lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Hase

ahd. bis spez. · 24 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
34 in 24 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
Verweise rein
159
Verweise raus
107

Eintrag · Rheinisches Wb.

Hase

Bd. 3, Sp. 278
Hase hās, im Geb. der Schärfung -ā:- Allg.; doch an der Saar n. einschl. Merz-Mond Mechern Menningen Merching Rissenth bis einschl. Saarbg Büschd Nohn Dreisb Weiten Hamm Greimerath -:- [über den trier. Hochwald ins Ruwert hinein -:-; Merz-Stdt -:-; Merz-Mettlach Keuching Saarhölzb -ō:-]; innerh. einschl. Saarbg-Eft Hellend Orscholz Kessl ausschl. Sinz -ū·ə.-; innerh. Saarl-Fürw Eimersd Fremersd, Merz-Biring -·ə.-, das auch sonst in Saarbg nach NO herrscht; Trier-Mos -:-; WEif -·ə.-, –·ă.-; Aden-Welcherath -E:-; kurköln. Teil von Neuw bis Sieg-Ägid -a-; Pl. -zə(n) [vielfach im Geb. der Schärfung ohne diese]; Demin. hEsχə(n), –ē-, –ī-, –kə(n) [immer ohne Schärfung; SNfrk, Klevld auch hęskə] m.: 1.a. wie nhd., lepus, Feld-, Böschh. Rip, Allg.; in der Kinderspr. Hasop, Höpph.; en H. fange, ströppe, schesse, aftrecke (-ziehe), brode Rip, Allg. RA.: De Perersdag, da heckt (wirft Junge) der H., da jongt de Koh, da let (legt) dat Hoh, da krit de Husfrau vel ze doh Siegen. Wor den H. gejongk (geheck Rip) ös, dor ös hei ger (et liefs; do küt e gern widder; do höpp e och gern) in der Heimat ist es am schönsten Nfrk, Allg.; wo de H. jong geworen es, do well he ok wiar hen Elbf; den H. vergett (-gisst) et Lock nit, worin hej gejöngkt es Emmerich; wu den H. as gebuaren, do geht hen och beluaren (verloren) Bitb-Dudeld. He ös bei sin Wöərt wie der H. bei sin Jonge er hält nicht Wort Kemp. Je dicker der Schnee (je kälder der Wenter), desto fetter der H. Saarbr-Guiding, Koch. Wenn rauh on dick dat Fell vom H., dann sorg för Holt un Kohlen rasch! Ess-Schuir. Der kaut wie e H. on schleckt wie e Wolf Ottw-Uchtelfang. Schöckt Gott en Häs-chen, schöckt en och e Gräs-chen wird kinderreichen Familien zum Trost gesagt Trier, Verbr.; jeder H. föngk se Gras Schleid-Hellenth; jedes Häs-chen fend och sei Wäsemchen Daun-Neroth. Ih Gräs-che kemmt, as Häs-che breckt (verendet) Trier-Igel. Der H. en de Küəhl (Kohl) sette den Bock zum Gärtner machen MGladb-Mülfort. He luərt (lauert) wie ene H. en de Küəhl (Kohl) Heinsb; he hüərt (hät Uhre) wie ene H. Rip, Allg., — ene H. henger de Kuəhl SNfrk, Rees. En hot opgepasst wie en H., den de Uhren spetzt Bitb-NWeis. Dat (Kind) kick all wie e Häske Heinsb-Dremmen. He schlif (schläft) wie ene H. met oppe Auge Köln, Allg.; he schlöpp (schläft) wie enen H. en (henger, achter, onder) de Küəhl er schläft nicht, obwohl er die Augen geschlossen hat Nfrk, Bergh. Hen hirt de H.ən nesten (niesen) der Überschlaue Bitb-OGeckler. We wisch (wäscht) H.ən un Kneng (Kanine), de send doch immer gliche feng (fein) Entschuldigung des Unsauberen Bergh-Ahe Esch; we wäscht H.ən on Föss (Füchse), seit de Frau, do liet (liess) se ere Blagen ongewäschen laupen NBerg. Bis du kummscht, is der H. iwer de Heck Saarbr. De läft (läuft) su sihr we en H. Saar, Allg., — äs en spande H. Meiderich; alt H.