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Tod

nhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Tod m.

Bd. 2, Sp. 311
Tod m.: 1.a. 'das Sterben'. Dod, Doud, Dud, Tod, s. F. [allg.]. (Die häufigste Form dōd in den folgenden Beispielen mit D. angedeutet.) Er es uf de D. krank [RO-Dielkch, verbr.]; uf de D. aⁿgepackt, dass. [KU-Bedb]. 's geht uf Lewe un Doud [BZ-Gossw, verbr.]. De Doud kummt, dem isch nit meh se helfe [GH-Nd'lustdt]. Sie hatt e schwere D. [RO-Dielkch], an harte Toud [LA-Nd'hochstdt], e leichte Tod [Rockhs]. RA. (scherzh.): Du hasch emol e leichter D., du hasch doch net viel Geischt ufsegewwe [Kaislt]. Er hatt e scheener D. [KB-Kriegsf]. Bei dem Wedder kennt m'r sich grad de D. hole [NW-Haßl, verbr.]. Der wääß net, an wellem D. er sterwe soll, von einem Plänemacher [KL-Hirschhn]. Ich bin in de D. enin veʳschrock 'habe Todesangst empfunden' [KU-Schmittw/O]. Das kann ich fär meiⁿ D. nit leire (leiden), von einer großen Abneigung [PS-Erfw, verbr.]. Er geht in seine (!) D. 'begibt sich in Lebensgefahr' [KU-Schmittw/O]. Sie esch in de Doud gange 'hat Selbstmord verübt' [BZ-Dernb, verbr.]. Ich glaab, ich dät mich se Doud schämme (zu Tode schämen) [NW-Gimmdg]. Die reiden dene Gaul noch ze Tod [GH-Schwegh]. Er hot sich se Toud g'soffe [LA-Nd'hochstdt, verbr.]. Er hat sich de D. angedun, dass. [IB-Hass, verbr.]. SprW.: E langi Kranket, e gewisser Tod [LU-Muttstdt, KU-Schmittw/O RO-Dielkch NW-Kallstdt BZ-Dernb]. De D. kummt immer zu unrechter Zeit [LU-Opp, verbr.]. Far de Doud esch käⁿ Kraut gewachse [BZ-Dierb, verbr.]. Fär de Tod kann niemand [LA-Ilbh]. Morjeds rot, oweds Dreck un D. [HB-Einöd, ZW-Ernstw]. De D. macht alles gleich un egal [PS-Geisbg]. Dem aane (einen) seiⁿ D., dem ann're seiⁿ Brot [KB-Kriegsf, verbr., auch Penns Don Gal Buch]. Umsunscht is de D., un der koscht 's Lewe [LU-Limbghf, verbr., Don- Ulmb Gal-Dornf]. Wann vorbei es die Nout, dann kemmt de Doud [WD-Niedkch, Don-Gottlob]. Mit'm D. is alles aus [LU-Opp, verbr.]. D. orrer Landaach [Landau], 'Alles oder nichts'!, auch in scherzhafter Übertreibung gebraucht, z. B. beim Kartenspiel, s. Landau [GH-Kand, verbr.]. a. 1294: nach minem dode [OttbgUrkb. 262]. a. 1669: Oft »Segne Gott!« bringt bald den Tod, alter Weinspruch aus KL-Fischb [PfW 1909, S. 88]. Zs. Frei-, Galgen-, Hungertod. — b. Personifikation des Todes. Er is blääch wie de D. [RO-Alsbr, verbr.]; blaß wie de Doud [GH-Zeisk]; weiß wie de D. [RO-Semb, verbr.]. Der sieht aus wie de D. [KB-Weihf, verbr., auch Don Gal Buch]. RA.: Dem guckt de Tod zu de Aage raus [ZW-Battw, KU-Schmittw/O BZ-Dernb]. Er sieht aus, wie wann ene de D. schun gekißt hätt [KL-Reichb]. Er sieht aus wie'm D. sei Rääsender (Reisender) [KU-Erdb]. Von mageren Personen: de Doud in Zivil [KL-Lind]. Der is'm D. vun der Schipp gehupst 'ist wider Erwarten gesund geworden' [verbr. Don Gal Buch]. Er fircht sich nit vor D. un Deiwel [LU-Opp verbr.]. Den kann m'r um de D. schicke, von einem Langsamen [KU-Trahw PS-Saalstdt, verbr. Don Gal Buch Rußl]; auch mit dem Zusatz: wammer noch net sterwe will [Gal-Dornf]. Kinder warnt man vor dem Genuß unreifen Obstes: Der Tod sitzt drin [PfL 5. 