lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

schleim

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
13 in 13 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
12
Verweise raus
11

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schleim m.

Bd. 15, Sp. 607
schleim, m. 11) limus, pituita Stieler 1837, humor tenax et glutinosus, lentor, limus, pituita, phlegma Frisch 2, 196a, mhd. mnd. nnd. slîm, mndl. slijm, phlegma, mucus Kilian, ebenso holländisch, ags. slîm Bosworth-Toller 884b, engl. slime, altnord. slím Cleasby-Vigfusson 568b, n. sliim. schwed. slem scheint keine directe entsprechung zu sein. man nimmt etymologische verwandtschaft an mit leim, lehm, lat. limare, glätten, lima, feile, limus, schlamm Kluge etymol. wb.5 326b. weitere vermutungen bei Schade2 2, 823a. das ahd. slîhmo, viscus (vogelleim) [] Graff 6, 786 darf nur in sofern herangezogen werden, als die wurzel slĭ, glatt, auf die schleim zurückgeht (Kluge a. a. o.), vielleicht in erweiterter form auch das thema von schleich, schlamm, und schleichen gegeben hat, denen sich diese bildung unmittelbar an die seite stellt. dasz später auch schleim in gleichem sinne gebraucht wird (s. unten b, β), könnte höchstens eine formelle vermischung der beiden wörter wahrscheinlich machen. mit gröszerer sicherheit ist eine solche anzunehmen bei der in älterer zeit begegnenden verwendung von schleim im sinne von 'dünne haut, dünnes gewebe' (s. unten 2). hier musz wol das gleichbedeutende mhd. slieme, sliem herangezogen werden, das von Schade 2, 822a ebenfalls für urverwandt gehalten wird. das wort ist in einigen german. sprachen n., so im mnd. (neben m.), holl. und altnord. für gelegentliche schwache flexion innerhalb des hd. sprechen die frühnhd. formen slyme, limus Dief. 330c, sleyme, lutum 340c. die allgemeine bedeutung von schleim ist schlüpfrige, zähe flüssigkeit. 1@aa) schlamm, erdiger schmutz, nur in älterer sprache, limus. Dasypodius. Schottel 1400: doch vindet man eʒ (das gold) mêr lauter denn ander gesmeid, alsô daʒ eʒ niht gemischet ist mit erden oder mit sleim (mineralibus) sam kupfer oder silber. Megenberg 474, 25; wie sie nun auff beyden theilen sahen, dasz das wasser gewichen, machten sie weg und steg mit brettern und reisern, damit sie zusammen wandlen kondten, wiewol es noch feucht und nasz war von dem schleim, und wann man den weg fehlet, so fielen vieh unnd leut in schleim. buch d. liebe 219d; er (der pelikan) walgert sich in dickem pfuole oben und under, und læt den slîm an im erdorren, daʒ ist wâr. daʒ tuot er, ê er zuo dem slangen strîten gêt, ûf daʒ er im geschaden müge niht. minnes. 3, 101a Hagen; sie peliben in dem slîme (im roten meere) pehaft als in dem lîme. H. v. Neustadt Apollon. 6815 Strobl; greiff an, wir wolln jhn (einen betrunkenen) führen heim, was soll er hie so lign im schleim? Hollonius somnium vitae hum. 20, 265 neudr.; als die entfärbte fluth des Ibers grausamkeit mit ihrem schleim bedeckte, und meiner väter blut von beyden ufern leckte. A. Gryphius (1698) 1, 303; es heiszt: gott hat den menschen geschaffen aus dem schleim der erden: got hot dich gemacht usz dem slim der erden, du salt auch widder zu eschen werden. Alsfeld. passionssp. 