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goldgrund

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

goldgrund m.

Bd. 8, Sp. 788
goldgrund, m. 11) fundstelle für natürliches gold, vor allem in gewässern, vgl. grund II A 3 a: so wern durch zuflotzung des wassers an irem eygentum zu Otterstat angestanden ein golt- und ein salmengrunde (v. j. 1487) d. dtsche bauernkrieg, aktenbd. (1935) 18 Franz; bei eynem flusz, hiesz Pactalon, welcher doch damalen (noch) nitt eyn goltgrundt hatt Wickram w. 8, 89 Bolte; von goldgründen desz Rheins Meurer jag- u. forstrecht (1582) 103b; goldgründe, da gegoldet wird Schottel haubtspr. (1663) 567; der rothe, reichhaltige goldgrund (boden) Ritter erdkde (1822) 3, 659. im bilde: was denn hinter und unter diesem meer von fluthen und meinungen endlich ... gewisser grund, gold- und felsengrund sei Herder 10, 281 S. 22) maltechnische bezeichnung, vgl. grund I G 2. 2@aa) 'untergrund aus farbe und firnisz bei der vergoldung'. 'solche farbe wird der goldgrund genennet' allgem. haush.-lex. (1749) 1, 610; vgl. auch Frisch wb. (1741) 1, 360b: (man) trägt dann den goldgrund (goldfarbe, goldleim), der aus gekochtem leinöl und ocker besteht, sorgfältig mit einem pinsel auf. nach sechs ... stunden ist der goldgrund ziemlich abgetrocknet Muspratt chemie (1888) 3, 1835; im bilde: die ram (des spiegels) mach ich von holtz, an dem der herr sein leben hie für die sünder lies. ich fasz sie: brauch an stat des goldgrunds gottes huld Rompler v. Löwenhalt erstes gebüsch s. reimget. (1647) 208. 2@bb) seit dem ende des 18. jhs. bezeugt als bezeichnung für den goldenen hintergrund auf gemälden, mosaiken und glasschmuck, vgl. goldgrund le fond d'or stoff mit seidenen blumen auf goldgrund Schwan nouv. dict. (1783) 1, 776a: was die art betrifft, wie diese bilder zu mahlen wären ..., graue figuren auf goldgrund (1801) Göthe IV 15, 264 W.; im (Kölner) dombild erscheint keine perspective, weil der reine goldgrund alles abschlieszt I 49, 1, 17; prachtbilder ihrer schönheit, auf goldgrund gemalt Jean Paul 27, 64 (Hempel); es ist ein bild, wie still und heisz es alte meister hegten, kunstvolle mönche, und mit fleisz es auf den goldgrund legten Annette v. Droste-Hülshoff ges. schr. 1, 114 Schücking; ihre (der tür) zwei felder waren mit tafeln von blauem glas auf einem goldgrunde belegt Jung-Stilling s. schr. (1835) 4, 221; dieses ganze ... umgiebt sich mit malerischer zierde: buntem marmor, mosaikfuszböden, ..., goldgrund Fr. Th. Vischer ästhetik (1846) 3, 300; der goldgrund der byzantinischen mosaiken ist nicht mehr reliefgrund, sondern idealer raum Schmarsow grundbegr. d. kunstwiss. (1905) 325; die schönen alten ... gläser mit den ... silhouetten und landschaften auf gold- und silbergrund gezeichnet Marie Grengg Niederösterr. (1937) 27. übertragen, besonders vom abendlich leuchtenden himmel: so dasz ihre häupter auf dem goldgrunde des abendhimmels schwebten G. Keller ges. w. (1889) 6, 113; alles (in dem gedicht) in den spiegelhellen goldgrund der phantasie gefaszt Görres ges. schr. (1854) 3, 359; so scheint durch diese namen aus heldensage und legende der verblichene goldgrund der göttersage hindurchzuschimmern Laistner nebelsagen (1879) 114. —
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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Goldgrund

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Goldgrund , des -es, plur. die -gründe. 1) Bey den Mahlern und Vergoldern, diejenige Farbe, auf welche das Goldblätt…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Goldgrund

    Goethe-Wörterbuch

    Goldgrund (blatt)goldener Hintergrund (in byzantinischer Tradition stehender) mittelalterl-abendländischer Gemälde; auch…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Goldgrund

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Goldgrund heißt die gleichmäßig vergoldete Fläche, die den Andachtsbildern des Mittelalters zum Hintergrund diente. Die …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit goldgrund

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von goldgrund 2 Komponenten

gold+grund

goldgrund setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

goldgrund‑ als Erstglied (2 von 2)

goldgrundiert

DWB

goldgrundiert , part. adj. , mit goldgrund versehen: goldgrundirte, heftig bunte gemälde Immermann 6, 146 Boxb., vgl. 11, 115; dieser orient…

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Cotta, M. (2026). „goldgrund". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/goldgrund/dwb
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Cotta, Marcel. „goldgrund". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/goldgrund/dwb. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „goldgrund". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/goldgrund/dwb.
BibTeX
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