lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

pfeil

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
19 in 14 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
13
Verweise raus
11

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

pfeil m.

Bd. 13, Sp. 1655
pfeil, m. sagitta, ahd. phîl, fîl, mhd. phîl, pfîl, nhd. pfeil (das pfeil S. Dach 412 Öst., danach plur. pfeiler Wittenweiler ring 52b, pfeilger F. Müller 395 Seuffert), ags. nd. pîl, isl. (seit dem 15. jahrh.) pîla f.; entlehnt aus mlat. pilus (Graff 3, 332), lat. pilum, wurfpfeil, wurfgeschosz, wofür das altgermanische, mit lat. arcus urverwandte wort für pfeil (goth. arhvazna, ags. earh aus earhv, altn. ör) verloren gieng. Kluge 252a. vgl. das westgermanische strahl. 11) im eigentlichen sinne das aus rohr, holz oder eisen verfertigte, vorn mit einer (bisweilen mit widerhaken versehenen, auch vergifteten) spitze, hinten meist mit zwei oder vier reihen federn zugerüstete, im köcher getragene geschosz der bogen- und armbrustschützen (der ganze pfeil oder nur die pfeilspitze), das seit erfindung des feuergewehrs bei den kulturvölkern abgekommen ist. 1@aa) pfeile schneiden, fiedern, schäften Fleming 651, schiften Göthe 56, 87, pfeile schnitzen Uhland (1879) 3, 166; geflügelter 2, 222, gefiederter Maaler 317b, glatter, krummer Stieler 123, vergifteter (geeiterter, gelupter) pfeil ebenda; pfeil mit widerhaken ebenda. Göthe 23, 20; pfeile spitzen Mühlpforth leichenged. 79. Wernike überschriften 5, 35; spitzer, scharfer, stumpfer pfeil u. s. w.; der pfeil hett knöpf und war so grosz, es war ein lang und spitzig geschosz. Murner En. (1559) n 6b. 1@bb) zum pfeil gehört der bogen (die armbrust), der köcher: kocher, bogen unde phîl truog er nâch der jeger site. Barlaam 255, 16; nim den bogen und den pfeil. 2n. 13, 15; er henkt pfeil und köcher an sein seit. Murner En. n 7a; köcher, mit pfeilen wol versehen. Weckherlin 284; mit dem pfeil und bogen .. kommt der schütz gezogen. Schiller 14, 337 (Tell 3, 1). einen pfeil richten (Murner En. T 7b), auf den bogen, auf die armbrust legen oder blosz den pfeil auflegen; einen pfeil auf dem bogen, auf der armbrust haben Maaler 317b. Götz v. Berl. 47 neudruck. 1@cc) den pfeil losdrücken (Göthe 15, 93), abdrücken (Schiller 9, 21. 12, 393. 573), abschnellen, schnellen (Voss Il. 5, 54. F. Müller 2, 366), abschieszen (Schiller 6, 388), werfen (s. pfeilwerfer, pfeilwurf), schieszen (Dasyp. L 4a), verschieszen (3, d): als er den pfeil wolt lassen gan. Murner En. o 5a; noch schosz er in die lüft sein pfeil. P 8a; so wil ich zu seiner seiten drei pfeile schieszen. 1 Sam. 20, 20; er schosz einen pfeil uber in hin. 36; er sol nicht in diese stad komen und keine pfeil drein schieszen. 2n. 19, 32; der pfeile hat er viel .. verschossen. Fleming 651; von wo die Teukrier .. verlohrne pfeile niedersenden. Schiller 6, 369; mit dem pfeile, mit pfeilen schieszen, treffen, durchschieszen: dô sach man ûf den recken sam snêwes vlocken swinde geschieʒen dâ mit phîlen. Gudrun 503, 4; würd ich geschoʒʒen in ein hant mit eim geeiterten phîl. Thomasin 12524; die tauben, die der luft hin treit (trägt) .. durchheft er mit eim pfeile wider, dasz sie zur erden fiele nieder. Murner En. P 7b; Tell. mit diesem zweiten pfeil durchschosz ich euch (Geszler), wenn ich mein liebes kind getroffen hätte. Schiller 11, 365 (Tell 3, 3); der landvogt ist von einem pfeil durchschossen. 399 (4, 3). 1@dd) der pfeil liegt auf dem bogen (F. Dahn ged., zweite samml. 