ə lofe got die Alten haben Erfahrung Schleid-Hellenth; mer kann nit wiəten (wissen), wie der H. löppt wie die Sache sich verhält Elbf, Rees, Birkf. Der hat gewist (gewiesen), wo de H.ən herlafen er hat sich aus dem Staube gemacht Saarbr-Püttl; de legt (lügt) esu hurdig (fleck, sihr), as en H. iwer e dänne Bord läft Koch-Urschmitt, Kobl, Merz-Schweml. Dausend Johr sollste lafen wie en H. iwer en dänne Bord on zeröckkommen als Schleck (Schnecke)! Fluch Trier-Stdt; dat dich dat Gewierer su vill Klofter def en de Erd verschlög, as en H. en honnert Johren laufen kann! Neuw-Rodenb; ich wünsch, dat he su def unger (unter) der Erde wör, als nen H. en sibbe Johr höppe kann! Köln. Wenn's äm gut geht, hot mer lauter Verrer un Base; geht's äm schlecht, springe se fort wie de H.ə Kreuzn. Do löpp ene H., sät der Bas; lop em noə, sät der Boə; haut (halt) em op, sät der Mopp; schlag em an en Uəhr, sät Marjane Duər Heinsb-Kirchhv. Ech sein em H. nogelaf habe tüchtig geschafft Kobl-Cobern. De wess, wo H. (hin) höpp er weiss Bescheid Rip, Allg.; ich zeg (wis weise) dir, wo H. h. wo du dran bist, Zurechtweisung, Tadel, Drohung zum Schlagen Rip; we wess, wu H. h.? von vorneherein lässt sich nicht alles übersehen u. berechnen Prüm, Allg.; wer wess, wo H.ən höppen, hat der en gesat (gesagt), do hat de de Stropp (Schlinge) en't Euelsloch (Eulen-, Giebelloch) gehangen Gummb-Nümbrecht; et es schwor, enem H. et Höppe te verbene (verbiete) (verdrive) MGladb, Grevbr. Hem (heim) welle me drive, dann kiven (schimpfen) all de Wiver, dann höppen all de H.ən üver all de Frasen NBerg. Kathrinchen, K., gihste möt mir on't Gras; do peifen de Vigel, do höppt den H. Trier-Stdt. Viel H.ən, viel Spring, viel Heder (Häupter) (Köpp), viel Senn Prüm, Verbr.; vill Minuten, viel Schuten [Hülsenfrüchte darf man nur an der höchsten Stundenzahl (10, 11, 12 Uhr) säen], viel H.ən, viel Spring, viel Menschen, viel Sinn Daun-Tettschd. Wu mer hinkomm sen, war de H. iwer di He (Hecke) war es zu spät Wend, Saarbr, Birkf. De Schleck kennt esou gut zum Johr (vollen Jahr) wie den H. Prüm-Ihren; de Schl. künnt eso weit wie den H. Trier-Mehring, Köln; de Schnegel kommt so got an de Maidag wie de H. Elbf, Barm; Pengsten es de Schl. beim H. Bernk-Monzelf; et get em Schl. esou gout Nöt (Nacht) on Dag wei em H. Saarbg-Faha; de Schl. rommt (räumt, macht voran) der nett wäll as den H. Klev; de Schl. hot den H. gefang der Langsame hat den Flinken eingeholt Trier-Mehring. Et löpt den H. ok wäll so schnell, de Kuhw, die kümmt der äwer wäll Klev; me wett nit, wie de K. enen H. fengk (mar niet in et laupen) Mörs; em lahm K. grippt och noch wahl ens ene H. Kemp-SPeter; wenn et nor Gröden (Grösse) geng, lep de K. dem H.ən för SNfrk, Rees, — da mit (müsste) och en Ochs en H.