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stallen

mhd. bis sprichw. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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25 in 15 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

stallen verb.

Bd. 17, Sp. 612
stallen, verb. in einem stall unterbringen, im stalle stehen. das wort scheint auf das deutsche sprachgebiet beschränkt, denn das vereinzelte stalla, das die isländ. annalen zu 1413 bieten (Cleasby - Vigfusson 587b), kann ebenso wie das schwed. stalla, n. stalde und stalle, aus dem deutschen entlehnt sein. es findet sich mhd. fast ausschlieszlich in mitteldeutschen quellen und hier schon im 12. jahrh. (Rother 1092), oberd. kommt es erst später und vereinzelt vor (bei Heinrich v. Neustadt), im mnd. ist es von anfang an üblich, ebenso begegnet es im nl. [] (schon mnl.?). in den lebenden mundarten scheint es all gemein verbreitet zu sein: schweiz. stalla Tobler 406, in Basel stalle Seiler 276b, bair. stallen Schm. 2, 746, tirol. Schöpf 698, steir. Unger-Khull 568b, kärnt. stálln Lexer 238; rhein. Kehrein 1, 387, hess. Vilmar 395; preusz. Frischbier 2, 361a. nd. stallen Strodtmann 227 f. brem. wb. 4, 989. Schütze 4, 185. Dähnert 457a. Mi 86a. Danneil 208b. Stürenburg 261a. ten Doornkaat Koolman 3, 298b. Schambach 208b. Bauer - Collitz 98a. stallen berührt sich vielfach mit stellen, vgl. das. 11) in der ältern sprache hat stallen in der regel transitive bedeutung 'vieh in einen stall tun oder im stalle halten'. im mhd. wechselt stallen mit stellen (prät. stalte) und kann als nebenform dazu angesehen werden; mnd. kommt in diesem sinne nur stallen vor. vgl. auch Weigand 2, 793. stabulare hd. stallen, vlg. stellen. Dief. gloss. 550a; stallen, in den stall thun, establer, loger et mettre à l'estable. Hulsius 305b; recondere in stabulum. Schottel 1420; s. ferner Adelung (2, 2, 2). ebenso nl. stallen, in den stal stellen, stabulare, in stabulo locare. Kilian 2, 628b. in neuern mundarten sowol in den österr. alpenländern wie norddeutsch bezeugt, s. Unger-Khull 568b (ältere sprache). Lexer 238. Frischbier 2, 361a. Dähnert 457a. Danneil 208b. brem. wb. 4, 989. Stürenburg 261a. ten Doornkaat Koolman 3, 298a (1). 1@aa) gewöhnlich mit acc. des objects, zumeist von pferden: so der bischove kumet in die stat, so sol man sine ros stallen in dem stadelhove. Straszburger stadtr. (13. jahrh.) § 90 bei Grandidier hist. de l'égl. de Strasb. (1776) 2, 78; die recken stalletin ir ros unde geherbergetin ûffe dene hof. Rother 1092; sîne ros und sîne pfert lîʒ er zu den statin stallin, dâ ê hatin dî brûdre ire pfert gestalt. Nic. v. Jeroschin 8324 f.; auff solches freündtlichs erbieten gieng Hugo mitt seinem vettern Simon in sein hausz, und stalt sein pferdt, zoch seinen harnisch unnd rüstung ab. Huge Schappler (1537) 5b; als er nun sein herberg eingenam, unnd sein pferdt gestalt, trat er auff den palast für den künig. 10b, mit zusatz: sprach: 'stall dein rosz, du harfner stolz, geh, stall es in den stall! ein'm solchen harfner es nicht ziemt, zu stall'n in königs hall'. Herder 25, 239 Suphan (n. Esthmer); wir wollen die pferd' in des feindes stall stallen. ped. schulfuchs 213. 1@bb) auch vom unterbringen der pferde in andern räumlichkeiten: an deme selven jare quam de koning Godefrid unde Sifrid mit den Normannen ... unde stalleden ere perede an den kirken. deutsche chron. 2, 155, 19 (sächs. weltchron. 143); (markgr. Otto v. Brandenb.) vormat sik dummeliken, he wolde des anderen dages sine perde stallen laten in den dom to Magdeborch. d. städtechron. 7, 157, 5; ouch so branten sy (die Normannen) virwar dy stede Colne und Trire gar, und stalleten yr phert geyn Ache in daz palas zu eyner rache. Kirchberg mecklenb. reimchron. 