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schaff

mnd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schaff n.

Bd. 14, Sp. 2013
schaff, n. gefäsz, schrank. der ursprung des wortes ist nicht ganz klar. entlehnung aus lat. scaphum fur scaphium (aus griech. σκαφίον, demin. zu σκάφος, σκάφη, becken, so Weigand 2, 539) ist nicht wahrscheinlich, da das deutsche wort bereits früh auftaucht (im 12. jahrh.) und über das ganze deutsche und nordische gebiet verbreitet ist, während die lat. formen in ihrer bunten mannigfaltigkeit (scapha, scaphula, scaffia, scapilus, s. Du Cange 7, 335) selbst der entlehnung dringend verdächtig sind. jedenfalls abzuweisen ist die annahme der urverwandtschaft mit den griech. wörtern (zeitschr. f. d. phil. 1, 136), da diese augenscheinlich zu σκάπτω (graben, aushöhlen, also 'das ausgehöhlte'), lat. scabo, deutsch schaben (vgl. das.) gehören; dagegen scheint das deutsche wort zu schiff, das in der älteren sprache ja auch 'gefäsz' bedeutet, im ablaut zu stehen. da die älteste bedeutung 'gefäsz für flüssigkeiten' ist, so liegt es nahe, es zu schöpfen zu stellen und als 'schöpfgefäsz' zu erklären. schwierigkeiten macht nur die vermittlung dieser bedeutung mit 'schrank' (s. 4), der gewöhnlichen bedeutung im nd. vgl. zum ganzen Kluge 297b (s. v. scheffel) und schaffen subst. und verb., scheffel, schiff. altn. skap in skapker (nach andern handschr. skaptker), s. Cleasby-Vigfusson 539a; n. skab, schwed. skp (aus dem nd., vgl. 4). auffallend ist engl. skep getreidekorb, bienenkorb. altnd. skap, mnd. schap, ahd. scaf und scaph, mhd. schaf, schaff und mit anorganischem t schaft, ebenso nhd. die form schaft hält sich bis ins 18. jahrh., z. b. Pestalozzi 8, 83 (s. 4). die pluralform ist mhd. schaf und scheffer, nhd. schaffe, schäffe und schäffer. neuere mundarten bieten wenig abweichungen: hd. schaff Schm. 2, 375 f. Zingerle 49a. cimbr. wb. 226b; schf Castelli 227; schapf Stalder 2, 309. im md. scheint das wort nicht mehr vorzukommen. nd. überall schapp (plur. schepe) brem. wb. 4, 607. Schütze 4, 23. ten Doornkaat-Koolman 3, 99a. Danneil 182b. Schambach 180b. Woeste 225b. Mi 75a. über den unterschied der bedeutung sowie das eindringen von schap ins hd. vgl. unter 4. neben dem masc. findet sich vereinzelt neutr. geschlecht, so Frisch 2, 156b. daneben läuft eine weiterbildung schaffe als schwaches masc. meist in der bedeutung 'pfanne, bratpfanne', altnd. scapo, mnd. schape, schapen, nnd. schapen. brem. wb. 4, 607. Schütze 4, 23. Mi 75a; mhd. schaffe, schapfe, nhd. schaffen und schapfen. Schm. 2, 377. Stalder 2, 306. 309; schaffa Tobler 383a. 11) schöpfgefäsz und dann überhaupt wassergefäsz, gefäsz für flüssigkeiten, kübel, zuber u. ähnl., auch in zusammensetzungen badschaff, spülschaff, waschschaff, schüsselschaff, worin schüsseln aufgewaschen werden: (ein weib, das) noch mehr das schüssel-schaff als tinten-fasz begeust. Günther 978; schaaff, das, plur. schaffe und schäffer, silesiace, labrum, qualus; melckschaff, mulctra, mulctrale. waschschaff, trulla, labrum Steinbach 2, 371; schaff, labrum, ein hölzenes wasch-geschirr, plur. schäffer; es regnet, als wann man mit schäffern gösse, pluit quasi situlae effunderentur. einige sprechen es aus, schoaf, vas ligneum, quo abluuntur patinae, schüsselschoaf. Frisch 2, 156b f.; vgl. Schm. a. a. o. Weinhold 80b. Castelli a. a. o. Frommann mundarten 3, 15. 