zimmermann,
m. ,
zimmermann; in den späteren ahd. glossen reichlich belegt: faber smid enti cimparman (9.
jh.) 4, 244, 21;
edilis zimparman (10.
jh.) 2, 7, 27;
architectus zimberman (11.
jh.) 1, 760, 22; 5, 21, 6; cimberman (13.
jh.) 3, 357, 8; (14.
jh.) 4, 306, 8;
carpentario zimberman
[] (12.
jh.) 3, 414, 16;
carpentarius zemberman (13.
jh.) 3, 374, 49;
carpentarius wagner
vel zimmerman (14.
jh.) 4, 183, 24;
lignarius cimberman (12.
jh.) 3, 139, 31;
lignarius vel tignarius (12.
jh.) 3, 185, 71;
metanicus (
sic!) zimbirman (12.
jh.) 4, 171, 35; zimberman (13.
jh.) 4, 78, 39.
artifex zimberman Notker 1, 276, 13
P. mhd. zimber-, zimerman (zimperman
kaiserchron. 11526; [
Elsasz ende 14.
jh.]
weist. 4, 5);
mnd. timber-, timmerman (timmerman
bereits 1250/72
Wismarer stadtb. nr. 5;
vgl. die liste der mnd. belege bei M. sdahl Holmberg
stud. z. d. nd. handwerkerbezeichnungen d. mittelalters [1950] 218). 11)
in der ausübung seines handwerks. a)
arbeitsweise und -geschick wird beachtet: der zimmerman muoz warten, wie er mit der barten nâch der ackes müeze snîden Wolfram v. Eschenbach
Willehalm 394, 13; als durch die dicken mûre brichet der bickel und zimberman den zwickel bliwet durch den herten nagel
ebda 54, 22; als mit einem tzimmerman musz ich in seinen terminis reden, nemlich winckeleisen und nicht krumpeisen, axt und nicht beil Ant. Lauterbach
in Luther
tischr. 5, 653
W.; das ist allein der zymmerman, der durch sein schnur, masz und richtscheit kan messen, hoch, tieff, weit und preit Hans Sachs 7, 471
Keller; der schmied ergreift den hammer und läuft zum ambos hin, der zimmerman die klammer Paul Fleming
dt. ged. 1, 115
lit. ver.; der zimmermann bringt, ohne andere werkzeuge als seine axt, in kurzer zeit die feinsten arbeiten zustande Schubert
verm. schr. (1823) 2, 252.
der zimmermann
vertritt im mittelalter auch das schreinergewerbe; dieses kommt erst mit dem mobiliar auf, während vorher eingebaute schränke und wandfeste bänke im gebrauch waren. noch 1580-87
wird dieselbe person in Bremen bald als timmerman,
bald als sniddeker
erwähnt, s. bei M. sdahl Holmberg
a. a. o. 189; 208;
ein treffendes zeugnis: der boden war festgestampfter lehm, und die tisch und bänke von solchem kerneichenholze, dasz es dem zimmermann schade gedünkt, viel mit hobel und meiszel daran schnitzen und glätten Alexis
hosen (1846) 1, 107. b)
beim fällen und zubereiten des bauholzes: vindet er och einen cimberman nach der snore howen, so sol er in phenden vor funf schillinge (
Oberelsasz 1320)
weist. 1, 666; und mochte auch mit einem gesworn zymmerman ... buweholtze tun hauwen (
Dieburg 1429)
ebda 4, 534; als wenn ein zimmerman, der zu erbeiten sucht, etwa einen bawm abhawet, und beschlehet und schlichtet den selbigen wol, und macht etwas künstlichs und feins daraus
weish. Sal. 13, 11; der zimmermann hauet sein holtz zum bauen umb, nicht in vollen, sondern abnehmenden licht J. Prätorius
abentheuerl. glückstopf (1669) 369; viel bäume, die verdeckt in tiefster wildnisz stunden, ... findt itzt der zimmermann, fAellt itzt auf einen tag der schwankend-scharfen axt oft wiederholter schlag König
ged. (1745) 24. c)
beim bau eines hauses: und gleich wie ein zimmerman, wenn er ein newes haus bawet, nicht weiter denckt, denn das ers also mache, das es einen bestand habe 2.