603, 6; die pferde rissen sie die stieg' hinauf, sie in die säle stallend. Grabbe 3, 123 Grisebach (Friedr. Barb. 1, 1). 1@cc) im mnd. kommt stallen in diesem sinne häufig absolut, mit auslassung des objects perde, vor, wobei sich dann die allgemeinere bedeutung 'sich einquartieren, lagern' ergiebt, s. Schiller-Lübben 4, 357, z. b.: wanne se oc volk legghed up de Kalenborch, dat en scal in use eder user borchmanne huse nicht stallen weder usen willen. Sudendorf urkundenb. 1, s. 233, 42 (nr. 428, vom j. 1327); in demesulven iare do stallede koningh Philippus vor Brunswic, over de stat blef unghewunnen. Lübecker chron. 1, 79. ebenso in md. quellen: und zogin vur di Balge hin ... unde stalletin dâvor. Jeroschin 5423; und (die Normannen) czogin mechtig vor daz mere übir dy Czene (Seine) mit irme herre, und stalleten vort vor Parys. Kirchberg mecklenb. reimchron. 602, 48; der könig hub sich uf dy vart, mit heres kraft genende durch czoch er alle dy Wende ... und stallete vor Havelbergk. 639, 49. [] auch mhd. stellen wird in dieser weise gebraucht, s. das. daneben vereinzelt mit dem dativ: ir rosz zugen sy an das lant, den ward gestallet zehant. Heinr. v. Neustadt Apollon. 13885 Singer. auch noch nhd. absolut gebraucht: zihe von stundan ... von dannen, dz du zum aller lengsten des morgigen tags in deins lands grentzen und boden legerst unnd stallest. Garg. s. 343 neudr. 1@dd) von anderm vieh: sollen dieselbigen schwein, da si anderst betretten, gestalt und eher nit herausz gelassen .. werden. steir. taid. 486, 41; ob es sich geb, das unsers hirten vich hinab gieng .., das solten si weder stallen noch taidigen. tirol. weisth. 1, 249, 15; wer ain vihe an seinem schaden vindet .., der sol eʒ stallen, und ist nicht gepunten, auz ze geben, man setze im danne ain ander phant. 4, 392, 35 (Brixen 1378); hat aver ainer vihe gestallet und daz niemant darnach chumpt, so sol er ez zwen tag in seinem stalle haben und sol ez danne gen lazzen. 393, 4; (Laban) ... ladet jn (Eleazar) in sein hausz, und füret jn mit sich, und stallet jm die camele. Mathesius hochzeitpred. 26b; welcher haus-vater kauffet ihm schafe, und bedencket nicht, wohin er sie stallen will? Martin Möller geistr. erkl. der evangel. (1729) 280a; wo ist ein hirt, der nicht sorget für seine schafe? für das erste, wie er sie wasche und reinige. für das zweite, wohin er sie stalle. 379a; doch kaum waren die kameele gestallt, — und die sättel abgeschnallt. Rückert (1882) 11, 415 (25. mak.); alle die schaf' und ziegen sind mein: viel irren in thälern; viel auch decket der wald, viel sind auch in höhlen gestallet (stabulantur in antris). Voss Ovid nr. 54, 65 (metam. 13, 822). 1@ee) selten und stets mit besonderm nebensinn wird stallen auf menschen angewandt: (die bürger von Magdeburg) vengen den markgreven ... und vorden on to Magdeborch ... und beholden also lange, dat me om makede eine kisten van dicken bolen: dar stallede me on in. d. städtechron. 7, 157, 17 (mit bezug auf z. 7, s. unter b, vgl. auch stall 5, e, β); denn ich bin, was ihr habt an unterthanen, mein eigner könig sonst; und stallt mich hier in diesen harten fels, derweil ihr mir den rest des eilands wehrt. Shakesp. 4, 249 (sturm 1, 2). 22) seltner findet sich stallen in der entsprechenden intransitiven bedeutung 'im stalle stehen, seinen aufenthalt haben': stallen, gestallet, stabulari, sepire, et in genere cohabitare, nutriri. Stieler 2118; stallen, stallare cioè stare in istalla cioè nell' albergo. Kramer dict. 2, 904b; stabulari, in stabulo agere. Kilian 2, 628b. zunächst von thieren: es ist auch gar gebräuchlich, dasz in einer carawan ... camehle, pferde und esel sich befinden, und offt nahe bey einander stallen müssen. Olearius pers. reisebeschr. 