463 (tirol.); ausdrücklich als schöpfgefäsz bezeichnet 3, 10 (meran.). Stalder 2, 309, in der form schapfen. schapf nennt man ein gefäsz, mit dem man wasser schöpft. Auerbach dorfgesch. (1844) 1, 207; alts. vom bierfasz: ak thiu skap wârun liðes alârid. Heliand 41. vgl. hierzu altn. skap(t)ker, das grosze gefäsz in der halle, aus dem die trinkhörner gefüllt wurden. Cleasby - Vigfusson 539a. später ist diese bedeutung im nd. ausgestorben. ahd. scaf, scaph haustrum, tina, dazu alschaph baleola (l. galeola, zwischen eimpar und faʒ) Graff 6, 449; daneben scafo, hauritorium 450, mhd. s. Lexer handwb. 2, 628. und truoch diu (Rebecca) ain schaf ûf ier achsel und woltiu ovch waʒʒer holon. Grieshaber deutsche pred. 1, 132; als pald gieng er .. und chom auf daz dach dar auf vand er ein schaf mit wazzer und sand und chlaine stainel dar inn. gest. Roman. 115 Keller; untz eʒ (das kind, im bade) schoumen began, daʒ iest oben uoʒ dem schaffe ran. ged. des 12. u. 13. jh. 88, 34 Hahn (kindheit Jesu); dazu waʒʒerschaf, wînschaf: elliu wînschaf, alle eimer s. zeitschrift f. d. alterth. 6, 261 anm.; die frau wusch eines mals und hett ein groszes schaff mit wasser bei ir stan; da gieng ir kind zu dem schaff und sach in das wasser bis es darein viel und ertrank. heiligenleb. (1472) 22a; fur alle schaff in den hütten zu dem fewer gehorent zu pinden, von einem schaff 1 pf. Tucher baumeisterb. 107, 10 Lexer; ein gesetz schaff ... das sein sechs schaff in einander steend, das gröst als ein südschaff, das kleinst ein geeltlein, und ein solich gesetz schaff kost pei vier groschen. 107, 13 ff.; alle kuffen und schaff. 107, 26; deren (der sonne) würckung in badstuben am stercksten seyn wird, dann da werden die leut gantze schaf und kübel uber einander giessen. Fischart groszm., im kloster 8, 623; und weil (so lange) das wasser noch sehr trüb ist, so geuss es ab in ein ander fässlein oder schaff. Erker erzt- und bergwerksarten (Frankf. 1580) 9b; sie werffen die schwerter hin, nemen scheffer, wöllen das feur leschen. Ayrer 223, 24 Keller; lasz es (das ross) alsdann also stehn, bisz es wol durstig wirdt, alsdann nimb ein zimblich schaf, das es den durst wol leschen mög, und thue des wassers darein, in wellichem du das korn oder weitzen gesotten hast. Seuter rossarzn. 38; seüds in einem wasser, geusz das also siedig heysz in ein schaff. 41; wiltu ein ritzigs rosz verkauffen, so nimb des nachts .. sein fuotter in ein schaf mit wasser. 48; als wann einer ein schaff mit wasser von einem thurn geust herab. Paracelsus opera (1616) 2, 116 B; köntens jn in einem schaff ertrencken, wurden jn in den Rhein nit sencken. B. Waldis Esopus 2, 90, 15; hett ich ein schaff mit kaltem wasser, ich wolt euch bald damit erquicken. H. Sachs fastn. sp. 1, 38 neudruck; geht hin, entlehnt beim nachbarn mein krüg, hefen, scheffer, tragts hinein, ... ich wil daheim eingieszen schon. schausp. aus dem 16. jahrh. 1, 148, 10; (dasz er) zu dem maltzigen münch kem und badt denselben on beschweren in einem gülden schaff mit ehren. Fischart 1, 242, 4362 Kurz; dasz jhr jhn beschied für eur hausz und giest ein schaff vol wassers rausz und thet jhm die lieb mit ausz leschen. J. Ayrer 2066, 30 Keller; dannoch hat er weder scheffer noch die kübel. Uhland volksl.2 558 (278, 4); züber, schapfen, heven, gelten, macht in gra. ebenda (278, 6); im bilde: schlag' ich dein haubt dir ab, so schleudr' ich es bis an die sterne des zodiacus, dasz es im schaff des wassermanns ersaufe! Platen 193b. schaff geht sogar gradezu in die bedeutung 'schiff, nachen, boot' über; vgl. ahd. scafa, lembulus, parva navigatio. Graff 6, 449 f.; sie wyseten auch, daʒ .. keine scheffer ferrer mit sinen schaffen darine faren sal, dann er mit sinem stabe von dem fordersten schaffe an, das darine gangen were, herwidder usz gewerffen mag. Grimm weisth. 