Erde vereinzelt Kleinschr, in den casus obliqui häufig -n (vgl bes B 2), öfter (bes im Jugendwerk) Erd’. — Rund 1500 Belege, davon etwa ein Drittel als Erdkreis, Welt (C), ein Drittel als Erdoberfläche, Boden (B), das verbleibende Drittel zu etwa gleichen Teilen als Erdkörper (A) u Materie (D). — Anstelle des Bildes der wankenden, (tödl) bedrohenden Erde in den frühesten Dichtungen (vgl ‘Oden an Behrisch’) tritt seit den 70er Jahren die Identität von gebärendem Schoß u verschlingendem Grab sowie die Ambivalenz der Materie in ihrer Schwere wie ihrer (Stand-)Festigkeit, zunehmend flankiert u verdrängt von der Vorstellung der ‘jung-alten Mutter’ ( GWBB36,266,11) als omnipotenter Macht (Berührung mit pansoph u hermet Lit vgl D 5). Sei es als persönl gestaltete Göttin, Element, Boden — Erde wird bei G überwiegend erlebt und begriffen als eine lebendige und lebenerzeugende Kraft. Dieses Verständnis rückt die Bedeutungen Erdboden (B), Erdreich (D 2) u Element (D 1) oft nahe zusammen, u noch das Konzept des Planeten Erde als großer Organismus (A 3) spiegelt diese Weltsicht, wie auch der seit dem MA virulente Zwiespalt zw Diesseitigkeit u Jenseitigkeit bei G zugunsten der ird Welt des Werdens u Vergehens entschieden wird (vgl C 3). Vorherrschend ist die Freude an dieser bunten Erde-Welt (vgl C 2), erwachsen aus dem Schauspiel ihres unendl Reichtums, ihrer unerschöpfl Fülle. Erde wird so, dank ihrer schöpferischen Produktivität, ein Symbol des den Wandel u die Vergänglichkeit Überdauernden (vgl A 4). A der Erdkörper, Erdball in seiner sinnl Gegenständlichkeit 1 iZshg der seit der Antike herrschenden Kosmosvorstellungen a als Planet, Teil des (in steter Wandlung begriffenen) Weltalls (in seiner unermeßl Ausdehnung, Mannigfaltigkeit sowie Gesetzmäßigkeit) Die Astronomie zeigt uns das Verhältniß der E. zu gleichen und ähnlichen Körpern des Weltraumes GWBN9,274,19 BildgErde Die E. als ein Stern. Als ein Wandelstern GWBN9,268,3 ebd Seitdem die E. im Copernicanischen System auf einem subalternen Platz erschien, so traten vor allen Dingen die übrigen Planeten in gleiche Rechte .. die Folgerung lag ganz nahe, daß die ähnlichen Gestirne .. ebenfalls mit Leben übersät .. sein müßten. Was die E. an ihrem hohen Rang verloren, ward ihr gleichsam hier durch Gesellschaft ersetzt GWBN4,119,11u20 FlH VI GWB411,216,10 ÜbUrworte GWB32,393 ItR Plp GWBN51,15,7 BeitrOpt I 24 uö in bildhafter Vorstellung als Symbol der Unerschütterlichkeit wie der Unbeständigkeit, Vergänglichkeit, mehrf ‘bewegliche E.’ Wenn ich ’mal ungeduldig werde, | Denk’ ich an die Geduld der E., | Die, wie man sagt, sich täglich dreht | Und jährlich so wie jährlich geht GWB2,290 Beispiel 2 GWBB6,322,1 ChStein 7.7.84 uö ‘Mond der E.’ für Erdtrabant, ‘Stern der E.’ für Blume, ‘Trabant der E.’ für Mond, auch im Vergl u metaphor B(DjG32,68,37) Herder [Okt 71] GWBB40,125,3 Nees 13.11.25 GWBN9,208,1 Basaltsteinbr [Nöggerath] ‘von der Sonne bis zur E.’ wohl iSv: von A bis Z GWBTgb 8.2.25 b in Übertragung auf andere Himmelskörper, auch in kosmogon Vorstellungszshg Dann treibt ihr euch, gewaltige Kometen, | In’s Weit’ und Weitr’ hinan. | .. Ihr greifet rasch nach ungeformten E-n | Und wirket schöpfrisch jung, | Daß sie belebt und stets belebter werden, | Im abgemess’nen Schwung GWB3,77 Weltseele 13 GWB3,81 Eins u Alles 17 GWB16,174 Geheimnisse 96 uö 2 als eigengestaltiger Körper in seiner materiellen Beschaffenheit, physikal Struktur, gesetzmäßigen Genese (iGz der von G abgelehnten vulkanist Theorie der Erdbildung), mehrf ‘Oberfläche der E.’ Gestalt der E. Ein Drittel Land, zwei Drittel Wasser GWBN9,270,19 BildgErde E., wie wir sie jetzt vor uns gewahr werden. Auch hier ist eine genetische Betrachtung wünschenswerth. Alles was wir entstanden sehen und eine Succession dabei gewahr werden, davon verlangen wir dieses successive Werden einzusehen GWBN9,275,20 ebd Über die Mitte der E. sind schon alle möglichen Hypothesen dagewesen. Sie sollte Feuer, Wasser oder Luft enthalten. Neuere halten ihre Mitte für metallisch GWBN9,272,3 ebd Nach meinem Anschauen baute sich die E. aus sich selbst aus; hier [bei den Vulkanisten] erscheint sie überall geborsten, und diese Klüfte aus unbekannten Tiefen von unten herauf ausgefüllt GWBN9,264,28 VerschBekenntn GWBB5,308,3 ChStein 12.4.