2193 Grein. wol mit beziehung darauf erscheinen die reimwörter leim und schleim in folgender stelle verbunden: uns gleichfalls die wir nur von leim und schleim entsprossen, wann wir den schwachen lauff der sterbligkeit erfüllt, verwandelt auch der tod in gottes ebenbild und macht uns wieder neu. Opitz 3, 319. in einer mnd. quelle wird der mensch erde unde slym genannt: lere dy vorothmodigen, du erde unde slym. Schiller-Lübben 4, 239b. schleim und asche, die der obige beleg aus dem Alsf. passionssp. in gleicher anwendung zeigt, werden auch sonst so zusammengestellt: îch mag mich wieder waschen von deinem schleim und aschen. meisterl. fol. 23, nr. 84. mur (moor) und schleim: (Rabelais) wült sich herumb in wein und kost zwischen bechern und platten, gleich wie im mur und schleim ein frosch, lehrt seine zung da watten. Garg. 9 neudruck. fauler schleim: sie (die bach) pflegt nicht faulen schleim an ihren rand zu führen, zeigt bald den klaren grund. Opitz 1, 131. 1@bb) zähe, klebrige feuchtigkeit der organischen körper. 1@b@aα) des thierischen körpers; meistens, und in der modernen wissenschaft nur von den normalen, mucin enthaltenden absonderungen der schleimhäute, in der älteren medicin aber auch von dickem blut, eiter und anderen wirklich im körper vorhandenen oder eingebildeten ähnlichen substanzen, pituita, phlegma, mucus. Nemnich: schleim im leib, im kopff, in aderen, in der blasen, in der brust, in den harngängen, im magen, in den nieren, der leber. Tabernaemont. (1664) 11 register; schleim aus dem gedärme, faeculentia cloacalis. Frisch 2, 196a; auf den oberflächen, welche beständig im wasser schwimmen, wie der darmcanal, die mund- und nasenhöhle, wird mehr vester innhalt aus dem blute ausgeschieden und auch mehr [] verändert in eine eigenthümliche substanz, welche man schleim nennt. Oken 4, 223; ich (Apollo) krancke, wie man sieht, am leib und am gemüthe, weil ich die norden-lufft nicht recht gewohnen kan, der anstosz wandelt mich mit einem frösteln an, und zeiget ein von gall und gifft verderbt gemüthe ... durch eine reinigung den schleim hinweg zu führen, wird also folglich wohl das beste mittel seyn. Günther 513; dich, taback, lobt der medicus, weil uns dein fleisziger genusz an zahn und augen wohl curieret und schleim und kolster von uns führet. Lessing 1, 203. zäher schleim Stieler 1837: die wurtzel des liebstöckels in wein, bier oder wasser gesotten, je nach gelegenheit des krancken, und die durchgesigene brüh getrunken, löset auff die verstopffung der innern glieder, zeitiget den zähen schleim, und bereitet denselben zum ausführen. Tabernaemont. (1664) 207 F; grober: so die blumen (des wiesenklees) mit wein oder honigwasser gesotten werden, und getruncken, erweichen sie den groben schleim. 908 E; dicker: die (opoponaxpillen) seynd fürnemlich dienstlich den zähen, groben und dicken schleim, von dem hirn, haubt, von den gleichen und dem geäder, sammt der gallen und melancholey, zu purgiren. 228 F; phlegmatischer: opopanacum auff j. quintlein zu pillulen formiret, und gantz verschluckt, treiben den stulgang und führen den groben, zähen, phlegmatischen schleim aus. 226 F; kalter: berthramwurtzel oder den samen davon in wein gesotten, und ein guten bechervoll der durchgesigenen brühe darvon warm getruncken, löset allen kalten schleim im leib ab, zeucht denselben zusammen, und führet jhn durch den harn und stulgang aus. 297 D; fauler, stinckender schleim, destillatio putris, et foetida. Stieler 1837; scharfer schleim, acuta pituitae fluxio. ebenda. Oken 4, 211 betrachtet den magensaft als einen sehr verdünnten oxydierten und gesalzenen schleim. schleim macht röchelnd, pituita facit, ut spiramenta faucium stridulum sonent. Stieler 1837; den schleim zertheilen: desz pulvers so viel zwischen zweyen fingern kan gefasset werden, in einem oder zwey löffel voll aqua vitae eingetruncken, wann man zu beth gehen will, zertheilet den schleim, so sich von übrigen essen und trincken samblet, und machet wol schlaffen. Tabernaemont. 971 K; austreiben: soll schleim, wasser und gall unden ausztreiben. 