4, 536; so auch: mit tribscheffen und rorscheffen vischen? s. Schm. 2, 376. 22) sodann bezeichnet schaff überhaupt ein oben offenes gefäsz von böttcherarbeit. Schöpf 585: und nim denn ein faz oder ein schaf, dorin du ez wilt tun. buch v. gut. speise 2; insbesondere 2@aa) eine flache schüssel: zuom sechsten legt man den fladen auf ainen schaft oder schüssel also unser flad Christus ist gelegt uff den obersten schaft des himels. Keisersberg schiff der penit. 112c; Stephanus het die hymel offen gesehen, und erblickt disen fladen auf dem schaft. 113a; zum vj. legt man den fladen uff ein schafft. bilgersch. 219a. 2@bb) ein gefäsz (mulde?), worin schweinefleisch eingesalzen wird: dieweil so mustu heimlich schleichen in sein kammer hinden ins hausz und im ein bachen nemen ausz dem schaff, da die saw ligt im saltz. H. Sachs 14, 222 Keller-Götze. 2@cc) pfanne, bratpfanne; in dieser bedeutung als schwaches masc.: so alts. sartago scapo Prud. gl. 351; sartagines scapon 276, s. zeitschrift f. d. alterth. 15, 522 f.; neund. schapen, pfanne, tiegel, pannkokenschapen, zum eierkuchen backen, vüerschapen, glutpfanne. brem. wb. 4, 607. Schütze 4, 23. Mi 75a; ebenso thür. schaffen, schaffkuchen, der darin gebackene kuchen. vgl. Jecht 91b f. Schultze 43a; daher übertragen, schlechter hut. ebenda; vgl. schappel. 33) insbesondere als gefäsz für getreide, vgl.: do antwurte im (Elias) diu witiwe und sprach: ich han niht brotez, wan ain hant volle melwes in ainem schaffe. Grieshaber pred. 2, 113; daher als getreidemasz verwendet, wofür gewöhnlicher das demin. scheffel (vgl. das.), bald mit diesem gleichbedeutend, bald als ein gröszeres gemäsz erklärt. mhd. s. Lexer handwb. 2, 628; modius .. choren mas o. schaff. Dief. gloss. 364c; schaf, modius, ein getraid-masz in Bayern .. ein schaf hält in Schwaben 8 metzen. latino-barbare schaffus und scaffa. Frisch 2, 156c; in Augsburg hält das schaff 8 metzen, in Regensburg 32, so viel wie ein hamburgischer wispel. Adelung. in neueren oberd. mundarten Schm. 2, 376. Höfer 2, 255; ferner Jacobsson 3, 544b. 7, 180b f. bei Stalder 2, 306 als gewichtsbestimmung schaffen ein halber zentner: wi vil solt du minem herren. ich sol im hundert schaf weizes. pred. aus d. 13. jahrh., s. Germ. 3, 361; si namen sechshundert haupt vychs unnd bey sechshundert schaff korns. Chr. Aug. zum j. 1388, s. Scherz-Oberlin 1370; da galt ain schaf rocken sechs pfund, ain schaf gersten vier pfund, ain schaf habern drey pfund. zum j. 1432 ebenda; von dem maszgefäsz: alle unrechte schaff, es seyen kornschaff oder weinschaff, die gehoerent den vogt an. stat. Aug. c. 316 ebenda; ein schaff korn galt xiij groschen. S. Franck chron. (1531) 208a; diser esel ist wol zweimal so grosz und stark als der meinig, und leg im oft auf seinen rück ein schaf korn und sitz darzu drauf. schausp. aus dem 16. jahrh. 1, 232, 131. 44) im nd. zeigt das wort schap eine gänzlich abweichende bedeutung, nämlich 'schrank, spind'. diese bedeutung ist im mnd. die einzige, s. Schiller-Lübben 4, 47 ; glossiert mit promptuarium, capsa, spintrum, mala. plur. schape und schappen: sie haben alle kisten und schape entwe geslagen. Münst. chron. 