Leben mehrfach Kleinschr (besonders in frühen Br), zB GWBB2,33,8 u 34,13 u GWBB5,342,6, Zusammenschr ‘Lebenlang’ zB GWBB2,190,14. Rund 4100 Belege (gegenüber gut 450 Belegen ‘Dasein’ und ca 330 Belegen ‘Existenz’), davon knapp die Hälfte im dichterischen Werk. Als (teils hochemotional) positiv konnotierte, epistemologische Sammelbezeichnung in (natur)philos, anthropologischen u ästhetischen Kontexten breit verwendet, wird der Begriff von Goethe doch nirgends systematisch diskutiert bzw explizit definiert. Inhaltliche wie Belegschwerpunkte bilden dabei die transzendental-philos (insbesondere in Pkt 1b) wie substantiell-realen, auch alltäglichen Zusammenhänge (Pkt 5), teils auch in Gegenüberstellung von (höherer Wahrheit der) Fiktionalität u Realität. Der relig Kontext bleibt eher formelhaft u tritt zurück zugunsten einerseits breiter naturphilos Spekulation in der Deutung von ‘Leben’ als dynamisch Entstehendem u zugleich Ewigem bzw als entelechischem Formprinzip neben ‘Kraft’ u andererseits im weiteren Sinne spirituell-emphatischer Verwendung (s Pkt 3). Im die versch Aspekte menschlicher Historizität behandelnden Bedeutungsfeld (Pkt 8ff) finden sich ebenso häufig allg Aussagen, besonders im dichterischen Werk u im Br in stark sentenzhafter Prägung, dabei sowohl positiv wie negativ akzentuiert, wie auch die Reflexion sozialer u individueller, auch gesellschaftlich-ökonomischer Daseinsformen u -umstände. Die Beobachtung des eigenen (menschlichen wie künstlerischen) Werdegangs u der damit verbundenen Leistungen u literar Produktionen (vgl besonders Pkt 9c) spiegelt wiederholt die teleologische Entwicklungsauffassung im naturphilos Bereich, so daß ontologisches wie geschichtliches Moment, inneres wie äußeres Leben in Goethes Denken stets aufeinander bezogen bleiben. 1 als Seinsqualität; das Lebendigsein a summarisch, kategorial b in naturphilos, pantheistischen Reflexionen c bezogen auf Menschen d bezogen auf Pflanzen u Tiere e als Existenzform versch Abstrakta 2 Lebenskraft, Vitalität 3 in spiritueller, emphatischer Verwendung a über das Biologische hinausgehende Existenzform von Immateriellem b ‘ewiges, heiliges, himmlisches’ L. uä c für jds gesamte Existenz, Herzblut d Bestimmung, Schicksal e Lebensinhalt, Daseinszweck 4 Lebewesen, Geschöpf 5 Wirklichkeit, Realität; Alltag 6 Wirkkraft; Bewegung, Schwung 7 Kern, Wesen, Geist von etw 8 als spezifische menschliche Existenzform, Daseinsumstände a in allg, sentenzhaften Aussagen b als kommunale Lebensform c als individuelle Lebensform, -führung d Lebenswandel e Zusammensein, -leben f für die Gesamtheit der Vorgänge in einem Lebenskreis; gesellschaftliches Geschehen 9 temp a Lebenszeit, Lebenslauf b Lebensabschnitt, -alter c Entwicklungs-, Werdegang d Biographie, Lebensdarstellung 10 im ökonomischen Zshg a berufliche Laufbahn b Lebensunterhalt, Existenzgrundlage 11 Betrieb, Trubel, Unterhaltung. 1 als Seinsqualität, physiol Zustand; das Lebendigsein (natürlicher Arten); auch iGz ‘Tod’ a summarisch, kategorial für die Gesamtheit des (organischen) Lebenden, gelegentlich in hylozoistischen Vorstellungen das Anorganische mit umfassend; auch in metasprachl Reflexion, mehrfach ‘(Kampf, Konflikt) auf L. und Tod’ Vom L. Fortpflanzung | trivial Begriff | Lebt denn das Stück Fleisch nicht das ich esse, im höhern Sinne, wie könnte es sich sonst mit Leben verbinden GWBN7,288 MorphStudien inItal [Korr SchrGG 58,38] diese Gipfel [aus Granit] haben nichts Lebendiges erzeugt und nichts Lebendiges verschlungen, sie sind vor allem L. und über alles L. GWBN9,174,5u6 ÜbGranit Die [durch einen herabfallenden Ziegelstein auf den Schultern] zerrissenen Lebensgefäße geben sogleich ihre Function auf .. Allein das gestörte organische L. widersetzt sich eben so schnell und sucht sich herzustellen GWBN51,415,25 Fl WarteSteine Dieser Conflict den ich ankündige zwischen Todten und Lebendigen [bei der Beschaffung von Leichnamen zu anatom Studien], er wird auf L. und Tod gehen, man wird .. Gesetze geben und nichts ausrichten GWB251,97,17 Wj III 3 GWB46,54,25 Winckelm GWBN6,296,21 PhysiolPfl GWB51,271 XenNachl 14(35) uö mBez auf Anorganisches, insbesondere (mit Attr der Veränderlichkeit) das Element Wasser, auch verdeutlichend-qualifizierend ‘anorganisches L.’, einmal ‘Begriff vom L. im weitesten Sinne’; einmal neben ‘Entstehung’ iSv geol Formationsgeschichte dem gefrornen Wasser genügt nicht der vorige Raum, ja bei der höchsten Solidescenz der Krystallisation wird Feuchtigkeit mit in’s anorganische L. aufgenommen GWBN10,65,10 Austrocknen gleichwohl hält sich die Pflanze abgeschlossen in ihrem Reiche, wenn sie sich auch nachbarlich an das harte Gestein, an das beweglichere L. hüben und drüben anlehnt GWBN6,121,7 BotanStudien [1831] Gespr(He5,77) Eckerm [undat] GWB3,363 ZXen VI 1760 GWB152,130 Faust II 10005 Var [>Sinnes] LA I 11,28,7 Naturlehre uö b speziell in naturphilos bzw pantheistischen Reflexionen; insbesondere im Hinblick auf (allumfassende, teleologisch begriffene) morphol Gesetzmäßigkeiten, das innere Bildungsprinzip der Natur bzw naturhafter Kräfte; öfter mit Attr wie ‘göttlich, heilig’ uä; auch im Topos des Unbegreiflichen u bildhaft im Prinzip der (kosmischen) Polarität von dem heftigsten leidenschaftlichen Schrei bis zum sanftesten Worte der Vernunft ist es nur die Natur, die spricht, ihr Dasein, ihre Kraft, ihr L. und ihre Verhältnisse offenbart N1,X,9 Fl Vorw Jene [Physik] muß in einer entschiedenen Unabhängigkeit bestehen, und mit allen liebenden, verehrenden, frommen Kräften in die Natur und das heilige L. derselben einzudringen suchen GWBN11,130,20 MuR(573) Am meisten freut mich ietzo das Pflanzenwesen .. es ist kein Traum, keine Phantasie; es ist ein Gewahrwerden der wesentlichen Form, mit der die Natur gleichsam nur immer spielt und spielend das mannigfaltige L. hervorbringt GWBB7,242,21 ChStein 9./10.7.86 wenn ein besonderes lebendiges Wesen von derjenigen Regel abweicht, durch die es gebildet ist, so strebt es in’s allgemeine L. hin, immer auf einem gesetzlichen Wege, und macht uns auf seiner ganzen Bahn jene Maximen anschaulich, aus welchen die Welt entsprungen ist und durch welche sie zusammengehalten wird GWBN1,46,12 FlD 102 denn ob wir gleich gern der Natur ihre geheime Encheiresis, wodurch sie