lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

hase

ahd. bis spez. · 24 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
34 in 24 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
Verweise rein
159
Verweise raus
107

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

hase m.

Bd. 10, Sp. 526
hase, m. lepus. ahd. haso, ags. hara, altn. heri, schwed.n. engl. hare, nl. haese, haas, mhd. hase, im nhd. auch mit verlust des auslautes has, haas: der hasz lepus Maaler 212d; haas, dasypus, latine lepus Dasyp.; nun wüschet der hasz auf und lief dahin. Keisersberg has im pf. A 7a; weitere belege unten. die etymologischen bezüge des wortes sind noch unsicher. die zusammenstellung desselben mit der wurzel sanskr. çaç springen, von der im altind. çaça und çaçaka hase stammt, wie trefflich auch dem sinne nach, entbehrt doch der vollen sicherheit, da der die sanskritwurzel schlieszende palatal vielmehr im deutschen den entsprechenden hauchlaut verlangen würde, und die fälle nur selten und unsicher sind, in denen im sanskrit ç mit s wechselt. die entwickelung der bedeutung könnte im übrigen griech. λαγώς stützen, das sich ebenfalls von der wurzel lagh springen herleitet. hase etymologisch mit haar zusammenzustellen und ihn als das haarige thier zu deuten, ist willkürlich. das wort gilt 11) im eigentlichen sinne von der gattung lepus, in mancherlei verschiedenen arten, die nach aufenthalt oder form durch composition unterschieden werden, alpenhase, berghase, holzhase, feldhase, sandhase, sumpfhase, bruchhase, zwerghase u. ähnl., auch das kaninchen gehört dazu: die kleinest ardt der hasen werdend künely genempt, ein vast schläckerhaftig wildtprät. Forer thierb. (1583) 69a; der hase widerkewet auch, aber er spaltet die klawen nicht, darumb ist er euch unrein. 3 Mos. 11, 6; das camel, der hase, und caninichen, die da widerkewen, und doch die klawen nicht spalten, sollen euch unrein sein. 5 Mos. 14, 7. der hase wird gejagt, s.hasenjagd, auf ihn wird gelauszt, vergl. hasenlausze: botz bock, heist das auf hasen lauszn? sie schlafen fein süsz ohne sausn. Gilhusius 81; der erlegte hase wird gestreift, ihm das fell abgezogen. Frisch 1, 420b; man muosz den hasen nit ropfen. Keisersberg has im pf. Ff 5a. die jagdbarkeit des hasen ruft viele weidmännische ausdrücke hervor: der haase ist geschwind, fährt, läuft, schreitet, rammlet, setzet (heckt, vergl. satzhase): garn und federgericht werden ihme gestellet: wird von dem strick mit hunden ins garn gehetzt, gefangen, gegnicket, erwürgt, zerrissen, gestreift, rümt, weidet, hat läger, balg, nicht haut, zwei sprünge und nicht füsze, das männlein wird der rammler genannt. Nehring hist.-polit. lex. (1736) anh. s. 94b; der hase .. wird von denen hunden gerahmet, wenn sie ihn nemlich so einholen, dasz er sich umwenden musz. öcon. lex. (1731) 932; der hase macht einen absprung (springt auf die seite), drückt sich (legt sich auf die erde), macht ein männchen. das. 933; den hasen bestättigen, heiszt bei den jägern das lager eines hasen umgeben, dasz er nicht entwischen kan. Frisch 1, 420b; seine ohren heiszen löffel, s.hasenschule. — In der thierfabel eine grosze rolle spielend, sind ihm vom volke mancherlei namen beigelegt, worüber J. Grimm Reinh. fuchs 169. 235. 246; wegen des steil empor stehenden schwanzes heiszt er auch wipars. allerh. seltz. würme 89. der volksglaube, der vielfach mit dem hasen sich beschäftigt (Wuttke der deutsche volksaberglaube 1869 s. 69. 186), sagt wenn bei regenwetter erddämpfe aufsteigen, die hasen backen küchlein, brot, eier (Kuhn zeitschr. 