2, 18 ebenda; unghesloten kisten unde schappen, dat is unde schal wesen buwgut. quelle ebenda; vul van oldfrenkischen kledern was er schap. Lauremberg scherzged. 2, 299 neudr. ebenso auch in neueren nd. mundarten, vgl. die oben angezogenen idiotiken und Frommann mundarten 2, 120 (Hildesh.). 3, 30a (helgol. skap). 552, 37 (Lippst., plur. schäppe). 6, 429, II, 6 (Münsterl., m. und f.). nd. korrespondenzbl. 10, 93 (holst.). daher darf man wol annehmen, dasz hier eine specifisch nd. bedeutungsentwicklung vorliegt, die erst von da aus ins hd. eingedrungen ist. dafür spricht auch, dasz das wort dem ältern hd. gänzlich fehlt, ebenso hd. mundarten (nur die unmittelbar ans nd. grenzende Stieger mundart hat das wort übernommen, aber in nd. form schp, n., wandschrank, behälter für kleine gegenstände, schapchen, kaschapchen, auch bett, stall Liesenberg 191), ferner, dasz das wort sich sowol in hd. als auch in nd. form findet: daher (wegen der ameisen) müssen sie (d. Indier) steinerne tröge oder täncken voll wasser in ihren häusern haben, in derer mitten ein stein, auff welchen sie die speisen in einem mit leinwand umzogenen kästlein oder schap verwahren. Andersen oriental. reisebeschr. herausg. von Olearius 47b; jede der töchter hatte schon seit der confirmation ihre eigene lade und ihren schap, in denen die künftige aussteuer angesammelt wurde. Oppermann hundert jahre 3, 154; auchn. skab, schwed. skp ist wol nur aus dem nd. entlehnt. versiegelten schaff und kisten. Henneberger preusz. landtafel (Königsb. 1595) 248; tisch, kasten, schäffe und dergleichen, besonderlich eichenwerk. Coler. calend. (Frankf. 1640) 138; schweizerische schriftsteller gebrauchen dafür die form schaft, m.: das gute mütterchen im dorf soll auf seinen vollgestopften kleiderschaft, an dem es die tage seines lebens für seine kinder sparte, und künstelte, bis sie ihn voll hatte, sie darf und soll auf diesen vollgestopften schaft stolz sein. Pestalozzi 8, 83; der versprochene trossel (heiratsgeschenk) blieb ihnen auch nicht aus; ein bett und einen schaft erhielten sie, wie man sie selten schöner sieht. Gotthelf Uli d. kn. (1841) 325. auch von andern behältern als eigentlichen schränken: ein schreib-tisch oder schafft, darinnen über 2000 .. müntzen. delic. urbis Bernae (Zürich 1732) 382; das natur-raritaeten-behältnisz, ein schafft aussenher mit glas vermacht. ebenda; ein sceleton einer manns-person ... in einem schafft eingeschlossen, an dessen thür eine inscription. 383. hieran schlieszen sich ähnliche verwendungen, die nur im hd. belegt sind, wo schaff bez. schaft ein gestell oder regal bezeichnet, das sich vom schrank durch das fehlen der vorderwand und thür unterscheidet; auch das einzelne bret wird mit schaft bezeichnet. hierher auch schafft, bäncklin, podium, podiolum. Dasyp.? so 4@aa) von einem geschirr-regal: dann es waren in dem gardenrobbe zwo seiten vom boden an bisz an die bünen hinauf mit eitelem silbergeschier uf schepften überstellt. Zimm. chron. 3, 238, 13. 4@bb) von einem bücherbrett: das buch hab ich daheim uf meinem schafft ligen. Keisersberg narrensch. 15a; damit fuort er den bilger zammer neben der stuben in ein kammer, darinn gar schöne bücher stunden drey langer schefft gar wol gebunden. Wickram bilger 39a.
13637 Zeichen · 382 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schaffm.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    schāfworm (schaff-) , m. , Afterwurm, Darmschabe.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schaff