L. schafft und fördert, zugeben und, wenn auch keine Mystiker, doch zuletzt ein Unerforschliches eingestehen müssen, so kann der Mensch, wenn es ihm Ernst ist, doch nicht von dem Versuche abstehen, das Unerforschliche so in die Enge zu treiben, bis er sich dabey begnügen und sich willig überwunden geben mag GWBB49,210,27 Wackenroder 21.1.32 GWBT4,271,8 v 22.4.12 GWBN6,296,27 u 297,1 PhysiolPfl GWBN1,15,22 FlD 38 GWBN1,296,9 FlD 739 uö mit Betonung sowohl der inhärenten Dynamik als auch Kontinuität der naturhaften Entstehung u Entwicklung; verstärkt mit Attr u Verben der Bewegung Natur! .. Sie schafft ewig neue Gestalten .... Es ist ein ewiges L., Werden und Bewegen in ihr, und doch rückt sie nicht weiter GWBN11,6,12 Natur [Tobler?] ich durchkroch sie [Baumannshöhle] .. Schwarze Marmormassen aufgelös’t, zu weißen krystallinischen Säulen und Flächen wieder hergestellt, deuteten mir auf das fortwebende L. der Natur GWB33,217,2 Camp Die Rinden der Bäume, die Häute der Insecten, die Haare und Federn der Thiere, selbst die Oberhaut des Menschen, sind ewig sich absondernde, abgestoßene, dem Unleben hingegebene Hüllen, hinter denen immer neue Hüllen sich bilden, unter welchen sodann, oberflächlicher oder tiefer, das L. sein schaffendes Gewebe hervorbringt GWBN6,15,8 MorphH Absicht GWBN6,216,5u7 MuR(391) GWB252,202 Wj III 15 Var uö in versch Symbolik u Bildhaftigkeit, ua von der Sonne als Sinnbild zeugender (göttlicher) Kraft u in Wassermetaphorik, auch ‘Baum des L-s’ [Faust zu Wagner über die Sonne:] Dort eilt sie hin und fördert neues L. GWB14,56 Faust I 1073 [Mephisto zum Schüler:] Grau, theurer Freund, ist alle Theorie, | Und grün des L-s goldner Baum GWB14,95 Faust I 2039~39,236 Urfaust 433 ich würde mich des Paradieses und meiner Eva [hier: ungeliebte Braut] unwürdig halten, und mich an den ersten Baum hängen und wenn es der Baum des L-s wäre GWBB1,130,3 Behrisch 3.11.67 GWB10,353 NatT 2314 GWB10,24 Iph2 547 GWB52,391 ByronManfr Eingangsmonolog 12 GWB14,62 Faust I 1200f GWB14,30 Faust I 456~39,222 Urfaust 103 uö c bezogen auf Menschen bzw fiktionale u mythol Gestalten; gelegentlich unter besonderer Betonung des Wertes des menschlichen Daseins bzw Überlebens, auch bildhaft; im Br öfter ‘Zeichen des L-s’ [Faust:] Das ist der Weisheit letzter Schluß: | Nur der verdient sich Freiheit wie das L., | Der täglich sie erobern muß GWB151,315 Faust II 11575 Das nackte L. ist schon in unsern Zeiten eine Wohlthat GWB18,80,10 MädchOberkirch I 1 Die Horen haben jetzo wie es scheint ihr weibliches Zeitalter [durch Mitarbeit von mehreren Autorinnen], es ist auch gut wenn sie nur dadurch ihr litterarisches L. erhalten GWBB12,378,19 Schiller 16.12.97 Gieb L.L. [liebe Lotte] ein Zeichen des L-s und der Liebe von dir GWBB6,10,9 ChStein 18.7.82 GWBB12,73,7 Meyer 18.3.97 GWB421,91,26u27 Einl:DtGilBlas GWB151,102 Faust II 6840 GWB491,71,22 Philostrat GWB27,186,24 DuW 8 uö(häufig) tautologisch in alliterierender Rechtsformel ‘Leib und L.’ Sie [gelangweilte Mädchen] schätzen dir einen Menschen, der an einem fatalen Abende in der Karte mit ihnen spielt, so hoch, als den, der Leib und L. für sie hingibt GWB38,95,5 ErwElm1 man möchte bey näherer Betrachtung [der zugesandten Kupferdrucke zu Boisserées Domwerk] erschrecken, Geld und Gut, Leib und L. an diese Unternehmung gewagt zu sehen GWBB36,239,12 Boisserée 22.12.22 GWB50,9 ReinF I 144 GWB50,35 ebd III 186 uö in vielerlei (formelhaften, das physische Überleben betreffenden) Vbdgn wie ‘sein/jds L. retten, rauben, lassen, geben, einbüßen, verlieren’, ‘mit dem L. bezahlen’, ‘am L. bleiben, erhalten’, ‘sich das L. nehmen’, ‘mit dem L. davonkommen’, mehrfach auch ‘jdm das L. absprechen’ Klitus, Alexanders .. Spiel- und Kriegsgefährte .. rettet dem König das L. GWB7,95,17 DivNot [Götz:] Auf diese Art dein L. zu lassen, Götz, und so zu enden! GWB8,150,11 Götz2 V eine gestörte .. Verdauung brachte solche Symptome hervor, daß ich .. das L. zu verlieren glaubte GWB27,205,13 DuW 8 ich finde es eben so wunderbar zu sagen, der Mensch ist feig, der sich das L. nimmt, als es ungehörig wäre, den einen Feigen zu nennen, der an einem bösartigen Fieber stirbt AA55,14 Werth1 I~Werth2 GWBB10,62,17 Voigt [31.]5.93 GWB26,54,13 DuW 1 GWB46,12,28 Winckelm Vorr GWB35,59,1 TuJ 1795 GWB50,280 Achilleis 255 uö in verstärkenden (auch emphatischen) Wdgn; zB ‘bei/um/für jds L.’: sehr, zutiefst, ‘nicht ums L.’ oä: auf keinen Fall, unter keinen Umständen, einmal salopp ‘um L-s oder Sterbens willen’: für alle Fälle Ich beschwöre dich bei deinem L., | Gib mich keinem andern mehr zur Frauen GWB2,51 Klaggesang AsanAga 47 Ich wünschte dem lieben Preußen .. für mein L. gern zu einem solid gegründeten Urgebirg [zu] verhelfen, damit wir nicht wie bisher schmählicherweise bey Schweden und Norwegen zu Lehn gingen GWBB44,261,4 Zelter 9.8.28 [Gretchen im Kerker:] Da hinaus? Nicht um die Welt .. Ums L. nicht! GWB39,317 Urfaust Kerker 80 GWB22,308,5 Lj VI SchöneSeele GWB14,82 Faust I 1714 GWB9,140,13 Geschw uö d bezogen auf Pflanzen od Tiere; auch ‘vegetabilisches L.’ für das gesamte Pflanzenreich; einmal ‘klimatisches L.’ iSv geogr Verbreitung, Lebensraum (von Arten); mehrfach in Thematisierung des Lebenszyklus einer Pflanze(nart); öfter in Experimenten bei Infusionsbeobachtungen ‘keine Spur von L.’ uä Er [Ilmenauer Vogelbeerbaum] ward durch ein Mißverständniß .. durchsägt, die Wunde jedoch sogleich verbunden, da denn Rinde und Splint sich wieder vereinigten und sodann unser Baum diese ganze Zeit über am L. blieb, ob er gleich zuletzt an den Endzweigen kränkelte GWBB35,259,15 CarlAug 4.2.22 K Der Hopfen ist einem Mißwachs ausgesetzt, welcher durch eine Art von verbundener Vertropfung und Verstäubung verursacht wird. Dieser dem vegetabilischen L. verderbliche Brand wird durch den Namen Ruß bezeichnet GWBN13,85,12 Hopfen Da ist .. kein Augenblik, da du nicht ein Zerstöhrer bist, seyn mußt. Der harmloseste Spaziergang kostet tausend tausend armen Würmgen das L. AA61,4 Werth1 I~Werth2 [Schema] Nun werden durch Linien .. unterwärts die Fische, rechts die Thiere, links die Pflanzen bezeichnet und ihr klimatisches L. angedeutet GWBN7,102,6 Rez:Wilbrand Ritgen GWBB38,230,4 Zelter 25.8.24~422,469,24 Zu:Eurip,Kyklops GWBB44,48,17 Nees 2.4.28 K GWBN7,297 InfusTiere uö e