[82] GWBN10,264 Min Geol Plp GWBB36,145,15 Schultz 5.9.22 uö iZshg mit der Kristallisationstheorie (als Grundgedanke neptunist Anschauung), der unmittelbaren Entstehung der Urgebirgsarten (Granit, Gneis, Porphyr, Basalt) durch chem Prozesse, mehrf in Kennzeichnung des Granits als ‘Grundfeste, Kern der E.’ Der ganze Bau unserer E. ist aus der Krystallisation zu erklären GWBN13,317,4 MinGeol Plp Als unsre E. sich zu einem Körper bildete, war ihre Masse in einem mehr oder weniger flüssigen Zustande .. Der Kern der E. krystallisirt sich und ist wahrscheinlich die schwerste Masse. Die äußerste Kruste des Kernes ist der Granit GWBN9,296,1u10 GesteinsLagerg GWBN9,172,12 ÜbGranit [1784] GWBN9,178,12 Granit GWBN9,305,5 EntstehgBasalt GWBN9,322 MinGeol Plp uö in Kritik mechanist, determinist Vorstellungen GWB28,70,12 DuW 11 ‘Gehalt der E.’ für Steinreich, Mineralogie GWBB27,238,13 CarlAug 19.11.16 K ‘Salz der E.’ (für Künste) nach Matth 5,13 GWB24,377,22 Wj II 7 verbunden mit Körper-, Organismusmetaphorik Ihre Grundfesten zuerst zu betrachten. Ihren Bau, ihre Gestalt. Die Osteologie der E. GWBN9,273,24 BildgErde Knochenbau der E. .. Geologie GWBN9,294,1 Verhältn zWiss [für: terrarum omnium corpus] LA II 6,26,36 FlH Seneca Plp GWBN11,307,12 DogmatismSkeptizism GWBN9,172,15 ÜbGranit uö in Vbdgn wie ‘Eingeweide der E.’, ‘Mark der E.’ für das Erdinnere, letzteres auch für Samen, Sperma Ich .. kroch mit ihm [Bergrat Baum] vorher in den Eingeweiden der E. herum GWBB5,324,19 ChStein [10.]5.82 [Meph zu Faust:] In Nacht und Thau auf den Gebirgen liegen, | .. Zu einer Gottheit sich aufschwellen lassen, | Der E. Mark mit Ahnungsdrang durchwühlen GWBFaust I 3286 GWB38,448,8 HanswurstsHochz Plp uö 3 als Sitz kosm Urkräfte, Schauplatz (widerstreitender) elementarer Gewalten diese [Granit-] Gipfel .. sind vor allem Leben .. In diesem Augenblicke, da die innern anziehenden und bewegenden Kräfte der E. gleichsam unmittelbar auf mich wirken, da die Einflüsse des Himmels mich näher umschweben, werde ich zu höheren Betrachtungen der Natur hinauf gestimmt GWBN9,174,7 ÜbGranit [Erzengel Gabriel:] Und schnell und unbegreiflich schnelle | Dreht sich umher der E. Pracht; | Es wechselt Paradieses-Helle | Mit tiefer schauervoller Nacht GWBFaust I 252 GWBN13,314,23 MinGeol Plp AA60,3 Werth1 I = Werth2 uö in Hinblick auf den Erdmagnetismus GWBN13,435,5 Magnet Plp GWBTgb 7.1.00 Gespr(Gr5,656) Sophie Schardt 2.10.05 uö im speziellen Hinblick auf die primär tellur Bedingtheit atmosphär Vorgänge (als Wirkung der als pulsierend vorgestellten Erdanziehungskraft) innerhalb der E. eine rotirende Bewegung .. ein gewisses Pulsiren .. ohne welches keine Lebendigkeit zu denken wäre .. ein regelmäßiges Ausdehnen und Zusammenziehen, das sich in vier und zwanzig Stunden wiederholt .. Oscillation .. als belebte Schraube ohne Ende .. zweite .. Bewegung, die wir einer vermehrten oder verminderten Schwerkraft gleichfalls zuschreiben, und sie einem Ein- und Ausathmen vom Mittelpuncte gegen die Peripherie vergleichen GWBN12,100,20 Witterungslehre 1825 Versuch .. die Hauptbedingungen der Witterungslehre für tellurisch zu erklären und einer veränderlichen pulsirenden Schwerkraft der E. die atmosphärischen Erscheinungen in gewissem Sinne zuzuschreiben GWBN12,109,9 ebd GWBN12,80,15 ebd GWBN11,215,10 Luft GWB30,19,14 ItR GWBN12,65,14 BaromSchwankungen uö in Berücksichtigung solaren Einflusses GWBN12,81,14 Witterungslehre 1825 4 in (myth-)personhafter Vorstellung a mythol: Gaia, die tellur Muttergottheit, Allgebärerin, auch: verleiblichte Elementarkraft der Schöpfung, mehrf ‘Mutter E.’ [Pygmäen als Erdgeburten:] Doch wir finden’s hier [im Bereich der Erdenmacht] zum besten, | Segnen dankbar unsern Stern; | Denn, im Osten wie im Westen, | Zeugt die Mutter E. gern GWBFaust II 7621 [Chiron zu Faust:] Die E. bringt ihn [Herakles] so nicht wieder [Nicht Gäa zeugt sich solche wieder Var Den zweiten zeugt nicht Gäa wieder GWBFaust II 7391] GWB152,49 Faust II Var [für: γαῖα] GWB4,324f Auf die Geburt dApollo 76u108 GWB51,35 Ein zärtlich jugendlicher Kummer 4 uö in Anspielung auf die Hierogamie, die Begattung der Erde durch den Himmel (im Vergl) GWB23,175,4 Lj VIII 3 GWB28,31,5 DuW 11 als Mutter des ‘erdentsprossenen’ Riesen Antaios u des Tityos GWB30,171,7 ItR GWB491,122,3 Philostrat Übs GWB51,286 XenNachl 119 (~ 477) [Schiller] b als erdhaft-mütterl Lebensprinzip, bergender, nährender, allerzeugender wie -vernichtender Urgrund alles Kreatürlichen, mehrf ‘Schoß der E.’ (einmal, in kosmogon Zshg, für den Beginn der Schöpfung) Was der Himmel nur Herrliches hat, was glücklich die E. | Reizendes immer gebar, das erscheint dem wachenden Träumer GWB2,128 GeweihterPlatz 5 [Faust beim Erwachen aus dem Heilschlaf:] Du, E., warst auch diese Nacht beständig | Und athmest neu erquickt zu meinen Füßen, | Beginnest schon mit Lust mich zu umgeben GWBFaust II 4681 Aus dem Samen entwickelt sie sich [die Pflanze], sobald ihn der E. | Stille befruchtender Schoos hold in das Leben entläßt GWB3,85 MetamPfl Eleg 11 GWB6,427 Div Wiederfinden Var GWB8,287,14 Egm V GWBHermDor V 211 GWBFaust I 791 GWB21,99,13 Lj I 16 ~ GWB51,86,20 ThS I 22 uö ‘Kinder der E.’ für Kräuter GWB12,58,9 Lila II ‘goldene Frucht der E.’ für Korn Achilleis 638 ‘von der E. geboren’, für bäuerl Herkunft GWBB6,163,17 Knebel 19.5.83 B die Erdoberfläche 1 das (von Menschen bewohnte) Festland iUz Meer (Gewässer); in Achilleis auch ‘heilige E.’; gelegentl in erdgeschichtl Zshg [Satyros:] Mein ist die ganze weite Welt, | .. ich herrsch’ über’s Wild und Vögelheer, | Frücht’ auf der E-n und Fisch’ im Meer GWB16,86 Satyros 172 [Meph zu Faust:] Die hohe Weisheit wird gekrönt, | Das Ufer ist dem Meer versöhnt; | .. Dein hoher Sinn, der Deinen Fleiß | Erwarb des Meers, der E. Preis GWBFaust II 11232 [Theorien der Erdbildung] Feuer .. das .. sich noch immer durch die ungestüm sowohl im Meer als auf der E. wüthenden Vulcane bethätigte GWB251,27,8 Wj II 9 Achilleis 461u608 GWBFaust II 11541 GWB12,95,24u26 Fischerin uö im Bild GWBB5,74,4 ChStein 10.3.81 in künstlerischer Darstellung als Allegorie des Leben hervorbringenden Landes (in der Tradition antiker weibl Naturgottheiten) [für: Terra] GWB44,12,28 Cell III 2 uö ebd in paarigen Vbdgn wie ‘(über) E. und Meer’, ‘(über) Meer (See) und E.’ (in Anklang an Homer), einmal als Inbegriff unbegrenzter Ferne wie Mercur, sobald er die goldnen Flügel umgebunden, über Meer und E. sich leicht nach dem Willen der Götter bewegt GWB51,279,17 ThS III 14 In der schönsten Jahrszeit entging ihnen [der Reisegesellschaft] .. keine der tausend Schattirungen, mit denen das Himmelslicht sein Firmament und von da See und E. freigebigst überspendet GWB24,356,25 Wj II 7 GWB11,208 Claud2 192 GWB16,328 iNamBürgerschKarlsbad 1810 Der Kaiserin vFrkr 28 GWBTgb 6.10.77 uö in der Begriffsdreiheit ‘Himmel, Meer und E.’, ‘Himmel, E. und Meer’ (nach Psalm 69,35; 2.Mos 20,4), auch ‘Luft, E. und Meer’ Hätte er [Petrus] fest geglaubt der Jesus habe Macht über Himmel E. und Meer, er wäre über’s Meer trocknen Fusses gewandelt B(DjG31,264,5) Langer 17.1.69 die Harmonie von Himmel, Meer und E. GWB31,91,20 ItR GWBB40,308,22 CarlAug [24.2.26] K GWB37,321,11 Falconet 2 der Erdboden, die Erdrinde a als zentrale Welt- u Daseinsgrundlage, fester, tragender, dauernder Grund; in verbalen Vbdgn wie ‘auf, an der E. stehen, sitzen, liegen, ruhen, schlafen’, ‘zur E. schicken, sinken, fallen, stoßen, legen’; in Vbdgn wie ‘sich an der E. winden, wälzen’ als Ausdruck emotionaler Bewegung; vereinzelt mit Hervorhebung des ‘nackten’ Bodens; häufig übertr auf den Fußboden eines Innenraums; auch im Bild u metaphor Wer .. auf glatten Wegen wandelt, wird leicht bemerken, daß sein Schatten nur unten am Fuß, der die E. betritt, scharf begränzt erscheint GWBN1,164,5 FlD 394 Steht er [der Mensch] mit festen | Markigen Knochen | Auf der wohlgegründeten | Dauernden E.; | Reicht er nicht auf, | Nur mit der Eiche | .. Sich zu vergleichen GWB2,81 Grenzen dMenschheit 24 [Leonore zu Antonio:] Und wenn er [Tasso] selbst die E. kaum berührt, | Berührt der höchste Lohn ihm kaum das Haupt Tasso 2030 GWB39,143,5 Götz1 V GWB21,172,10 Lj II 6 GWB23,173,19 Lj VIII 3 uö in zeichen-, symbolhafter Funktion, im Gebetsgestus, Ritus (auch in Anspielung auf den Antaios-Mythos, im Hinblick auf die dem Boden innewohnende Kraft) GWB6,240 Div Vermächtnis altpersGlaubens 24 GWB8,281,22 Egm V GWBFaust II 9609 uö in Vbdgn wie ‘von der E. vertilgen, wegtilgen, wegbrennen’, ‘von der E. wegtrinken’ scherzh für aufbrauchen [für: exterminer de la terre] GWB9,326 Mahomet 1128 GWB53,408,6 Üb:Caro,Aeneis-Übs [G?] GWBB27,7,6 Zelter 3.5.16 GWBB22,18,2 Christiane 18.1.11 uö ‘auf die E. fallen (lassen)’ iSv verlorengehen, vergeuden (nach 1. Sam 3,19) GWB21,29,27 Lj I 6 DjG35,397,21 RAnw [7.8.75] b als aktiver, ruheloser Untergrund, unfeste, trügerische Decke, durchlässige