1, 136), schnellt vom bogen (Grimm myth.4 317), fliegt, saust, zischt, fällt nieder, erreicht das ziel, trifft: das du nicht erschrecken müssest .. fur den pfeilen, die des tages fliegen. ps. 91, 5; [] pfeile, wie der jünglinge bogen sie entfliehn. Klopstock 1, 232; ein pfeil flog aus dem hofe nach der stelle, wo Ingo sasz. Freytag ahnen 1, 155; ihr ohr hört seiner pfeile sausen und jeder pfeil zischt: blut. Herder 1, 538 H.; ein dicker hagelsturm von pfeilen fiel auf sie nieder. Olearius insul Formosa 63a; ich bin .. hie begraben, den sehr vil pfeil erschossen haben. Murner En. Q 8a; ein hirsch, dem schon des jägers pfeil das hertz hat eingenommen. S. Dach 391 Öst.; ihn (adler) traf des jägers pfeil. der junge Göthe 2, 16; ihm (dem schützen) gehört das weite, was sein pfeil erreicht. Schiller 14, 337 (Tell 3, 1); von dort herab kann ihn mein pfeil erlangen. 389 (4, 3); mitten ins herz hat ihn der pfeil getroffen. 399 (4, 3); Geszler. gefährlich ists, ein mordgewehr zu tragen, und auf den schützen springt der pfeil zurück. 361 (3, 3); heut werden die pfeil an harnischen splittern. d. j. Göthe 2, 49; ein pfeil fuhr auf Ingrams sattel, ein anderer streifte sein wehendes haar. Freytag ahnen 1, 376; unsre pfeile, die an steinen funken schlagen. Rückert Hamasa 1, 37. 22) sprichwörtlich: ein wort ist kein pfeil, verba non sunst verbera Frisch 2, 50c; hastu nicht pfeile im köcher, so misch dich nicht unter die schützen. Lehmann 2, 263, 16; díe pfeil scheuszt er nit ausz seinem kocher. Frank 2, 86b, vgl. Schuppius 790; man musz oft ein pfeil nach dem bolzen schieszen. 68b; es geht wie der pfeil von der sennen. Aler 1523b; vorgesehenem pfeile kann man ausweichen. Simrock 422; der eine fiedert pfeile, der andere verschieszt sie. 423; man musz nicht alle pfeile zumal verschieszen. ebenda, s. noch andere bei Wander 3, 1262 ff. 33) in vielen vergleichen, bildern und übertragungen. 3@aa) in bezug auf die glattheit: sein unglück machte ihn so nackend als ein pfeil. pers. baumg. 2, 9. 3@bb) in bezug auf das abschieszen und die schnelligkeit: si kâmen snurrend als ein pfîl, der snellet ûʒ der nüʒʒe. Konrad troj. krieg 3922; reht als ein pfîl geschoʒʒen kômens ûf ir strâʒe. 23534; gar bald sie flog vom hohen sal gleich als ein pfeil der fert zu tal. Murner En. s 4a; sie sprang zu ihm hin, wie im fluge des pfeils. Klopstock 8, 211; müh ist das leben, ach! und fleucht wie ein verschoszner pfeil. Herder stimmen der völker 184; ich (der pudel) flog wie ein pfeil zum loche hinaus. Pfeffel 2, 284 Hauff; das berggewässer schosz wie ein pfeil unter uns weg. Hölderlin Hyper. 2, 4; er erwartet einen befehl, er empfängt ihn, fort ist er wie ein pfeil. Göthe 36, 143; die kerl flogen wie pfeile, steckten die stadt .. in brand. Schiller 2, 91 (räuber, schausp. 2, 3); (pferd,) das schnell, wie ein beschwingter pfeil, hin rennt. Uhland (1879) 2, 265. 3@cc) in bezug auf das treffen, verwunden und töten. 3@c@aα) vom blitze, der nach alter vorstellung als ein aus den gewitterwolken vom donner abgeschossener pfeil aufgefaszt wurde, wie noch unser blitz-, donner-, wetterstrahl zeigt, worin die ursprüngliche bedeutung von strahl (pfeil) zu erkennen ist, s. auch donnerpfeil: gelîch dem wilden pfîle, der ûʒ dem tonre snellet, wart minne ûf in gevellet. Konrad troj. krieg 7688; ach! dasz der lichte pfeil der donner mich verbrandt! Gryphius trauersp. 67 P.; der himmel leert die keile der donner auf uns zu, die schwefellichten pfeile. 156; man entgeht des blitzes pfeilen, doch den pfeilen Amors nie. Boie, Matthissons anthol. 