301a. nicht recht klar ist: (1491) do begunde das wasser zu Erfforte zu wachsene ... das fele luthe musten blibe jn oren husern, etliche quomen da von, dy kowe swin unnd czegen stalleten jn ore dornczen, etliche uff dy bodeme. K. Stolle thür. chron. s. 172 Hesse. so auch: dasz letzlich sol der Todt verkehrt zum hammel seyn, und stallen zwischen höll' und himmel gantz allein. Opitz 4, 412 (H. Grotius 6). auf menschen übertragen: dasz ihr sprangt ins haus, ... wie pfänder euch in kisten schloszt und kasten, bey säuen stalltet. Shakesp. 1, 65 (n. Joh. 5, 2). in andern fällen, wo stallen von menschen gesagt wird im sinne von 'lagern', ist eher die bedeutung 1 anzunehmen und das obj. pferde zu ergänzen, s. 1, c. 33) sehr häufig ist eine übertragene anwendung von 1 und 2 auf menschen in der formelhaften redeweise (sich) mit einem oder mit einander, zusammen stallen, (nicht) stallen können, in der bedeutung 'sich vertragen'. dasz wirklich diese übertragung vorliegt, beweist das in demselben sinne vorkommende (nicht) in einem stall stehn, s.stall 4, e. s. ferner stellen und gestellen (II, 1 und III, 4, th. 4, 1, 4225 f.). 3@aa) älter ist die von 1 ausgehende reflexive ausdrucksweise: wenn aber zween eheleute einander überdrüssig werden, und sich mit einander gar nicht stallen und vertragen können, hat man das mittel, dasz eins darvon sich ins kloster begiebet. Olearius pers. reisebeschr. 111a; es kam dahin, dasz disz ungleiche paar (ein alter mann [] und eine junge frau), weil sie sich mit einander nicht wohl stallen kunten, durch einen scheide-brieff von einander gesetzt wurden. rosenth. 76a (6, 2); der hungarische könig Colomannus .. konte .. mit seinem bruder Almo sich nicht stallen, weil er ihn im verdacht hatte, ob stünde er nach der crone. Hahn hist. (1723) 3, 134; herzog Wladislaus I. von Böhmen ... konte sich mit seinem bruder .. durchaus nicht stallen. 176; in Neapel nahm ich mein quartier in einem andern kloster, weil ich mich mit den spanischen Augustinern nicht stallen konnte. Winckelmann werke (1847) 2, 410a; mit der ritterei stallte sich die bündlerei. Jahn 2, 667 Euler (merke 266); wer reich wil sein, für andern allen, kan sich allzeit mit gott nicht stallen. froschm. L 6a (1, 2, 13); o selig ist zur jeden frist ein ehlichs paar dasz sich viel jahr' in einigkeit mag stallen. Rist himl. lieder 3, 181; der hat sich sonsten nicht mit ihr wohl können stallen. Rachel sat. ged. 121 (jungfern-anat.). in den wörterbüchern erst spät gebucht: sie können sich nicht mit einander stallen, ferre alter alterum non potest. Frisch 2, 316b, vgl. Heynatz unter b. sick stallen auch nd.: as ick mick metten vaur (vater) nich estallen kon. nd. bauernkomöd. s. 17 (vgl. s. 120). in den heutigen nd. mundarten weit verbreitet, s. Strodtmann 227 f. brem. wb. 4, 989 (2). Schütze 4, 185. Mi 86a. Danneil 208b. Schambach 267b. Bauer-Collitz 98a. 3@bb) in der neuern schriftsprache gewöhnlicher intransitiv, an 2 anschlieszend: zusammen- sive miteinander stallen, propr. uno eodemque stabulô concludere, sub eodem tecto mansitare, metaph. autem concordare, concordibus animis jungi, unâ mente vivere. sie stallen nicht wol zusammen, eorum animi distrahuntur, inimicitias habent, et gerunt. Stieler 2118; zusammen - stallen, miteinander- ò beyeinander-stallen, stallare, vivere, stare assieme in buona pace e concordia. die wölfe und die schafe werden beyeinander stallen. sie stallen nicht wol zusammen. Christus und Belial stallen nicht beysammen. Kramer dict. 2, 904c; s. ferner Wachter 1581. Adelung (2, 1). Eiselein 576. Borchardt sprichw. redensarten2 1126. vgl.: sich stallen, sich mit einander stallen, anstatt sich vertragen, heiszt besser (ohne sich) stallen, mit einander stallen. Heynatz Antibarb. 