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wesen

mhd. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wesen vb.

Bd. 29, Sp. 507
wesen, vb. , 'leben und weben', d. h. 'existieren, da sein' (oft mit lokaler ergänzung) in einem intensivierten und den begriff spezifischer lebensäuszerung oder wirksamkeit vage einschlieszenden sinne. das wort ist identisch mit dem st. vb. ahd. wesan, mhd. wesen 'esse', zur idg. wurzel *es- 'verweilen', das zusammen mit formen der wurzeln *es- (sein) und *bheu- (bin, bist) das paradigma des deutschen verbum substantivum bildet, in welcher funktion es seinen präsentischen formenbestand bis zum frühnhd. fast völlig eingebüszt hat (s. näheres unter sein, vb., teil 10, 1, sp. 228; zu der allein überdauernden partizipialen verwendung vgl. unten 1 a). der nhd. gebrauch in der angegebenen bedeutung ist sekundär; er tritt schubweise und mehr oder weniger zeitgebunden in mystischreligiösen schriften oder (jünger) in mystizistischer stilhaltung auf. 11) der älternhd. gebrauch und die bedingungen seiner entstehung. 1@aa) voraus ist zu erwähnen, dasz die möglichkeit präsentischen gebrauchs von wesen durch die verwendung der partizipialform wesend (vgl. sein, vb., I 3 o, teil 10, 1, sp. 244) noch bis weit ins 17. jh. offengehalten wird. 1@a@aα) wesend 'befindlich, sich aufhaltend' mit lokalen ergänzungen (vgl. auch Schmeller-Fr. bayer. wb. 2, 1022): ein jeder fürst ... under dem ... der echter gesessen oder sein hab und gut wesend oder gelegen ist d. keys. maiestat cammergerichtsordn. (1555) 98a; das werder ... mit den darauff wesenden dörffern, krügen vnd kretzmern Schütz hist. rer. Pruss. (1592) 5, D 2b; die ausser lants und gerichts wesende salzkeufl und fuehrleit (17. jh.) österr. weist. 2, 33. 1@a@bβ) wesend 'existierend', in verschiedenen auffassungen. 1@a@b@aaαα) speziell 'im amt befindlich' (vgl. Fischer schwäb. 5, 1332 s. v. sein II): hat mir ain jetzt wesender rat ainen leichtfertigen menschen ... in mein haus ... geschickt (Augsburg, 16. jh.) städtechron. 32, 288; jetzt wesende vnd kommende potentaten Guarinonius grewel d. verwüstung (1610) dedicatio II 7b; den iezt wesend(en) oder nachvolgenden abbt (1629) beitr. z. gesch. d. bischöfl. kirche Brixen 8, 382 Sinnacher. 1@a@b@bbββ) allgemein, in einem der bedeutung 'leben und weben' etc. nahekommenden sinne, namentlich von gott: o we zarter herre, es ist eyner wesenden seel hie an (an der bloszen anrufung gottes) nit gnug d. ew. wiszh. betbüchl. (1518) 21a; all unser leben ist eine farende lose habe, ich kan wol sagen ich fare dahin, aber sagen kan ich nicht: ich bin wesend, vergehe oder wancke nicht, ich bin und bleibe ewiglich. mit welchem titel reisset gott unsere ... augen von allen creaturen und zeuhets allein auff sich (1524) Luther 16, 49 W.; wann etwas wirdt, das zuuor nit war, wird diss ein bewegung von dem onwesenden zu dem wesenden genennt Guarinonius grewel d. verwüstung (1610) 1156; so heist nun Jehova ... einen vnermässlich-wesenden gott Dannhawer catech.-milch (1657) 4, 202; der eine, so einig, das thun schlecht und rein, wesen, wesend allein (gott) Treuer dt. Dädalus (1657) 1, 750; wesend essente, sussistente Kramer t.-ital. 2 (1702) 1336b. 1@bb) der prägnante sinn des wirkenden daseins scheint (ebenso wie der mitunter vorkommende transitive gebrauch) durch das wort wirken induziert worden zu sein, mit dem sich wesen in solchen verwendungen von anfang an zu koppeln pflegt; doch ist auch an beeinflussung durch wesenen zu denken, das in der frühesten quelle ganz gleichartig gebraucht wird (eine kurzlebige neubildung der mystik zu wesen, n., I C 'essentia, substantia', sonst in der bed. 