Kruste, chthonische, Geheimnis bergende Tiefe, mehrf in Polemik gegen vulkanist Theorien, auch in magischem u myth-symbolhaftem Zshg, in Vbdgn wie ‘die E. bebt, wankt’, ‘die E. reißt’ (in Anklang an das Geschehen beim Tode Christi); auch metaphor Da kommt mir ein Titanensohn, | Und packt den ganzen Hügel auf | .. (Es wankt die Erd’, dem Volk ist’s bang) GWB16,4 NeueröffnPuppensp Prol 44 Braucht man einen Vulcan, so läßt man die Gluth selbst durch die geborstene E. durchbrechen GWBN9,266,14 Versch Bekenntn [Faust beim Weinzauber:] Dass aber kein Tropfen an die E. fällt, sonst giebts ein Unglück! GWBUrfaust AuerbKeller 169 Verpflanze den schönen Baum, | .. Noch hat seiner Natur Kraft | Der E. aussaugendem Geize, | .. Ein Gegengift, widerstanden GWB4,182 1. OdeBehrisch 6 GWB4,185 3. OdeBehrisch 4 GWB16,72 PaterBrey 308 GWB30,176,24 ItR GWB251,272,11 Wj III 14 Gespr(He2,891) Riemer 1814 uö für das unterird Reich der Schatten GWB1,221 Braut vKorinth 77 verstärkend, idVbdg ‘Hölle und E.’ GWB16,4 NeueröffnPuppensp Prol 39 in einer Schwurformel [für: abisme] GWB18,171,3 Unterhaltungen c als spezif Sphäre (in der Berührung, Durchdringung von Land, Wasser, Luft), Scheidelinie, meist in Vbdgn wie ‘über, unter der E.’, ‘unter oder an der E.’, ‘unter der E. .. über der E.’, ‘an der E. .. unter der E.’ uä, auch ‘Himmel und E.’; meist in Schilderung atmosphär Gegebenheiten sowie iZshg mit Beobachtung von Wachstumsbedingungen bei Pflanzen (Verhältnis von Blatt u Wurzel, Farbgebung); auch im Bild u metaphor Das Wetter fährt fort, über allen Ausdruck schön zu sein .. Über der E. schwebt ein Duft des Tags über, den man nur aus Gemählden und Zeichnungen des Claude [Lorrain] kennt GWB30,275,21 ItR ~ GWBB8,203,15 ChStein 19.2.87 Germination und Gemmation. Unter der E. Über der E. Horizontal Streben Vertical Stengel Strecken GWBN13,134,22f Morph Plp Hierüber [üb Parasitenpflanzen] geben Sie uns nächstens gewiß die erfreulichsten Aufschlüsse; wie schön wird es Licht über und an der E. GWBB39,112,19 Martius 8.2.25 GWBN6,310,7f PhysiolPfl GWBN7,11,21u23 Morph Vorarb 1 GWB251,26,7 Wj II 9 uö in einer Rechtsformel: ‘alles unter und über der E.’ DjG33,373,28 RAnw [24.7.73] ‘unter der E.’ iSv untertage GWBB7,77,23 ChStein 18.8.85 GWBB23,405,3 Meyer 21.7.13 uö idVbdgn ‘auf gleicher E.’, ‘von der E. (an)’ iSv Höhe, Niveau, auch im Bild Tasso 1558 GWB31,16,18 ItR uö ‘auf der (flachen) E.’, ‘(auf) gleicher E.’ iSv zu ebener Erde, ebenerdig, auch: im Erdgeschoß GWB30,110,7 ItR GWB30,59,18 ItR ~ GWBT1,194,20 v 16.9.86 GWB29,23,6 DuW 16 GWB33,133,8 Camp GWB26,254,12 DuW 4 uö idVbdg ‘der E. gleich machen’ iSv vernichten GWB36,168,26 TuJ ‘platte E.’ für den Bereich des Alltäglichen GWB22,342,15 Lj VI 3 der vom Menschen bearbeitete, ihm vertraute, heimatl Grund, Nähr-, Mutterboden sowie die daran gebundene bäuerl Sphäre, auch im Bild a als Gegenstand menschl Nutzung, Pflege, Sorge, in Vbdgn wie ‘in die E. stecken, setzen, senken’, ‘der E. (an)vertrauen’, auch idWdgn ‘die E. bauen’, ‘sich der E. verschreiben’, ‘zur E. bestatten’ So ist die E., weder als ein todter Schollen noch als eine aus sich selbst immer gleich hervorbringende Maschine anzusehen, der Mensch ist vorzüglich dabey zu betrachten A1,161,3 Votum [16.8.81] jener ist auch mir werth, der ruhige Bürger, | Der sein väterlich Erbe mit stillen Schritten umgehet, | Und die E. besorgt, so wie es die Stunden gebieten GWBHermDor V 21 Rath Reiffenstein .. behauptete: in die E. gesteckt müsse jeder [Zweig] sogleich fortwachsen GWB32,47,4 ItR = GWBN6,124,16 BotanStudien [1831] sie [Einwohner im frz Jura] gehören fast als Leibeigne an die Canonicos von St.Claude, sie sind an die E. gebunden GWBB4,106,12 ChStein 28.10.79 ~ GWB19,235,20 BrSchweiz II GWBB5,312,2 Knebel 17.4.82 Gespr Eckerm 16.3.30 GWB26,213,14 DuW 4 GWBReinF I 254 uö ‘umgekehrt in die E. pflanzen’ für töten GWB39,99,22 Götz1 III ~ GWB8,99,9 Götz2 b idVbdgn ‘Acker, Ar E.’ als Flächenmaß A1,228,27 Ausarbeitg übGesch dGeneralrevision [Anf Apr 83] A(JbGG6,208) Merkzettel [1798] uö 4 Landstrich, Gegend, Land (als geogr Region); auch ‘neueste E.’ Wenn ich in diesem schönen Lande [Ital] .. eines heitern Himmels, einer schönen E. .. genieße GWBN13,427,4 Naturlehre daß die Sonne das östliche Land nicht versengt .. dagegen aber die südliche E. .. so glühend heiß bescheint GWB412,33,30 Eurip,PhaethonVersuch GWBFaust II 11566 GWBB25,17,3 Christiane 13.8.