2, 441. in der litteratur seit dem 17. jahrh.: will nur noch sagen, dasz es mich wundert, dasz ein Holänder sich zum Engländer hatt naturalissiren laszen; den mich deücht, sie stallen selten zusammen. Elisab. Charlotte 3, 632 (17. sept. 1715); so wenig wolf und lamm, oder stier und tieger zusammen auf die weide gehen, so wenig stallt schwärmerey und toleranz zusammen. Musäus physiogn. reisen 2, 67; bey solchen gesinnungen können wir wohl unmöglich lang zusammen stallen. 3, 5; Öser stallt ganz vortrefflich mit ihm; er hat eine hohe freude an dem tollen seefahrer. Karl August bei Merck briefs. 2, 185; ich (der Friede) stalle nimmermehr mit Trug und Tyranney. friedens weheklage (1640); füchse stallen nicht mit wölfen, und sie sind sich wie es scheint, von natur so spinnefeind, als die Gibellin und Guelphen. Lichtwer 105 (fab. 3, 18); so auch in hochd. mundarten: in Basel mit aim stalle. Seiler 276b; els. Martin-Lienhart 2, 589a; rheinfr.-hess. Kehrein 1, 387. Vilmar 395; straszburgisch: herr Jeh! wie däde mier so guet zuenander stalle! Arnold pfingstmontag 29 (1, 8). 44) in den bisherigen verwendungen ist stallen offenbar eine ableitung zu stall in der gewöhnlichen bedeutung 'stabulum'. andre gebrauchsweisen scheinen dagegen an die ältere bedeutung stall 1 anzuknüpfen; stallen kommt nämlich zuweilen auch in dem sinne 'halt machen' vor. soweit es sich dabei um länger dauernde niederlassung und aufschlagen eines lagers handelt, wird die bedeutung 1 anzunehmen und das object die pferde zu ergänzen sein, s. 1, c. auch in andern fällen ist dasselbe object theils ausgedrückt: die fier bruodern und ir vetter Magis hieltend nüt, untz das sy zwo oder dry mil geryttend; do stallettend sy ire pfert. Haimonskinder 27, 31 Bachmann; theils zu ergänzen, so: Cunz. halten! wir müszen ein mal auch stallen, die [] ross haben auszgehenkt. bisch. ja wol, so erschnaufen wir auch ein wenig. Schade sat. u. pasqu. 3, 277, 3; wir müszen ein mal stallen. 279, 3; maister, dein ross hat auszgehenkt. lasz uns stallen! 281, 44. doch ist fraglich, ob hier wirklich daran zu denken ist, dasz die rosse in den stall gebracht werden sollen, und nicht einfach ein haltenlassen gemeint ist. dagegen ist in folgender stelle weder an rosse noch an einen stall zu denken, da vielmehr von der landung der in einer art arche schiffenden Cimbern die rede ist: wi er sa tas [si] sichar schifften, unt auff tem Archmanberg all stallen. Fischart Garg. s. 44 neudr. (dicht. 3, 88, 41 Kurz). 55) stallen für stellen ist auszerhalb der unter 1 behandelten specialisierung nicht nachzuweisen. wenn im ältern nhd. öfter das prät. stallte = stellte oder das part. gestallt begegnet, so sind das die regelmäszigen alten bildungen zu stellen, s. das. (nur das subst. bestallung scheint ein bestallen vorauszusetzen, s. th. 1, 1650 f. vgl. Wachter 1581. s. auch stallung 3—5.) das nd. stallen, staelen, merces disponere, exponere, expedire, explicare vendendi causa. Kilian 2, 628b geht zunächst auf franz. estaler, étaler zurück, s. d. zweite stahl, sp. 553 f. und Frisch 2, 316b. 66) ganz abweichende bedeutungen finden sich endlich in nd. mundarten: 6@aa) gerinnen, dick und hart werden, wie das flüssige fett durch die kälte. brem. wb. 4, 989 (3); gestehen, gerinnen, von der milch. Campe (1, 1). 6@bb) ostfries. schreiten, grosze schritte machen. Stürenburg 261a (3, zu stall, ein groszer schritt, s. auch Frommann 4, 228); nach ten Doornkaat Koolman 3, 298b (3) dagegen: einen satz oder sprung machen, sich mit einem schwung worüber hin setzen, springen. 77) unverständlich ist mir: der langweilige Langheinrich, der sich einsetzte, um der sitzwelt auszer dem konterfei seines gesichts auch eines von den ländern in die hand zu geben, die er für würdig hielt, dasz er darin stallen liesz. J. Paul 32 (kom. anh. z. Tit. 2), 93.
14931 Zeichen · 392 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    stallen