'wesen geben', vgl. mhd. wb. 3, 770b): wan got lebet und weset und wurket in im alle sine werk und gebruchet sin selbes in ime (dem von gott durchgossenen menschen) Tauler pred. 175, 21 Vetter (daneben: got lebt und wesent und wirkt in ir [der seele] ebda 146, 20); gott ist ein wirckende krafft in allen dingen, die in allen creaturen weset und alles in allen wircket S. Franck bei Fischer schwäb. 6, 723; auf das gott in uns wese, lebe, geiste, regire, hersche, wolle und wircke alle ding V. Weigel von d. seligmach. erkentnus gottes ( ) 105; also mag kein buch oder schrifft das inwendige im menschen wesen oder wircken ders., gülden griff (1613) H 1b. 1@cc) auszerhalb der verbindung mit wirken, doch z. t. mit anderen verben gekoppelt, begegnet das wort sporadisch vom 16. bis zum 18. jh.: wer nun von got kert ist, von dem keren sich alle ding, weil all ding mehr in got weset, steht vnd ist, dann in vnd auff jm selbs S. Franck sprüchw. (1541) 2, 136b; was ist, das west und lebt, und dis von innen aus D. v. Czepko geistl. schr. 273 W. Milch; nichts weset ohne stimm: gott höret überall, in allen creaturn, sein lob und widerhall Silesius cherub. wandersmann 37 ndr.; wann dieser (dein körper) nicht wäre und wesete, so würde auch dein Schatten nicht seyn und wesen können J. Chr. Eeldmann Moses m. aufgedeckten angesichte (1740) 2, 169. 22) die moderne verwendung erhält starken auftrieb durch Göthe; während das 19. jh. zurückhaltend bleibt, findet sich im ersten drittel des 20. jhs. bei manchen autoren (z. b. St. George) sehr intensiver gebrauch des arkanischahnungsvollen ausdrucks. 2@aa) von menschen (mitunter wohl durch die verbindung sein wesen treiben angeregt, vgl. wesen, n., I G 4 c ζ): gewöhnlich wenn ich aufstehe besuch ich (im geiste) euch (die Jakobis) und sehe jedes in seiner art kommen und wesen (1793) Göthe IV 10, 48 W.; Ottilie wes't nun in Berlin und wird es von stunde zu stunde treiben, bis sie von zeit zu zeit pausiren musz; vielleicht gibt ihr das erreichte ziel ... wenigstens einige milderung der hast, ohne die man sie freylich kaum denken kann (1824) ebda 38, 12; vernimm, von allen männern, die im weltall wesen, sind diese als der besten beste auserlesen Spitteler olymp. frühling 1 (1911) 135; heimwäts bring ich euch einen lebendigen strahl, ... euch ein verhängnis, solang ihr verworren noch west Stefan George d. neue reich (1928) 10; holzherr, knecht und wald wesen arm und alt nun beisammen in der dunkeln welt Joh. Linke d. baum (1934) 128; er sah seinen toten vater wirken, seine gestorbene mutter wesen ..., hörte das gefährliche unterirdische rollen des vulkanes mensch Kluge Kortüm (1938) 559. 2@bb) entsprechend: vor allem sein soll der alogische wille als möglichkeit gewest haben und eben so nur als möglichkeit die logische vorstellung. da beide nur als möglichkeiten weseten, so war noch nichts bei Sanders erg.-wb. (1885) 633a; darum erschlugen die vanen den Mimir und sandten sein haupt den asen zurück. Wodan sprach seinen zauber über dem haupt, dasz es nicht wese, und hütete seiner im brunnen an Ygdrasils wurzeln W. Schäfer 13 bücher d. dt. seele (1925) 9; blut, vordem wesend; blut aus diesem vordem ins nachdem rinnend und jenes unbekannte vordem unwiederlöslich vermörtelnd mit dem noch dunkleren nachdem Kluge Kortüm (1938) 122; hier weste die welt noch, wie sie vom schöpfer gemeint ist, gesund und voll zusammenklang Carossa d. jahr d. schönen täuschungen (1941) 208. auch: leben, wer lebt dich? wer ist's, der dich west? El. Langgässer in: dt. ged. d. gegenw. (1954) 176. an verwesen angelehnt: zum tod bereite sich, wer nicht mehr kann genesen; und was nicht weiter hält, mag auseinander wesen Rückert ges. poet. w. (1867) 8, 590. 