als Existenzform teils als belebter Organismen hypostasierter bzw anthropomorphisierter Abstrakta wie Nation, Sprache, Liebe so könnte man sagen, das Büchlein [‘Des Knaben Wunderhorn’] habe seine Bestimmung erfüllt und könne nun wieder als geschrieben und gedruckt verloren gehen, weil es in L. und Bildung der Nation übergegangen GWB40,338,13 Üb:Wunderhorn [betr Sprachpurismus] Es gibt gar viele Arten von Reinigung und Bereicherung, die eigentlich alle zusammengreifen müssen, wenn die Sprache lebendig wachsen soll. Poesie und leidenschaftliche Rede sind die einzigen Quellen, aus denen dieses L. hervordringt GWB411,117,8 DtSprache Ach Liebe, du wohl unsterblich bist! | Nicht kann Verrath und hämische List | Dein göttlich L. tödten GWB1,197 Der Müllerin Verrat 63 GWBN3,108,13 FlH II GWB421,51,17 Üb:Monatsschr Böhmen [G/Varnhagen] uö(selten) 2 Lebenskraft, vis vitalis; öfter als metaphysische Energie bzw entelechisches, allumfassendes (primäres) Grundprinzip der Schöpfung, in emphatischer Attribuierung neben ‘Kraft’ u iGz ‘Starre’; auch ‘Kraft des L-s’, einmal mBez auf Samen ‘ruhiges L.’ iSv ruhende Lebenskraft Alles was höher hinauf nur zu vegetiren anfängt hat nun hier [Tal zwischen Bozen u Trient] schon alles mehr Krafft und L. GWBT1,176,11 v 11.9.86 die schöne Kunst [Schlittschuhlauf] .. welche die ersten raschen Wintertage zu verherrlichen und neues L. in das Erstarrte zu bringen im hohen Norden erfunden worden GWB24,329,7 Wj II 5 [Erdgeist zu Faust:] In Lebensfluthen, im Thatensturm | Wall’ ich auf und ab, | .. Ein wechselnd Weben, | Ein glühend L., [wechselnd L.! GWB39,224 Urfaust 154] | So schaff’ ich am sausenden Webstuhl der Zeit, | Und wirke der Gottheit lebendiges Kleid GWB14,32 Faust I 507 GWB151,98 u 99 Faust II 6776u6779 GWBN6,87,8 MetamPfl 111 GWB3,85 MetamPfl Eleg 18 uö für: Lebensgeister, Vitalität; auch mit der Nuance Lebensfreude u auf intellektuelle Fähigkeiten bezogen iSv Esprit, geistige Beweglichkeit; einmal übertr auf Sachen; wiederholt mBez auf die Regenerationskräfte von Küssen Liebender u neben Subst wie ‘Mut’, ‘Tat’, ‘Freude’ [Marquise, die Hand des Grafen haltend:] So steif wie Holz, als wenn kein L. in ihm wäre! GWB17,159,14 GrCoph II 5 [Franz:] in ihren [Marias] Augen ist Trost, gesellschafftliche Melankolie. Aber um dich, Adelheid, ist eine Atmosphäre von L., Muth, tähtiges Glück! GWB39,51,14 Götz1 I Hätte er [Tischbein] die Reize des weiblichen Körpers mit Leib und Seele genossen .. gewiß seine Gemälde würden mehr L. und Wollust athmen GWBB6,265,18 Ernst II 19.4.84 einen jungen Mann .. dem alles mangelte, was mein Bruder besaß, Genie, L., Geist und rasches Wesen GWB22,99,22 Lj IV 16~52,258,11 ThS VI 11 GWB7,104,9 DivNot GWB10,140 Tasso 862 GWB422,192,12 MuR(671) GWB4,29 Du hattest längst 2 uö iSv Gesundheit, Stärke; auch in tautologischer Doppelformel, zB als Geburtstagswunsch Da sucht man nun mit Macht mir neues L., | Und neuen Muht und neue Krafft zu geben; | Drum reichet mir mein Docktor Medicinä | Extrackte aus der Cortex Chinä GWBB1,170,15 FOeser 6.11.68 [nach längerer Krankheit] Erstes Zeugniß erneuten L-s und Liebens danckbar anhänglich J.W.v.Goethe GWBB36,314,2 Zelter [23.3.23] Drum betet fein für mein L. und Gesundheit, Waden und Bauch pp. GWBB2,76,23 Kestner [10.4.73] An dem heutigen frohen und heiteren Tage kann ich .. sagen: daß Ew. Exzell. L. und Gesundheit wünsche GWBB25,110,2 Voigt 23.12.14 GWBB37,14,20 Willemer 14.4.[23] GWBB48,57,11 GAChKestner 27.12.30 GWBB37,32,4 CarlAug 30.4.23 uö 3 in spiritueller, auch stärker traditionell religiöser sowie emphatischer Verwendung a über das Biologische hinausgehende Existenzform von Immateriellem, sowohl Mentales wie Physisches umfassend, wiederholt in entsprechender dualer Attribuierung; auch zur Bezeichnung des menschlichen Daseins als geistig-körperlicher Einheit Da fing mein L. an, als ich dich liebte GWB10,29 Iph2 654 [Prinzessin:] Ich mußt’ ihn [Tasso] lieben, weil mit ihm mein Leben | Zum L. ward, wie ich es nie gekannt GWB10,182 Tasso 1890 Wenn man die vielen versunkenen .. Grabsteine .. erblickt, so kann einem das L. nach dem Tode doch immer wie ein zweites L. vorkommen, in das man nun im Bilde, in der Überschrift eintritt und länger darin verweilt als in dem eigentlichen lebendigen Leben GWB20,215,7u8 Wv II 2 OttiliensTgb Der geistreiche Mensch .. betrachtet alles was sich den Sinnen darbietet, als eine Vermummung, wohinter ein höheres geistiges L. sich schalkhaft-eigensinnig versteckt, um uns anzuziehen und in edlere Regionen aufzulocken GWB7,137,26 DivNot Gespr(Gr6,343) Riemer [7./9.9.07] GWBB42,232,16 NMeyer 21.6.27 GWB3,369 ZXen VI 1836 uö zum Ausdruck des sich der unmittelbaren Zugänglichkeit entziehenden Numinosen der (menschlichen) Daseinstotalität u unter Betonung der Bedeutung sinnenhafter Wahrnehmung, auch in theol Überhöhung im Regenbogen-Gleichnis [Faust:] So bleibe denn die Sonne mir im Rücken! | Der Wassersturz, das Felsenriff durchbrausend, | Ihn schau’ ich an mit wachsendem Entzücken. | .. wie herrlich diesem Sturm ersprießend, | Wölbt sich des bunten Bogens Wechsel-Dauer, | .. Der [Regenbogen] spiegelt ab das menschliche Bestreben. | .. Am farbigen Abglanz haben wir das L. GWB151,7 Faust II 4727 GWBN12,74,9 Witterungslehre 1825 b meist in Vbdgn wie ‘ewiges, heiliges, himmlisches, höheres L.’ als Existenzform der Seele, auch für: Unsterblichkeit u metonym iSv Erlösung; einmal im chem Zshg mBez auf Moleküle [Huri:] im ewigen L. | Muß man sich eben in alles ergeben GWB6,258 Vs 45 Div Paradies [selige Knaben, Fausts Unsterbliches von den Engeln empfangend:] Also erlangen wir | Englisches Unterpfand. | Löset die Floken los | Die ihn umgeben, | Schon ist er schön und groß | Von heiligem L. GWB151,332 Faust II 11988 Wir wollen einander nicht aufs ewige L. vertrösten! Hier noch müssen wir glücklich seyn, hier noch muss ich Gustgen sehn GWBB2,291,18 Gfin Stolbg [16.9.75] Das Kunstwort Wahlverwandtschaften .. Man muß diese todtscheinenden .. Wesen .. schauen .. dann traut man ihnen erst ein ewiges L., ja wohl gar Sinn und Verstand zu GWB20,55,23 Wv I 4 GWBB19,21,1 Zelter 19.6.05 GWB16,375 Epimen 834 DjG31,26,23 Labores juv [1757] uö c metonym für jds gesamte (geistige) Existenz, Identität, jds Herzblut zum Ausdruck einer