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Erde

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Wander
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Erde

Bd. 1, Sp. 835
Erde 1. Auf der Erde ist gut gehen. 2. Auf der Erde wird alles verkauft. 3. Auf Erden ist kein besser Leben, als grosser Zins und ein Hürlein daneben, im übrigen Gottes Kirch' ergeben. 4. Auf Erden ist nichts ohne Furcht als ein gut Gewissen. – Sailer, 236. 5. Auff dieser Erd ist bessere nicht dann Fried vnd gut Gerücht. – Lehmann, II, 36, 71. 6. Aus fetter Erde wächst nur Unkraut. – Parömiakon, 2980. 7. Bläute1 Aerde es 'ne guede Bâr2, sied de Fo's3. (Hemer in der Grafschaft Mark.) – Firmenich, III, 261, 37. 1) Blosse. 2) Bahn. 3) Fuchs. 8. Dem die Erde gehört, der ist der Nächste zum Kauf. – Graf, 104, 233; Dreyer, Abhandl. zur Erläuterung der deutschen Rechte (Wismar 1763), III, 1396. Zur Lehre vom Näherrecht. Nach dem Sprichwort hatte der Eigenthümer von Grund und Boden, worauf ein ihm nicht gehöriges Gebäude errichtet war, ein Vorrecht in der Erwerbung vor allen andern Käufern. 9. Die Erde bedeckt die Fehler der Aerzte. It.: La terra e la calcina copron gl' errori della medicina. (Pazzaglia, 204, 4.) 10. Die Erde bringt keine Frucht, wenn man sie nicht mit dem Pflugeisen durchgräbt. – Parömiakon, 222. 11. Die Erde ist des Soldaten Bett, der Himmel seine Decke und der Harnisch sein Haus. Worte Kaiser Konrad's III. 12. Die Erde ist niemals zehentlos. – Graf, 122, 318. Nach der mittelalterlichen Rechtsentwickelung musste von jedem Acker dem ursprünglichen Grundherrn eine Fruchtabgabe (Zehent) als Zins gegeben werden. 13. Die Erde ist überall des Herrn. 14. Die Erde kan (gegen) den Himmel nicht pochen. – Eyering, I, 667; Gruter, I, 20; Simrock, 2103a; Sailer, 215. Schottel (1141a) hat noch den Zusatz: »noch das underst ins öberst seine Wirkung haben«. 15. Die Erde treget vnd erneeret kein böser Thier, denn einen vndanckbaren Menschen. – Pauli, Postilla, 291a. 16. Die Erde will Regen. – Sailer, 126. 17. Die Erdt ist aller Menschen Mutter vnnd auch jhr Grab. – Lehmann, 137, 27. 18. Erde bist du, von der Erde issest du, Erde wirst du. – Sailer, 121. 19. Erde und Haus gehört zusammen. – Graf, 103, 208. (S. Eignen 1.) 20. Es ist auff Erd kein besser List, denn wer seiner Zung ein Meister ist. – Petri, II, 254. 21. Es mag auff gantzer Erden nichts newes mehr erfunden werden. – Henisch, 923. 22. Es ward auff erden nie so schlecht1, es gieng gewalt stets vber recht. – Henisch, 917; Petri. II, 302. 1) Schlicht, gut. 23. Ich bin über die Erde erhaben, sagte der Dieb, da hing er am Galgen. – Simrock, 2103b; Hoefer, 215. 24. Iss noch so heimlich Erde, das Anschwellen wird's zeigen. – Wullschlägel. Die Neger in Surinam essen im kranken Zustande Erde, werden davon elend, schwellen an und sterben. Sinn: Die Folgen werden die That ans Licht bringen. Es werde etwas noch so heimlich angestellt, die That wird sich selbst verrathen. 25. Je mehr man der Erde gibt an Dünger und Anbau, desto mehr gibt sie wieder. 26. Je weniger Erd' der Narr hat, desto üppiger wuchert daraus sein Stolz. – Petri, II, 604. 27. Man gebe einem nit so vil erden vmbsonst, dz er inne ligen künde. – Tappius, 38b. Lat.: A mortuo tributum exigere. (Tappius, 38b.) 28. Schwartze Erd trägt gute Frucht. – Lehmann, 28, 27; 825, 8. 