ən erlofen Prüm-Mürlenb; mer sieht om Onlof, wenn de Kuh den H. iwerrennen will Daun-Strohn. De keicht, mer mänt (meint), er hätt e H. erjagt Simm-Kellenb. De Kerk es kene H. (sie löppt nit futt) sagt der zur Eile angetriebene Kirchengänger Kref, Rees, NBerg, Köln. Mak nit, dat dech den H. derduərgeht! ruft man dem Schnitter zu, der noch ein Stück Getreide zu mähen hat Kemp. Dem es ene H. dur de Ben gelope dem O-Beinigen Kemp, MGladb, Neuss; dem höppt en H. tüschen de Bein Kobl-Vallendar; de ka gene H. ophaute (aufhalten) Heinsb-Lümb. En orndliən H. mecht Männche um Gros; e soll studeren fir danze ze lehren; e danzt lan (allein) of de hinnigschde Ban (Bein) Bernk-Gornhsn. Leg (streu) dem H. Salz op de Schwanz (da bleift he stohn)! zu Kindern, die einem enteilenden H. zusehen Bitb, Allg. — Völl Hong (Hunde ) es der H.ən Duət SNfrk, Allg.; völl Höng kriegen den H.ən onger (unter) NBerg. Wo H.ə sind, sind ok Hond wo Licht, da auch Schatten Mörs. Met unwellige Hung es schlech H.ə fange Köln; et hat sech wall H.ə gefange met lamme Honn May-Trimbs. Wenn der Hund net geschess hätt, hätt e de H. krit zur Verspottung des ‘wenn’ Ottw, Verbr. Wer zwei H.ən well, krit deck (oft) kanen Mos. De gestodege (stete) Jäger kregt den H. Emmerich. De wellt de H.ə met de Tromm (Trommel) fange er will unmögliche Dinge tun Aach, Eup. Met Speck fängt me Müs, äver ken H.ə Aach-Warden. Hej mende, hej hatt ene decke H. gefange, mär et was noch gen Knind (Kaninchen) Klev-Pfalzd Goch. Bau (bald) es enen H. gefange (geschosse); hetts du em fasgehaue (gehalten), da wier heə dich net laufe gegange scherzh. wenn einer das Wort ‘bald’ häufig im Munde führt Aach, Verbr.; ball es noch ken H. gefall Ottw-Bub; näst as ken H. geschoss Trier-Mehring. Wann't de Gröt (Grösse) dähj (täte), kus (könnte) en Perd en H. fangen Rees-Haldern. Men mott den H.ən scheiten (schiessen), wo he löppt Ruhr. En zidderige Jäger gerəit (gerät, trifft) och olt es en H. Prüm-Ihren. Wann de Schöss all tröfe, soll der Schinner (Düvel) H. sin Köln. Wie ne geschoussen H. do lige regungslos Schleid-Hellenth; der ears äwer geborzelt we'n geschossenen H. Merz-Erbring. Die Treiber rufen bei der Jagd: H., hopp, h. h.! Allg. Den H. weərd us je Stöck gedreve gesagt, wenn die letzte Kartoffelreihe ausgemacht wird Eup-Raeren; will (jetzt) kumme mer an den H. Schleid-Dollend. Dem han ich alt männiche H. en de Köch gejät (gejagt) Dienst erwiesen Bergh-Buir. En H. ströppen mit der Schlinge fangen, wildern Rip, Allg. De ös su mager wie ene gefellte (geschundene) H. Kemp-SPeter. En glöcklichen Öwergang, seat de H., do trocken se em dat Fell öwer de Oahren Elbf. Dat wor H. för döm er hat ein gewinnbringendes Geschäft gemacht; enge fetten H. schnuve vorteilhaften Einkauf machen; genge H. a jet geschnappt han bei einem Gelegenheitskaufe keinen besonderen Vorteil haben Aach. Do hant mir der H. in der Sack gekoft unbesehen Aach-Stolbg. E gout Kaz is mer leiwer wie e schlecht Hos-che Bernk. Nu lett (liegt, setz) der H. em Peffer! die Sache geht schlecht Rip, Allg.; er hot gemerkt, wo de H. im P. leit er hat den Kernpunkt einer Sache gemerkt Simm, Birkf. Hej hät de H. in de Ek (im Essig) seine Frau ist schwanger Klev-Warbeyen. Der den H. frett met samt dem Fell, der kömmt en dei Hell Wippf-Stdt. Er is ke heiriger (heuriger) H. er ist nicht dumm Saarbr; der is aller H.