9. 1924, ähnl. Don-Schowe Torscha (Steinmetz)]. SprW.: De D. will e Ursach hun [KB-Kriegsf, verbr.]; sucht sich e Ursach [verbr. Don Gal Buch]. De D. will e Aⁿfang han [Kaislt]. De Doud hot noch kene veʳgesse [BZ-Dierb, LU-Opp LA-Mörzh Fogel Prov. Penns Nr. 338]. Der D. macht käⁿ Fehlgriff [RO-Dielkch, PS-Geisbg]. De D. macht kaⁿ Unnerschied [KB-Kriegsf]. Gege de D. isch ke Kraut gewachse [LA-Maik]. Der Doud kummt wie en Dieb in der Nacht [BZ-Dernb]. Wann de D. ruft, kann m'r käⁿ Stellvertreter schicke [LU-Opp]. — c. Volksgl., Brauchtum (vgl. auch Becker Vk. 237). Das Stehenbleiben der Wanduhr, Traumgesichter, vernehmbares Bohren des Holzwurmes und anhaltendes Hundegeheul werden vielfach als Vorzeichen des Todes gedeutet. Man glaubt, es sterbe jemand in der Familie, wenn Kraut- und Rübenpflanzen weiße Blätter bekommen. Wird gar das Herz der Pflanze weiß, dann bedeute dies den Tod eines nahen Angehörigen. In LU-Opp soll nach der Überzeugung von Alten das Erscheinen eines feurigen, laut bellenden Hundes in der Gemarkung zwischen Oppau und Edigheim den baldigen Sterbefall in einer der beiden Gemeinden angekündigt haben. Aus dem Ruf des Käuzchens glaubt man herauszuhören: Kumm mit, kumm mit! Nemm Schipp un Spate mit! [LU-Opp]. Die Augen des Toten müssen ganz geschlossen sein, andernfalls hält er Ausschau nach einem, der ihn begleiten soll [ebd.]. Gebräuche nach dem Tode eines Hausgenossen: Die Wanduhr wird angehalten, der Spiegel umgedreht, Fenster und Tür werden geöffnet, damit die Seele des Verstorbenen das Haus verlassen kann [verbr.]. Man glaubt, die Bienenvölker gehen nach dem Tode ihres Herren ein [KU-Herschw/Petth]; vgl. die Ausführungen bei Biene 1 a, ansagen 1. Nach dem Verscheiden wird der Leichenbeschauer gerufen, der den Tod festzustellen hat und den Totenschein ausstellt. Die Leichenfrau wäscht die Leiche und zieht ihr das Totenhemd und die beste Kleidung (die Kirchgangskleidung des Verstorbenen) an [verbr.]. Zum Aufbahren der Leiche, Läuten der Totenglocke u. a. vgl. die Ausführungen bei Totenbett, -frau, -gräber, -hemd, -kerze, -kittel, -kranz, -krone, -lade, -licht, -schmaus, -strauß, -uhr, -vogel, -wache, -wagen, -zeichen. — 2. Bez. für kränklich aussehende, abgemagerte Menschen (s. auch oben 1 b): Er dut aussehne wie de Bermasenser Tod (T. von Pirmasens) [SPf (PfL. 5. 9. 1924)], wie de D. vun Kreppe (Kröppen im Kr. PS) [ZW-Marthh], wie de D. vun Basel, wie de D. vun Forchheim [NPf (NPfGV 1926, S. 18)]. — 3. als Grundw. in Pflanzennamen in den Zs. Tabaks-, Hühner-, Klee-, Kuh-, Sau-, Vieh-, Wingerttod. — F. weithin dōd (so auch Penns Don Gal Buch Rußl); in LU-Altr. u. SOPf (einschl. Ost-PS) vielerorts doud, dǫud; in LA-Wollmh BZ-Albw tḁud; in KL-Lind (Höh 157) dōud; in RO-Odh dūd; vgl. tot. Schreibungen (1932) mit T- (vorw. Tod) liegen vor (z. T. wechselnd mit Dod) für: KU-Ulm Bedb ZW-Battw Rockhs KL-Erfb KB-Kriegsf Biedh LU-Muttstdt LA-Ilbh Mart Wollmh Nd'hochstdt BZ-Albw. — Südhess. I 1552/53; Rhein. VIII 1217 ff.; Lothr. 93; Els. II 652/53; Bad. I 493.
6121 Zeichen · 190 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tod