Makk. 2, 30; es ist kein hantwerckssman, kein zimmerman der ein haus künne zimmeren, wan er es nit vorhin hab angeschlagen in seinem hertzen J. Pauli
Keisersbergs narrenschiff (1520) 54
a; ein zimmermann, der da bawet ein haus Paracelsus
opera 1, 25
c Huser; wie dann auch kein zimmermann erschrickt, so einer ausz ihnen vom gebAew zu todt fallet Bech
Agricolas bergwerckbuch (1621) 4; möge der zimmermann vom gipfel des daches den spruch thun, wir, so gut es gelang, haben das unsre gethan Hölderlin
ges. dicht. 1, 242
Litzm.; [] ist gut auch gedecket dein lustiges haus? all frühling blüht neu drauf des zimmermanns straus Cl. Brentano
ges. schr. (1852) 4, 117; verschollen sind des beiles schläge, verstummt ist die geschwätzige säge; drum nimmt das wort der zimmermann Baumeister
zimmermannssprüche (1837) 10; ein zimmermann erschien zwischen den dachbalken Kurt Kluge
Kortüm (1938) 309. d)
als schiffszimmermann: und weret sake dat jenich timmerman jenich schip buwede dat groter worde ..., dat schal by der stad also vorwaret sin, dat id nement enkope
seerecht d. Hansa (1412)
artikel 6
bei Pardessus
coll. de lois marit. (1831) 2, 460; unter diesen befanden sich der dritte schiffslieutenant ..., der zimmermann und der constabel J. G. Forster
s. schr. (1843) 1, 180; oft hämmere der klabotermann auch auszen am schiffe, und das gelte dann dem zimmermanne, der dadurch gemahnt werde, eine schadhafte stelle ungesäumt auszubessern Heine
s. w. 3, 101
Elster. e)
in lohn und stellung: in Hamburg wird im jahre 1311
ein Johannes carpentarius civitatis
genannt, vgl. Koppmann
kämmereirechn. d. st. Hamburg cvii;
in Frankfurt begegnet 1462
die eintragung meister Kune, der stete zimmermann
bei K. Bücher
berufe d. st. Frankfurt a. M. 140
b; deme tymmermanne, den mestern von ostern byt Mychael sal me geven des dages to lone V d, und dem knechte iiii d (1386) Bauer - Collitz
waldeck. wb. 301; item 10
m. eyme zimmermanne, der eyne zigilschune buwen sall, uf rechen gegeben (1399
bis 1409)
Marienburger tresslerb. 4
Joachim; und 1
m. eyme zimmermann, der dem marschalke vor dy slusen rathen sal in der wiltnisse
ebda 98; der stede zimmerman sal man ierlichs geben 16 achteil korns, diewile er in der stede dinste ist, und einen sesz, sine cleidunge und zur wochen einen schilling. und sal getruwelich der stede buwe an bliden, an notstellen und an andern buwen, warten und bewaren und sal auch alle kloczer und ander geholcze, daz zu ichte zu buwe dank, behuden und behalden der stad zu nucze K. Bücher
berufe d. st. Frankfurt a. M. 140
b; auch sol der schaffer das zimmerholtz, das der stat walthawer zu der stat pewen herein antwort, eigentlichen mercken und ab zelen mitsampt der stat werckmeister dem zimmermann, als oft des nöt ist Tucher
baumeisterb. d. st. Nürnberg 33
lit. ver.; dem zimermann fir die dillen zu schneiden (
Tirol 17.
jh.)