678 G; zusammenziehen, erweichen, ablösen, purgieren, ausführen (s. die oben gegebenen belege); ziehen: arzeney, die schleim ziehet, medicamentum phlegmagogum. Stieler 1837; abtreiben Steinbach 2, 441; aus den gedärmen abführen, purgare intestina a tenacis lentoris abundantia. Frisch 2, 196a; den schleim ausspeyen, pituitam exspuere. Steinbach 2, 441. wie beim menschen, so kommt natürlich auch beim thier schleim vor: die wallfisch allzumahl haben ein hart fleisch, hart zuverdäuwen, voll überflüssigkeit, schleim und wust. Forer fischbuch 89a. einige thiere haben eine mit schleim überzogene äuszere haut, so der aal. auch die gallertartige masse, aus der die quallen und ähnliche thiere bestehen, wird schleim genannt. nach Oken 4, 105 ist die gallert, die man beim auskochen thierischer theile erhält, ein etwas veränderter schleim. 1@b@bβ) bei pflanzen. wie beim thierischen körper sowol von dickflüssigen ausscheidungen, z. b. traganthschleim, als von der ähnlichen masse, die man beim auskochen von pflanzentheilen erhält. Oken 2, 115. am gebräuchlichsten in bezeichnungen von gerichten: gerstenschleim, haferschleim Adelung; schleimgrütz, haferschleim Frischbier 2, 284b; gummischleim, flüssiges gummi Adelung; slim, schlime, schleim, viscus Dief. 623a. hier ist wol vogelleim gemeint, wenn nicht, so gehören die stellen unter 2. vgl. das formale. 1@b@gγ) weil man beim auskochen von thierischen und von pflanzentheilen eine ähnliche gallertartige masse erhält und der körper der niedrigsten thiere aus einer derartigen substanz besteht, bezeichnet die ältere naturwissenschaft die ursubstanz der organischen welt als schleim: die urform der organischen welt ist mithin das bläschen; die ursubstanz der schleim. Oken 4, 106. 1@cc) selten von anderen ähnlichen massen: schleim etiam quodvis sedimentum crassum dicitur. Stieler 1837. 1@dd) in bildlicher anwendung. 1@d@aα) im allgemeinen bildlichen sinne von schmutz, schlamm, unreinlichkeit: untz er in der lesten nôt von liebem lebene in leiden tôt hin vellet mit ir (der sünde) slime. pass. 294, 74 Hahn; [] sus trâten ûʒ uffeʒ lant die reinen pilgerîne von ungeloubeme slîme wâren si nu gar erlôst. 383, 57; abe aller sunden slîme was ie von kintheit ir vlucht. pass. 618, 16 Köpke; erhöb dich, meine sehl, verlasz der welt gestanck; reisz dich ausz jhrem schleim, mach dich rein von undanck, und sey nicht so vermessen, als einiger wolthat des herren zu vergessen. Weckherlin 213. 1@d@bβ) wahrscheinlich aus dem unter b, α erwähnten gebrauche des worts hat sich mundartlich eine verwendung im sinne von zorn, ärger entwickelt: einem einen schleim machen, movere stomachum, einen schleim kriegen. Schm.2 2, 523; einen schleim auf jemand haben Frommanns zeitschr. 2, 246, kriegen 6, 466, 84 (ostfränkisch). die entstehung dieses gebrauchs erklärt sich wol daraus, dasz schleim in älterer zeit auch von der galle und anderen säften gesagt wird, die zorn, ärger veranlassen sollen. zu dem bedeutungsübergang vgl. den unter b, α angeführten beleg Günther 513. 22) auf formaler vermischung mit einem anderen wort (s. das formale) beruht es, wenn nach Jacobsson 7, 231a in Westfalen die klare Bielefelder leinwand schleim genannt wird. ebenso erklärt sich wol die folgende glosse: schleim und wildfleisch der augen, fungus, caro super excrescens, sylvestris. Henisch 150, 41. 33) sonstige rein technische bedeutungen. 3@aa) bei den zinngieszern die von zinnernen schüsseln oder andern runden sachen abgedrehten kleinen zinnspähne. Jacobsson 3, 621b. nach 1, c. 3@bb) bei den fleischern das fleischige von dem vorderfusz des rindes, das ihm als ein schätzungszeichen dafür gilt, dasz das thier fett ist. ebenda. nach 2 gehörig?
10778 Zeichen · 152 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schleim