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Das Schaff , des -es, plur. die -e, und im Oberdeutschen auch Schäffer, ein altes, sehr weit ausgebreitetes, aber in die…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schaff

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Schaff (lat. scaphium , »Becken«), Gefäß für Flüssigkeiten, auch Getreidemaß (s. Schäffel ); provinziell auch soviel wie…

  4. modern
    Dialekt
    Schaffm.

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Schaff [šàf fast allg.; šáf D. Si. ; šàft Fo. — Pl. šèf, šéf, šèft; Demin. šèftχən] m. Schrank: min Buchse hänge im Scha…

  5. Spezial
    Schaff

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schaff n. (-[e]s,-e) 1 (Bottich, Zuber) züber (zübri) m. 2 (Scheffel) star (-s) m. 3 (großer Kübel) mastel (-tí) m. 4 (k…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schaff

295 Bildungen · 268 Erstglied · 11 Zweitglied · 16 Ableitungen

Zerlegung von schaff 2 Komponenten

sch+aff

schaff setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schaff‑ als Erstglied (30 von 268)

Schaff I

Idiotikon

Schaff I Band 8, Spalte 304 Schaff I 8,304

Schaff II

Idiotikon

Schaff II Band 8, Spalte 306 Schaff II 8,306

schaff(e)rig

Idiotikon

schaff(e)rig Band 8, Spalte 343 schaff(e)rig 8,343

Schaffens

SHW

Schaff-ens Band 5, Spalte 151-152

Schaffets

SHW

Schaff-ets Band 5, Spalte 151-152

Schaffgaul

SHW

Schaff-gaul Band 5, Spalte 151-152

Schaffhand

SHW

Schaff-hand Band 5, Spalte 151-152

Schaffhemd

SHW

Schaff-hemd Band 5, Spalte 151-152

Schaffhose

SHW

Schaff-hose Band 5, Spalte 151-152

Schaffkuh

SHW

Schaff-kuh Band 5, Spalte 153-154

Schaffnarr

SHW

Schaff-narr Band 5, Spalte 153-154

Schaffrock

SHW

Schaff-rock Band 5, Spalte 153-154

Schafftag

SHW

Schaff-tag Band 5, Spalte 153-154

schaffader

DWB

schaf·fader

schaffader , f. : die ader, so die schaffader genendt wirt, ist in der nasen ( des pferdes ). Seuter rossarzn. 58 .

schaffære

BMZ

schaff·aere

schaffære stm. 1. schöpfer. creator voc. 1482. 2. schaffner, verwalter, hausmeister, amtmann. economus sumerl. 52,56. — Nib. 562, 8. Gudr. 7…

schaffærinne

Lexer

schaffærinne stf. ib. schaffnerin. schafferinne Mgb. vil freude sol dîn walten und sol dîn schafferinne ( hs. scheffnerinne) sîn Kolm. 118,2…

Schaffaf

MeckWB

Schaffaf m. Imperativbildung zu afschaffen ( s. d., Bd. 1, 172 ): dat Hus is up 'n Schaffaf muß niedergerissen werden Ha Red ; dat (ein schl…

schaff als Zweitglied (11 von 11)

Anschaff

DRW

Anschaff Befehl, Anordnung Schmeller² II 381 Faksimile

Mahdschaff

DRW

mahd·schaff

Mahdschaff, n. Heumaß, bezogen auf eine Abgabe man sol auch dem hertzogen geben xiii. schaf hævrigev, vnd sol xii. dn. wert sein vnd haizzen…

Maßschaff

DRW

Maßschaff, n. ein geeichtes Meßgefäß die rechten maßschaff sullen getzeichnet sein 1486 BeitrSteirG. 12 (1875) 168

Ohmschaff

DRW

ohm·schaff

Ohmschaff, n. mit dem Ohm (II) geeichtes Schaff wann der zehentner umb den weinzehent kumbt und het ain falsch haimschaf und in ainer in sol…