bedingungslosen, grenzenlosen Hingabe an etw od jdn, meist in Vbdgn wie ‘jds (ganzes) L. jdm/etw geben, widmen, weihen’; auch ‘inneres, innerstes L.’ uä, ’Mark und L.’ für jds Innerstes bzw mentale (künstlerische) Triebkraft dir allein | Ist und wird mein L. sein GWB12,9,10 JeryBätely In der Wissenschaft kann .. nicht verlangt werden, daß derjenige, der etwas für sie zu leisten gedenkt, ihr das ganze L. widme GWBN1,374,11 FlD Schlußw [Faust:] Mir wühlt es Mark und L. durch, das Elend dieser Einzigen [Gretchens] GWB14,226 Faust I TrübTag 33~39,309 Urfaust 27 Gelassen beobachtende Freunde pflegen gemeiniglich die genialischen Nachtwandler [wie Goethe] unsanft mitunter aufzuwecken, durch Bemerkungen, die gerade das innerste mystische L. solcher begünstigten oder wenn man will bevortheilten Naturkinder aufheben und zerstören GWB36,232,9 BiogrEinzh GWB36,40,27 TuJ 1808 GWBB37,135,19 Zelter 24.7.23 GWB2,24 DtParnaß 37 GWBB6,151,22 ChStein 16.4.83 GWBB47,260,8 August 17.9.30 K uö d iSv Bestimmung, Schicksal, (ganze) Zukunft [Einsiedler zum Volk:] Mein L. ist in euren Händen, | Ich bin nicht unbereitet es zu enden GWB16,101 Satyros 429 [Hortensia:] Hast du Muth mit mir zu sterben? | .. [Nardo:] Wie? du fragst? | Dein ist mein L. | Ich bin ganz in deinen Händen GWB12,284 VereitelteRänke 770 [G/Vulpius?] Der Augenblick nur entscheidet | Über das L. des Menschen und über sein ganzes Geschicke GWB50,225 HermDor V 58 GWB11,183,21 Stella V GWB46,149,22 Hackert GWB12,363 Lila IV Var uö e prägnant(-hyperbolisch) iSv Lebensziel, -inhalt, -glück, Daseinszweck, Ein und Alles; auch von Dingen u gesteigert ‘L. meines L-s’, wiederholt neben ‘Freude’ u ‘Glück’; öfter im ‘Divan’ Wie du [Hafis] zu lieben und zu trinken, | Das soll mein Stolz, mein L. sein GWB6,39 Div Unbegrenzt 18 [Cäcilie zu Fernando:] Deine Briefe sollen mein einziges L. sein GWB11,187,19 Stella V Dieß Versprechen, diese Worte | Sind ihr L., sind dein Glück GWB11,258 Claud2 1164 Diese Lustbarkeit [Karneval], welche einem Fremden gar bald abgeschmackt vorkommen muß, ist das L. der Römer GWBB8,197,16 FFritsch 20.2.87 GWB1,265 Alexis u Dora 17 GWB20,182,5 Wv I 17 GWB23,66,9 Lj VII 6 GWB10,274 NatT 576 uö als vertrauliche Anredeform, Kosewort für eine geliebte (weibliche) Person; überwiegend im emphatischen Ausruf, wiederholt in Br an ChStein Einen Blick, geliebtes L.! | Und ich bin belohnt genung GWB1,74 Mit einem gemahltenBand 11 [Erwin zu Elmire:] Ich habe dich wieder | Mein L., mein Glück! GWB38,476 ErwElm1 Var Schreibe mir wo du heute bist. Liebe mich mein L. GWBB6,188,2 ChStein 24.8.83 GWB12,263 VereitelteRänke 204 [G/Vulpius?] GWBB6,115,21 ChStein 29.12.82 uö 4 gehoben für Lebewesen, Geschöpf, auch mBez auf Pflanzen, Tiere u mythol Figuren; wiederholt als Kollektivum, dabei einmal für fiktionale Personen; mehrfach ‘neues L.’ oä für Neugeborenes Die Erde war bewachsen und bewohnt, alle Klimaten brachten nach ihren Bedingungen und Eigenheiten eigene Geschöpfe hervor, und die Folgerung lag ganz nahe, daß die ähnlichen Gestirne, und vielleicht auch gar die unähnlichen, ebenfalls mit L. übersät und beglückt sein müßten GWBN4,119,19 FlH VI So umgeben denn spät den Sarkophagen des Dichters | Diese Rolle, von ihm reichlich mit L. geschmückt GWB1,307 Vs 12 VenEpigr 1 In Dämmerschein liegt schon die Welt erschlossen, | Der Wald ertönt von tausendstimmigem L. GWB151,6 Faust II 4687 GWB2,124 Anakreons Grab 3 GWB1,307 Vs 1 VenEpigr 1 GWBB33,280,12 Nicolovius 2.10.20 K uö 5 Wirklichkeit, Realität, Gesamtheit der materiellen Erscheinungen, alltäglichen Welt (eines Individuums); auch iSv Gegenwart u Erlebnisfülle; mehrfach verdeutlichend ‘gemeines(,) wirkliches L.’ Das wirkliche L. verliert oft dergestalt seinen Glanz, daß man es manchmal mit dem Firniß der Fiction wieder auffrischen muß GWB27,244,23 DuW 9 So feiert Ihn [Schiller]! Denn was dem Mann das L. | Nur halb ertheilt, soll ganz die Nachwelt geben GWB16,168 EpilSchillersGlocke 95 Doch es ist kein Gedicht, es ist Wahrheit und L., was ich in deinen Armen finde GWB21,43,19 Lj I 8 Mein ganzes inneres Leben ging auf eine lebendige Heuristik hinaus, welche eine unbekannte geahnete Regel anerkennt aber sie im L. der Erscheinung [>Außenwelt] zu finden versucht GWB422,332 MuR(328) Var GWB20,199,2 Wv II 1 GWB40,64,4 Üb:Piccolom [G/Schiller] GWBN7,183,1 PrincPhilZool II uö(häufig) iSv Alltag, Tagesgeschäft; ua ‘gemeines, (tag)tägliches, gewöhnliches L.’, wiederholt im sprachrefl Zshg ‘im gemeinen L. (sagen)’ oä iSv allgemein-, umgangssprachl; mBez auf Krankheitsphasen Goethes öfter ‘(wieder) ins L. zurückkehren, -treten, -gerufen werden’ ua: körperlich wiederhergestellt werden u das Tagesgeschäft wieder aufnehmen Wie dieser [Beifall] zu erlangen sei, darauf hatte er [Serlo] .. so genau Acht gegeben .. daß er nicht allein bei seinen Darstellungen, sondern auch im gemeinen L. nicht mehr anders als schmeicheln konnte GWB22,119,13 Lj IV 18 Um die unendliche Langeweile des täglichen L-s zu erheitern übte ich unzählige .. Streiche GWB27,116,1 DuW 7 Abzwecken ist kein Briefwort. Sagst du es im gemeinen L.? GWBB1,22,20 Cornelia [6./7.12.65] GWBN1,8,5 FlD 19 GWB20,226,16 Wv II 4 GWBB34,93,10 ÖkonomGes Potsd 12.1.21 K GWBB47,149,21 Zelter 18.7.30 GWBB37,20,3 Gfin Stolbg 17.4.23 uö(häufig) speziell mBez auf den Eingang, die Relevanz von Wissenschaft od Kunst in die bzw für die Praxis; auch mit der Nuance: Allgemeinheit; mehrfach ‘ins L. eingreifen’ Man klagt über wissenschaftliche Akademien, daß sie nicht frisch genug in’s L. eingreifen GWBN6,222,19 MuR(418) die neuste Philosophie .. [ist] unzugänglich dem L. und dem mitgebornen Menschenverstande GWBB49,3,23 Zelter 8.7.31 Alle übrigen in’s Unendliche gehenden Abänderungen [der Grundfarben] gehören mehr in das Angewandte, gehören zur Technik des Mahlers, des Färbers, überhaupt in’s L. N1,XXXV,24 FlD Einl Für’s L. so wie für die Wissenschaft ist dieß [Kochsalzgewinnung in der Stotternheimer Saline] von großer Bedeutung GWBB43,272,14 FJFrommann 3.