15, 262); vgl. auch brauen 1, th. 2, 322. die ostereier hat der hase gelegt. läuft ein hase über den weg, so bedeutet es zunächst eine unglückliche reise. Steinbach 1, 704, dann allgemein unglück: wann der haasz läuft über den weg, so ist unglück schon auf dem steg. Pistorius thes. par. 5, no. 71; mir ahndete schon vorher, dasz mich auf der jagd ein misgeschick treffen würde; ein hase war mir über den weg gelaufen. H. Heine 1, 151. Sprichwörter und redensarten. man sagt, kurze thorheit und kleine hasen seien die besten. Schuppius (1701) 291; er ist kein heuriger hase mehr, incipit senescere. Serz 64b; die arbeit ist kein hase, läuft nicht fort, sagt der zur arbeit unlustige; da spitzt ich die ohren wie ein haas. a. m. im Tockenb. 45; nun trat wieder ein schweigen von wohl einer stunde ein, während welcher zeit ich die augen und ohren offen hielt, wie ein hase. Immermann Münchh. 2, 126; aber jetzt stehen sie bei ihren herren gleich wie der hase bei seinen jungen, wenn die herrn in einer gefahr sind, so werfen sie das hasenpanir auf, und geben die flucht. P. Glaser gesindteufel (1564) G iija; er stehet bei seinen worten, wie ein has bei seinen jungen. Duez 52; wenn Jesus nacher Cana zur hochzeit geht, da ist er lieb: aber wenn er am ölberg sich gefangen geben will, da hält man bei ihm, wie der hase bei der trommel, da musz man uns binden und mit gewalt fortschleppen. Otho 1159; so war doch Chaumigrem wie ein haase bei der drummel durchgegangen. Zigler Banise (1700) 245; dann wenn man zeicht die messer ausz, und wil mit streichen zammen kommen, stehe ich wie der hasz vor der trummen. Ayrer 339d (1702, 26 Keller); ir wolt mir noch all pei gestan, als die hasen pei den hunden auf der pan. fastn. sp. 638, 3; forchtsaamer dann ein haasz. Henisch 1173, 36; er lauret, er schläft wie ein has. Frank spr. 2, 17b; mit offnen augen schlafen wie ein hase, vergl. hasenschlaf; und floch doch als die hasen thuon. Brant narrensch. 56, 26; wie der hasz fürcht den hund. mückenkr. 1, 743; ein gedächtnis haben wie ein hase, sehr vergeszlich sein; der hase gilt für dumm, daher: er ist mit einem hasen überzogen und mit einem narren gefüttert. Duez 64, vgl. unten no. 2, b; der haasz ist gern, da er geheckt wird. Garg. 260a; wo der haas geheckt ist, da sitzt er gern. Riehl culturgesch. nov. 401; mich hat ein hase geleckt sagt man wenn einem etwas angenehmes oder schmeichelhaftes widerfahren ist, vielleicht mit anklang an den volksglauben, dasz der hase seinen jungen eine zierliche gestalt durch lecken hervorbringe (Forer thierb. 69b): dieser vermeinte alsobald, es hätte ihn ein hase geleckt. Lolivetta das teutsche gespenst (Leipzig 1684) 153; er ritte darauf seine strasze, da ich inzwischen dachte, es hätte mich ein hase geleckt. Darbennime 12; wenns an der grösze gelegen, so köndte die kuh einen hasen erjagen. Schottel 1141a; wer zwei hasen zugleich hetzen will, der fänget gar keinen. Pistorius thes. par. 7, 26; wer jagen will, und uff ein stund zwen hasen vohen mit eim hund, dem wurd ettwan kum einer wol. Brant narrensch. 18, 8; einen hasen in die küche jagen, leporem alicui excitare, lucri faciendi facultatem praebere, lucrum certum objicere. Serz 64a; so dachte ich, ihr albernen leute, wer weisz wo hase lauft, sie werden anderwerts wohl auch brod und wasser haben, als eben in Gerana unw. doct. 358; bei unsern reisecompan war aber nebenst seiner thorheit noch eine vorsichtige klugheit, und merkte bald, wo hase liefe. 454; noch heute: wir wollen erst sehen, wo hase (seltener mit artikel: der hase) läuft, wie sich die sache gestaltet; unter laufübungen der kinder steht auch des hasens laufen. Garg. 178a; einen hasen erlaufen, fangen, ein glück erhaschen: der junker wirdt fro, vermeinet er hab ein hasen erlaufen. Katziporus (1558) k 5a; wie die kaufleute sonsten meinen, einen hasen gefangen zu haben, wann sie ein musenkind bei einer buhlerin auszzuwippen vermögen. Happel acad. rom. 330; auch in bezug auf einen gemächlich gehenden: er wil keinen haasen erlaufen. Schottel 1121a; von einem betrogenen: der has ist im garn. Lehmann 107; ruf nicht haasz er sei dann gefangen. 