österr. weist. 4, 316; dem zimmerman den machloen bezalen (
Hochwald 1514)
weist. 2, 98. 22)
als zimmerleute erscheinen der hl. Fulogius und Joseph, dieser nach Matth. 13, 55: ist er (
Jesus) nicht eines zimmermans son?
der inhalt dieser bibelstelle klingt lange in der literatur nach: Joseph der was ain zimberman, hie mit erwarb er in dar zuo, wan er zimbert spat und fruo, und ander spis, claider
der saelden hort 2179; Joseph, der do Marien was gemehelt, selten múessig sas, wan er must sich began selb ander als ainen zinberman, der da muost haben cost me, so er ist komen zuo der e
ebda 1136; uns ist sin vatter wol bekant ain zimmerman, Joseph genant Wernher
Marienleben 5406
P.-H.; es daucht sie seltzam, das eyn leye und eynsz tzymmermansz szon solt szo gelertt seyn und hatte doch nichts geleret (1522) Luther 10, 1, 1, 445
W.; 10, 1, 2, 150
W.; also ist des herrn Christi mutter ohn zweifel ein armes mägdlin gewest, darum wird sie auch einem zimmermann vertrauet und zur ehe gegeben Kasp. Heidenreich
in Luther
tischr. 5, 230
W.; noch eins tet gott, das schetz ich hoch, dasz er Joseph selb fürher zoch und wolt sin reinigste mter han vermehlet Joseph, dem zimberman
N. Manuel
v. papst u. s. priestersch. 1347
Bächtold, Schupp
schr. (1663) 428;
[] und wenn man berschlug die wrdigkeit der sprossen, war 's ein' elende magd, ein armer zimmerman Lohenstein
geistl. gedancken (1680)
v. 709; in Nazareth kein zimmermann wie er (
Joseph) die ceder hauen kann Fr. Kind
ged. (1817) 1, 7; Jesus von Nazareth, des zimmermanns sohn Hegel
w. (1832) 12, 260;
vgl. noch H. Fischer
schwäb. 6, 1210. 33)
übertragen a)
auf gott als den baumeister der welt und des himmels: er sprach. ... nah der genade, diu mir gegeben ist, han ich gesezzet eine gruntvest, als ein wîser cinberman (2.
hälfte d. 12.
jhs.)
speculum ecclesiae 162; der himil zimberman und der erde macher Hugo v. Langenstein
Martina 80, 105; und lat den hohin zimberman der uz erden machen kan so mengen wunderlichen lip beide man und darzue wip
ebda 11, 61; swaz ieman gemachen kan, dun sîst selbe der zimberman, daz muoz man gar verlorn hân Stricker
Karl 3722
Bartsch; ô mîn lieber herre Jêsu Kriste, ô fürste unmêziger rîlicheit, ein zimmerman aller der welte Nicolaus v. Straszburg in:
dt. mystiker 1, 263
Pf.; sus hat sie der zimmerman, sint daz her der werlt began, gebuwet mit siner macht Heinrich v. Hesler
apokalypse 6309; nuhn hab ich offtmalen, und nemlich in dem buch vom hinfallenden siechtage, vom zimmerman der himmeln geredt Paracelsus
opera (1616) 1, 567
a Huser; der himel aber new formirt, ist so gewaltig roborirt, das er (wie auch sein zimmerman) nicht sincken noch vorallten kan Ringwaldt
christl. warnung (1588) b 7
a; armer Jesu, sohn desz wahren erdt- und himmel-zimmermans Spee
trutznachtigall 262
ndr. b)
auf persönlich vorgestellte krankheiten und leidenschaften des menschen: so musz ich die und andere kranckheiten verantworten, auff das ein gemeine declaration, im zimmermann der kranckheit verstanden werden Paracelsus
opera (1616) 1, 583
a Huser; da (
im herzen) hauset ein zimmermann schlimm und arg, der zimmert mir einen totensarg Heine
s. w. 1, 31
Elster; der bube (
Cupido) ist ein guter maurer und zimmermann und schlAegt das hAeuschen unehre so nahe an der nachbarin ehre haus, dasz man aus einem laden in den andern ungesehen hineinschlupfen kann maler Müller
w. (1811) 2, 114. c)