ən Muder sehr pfiffig Saarl-Berus. Du häs en Mull wie de siebzig, ävvel Kurasch wie ene H. MGladb. Der het wat vam H. ein dummer oder feiger Mensch Gummb. Dat dech der H. kratz; do soll dech doch der H. kratze! Verwünschung Eusk, Bergh. De H.ə rochen der Nebel steigt auf Neuw-Kurtschd (s. Fuchs). Dat Brut es gut, do hot den H. dregestrich gutes frisches Kornbrot Mos. Enem legen och de H.ən Eier, dem angern net emol de Hohner Berg. Den os Fuss (Fuchs ) on H. zuglech muss doppelte Arbeit verrichten, schlau u. behende sein Prüm, Bitb, Trier. Eich wess von neist, mei Name es H.ə Birkf-Herrst. Märgerot (Morgen-), M. meckt den H. enne natte (nassen) Pot (Pfote) Geld-Schravelen. Henger Hutze Hus hat Hutze Hermann hongert H.ə hüəre houste Schnellsprechübung MGladb, Verbr. — Rätsel u. Scherzfragen. Et lep ene Verfot (Vierfuss) henger (hinter) en Hött; du koəm ene Twifot (Zweifuss) on noəhm öm möt Hase u. Jäger MGladb. Ver (4) H.ə lope op e Wäschke; ge kosch (konnte) et onger (andern) bikomme (erreichen) der Windmühlenflügel; et liepe ver Häske op e schmal Wäschke, gen en, wat sech bikoəm Haspel Heinsb-Aphv. En Houhn, die drünkt (trinkt) en pisst neit; ene H., de pisst en dr. neit, ene Esel, de hät ei rundj (runder) Fottloək (Arschloch) en schitt (scheisst) veiəreckige Kötele was sind drei Weltwunder? Heinsb-Millen. Wie hesch (heisst) dat Dier; et hät ken Ogen, ken Uhren, kene Sterz, ken Ben, ken Hock (Haut) on och ke Blot? der H. hat Seher, Löffel, Blume, Läufer, Balg u. Schweiss uWupp. Et geng ens en Frau an de Mosel on wosch sich de Knosel; do kom ne Mann derlängs gegange, de hott ne Hörig (haarig) erushange; do dat (dachte) de Frau bei sech, höff ich de Hörig nu dren eine Frau sass an der Mosel u. wusch den Kochkessel; da kam ein Mann mit einem H., der aus dem Rucksack heraushing, u. die Frau wünschte sich den H. in den Kessel Schleid-Wollenbg. Wo leve itzen (jetzt) de mihschte (meisten) H.ən? auf der Erde uWupp. Wenn eich nummen wesst, der met zwei Leffeln fresst? Bernk-Hottenb. Waröm schlep (schläft) der H. möt oəpe Oge? Antw.: well dat e se net to kann nipe MGladb, Verbr. Waröm guckt den H. henner sech, wenn de Honn henner ehm sen? weil er hinten keine Augen hat Bernk-Gonzerath, Allg. Wäröm löft der H. füər enem wisse (weissen) Hong (Hunde) flöcker wie füər enem schwatze? er meint, der Hund hätte sich et Kamesol usgetrocke on könnt en Hembsmauen (Hemdsärmeln) flöcker lofen uWupp. Wann löpp der H. üəver de mehste Löəker (Löcher)? Wann e üəver de Stoppele löpp MGladb, Verbr. Warem läft (läuft) der H. iwer de Berg? Wenn e Loch do wär, däht er dodurch lafe Bernk-Allenb. We wit löpp de H. duər de Bosch? Bös en de Medde, dann löpp he wedder drut MGladb, Bernk-Graach, uWupp. Of welch Seit fällt der H., wenn er geschosse est? auf die äussere Seite des Felles Koch-Laub. Wat bedeit et fer e Ongleck, wenn der H. iwer de Weg läft? Det mer en net kreit (kriegt) Bernk-Bruchw. Wann hät der H. Tangkping (Zahnpein) (wann dohn dem H. de Zäng am wihtsten)? Wenn der Hongk öm bitt (beisst) MGladb, Verbr. En Blinde sohch en H., un en Lahme liep em no un kreg em, un en Nackse stoək (stach) em in de Täss (Tasche); wat es dat? eine Lüge Meiderich. Zweng (2) Vedder on zw. Söhn sohch mer of et Jogen (jagen) gehn; drei H.