183; were er einem hasen so ähnlich, als eim narren, die hunde hetten ihn lengst zerrissen. Agr. spr. (1560) 66a; vil hund seind der hasen todt. 97b; die zeislein von der eulen den tod musz dolen, vil hund sein der hasen tot. fastn. sp. 538, 29; gott weisz, ob er nicht gar lateinisch schreibt, um Klotzen wie den hasen im lager anzugreifen. Nicolai bei Lessing 13, 225; merken wo der hase liegt, bescheid wissen, merken, wo es hinaus will; ha, ha, nun merk ich wo der hase liegt. für wen seht ihr mich an? A. Gryphius (1698) 1, 771; wollte .. gern zeigen, dasz er ein wenig mehr von literatur verstehe und da wisse, wo der haase liegt, als andere Wiener. J. Paul Titan 1, 128; der wildmeister, welcher doch sonst, wie er sagte, wisse, wo der hase liegt. leb. Fibels 174; fürsten müssen auch .. lunte riechen und immer wissen, wo der hase liegt. komet 2, 14; sobald unsere avantgarde den erwähnten gipfel erreicht hatte, ging ein entsetzlicher musketenhagel an, und nun merkten wir erst, wo der has im stroh lag. a. m. im Tockenb. 149; wie wol man iez den braten schmeck und wo der has lig in der heck. Schade sat. u. pasqu. 3, 117, 37. in bezug auf den zum essen bereiteten hasen: keiner aber weisz, wo der haas im pfeffer ligt, als der ihn angericht oder helfe essen. Philander 1, 516; so bald er aber merkte, wo der haas im pfeffer lag. Simpl. 1, 118 Kurz; verlossend sich, das sie das recht wol bügen, das es nit blib schlecht, als ob es wer ein wächsin nasz, nit denkend, dasz sy sind der has, der in der schriber pfeffer kunt (kommt). Brant narrensch. 71, 12. der umstand, dasz man pfeffer für brühe, sauce nicht mehr versteht, veranlaszt eine entartung der redensart: da sitzt der hase im pfeffer, hier haperts, hängts; sonst heiszt es da liegt der hase im haidel, in luto est, haeret. Serz 64b; da liegt der haas im pfeffer. Schiller kab. u. liebe 1, 1; dasz ihn (plur.) der kopf wackelt, wie ein hasz am sattel. Garg. 205a, gemeint ist der erlegte hase, der am sattel des jagdrosses hängt; ich will den hasen im wol spicken, das er den tod daran sol schlicken. H. Sachs 3, 1, 137d. 22) der hase dient, nach besonders in die augen fallenden eigenschaften, auch als bild für menschen. 2@aa) für den mutlosen, feigling: ir sint eines hasen genôʒ. a. Heinr. 1133; gegen den armen ist er knûʒ, und gar ein hase des muotes ûʒ. Haupts zeitschr. 8, 557, 244. wollt ihr noch nicht anpacken, ihr hasen? wie sie dastehn! Fr. Müller 2, 107; um gotteswillen, herr, sein sie doch kein haase und stoszen sie ihm derb aufs leder. J. Paul Titan 1, 120; allein die Trojer hatten sich umschanzt bis an die nasen, diesz war dem Turnus ärgerlich, drum hiesz er alle hasen. Blumauer Aeneis 3, 151. auch in der zusammensetzung banghase: man musz so kein banghase sein, sondern allemahl ein bestendiges standhaftes herz haben. briefe des Hamb. bürgerm. J. Schulte an seinen sohn (1681) s. 22. hase in der lex salica ein zu büszendes schimpfwort: si quis alterum lepore clamaverit. ed. Merkel 17, 15. hierher fällt auch eine umschreibende redensart, den hasen in den busen bekommen, feig werden: denn die feinde stunden auf flüchtigem fusz und bekamen den hasen inn busen. Mathesius Sar. 22b; der has schlupft in in buosen. Soltau 374. 2@bb) für einen wunderlichen menschen, einen albernen, einen gecken ist hase seit dem 16. jahrh. viel verwandt; in diesem ist es gebräuchlich, moralische gebrechen unter dem bilde eines hasen vorzustellen und zu geiszeln, vergl. Zarncke einleitung zum narrenschiff 95. 114 f. (in anderm sinne noch ist Keisersbergs tractat: ain gaistliche bedeütung des heszlins 1510 geschrieben, in welchem die klosterleute mit einem hasen in den verschiedenen phasen seines lebens verglichen werden). von hier aus bilden sich auch seit jener zeit die wörter haserei, haselieren, haselierer, die mit ihren fremden endungen ein gelehrtes gewand tragen, gerade wie jenes bild vorzugsweise in gelehrt-satirischen dichtungen ausgeführt wurde. er ist ein rechter hase, stolidus et simplex est homo. Stieler 781; Hans Hase, lapis, stipes, caudex, bardus das.; ei, das mus ein werklicher hase sein. H. J. v. Braunschweig 519; des mus ich lachen, das wir so einen feinen hasen hier bekommen haben (einen narren). 