auf prediger, erzähler, schriftsteller: ein prediger ist wie ein zimmermann, sein instrument ... ist gottes wort Luther
tischr. 1, 99
W.; so mag er dann in anderm sinn ein zimmermann heiszen immerhin Hoffmann v. Fallersleben
ges. schr. (1890) 6, 87; aber der Zwingel ist aller erst ein ungeschickter zymerman und hawet grobe spen, da er gen Baden also schreibt Luther 23, 199
W.; und was wer es auch von nöthen mit latein wie ein zimmerman mit speen umb mich zu werffen Kirchhof
wendunmuth 2, 124
lit. ver. d)
auf den biber: berühmt als zimmermann und baumeister ist namentlich der biber Vischer
ästhetik (1846) 2, 144. 44)
redensarten, die auf die arbeit des zimmermanns
anspielen; am geläufigsten ist einem weisen (zeigen), wo der zimmermann das loch gemacht hat '
jemand die tür weisen und ihn so zum verlassen des raumes nötigen'
; literar. bei Schiller 3, 359
G. (
kabale u. liebe I 1);
älter ist die fassung sieh, wo der zimmermann das loch gelassen hat '
mache [] dich zur tür hinaus, mache dich fort'
; so bei Lessing 1, 316
L.-M. (
d. junge gelehrte II 3); Adelung
2 4, 1717;
das älteste zeugnis vom vorhandensein der redensart liefert Stieler
stammb. (1691) 1102
mit der angabe: zimmermannsloch
dicitur janua, porta; abweichenden wortlaut zeigen die beiden frühbelege, in welchen der wunsch, den raum zu verlassen, von eingesperrten ausgeht (
der verfasser erzählt von seiner geburt): ich, der ich dazumal die welt noch niemals geschauet, und nach Adam Riesens rechenbuche 4. gantzer monat noch im verborgenen hätte pausiren sollen, ... sahe, wo der zimmermann das loch gelassen hatte, und kam auf allen vieren sporenstreichs in die welt gekrochen Chr. Reuter
Schelmuffsky 7
ndr.; ob ... wir auch allerhand gelegenheit suchten, umb zu sehen, wo der zimmermann ein loch davon zu springen vor uns brig gelassen, wolte es uns doch nicht gelingen Ettner v. Eiteritz
mediz. maulaffe (1719) 123.
sonstige fassungen: wissen, wo der zimmermann det loch jelassen hat '
sich aus der thür entfernen' Brendicke
Berliner wortschatz 195
b; Müller-Fraureuth
obersächs. 2, 705
b; Nestroy
ges. w. (1890) 4, 184; de timmermann heft dat lock nich vergeeten '
sagt man zu einem, dem man die türe weiset' Strodtmann
id. Osnabrug. (1756) 246.
andere redensarten: der grob ist nicht beym zimmerman gewest, ist unbehawen, hat noch viel grobe spAen Lehman
floril. polit. (1662) 1, 373; ihr könnt einen zimmermann an seinen schnitzeln erkennen Düringsfeld
sprichw. (1875) 1, 209
a; das holtz ist gut, wenn du einen guten zimmermann darzu nimmst Steinbach
dt. wb. (1734) 2, 23; das holz ist gut, wenn es nur zum rechten zimmermann kommt Binder
sprichwörterschatz (1873) 92; je bter timmermann, je leeger hus Mensing
schlesw.-holst. 5, 64.
das gemächliche arbeitstempo wird bemängelt: wann der zimmerman lang umbs holtz spacieren geht, so felt kein span davon S. Franck
sprüchw. (1541) 2, 163
a; wann ein mawrer oder zimmermann sich zu todt arbeitet, so fhret sie der teufel in die underste hOell, da das feuer am heisten ist Lehman
floril. polit. (1662) 1, 396; mäken, nimm kenen timmermann, hei is jümmer full Bauer-Collitz
waldeck. wb. 282
b; der zimmerma
n schleift de
n ganze
n tag, und na
ch musz er schlafe
n H. Fischer
schwäb. 6, 1210; mädle, wenn dir rate
n ka
n, nimm dir ja kein
en zimmerma
n, zimmerleut
e, die sind nicks nutz, ripse
nt älleweil am schu
rz
ebda; mehr reime ebda und bei Martin-Lienhart
elsäss. 1, 686
a.