2@cc) von ideell wirksamen kräften, tendenzen, kulturgütern u. ä.: dagegen weisz aber auch eine höhere theorie sich selten in den kreis zu finden, wo jener (der menschenverstand) wirkt und wes't Göthe I 42, 2, 260 W.; was alles dort (in Berlin) auch für mich gutes wes't und webt (1819) ders., IV 31, 53; (dem betrachter eines physikal. lehrbuches) muszte bedenklich vorkommen, wenn lebendiges und todtes (d. h. veraltetes) miteinander weste und fort wirkte ders., II 5, 2, 382; beim besuch seiner heimlichen heimat schaut er zuerst den sinnlichen raum, wo alles geistige weste und wirkte Gundolf Hölderlins archipelagus (1911) 10. 2@dd) geistig in etwas (als in einem elemente) leben und weben: aber eben die uns vorgelegten romanzen des spanischen volkes ... leben und schweben durchaus zwischen zwei elementen, die sich zu vereinigen trachten und sich ewig abstoszen, das erhabene und das gemeine, so dasz derjenige, der auch darin west und wirkt, sich immer gequetscht findet Göthe I 41, 2, 71 W.; wie ist nun dem beizukommen, der im sein weset und den schein verachtet? Fr. L. Jahn w. (1884) 2, 705; wenn unser geist, nach anbetungen brünstig, an abenden in deinem (des lichtes) abglanz wes't Stefan George d. neue reich (1928) 136. 2@ee) in dem aktiven sinne wirkender und gestaltender gegenwart: du strahlst mir aus erlauchter ahnen werke entzückten fehden und berauschten fahrten und wesest wach wie schamvoll auch verhüllt im weisesten im frömmsten seherspruch Stefan George stern d. bundes (1914) 15; glaub es nur, Deutscher, dasz du in jedem wort wesest, das du prägst Binding kraft dt. wortes (1933) 7; in der wundersamen handschrift ... weste eine ruhevolle überlegenheit Carossa jahr d. schönen täuschungen (1941) 274. 2@ff) auch in mehr spiritueller auffassung: jed ding wie vordem heil und schön genest nur dass unmerkbar neuer hauch drin west Stefan George stern d. bundes (1914) 37; der du hier grausend gleich den schatten stehst, erschauderst du vorm hauche, der hier west? R. A. Schröder ged. (1935) 15. 2@gg) ironischer gebrauch scheint den meisten autoren fern zu liegen; vereinzelt: die guten harmlosen jünglinge, welche gar nichts anstösziges fanden, ... nackt wie eine heidnische gottheit sich zu sehen (die br. Stolberg i. d. Schweiz beim baden), wurden von freunden erinnert, dergleichen zu unterlassen. man machte ihnen begreiflich, sie weseten nicht in der uranfänglichen natur Göthe I 29, 135 W.; (Nereiden u. Tritonen:) sind eigentlich ihrer sieben (sc. der Kabiren). (Sirenen:) wo sind die drei geblieben? (N. u. Tr.:) wir wüsztens nicht zu sagen, sind im Olymp zu erfragen; dort west auch wohl der achte, an den noch niemand dachte ebda 15, 163 W.; keine sächsische personalunion wollen sie (die Litauer), sondern einen behäbigen Schwaben, der im lande sitzt und sein thrönchen wärmt und litauisch lernt und hier zu wesen gedenkt mit kind und kindeskind A. Zweig einsetzung e. königs (1950) 3.
10280 Zeichen · 213 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    wësenstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    wësen stm. 1. das sein, verweilen an einem orte, anwesenheit. waʒ op mîn wesen hie geschiht die mâʒe als dort pî im Parz…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    wesen