[2.]28 GWBB45,193,17 Döbereiner 4.3.29 K GWBN52,243,9 FlH III Plp GWB48,191,22 MuR(484) GWB40,380,25 Üb:Bekenntn schönSeele/Melanie/Dumont uö in Vbdgn wie ‘etw ins L. bringen, (ein)führen, fördern, rufen’: etw Wirklichkeit, Dasein erlangen lassen, verwirklichen, (tatkräftig) umsetzen; meist bezogen auf Kunstwerke (ua menschliche Artefakte); häufig ‘nach dem L. zeichnen, (aus)arbeiten, abbilden, schildern’ uä, einmal ‘kleiner als L.’ iSv geringer als lebensgroß Wenn nun das, was in dem Aufsatz [des Prinzenerziehers Soret] höchst verständig gesondert vorgetragen worden, durch treues, liebevolles Handeln in’s L. gefördert wird GWBB36,149,16 Maria Paulowna 6.9.22 K Mehrstimmige Sachen von Zelter .. wurden in’s L. geführt [aufgeführt Var] GWB36,57,12 TuJ 1810 Da schick ich dir ein Profil. Der Kerl .. war Steuermann, hat in der Sklaverey zu Tunis viel ausgestanden, und zieht nun in der Welt herum Mitleiden zu erregen. Ich hab ihn nach dem L. gezeichnet GWBB2,156,27 Lavater 26.4.74 Hab’ ich dir schon gesagt, daß Trippel meine Büste arbeitet? .. Wenn das Modell fertig ist, wird er eine Gypsform darüber machen, und dann gleich den Marmor anfangen, welchen er dann zuletzt nach dem L. auszuarbeiten wünscht GWB32,65,5 ItR GWB36,124,2 TuJ 1817 GWBB4,236,4 ChStein 14.6.[80] GWB18,279,13 GutWeiber GWBB28,359,18 Zelter 31.12.17 uö(häufig) 6 Wirkung, Wirkkraft, Einfluß, (dauernde) Gültigkeit; mehrfach neben ‘Tätigkeit’, ‘Wirken’ ua; öfter stärker dynamisch iSv Bewegung, Schwung, auch mBez auf ästhet Gegenstände u Werke sowie Institutionen; öfter ‘frisches, neues L. (einhauchen)’ uä, auch steigernd ‘mehr, viel L.’ [im Vergleich antiker u moderner Architektur] Was nicht eine wahre innre Existenz hat, hat kein L. und kann nicht lebendig gemacht werden, und kann nicht gros seyn und nicht gros werden GWBT1,327,21 v 27.10.86~30,190,15 ItR Man suchte die [Naturforschende] Gesellschaft selbst wieder in L. und Thätigkeit zu bringen, welches alles beynahe erloschen ist A(FfA I 27,523,31) Votum 19.10.05 In diesem Kasten sind sprudelnde Quellen .. Der Prinz allein weiß diese Herrlichkeiten in Bewegung und L. zu setzen GWB17,21,10 TriumphEmpfindsamk II Die Ankunft Serenissimi [in Karlsbad] hat uns alle überrascht und erfreut .. Er giebt durch seine Gegenwart der abnehmenden Gesellschaft neues L. GWBB30,39,17 JChSchmidt 13.8.86 Schiller ist schon acht Tage bey mir und bringt durch seinen Antheil viel L. in meine oft stockenden Ideen GWBB10,196,19 Meyer 22.9.94 GWBB36,246,19 CarlAug 26.12.22 [<Beleben] GWBB39,297,8 CarlAug u Hzgin Louise [1.1.25] K Var [>Wircken] GWBB45,220,9 Zelter 28.3.29 GWBB4,141,1 Bertuch 29.11.79 Gespr(He32,254) Eckerm [25.2.28] uö zur Bezeichnung einer besonderen Qualität der Ausdruckskraft, Lebensechtheit, Anschaulichkeit; einmal ‘etw zum übereinstimmenden L. bringen’ zur Bezeichnung der Verbindung von künstlerischer Harmonie u Wahrhaftigkeit in der Darstellung Der Alte .. trug das Lied mit so viel L. und Wahrheit vor, daß es schien, als hätte er es in diesem Augenblicke .. gedichtet GWB21,204,13 Lj II 11~52,62,20 ThS IV 12 Dieser Kopf [des hl Andreas] hat in der Copie von Marco etwas Eigenes .. Der Umriß .. macht eine schöne Silhouette, man sieht von jenseitiger Stirne, von Auge, Nasenfläche, Bart, so viel daß der Kopf sich rundet und ein eigenes L. gewinnt GWB491,239,8 Bossi,Leonardo Der Kopf [von Rauchs Entwurf zur Goethe-Statue] war unterwegs abgebrochen und beym Aufsetzen wurde er zufällig mehr nach der linken Seite gewendet, so daß die perpendikulare Linie des Gesichts fast mit der perpendikularen des Buchs zusammenfällt, wodurch .. L. und Anmuth ganz besonders erhöht wird GWBB39,171,5 Boisserée 4.4.25 [über ‘Notre Dame de Paris’ von VHugo] in den handelnden Figuren ist durchaus keine Spur von Naturlebendigkeit. Es sind L-s untheilhafte Gliedermänner und -Weiber, nach ganz geschickten Proportionen aufgebaut, aber außer dem hölzernen und stählernen Knochengerüste durchaus nur ausgestopfte Puppen GWBB48,260,7 Zelter 28.6.31 GWB47,221,27 ÄltGemälde 1790 GWB492,177,11 Herstellg StraßbMünster GWBB33,176,10 Schlözer [27.8.20] K GWBB42,198,8 Nees 24.5.27 uö einmal in Stichwörtern zu einem ‘Divan’- Gedicht wohl iSv poet Handlungsmotiv Element des l-s [>Handlens] GWB6,471 Div Plp Var 7 Eigentliches, Wesen(tliches), Kern, Geist von etw; mehrfach ‘inneres L.’ für: höherer geistiger Zshg bzw Wert iUz Äußerlichkeiten; auch bildlich Aufmerksamkeit ist das L. [wahre L. GWB252,34 Var]! GWB24,94,9 Wj I 6 Die höchste Lyrik ist entschieden historisch; man versuche, die mythologisch-geschichtlichen Elemente von Pindars Oden abzusondern, und man wird finden, daß man ihnen durchaus das innere L. abschneidet GWB421,173,24 TeilnManzoni ein Jahrhundert, das sich bloß auf die Analyse verlegt, und sich vor der Synthese gleichsam fürchtet, ist nicht auf dem rechten Wege; denn nur beide zusammen, wie Aus- und Einathmen, machen das L. der Wissenschaft GWBN11,70,13 Analyse Synth GWB21,119,15 Lj II 1~51,99,27 ThS II 1 GWBT1,279,14 v 7.10.86 GWBN1,303,20 FlD 752 GWB47,336,34 Samml 6 Plp uö 8 Art u Weise des menschlichen Daseins, Daseinsumstände; spezifische Existenzform, auch: Ausprägung eines Lebens(entwurfes) a in allg, auch sentenzhaften od epigrammatischen Aussagen, mit Anklang an bekannte Sprichwörter u traditionelle Bildlichkeit, insbesondere im Bild der Naturgewalten u im Vergänglichkeitsmotiv; öfter formelhaft-alliterierend ‘das liebe L.’, wiederholt in Briefschlußfloskeln, gelegentlich emphatisch, auch hypostasiert Wähntest du etwa, | Ich sollte das L. hassen, | .. Weil nicht alle | Blüthenträume reiften? GWB2,77 Prometh 47 Hast du es so lange wie ich getrieben; | Versuche wie ich das L. zu lieben GWB3,234 ZXen I 84 möchtet ihr, wenn sie gedruckt erscheinen, in den Strömungen des L-s diesen Darstellungen [‘Faust II’] einige Augenblicke widmen können! GWBB43,262,20 Zelter 24.1.28 Ich habe mich die letzte Zeit nicht aus der Stadt, kaum aus dem Hause bewegt, und mich zwischen mäßigem Glück und Unheil, wie es das liebe L. zu bieten pflegt, thätig hingehalten GWBB39,58,17 Reinhard 26.12.24 Der Mensch erkennt sich nur im Menschen, nur | Das L. lehret jedem was er sei GWB10,154 Tasso 1243 GWBB35,193,17 Schultz 28.11.21 GWBB28,120,19 Voigt 5.6.17 GWB1,331 Vs 459 VenEpigr 102 GWBB29,241,3 Boisserée 16.7.18 GWBB7,202,12 CarlAug 8.4.86 uö(häufig) in apodiktisch-qualifizierenden Aussagen mit der Kopula ‘sein’ Das L. ist ein schlechter Spaß, | Dem fehlt’s an Dieß, dem fehlt’s an Das GWB6,81 Vs 1 DivBetrachtgn Wie es auch sei das L., es ist gut GWB4,107 