Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schleim m.
Schleim m.
Schleim m. ‘zähe, schlierige, schmierige Flüssigkeit’, ahd. (Hs. 13. Jh.), mhd. slīm ‘Schlamm, klebrige Flüssigkeit, schmierige Substanz, Vogelleim’, mnd. aengl. anord. slīm, mnl. nl. slijm, engl. slime (germ. *slīma-) und (ablautend) schwed. slem (germ. *slaima-) lassen sich mit ahd. slīmen ‘glatt machen, schärfen’ (9. Jh.), air. slemun ‘glatt, schlüpfrig’, griech. lé͞imāx (λείμαξ), lat. līmāx, russ. (landschaftlich) slimák (слимак) ‘Schnecke’ sowie mit aslaw. slina, russ. (älter) slína (слина), lett. slienas (Plur.) ‘Speichel’ als Bildungen mit Nasalsuffix auf eine mit s-Anlaut versehene Variante der Wurzel ie. *lei- ‘schleimig, durch Nässe glitschiger Boden, ausgleiten, worüber hinschleifen oder -streichen, schmieren’ zurückführen (s. Schlei, 1schleifen und Leim). Als älteste Bedeutung ist ‘Schlamm, klebrige Flüssigkeit’ anzunehmen. Die ältere Medizin bezeichnet mit Schleim nicht nur die gesunden Absonderungen der Schleimhäute, sondern auch dickes Blut, Eiter und dgl. (17. Jh.). – schleimen Vb. ‘Schleim absondern, von Schleim reinigen’ (17. Jh.). schleimig Adj. ‘voller Schleim, schleimartig’, mhd. slīmec, slīmic ‘schleimig, klebrig, schlammig’.