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Schleim , des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, eine zähe, leimige und schlüpfrige Feuchtigkeit, welche…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schleim

    Goethe-Wörterbuch

    Schleim zähe, klebrige organische Flüssigkeit; als tierische od pflanzliche Substanz; auch als amorpher Grundstoff von G…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schleim

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Schleim (mucus) , jede zähe, halbflüssige Masse, im engern Sinn zwei besondere Arten zäher, halbflüssiger Stoffe, welche…

  4. modern
    Dialekt
    Schleim

    Schweizerisches Idiotikon · +3 Parallelbelege

    Schleim Band 9, Spalte 547 Schleim 9,547

  5. Sprichwörter
    Schleim

    Wander (Sprichwörter)

    Schleim Alter Schleim erstickt zarten Keim.

  6. Spezial
    Schleim

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schleim m. (-[e]s,-e) 1 slaim (-s) m. 2 (Nasenschleim) snortl (-i) m. , mociogn (-s) m. 3 (blutig) sanjara (-res) f. 4 (…

Verweisungsnetz

29 Knoten, 22 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 3 Kompositum 16 Sackgasse 10

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schleim

177 Bildungen · 137 Erstglied · 33 Zweitglied · 7 Ableitungen

Zerlegung von schleim 2 Komponenten

sch+leim

schleim setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schleim‑ als Erstglied (30 von 137)

schleimaal

DWB

schlei·maal

schleimaal , m. ein schlüpfriger wasserwurm, der in die fische kriecht und sie auszehrt, myxine glutinosa Nemnich, von Oken, der ihn inger n…

schleimansammlung

DWB

schleim·ansammlung

schleimansammlung , f. ansammlung von schleim: es giebt auch solche schleim-ansammlungen, wie in den verdickten wurzeln der rüben, möhren, s…

schleimapfel

DWB

schleim·apfel

schleimapfel , m. die apfelähnliche frucht des schleimapfelbaums, crataeva marmelos, die ein klebriges fleisch hat und wie der baum gummi au…

schleimbalg

DWB

schleim·balg

schleimbalg , m. in der anatomie bursa mucosa, auch schleimbeutel. Hyrtl anat. (1857) 93 . bei Meckel anat. 1 (1815) , 561 ist das wort die …

schleimbeutel

DWB

schleim·beutel

schleimbeutel , m. in der anatomie bursa mucosa. Nemnich. Meckel anat. 1 (1815) , 537. Hyrtl anat. (1857) 93 .

*Schleimbläschen

GWB

schleim·blaeschen

*Schleimbläschen für: (den Keim des Lebendigen in sich bergendes) rundliches Schleimpartikel; im Referat von naturwiss Auffassungen LOkens h…

Schleimblase

PfWB

schleim·blase

Schleim-blase f. : ' Fruchtblase, die unmittelbar vor dem Kalben austritt '. Awwel 'Eben' kummt d' Schleimblos [ LA-Gommh ]. SHW Südhess. V …

schleimblütig

DWB

schleim·bluetig

schleimblütig , adj. schleimiges blut habend. Campe ( als neubildung bezeichnet ). vgl. die weitere anwendung von schleim in der älteren med…

schleimbrand

DWB

schleim·brand

schleimbrand , m. bezeichnung von kleinen, eine teigartige masse bildenden pilzen in gefälltem holz, namatospora, myxosporium. Oken 3, 53 .

schleimdarmgicht

DWB

schleim·darmgicht

schleimdarmgicht , f. darmgicht, die von angehäuftem schleim in den gedärmen herrührt, auch schleimkolik. Campe. vgl. schleim 1, b, α .

schleim als Zweitglied (30 von 33)

fischleim

DWB

fisch·leim

fischleim , m. ichthyocolla. fischleim, ein gummi, sarcocolla, gluten carnis, gummi eines dornechten baums, gleichet dem weiszen weirauch, r…

fleischleim

DWB

fleisch·leim

fleischleim , m. sarcocolla: das blut, welches gestocket in einer wunden ligen bleibt, ist der rechte fleischlim, weit über den sarcocolla. …

gerstenschleim

DWB

gersten·schleim

gerstenschleim , m. wie gerstensaft 1 Adelung : kein gerstenschleim konte ich drincken. Elis. Charl. 1, 233 .

grützschleim

DWB

gruetz·schleim

grützschleim , m. , grützsuppe: ( sie ) weigerte sich von dem grüzschleim zu trinken, der ihr angeboten wurde Mungo Park reise im innern v. …

haberschleim

DWB

haber·schleim

haberschleim , m. schleimiger absud des habers oder der habergrütze. vgl. DWB haberseim .