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther)

    wesen, unreg. v., Inf. wesen, sîn, Partcp. Prät. (ge)wesen, (ge)wes(e)t, d. zsges. Zeiten mit hebben oder wesen (sîn): s…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wêsen

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Das Wêsen , des -s, plur. der doch nur in der einzigen concreten Bedeutung gebraucht wird, ut nom. sing. Da dieses Wort …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    wesen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    wesen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wesen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Wesen , lat. essentia , frz. être, substance , engl. being, substance , der Inbegriff alles dessen, wodurch ein Ding das…

  6. modern
    Dialekt
    Wësen

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Wëse n [Wásə fast allg.; Wǽsə Str. Ndrröd. W. ] n. 1. Tun und Treiben, besonders ein unruhiges, lärmendes. I h r mache t…

  7. Spezial
    Wesenn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Wesen , n сущность , ж [Charakter]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wesen

247 Bildungen · 80 Erstglied · 154 Zweitglied · 13 Ableitungen

wesen‑ als Erstglied (30 von 80)

Wesenwerk

SHW

Wesen-werk Band 6, Spalte 481-482

Wesenberg

Meyers

wesen·berg

Wesenberg , 1) Stadt in dem mecklenburg-strelitzschen Kreise Stargard, an der Havel, am Großwoblitzsee und an der Eisenbahn Neustrelitz-Busc…

wësende

Lexer

wes·ende

wësende part. adj. BMZ seiend Mar. Parz. ie wesender got Msh. 1,268 a . maget wesende du in gebêrest Diem. 297,5. daʒ si maget wesent den wâ…

wesendige

KöblerMhd

wesen·dige

wesendige , st. F. nhd. Wesenheit ÜG.: lat. substantia BrE Q.: BrE (1250-1267) I.: Lüt. lat. substantia? E.: s. wesen (1) W.: nhd. DW- L.: F…

Weseneinheit

Campe

wesen·einheit

○ Die Weseneinheit , o. Mz . die Einheit des Wesens, im Wesen oder Wesentlichen (Homousia ), wie auch, die Einheit mehrer Wesen, sofern sie …

wësenen

Lexer

wese·nen

wësenen swv. BMZ tr. wesen geben Myst. mit ent-.

Wesenflut

Campe

wesen·flut

◬ Die Wesenflut , Mz . u. eine Flut gleichsam, d. h. eine große, drängende Menge von Wesen. Der hohe Mensch, der dasteht und den Lauf Der We…

wesenhaft

DWB

wesen·haft

wesenhaft , adj. , ' essentiell, substantiell, real ' ( zu wesen, n., II B und I C 3), seit dem 18. jh. in gebrauch. — frühnhd. auch vereinz…

wesenhaftigkeit

DWB

wesen·haftigkeit

wesenhaftigkeit , f. , zum vorigen. 1 1) in singulären auffassungen; ' wesensgehalt ': da die menschennatur die ideenvollste form ist und fo…

wesenheer

DWB

wesen·heer

wesenheer , n. , zu wesen II A 3: die ganze schöpfung ... mit ihren unübersehbaren wesenheeren Lavater verm. schr. (1774) 2, 356 ; der wesen…

wesenheit

DWB

wesen·heit

wesenheit , f. , eine zu verschiedenen bedeutungen des subst. wesen gebildete ableitung ( am verbreitetsten in den bedeutungen 4 und 5; letz…

wesenkette

DWB

wesen·kette

wesenkette , f. , stufenfolge der gattungen von ( lebe- ) wesen, s. wesen II A 3: der niedergeschlagene ... brauchte sich doch alsdann in de…

wesenklasse

DWB

wesen·klasse

wesenklasse , wesensklasse, f., gattung von ( lebe- ) wesen, s. wesen II A 3: schöpfer aller wesenklassen! all' in eins zusammenfassen, lehr…

wesenkündigung

DWB

wesen·kuendigung

wesenkündigung , f. , im 17. jh. hin und wieder als verdeutschung für philosophie ( zu wesen I C): wesenkündigung nach der lehrart Ratichii.…

wesenlehre

DWB

wesen·lehre

wesenlehre , f. , die lehre vom sein, also metaphysik, spez. ontologie: dasz in der denkkunst und in der wesenlehre auch nicht wenig gutes e…

wesenleiter

DWB

wesen·leiter

wesenleiter , f. , stufenfolge der gattungen von lebewesen, s. wesen II A 3: hast du auf der groszen wesenleiter die verkettung ausgeforscht…

wesenlichheit

KöblerMhd

wesenlich·heit

wesenlichheit , st. F. nhd. Wesenheit, Wirklichkeit Vw.: s. ge-, über- Q.: Tauler (vor 1350), EckhI, Seuse (FB wesentlīcheit), PrWack E.: s.…

wesenlos

DWB

wesen·los

wesenlos , adj. , der gegensatz zu wesenhaft ( s. d. 2). seit dem ende des 18. jhs. sprachüblich; vorher nur vereinzelt und ohne nachwirkung…

wesenlosigkeit

DWB

wesen·losigkeit

wesenlosigkeit , f. , zum vorigen: durch welche wesenlosigkeit, schiefheit, durch welches lächerliche hat es ( das volk ) zu dringen Klinger…

wesenlīche

KöblerMhd

wesenlīche , Adv. nhd. wahr, wirklich, wesenhaft, beständig, fest, sicher dauerhaft, anwesend, persönlich anwesend ÜG.: lat. essentialiter S…

wesenlōs

KöblerMhd

wesen·lōs

wesenlōs , Adj. nhd. „wesenlos“ E.: s. wesen, lōs W.: nhd. (ält.) wesenlos, Adj., „wesenlos“, unsubstantiell, gegenstandslos, nichtig, DW 29…

wesen als Zweitglied (30 von 154)

hiewesen?