8, 133. 3@c@bβ) von den strahlen der sonne, erst nhd. nach der antiken vorstellung von Apollons, des sonnengottes pfeilen (Il. 1, 46 u. o.), vgl. sonnenpfeil, -strahl: die klare sonn dort oben, der himmlisch augenball .. mit seinen strahl- und pfeilen mag da nit bohren ein. Spee trutzn. 96 B.; der blumen zier wird (am mittage) von den flammen (adjectiv) pfeilen zu hart versehrt. Gryphius lyr. ged. 131 P.; [] (die sonne) schieszet sengende stralen aus dem köcher herab; die pfeile ritzen die erde. Zachariä (1767) 4, 16; glühend trifft mich der sonne pfeil. Schiller 11, 83. 3@c@gγ) ebenfalls nach antiker vorstellung von den pfeilen der liebesgöttin und des liebesgottes, vgl. liebespfeil (Gombert nomenclator amoris 92): (Venus) schiuʒ den pfîl und ouch die strâle, diu vil manegen hât verwunt. Konrad lieder 2, 79 Bartsch; alle kan ich (Venus) durch mein pfeil bald bringen an mein langes seil. H. Sachs 14, 10, 26; Venus pfeil mir im herzen stack. Ayrer 2249, 27; der liebe pfeil und strahl wär anderwerts aus blei, in Africa aus stahl. Lohenstein Cleopatr. 2, 43; ein aug, in dem die liebe sitzet und ihre schnellsten pfeile spitzet. Wernike überschriften 5, 35; Kupidos pfeil durch eine marmorbrust wie durch die weichste dringt. Wieland Idris 1, 92; längst aber krank vom pfeil des liebesgottes. Schiller 6, 384; verletzt von Amors pfeilen. 409; Heros und Leanders herzen rührte mit dem pfeil der schmerzen Amors heilge göttermacht. 11, 337; dasz nicht zuletzt der liebesgott für dich die pfeile schärft. Platen 3, 151; Amor, dein mächtiger pfeil, mich hat er tödlich getroffen. Uhland (1879) 1, 139; indessen war denn doch dieser pfeil (die liebe zu Gretchen) mit seinen widerhaken aus dem herzen gerissen. Göthe 25, 9. 3@c@dδ) von den pfeilen des todes, des schicksals: wohin sol ich doch eilen für seinen (des todes) leichten pfeilen? S. Dach 369; wenn wir kaum im vorsatz angefangen, so hat der todt bereit die pfeile schon gespitzt. Mühlpforth leichenged. 79; und des todes bittre pfeile dringen aus dem lächeln deines kinderblicks. Schiller 1, 229 var.; des Fatums unsichtbare hand führte den abgedrückten pfeil in einem höhern bogen und nach einer ganz andern richtung fort, als ihm von der sehne gegeben war. 7, 21; Buttler. ihr (Octavio) habt den pfeil geschärft, ich hab ihn abgedrückt. 12, 393 (Wallensteins tod 5, 11); Elisabeth. der pfeil ist abgedrückt, er fliegt, er trifft, er hat getroffen, gälts mein reich, ich kann ihn nicht mehr halten. 573 (M. Stuart 5, 11); er (gott) .., welcher dem aug unbekannt, wirft des geschickes blutigen pfeil. Platen 2, 178. 3@c@eε) von scharfen, witzigen, spöttischen, verleumderischen u. dgl. worten, die wie ein pfeil treffen und verwunden: und wir Deudschen sagen von einem bösen wort, es sei ein pfeil. Luther 6, 158a; die mit giftigen worten zielen wie mit pfeilen. ps. 64, 4; sie (die falsche zunge) ist wie scharffe pfeile eines starken. 120, 4; ir falschen zungen sind mördliche pfeile. Jer. 9, 8; die damen schossen schon viel harte muthmaszungen, geschärften pfeilen gleich, von süszen lästerzungen. Zachariä (1767) 1, 219; nun wend ich meines (straf-)liedes pfeil, von unmuth rasch beschwingt. Bürger 102a; seit ich sah, wie dich ... kein pfeil der dummen bosheit kränkt. Gökingk 1, 12; ernst setz ich, ... seinem (Voltaires) schwerd und seiner pfeile regen der wahrheit demantschild entgegen. Gotter 1, 373; sein theures bild aus meinem herzen mit pfeilen der satyre merzen. 