ən schossen se, alle drei delten (teilten) se, on jedver äner bracht äne hem? es waren Grossvater, Vater, Sohn Neuw (o. O.). Enne Jäger ging up de Jag; wievöl H.ən schott hei, 1, 2, 3 Abzählreim Mörs. Haskohlass, Rehkleeass, Fuchsdelamentass (schnell zu sprechen); wat es dat? H. Kohl ass, Reh Klee ass, Fuchs die lahm Ent ass Koch. — Kindersp. H. schiessen einen flachen Stein über eine Wasserfläche hüpfen lassen Saarbr-Püttl. H. op den Berg, H. us dem Loch Gummb-Berghsn. H.ə jagen, Häs-ches, H. un Hund, H. un Jäger ein Kind mit einem Stock sucht die andern K. auf einem grossen Terrain dreimal zu berühren; die so Getroffenen werden nun seine Hunde u. helfen ihm die übrigen fangen Allg.; onger (unter) welchem Struch setz der H.? Sieg-OPleis; Häsken jagen das Wettstricken Ess. Häs-che es gebrode gesagt, wenn der zu suchende Gegenstand versteckt ist Sieg-ODollend, Kobl-Bubenh Rübenach. Häs-che kruch (krieche) dörch den Zong (Zaun) ein Brückensp. Schleid-Hellenth; krup (kriech), Häsken, dör den Boss (Busch), kr., H., dör den B., kille, k., Kattendanz, de ganze Klomp kapot gedanzt, wellen es gau ene neje make van dij alde Bohnestake; kille, k., Kattendanz, de ganze Klomp kapott gedanzt Klev, Rees. Häske jage, Kaninke knaəje, latt os hie ens durgoəhn! MGladb-Schiefendahl. Häske, H., recketetäske! ein grösseres Kind, welches an jeder Hand ein kleines führt, singt diese Worte, indem es die beiden Kleinen gegeneinanderlaufen lässt Emmerich. H., Fuss (Fuchs), Kauert (Eichhörnchen) Bohnenratesp. (s. Bohne) Sieg. — Kinderlied. Die Kinder rufen dem H. zu: H., dick, d., d.! Bitb-Ernzen. H. sot (sass) en de Kulen, het (hatte) wat en de Mulen, sot do on schlep (schlief); arme Ditzken, bös du krank, dat du nit meahr höppen kanns? H., H., höpp! Elbf, Verbr. Häs-che, mach dech of de Lappe; de Hond es der of de Kappe! Altk-Willr. H., H., höpp met de lange Schöpp, met de korte (kurzen) Ben, küt om Rögge hem! Köln-Efferen. H., H., mach grusse Schrett; de grine Soldat kemmt henner der met! Neuw-Dierd. Hotz, har, hü, van Eupen op Seri, van dodann bos en der Nonnebösch, do fenge mir en fette Fesch on en f. H., on de konnte mir net mih jage, do mote (mussten) mir en schesse; puh, do lit der H. em Gras Kniereiteld. Schleid-Berk; hott, h., rije no Kölle van der Wije, va K. no gene ruə Bosch, da sitt ene decke fette H., deə kackt ous Kendje op gen Nas, Nis, Nous, Naz! Eup. Eins, zwei, drei, hicke, hacke, hei, hicke, hacke, Hawerstroh, Vader ist ein Schnitzler worden, schnitzelt mir ein Bolz, zieh ich mit in's Holz, zieh ich mit in's grine Gras; guck mal, Kinnchen, was is das. Kind, das ist ein weisser H.; puff, den schiess ich