[14] uö idVbdg ‘rote E.’ für Westfalen GWB131,340,3 Götz3 V ~ GWB132,338 Var C der Erdkreis, die ird Welt 1 in Korrelation mit dem Makrokosmos (in Beziehung zum Mikrokosmos, dem Menschen) a in den Begriffspaaren ‘Himmel und E.’, ‘E. und Himmel’ für den Gesamtbereich des Kosmos (als Schöpfungstat Gottes) Gott, der Schöpfer und Erhalter Himmels und der E-n GWB26,43,11 DuW 1 Himmel und E. befolgt ewiges, festes Gesetz, | Jahre folgen auf Jahre, dem Frühlinge reichet der Sommer, | Und dem reichlichen Herbst traulich der Winter die Hand GWB1,283 Euphrosyne 70 [Faust bei Betrachtung des Makrokosmos-Zeichens:] Wo fass’ ich dich, unendliche Natur? | Euch Brüste, wo? Ihr Quellen alles Lebens, | An denen Himmel und E. hängt GWBFaust I 457 [Prometh:] Könnt Ihr [Götter] den weiten Raum | Des Himmels und der E. | Mir ballen in meine Faust? GWB39,196 PromethFragm 1773 Vs 38 Wohl sagst du daß der Mensch Gott und Satan Himmel und E. alles in Einem sey; denn was sind diese Begriffe anders als Conzepte die der Mensch von seiner eignen Natur hat GWBB5,108,20 Lavater [9.?4.81] AA61,13 Werth I GWBFaust I 3284 GWBIph2 1322 ~ GWB39,371,8 Iph1 III 3 GWB3,74 Prooemion 25 uö ‘Himmel und E. vergehen, verschwinden (jdm)’, metaphor iSv das Bewußtsein für die Umwelt verlieren, auch: ohnmächtig werden GWB16,88 Satyros 208 GWBB3,237,25 Merck 5.8.78 uö in eschatolog Zshg GWBN1,319,17 FlD 798 in Kritik eines mechanist Weltbildes GWBN4,119,9 FlH VI Fontenelle abgeblaßt iSv alle Welt, alle(s), auch in Gruß u Verwünschungsausruf GWB17,73,4 TriumphEmpfindsamk VI GWB39,204 PromethFragm 1773 Vs 234 GWB38,105,15 ErwElm1 uö b Himmel (bzw Äther) u Erde als gegenüberstehende, aufeinander bezogene Teile der Schöpfung, kosm Regionen, Seinshemisphären (in ihrer Harmonie wie in der Dualität von göttl Oben und ird Unten), mehrf (mit bibl Anklang) ‘im Himmel (Äther) und auf E-n’ [Faust erblickt das Zeichen des Makrokosmos:] Wie alles sich zum Ganzen webt, | .. Wie Himmelskräfte auf und nieder steigen | .. Mit segenduftenden Schwingen | Vom Himmel durch die E. dringen, | Harmonisch all’ das All durchklingen! GWBFaust I 452 wie höchst schätzbar die Natur auf allen ihren Stufen sei, da wo sie mit dem Haupte den göttlichen Himmel, und da wo sie mit den Füßen die thierische E. berührt GWB492,11,12 MyronsKuh Will ich, die Blumen .. was reizt und entzückt .. den Himmel, die E. mit Einem Namen begreifen — | Nenn’ ich Sakontala [Drama des Kalidasa] dich, und so ist alles gesagt GWB4,122 [Korr 53,531] Will ich die Blumen 3 GWB131,117 ProlBln 1821 Vs 63 GWBB3,61,9 Gfin Stolbg 16.5.76 GWBB10,36,2 Herder uFr 16.10.92 GWBB48,187,26 Zelter 24.4.31 GWBFaust I 1899 uö mit Einbeziehung der ‘Hölle’ GWB38,358,13 FGA Fall der erstenMenschen [G?] im Bild des Regenbogens (als Symbol für die Verbindung von Himmel u Erde) GWBB24,353 Cotta 7.2.14 K GWB16,327 DerKaiserin vFrkr 13 häufiger ‘zwischen Himmel und E.’; als unbest Zwischenbereich, konkr (Zwischen-)Raum zw den Sphären [Faust zu Wagner:] O gibt es Geister in der Luft, | Die zwischen Erd’ und Himmel herrschend weben GWBFaust I 1119 GWBB3,162,15 ChStein [6.]7.[77] uö 2 als belebte (Gott-)Natur in der bunten Vielfalt u Fülle ihrer Erscheinungen (in einer sinnvollen, auf dem Gesetz von Dauer u Wechsel beruhenden Ordnung), in Korrespondenz zum fühlenden Ich, mit Charakterisierungen wie ‘schön, lieb, gottbesät, beblümt, blühend’ Und Freud’ und Wonne | Aus jeder Brust. | O Erd’, o Sonne! | O Glück, o Lust! GWB1,72 Wie herrlich leuchtet 11 [Orest:] sie [Erinnyen] .. berechtigt zum Verderben, treten | Der gottbesäten E. schönen Boden, | Von dem ein alter Fluch sie längst verbannte GWBIph2 1067 ~ GWB39,362,4 Iph1 III 1 [Bakkalaureus zu Meph:] Die Welt sie war nicht eh’ ich sie erschuf; | Die Sonne führt’ ich aus dem Meer herauf; | .. Die E. grünte, blühte mir entgegen GWBFaust II 6798 GWB2,115 So laßt mich scheinen 3 GWBIph2 587 ~ GWB39,344,5 Iph1 II 1 GWB1,68 Willk u Abschied 3 uö personalisiert, idVbdg ‘Geist der Erde’ (s Erdgeist) GWBFaust I 461 3 als dem Menschen zugewiesener Daseins- u Wirkungsraum, Herrschafts-, Einflußsphäre höherer Mächte, Stätte ird Glücks wie Leids, Inbegriff des Diesseits, mehrf auch im expliziten Gegensatz zur über- bzw unterird Sphäre; in Altersbr öfter im Ausdruck positiver Selbstvergewisserung, in Vbdgn wie ‘(zusammen) auf der, dieser E. leben, wandeln, verweilen, wirken’; häufig ‘auf der (ganzen) E.’, auch in Gen-Metaphern wie ‘der E. Glück’, ‘der E. Freuden’, ‘der E. Dornenlabyrinth’, ‘Kreis der E-n’ für Erdkreis; mehrf ‘Himmel auf E-n’ a daß dem Abgestorbenen immer etwas Belebtes folge, und der Antheil der Menschen an dieser E. niemals erlöschen könne GWB35,43,15 TuJ [Epimeth zu Prometh:] Der Götter Vorschlag | .. Sie wollen dir Olympus Spitze räumen, | Dort sollst du wohnen, | Sollst der E. herrschen! GWB39,198 PromethFragm 1773 Vs 66 Und so lang du das nicht hast, | Dieses: Stirb und werde! | Bist du nur ein trüber Gast | Auf der dunklen E. GWB6,28 Div Selige Sehnsucht 20 [Faust in der Osternacht:] O tönet fort ihr süßen Himmelslieder! | Die Thräne quillt, die E. hat mich wieder! GWBFaust I 784 GWBFaust I 465 [Zit s v Erdenweh] GWBB38,31,3 AHumboldt 27.1.24 K GWB16,91 Satyros 269 GWBFaust I 1859 GWBNatT 1720 GWB16,277 Maskenz 1818 Festz 449 GWB20,149,8 Wv I 13 GWB18,266,5 Märchen uö in Anklang an antike (speziell: homerische) Vorstellungen idVbdgn ‘weite, unendliche E.’ GWBIph2 633 [Welt GWB39,345,20 Iph1 II 1] AA88,21 Werth1 II GWBB2,119,25 Röderer [Herbst? 73] uö im Topos des goldenen Zeitalters, idVbdgn ‘junge, freie E.’1) GWB11,394,17 Elp1 II 2 ~ GWB11,42 Elp2 938 [G/Riemer] Tasso 981 in der tautolog Vbdg ‘irdische E.’ GWBB45,290,15 Willemer uFr 12.6.29 in Anspielung auf das vierte Gebot GWBB3,187,23 Fahlmer [16.]11.77 uö idVbdg ‘auf Gottes (..) E.’ in Reminiszenz an den christl Schöpfungsmythos GWB38,93,3 ErwElm1 GWB16,426 HSachsPoetSdg 82 Var häufig in metaphor Umschreibungen: ‘Herr(en), Könige, (Mächtige u) Große der, dieser E.’ für die Mächtigen der Welt, auch iron; ‘der E-n Sonne’ im panegyr Stil des pers Gedichts in deinem zerrütteten Gehirne dein Elend .. wovon alle Könige der E. dir nicht helfen können AA110,23 Werth II Die Großen dieser E. bedaure ich eher als daß ich sie schelte GWBB49,385,8 Haydon 1.12.31 K GWB16,92 Satyros 282 GWBB20,194,14 Zelter 30.10.08 GWB28,124,13 DuW 12 GWB7,245,3 DivNot Übs [Kosegarten/G] uö ‘Gott, Götter der E.’ für den (vernunftbegabten) Menschen mit herrscherl Befugnissen GWB21,108,11 Lj I 17 GWB2,129 Der Park 3 b metonym für das Menschengeschlecht, die Menschheit, auch ‘der E. Tränen’ sie [die Pietät] würde, wenn sie durch ein Wunder augenblicklich in allen Menschen hervorträte, die E. von allen den Übeln heilen, an denen sie gegenwärtig .. krank liegt GWB412,134,9 Üb:Salvandy,DonAlonzo GWBNatT 2539 GWB3,172 Parabol 2 Vs 4 Achilleis 556 uö 4 als geogr, polit Raum, mehrf ‘sich über die E. (ver)breiten, ausdehnen’, ‘ganze E.’, auch in Gen-Metaphern wie ‘Schachspiel dieser E.’ Niemals tadl’ ich den Mann, der immer, thätig und rastlos | Umgetrieben, das Meer und alle Straßen der E. | Kühn und emsig befährt GWBHermDor V 16 die auf der E. verbreiteten Nationen sind so wie ihre mannichfaltigen Verzweigungen als Individuen anzusehen GWB411,217,12 ÜbUrworte GWBB6,378,3 CarlAug 28.10.84 GWB28,215,26 DuW 13 GWB26,207,21 DuW 4 uö nach antiker Vorstellung: ‘am Rande, an dem Ende der E.’ ua GWB412,34,2u13 Eurip,PhaethonVersuch Achilleis 64u485 uö ‘alte E.’ für Alte Welt, Europa GWB251,178,7 Wj III 9 im Munde Mephistos bewußt doppeldeutig, im Hinblick auf die Erde als Machtsphäre u ird Region (iGz den ‘luftigen Räumen des Olymps’) GWBFaust II 6030 D das Medium Erde 1 das Element a als Urpartikel, Grundsubstanz der sinnl Welt, Inbegriff der unbelebten (wenngleich wandlungsfähigen) Materie (in ihrer Schwere, Starrheit, Härte wie ihrer Ruhe, Festigkeit u Verläßlichkeit) sowie (nach mythol Vorstellung) der stoffl Seite des Menschen Die Uranfänge der sinnlich erscheinenden Dinge vierfach einzutheilen, Feuer, Wasser, Luft und E., einander gegenüber zu stellen, ist einer sinnlich-tüchtigen, gewissermaßen poetischen Anschauung keineswegs zu verargen GWBN51,387,19 Fl Nachtr die alte Eintheilung .. Vier Elemente .. Luft das alles Umgebende. Feuer das alles Durchdringende. Wasser das alles Belebende. E. das in allem Sinn zu Belebende GWBN11,212,22 AtomismDynamism Sie [die Natur] hüllt den Menschen in Dumpfheit ein, und spornt ihn ewig zum Lichte. Sie macht ihn abhängig zur E., träg und schwer, und schüttelt ihn immer wieder auf GWBN11,8,1 Natur [Tobler?] [Schmiede:] E. sie steht so fest! | Wie sie sich quälen läßt! | Wie man sie scharrt und plackt! | Wie man sie ritzt und hackt! | Da soll’s heraus GWBPand 189 LA II 6,26,32 FlH Seneca