419; dein wiz schärft pfeile nadelspiz. Voss ged. 6, 265; mit diesem schilde (der wahrheit) alle pfeile der gegner auffassen. Lessing 9, 285; die schärfsten pfeile (der kritik) losdrücken. 4, 82; als ihr gemahl fortfuhr, treffende pfeile auf jugend und unerfahrenheit loszudrücken. Göthe 15, 93; sie werden anzüglich ... ich musz ihnen aber nur zeigen, dasz ich auch pfeile habe, die ich gegen sie brauchen kann. 110; sie (die lüge) kehrt ein losgedruckter pfeil, von einem gotte gewendet und versagend, sich zurück und trifft den schützen. 9, 63 (Iphig. 4, 1); des vorwurfs glühend bittre pfeile. 41, 4; [] don Cesar hoffe keiner mir zu gefallen oder dank zu ärnten, der von dem bruder böses mir berichtet, mit falscher dienstbegier den bittern pfeil des raschen worts geschäftig weiter sendet. Schiller 14, 38 (braut von Mess. 1, 7); ich bin .. den pfeilen der bosheit preiszgegeben. 14, 229 (parasit 3, 4); alle pfeile des spottes sind auf mich gespannt. 3, 407 (kab. 3, 2). 3@c@zζ) von andern abstractionen: disz sind itzt der vernunft sehr scharf gespitzte pfeile, womit sie .. sein hertz zu theilen denkt. Mühlpforth leichenged. 256; um dem giftbestrichnen pfeile des verdrusses zu entfliehn. Gökingk 1, 47; nur für die tugend weich, hat nie ein pfeil des glücks noch deine brust gerizt. 3, 183; auf andre drückt sie (priesterin) selbst den pfeil des kummers ab. Schiller 6, 409; kühnlich durch den purpur bohrt der pfeil der rache fürstenherzen kalt. 1, 314; damit (mit dergleichen sentenzen) wirst du die pfeile des schmerzens nimmermehr stumpf machen. 2, 123 (räuber, schausp. 3, 2); pfeile der weisheit. J. Paul grönl. proc. 1, 70; der pfeil der wollust dringt in seinen busen nicht. Alxinger Doolin 3, 32; denn fernher schnellt erinnrung ihre pfeile. Lenau (1880) 2, 73. 3@dd) in obscenen redensarten: zwei waren jung, von frischen kräften, unverdrossen, wuszten auch ihre pfeil zu häften in dem schwarzen. kunst über alle künste 213, 16 Köhler; und lasset niemals sein einen bogen schlaff: wann ihr einen pfeil verschossen, soll ein ander sein bereit, bisz ihr alles wohl genossen. 204, 34; die pfeile verschieszen (mnd. de pîle verscheiten Schiller-Lübben 3, 325b): sein pfeil die sein noch unverschossen, die zilen mir geneuer dan des alten. fastn. sp. 392, 8; wann sie die frische junggefiderte pfeil verschossen haben. Fischart Garg. 62b. 44) etwas das eine pfeilähnliche form hat, vergl. auch die zusammensetzungen. 4@aa) ein gezeichneter pfeil (um z. b. eine richtung anzuzeigen): die frauenzimmer ... faszten sich sogleich, als Wilhelm das blättchen vorwies und beide den von ihnen selbst vorgezeichneten pfeil .. anerkannten. Göthe 22, 130. 4@bb) pfeil als haarschmuck: ihre gefährtin stiesz ... durch das radgeflecht der haare einen silbernen pfeil. Immermann Münchh. 3, 26; mädchen mit dem pfeil im haare füllen krüge sich am born. Freiligrath (1870) 2, 189. 4@cc) westerwäldisch eine schreibfeder. Pfister nachträge zu Vilmar 203. 4@dd) eine pfeilförmige verzierung an geländern u. s. w. Jacobsson 3, 240a. 4@ee) name eines sternbildes auf der nördlichen halbkugel, durch vier sterne vierter grösze gebildet. mathem. lex. 1, 1005. 4@ff) ein kleiner fisch (callionymus sagitta), dessen kopf wie ein pfeil spitz ist. Nemnich 1, 760. 4@gg) was pfeilkraut, pfeilwurz Graszmann pflanzennamen nr. 647. 55) in der baukunst die senkrechte höhe des scheitels eines bogens über der widerstandslinie (vergl. pfeilhöhe). Müller-Mothes 745a.
13899 Zeichen · 302 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Pfeil