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    stallen s. stellen;

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stallensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    stallen , sw. V. nhd. in den Stall bringen, aufstallen, unterstellen, unterbringen, stecken, sich vertragen (V.), friedl…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Stallen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    1. Stallen , verb. reg. neutr. & act. welches im ersten Falle das Hülfswort haben bekommt, harnen, den Urin lassen. Es i…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stallen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Stallen , beim Pferde soviel wie Harn lassen.

  5. modern
    Dialekt
    stallen

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    PfWB RhWB stalle n , stolle n [tàlə Bf. Str. Z. ; tolə Lützelstn. ] 1. übtr. auskommen mit jem. Mit dem is t ni t guet…

  6. Sprichwörter
    Stallen

    Wander (Sprichwörter)

    Stallen Sie stallen nicht wohl zusammen. – Eiselein, 576. Sie können nicht in Frieden beieinander leben. In Pommern: Sie…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stallen

39 Bildungen · 3 Erstglied · 33 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von stallen 2 Komponenten

stal+len

stallen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

stallen‑ als Erstglied (3 von 3)

stallen I

SHW

stallen I Band 5, Spalte 1287-1288

stallen II

SHW

stallen II Band 5, Spalte 1287-1288

stallen als Zweitglied (30 von 33)

Úmstallen

Campe

Úmstallen , v. trs . ich stalle um, umgestallet, umzustallen , anders stallen, wie auch, in einen andern Stall bringen. Das Vieh umstallen. …

afstallen

MeckWB

Wossidia afstallen Part. Perf. afstallt in adjektivischem Gebrauch, in der Bedeutung im Stall durch eine Wand abgeteilt: dissen Abend liggt …

ausstallen

DWB

aus·stallen

ausstallen , excludere stabulo, educere e stabulo, gegenüber dem einstallen, vgl. DWB ausschlagen .

bestallen

DWB

best·allen

bestallen , instituere, denominare, mit einer stelle begaben, musz aus dem häufigen subst. bestallung gefolgert werden und scheint durch ein…

Bleykrystallen

Adelung

bley·krystallen

Die Bleykrystallen , singul. inus. 1) Diejenigen Krystallen, welche man aus dem in Säuren aufgelöseten Bleye erhält. 2) Ein in Gestalt klein…

darstallen

DWB

dar·stallen

darstallen , dahin, in einen stall thun, huc stabulare, ich hab meine pferde nicht dargestallet, ein ander hats gethan Henisch 657 .

dincstallen

KöblerMnd

dinc·stallen

dincstallen , sw. V. nhd. vor ein Gericht stellen Hw.: s. dincstādelen E.: s. dinc (1), stallen L.: MndHwb 1, 432 (dincstallen)

einstallen

DWB

einst·allen

einstallen , stabulo recipere, collocare, dän. indstalde, vgl. mlat. installare, franz. installer: dasz alsdann der frühling einstall, wann …

Eisenkristallen

Campe

eisen·kristallen

Die Eisenkristallen , d. Ez. ungew. in der Scheidekunst, Kristallen, welche man durch Auflösung des Eisens in Säuren erhält.