520; ich bin nun eine gute weile zu hofe gewesen, und habe manchen wünderlichen hasen und leimstenger gesehen, aber seines gleichen ist mir noch nicht vorkommen, habe auch mein lebtage solche grosze und schreckliche lugen nicht gehöret. 548; ich weisz nicht was groszer herren kinder für ein sonderliches unglück haben, dasz sie gemeiniglich pedante zu praeceptorn bekommen, welche sie lehren subtile garn stricken, welche zu nichts anders nütz sind, als dasz man lateinische hasen und schulfüchs damit fange. Schuppius 81; alle die unvorsichtig etwas handelten, hasii tituliret worden. 530; so sehr hat sie meine parthei genommen, und mich wider den jungen hasen vertheidigt. Gellert 3, 310; alle freier, die ich gehabt habe, waren theils eitle verliebte hasen, theils eigennützige niederträchtige seelen. Lessing 2, 365; ist doch ein wunderlicher hase, der schulmeister. Fr. Müller 1, 233; zum unglück für unsern guten dramatisierenden hasen. J. Paul uns. loge 2, 194; musz sie auf diligencen, packetbooten von jedem schulfuchs, jedem hasen kunstrichterlich sich mustern lassen. Schiller 26 (die berühmte frau). die bedeutung stuft sich ab zu der schalksnarr, schalk: unser sausewind aber, aller hasen groszvater. Rist friedew. Teutschland 139. — Die narrheit umschreibende redensarten: sie merket, dasz er mit einem hasen schwanger geht (einen klaps habe, närrisch sei). H. J. v. Braunschweig 543; ich glaube es sei kein mensch in der welt, der nicht einen hasen im busen habe. Simpl. 1, 316 Kurz; ich war aber ein schröcklich junger narr, dasz ich den hasen so laufen liesz. s. 290; wisset dasz jeder einen hasen im busen trage und nehre. Schuppius 530; ich vermeinete, dasz solliche leute entweder gar unsinnig oder doch zum wenigsten an einem rohen hasen sich krank gefressen hetten. B. Armati rettung D viijb; die ganze compagnie, so seinen hasen merkte, ermangelte nicht, um ihre lust mit ihm zu haben, ihr bezeigen darnach einzurichten und ihn über alle götter der alten zu erheben. begebenh. derer herren officiers auf werbungen 1, 51. vgl. auch bönhase 2, 237. 33) an die vorige bedeutung angeschlossen dient hase als bild für eine schnurre, einen närrischen, lustigen streich: Bachmann, dem, von vorigen zeiten her, fast alle tag hünd und hasen wieder in den sinn stiegen. a. m. im Tockenb. 157; aus furcht vor der persifflage der dame, die er allmählich verstehen lernte, liesz er immer seltner einen von den hasen springen, deren sein kopf voll war. Siegfr. v. Lindenb. 4, 192; in verblasztem sinne: sie lieszen einen hasen nach dem andern laufen (diesz war unsre sprüchwörtliche redensart, wenn ein gespräch sollte unterbrochen und auf einen andern gegenstand sollte gelenkt werden), allein es wollte nichts verfangen. Göthe 24, 253. 44) der fliegende hase, erdhase, springhase, mus jaculus, springratze. Nemnich 3, 653. 55) hase, gelber (blanker) wein: (der hausfreund) hat seitdem schon manches täublein mit ihm verzehrt und schon manches schöpplein mit ihm herausgemacht, fuchs oder has. Hebel werke (1853) 3, 133. 66) hase, dachtraufe: grunda druppe l. hase Dief. 270b. 77) in Leipzig heiszt hase die am rollwagen angebrachte schrotleiter: die sogenannten hasen, d. h. die am hintertheile des wagens befestigten schrotleitern. Leipziger tageblatt 1855, no. 57. 88) hase, im Elsasz, ein milchbrödchen, welches zu den kirchweihen und auf neujahr gebacken wird, auch schneckle; von der form so genannt. Fromm. 4, 474. 99) der gespickte hase war ein torturwerkzeug. Adelung. 1010) hase heiszt endlich auch ein sternbild am südlichen himmel: lepus, der hase, ist ein gestirn gegen mittag, unter den knien des Orions. Hübner handl.-lex. (1722) 1067.
15393 Zeichen · 279 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    hase