man wirft ihm auch neigung zum trunk vor, vgl.: timmermanns maate '
ein ganz vollgeschenktes glas, bis an den rand, weil die zimmerleute allemal volle gläser austrinken', he drinket aszen timmermann
d. i. ein glas nach dem andern, ohne zu pausiren Strodtmann
id. Osnabrug. (1756) 246;
vgl. ob. und H. Fischer
schwäb. 6, 1211. 55)
da die lat. handwerkerbezeichnung faber mehrdeutig ist, gibt die gemma gemm. (1508) i 4
b sie mit ein schmid oder zymmerman
wieder, wie in der ersten dt. bibel an der stelle Matth. 13, 55
dafür smid
gewählt wird, während Luther
die griech. vorlage τέκτων mit zimmerman
übersetzt. die anderen glossare und wörterbücher haben für zimmermann
in der regel faber lignarius, faber tignarius; selten wird lignarius allein gebraucht (
so schon gemma gemm. [1508] o 5
b),
ebenso selten allein tignarius (
wie z. b. von Frisius [1556] 1310
b),
dagegen steht carpentarius '
wagner'
meistens für sich (
so gemma gemm. [1508] d 2
b; Diefenbach
gl. 102
c;
nov. gl. 77
a).
sonst begegnet häufiger noch materiarius (
u. a. bei Frisius [1556] 806
a)
und vereinzelt abietarius (
bei Diefenbach
gl. 3
a;
nov. gl. 2
b; Alberus [1540] Ff 1
a; Frisius [1556] 6
a),
architectus (
bei Diefenbach
gl. 46
a;
gemma gemm. [1508] b 3
b),
mechanicus (
bei Diefenbach
gl. 352
c).
in den modernsprachlichen wörterbüchern werden charpentier, carpenter und legnaiuolo bevorzugt. eine sachliche erklärung der tätigkeit des zimmermanns
bieten Noel Chomel (1750) 8, 2416, Helfft
wb. d. landbaukunst (1836) 420
u. a. [] 66)
das volk nennt hier und da den grünspecht, picus viridis, weil er sein nistloch selbst aushöhlt, zimmermann: Brehm
tierl. 4, 580
P.-L.; Naumann
naturgesch. d. vögel (1822) 5, 270; Wimmer
gesch. d. dt. bodens (1905) 367; Mensing 5, 64;
auch picus principalis heiszt so bei Oken
allg. naturgesch. (1839) 7, 213;
nach Unger-Khull
steir. 652
a name des stars in der umgebung von Graz. sehr verbreitet als benennung eines käfers mit langen beinen, des phalangium opilio, so benannt, indem '
die langen beine dieses tieres, die beim gehen weit ausholen, mit der tätigkeit holz behauender zimmerleute verglichen'
werden schweiz. id. 4, 288; Martin-Lienhart
elsäss. 2, 686
b; Kleemann
nordthür. 26
a; Hertel
Thür. 265; Vilmar
Kurhessen 470.
auch arten der bockkäfer erhalten den namen zimmermann,
so der holzbock, cerambyx aedilis Tobler
Appenzell 455
b;
ferner lamia aedilis Oken
allg. naturgesch. 5, 1701;
ergates faber Brehm
tierl. 9, 176
P.-L. synonyme sind ob. weberknecht (
teil 13,
sp. 2663)
aufgezählt. schlieszlich für eine warze mit haaren schweiz. id. 4, 288. 77) zimmermanns-
als bestimmungsglied gering belegter substantivischer zusammensetzungen; ein teil von ihnen tritt neben ältere zusammensetzungen mit zimmer-,
das für zimmerer-
steht (
s. o.): -barte,
f., dolabrum Diefenbach
nov. gl. 140
a; -baurede,
f., zimmermannsspruch Jean Paul
w. 49/51, 18
Hempel; -beil,
n., M. v. Ebner-Eschenbach
ges. schr. (1893) 5, 283; -beitel,
m., Karmarsch-Heeren
techn. wb. (
