Schik…

Hürde

RDWB1

Hürde f препятствие, препоны книж. über alle ~n gehen - преодолеть все препятствия es gab ein paar ~n dabei - при этом возникли некоторые пр…

Würde

RDWB1

Würde f das ist unter aller ~ idiom. - это очень скверно, это из рук вон плохо идиом. , это никуда не годится, это ни в какие ворота не лезе…

afterbürde

DWB

after·buerde

afterbürde , f. secundinae, nachgeburt: heutlin, das die Griechen chorion nennen, wir Teutschen heiszens die afterbürde. Luther tischr. 172 …

altergezierde

MWB

alter·gezierde

altergezierde stF. oder stN. ‘Altartuch’ auch ist daz symonei, daz man [...] chauft oder verchauft daz guͦt, daz zu geistleichen dingen geor…

amtsbeschwerde

DWB

amts·beschwerde

amtsbeschwerde , f. dasselbe: wenn wir wissenschaften nicht als amtsbeschwerden, nicht als zeitverkürzungen, sondern um ihrer selbst willen …

anderde

KöblerMnd

and·erde

anderde , M. nhd. Andere (M.) E.: s. ander L.: Lü 15b (anderde)

âne (ge)vêrde

MNWB

ane·geverde

âne (ge)vêrde ungefährdet, ohne Hinterlist. âne vorvanc unverfänglich, ohne Nachteil. âne unsen willen gegen unsern Willen. — 3.

angeferde

DRW

angeferde siehe (ohne) Gefährde (I 3)

Apostelpferde

Wander

Apostelpferde 1. Die Apostelpferde anspannen. So sagt der Holsteiner für: per pedes Apostolorum, sich auf die Beine machen, gleich den Apost…

ascherde

KöblerMhd

asch·erde

ascherde , st. F., sw. F. nhd. „Ascherde“ Q.: Feldb (Anfang 14. Jh.) E.: s. asche (1), erde W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 34 (ascherde)

begierde

DWB

begierde , f. dasselbe, in prosa aber gewöhnlicher, von Luther auch neutral gebraucht: schlemmen ist nüt anderst, dan ein unordenliche begir…

behörde

DWB

behörde , f. 1) locus ad quem aliquid deferendum est: die zuständige, rechtmäszige behörde; vor die rechte behörde gehen; sich bei der behör…

berüerde

MWB

berüerde stF. 1 ‘Tastsinn’ 2 ‘Berührung’    1 ‘Tastsinn’ der hendi unde der vuzzi biruridi SuTheol 105; daz waren die fuͤmf sinne des leibs:…

bescherde

Lexer

be-scherde stf. BMZ verhängnis, vgl. Oberl. 131 ;

beschwerde

DWB

beschwerde , f. ahd. suârida ( Graff 6, 892 ), mhd. beswærde. 1 1) onus, moles, molestia, last, mühe, schmerz, häufig im pl. gebraucht: die …

bewërde

Lexer

be-wërde stf. gewährung. ob ich eʒ lîhte in sol bewern, und sie bewerde wellent gern Msh. 3,468 b . mit gotlîcher bewerde Mart. 179,48 ;

b.hērde

MNWB

b.-hērde, m. , de gemê(i)ne b. Gemeindehirt . —

birüerde

KöblerMhd

birüerde , st. F. Vw.: s. berüerede

Bleyêrde

Adelung

bley·erde

Die Bleyêrde , plur. inus. ein verwittertes Bley, welches in Gestalt des Bleyweißes in der Erde gefunden wird.

Ableitungen von erde (1 von 1)

urerde

DWB

urerde , f. , ' die erde in ihrem ursprünglichen zustande ' Wolke, als neubildung bei Campe. grunderde ähnlich: aus diesem fruchtbaren ursto…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „erde". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/erde/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „erde". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/erde/dwb. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „erde". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/erde/dwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_erde_2026,
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  title        = {„erde"},
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  urldate      = {2026-05-10},
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