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Pfeil , des -es, plur. die -e, Diminut. das Pfeilchen, ein an dem einen Ende zugespitzter und an dem andern gemeinig…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Pfeil

    Goethe-Wörterbuch

    Pfeil 1 Geschoß eines Bogens od einer Armbrust a konkr: als Munition der Kriegs-, Kampf- od Jagdwaffe [ Amenaide: ] An s…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Pfeil

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +4 Parallelbelege

    Pfeil (lat. pilum ), Rohr od. leichter hölzerner Stab mit metallener Spitze (bei Wilden eine Spitze aus Stein, Fischgrät…

  4. modern
    Dialekt
    Pfeil

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Pfeil Band 2, Spalte 2,532

  5. Sprichwörter
    Pfeil

    Wander (Sprichwörter)

    Pfeil 1. Alle Pfeile treffen nicht. – Gaal, 1242. 2. Besser der Pfeil Jonathan's als der Kuss Joab's. – Winckler, XVII, …

  6. Spezial
    Pfeil

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Pfeil m. (-[e]s,-e) 1 saita (-tes) f. 2 (Richtungsanzeiger) saita (de direziun) f. 3 ‹fig› (boshafte Anspielung) saita (…

Verweisungsnetz

35 Knoten, 20 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 2 Kompositum 16 Sackgasse 17

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pfeil

262 Bildungen · 177 Erstglied · 85 Zweitglied · 0 Ableitungen

pfeil‑ als Erstglied (30 von 177)

Pfeilbogen

SHW

Pfeil-bogen Band 1, Spalte 789-790

pfeilähnlich

DWB

pfeil·aehnlich

pfeilähnlich , pfeilartig , adj. und adv. : ein pfeilähnliches meteor, acontias ( vgl. pfeilkomet). Mühlmann handwb. der lat. spr. 21 b ; de…

pfeiläuge(l)n

RhWB

pfeil·aeugeln

pfeil-äuge(l)n pīl:jə Sieg-Sieglar , Geilk-Birgden Honsd , Heinsb-Laffeld ; -:jələ Barm , Elbf (u. pīn- ), Düss , Mettm ; -jərə Neuss-Bütt…

pfeilaufrecht

RhWB

pfeil·aufrecht

pfeil-aufrecht (s. S.)  u.  Eusk , Bo , Köln , Sieg , MülhRh , Wippf Adv.: dass.; der Pohl (Pfahl) steht p.; he hält de Schirm p.; he …

Pfeilaxt

RhWB

pfeil·axt

Pfeil-axt pīlaks Bergh , MGladb-Viersen f.: Spitzhacke.

pfeilband

DWB

pfeil·band

pfeilband , n. bogen-, armbrustsehne, amentum Dief.-Wülcker 798 . Hederich 1768 .

pfeilbeschwingt

DWB

pfeil·beschwingt

pfeilbeschwingt , partic. : er klettert ( auf der gemsenjagd ) in pfeilbeschwingtem lauf. A. Grün ges. werke 3, 91 .

pfeilbewaffnet

DWB

pfeil·bewaffnet

pfeilbewaffnet , partic. : ( Hermes ) hat mich der pfeilbewaffneten jagenden göttin entführet. Stolberg 16, 80 .