Plp GWBB6,391,7u9 Knebel [17.11.84] GWBB9,7,28 Heyne 24.7.88 Pand 1062 uö in Adaption antiker Natursymbolik [für: terra] GWB44,319,12 CellAnh VIII 1 in Nennung der vier Elemente für den Bereich des Irdischen insgesamt GWB2,217 GottGemüt Welt 56 b als (symbolisch gefaßte) Kraft der schöpferischen Natur (im Gegen- od Miteinander, im Kreislauf der Elemente), Schöpfungs- u Formprinzip Die Elemente sind die Willkür selbst zu nennen; die E. möchte sich des Wassers immerfort bemächtigen und es zur Solidescenz zwingen, als E., Fels oder Eis, in ihren Umfang nöthigen. Eben so unruhig möchte das Wasser die E. die es ungern verließ, wieder in seinen Abgrund reißen GWBN12,103,2f u 5 Witterungslehre 1825 Treten wir ihrer [der Natur] Macht zu nahe, wenn wir behaupten: sie habe ohne Wasser keine Fische, ohne Luft keine Vögel, ohne E. keine übrigen Thiere hervorbringen können, so wenig als sich die Geschöpfe ohne die Bedingung dieser Elemente existirend denken lassen? GWBN7,222,18 Allg Vergleichungslehre [Meph zu Faust:] Der Luft, dem Wasser, wie der E-n | Entwinden tausend Keime sich, | Im Trocknen, Feuchten, Warmen, Kalten! GWBFaust I 1374 [Huri zum Dichter:] Wir sind aus den Elementen geschaffen, | Aus Wasser, Feuer, Erd’ und Luft | Unmittelbar; und irdischer Duft | Ist unserm Wesen ganz zuwider GWB6,257 Div Deine Liebe, dein Kuß 9 GWB2,68 Wandrers Sturmlied 30 GWB2,217 GottGemütWelt 52 GWBB41,247,6 CarlAug 5.12.26 uö ‘Sohn des Wassers und der E.’ für Schlamm (als Urstoff der Zeugung)2) GWB2,68 Wandrers Sturmlied 31 als heiliges Element der parsischen Naturreligion ihre [der Parsen] Religion ist durchaus auf die Würde der sämmtlichen Elemente gegründet .. Daher die heilige Scheu das Wasser, die Luft, die E. zu besudeln GWB7,21,3 DivNot ÄltPerser GWB6,241 Div Vermächtnis altpersGlaubens 49 c in bildl Kontext als Symbol für die ird Schwere, des Gebundenseins an die Materie (u damit an die Vergänglichkeit), überwiegend iZshg mit G-s Vorstellung des Aufsteigens u Fallens als Phänomen der Steigerung Und so soll ich die Bramane, | Mit dem Haupt im Himmel weilend, | Fühlen Paria dieser E. | Niederziehende Gewalt GWB3,14 PariaLegende 115 Chiron .. den thierischen Leib an der E. .. Angesicht und Augen sind aufwärts gerichtet GWB491,319,28 TischbeinsIdyllen [Faust:] Nun aber bricht aus jenen ewigen Gründen | Ein Flammen-Übermaß .. | So daß wir wieder nach der E. blicken, | Zu bergen uns in jugendlichstem Schleier GWBFaust II 4713 Es scheint daß die meisten Naturen die kleine Portion der idealischen Ingredienzien durch ein falsches Streben gar bald aufzehren und dann durch ihre eigne Schwere wieder zur E. zurückkehren GWBB13,110,12 Schiller 7.4.98 GWB3,100 Howards Ehrengedächtnis 49 GWBFaust II 11973 GWB48,208,15 MuR(1088) GWB24,232,16 u 240,24 Wj II 1 uö in bibl Anklang (ua 1.Mos 3,19 u Pred 12,17) Jetzt werd ich täglich mehr leibeigen, und gehöre mehr der E. zu der wir wiederzukehren bestimmt sind GWBB5,129,2 Kestner 30.5.81 2 der Naturstoff: Erdreich, Erdkrume a als natürl Teil der Erdoberfläche, (allgegenwärtige, kulturfähige) Substanz, Lebensgrundlage pflanzl Wachstums, mit Charakterisierungen wie ‘verwittert, fruchtbar, leicht, (tonig-)kalkig’, ‘fahl als wie die E.’ für erdfahl (sd), mehrf ‘in E. säen, setzen’, auch ‘E. mit E. häufen’ [Sphinxe:] Wie ein Atlas an Gebärde, | Hebt er [Seismos] Boden, Rasen, E. GWBFaust II 7539 Samen, welche .. in E. gesäet worden GWBN7,318 Versuche übWachstum dPfl Fest steh’ dein Sarg in wohlgegönnter Ruh; | Mit lockrer E. deckt ihn leise zu GWB16,140 MiedingsTod 212 Hinter Monreale .. Der Kalkstein zeigte sich roth, die verwitterte E. .. deßgleichen. Diese rothe thonig-kalkige E. ist weit verbreitet GWB31,150,18f ItR ~ GWBT1,336,17f v Apr 87 Achilleis 419 GWBB24,360 JFJohn Febr 14 GWB12,278 VereitelteRänke 586 [G/Vulpius?] GWB31,161,11 ItR uö in Hindeutung auf Grab, Tod, bes iVbdg mit ‘kalt’ uä [Abschiedsbrief Werthers:] Todt, Lotte! Eingescharrt der kalten E., so eng, so finster! AA147,5 Werth1 II GWB1,225 Braut vKorinth 168 AA139,2 Werth II [ AAJw3,61,16 GesängeSelma: Grab] uö metaphor, in Anklang an Matth 4,3; mBez auf dichterische Produktion GWBB5,78,8 ChStein 11.3.