uf die Nas; dripp, drapp, du bist ab! Simm-Laub. One, done, Hasenjagen, wen nit löpp, den wellt wi jagen öwer de Rhin, öwer de Schwin; wen sall Peternöllken sin? P. schlug sin Föllken, knitz, knatz, Bier, Brot, Mus, dot Dinsl-Gahlen. — Volksgl. Wenn beim Mähen der letzten Garbe in der Nähe Kinder stehen, so wird ihnen in Aussicht gestellt, dass bald ein H. herausspringe, oder der Schnitter sagt zu den Aufnehmern: makt, dat us der H. nich dervanlöpt, dat ühr den H. kregt; jetzt moss der H. herus; jetzt kriegen ve den H. Waldbr, Gummb, Wippf; bei der letzten Garbe wird der H. herusgedrevve Schleid-Berk, Eup-Raeren, Dinsl-Voerde; vor dem Mähen der letzten Ecke des Feldes liefen alle Schnitter um sie herum und riefen: H., wej motten den H. fangen! Klev, Rees; früher liess man einige Halme für den H. stehen Rees-Ringenbg; im letzten Rest der stehenden Frucht sitzt der H., der von den Kindern gesucht wird; dann werden die zertretenen Reihen gemäht Aach-Dorff; kommen die Arbeiter beim Kartoffelausmachen an den letzten Strauch, dann sagen sie: jetz kunn mer an den H. Schleid-Dollend (s. Wk. III 6). — Einem H. zu begegnen, bedeutet Unglück Allg.; läuft einem ein H. über den Weg, so bedeutet dies freundlichen Empfang Birkf-OBromb. Sagen vom dreibeinigen H., ewigen H. sind im rhein. Sagenschatz allg. verbr. Der Glaube an den Osterhasen ist jüngst eingeführt; ich wass (weiss), was ich w.; des Hinkel is de H., die Modder färbt die Ajer un let (legt) se in des Gras Kreuzn-Langenlonsh. — b. zahmes, gezüchtetes Kaninchen, auch Stallh. Verbr. — 2. übertr. a. persönl. α. feiger, banger Mensch Allg. — β. Häs-chen, mei H. Kosewort für kleine Kinder, von der Mutter gebraucht Allg. — γ. Hosen Kinder kleiner Leute Koch-Leienkaul. — δ. dat is H. starker, draufgängerischer Kerl Eup. — ε. ein Schwein, das sich schlecht mästen liess Mörs. — ζ. ene falsche H. broəne eine Katze MGladb. — b. sachl. α. gebrodene H.ən gebratene Kartoffeln Zell, Trier-Bonerath. — β. blinder H. in der Pfanne gebackener Hackfleischkloss Rees. — γ. grosses Butterbrot des Bergmannes, Waldarbeiters Altk-Birken. — δ. langgestrecktes gabelförmiges Fleischstück im Schweine (Kalb), von den beiden Vorderbeinen bis zum Nabel, in die Nierengegend reichend, Lummer, Filet Rip, Nfrk; das Stück vom Schwein am Übergang vom Halse zu den Rippen Birkf. — ε. Nikolausgebäck in Form von H. (auch zu Weihnachten), H.ən on Joffer, H.ən on Poppen, H.ən on Dütz Rhfrk, Mosfrk. — ζ. weicher, weisser Knochen beim Schweine, der Knippknouch Bergh-Blatzh, Aach-Walh. — η. Häs-che Tannenzapfen, Kiefernapfel Simm-Manneb, Bernk-Graach, Trier-Beschd, Merz. — θ. Häs-che das kleine, silberne 20Pfennigstück (bis 1880) Simm-Laub. — ι. Weitung, auf dem Leisten aufgespannt, damit der Schuh fester auf dem L. sitzt Kreuzn. — κ. H. kriə nachsitzen müssen Erk-Körrenz. — λ. de H. bauen sich schnell aus dem Staube machen Kobl; den H. maken Kref. — μ. H.ə hexen ein Kartensp. MGladb.
17955 Zeichen · 442 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    hase