29. Schwarze Erde bringt gutes Brot. Denn sie ist fruchtbar. 30. Sehr vngleich gehets auff Erden zu, ich heut, der gestern, morgen du. – Lehmann, II, 576, 66. 31. Soll die Erde tragen, so muss man sie plagen. – Parömiakon, 1462. 32. Vff Erden lebt keins Menschen Kind, an dem man nit ein Mangel find't. – Eyering, II, 493; Schulze, 18; Simrock, 6977; Reinsberg II, 74. Engl.: He is lifeless, that is faultless. 33. Was die erd gibt, das nimpt sie wider. – Henisch, 918; Petri, II, 589; Körte, 1151; Reinsberg II, 153; Simrock, 2103. Holl.: Wat de aarde geeft, dat neemt zij weder. (Harrebomée, I, 6.) 34. Was Erde ist, lass (muss) Erde werden. – 1 Mos. 3, 19. Holl.: Aarde wil van aarde niet. (Harrebomée, I, 5.) 35. Was je auff erd erschaffen ist, das macht der todt zu staub vnd mist. – Henisch, 918. 36. Was von erden kommen, wirt wider zur Erd. – Henisch, 819; Körte, 1152 u. 1452; Zehner, 575; Schulze, 2. Lat.: Pulvis es et in pulverem reverteris. (Schulze, 2.) – Quod tellus largitur, idem post illa reposcit. (Binder I, 1522; I, 2903; Philippi, II, 146; Seybold, 513.) – Reddenda est terrae terra. (Cicero.) (Binder II, 2938.) – Vertimur in terram, quoniam de pulvere nati nos sumus. (Binder II, 3517.) 37. Wegen der Erde Mist zankt kein guter Christ. 38. Wei de Ere (Erde) nit vermehrt, is den Hiemel nit wehrt. (Westf.) 39. Wem die Erde den Staar nicht sticht, verliert auch im Himmel die Blindheit nicht. – Scheidemünze, II, 182. 40. Wenn die Erde bebt, werden auch Berge Freunde. Das Unglück hat eine versöhnende Kraft. 41. Wenn die Erde nicht austrocknen soll, muss ein Regen sie anfeuchten. Dasselbe gilt von der öffentlichen Meinung. 42. Wenn die Erde trocken ist, setzt Gott den Friedensbogen ein. – 1 Mos. 9, 12; Scheidemünze, II, 7. 43. Wenn sich die Erd' zwischen Sonn' vnnd Mond legt, so gibt's eine Finsternuss. – Lehmann, 813, 7. 44. Wer auf der Erde kreucht, ist keinem Fall unterworfen. – Winckler, VI, 48. Holl.: Die langs de aarde kruipt, is geen' hoogen val onderhevig. 45. Wer auf der Erde sich nicht zurecht findet, der wird sich auch im Himmel verirren. 46. Wer auf ebener Erde fällt, kann leicht wieder aufstehen. – Scheidemünze, I, 810. 47. Wer auff der erden bleibt, der felt nicht hoch. – Henisch, 918; Petri, II, 684. 48. Wer auff der erden ligt, der darff sich keines fahls befahren. – Henisch, 918; Petri, II, 684. Derselben Ansicht sind auch die Czechen. (Reinsberg II, 84.) 49. Wer die Erde zum Bett hat, muss sich mit dem Himmel decken. 50. Wer unter der Erde baut, der ist nicht weit von der Hölle. 51. A giht wul unter der Aerde, dass man ihn nicht siht. (Schles.) – Gomolcke, 28. 52. Dat hä su dêf unger der Aeäde wör, als 'nen Hâs en sibbe Johr hüppe kann. (Köln.) Holl.: Ik wilde, dat hij eene spiets diep onder de aarde stak. (Harrebomée, I, 6.) 53. Die Erde kauen müssen. Sterben. 54. Einen auf der schwarzen (blossen) Erde lassen. – Burckhardt, 238. Ihn ganz zu Grunde richten, ihm nicht das geringste Hausgeräth lassen, ihm selbst die Decke nehmen, worauf er (hier der Morgenländer) sitzt. 55. Er darf nur auf die Erde sehen, so hat er eine Lüge ersonnen. 56. Er geht auf deutscher Erde. Die Sohlen sind entzwei. 