Pfeilblume

Campe

pfeil·blume

Die Pfeilblume , Mz. — n , eine Ostindische Pflanze, deren Kelch und Blumenblatt mit dem des Spanischen Pfeffers Ähnlichkeit hat und deren f…

pfeilchen

DWB

pfeil·chen

pfeilchen , n. , dim. zu pfeil: da dr. Luther ... einer fledermausz das hertz am pfeilichen ausz dem leib gezogen hatte. Mathes. Luther 92 b…

pfeildurchbohrt

DWB

pfeil·durchbohrt

pfeildurchbohrt , partic. von einem pfeile durchbohrt: der ur hob plötzlich nur, mit pfeildurchbohrtem nacken noch einmal sich vom sand empo…

pfeildurchschossen

DWB

pfeildurchschossen , partic. : doch der, wie pfeildurchschossen, fuhr auf. F. Dahn ged., zweite samml. 1, 151 .

pfeilebund

DWB

pfeil·e·bund

pfeilebund , m. verbundene pfeile. Freiligrath (1870) 1, 193 , die verbundenen pfeile 194. vergl. pfeilgebund.

Pfeileis

RhWB

pfeil·eis

Pfeil-eis pīlīs Düss-Benr , Kref-Linn n.: Eiszapfen; et früst (friert) P.

pfeileisen

DWB

pfeil·eisen

pfeileisen , n. , mhd. pfîlîsen, die eiserne pfeilspitze: instrument, ein pfeileisen oder ein kugel herauszzuschrauben ( vergl. pfeilzange).…

pfeileliebend

DWB

pfeileliebend , partic. : aber jetzt half ihm nichts die pfeileliebende göttin. Bürger 220 b .

pfeilen

DWB

pfeilen , verb. , transitiv, einen pfeil oder etwas wie einen pfeil schieszen Stieler 123 ( s. durchpfeilen, niederpfeilen): seufzer zu gott…

pfeilenbrot

DWB

pfeilen·brot

pfeilenbrot , n. , appenz. pfilabrod, ein groszes rundes milchbrot mit drei schneckenförmigen schnörkeln in der mitte. Tobler 46 a .

pfeiler

DWB

pfeiler , m. zu transitivem pfeilen, sagittarius Stieler 123 .

pfeil als Zweitglied (30 von 85)

armutspfeil

DWB

armut·s·pfeil

armutspfeil , m. Zevs trift nie den lorberbaum mit den dreigeeckten keilen, aber die, die dieser krönt, trift er oft mit armutspfeilen. Loga…

brandpfeil

DWB

brand·pfeil

brandpfeil , m. malleolus incendiarius hamatus, zündkugel mit haken, die man anwirft: dasz das gebäu nicht mit brandpfeilen angeschossen wer…

donnerpfeil

DWB

donner·pfeil

donnerpfeil , m. wie donnerkeil Frisch 1, 201 b . gelîch zwên donres pfîlen gesnurret kâmen sie dâ her. Konrad v. Würzb. Turnier 35. 149 . b…

DOPPELPFEIL

DWB2

doppel·pfeil

DWB2 DOPPELPFEIL m. DWB2 zuss. mit doppelt adj. A 1. pfeil mit zwei schenkeln oder mit spitzen an jedem ende: DWB2 1822 wie sie sich mit dem…

