Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gezierde f.
gezierde , f. , auch n., verstärktes zierde ( s. d. ), dem es anfangs nur zögernd zur seite tritt. schon in der mittelhochd. zeit unter den einschlägigen substantivbildungen die bevorzugte, erreicht sie den höhepunkt im übergang zur neuhd. zeit, in der sie dann rasch abstribt. in der bedeutungsentwicklung zeigt gezierde noch mehr übergänge und gegensätze als gezier: zusammenfassende neben sondernder wirkung, sachbedeutung neben einem thätigkeitsbegriff, abstraction neben bildlicher auffassung. die abgrenzung unseres vollwortes gegen seine concurrenzformen läszt sich jedoch unter diesen gesicht…