[81] b als magische, segenspendende Materie [Abbé bei Mignons Beisetzung:] wir haben .. die wenige E. geweihet, die in ihrem Kopfkissen verborgen ist GWB23,257,17 Lj VIII 8 GWB341,60,4 RheingauHerbsttage GWB14,297,23 Faust I Plp ‘den Mund mit E. verstopfen’ anstelle der Kommunion [für: aveva piena la bocca di terra] GWB43,103,22 Cell I 7 3 spezif Erdart a iZshg mineralog Klassifizierung (in Anlehnung an zeitgenöss Mineralsysteme, vgl s v Erdart), in Vbdgn wie ‘grüne, bituminose E.’ Dieser Stein [Rauchwacke] geht stellenweise in jene fette zerreibliche E. [Schaumkalk von Rubitz] über GWBN9,212,7 AnLeonhard 18.11.08 Quarz in Quarz mit Feldspat .. 8. Ähnliches von grüner Farbe, schon auf grüne E. [Mineral der 1. Klasse des Wernerschen Systems] hindeutend GWBN10,114,14 AltenbergerSuite GWBB12,376,8 JGLenz 10.12.97 GWBB28,435 Boisserée 17.10.17 K uö idVbdg ‘E-n und Steine’ wohl für die 1. Klasse des Mineralsystems GWBN11,238,20 Optik b für Farberden: Farbstoffe aus Metallkalken, natürl Erdpigmenten als Farbmittel zum Malen, Färben, meist spezifizierend: ‘Rote, Veronesische, Kasseler, Kölnische E.’ auch ‘E. auf E. malen’ die pontische Sinopis [Rötel aus Sinope], ohne Zweifel eine rothe E. wie die neapolitanische GWBN3,88,23 FlH II Kolorit griechMaler [Meyer] GWBN3,103,2f FlH II Kolorit griechMaler [Meyer] GWBN3,36,17 FlH I Theophr GWBN52,125,2u11f Fl II Plp Gespr(He5,212) Riemer 1.3.05 uö c für Form-, Töpfererde, Ton, (im Hinblick auf best Qualitäten) auch spezifiziert wie: ‘florentinische, französische E.’; ‘gebrannte E.’ für Terrakotta (überwiegend in Cell), pl auch metonym für Abb davon ich machte sie [Modelle] von E. [di terra] GWB44,49,21 Cell III 5 Abgüsse von manchen schönen Werken gebrannter E. [in G-s röm Wohnung] GWB32,323,6 ItR GWBTgb 12.9.26 [für: terra di Francia] GWB44,129,2 Cell III 10 [für: terra di Firenze] GWB44,175,10 Cell IV 4 GWBN52,144,6 Fl Plp uö ‘weiße E.’ für Kalkerde, Gips [für: terra bianca] GWB44,31,15 Cell III 3 d iSv Staub, Pulver GWBN6,439,1 EntomologStudien 4 chem: Grunderden, (mit den zeitgenöss Methoden nicht weiter zerlegbare) Grundstoffe, Oxide der Erdmetalle (Silizium, Aluminium, Magnesium, Kalzium, Barium), auch ‘unzerlegte, reine E-n’, ‘eigentliche E-n’ (Alaun-, Zirkon- ua Erden einschließend) Die bekannten unzerlegten E-n sind in ihrem reinen Zustand alle weiß. Sie gehn durch natürliche Krystallisation in Durchsichtigkeit über; Kieselerde in den Bergkrystall, Thonerde in den Glimmer GWBN1,203,19 FlD 496 Farblosen E-n, besonders dem Alaun, kann jede specificirte Farbe leicht mitgetheilt werden GWBN1,233,23 FlD 585 GWBN1,207,1u6 FlD 505 GWBN51,85,20 Chromat Sätze GWBB20,19,4 CWolzogen 24.2.08 uö 5 alchimist: ‘jungfräuliche E.’, terra virginea, die ‘prima materia’ (als Essenz des Lapis Philosophorum, durch die sich Metalle umwandeln lassen), die (allgegenwärtige, aber ungreifbare) Urmaterie od -kraft, Basis u Fundament aller Dinge, auch der Elemente3) GWBN3,208,23 FlH IV GWB27,207,8u24 DuW 8 → GWBAckererde GWBAlaunerde GWBBittererde GWBBlättererde GWBChloriterde GWBDammerde GWBFarbenerde GWBFlugerde GWBGartenerde GWBGotteserde GWBGrünerde GWBGrunderde GWBHolzerde GWBKalkerde GWBKieselerde Muschel- GWBPorzellan- GWBSchaum- GWBSchwer- GWBStrontian- GWBTalk- GWBTon- GWBWalker- GWBWasser- GWBZiegel- Sonn- Mond- Erd- und Planetenstellung Syn zu A GWBErdball GWBErdenrund GWBErdgebäude GWBErdkörper GWBErdkugel GWBPlanet GWBterra GWBWeltkörper GWBWeltkugel zu A 1 b GWBGestirn GWBStern GWBWandelstern zu A 4 GWBGäa GWBMutter GWBTellus zu B GWBErdboden GWBErdkruste GWBErdoberfläche GWBErdrinde zu B 1 GWBErdfläche GWBErdreich GWBFestland GWBLand zu B 2 GWBBoden GWBGrund GWBUntergrund zu B 2 b GWBAbgrund GWBTiefgrund zu B 3 GWBErdboden GWBErdraum GWBErdreich GWBErdscholle zu B 4 GWBErdfläche GWBErdregion GWBErdscholle GWBGegend GWBLand GWBLandstrich zu C GWBErdball GWBErdenrund GWBErdenwelt GWBErdkreis GWBErdraum GWBErdstrich GWBWelt GWBWeltkreis zu C 1 a GWBAll Makrokosmos GWBUniversum GWBWeltall GWBWeltganze zu D GWBMaterie GWBStoff zu D 1 b GWBDreck zu D 2 GWBErdenbutze GWBErdenkloß GWBErdreich GWBErdscholle GWBKlumpen zu D 3 b GWBErdfarbe GWBFarbenerde zu D 3 c GWBLehm GWBTon zu D 5 GWBMaterie(erste allgemeineM.) 1) Tasso in Anlehnung an Guarinis ‘II pastor fido’, IV, gegen Schluß: il pargoletto mondo 2) die Entstehung der Lebewesen, des Menschen auf dem Wege der Urzeugung, aus Wasser/ Erde, Schlamm ist eine alte Vorstellung der griech Philosophie (Anaximander, Anaxagoras, Demokrit ua) 3) weiterführende Hinweise bei UGaier, G-s Faust-Dichtungen, 1, 1989,288f u 313fArmin Giese A. G.