57. Er ist auf Erden kommen arm. Aus dem Luther'schen Weihnachtsliede: Gelobet seist du Jesu Christ, V, 6. Sagt man in Schlesien von Armen, oder wenn zu Weihnachten oder an Geburtstagen wenig oder nichts geschenkt wird. Eine sprichwörtlich gewordene Zeile aus einem Weihnachtsliede. 58. Er ist der Erde gediehen. – Eiselein, 148. Zum Grabe reif. 59. Er wächst zur Erde wie eine Zwiebel. – Körte, 1152a. 60. Ich wolt ehe, das mich die erd verschlund. – Franck, II, 37a; Tappius, 162a. 61. Ich wolt nit, dass mich die erd trüg. – Franck, II, 37a. 62. Ich wolte das du so tieffe vnder der erden werest, als du hohe daroben bist. – Tappius, 233a. 63. Lieber wer mir, dz mich die erd gefressen hette. – Tappius, 162a. 64. Macht uns keine Erde unter die Mährte. (Köthen.) Um zu sagen: Mengt euch nicht hinein. 65. Mit der ausgegrabenen Erde den Graben machen. Die Kosten einer Unternehmung vom Gewinn bestreiten. [Zusätze und Ergänzungen] 66. Alles, was auf erden ist, vergeht, lob, ehr vnd tugend ewig besteht. – C. Schulz, Die Spruchweisheit auf Münzen in Herrig, Archiv, LVI, 72. 67. Än der schwarzer Jêrd gerêt gât Kiren. – Schuster, 355. Auch wol scherzhaftes Schmeichelwort für Brünetten, fast in dem Sinne wie Acker 9 u. 11. 68. Auf Erden lebt kein Menschenkind, an dem er keinen Mangel find. – Klix, 4224. 69. Die Erde ist mein Bett, der Himmel meine Decke, der Mantel mein Haus, der Wein mein ewiges Leben. Soldatensprichwort aus dem Dreissigjährigen Kriege. (G. Freytag, Bilder, II, 77.) 70. Die Erde muss ihr Betttuch haben, soll sie der Winterschlummer laben. – Marienkalender, 1879, S. 9. 71. Fette Erde macht den Menschen faul. 72. Nur Erde füllt das gierige Auge. 73. Was auf die Erde fällt, gehört dem Teufel. Nach der Volksmeinung in Oberösterreich, doch gilt es nur von Kirschen und Beeren. Man mahnt damit besonders die Kinder ab, die auf den Boden gefallenen Früchte wieder aufzusuchen und davon zu essen. (Vgl. Baumgarten, II, 25.) 74. Was die Erde bedeckt, soll niemand rühren. – Herberger, Ib, 387. Man soll die Todten ruhen lassen. 75. Wei simpel bi der erden wil krigen, de krigt wedder te freten noch de supen. – Lauremburg, 4, 89. 76. Wenn's soll auf Erden stehen wol, ein Christ dem andern dienen soll. – Petri, II, 675. 77. Wer auf Erden büsset, dess wird das Himmelreich, sagte der Pope, und prügelte sein Weib. – Franzos, Vom Don zur Donau. 78. Wer mit Erde baut und den Bau mit Holz (Fichtenbalken) durchzieht, sieht bald das Ende seines Hauses. Sagen die Provenzalen, die einen Widerwillen gegen hölzerne Gebäude haben. 79. Dä hät säs Pârtskâ'ren Ä'rt op et Lîf.Röttscher, 219. Der hat sechs Pferdekarren Erde auf dem Leibe, d.h. er ist begraben. 80. Eher wird die Erde Sterne tragen. – Schaltjahr, I, 212. Als dass dies und jenes geschehen sollte. 81. Er muss Erde kauen. 82. In die Erde beissen. »Mancher gute Ritter musst in die Erde beissen.« (Gottfried, 744a.) 83. Von der Erde bis an den Himmel. (Köthen.) Antwort auf die Frage: wie hoch es ist; anstatt wie spät, wie viel Uhr.
9396 Zeichen · 307 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ËRDEstswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    ËRDE ( goth. airþa , ahd. ërda Gr. 1,673. 2,236. 3,352. Graff 1,415 ) stswf. erde. 1. als wohnstätte der menschheit. dô …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    erde