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Der Tod , des -es, plur. inus. 1. Eigentlich, das Ende des natürlichen oder thierischen Lebens, der Zustand und der Zeit…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Tod

    Goethe-Wörterbuch

    Tod [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Tod

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +5 Parallelbelege

    Tod , ist der Act der Vernichtung od. der Zustand des Vernichtetseins irgend einer organischen Individualität. Durch den…

  4. modern
    Dialekt
    Tod

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    Tod Band 3, Spalte 3,1820–1824

  5. Sprichwörter
    Tod

    Wander (Sprichwörter)

    Tod 1. Allein der Todt zeigt an, woran man genug muss han. – Henisch, 1500, 24. 2. An den Tod denken, ist der Weg zur We…

  6. Spezial
    Tod

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Tod m. (-[e]s,-e) 1 mort f. 2 ‹fig› (Ende) fin (fins) f. , mort f. 3 (Todesstrafe) mort f. , pëna de mort f. ▬ dem Tod e…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tod

1.399 Bildungen · 1.360 Erstglied · 39 Zweitglied · 0 Ableitungen

tod‑ als Erstglied (30 von 1.360)

todbleich

SHW

tod-bleich Band 1, Spalte 1553-1554

Todborden

SHW

Tod-borden Band 1, Spalte 1553-1554

Todfeind

SHW

Tod-feind Band 1, Spalte 1555-1556

todkrank

SHW

tod-krank Band 1, Spalte 1555-1556

todmüde

SHW

tod-müde Band 1, Spalte 1555-1556

todsicher

SHW

tod-sicher Band 1, Spalte 1555-1556

Todsünde

SHW

Tod-sünde Band 1, Spalte 1555-1556

Todvogel

SHW

Tod-vogel Band 1, Spalte 1555-1556

todabwehrend

DWB

todabwehrend , partic. den tod abwehrend: allen umhüllte die brust der todabwehrende koller. Pyrker Tunisias 3, 165 .

Tō¹dd

WWB

Tō¹-dad f. [Ravensb] 1. Zutat, besonders zum Essen ( Hfd Go ), Gewürz ( Det Is = PLATENAUWB). — 2. Hackfrucht als Viehfutter ( Hal Bh).

todähnlich

DWB

tod·aehnlich

todähnlich , adj. dem tode ähnlich: todähnlicher schlaf Hölderlin Hyp. 2, 61 , schwindel Schiller 2, 52 .

todängstlich

DWB

todangst·lich

todängstlich , adj. : ich bin ... todtängstlich, mehr als todt. Schottel lamentat.; eine todängstliche lage. Bechstein märchen 77 .

tôdāgen

MNWB

tod·agen

° tôdāgen , swv. : Versammlung abhalten, tagen, verhandeln, „ so hebbe wii so vor dat beste uns nw vor dat erste mit en to ener tiid togedag…

tō¹dāges

WWB

tō¹-dāges Adv. [Hal] vor einigen Tagen, neulich.

todahndend

DWB

todahndend , partic. den tod ahnend: todahndende träume. Willamov 19 . vgl. todesahnen .