    Althochdeutsches Wörterbuch

    hase Beitr. (Halle) 85,39,6 s. haz.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    HASEswm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    HASE ( ahd. haso Gr. 1,681. Graff 4, 1049 ) swm. hase. diz vliegende bîspel ist tumben liuten gar ze snel, sine mugens n…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    haseM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    hase , M. Vw.: s. hāse (1)

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Hase

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Hase , des -n, plur. die -n, Diminut. das Häschen, Oberd. Häselein. 1. Eigentlich, ein fünfzehiges, mit Haaren verse…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Hase

    Goethe-Wörterbuch

    Hase auch ‘Haas(e)’, einmal ‘Haße’ B1,15,11 JJRiese 1 als Wildtier a allg, auch als potentieller Schädling; einmal meton…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hase

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +7 Parallelbelege

    Hase (Lepus) , Gattung Säugethiere aus der Ordnung der Nagethiere, mit einer doppelten Reihe oberer Schneidezähne, lange…

  7. modern
    Dialekt
    Hase

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    Hase Band 1, Spalte 1,632f.

  8. Spezial
    Hase

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ha|se (Leporidae) m. (-n,-n) ‹zool› 1 lou (loi) m. 2 (Hasenweibchen) loura (-res) f. 3 ‹infant› nicio (nici) m. ✒ wer zw…

Verweisungsnetz

228 Knoten, 219 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 12 Hub 3 Wurzel 1 Kompositum 193 Sackgasse 19

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hase

1.137 Bildungen · 1.096 Erstglied · 39 Zweitglied · 2 Ableitungen

hase‑ als Erstglied (30 von 1.096)

Hase(n)ampfer

Idiotikon

Hase(n)ampfer Band 1, Spalte 240 Hase(n)ampfer 1,240

Hase(n)balg

Idiotikon

Hase(n)balg Band 4, Spalte 1210 Hase(n)balg 4,1210

Hase(n)bir(eⁿ)

Idiotikon

Hase(n)bir(eⁿ) Band 4, Spalte 1488 Hase(n)bir(eⁿ) 4,1488

Hase(n)bolleⁿ

Idiotikon

Hase(n)bolleⁿ Band 4, Spalte 1173 Hase(n)bolleⁿ 4,1173

Hase(n)brünzler

Idiotikon

Hase(n)brünzler Band 5, Spalte 771 Hase(n)brünzler 5,771

Hase(n)brōt

Idiotikon

Hase(n)brōt Band 5, Spalte 963 Hase(n)brōt 5,963

Hase(n)bürstli

Idiotikon

Hase(n)bürstli Band 4, Spalte 1610 Hase(n)bürstli 4,1610

Hase(n)bōn(eⁿ)

Idiotikon

Hase(n)bōn(eⁿ) Band 4, Spalte 1312 Hase(n)bōn(eⁿ) 4,1312

Hase(n)chlē

Idiotikon

Hase(n)chlē Band 3, Spalte 608 Hase(n)chlē 3,608

Hase(n)chrīs

Idiotikon

Hase(n)chrīs Band 3, Spalte 854 Hase(n)chrīs 3,854

Hase(n)chrūt

Idiotikon

Hase(n)chrūt Band 3, Spalte 895 Hase(n)chrūt 3,895

Hase(n)chuss

Idiotikon

Hase(n)chuss Band 3, Spalte 528 Hase(n)chuss 3,528

Hase(n)chȫl

Idiotikon

Hase(n)chȫl Band 3, Spalte 212 Hase(n)chȫl 3,212

Hase(n)drāt

Idiotikon

Hase(n)drāt Band 14, Spalte 1443 Hase(n)drāt 14,1443

Hase(n)ei

Idiotikon

Hase(n)ei Band 1, Spalte 17 Hase(n)ei 1,17

Hase(n)epfel

Idiotikon

Hase(n)epfel Band 1, Spalte 370 Hase(n)epfel 1,370

Hase(n)fratz

Idiotikon

Hase(n)fratz Band 1, Spalte 1343 Hase(n)fratz 1,1343 A

Hase(n)frauʷ

Idiotikon

Hase(n)frauʷ Band 1, Spalte 1246 Hase(n)frauʷ 1,1246

Hase(n)frāss

Idiotikon

Hase(n)frāss Band 1, Spalte 1317 Hase(n)frāss 1,1317

Hase(n)fuess

Idiotikon

Hase(n)fuess Band 1, Spalte 1092 Hase(n)fuess 1,1092

Hase(n)g(e)jäg

Idiotikon

Hase(n)g(e)jäg Band 3, Spalte 20 Hase(n)g(e)jäg 3,20

Hase(n)gaggleⁿ

Idiotikon

Hase(n)gaggleⁿ Band 2, Spalte 166 Hase(n)gaggleⁿ 2,166

Hase(n)gericht

Idiotikon

Hase(n)gericht N. Band 6, Spalte 356 Hase(n)gericht N. 6,356

Hase(n)gras

Idiotikon

Hase(n)gras Band 2, Spalte 794 Hase(n)gras 2,794

Hase(n)guetnacht

Idiotikon

Hase(n)guetnacht N. Band 4, Spalte 643 Hase(n)guetnacht N. 4,643 M.

Hase(n)gīr

Idiotikon

Hase(n)gīr Band 2, Spalte 406 Hase(n)gīr 2,406

Hase(n)hörnli

Idiotikon

Hase(n)hörnli Band 2, Spalte 1621 Hase(n)hörnli 2,1621

Hase(n)jagd

Idiotikon

Hase(n)jagd Band 3, Spalte 23 Hase(n)jagd 3,23

Hase(n)lätsch

Idiotikon

Hase(n)lätsch Band 3, Spalte 1532 Hase(n)lätsch 3,1532

Hase(n)löffel

Idiotikon

Hase(n)löffel Band 3, Spalte 1155 Hase(n)löffel 3,1155

hase als Zweitglied (30 von 39)

Afterhase

Adelung

after·hase

Der Afterhase , des -n, plur. die -n, S. Adelung Meerschwein .