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +2 Parallelbelege

    erde, f. 1. Erde. 2. Landgut, Landbesitz.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Êrde

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Die Êrde , plur. die -n, welcher aber nur in einigen Fällen üblich ist. 1) Ein trockener, lockerer, unschmackhafter und …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Erde

    Goethe-Wörterbuch

    Erde vereinzelt Kleinschr, in den casus obliqui häufig -n (vgl bes B 2), öfter (bes im Jugendwerk) Erd’. — Rund 1500 Bel…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Erde

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Erde . Die Alten hielten die E. für eine Scheibe, die auf unbekannten Unterlagen ruhe, oder auf dem Wasser schwimme; doc…

  6. modern
    Dialekt
    (Erde)

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    † (Erde) unvolkstümlich: dafür Grund, Bode n . Zss.

  7. Sprichwörter
    Erde

    Wander (Sprichwörter)

    Erde 1. Auf der Erde ist gut gehen. 2. Auf der Erde wird alles verkauft. 3. Auf Erden ist kein besser Leben, als grosser…

  8. Spezial
    Erde

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Er|de f. (-,-n) 1 (Erdreich) tera (teres) f. , terac m. 2 (Erdboden) tera f. 3 (Fußboden) tera f. 4 (Welt) tera f. , mon…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit erde

746 Bildungen · 438 Erstglied · 307 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von erde

er- + de

erde leitet sich vom Lemma de ab mit Präfix er-.

erde‑ als Erstglied (30 von 438)

Erde I

SHW

Erde I Band 2, Spalte 237-238

Erde II

SHW

Erde II Band 2, Spalte 239-240

erde

KöblerMhd

erde... , . Vw.: s. ert...

erdebah

AWB

erde·bah

erdebah st. ( n.? ) . — Graff I,91. erd-ebuh: nom. sg. Gl 3,602,18 ( Würzb. Mp. th. f. 146, 10. oder 10./11. Jh., vgl. Beitr. ( Halle ) 85,8…

erdebeben

DWB

erde·beben

erdebeben , n. was erdbeben: dort ein freibewegtes leben, hier ein ängstlich erdebeben. Göthe 41, 136 .

erdebegraben

DWB

erde·begraben

erdebegraben , terra sepultus: bilder des todes, strömten um sie, das graun der erdebegrabnen verwesung. Messias 8, 539 .

ërdeber

BMZ

erde·ber

ërdeber , ërtber stn. erdbeere. sumerl. 7,69. 40,67. ertbern suochen, eʒʒen M. Alex. Müller 2,144. c.

erdebewandelnd

DWB

erdebewandelnd , terram calcans: denn wisse, das wesen unsterblicher götter gleicht mit nichten dem wesen der erdebewandelnden menschen. Bür…

erdebewohner

DWB

erde·bewohner

erdebewohner , m. terrae incola: höre, Kyklop, wofern dich ein sterblicher erdebewohner jemals fragt um des auges erbarmungswürdige blendung…

erdecke

DWB

erd·ecke

erdecke , f. angulus terrae: die stunde, die ihn zugleich von dem vater und der freundin in ferne erdecken warf. J. P.

erdeepfele

AWB

erdeepfele Gl 3,534,49 s. ertepfelî(n).

Erdeessen

Meyers

erde·essen

Erdeessen , die bei vielen Völkern beobachtete Gewohnheit, Erden von gewisser Beschaffenheit zu essen. Diese Gewohnheit findet sich z. B. in…

erdefern

DWB

erde·fern

erdefern , a terra remotus, erdfern: aufgethan die erdeferne pforte des himmels. Klopstock 1, 47 .

erdefessel

DWB

erde·fessel

erdefessel , f. vinculum terrenum: laszt mich vergessen, dasz auch hier die welt so manch geschöpf in erdefesseln hält. Göthe 2, 145 .

erdefreude

DWB

erde·freude

erdefreude , f. terrena voluptas: lasz, natur, vor allen erdefreuden mich deiner guten menschen freun! Gökingk 3, 66 .

Erdegabe

GWB

erde·gabe

Erdegabe [ Doktor, mit Geldzählen beschäftigt: ] Zeigt mir alle E-n, | Alles, alles ist zu haben, | Und ich bin es mir bewußt! 12,131 Scherz…

Erdegebein

Campe

erde·gebein

◬ Das Erdegebein , des — es, Mz. die — e, der irdische Leib. Aber mein Erdegebein trägt auch die Gottheit! — Klopstock.

erdegeboren

DWB

erde·geboren

erdegeboren , terrigena, erdgeboren: ihm war unter den erdgebornen keiner zu gleichen. Stolberg 11, 71 ; lasz dies alles uns nun beseitigen.…

Erdegefährte

Campe

erde·gefaehrte

○ Der Erdegefährte , des — n, Mz. die — n, ein Gefährte auf Erden, ein Mitgeschöpf auf Erden. »Bist du Leser, mein so treuer Erdegefährte un…

erde als Zweitglied (30 von 307)

bierde

KöblerAe

*bierde , Adj. Vw.: s. ge- Hw.: s. *bierded E.: s. beard L.: Hh 23

werde?

