lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Tod

nhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Herder
Anchors
22 in 18 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
93
Verweise raus
82

Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Tod

Bd. 5, Sp. 489
Tod, ist der Act der Vernichtung od. der Zustand des Vernichtetseins irgend einer organischen Individualität. Durch den T. kehrt die Materie, welche sich im Zustande des Belebtseins bis auf einen gewissen Grad von der ausschließlichen Herrschaft der physikalischen und chemischen Gesetze befreit hat, wieder dahin zurück. Die Kennzeichen des T.es im einzelnen gegebenen Fall beruhen gerade auf dem Hervortreten von Anzeichen, die auf das ausnahmslose Walten der sog. physikalischen u. chemischen Kräfte schließen lassen; auf die Zerstörung der organischen Form ist es dabei stets abgesehen. Ist dieses Ziel erreicht u. damit die Möglichkeit der Aeußerung irgend welcher Lebensthätigkeit aufgehoben, so nennt man die Materie in solchem Zustande wohl auch „todte Materie.” Daß dieser Zustand stets nur ein vorübergehender ist, daß z.B. die Kohle — das Skelett eines getödteten Pflanzenorganismus — welche im Augenblick unser Zimmer erwärmt und bei dieser Gelegenheit als Kohlensäure durch den Schornstein entweicht, vielleicht in der nächsten Viertelstunde von irgend einem Pflanzenblatt als lustige Speise begierig angezogen wird, um in kurzer Zeit als integrirender Theil irgend einer Pflanzenzelle wieder aufzuleben u. nicht lange nachher im Magen irgend welchen Thieres als Pflanzenzelle nochmals zu sterben, damit daraus etwa ein Blutkörperchen werde, das seinerseits wiederum dem T.e verfallen ist, — dieses ist ein Gegenstand unsrer alltäglichen Erfahrung. Die Frage, wo u. wann die Materie aufhört todt zu sein u. anfängt zu leben, wird stets Gegenstand der Spekulation bleiben. Ob die Gesammtheit der irdischen Materie todt sein und damit auch wieder lebendig werden könne, muß vom Standpunkte der Erfahrung aus dahin beantwortet werden, daß noch nicht alle chemischen Elemente als Theile irgend eines Pflanzen- od. Thierorganismus aufgefunden worden sind, daß insbesondere die große Mehrzahl der Metalle noch nicht als integrirende Theile eines lebenden Wesens von der chemischen Analyse nachgewiesen werden konnten. Wenn man jedoch diesem gegenüber bedenkt, daß gerade diese metallischen Elemente, namentlich diejenigen derselben, welche noch nicht in Organismen nachgewiesen worden sind, nur einen höchst unbedeutenden Bruchtheil der Gesammtmasse des Erdballs bilden und daß die Wissenschaft selbst mancherlei Ursache hat, an ihrer elementaren Eigenschaft zu zweifeln, so hat die Wahrscheinlichkeit der Vermuthung, daß die irdische Materie in ihrer Totalität die Fähigkeit habe, diesen geheimnißvollen Kreislauf zu durchwandern, u. dies so gut wie die Schwerkraft als ihr unveräußerliches Attribut gelten müsse, viel für sich.
2640 Zeichen · 22 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tod

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Tod , des -es, plur. inus. 1. Eigentlich, das Ende des natürlichen oder thierischen Lebens, der Zustand und der Zeit…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Tod

    Goethe-Wörterbuch

    Tod [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Tod

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +5 Parallelbelege

    Tod , in rechtlicher Beziehung. Mit ihm hört die Persönlichkeit des Menschen für das menschliche Rechtsgebiet auf. Eine …

  4. modern
    Dialekt
    Tod

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    Tod Band 3, Spalte 3,1820–1824

  5. Sprichwörter
    Tod

    Wander (Sprichwörter)

    Tod 1. Allein der Todt zeigt an, woran man genug muss han. – Henisch, 1500, 24. 2. An den Tod denken, ist der Weg zur We…