Osterschaff

DRW

oster·schaff

Osterschaff, n.? wie Osterschaft an solicheme paymente alse wir es da nemen an vnßerme schaffe, daz ist zu wussen alle jar an dem oster-scha…

sechtschaff

DWB

sechtschaff , n. : soll er ein schab stro auf den fürst binden, und ein secht schaff wasser und stain darein legen. Osenbrüggen rechtssprich…

Supschaff

DRW

Supschaff, n. ein Hohlmaß vgl. 1Schaff (III) ain pewlstainer mass gehaufft und 3 gauffen machen ain suppschaff oder polonitzen. diese mass d…

tretschaff

DWB

tret·schaff

tretschaff , n. , holzgefäsz zum einstampfen der trauben: auff ein guett dretschaff volles mit ganzen weinpern, die swarcz seind und das and…

wasserschaff

DWB

wasser·schaff

wasserschaff , -schapf , n. schöpfgefäsz für wasser: coclea, ain kochlöpffel, kell vel wasserschäpfli Mones anzeiger 4, 232 (14. jahrh. ); a…

Ableitungen von schaff (16 von 16)

beschaffe

BMZ

beschaffe stv. 1. schaffe, erschaffe. swaʒ ûf dirre erde beschaffen ist tod. gehüg. 963. die engel beschuof des gotes gewalt aneg. 3,78. 2,5…

beschaffen

DWB

beschaffen , 1 1) creare, schaffen, erschaffen: wann er himel und erd beschaffen hat. fastn. sp. 595, 15 ; dich und dein pfaffen hab ich dar…

beschaffung

DWB

beschaffung , f. 1) creatio: nach beschaffung der welt. fastn. sp. 1312; die grosze welt sampt allen andern creaturen durch beschaffung durc…

en(t)schaffen

MNWB

en(t)schaffen , -schāken , -schê(i)den , s. ent-.

erschaffen

DWB

erschaffen , creare, ahd. irscafan, ags. âscapan, durch die vorgesetzte partikel wird das erste schaffen und hervorbringen, des schaffens be…

erschaffung

DWB

erschaffung , f. creatio, fabricatio: die erschaffung des menschen, der thiere, wogegen uns schöpfung mehr den umfang der geschaffenen dinge…

geschaff

DWB

geschaff , adv. genau: er verschide, als ob er entschlafen, geschaff des morgens umb funf uhren. Zimm. chron. 4, 265, 13.

Geschaffe

Campe

Geschaffe , des — s , o. Mz. s. Ge — 2. 2).

geschaffen

DWB

geschaffen , verb. wie einfaches schaffen, goth. gaskapjan, alts. giscapan, ahd. cascafan, giscafan und giscaffôn, mhd. geschaffen, erschaff…

Mißschaffen

Campe

Mißschaffen , v. trs . unregelm. ( s. Schaffen ), Mittelw. d. verg. Z. mißgeschaffen , häßlich, mißförmig schaffen. »— um dich einem mißgesc…

Schaffe

Pfeifer_etym

schaffen Vb. ‘in eigener Leistung hervorbringen, gestalten’ und (besonders südd.) ‘arbeiten, zustande bringen’. Das stark flektierende Verb …

unschaffen

DWB

unschaffen , -heit u. s. w. s. ungeschaffen u. s. w. —

urschaffen

DWB

urschaffen , v.; zur bildung s. ur- B: dort grünte Swatibor einst, der hain von heiligen eichen, wie gott sie urgeschaffen, noch keusch von …

verschaffe

BMZ

verschaffe stv. 1. schaffe übel, entstelle. dâ von er sô vorschaffin wart, daʒ nîmant wolt im sîn gemein Jerosch. 128. c. 2. verwandele, ver…

verschaffen

DWB

verschaffen , n. , subst. infinitiv des vorigen nr. 2: siehe von Venedig an bisz hierher bin ich durch dein unwissend verschaffen gebracht. …

verschaffung

DWB

verschaffung , f. verordnung, procuratio, confectio. Stieler 1712 : e. fürstl. gn. wollenn dye gnedige verschaffunge thun, damit .. Ernest. …