KöblerMhd

*werde? , Adj. nhd. wert, würdig Vw.: s. un- Hw.: s. wert (2) E.: s. wirde W.: nhd. DW-

Begierde

RDWB1

Begierde f желание, стремление, нетерпение, нетерпеливое желание плотское желание, похоть, сластолюбие, вожделение

Behörde

RDWB1

Behörde f чиновники, власти, администрация, учреждения (государственные, наделённые властью на местах, судебные, церковные) steigernde Schik…

Hürde

RDWB1

Hürde f препятствие, препоны книж. über alle ~n gehen - преодолеть все препятствия es gab ein paar ~n dabei - при этом возникли некоторые пр…

Würde

RDWB1

Würde f das ist unter aller ~ idiom. - это очень скверно, это из рук вон плохо идиом. , это никуда не годится, это ни в какие ворота не лезе…

afterbürde

DWB

after·buerde

afterbürde , f. secundinae, nachgeburt: heutlin, das die Griechen chorion nennen, wir Teutschen heiszens die afterbürde. Luther tischr. 172 …

altergezierde

MWB

alter·gezierde

altergezierde stF. oder stN. ‘Altartuch’ auch ist daz symonei, daz man [...] chauft oder verchauft daz guͦt, daz zu geistleichen dingen geor…

amtsbeschwerde

DWB

amts·beschwerde

amtsbeschwerde , f. dasselbe: wenn wir wissenschaften nicht als amtsbeschwerden, nicht als zeitverkürzungen, sondern um ihrer selbst willen …

anderde

KöblerMnd

and·erde

anderde , M. nhd. Andere (M.) E.: s. ander L.: Lü 15b (anderde)

âne (ge)vêrde

MNWB

ane·geverde

âne (ge)vêrde ungefährdet, ohne Hinterlist. âne vorvanc unverfänglich, ohne Nachteil. âne unsen willen gegen unsern Willen. — 3.

angeferde

DRW

angeferde siehe (ohne) Gefährde (I 3)

Apostelpferde

Wander

Apostelpferde 1. Die Apostelpferde anspannen. So sagt der Holsteiner für: per pedes Apostolorum, sich auf die Beine machen, gleich den Apost…

ascherde

KöblerMhd

asch·erde

ascherde , st. F., sw. F. nhd. „Ascherde“ Q.: Feldb (Anfang 14. Jh.) E.: s. asche (1), erde W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 34 (ascherde)

begierde

DWB

begierde , f. dasselbe, in prosa aber gewöhnlicher, von Luther auch neutral gebraucht: schlemmen ist nüt anderst, dan ein unordenliche begir…

behörde

DWB

behörde , f. 1) locus ad quem aliquid deferendum est: die zuständige, rechtmäszige behörde; vor die rechte behörde gehen; sich bei der behör…

berüerde

MWB

berüerde stF. 1 ‘Tastsinn’ 2 ‘Berührung’    1 ‘Tastsinn’ der hendi unde der vuzzi biruridi SuTheol 105; daz waren die fuͤmf sinne des leibs:…

bescherde

Lexer

be-scherde stf. BMZ verhängnis, vgl. Oberl. 131 ;

beschwerde

DWB

beschwerde , f. ahd. suârida ( Graff 6, 892 ), mhd. beswærde. 1 1) onus, moles, molestia, last, mühe, schmerz, häufig im pl. gebraucht: die …

bewërde

Lexer

be-wërde stf. gewährung. ob ich eʒ lîhte in sol bewern, und sie bewerde wellent gern Msh. 3,468 b . mit gotlîcher bewerde Mart. 179,48 ;

b.hērde

MNWB

b.-hērde, m. , de gemê(i)ne b. Gemeindehirt . —

birüerde

KöblerMhd

birüerde , st. F. Vw.: s. berüerede

Bleyêrde

Adelung

bley·erde

Die Bleyêrde , plur. inus. ein verwittertes Bley, welches in Gestalt des Bleyweißes in der Erde gefunden wird.

Ableitungen von erde (1 von 1)

urerde

DWB

urerde , f. , ' die erde in ihrem ursprünglichen zustande ' Wolke, als neubildung bei Campe. grunderde ähnlich: aus diesem fruchtbaren ursto…

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APA
Cotta, M. (2026). „erde". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/erde/wander
MLA
Cotta, Marcel. „erde". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/erde/wander. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „erde". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/erde/wander.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
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