Der Bräutigam 16 [Wagner:] Ach Gott! die Kunst ist lang! | Und kurz ist unser L. GWB14,35 Faust I 559~39,227 Urfaust 206 Das L. ist so kurz, und das Gute wirkt so langsam GWB18,68,26 Aufgeregten IV 7 GWB6,82 Div Das Leben ist 1 GWB6,118 Div Was wird mir 2 GWB52,9 Der Przin Maria vSachs-Weim 5 Var GWB23,124,22 Lj VII 9 uö in charakteristischen Vbdgn wie ‘jdm das L. sauer/schwer/leicht machen’, ‘des L-s genießen’, ‘sich des L-s freuen’, ‘des L-s froh (sein)’ uä, insbesondere in Br Ich stecke mitten unter meinen Geschäfften noch immer so voll Leidenschafften, Liebhabereyen, Erfindungen, Einfälle, Grillen und Plane daß mir würcklich manchmal das L. sauer wird GWBB6,211,21 Jacobi 12.11.83 Herder fährt fort sich und andern das L. sauer zu machen GWBB4,300,7 Lavater [etwa 20.9.80] Da es uns Deutschen nun einmal nicht gegönnt ist, in entschieden geistreicher Gesellschaft des L-s zu genießen und uns gegenwärtig in Person an einander auszubilden GWBB34,293,18 Rochlitz 21.6.21 Zwischen Lavater und Basedow | Saß ich bei Tisch des L-s froh GWB2,266 Diner zKoblenz 2 GWBB43,149,28 Zelter 6.11.27 GWB9,75 Mitsch3 522 GWBB2,227,17 Sophie La Roche 18.1.75 GWBB8,357,28 CarlAug 17.3.88 GWBB44,180,26 Zelter 10.7.28 uö ‘Gesang des dumpfen L-s’ mBez auf die Entstehung des Gedichts ‘Einschränkung’ (WA I 1,102) in positiver Konnotierung als Preisung des einfachen, naiven Daseins, des umgrenzten Lebensbereichs (von Goethes neuer Heimatstätte); vgl s v dumpf B1 Früh aufm Schlossberg gez.[eichnet] Gesang des dumpfen L-s GWBT1,18,12 v 3.8.76 b als gesellschaftlich verankerte (u charakteristische) kommunale Lebensform; bes ‘häusliches, bürgerliches, akademisches L.’; auch iSv Stand; mehrfach ‘fremdes L.’ mBez auf interkulturell versch Sozialstrukturen Über die [ital] Nation selbst .. über den Grundkarackter und die Hauptexistenz von dieser; über das L. der Vornehmern, ihre Wohnungen, Art zu seyn .. darüber mündlich GWBT1,296,3 v 13.10.86 Ich habe .. bemerken können, daß mehrere Personen, obgleich die öffentlichen Uhren alle nach unserem Zeiger gestellt sind, doch ihre Taschenuhren und ihr häusliches L. nach der alten Zeitrechnung fortführen GWB32,344,18 ÜbItal das Ideal, das ihm [Wilhelm] sein Schwager vom Glück des bürgerlichen L-s vorzeichnete, reizte ihn keineswegs GWB22,146,24 Lj V 2 Rellstab hält sich noch in Weimar auf, um sich zum Heidelberger akademischen L. vorzubereiten GWBB35,138,21 Zelter 14.10.21 Die Fremde hat ein fremdes L. und wir können es uns nicht zu eigen machen, wenn es uns gleich als Gästen gefällt GWBB8,33,2 Herder [14.10.86] GWB251,212,13 Wj III 11 GWB342,22,5 KuARheinMain Plp AA31,17 Werth1 I~Werth2 GWB40,254,7 Üb:Reichardt,Br uö c als individuelle (charakteristische bzw zeitweilig gewählte od ertragene) Lebensform, -führung, in bestimmter Art u Weise (in Bezug auf versch Aspekte) gestaltete, (aktiv) eingerichtete persönliche Lebensweise; häufig mit PossPron; oft ein bestimmtes ‘L. führen, leben, zubringen’ Unser Hofrath Meyer hat einen großen Verlust erlitten, seine Gattin ist gestorben die völlig in sein L. verwachsen war GWBB39,206,22 Schultz 31.5.25 die heitere Art, womit er [Dresdner Schuster] sein eignes enges, armes, mühseliges L. betrachtete GWB27,168,9 DuW 8 Sezze hinzu daß sich Knebel nach seiner Art, bey einem ganz geschäfftslosen L., auf seinem einsamen Zimmer keinen unterhaltendern Gesellschaffter erwarten kan als eben die Uhr GWBB5,57,21 Lavater 19.2.81 [Herr Ego:] Und red’ ich dagegen, so wird nur der Klatsch | Verschlimmert. | Mein liebliches L., im nichtigen Patsch, | Verkümmert GWB51,101 ZXenNachl VII 244 GWBB5,149,1 Lavater 22.6.81 GWB14,87 Faust I 1836 GWBB1,13,19 JJRiese 21.10.65 uö(häufig) in Selbstreflexion Goethes, besonders in Selbstaussagen über die Weimarer Verhältnisse u künstlerischen Produktionen, häufig im Tgb u Br; auch iSv geistige Haltung, Gesinnung Heut sinds fünf Jahre dass ich nach Weimar kommen bin .. Ich rekapitulire in der Stille mein L. seit diesen 5 Jahren, und finde wunderbaare Geschichten GWBB5,1,8 ChStein 7.11.80 fortdauernde reine Entfremdung von den Menschen. Stille und Bestimmtheit im L. und handeln GWBT1,62,4 v 12.2.78 von Hause hatte ich einen .. hypochondrischen Zug mitgebracht, der sich in dem neuen sitzenden und schleichenden L. eher verstärkte als verschwächte GWB27,185,16 DuW 8 [zwischen Rekrutenaushebung u Arbeit an der ‘Iphigenie’] Jetzt leb ich mit den Menschen dieser Welt, und esse und trincke spase auch wohl mit ihnen, spüre sie aber kaum, denn mein inneres L. geht unverrücklich seinen Gang GWBB4,14,7 ChStein 2.3.[79] GWB4,61 Du versuchst 3 GWBB11,11,22 Schiller 23.1.96 GWBB4,50,21 CEGoethe 9.8.79 GWBB38,182,2 Schultz 3.7.24 GWB28,293,18 DuW 14 uö d moralisch akzentuiert iSv Lebenswandel, Art der sittlichen Lebensführung; überwiegend mit deutlich wertenden (u dichotomischen) Attr wie ‘böse, übel, ungemäßigt, wüst’ bzw ‘leicht, lustig, musterhaft, gottselig’ Bisher wart Ihr mir eine Art von Ideal eines durch Genügsamkeit und Ordnung Glücklichen und Euer musterhafftes L. mit Frau und Kindern war mir ein fröhliges und beruhigendes Bild GWBB7,135,17 Kestner 4.12.85 Er [FStein] ist lustiger als iemals. Er hat in Franckfurt erst recht Freyheit kennen lernen, und meine Mutter hat ihn die Philosophie des lustigen L-s erst noch recht ausführlich kennen gelehrt GWBB7,106,6 ChStein 6.10.85 Norberg hatte durch ein wildes L. den größten Theil seines Vermögens verzehrt GWB23,111,8 Lj VII 8 [Hauptmann zu Pater Brey:] Mein Herr, ich hab’ hier in der Näh | Ein Völklein [Schweine] .. | Sie führen ein sodomitisch L., | Ich will sie eurer Aufsicht übergeben GWB16,68 PaterBrey 210 GWB3,368 ZXen VI 1825 GWB10,223 Tasso 2918 GWB27,330,15 DuW 10 GWB31,67,11 ItR GWB47,216,13 ÄltGemälde 1790 uö e iSv Zusammensein, -leben, Umgang(sweise); öfter unter Betonung des geistigen Austauschs im Freundes-, Kollegenkreis Mit den Menschen [in Rom] hab’ ich jetzt ein leidlich L. und eine gute Art Offenheit GWB32,8,1 ItR Ich bin ganz dein und habe ein neu L. und ein neu betragen gegen die Menschen seit ich weis daß du davon überzeugt bist GWBB5,202,11 ChStein 9.10.81 Geistreiches und vertrauliches L. mit den Stollbergs GWB29,227,8 DuW 18 Schema GWBB47,131,27 August 5.7.30 GWBB10,233,15 Jacobi 2.2.95 GWBB2,228,6 JG u