Báchhase

Adelung

bach·hase

* Der Báchhase , des -n, plur. inus. im gemeinen Scherze einiger Gegenden, der Nahme eines Wassermußes oder Wasserbreyes, welcher auch wohl …

beinhase

DWB

bein·hase

beinhase , m. pfuscher. Felsenb. 2, 190. s. bönhase .

bönhase

DWB

bon·hase

bönhase , m. opifex extra tribum opus faciens, pfuscher, stümper, humpler, ein niederd. wort ( brem. wb. 1, 117. Schütze holst. id. 1, 124 )…

buschhāse

MNWB

busch·hase

buschhāse , m. , der zünftige Geselle, der zeitweilig auf dem Lande arbeitet (schwed. buskhasa. Vgl. Z. f. d. Wortforschung 8, 192).

dachhase

DWB

dach·hase

dachhase , m. scherzhaft für katze, als kein dachhase auf den ziegeln Prätorius Katzenveit 51 . s. bönhase .

feldhase

DWB

feld·hase

feldhase , m. lepus campestris, zum unterschied von dem waldhasen.

grundhase

DWB

grund·hase

-hase : diejenigen ( hasen ), welche sich in den gründen und thälern aufhalten, ( heiszen ) grundhasen Krünitz 22, 101 ; nach Campe 2, 472 a…

holzhase

DWB

holz·hase

holzhase , m. hase der im walde lebt, gegensatz zu feldhase.

Klosterhase

Wander

kloster·hase

Klosterhase Wer einen Klosterhas erwischt, muss ihn in Busen stecken, sonst entrinnt er ihm wieder. – Klosterspiegel, 74, 13.

Klotzhase

Wander

klotz·hase

Klotzhase Es ist ein Klotzhaas. – Germania, V, 322. Für Grobian.

kohlhase

DWB

kohl·hase

kohlhase , m. nur als scherzhaft für kohlgärtner bei Adelung unter letzterem wort, bei Leipzig gebraucht; Kohlhas als name schon im 16. jh.,…

kōlhase

KöblerMnd

kōl·hase

kōlhase , M. nhd. Heuschrecke ÜG.: lat. locusta Hw.: s. kōlsprinke E.: s. kōl (1), hāse (1) L.: MndHwb 2, 614 (kôlhāse), Lü 182a (kôlhase)

Lampe (Hase)

Wander

lampe·hase

Lampe (Hase) Lampe (Hase). Er gehört zur Familie Lampe. Ist furchtsam.

märzhase

DWB

maerz·hase

märzhase , m. ein hase vom ersten satz. Nemnich 3, 384 ; du bist toll wie ein märzhase. Freytag handschr. 3, 75 .

meerhase

DWB

meer·hase

meerhase , m. name des fisches cyclopterus lumpus. Nemnich 2, 1337 . auch eine art im meere befindlicher nackter würmer mit gliedern, tethys…

sackhase

DWB

sack·hase

sackhase , m. in manchen gegenden eine fehlerhaft gepflügte stelle im lande, die entsteht, wenn der pflüger die pflugsterze nicht überall gl…

sandhase

DWB

sand·hase

sandhase , m. 1 1) eigentlich, auf sandboden lebender hase. Nemnich 2, 381 . Adelung. dann auch eine art kaninchen, dem hasen an grösze und …

satzhase

DWB

satz·hase

satzhase , m. heiszt in der jägersprache die häsin ( s. satz 1, m ): das weiblein heist der satz-hase, oder die häsin. Döbel jägerpract. 1, …

schalhase

KöblerMhd

schal·hase

schalhase , sw. M. nhd. aufgescheuchter Hase Q.: StiftZwettl, Urk (1294) E.: s. schal (2)?, hase W.: nhd. DW- L.: WMU (schalhase N622 [1294]…

Ableitungen von hase (2 von 2)

Emphase

Pfeifer_etym

Emphase f. ‘(affektvoller, übertriebener) Nachdruck (beim Reden), Eindringlichkeit’, um 1700 wohl unter Einfluß von gleichbed. frz. emphase …

urhase

Lexer

ur-hase swm. urus, aurochs od. urhase Voc. 1482.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „hase". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/hase/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „hase". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/hase/rhwb. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „hase". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/hase/rhwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_hase_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„hase"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/hase/rhwb},
  urldate      = {2026-05-13},
}