Eisenkrystallen

Adelung

eisen·krystallen

Die Eisenkrystallen , sing. inus. Krystallen, welche man aus dem Eisen erhält, wenn dasselbe in Säuren aufgelöset worden.

gestallen

KöblerMhd

gest·allen

gestallen , sw. V. nhd. in den Stall bringen Q.: Flore, Wh (um 1210) E.: s. ge, stal W.: nhd. DW- L.: Benecke/Müller/Zarncke II/2, 559a (ges…

installen

WWB

ins·tallen

in-stallen V. [verstr.] in einem Stall unterbringen. En Peät installen ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Wl).

kristallen

Pfeifer_etym

krist·allen

Kristall m. ‘Bergkristall’, von gleichmäßig angeordneten ebenen Flächen begrenzter fester Körper, ahd. kristallo m. ‘Bergkristall’ (11. Jh.)…

krystallen

DWB

krystallen , zu krystall gestalten; folg. zu sich krystallen: in dem kalt-krystallten eise. Birken lorbeerh. o, wie mhd.: wie waʒʒer sich kr…

notstallen

MeckWB

notstal·len

Wossidia notstallen a. Spr. einzwängen: 'de Sathan ... nodtstallet unde bremset en (den sich mit Grillen plagenden Menschen)' Gry. Lb. 2, B …

nôtstallen

LW

nôt-stallen, sw. v. einengen, zwängen.

nōtstallen

KöblerMnd

nōtstal·len

nōtstallen , sw. V. nhd. einengen, zwängen, bedrücken Q.: Nic. Gryse Laienbibel 2 B 2r (1604) E.: s. nōtstal, nōt (1), stallen L.: MndHwb 2,…

ȫverbestallen

MNWB

oever·bestallen

° ȫverbestallen , ōver- , swv. : c. A. p. jemdn. (mit Gewalt) angreifen, schädigen, wêre ôk dat iemans unser ênen ādir uns bê(i)de mit unrec…

ȫverstallen

MNWB

overst·allen

° ȫverstallen , ōver- , swv. : c. A. p. jemdn. (mit Gewalt) angreifen, schädigen, wêret ôk dat îmant unser ê(i)nen edder uns bê(i)de mit unr…

umstallen

KöblerMnd

umstallen , st. V. Vw.: s. ümmestallen

upstallen

KöblerMnd

upstal·len

upstallen , sw. V. nhd. aufstehen? E.: s. up (4), stallen (1)? L.: Lü 454b (upstallen)

verstallen

DWB

verst·allen

verstallen , den harn zurückhalten, s. das. überstallen ' die zeit zum harnen übersehen, über diese zeit hinaus das pferd gehen lassen '. Hö…

ümmestallen

KöblerMnd

ümmestallen , st. V. nhd. umzingeln, belagern Q.: Köln. Bibel IV Reges 6, 14 E.: s. ümme (1), stallen (1) L.: MndHwb 3, 2, 84 (ümmestallen)

ōverbestallen

KöblerMnd

ōverbestallen , sw. V. Vw.: s. ȫverbestallen

Ableitungen von stallen (3 von 3)

bestallen

DWB

bestallen , instituere, denominare, mit einer stelle begaben, musz aus dem häufigen subst. bestallung gefolgert werden und scheint durch ein…

gestallen

KöblerMhd

gestallen , sw. V. nhd. in den Stall bringen Q.: Flore, Wh (um 1210) E.: s. ge, stal W.: nhd. DW- L.: Benecke/Müller/Zarncke II/2, 559a (ges…

verstallen

DWB

verstallen , den harn zurückhalten, s. das. überstallen ' die zeit zum harnen übersehen, über diese zeit hinaus das pferd gehen lassen '. Hö…