  6. Spezial
    Tod

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Tod m. (-[e]s,-e) 1 mort f. 2 ‹fig› (Ende) fin (fins) f. , mort f. 3 (Todesstrafe) mort f. , pëna de mort f. ▬ dem Tod e…

Verweisungsnetz

148 Knoten, 144 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 9 Hub 2 Kompositum 126 Sackgasse 11

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tod

1.399 Bildungen · 1.360 Erstglied · 39 Zweitglied · 0 Ableitungen

tod‑ als Erstglied (30 von 1.360)

todbleich

SHW

tod-bleich Band 1, Spalte 1553-1554

Todborden

SHW

Tod-borden Band 1, Spalte 1553-1554

Todfeind

SHW

Tod-feind Band 1, Spalte 1555-1556

todkrank

SHW

tod-krank Band 1, Spalte 1555-1556

todmüde

SHW

tod-müde Band 1, Spalte 1555-1556

todsicher

SHW

tod-sicher Band 1, Spalte 1555-1556

Todsünde

SHW

Tod-sünde Band 1, Spalte 1555-1556

Todvogel

SHW

Tod-vogel Band 1, Spalte 1555-1556

todabwehrend

DWB

todabwehrend , partic. den tod abwehrend: allen umhüllte die brust der todabwehrende koller. Pyrker Tunisias 3, 165 .

Tō¹dd

WWB

Tō¹-dad f. [Ravensb] 1. Zutat, besonders zum Essen ( Hfd Go ), Gewürz ( Det Is = PLATENAUWB). — 2. Hackfrucht als Viehfutter ( Hal Bh).

todähnlich

DWB

tod·aehnlich

todähnlich , adj. dem tode ähnlich: todähnlicher schlaf Hölderlin Hyp. 2, 61 , schwindel Schiller 2, 52 .

todängstlich

DWB

todangst·lich

todängstlich , adj. : ich bin ... todtängstlich, mehr als todt. Schottel lamentat.; eine todängstliche lage. Bechstein märchen 77 .

tôdāgen

MNWB

tod·agen

° tôdāgen , swv. : Versammlung abhalten, tagen, verhandeln, „ so hebbe wii so vor dat beste uns nw vor dat erste mit en to ener tiid togedag…

tō¹dāges

WWB

tō¹-dāges Adv. [Hal] vor einigen Tagen, neulich.

todahndend

DWB

todahndend , partic. den tod ahnend: todahndende träume. Willamov 19 . vgl. todesahnen .

todait

KöblerMnd

todait , F. Vw.: s. tōdāt

tō¹dāle

WWB

tod·ale

tō¹-dāle Adv. [Münsterl SWestf] nieder, herunter; bergab. — Ra.: Op un tedāle ( Dor Wl || mehrf.): Hä krǟich se op un tedāle er bekam schwer…

tôdammen

MNWB

tod·ammen

tôdammen , -demmen , swv. : 1. zudämmen, (Gräben, Gruben) zuschütten, „ de planken umme de stat worden dale broken unde de graven wurden tod…

tôdamminge

MNWB

° tôdamminge , f. : Zudämmung, Zuschüttung eines Wasserlaufs, „ Were ock sake, dat jenichman an düssen Slußen vnd watheringe thostoppinge ef…

tō¹-²dan

WWB

tō¹-²dan Adv. [verstr.] weg. Heu gink ’r teodenne lief vor Angst weg ( Det Is ). Dann tügen se meistens todenn un kaimen nich wuier ( Hal Bk…

todangst

DWB

tod·angst

todangst , f. die angst beim sterben, vergl. todesangst 2: sende deine heilige engel mich zu trosten in meiner letzten todangst. herzmaner 1…

tôdânich

MNWB

tod·anich

tôdânich , *° -dênich (Nic. Gryse Spegel Nn 1 r ), adj. (flekt. -g- ): 1. zugetan, zugewandt, geneigt, „ vnd de Moͤnnekerye ys so hochgesteg…