Haferschleim

Adelung

hafer·schleim

Der Haferschleim , des -es, plur. inus. die dicke schleimige Brühe von gekochtem Hafer oder gekochter Hafergrütze, welche auch Haferseim, un…

Kruttenschleim

RhWB

krutten·schleim

Krutten-schleim -ai- Kreuzn-Weiler ; -E- Simm-Ellern m.: 1. Wasserpest. — 2. übertr. Schweinsgallerte aus Öhrchen, Pfoten udgl. Simm-Ellern …

mistelschleim

DWB

mistel·schleim

mistelschleim , m. schleim von den beeren der mistel, als vogelleim verwendet: ( leim ) zäher als mistelschleim. Voss Virg. georg. 4, 41 .

nasenschleim

DWB

nasen·schleim

nasenschleim , m. der in der nase sich absondernde schleim, der rotz. Zedler 23, 795 .

quittenschleim

DWB

quitten·schleim

quittenschleim , m. : aus dem milden schleime der ( quitten- ) kerne bereitet man den in apotheken vorräthigen quittenschleim. Klencke hausl…

reisschleim

DWB

reis·schleim

reisschleim , m. schleimiger absud von reis. vgl. ausdrücke wie haberschleim, gerstenschleim.

schneckenschleim

DWB

schnecken·schleim

schneckenschleim , m. schleim der schnecken, bildlich: ganz Rom hatte ohnehin der stöszer erschüttert, weil er über jede gasse, durch die er…

schwefelschleim

DWB

schwefel·schleim

schwefelschleim , m. : bitumen, feister, stinckender schwefel schleim, juden laim. Corvinus fons latin. 91 b .

tragantschleim

DWB

tragant·schleim

-schleim = -gummi: mach mit tragantschleim, mit rosenwasser angemacht, ein massam darausz Gäbelkover artzneyb. (1595) 1, 141 ; räucherkertze…

Treipenschleim

RhWB

treip·en·schleim

Treipen-schleim Saarbg-Schoden m.: Darmschleim, der aus den Treipen herausgekratzt wird, bevor man sie zum Wurstmachen benutzt.

tripperschleim

DWB

tripper·schleim

tripperschleim , m. : bei venerischem tripper ist sie ( die eichel ) es zuerst, die sich entzündet und es sammelt sich der tripperschleim hi…

urschleim

DWB

urschleim , m.; vgl. DWB urschlamm : ein angenommener u. Jean Paul 59/60, 150 H.; grundbrei oder u. Fr. Schlegel 13, 21 ; Görres briefe 3, 2…

Ableitungen von schleim (7 von 7)

beschleimen

DWB

beschleimen , limo obducere: die schnecke beschleimt das gras; der schneckenmäszig jedes passierte städtchen mit seiner reisehistorischen di…

entschleimen

DWB

entschleimen , pituita purgare, gegensatz von DWB schleimen , DWB verschleimen .

erschleimen

DWB

erschleimen , pituita redundare: die brust erschleimt. Stieler 1837 .

Schleime

PfWB

Schleime f. : ' Eisbahn, über die Kinder zum Vergnügen hingleiten ', Schleim [verbr. SOPf, Heeger Südostpf. 10]; vgl. PfWB schleimen 2 a, Pf…

urschleim

DWB

urschleim , m.; vgl. DWB urschlamm : ein angenommener u. Jean Paul 59/60, 150 H.; grundbrei oder u. Fr. Schlegel 13, 21 ; Görres briefe 3, 2…

verschleimen

DWB

verschleimen , verb. mit schleim ausgefüllet werden; part. verschleimt, pituitosus Kirsch cornuc. 2, 312 ; in diesen verschleimten magen. Le…

verschleimung

DWB

verschleimung , f. zustand, da etwas verschleimt ist.