todait

KöblerMnd

todait , F. Vw.: s. tōdāt

tō¹dāle

WWB

tod·ale

tō¹-dāle Adv. [Münsterl SWestf] nieder, herunter; bergab. — Ra.: Op un tedāle ( Dor Wl || mehrf.): Hä krǟich se op un tedāle er bekam schwer…

todamminge

KöblerMnd

todamminge , F. Vw.: s. tōdamminge

tō¹-²dan

WWB

tō¹-²dan Adv. [verstr.] weg. Heu gink ’r teodenne lief vor Angst weg ( Det Is ). Dann tügen se meistens todenn un kaimen nich wuier ( Hal Bk…

todangst

DWB

tod·angst

todangst , f. die angst beim sterben, vergl. todesangst 2: sende deine heilige engel mich zu trosten in meiner letzten todangst. herzmaner 1…

todarm

DWB

tod·arm

todarm , adj. arm an tod, an gelegenheit zum tode: ich kan nicht todt-arm sein. verschonen mich die flammen, so schlägt disz thränen-meer do…

tôdât

MNWB

tôdât ( todait ), f. ( Dat. Sg. -dât, [selten:] -dâde ): 1. Hilfe, Zutun, Mitwirkung, „ Des keisers votknechte mit den Brabendern wunnen mid…

tod als Zweitglied (30 von 39)

Freitod

RDWB1

Freitod m (kein Bezug zu "свободный") добровольная смерть in den Freitod gehen - добровольно уйти из жизни устойч.

biertod

DWB

bier·tod

biertod , m. crapula, wie weintod, quando quis vino sepultus jacet. Stieler 2290 .

Bockstod

Wander

bocks·tod

Bockstod Durch Bockstod trink! D.i. des Teufels Tod.

Gänsetod

BWB

Gänsetod Band 3, Spalte 3,1825

Hoffaufden-Tod

Wander

Hoff-auf-den-Tod Hôp-up-den-dôd kan ôk enmol starwen. – Schambach, II, 236. Wer auf den Tod eines andern hofft, stirbt nicht selten eher als…

Hoffetod

Wander

hoffe·tod

Hoffetod 1. Hapedöd lêvt am längsten. ( Ostfries. ) – Frommann., V, 429, 513; Eichwald, 327; Bueren, 580; Hauskalender, III. 2. Hoapedäut st…

hundstod

DWB

hunds·tod

hundstod , m. aconitum lycoctonum, gelber sturmhut, eine pflanze; auch arnica montana, fallkraut, Lucianskraut.

hungertod

DWB

hunger·tod

hungertod , m. tod durch verhungern: den hungertod sterben; die wenigen terzinen, in welche Dante den hungertod Ugolinos und seiner kinder e…

Märtertod

Adelung

marter·tod

Der Märtertod , des -es, plur. car. eben daselbst, der Tod eines Märterers, d. i. eines Bekenners der christlichen Religion, und in weiterer…

meotod

KöblerAe

meotod , st. M. (a) Vw.: s. metod

metod

KöblerAe

metod , otod, metud, meotud, ae., st. M. (a) nhd. Schicksal, Schöpfer (M.) (2), Gott Vw.: s. -sceaft, -wang Hw.: s. *metian E.: germ. *metōd…

mordtôd

AWB

mord·tod

mordtôd st. m. ; as. morthdôth; vgl. mlat. mortaudus, mordtotus, morđdotus. — Graff II,856. mortode: dat. sg. S 145,21. 147,13 ( BB ). Tötun…

Nottod

DRW

not·tod

Nottod, m. gewaltsamer Tod vnsere behmischen herrn heissen allein das mordt, so einer vom andern ermordt wirt vnd nicht solche nottode, wu e…

sautod

DWB

sau·tod

sautod , m. name zweier arten des gänsefuszes, chenopodium hybridum und rubrum, auch schweinemelde und mistmelde; für schweine ein tödliches…

Schelmentod

DRW

schelmen·tod

Schelmentod, m. I wie ¹Schelm (I) jâchant ... sichert den menschen vor dem gemainen schelmentôd und vor vergift und vor slangen 1348/50 K.v.…

selbsttod

DWB

selbst·tod

selbsttod , m. , in älterer sprache vereinzelt für selbstmord: mnd. de ... sulffes dodes gestorven sin. quelle bei Schiller-Lübben 4, 465 a …

soldatentod

DWB

soldaten·tod

soldatentod , m. tod vor dem feinde, auf dem schlachtfelde: und schlägt unser stündlein im schlachtenrot, willkommen dann sel'ger soldatento…