Eispfeil

RhWB

eis·pfeil

Eis-pfeil RhWBN -pil NBerg Ruhr Heinsb-Effeld , Kemp-Süchteln Bistard (ī-), Eup-Kettenis , Rees-Brünen m.: dass. u. Hagel

feuerpfeil

DWB

feuer·pfeil

feuerpfeil , m. sagitta incendiaria, brandpfeil, auch rakete: dergleich die Türken schieszen kunden in die stadt sehr viel feuerpfeil. H. Sa…

fitschepfeil

DWB

fitsche·pfeil

fitschepfeil , m. , üblicher flitzpfeil: das nennt man die kosacken, die dort den bart voraus, den fitschepfeil im nacken sehn wahrhaft heid…

flitschenpfeil

DWB

flitschen·pfeil

flitschenpfeil , m. sagitta, pleonastisch: ei schneller wan die flitschenpfeil. meisterl. 23 n o 153 ( bei Haupt 10, 308 flitscherpfeil verd…

flitschpfeil

DWB

flitsch·pfeil

flitschpfeil , m. was flitschenpfeil: darnach haben sie bogen und flitschpfeil gebraucht. Schütz beschr. Preuszens 3 ; ein jeder gibt den wa…

flitzpfeil

DWB

flitz·pfeil

flitzpfeil , m. wie flitschpfeil: mit flitzpfeilen und bogen zu der wehr gar behend. Fronsp. kriegsb. 1, 169 b . Weinhold schles. wb. 22 b ,…

gäukelpfeil

DWB

gaukel·pfeil

gäukelpfeil , m. : die mit solchem blawen dunst die edel practik verfürt und ihr gäükelpfeil hinein gebracht haben. Paracelsus chir. schr. 4…

gewitterpfeil

DWB

gewitter·pfeil

gewitterpfeil , m. , ein gegenstück zu dem th. 2, sp. 1249 besprochenen donnerpfeil ist in der schriftsprache aus unserem kreise nicht beleg…

giftpfeil

DWB

gift·pfeil

giftpfeil , m. , vergifteter pfeil: (1. Macc. 6, 52 ) gifftpfeyl und schleudern Nürnberger bibel (1483) Koburger; nur der zauberer hat so ei…

gliedpfeil

DWB

glied·pfeil

-pfeil bildl.: pfeil des podagras bei Fischart : wie venuspfeil pringt herzenprunst, also die glidpfeil schmerzensprunst podagr. trostbüchl.…

goldpfeil

DWB

gold·pfeil

goldpfeil , m. , der goldene pfeil aus dem köcher Amors, vgl. DWB golden C 2, sp. 743: ich bemitleidete die armen, welche Amor mit seinem go…

haarpfeil

DWB

haar·pfeil

haarpfeil , n. und m., kleiner pfeil zierlicher arbeit, von metall oder horn, den die frauen durch das hinterhaar stecken, um es zusammen zu…

hakenpfeil

DWB

haken·pfeil

hakenpfeil , m. pfeil mit widerhaken: degen oder schwerter, hackenpfeil oder andere kriegswaffen. Paracelsus chirurg. schriften (1618) s. 9 …

hasenpfeil

DWB

hasen·pfeil

hasenpfeil , m. : es mangelt ohne dasz seinem ( Amors ) köcher nicht an hasenpfeilen. v . Birken ostl. lorberh. 23 ; pfeile die zum verliebt…

herzpfeil

DWB

herz·pfeil

herzpfeil , m. : der h. geist macht aus allen worten des predigers lauter herzpfeile. Val. Herzberger ev. herzpost. 253 .

lästerpfeil

DWB

laster·pfeil

lästerpfeil , m. lästerung unter dem bilde eines pfeiles: und brich den lästerpfeil durch diesen schild entzwei. Günther bei Campe.

lederpfeil

DWB

leder·pfeil

lederpfeil , m. corium eorum qui barbam radunt, quo cultrum acuunt. Frisch 1, 593 a . vergl. dazu lederfeile 2.

liebespfeil

DWB

liebes·pfeil

liebespfeil , n. 1 1) sagitta Cupidinea. Hederich 1532 : mit liebespfeilen verwundet. Butschky kanzl. 91 . 2 2) liebespfeile, kleine kalkart…