CHerder 18.1.75 uö f für die Gesamtheit der Vorgänge, Aktivitäten in einem Bereich, Lebenskreis; gesellschaftliches Geschehen, auch: sozialer Umgang, Verkehr; häufig ‘öffentliches L.’ u ‘ geselliges, gesellschaftliches, soziales L.’, auch ‘literarisches L.’, ‘Berliner, weimarisches L.’, ‘französisches, orientalisches, schottisches L.’ ua; einmal alliterierend ‘L. und Leidenschaft’ Die Kaiserinn von Östreich kommt den 6. [nach Karlsbad] .. Sie ist aber sehr krank und wird keine große Differenz im öffentlichen L. machen GWBB21,315,10 Christiane 27.5.10 Sie [Parsen] trugen Waffen, auch im Frieden und geselligen L. GWB7,22,18 DivNot ÄltPerser Sobald ich wieder besser binn, werde ich ausgehen in fremde Lande .. nach Franckreich .. zu sehen wie sich das französche L. lebt, und um französch zu lernen GWBB1,184,21 KSchönkopf 30.12.68 wie die französische Literatur sich nicht einen Augenblick von L. und Leidenschaft der ganzen Nationalität abtrennt GWBB46,145,5 Hitzig 11.11.29 GWBB6,47,11 ChStein 27.8.82 GWB421,56,3 Üb:Pückler,BrVerstorb GWB35,10,24 TuJ 1789 GWBB38,29,18 Ottilie 24.1.24 K GWBT6,51,5 v 22.5.17 uö(häufig) ‘neueres L.’ iSv Zeitgeist, Mode Hiebei wollen wir bemerken, daß in den diesen Statuen [Bülows u Scharnhorsts] beigefügten Basreliefen im antiken Sinne ideelle allegorische Gestalten dem neueren L. angeeignet worden GWB492,84,6 VorzüglWerke vRauch 9 mit temp Bezug a Lebenszeit, -dauer, Ablauf, Verlauf des individuellen Lebens; öfter ‘langes, ganzes L.’, auch ‘Bahn, Gang, Lauf, Verlauf des/jds L-s’ ua, ‘in jds L.’; einmal im Bild des Vergessens [Kaufmann:] Arme Kaufleute von Nürnberg .. flehen um Hülfe .... [Kaiser:] Immer kleine Händel, die den Tag und das L. wegnehmen, ohne daß was Rechts gethan wird GWB131,249,25 Götz3 III Sein [Schillers] L. war leider nur zu kurz, und der Herausgeber übersah die vollbrachte Bahn seines Autors GWB411,97,10 Anz:Werke 1816 Ein langes L. begünstigt mich .. daß ich nach dreyßigjähriger Nichtachtung durch eine frische Jugend endlich noch ein bedeutendes und gefährliches Spiel zu gewinnen hoffen darf [durch Hennings Vorlesungen zur Farbenlehre] GWBB36,157,15 Cotta 8.9.22 Tact .. üben .. Das begreift man wohl im Laufe des L-s von selbst, aber erst nach bezahltem theurem Lehrgelde GWB422,173,3 MuR(483) Ich gehe in allem sachte fort, was mich von jeher interessirte, redigire, sondere, erhalte, was nur gehen will, rufe manches aus den letheischen Überschwemmungen des L-s wieder herauf und benutze so jede Stunde, die einigermaßen behaglich ist GWBB32,201,13 Zelter 23.3.20 GWB6,87 Div Durch allen Schall 7 GWB51,236,10 ThS III 8 GWB32,28,5 ItR GWBB5,69,20 ChStein 8.[3.81] GWB23,175,24 Lj VIII 3 uö in verschiedenen Vbdgn wie ‘jds L. lang/(hin)durch’: zeitlebens; ‘im L.’, ‘beim/bei jds L.’: zu Lebzeiten; ‘auf’s /fürs L.’: stets, (für) immer Die Gebrüder Schlegel waren und sind bey soviel schönen Gaben unglückliche Menschen ihr L. lang GWBB49,118,2 Zelter 20.10.31 den ganzen Tag über, das ganze L. hindurch, sah der Parse sich von dem Urgestirne [Sonne] begleitet GWB7,19,13 DivNot ÄltPerser ich darf versichern daß ich immerfort gewünscht habe .. den Abschluß [der Ausg.l.H.] noch bey meinem L. herbeigeführt zu sehen GWBB40,13,28 Boisserée [13.]8.25 Wo sich für’s L., | .. Liebende geben GWB14,72 Faust I 1467 GWBB2,190,14 ChKestner 26.8.[74] GWBB38,19,7 Cotta 14.1.24 GWB2,38 Johanna Sebus 48 GWB3,4 Ballade 41 GWB3,40 Titel uö b mBez auf bestimmte Lebensabschnitte, -phasen, -alter; ua ‘Epoche, Teil des/jds L-s’, ‘Blüte, Abend, Herbst, Winter des L-s’ uä; wiederholt mit Betonung des Neuanfangs; mit temporalqualifizierenden Attr wie ‘gegenwärtig, jetzig, vergangen, vorig’ usw; wiederholt bildlich, zB im Motiv der Lebensreise Jeder fühlende, wohlhabende Mann sollte sich und seine Familie, und zwar in verschiednen Epochen des L-s, mahlen lassen GWB47,127,19 Samml 2 Nun verdrießt mich nichts mehr als wenn die Menschen einander plagen, am meisten, wenn junge Leute in der Blüthe des L-s .. einander die paar gute Tage mit Frazzen verderben AA35,3 Werth1 I~Werth2 [Diskussion über ‘Wilhelm Meister’] wir wollen abwarten was uns der Genius im Herbste des L-s gönnen mag GWBB12,353,3 Schiller 30.10.97 Sie würden für eine Tagreise Ihres L-s gewiss [in Goethes Schwester] eine liebe Gefährtin haben GWBB2,58,18 Sophie La Roche 19.[1.73 Korr DjG33,19,25] GWBB17,271,19 Jacobi 19.4.05 GWB31,67,20 ItR GWB20,373,14 Wv II 15 GWBB43,240,26 Carlyle 15.1.28 uö mit Genitivkonstruktion im poet Bild iSv Alter Dichtrische Perlen, | Die mir deiner Leidenschaft | Gewaltige Brandung | Warf an des L-s | Verödeten Strand aus GWB6,160 Vs 34 DivSuleika GWB3,65 Trauerloge 1 c Entwicklungsgang eines Individuums; öfter für Goethes persönlichen (beruflichen, künstlerischen) Werdegang; häufig ‘in meinem L.’, mehrfach ‘(mein) schriftstellerisches L.’; einmal alliterierend neben ‘Leisten’ u ‘Leiden’ Das L. dieses göttlichen Mannes [Christus] .. steht mit der Weltgeschichte seiner Zeit in keiner Verbindung. Es war ein Privatleben GWB24,250,17 Wj II 2 [betr Vorarbeiten zu ‘Tag- u Jahreshefte’] .. hab ich fortgefahren, den Epitomator mein selbst zu machen: denn es ist gewissermaßen noch lustiger, ein vorliegendes L. als ein vorliegendes Buch auszuziehen GWBB36,284,24 Boisserée 27.1.23 Vergebens fragten wir nach einem erfreulichen Hefte, wodurch uns sein [des hl Rochus] L., Leisten und Leiden klar würde GWB341,19,17 Rochusf Ich habe .. meine biographischen Studien [zu ‘Dichtung u Wahrheit’] wieder vorgenommen, sie dienen mir zur angenehmen Unterhaltung und zu gründlicher Recapitulation meines L-s und Wesens GWBB22,301,20 Knebel 25.3.12 Seine [Winkelmanns] Werke, verbunden mit seinen Briefen, sind eine Lebensdarstellung, sind ein L. selbst. Sie sehen, wie das L. der meisten Menschen, nur einer Vorbereitung, nicht einem Werke gleich GWB46,52,27 Winckelm GWB28,100,4 DuW 12 GWB412,27,11 ArchivDichtersSchriftst GWB32,273,2 ItR uö als Titel od Arbeitstitel versch autobiogr Schriften Goethes Aus meinem L. GWB26,1 DuW 1 Titel Annalen meines L-s GWB421,113,6 Anz:Ausg.l.H. vielleicht kann ich zu Ostern ein begonnenes Manuscript anbieten, zum vierten Bande der ersten Abtheilung Aus meinem L. geschrieben GWBB36,156,22 Cotta 8.9.22 GWBT6,38,23 v 18.4.17 GWB36,223,1 BiogrEinzh Titel GWBB38,181,11 Schultz 3.7.24 GWBB37,145,12 August 25.7.23 uö d Biographie, Lebensdarstellung, -geschichte; metonym als verkürzter literarischer Gattungsname zur Darstellung einer Lebensleistung und Individualität; meist als Lektürestoff od mBez auf eigene Produktionen Einige Geschäfftgen sind beyseite gebracht, ein L. im Plutarch gelesen, und nun sag ich dir einen guten Abend GWBB6,50,3 ChStein 28.8.