KöblerMhd

*hiewesen? , V. nhd. „hiewesen“ Hw.: s. hiewesen (2) E.: s. hie, wesen

nihtwesen?

KöblerMhd

*nihtwesen? , anom. V. nhd. nichtsein Hw.: s. nihtwesen (2); vgl. mnd. nichtwēsen (1) E.: s. niht (1), wesen (1) W.: nhd. DW-

selpwesen?

KöblerMhd

*selpwesen? , V. nhd. „selbst sein“ (V.) Vw.: s. eben- Hw.: s. selpwesen (2); vgl. mnd. *sülfwēsen? (1) E.: s. selp, wesen

wīzwesen?

KöblerMhd

*wīzwesen? , anom. V. nhd. weiß-sein E.: s. wīzwesen (2)

zītwesen?

KöblerMhd

*zītwesen? , V. nhd. sterblich sein (V.) E.: s. zīt, wesen (1) W.: nhd. DW-

Anwesen

RDWB1

Anwesen n участок, надел, земельный надел, угодье (о большом участке земли)

Leidwesen

RDWB1

Leidwesen n (великое, большое) сожаление (а не "страдание") zum ~ der Gastgeber - к великому сожалению хозяев

Unwesen

RDWB1

Unwesen n sein ~ treiben illegale Schatzsucher treiben zwischen Euphrat und Tigris ihr Unwesen -

abe wësen

Lexer

abe·wesen

abe wësen BMZ fehlen, mangeln mit dat./- Jer. ; möht ichs mit êren abe wesen Bit. 7854 ;

abwesen

DWB

abwesen , abesse, aus dem substantivisch gesetzten inf abwesen und dem part. praes. abwesend zu folgern; auch wagte Melissus in den psalmen …

afterwesen

DWB

after·wesen

afterwesen , n. nachdem er lang ein afterwesen, das die natur nicht kennt, gewesen, welch eine wollust mensch zu sein. Wieland 9, 213 .

afwēsen

MNWB

afwēsen (s. af, āve wēsen), stv. , fehlen, abwesend sein.

ānewēsen

MNWB

ane·wesen

ānewēsen c. D. begehren, hinter jem. her sein (s. anwērden), dâr āne sîn darüber her sein, acht geben auf. —

anwesen

DWB

anwesen , n. praesentia, gegenwart, aufenthalt, nnl. aanwezen: er ( Friedrich 2) hat erstlich zuo Meinz sein hof und anwesen, ein liebhaber …

Austerwesen

DRW

auster·wesen

Austerwesen in sachen des auster-wesens betreffend 1740 CCHolsat. I 1471 Faksimile

auswesen

DRW

aus·wesen

auswesen auswärts sein vgl. aussein 1280 WirtUB. XI 542 in egener personen uthtowesende 1492 OstfriesUB. II 356 Faksimile – substantivisch: …

bauwesen

DWB

bau·wesen

bauwesen , n. opus aedificandi: vielleicht komme ich nächste woche auf einen tag und sehe dann vielleicht auch das theatralische bauwesen. S…

beriuwesen

Lexer

be-riuwesen , beriusen swv. BMZ beklagen bereuen Erinn. ;

bewesen

KöblerMhd

bewesen , sw. V. nhd. sich kümmern Hw.: vgl. mnd. bewēsen Q.: Brun (1275-1276) E.: s. be, wesen W.: nhd. DW- L.: MWB 1, 754 (bewesen), Lexer…

bî wësen

Lexer

bî wësen BMZ s. v. a. bî sîn,

bīgewesen

KöblerMhd

bīgewesen , st. V. nhd. nahe sein (V.), nahe bleiben, gehören zu, innewohnen, widerfahren (V.), beistehen Hw.: s. bīsīn Q.: Trist (um 1210) …

bīwesen

KöblerMhd

bīwesen , st. N. nhd. Beisein, Nahesein, Nähe, Anwesenheit, Gegenwart, Gegenwärtigkeit, Gesellschaft Hw.: s. bīsīn (2); vgl. mnd. bīwēsen (2…