    Althochdeutsches Wörterbuch

    hase Beitr. (Halle) 85,39,6 s. haz.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    HASEswm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    HASE ( ahd. haso Gr. 1,681. Graff 4, 1049 ) swm. hase. diz vliegende bîspel ist tumben liuten gar ze snel, sine mugens n…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    haseM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    hase , M. Vw.: s. hāse (1)

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Hase

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Hase , des -n, plur. die -n, Diminut. das Häschen, Oberd. Häselein. 1. Eigentlich, ein fünfzehiges, mit Haaren verse…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Hase

    Goethe-Wörterbuch

    Hase auch ‘Haas(e)’, einmal ‘Haße’ B1,15,11 JJRiese 1 als Wildtier a allg, auch als potentieller Schädling; einmal meton…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hase

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +7 Parallelbelege

    Hase (Lepus) , Gattung Säugethiere aus der Ordnung der Nagethiere, mit einer doppelten Reihe oberer Schneidezähne, lange…

  7. modern
    Dialekt
    Hase

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    Hase Band 1, Spalte 1,632f.

  8. Spezial
    Hase

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ha|se (Leporidae) m. (-n,-n) ‹zool› 1 lou (loi) m. 2 (Hasenweibchen) loura (-res) f. 3 ‹infant› nicio (nici) m. ✒ wer zw…

Verweisungsnetz

228 Knoten, 219 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 12 Hub 3 Wurzel 1 Kompositum 193 Sackgasse 19

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hase

1.137 Bildungen · 1.096 Erstglied · 39 Zweitglied · 2 Ableitungen

hase‑ als Erstglied (30 von 1.096)

Hase(n)ampfer

Idiotikon

Hase(n)ampfer Band 1, Spalte 240 Hase(n)ampfer 1,240

Hase(n)balg

Idiotikon

Hase(n)balg Band 4, Spalte 1210 Hase(n)balg 4,1210

Hase(n)bir(eⁿ)