tôdânichêⁱt

MNWB

todanich·eit

° tôdânichêⁱt , tôgedênichê(i)t , f. : Geneigtheit , Zugeneigtsein, „[Wir bekennen], dat wy myt vnsem vryem willen ... myt toedanycheit vnd …

todarm

DWB

tod·arm

todarm , adj. arm an tod, an gelegenheit zum tode: ich kan nicht todt-arm sein. verschonen mich die flammen, so schlägt disz thränen-meer do…

tôdât

MNWB

tôdât ( todait ), f. ( Dat. Sg. -dât, [selten:] -dâde ): 1. Hilfe, Zutun, Mitwirkung, „ Des keisers votknechte mit den Brabendern wunnen mid…

tod als Zweitglied (30 von 39)

Freitod

RDWB1

Freitod m (kein Bezug zu "свободный") добровольная смерть in den Freitod gehen - добровольно уйти из жизни устойч.

biertod

DWB

bier·tod

biertod , m. crapula, wie weintod, quando quis vino sepultus jacet. Stieler 2290 .

Bockstod

Wander

bocks·tod

Bockstod Durch Bockstod trink! D.i. des Teufels Tod.

Gänsetod

BWB

Gänsetod Band 3, Spalte 3,1825

Hoffaufden-Tod

Wander

Hoff-auf-den-Tod Hôp-up-den-dôd kan ôk enmol starwen. – Schambach, II, 236. Wer auf den Tod eines andern hofft, stirbt nicht selten eher als…

Hoffetod

Wander

hoffe·tod

Hoffetod 1. Hapedöd lêvt am längsten. ( Ostfries. ) – Frommann., V, 429, 513; Eichwald, 327; Bueren, 580; Hauskalender, III. 2. Hoapedäut st…

hundstod

DWB

hunds·tod

hundstod , m. aconitum lycoctonum, gelber sturmhut, eine pflanze; auch arnica montana, fallkraut, Lucianskraut.

hungertod

DWB

hunger·tod

hungertod , m. tod durch verhungern: den hungertod sterben; die wenigen terzinen, in welche Dante den hungertod Ugolinos und seiner kinder e…

Märtertod

Adelung

marter·tod

Der Märtertod , des -es, plur. car. eben daselbst, der Tod eines Märterers, d. i. eines Bekenners der christlichen Religion, und in weiterer…

meotod

KöblerAe

meotod , st. M. (a) Vw.: s. metod

метод

RDWB2

метод метод проб и ошибок идиом. - try and error (der deutsche Ausdruck "Versuch und Irrtum" wird seltener gebraucht als sein englisches Äqu…

mordtôd

AWB

mord·tod

mordtôd st. m. ; as. morthdôth; vgl. mlat. mortaudus, mordtotus, morđdotus. — Graff II,856. mortode: dat. sg. S 145,21. 147,13 ( BB ). Tötun…

Nottod

DRW

not·tod

Nottod, m. gewaltsamer Tod vnsere behmischen herrn heissen allein das mordt, so einer vom andern ermordt wirt vnd nicht solche nottode, wu e…

sautod

DWB

sau·tod

sautod , m. name zweier arten des gänsefuszes, chenopodium hybridum und rubrum, auch schweinemelde und mistmelde; für schweine ein tödliches…

Schelmentod

DRW

schelmen·tod

Schelmentod, m. I wie ¹Schelm (I) jâchant ... sichert den menschen vor dem gemainen schelmentôd und vor vergift und vor slangen 1348/50 K.v.…

selbsttod

DWB

selbst·tod

selbsttod , m. , in älterer sprache vereinzelt für selbstmord: mnd. de ... sulffes dodes gestorven sin. quelle bei Schiller-Lübben 4, 465 a …

soldatentod

DWB

soldaten·tod

soldatentod , m. tod vor dem feinde, auf dem schlachtfelde: und schlägt unser stündlein im schlachtenrot, willkommen dann sel'ger soldatento…