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Goldgrund

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Goldgrund

Bd. 8, Sp. 98
Goldgrund heißt die gleichmäßig vergoldete Fläche, die den Andachtsbildern des Mittelalters zum Hintergrund diente. Die Bedeutung des Goldgrundes beruht wohl auf dem Bestreben, dem Bilde durch das kostbare Gold auch einen größern Wert zu verleihen. Er hat auch einen künstlerischen Reiz, weil die von der warm glänzenden Fläche sich abhebende Gestalt wie von der Wirklichkeit losgelöst und isoliert erscheint; besonders erweist er sich da von schöner Wirkung, wo Figuren in architektonischer Umrahmung ausgeführt sind. Der G. kam durch die Mosaiken der Byzantiner auf, ging von da auf die Miniaturmalerei, die Malerei mit Leim-, Tempera- und Ölfarben über und war bei den Italienern noch bis gegen Ende des 15. Jahrh. auf Andachtsbildern fast ausschließlich üblich, bis die durch die Brüder van Eyck vorbereitete realistische Auffassungsweise auch in Italien zum Durchbruch kam. Auch in neuerer Zeit ist der G. in kirchlichen Wandmalereien und in Tafelbildern kirchlichen Inhalts vielfach wieder zur Anwendung gekommen. Künstlerisch hervorragende Beispiele sind die Wandmalereien im Dom zu Speyer und in der Altlerchenfelder Kirche zu Wien.
1140 Zeichen · 10 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Goldgrund

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Goldgrund , des -es, plur. die -gründe. 1) Bey den Mahlern und Vergoldern, diejenige Farbe, auf welche das Goldblätt…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Goldgrund

    Goethe-Wörterbuch

    Goldgrund (blatt)goldener Hintergrund (in byzantinischer Tradition stehender) mittelalterl-abendländischer Gemälde; auch…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Goldgrund

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Goldgrund heißt die gleichmäßig vergoldete Fläche, die den Andachtsbildern des Mittelalters zum Hintergrund diente. Die …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit goldgrund

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von goldgrund 2 Komponenten

gold+grund

goldgrund setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

goldgrund‑ als Erstglied (2 von 2)

goldgrundiert

DWB

goldgrundiert , part. adj. , mit goldgrund versehen: goldgrundirte, heftig bunte gemälde Immermann 6, 146 Boxb., vgl. 11, 115; dieser orient…

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Cotta, M. (2026). „goldgrund". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/goldgrund/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „goldgrund". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/goldgrund/meyers. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „goldgrund". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/goldgrund/meyers.
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