Idiotikon

Hase(n)bir(eⁿ) Band 4, Spalte 1488 Hase(n)bir(eⁿ) 4,1488

Hase(n)bolleⁿ

Idiotikon

Hase(n)bolleⁿ Band 4, Spalte 1173 Hase(n)bolleⁿ 4,1173

Hase(n)brünzler

Idiotikon

Hase(n)brünzler Band 5, Spalte 771 Hase(n)brünzler 5,771

Hase(n)brōt

Idiotikon

Hase(n)brōt Band 5, Spalte 963 Hase(n)brōt 5,963

Hase(n)bürstli

Idiotikon

Hase(n)bürstli Band 4, Spalte 1610 Hase(n)bürstli 4,1610

Hase(n)bōn(eⁿ)

Idiotikon

Hase(n)bōn(eⁿ) Band 4, Spalte 1312 Hase(n)bōn(eⁿ) 4,1312

Hase(n)chlē

Idiotikon

Hase(n)chlē Band 3, Spalte 608 Hase(n)chlē 3,608

Hase(n)chrīs

Idiotikon

Hase(n)chrīs Band 3, Spalte 854 Hase(n)chrīs 3,854

Hase(n)chrūt

Idiotikon

Hase(n)chrūt Band 3, Spalte 895 Hase(n)chrūt 3,895

Hase(n)chuss

Idiotikon

Hase(n)chuss Band 3, Spalte 528 Hase(n)chuss 3,528

Hase(n)chȫl

Idiotikon

Hase(n)chȫl Band 3, Spalte 212 Hase(n)chȫl 3,212

Hase(n)drāt

Idiotikon

Hase(n)drāt Band 14, Spalte 1443 Hase(n)drāt 14,1443

Hase(n)ei

Idiotikon

Hase(n)ei Band 1, Spalte 17 Hase(n)ei 1,17

Hase(n)epfel

Idiotikon

Hase(n)epfel Band 1, Spalte 370 Hase(n)epfel 1,370

Hase(n)fratz

Idiotikon

Hase(n)fratz Band 1, Spalte 1343 Hase(n)fratz 1,1343 A

Hase(n)frauʷ

Idiotikon

Hase(n)frauʷ Band 1, Spalte 1246 Hase(n)frauʷ 1,1246

Hase(n)frāss

Idiotikon

Hase(n)frāss Band 1, Spalte 1317 Hase(n)frāss 1,1317

Hase(n)fuess

Idiotikon

Hase(n)fuess Band 1, Spalte 1092 Hase(n)fuess 1,1092

Hase(n)g(e)jäg

Idiotikon

Hase(n)g(e)jäg Band 3, Spalte 20 Hase(n)g(e)jäg 3,20

Hase(n)gaggleⁿ

Idiotikon

Hase(n)gaggleⁿ Band 2, Spalte 166 Hase(n)gaggleⁿ 2,166

Hase(n)gericht

Idiotikon

Hase(n)gericht N. Band 6, Spalte 356 Hase(n)gericht N. 6,356

Hase(n)gras

Idiotikon

Hase(n)gras Band 2, Spalte 794 Hase(n)gras 2,794

Hase(n)guetnacht

Idiotikon

Hase(n)guetnacht N. Band 4, Spalte 643 Hase(n)guetnacht N. 4,643 M.

Hase(n)gīr

Idiotikon

Hase(n)gīr Band 2, Spalte 406 Hase(n)gīr 2,406

Hase(n)hörnli

Idiotikon

Hase(n)hörnli Band 2, Spalte 1621 Hase(n)hörnli 2,1621

Hase(n)jagd

Idiotikon

Hase(n)jagd Band 3, Spalte 23 Hase(n)jagd 3,23

Hase(n)lätsch

Idiotikon

Hase(n)lätsch Band 3, Spalte 1532 Hase(n)lätsch 3,1532

Hase(n)löffel

Idiotikon

Hase(n)löffel Band 3, Spalte 1155 Hase(n)löffel 3,1155

hase als Zweitglied (30 von 39)

Afterhase

Adelung

after·hase

Der Afterhase , des -n, plur. die -n, S. Adelung Meerschwein .