Dagewesen

Wander

dag·e·wesen

Dagewesen 1. Alles schon dagewesen! – Tendlau, 696. Holl. : Alle dingen hebben hunnen keer, behalve de tijd; want als die eens voorbij is, z…

dāhinwesen

KöblerMhd

dāhinwesen , st. V. nhd. „dahinsein“ Hw.: s. dāhinsīn Q.: HTrist (1285-1290) (FB dāhin wesen) E.: s. dāhin, wesen W.: nhd. DW2-

ebenselpwesen

KöblerMhd

eben·selpwesen

ebenselpwesen , st. V. nhd. in gleicher Weise existieren Q.: BambGlB (1070/1080) E.: s. eben (1), selp (1), wesen (1) W.: nhd. DW- L.: MWB 1…

ebenwesen

KöblerMhd

eben·wesen

ebenwesen , st. V. nhd. „eben sein (V.)“, gleichartig existieren, in gleicher Weise existieren Q.: BambGlB (1070/1080) E.: s. eben (1), wese…

eneinwesen

KöblerMhd

enein·wesen

eneinwesen , st. V. nhd. „eins sein“, einig sein (V.), übereinstimmen Q.: LvReg (1237-1252) (FB enein wesen), NibB E.: s. enein, wesen W.: n…

entwesen

DWB

ent·wesen

entwesen , carere, was entsein, ohne etwas sein: mhd. ouch sulent ir von dirre vrist mîner vrouwen entwësen. Iw. 3191 ; sît daʒ ës mîn unsæl…

Ableitungen von wesen (13 von 13)

bewesen

KöblerMhd

bewesen , sw. V. nhd. sich kümmern Hw.: vgl. mnd. bewēsen Q.: Brun (1275-1276) E.: s. be, wesen W.: nhd. DW- L.: MWB 1, 754 (bewesen), Lexer…

entwesen

DWB

entwesen , carere, was entsein, ohne etwas sein: mhd. ouch sulent ir von dirre vrist mîner vrouwen entwësen. Iw. 3191 ; sît daʒ ës mîn unsæl…

entwësene

BMZ

entwësene swv. entäussere des wesens. wan si di krêatûren ûʒ gejaget hât und ir bilde der krêatûren in ir entwesent hât myst. 23,23.

entwësenen

Lexer

ent-wësenen swv. BMZ entäussern mit gen. Myst.

gewesen

DWB

gewesen I , verb. , verstärktes wesen ( s. d. ). der defective gebrauch des einfachen verbums, das sich mit den stämmen von sein und bin in …

unwesen

DWB

unwesen , n. , mit un IV A und B näher bestimmtes wesen ( s. d. ), plural nur in bed. 2 b. mhd. unwesen; dän. uvæsen, schwed. oväsende aus d…

unwësenlich

Lexer

un-wësenlich adj. BMZ Halt. 1971. ein guot unwesenlich und unbaulich halten Gr.w. 6,186.

urwesen

DWB

urwesen , n. , wesen mit ur- C 4 c. seit dem 16. jh. als verdeutschung von element bekannt, in dieser verwendung öfter im 17. jh., kaum noch…

urwesenlich

DWB

urwesenlich , adv. zu urwesen B: die vollwesenheit ... ist nur in gottes wissen u., ewig und in aller zeit vollendet da K. Chr. Fr. Krause g…

verwesen

DWB

verwesen , v. , zu dem nur im prät. erhaltenen wesen, sein; ahd. firwesan, ferwesen Graff 1, 1063 ; mhd. verwesen mhd. wb. 3, 768; Lexer 3, …

verwesenen

DWB

verwesenen , v. , vereinzelt: transubstantiatum, das ist, da brot und wein verschwinden und in Christi leib und blut verwandelt und verwesen…

verwesenlich

DWB

verwesenlich , adj. , corruptibilis, corruptioni obnoxius Dentzler 316 b ; auch verwesentlich Kramer 2 (1702) 1337 a . nur in älterer zeit: …

wësene

BMZ

wësene swv. gebe wesen. gotlîch wesin wesint alle wesen myst. 142,28. gewesent sîn das. 2,549,40.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „wesen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wesen/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „wesen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wesen/dwb. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „wesen". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wesen/dwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_wesen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„wesen"},
  year         = {2026},
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