[82] Abends Oberbaudirector Coudray. Mit ihm die Verzierung zu Schillers L. von Carlyle besprochen GWBT12,253,26 v 7.6.30 Cellini’s L. setzt’ ich fort, als einen Anhaltepunct der Geschichte des sechzehnten Jahrhunderts GWB35,79,6 TuJ 1798 GWBB49,104,17 Zelter 5.10.31 GWBT4,69,21 v 10.10.09 GWB36,11,13 TuJ 1807 uö iSv Lebenserinnerungen, Memoiren bzw Autobiographie; meist mBez auf autobiogr Schriften Goethes [Breme:] Komme ich dereinst dazu mein L. und Meinungen aufzusetzen, so soll man über die Theorie der Barbierkunst erstaunen, aus der ich zugleich alle Lebens- und Klugheitsregeln herleiten will GWB18,59,19 Aufgeregten IV 2 mache Sie gegenwärtig nur aufmerksam, daß zu Michael von Kunst und Alterthum dritten Bandes drittes Heft herausgekommen, zu Jubilate aber meines L-s zweiter Abtheilung fünfter Band [der ‘Campagne’] .. und das vierte Heft zur Naturwissenschaft und Morphologie ausgegeben werden GWBB36,15,21 Zauper 14.4.22 Der vierte Band meines L-s [‘Dichtung u Wahrheit’] lag, über zehn Jahre, in Schematen und theilweiser Ausführung, ruhig aufbewahrt, ohne daß ich gewagt hätte die Arbeit wieder vorzunehmen GWBB48,41,1 Zelter 10.12.30 GWB44,357,3 CellAnh XII GWBB34,298,16 Cotta 24.6.21 uö 10 im ökonom Zshg a iSv berufliche Situation, Laufbahn, Berufsleben; wiederholt ‘in ein wirkendes L. kommen’, ‘ins tätige L. treten’ oä [betr nicht angetretene Stelle als Kammerherr in Weimar für FLStolberg] Lieb Gustgen mir ist lieber für Frizzen dass er in ein würckendes L. kommt, als daß er sich hier in Cammerherrlichkeit abgetrieben hätte GWBB3,101,24 Gfin Stolbg 30.8.[76] mit dem zwanzigsten Jahr treten diese [Mädchen], so wie die sämmtlichen Bewohnerinnen unsrer Stiftung, in’s thätige L., meistens in den Ehestand GWB24,187,6 Wj I 10 GWB28,343,10 DuW 15 GWBN6,99,18 BotanStudien [1831] GWBB45,271,19 Schultz 16.5.29 uö(selten) b Lebensunterhalt, Existenzgrundlage, Auskommen; auch iSv finanzielle Situation; öfter ‘gut, anständiges, leidliches L.’ uä od ‘sein L. (kümmerlich) fristen, hinbringen’; auch mBez auf Lebenshaltungskosten u im Bild Der Künstler heißt Leybold, lebt in Stuttgart und gewinnt, mit allen übrigen Malern, sein L. mit Portraitiren GWBB40,4,20 Zelter 5.8.25 ein Bettler wie ich, der sein L. von reichen Leuten hat GWB45,64,4 RamNeffe Der Herzog will und wünscht dich [als Generalsuperintendent nach Weimar zu berufen], aber alles ist hier gegen dich. Indess ist hier die Rede von Einrichtung auf ein gut L. und 2000 r{Taler}. Einkünfte GWBB3,17,15 Herder [15.1.76] Das L. ist ohngefähr so theuer hier [in Teplitz], wie vor dem Jahre in Carlsbad GWBB23,349,18 Christiane 21.5.13 GWB3,283 ZXen III 773 GWBB24,198,10 Voigt 14.3.14 GWBB3,264,5 u 265,16 Krafft 11.[12.78 Korr B7,378] GWB6,146 Div Nicht Gelegenheit 7 uö 11 Betrieb(samkeit), Trubel, Unterhaltung, auch iSv Aufheben, Geschrei; öfter ‘L. und Treiben’, mehrfach ‘L. und Bewegung’, auch im Reim ‘L. und Weben’ u mit Attr wie ‘wild, unbändig, toll’ so lob’ ich mir doch die holländischen Winterlandschaften; da wird Schlittschuh gelaufen, die Schlote rauchen, das ist L. und Bewegung Gespr(He32,804) FFörster [25.8.31] Das arme Kleine [Goethes u Christianes 15 Tage alter Sohn] hat uns gestern schon wieder verlassen und wir müssen nun suchen durch L. und Bewegung diese Lücke wieder auszufüllen GWBB50,133,20 ChSchiller 17.11.95 Fritz .. leistet mir Gesellschafft und so giebst du mir durch ihn auch abwesend L. und Unterhaltung GWBB6,377,7 ChStein 26.10.84 Deutsche Redlichkeit suchst du in allen Winkeln [Italiens] vergebens; | L. und Weben ist hier, aber nicht Ordnung und Zucht GWB1,308 Vs 38 VenEpigr 4 GWB16,125 HSachsPoetSdg 59 GWB251,3,11 Wj II 8 GWBB10,122,21 FStein 23.10.93 GWBB8,181,22 ChStein [7./10.]2.87 uö(häufig) → °Ab- All- GWBAlltags- GWBAutor- GWBBade- GWBBergmeister- GWBBlatt- GWBBlüten- GWBBurschen- GWBDoppel- GWBEigen- GWBErde- GWBErden- GWBEremiten- GWBFamilien- GWBFlacker- GWBFolge- GWB*Freiheits- GWBFreuden- GWBFrüh- GWBGarten- GWBGebirgs- GWBGeister- GWBGemein- GWBGemüts- GWBGesamt- GWBGeschäfts- GWBGötter- GWBHeft- GWBHelden- GWBHimmels- GWBHirten- GWBHof- GWBHüter- GWBIdyllen- GWBJagd- GWBJugend- GWBJünglings- GWBKlein- GWBKlostergarten- GWBKloster- GWBKummer- GWBKunst- GWBKünstler- GWBLand- GWBLehr- GWBLeibes- GWBLiebes- GWBLokanden- GWBLuder- GWBLust- GWBMannes- GWBMenschen- GWBModer- GWBMönch- GWBMusikanten- GWBNarren- GWBNatur- GWBNeuigkeits- GWBNomaden- GWBNymphen- GWBPflanzen- GWBPoeten- GWBPrivat- GWBPyramiden- GWBReise- GWBRezensenten- Rhein-und-Main- Ritter- GWBRosen- GWBSau- GWBSchatten- GWBSchelmen- GWBSchlaraffen- GWBSelbst- GWBSinne- GWBSoldaten- GWBSommer- GWBSpiral- GWBStaats- GWBStädte- GWBStadt- Still- GWBStudenten- GWBSünden- GWBTages- GWBTroglodyten- GWBUn- GWBUr- GWBVerkehrs- GWBViertels- GWBVolks- GWBWahn- GWBWander- GWBWasser- GWBWechsel- GWBWellen- GWBWelt- GWBWinter- GWBWirtshaus- GWBWonne- GWBWurzel- GWBZeitungs- GWBZwischen- Syn zu 1a GWBDasein GWBExistenz zu 1b GWBKraft GWBTrieb GWBvis zu 1c GWBDasein GWBErdelauf GWBErdeleben GWBExistenz GWBKopf zu 1d GWBDasein GWBExistenz zu 2 GWBGeist GWBKraft GWBLebhaftigkeit GWBMunterkeit GWBStärke GWBVitalität zu 3a GWBDasein GWBExistenz zu 3c GWBHerz zu 3d GWBGeschick GWBSchicksal zu 3e GWBHerz GWBInhalt GWBSinn GWBZiel zu 4 GWBGeschöpf GWBKreatur GWBSchöpfung GWBWesen zu 5 GWBAußenwelt GWBDasein GWBErscheinung GWBExistenz GWBRealität GWBWelt GWBWirklichkeit zu 6 GWBAtem GWBBewegung GWBLebendigkeit GWBLebhaftigkeit GWBMunterkeit GWBSchwung GWBWirken zu 7 GWBh1nGehalt GWBGeist GWBKern GWBSinn zu 8 GWBExistenz zu 8b GWBDasein GWBEinrichtung GWBStand zu 8c und d GWBDasein zu 9a GWBLebtag GWBLebzeit GWBTag(mein T.) zu 9d GWBBiographie GWBErinnerung GWBGeschichte GWBvita zu 10a GWBExistenz zu 10b GWBAuskommen GWBDasein GWBExistenz GWBUnterhalt zu 11 GWBAufregung GWBBewegung GWBTreiben Christiane SchlapsC.S.