Báchhase

Adelung

bach·hase

* Der Báchhase , des -n, plur. inus. im gemeinen Scherze einiger Gegenden, der Nahme eines Wassermußes oder Wasserbreyes, welcher auch wohl …

beinhase

DWB

bein·hase

beinhase , m. pfuscher. Felsenb. 2, 190. s. bönhase .

bönhase

DWB

bon·hase

bönhase , m. opifex extra tribum opus faciens, pfuscher, stümper, humpler, ein niederd. wort ( brem. wb. 1, 117. Schütze holst. id. 1, 124 )…

buschhāse

MNWB

busch·hase

buschhāse , m. , der zünftige Geselle, der zeitweilig auf dem Lande arbeitet (schwed. buskhasa. Vgl. Z. f. d. Wortforschung 8, 192).

dachhase

DWB

dach·hase

dachhase , m. scherzhaft für katze, als kein dachhase auf den ziegeln Prätorius Katzenveit 51 . s. bönhase .

feldhase

DWB

feld·hase

feldhase , m. lepus campestris, zum unterschied von dem waldhasen.

grundhase

DWB

grund·hase

-hase : diejenigen ( hasen ), welche sich in den gründen und thälern aufhalten, ( heiszen ) grundhasen Krünitz 22, 101 ; nach Campe 2, 472 a…

holzhase

DWB

holz·hase

holzhase , m. hase der im walde lebt, gegensatz zu feldhase.

Klosterhase

Wander

kloster·hase

Klosterhase Wer einen Klosterhas erwischt, muss ihn in Busen stecken, sonst entrinnt er ihm wieder. – Klosterspiegel, 74, 13.

Klotzhase

Wander

klotz·hase

Klotzhase Es ist ein Klotzhaas. – Germania, V, 322. Für Grobian.

kohlhase

DWB

kohl·hase

kohlhase , m. nur als scherzhaft für kohlgärtner bei Adelung unter letzterem wort, bei Leipzig gebraucht; Kohlhas als name schon im 16. jh.,…

kōlhase

KöblerMnd

kōl·hase

kōlhase , M. nhd. Heuschrecke ÜG.: lat. locusta Hw.: s. kōlsprinke E.: s. kōl (1), hāse (1) L.: MndHwb 2, 614 (kôlhāse), Lü 182a (kôlhase)

Lampe (Hase)

Wander

lampe·hase

Lampe (Hase) Lampe (Hase). Er gehört zur Familie Lampe. Ist furchtsam.

märzhase

DWB

maerz·hase

märzhase , m. ein hase vom ersten satz. Nemnich 3, 384 ; du bist toll wie ein märzhase. Freytag handschr. 3, 75 .

meerhase

DWB

meer·hase

meerhase , m. name des fisches cyclopterus lumpus. Nemnich 2, 1337 . auch eine art im meere befindlicher nackter würmer mit gliedern, tethys…

sackhase

DWB

sack·hase

sackhase , m. in manchen gegenden eine fehlerhaft gepflügte stelle im lande, die entsteht, wenn der pflüger die pflugsterze nicht überall gl…

sandhase

DWB

sand·hase

sandhase , m. 1 1) eigentlich, auf sandboden lebender hase. Nemnich 2, 381 . Adelung. dann auch eine art kaninchen, dem hasen an grösze und …

satzhase

DWB

satz·hase

satzhase , m. heiszt in der jägersprache die häsin ( s. satz 1, m ): das weiblein heist der satz-hase, oder die häsin. Döbel jägerpract. 1, …

schalhase

KöblerMhd

schal·hase

schalhase , sw. M. nhd. aufgescheuchter Hase Q.: StiftZwettl, Urk (1294) E.: s. schal (2)?, hase W.: nhd. DW- L.: WMU (schalhase N622 [1294]…

Ableitungen von hase (2 von 2)

Emphase

Pfeifer_etym

Emphase f. ‘(affektvoller, übertriebener) Nachdruck (beim Reden), Eindringlichkeit’, um 1700 wohl unter Einfluß von gleichbed. frz. emphase …

urhase

Lexer

ur-hase swm. urus, aurochs od. urhase Voc. 1482.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „hase". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/hase/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „hase". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/hase/dwb. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „hase". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/hase/dwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_hase_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„hase"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/hase/dwb},
  urldate      = {2026-05-15},
}