31876) 8, 478; -blei,
m., reiszblei des zimmermanns Mothes
ill. baulex. 2 (1882) 77,
aus dem folgenden verkürzt, daher das m. geschlecht; -bleistift,
m., Krünitz
öcon. encycl. 241 (1858) 356; -bock,
m., ein gestell, um balken und andere grosze stücke darauf zu bearbeiten, timmermannsbuck J. Sass
sprache d. nd. zimmermanns 45; -bube,
m.: -bub
Christus Ostwald
rinnsteinspr. 170; -eisen,
n., Prechtl
technol. encycl. (1830) 9, 562; -gerät,
n., Ch. v. Schmid
ges. schr. (1858) 4, 180; -gewerbe,
n., handwb. d. staatswiss. (
21898) 5, 877; -hacke,
f., Rosegger
schr. II 1, 77; -handwerk,
n., Krünitz
öcon. encycl. 241 (1858) 310; Nestroy
ges. w. (1890) 4, 186; -handwerkzeug,
n., Göthe I 49, 158
W.; -hobel,
m., Karmarsch-Heeren
techn. wb. (
31876) 8, 183; -hock,
n., werkstätte des zimmermanns auf dem schiffe Wossidlo
reise, quartier 2 (1943) 269; -junge,
m., wie -bube Rosegger
J. N. R. J. (1904) 274; -knoten,
m., timber-hitch Hoyer-Kreuter
technol. wb. (1902) 1, 870,
s. zimmerschlag; -loch,
n., s. zimmermann 4; Kramer
teutsch-ital. 2 (1702) 1465
b; -rötel,
m., H. Fischer
schwäb. 6, 3484; -schmiege,
f., Schönermark-Stüber
hochbaulex. (1902) 933,
s. schmiege (
teil 9,
sp. 1068); -schnur,
f., schnur, welche, mit rötel oder kohle gefärbt, dazu dient, eine gerade linie auf einem baumstamm abzuzeichnen, längs der die säge geführt werden soll, vgl. u. zimmerschnur Mothes
ill. baulex. 2 (1882) 12; Hoyer-Kreuter
technol. wb. 1, 870; L. Strackerjan
abergl. u. sagen 1, 144; -schraube,
f., schwere holzschraube zum heben eines gebäudes, wenn es neu unterschwellt werden soll Hübner
zeitungslex. (1824) 4, 1022
b; Mothes
ill. baulex. 4 (1884) 511; Eggers 2, 1397; Krünitz 241 (1858) 356; -schuh,
m., ein längenmasz (1806)
schweiz. id. 8, 476; -schweisz,
m., H. Fischer 6, 1211; -sprache,
f., die fachsprache des zimmermanns allg. dt. bibl. 77, 552; -spruch,
m., spruch, den der zimmerpolier beim richtfest vom giebel herab spricht Stifter
s. w. (1901) 2, 269; E. Baumeister
zimmermannssprüche (1837)
titel; H. Fischer
schwäb. 6, 1211; Martin-Lienhart 2, 558
a; -stechbeitel,
m., Hoyer-Kreuter
technol. wb. (1902) 1, 870; -stich,
m., gleich zimmerschlag,
einfacher knoten mit doppeltem einschlag des freien endes J. Sass
sprache d. nd. zimmermanns 42; Krebs
techn. wb. 163; -tochter,
f., tochter eines zimmermanns Leopold Mozart in:
br. W. A. Mozarts 4, 13
Sch.; Iffland
theatr. w. (1827) 5, 72;
M. Meyr
erz. a. d. Ries (1868) 1, 77; -wappen,
n., alle werkzeuge des zimmermanns, die während des zimmerspruchs vorn am dachfirst des neuen hauses schön geordnet befestigt werden H. Fischer
schwäb. 6, 3484; -weib,
n., Rosegger
schr. III 10, 143; -werkstatt,
f., bottega di legnaiuolo Hulsius (1618) 2, 223
b; -werkstätte,
f., dasselbe J.
M. Sailer
vorles. a. d. pastoraltheologie [] (1788) 320; Muspratt
chemie (1888) 6, 1697
St.-K.; -werkzeug,
n., handwb. d. staatswiss. (
21898) 7, 945; Krebs
techn. wb. 163; Ritter
erdkde 5 (1835) 261; -zeichen,
n., contre-marc Mothes
ill. baulex. 2 (1882) 69. —