Schlagen, v. unregelm. ich schlage, du schlägst, er schlägt; unl. verg.
Z. ich schlug; geb.
F. ich schlüge; Mittelw. der verg.
Z. geschlagen; Befehlw. schlage, schlag. I) ntr. schnell, heftig sich bewegen, schnell und heftig bewegt, verändert werden und dabei einen eigenthümlichen Laut hören lassen. 1) Mit sein,
auch mit haben, heftig und schnell bewegt werden. Das Wasser schlägt an die Felsen. Die Wellen schlagen in das Schiff. Die Flamme schlägt in die Höhe. Und über die ehernen Säulen Schlug ein schweflichter Dampf mit blauen Flammen vermischet. Zachariä. Der Wind schlägt in die Segel, bläset in die Segel und schwellt sie, wo es aber auch mehr thätlich gedacht mit haben verbunden werden kann. I engerer Bedeutung, schnell und heftig von oben nach unten bewegt werden, schnell und heftig fallen; besonders in den zusammengesetzten hinschlagen, niederschlagen. Mit dem Kopfe an die Wand, auf einen Stein, an eine Ecke schlagen. I weiterer Bedeutung druckt schlagen oft nur den Begriff einer schnellen Veränderung aus, wo sich der Begriff der Heftigkeit verliert. Aus der Art schlagen, seine Art, Beschaffenheit plötzlich verändern. Das Korn ist in die Höhe geschlagen, der Preis desselben ist plötzlich in die Höhe gegangen, es ist plötzlich theurer geworden, auch, es ist auf= geschlagen; in Gegensatz von abschlagen. Der Frost schlägt mir in die Glieder. Ein Fieber, der kalte Brand ist dazu geschlagen. Der Dampf schlägt mir auf die Brust, gewöhnlicher, fällt mir auf die Brust. † Zu Glück schlagen, gut ausschlagen oder einschlagen. »Wenn hiernächst meine Schafe werden zu Glück schlagen.« Valentin. Die Bedeutung gewisser schneller Veränderungen verschiedener Art hat es auch in den Zusammensetzungen abschlagen, aufschlagen, ausschlagen, beschlagen, durchschlagen, einschlagen, fehlschlagen, umschlagen 2) Mit haben, einen lauten, starken Schall von sich geben, mit dem Nebenbegriff einer damit verbundenen schnellen Bewegung. Eine Büchse schlägt stark,
d. h. sie knallt gut. Der Donner oder Blitz schlägt in ein Haus, wenn er in dasselbe fährt. S. auch Einschlagen. Die Wellen schlagen in das Schiff, wenn sie mit Heftigkeit an dasselbe getrieben einen Schall verursachen. Die Glocke schlägt, der Hammer derselben wird an die Glocke bewegt, und bringt dadurch Schälle hervor. Besonders von einem bestimmten regelmäßigen Schlagen an eine Glocke in einem Uhrwerke, die Stunden und Viertelstunden dadurch anzuzeigen, wo es auch mit dem vierten Falle des Wortes, welches die durch Schlagen angedeutete Zeit ausdruckt, gefügt wird. Es hat halb geschlagen. Es wird bald ganz schlagen. Wie viel hat es, oder die Uhr, geschlagen? Es hat vier Uhr geschlagen. Х Den ganzen geschlagenen Tag, den ganzen Tag von einer angeschlagenen Stunde zur andern. »Sie singt den ganzen geschlagenen Tag.« Müller (R.). Von demselben Verfasser ist auch das Wort glockengeschlagen, von der Glocke der Uhr angeschlagen, gebraucht worden, welches Wort auf die gegebene Erklärung leitet. »Steh' ich wohl (wol) hier 'n klockengeschlagenes halbes Jahr an der Thür?« R. Unbekannte Töne schlugen an mein Ohr, wurden meinem Ohre vernehmlich »— als plötzlich Hörnerschall und Hundebellen und das ganze Getöse großer Jagd an sein erstauntes Ohr schlugen.« Benzel » Sternau. Schon schlägt nicht Sturm und Donner mehr sein Ohr. Bürde. Dichterisch zuweilen auch allein für sich. Und (wenn) heimwärts schlägt der sanfte Friedensmarsch. Schiller. Oft verliert sich der Begriff des Schalles und es bleibt nur noch der Begriff der Bewegung. So sagt man, das Herz schlägt, der Puls schlägt. »Ja fühle, wie mir bei seinem Namen das Herz schlägt.« Weiße. Wie mir vor Unruhe, Angst, Furcht das Herz schlägt. Oft bezeichnet auch, das Herz schlägt, allein schon, daß es von Furcht, Unruhe, Gewissensangst heftig bewegt wird. »Das Herz schlug David,« 2 Sam. 24, 10. Dichterisch zuweilen auch in der Fügung eines trs. mit dem vierten Falle des Wortes, welches den Gegenstand ausdruckt, wovon bewegt das Herz schlägt. Und mit Entzücken schlagendem Herzen — Sonnenberg. I weiterer uneigentlicher Bedeutung wird schlagen gebraucht, überhaupt eine Bewegung, Veränderung zu bezeichnen. Wurzeln schlagen, treiben, bekommen. »O Liebe, wie tief hat dein Same Wurzel geschlagen!« Weiße. Diese Farbe schlägt ins Blaue, neigt sich zum Blauen
d. h. ist bläulich. Das schlägt nicht in mein Fach, hat nichts mit meinem Fache gemein, hat keine Verwandtschaft, Verbindung damit. II) rec. Sich schlagen, als eine Fortsetzung der vorhergehenden Bedeutung, wo schlagen überhaupt nur eine Bewegung, Veränderung bezeichnet, für, sich wenden, seine Richtung verändern. Hier schlägt sich der Weg linker Hand. Sich rechter Hand schlagen. Sich zu dem Feinde schlagen, sich mit ihm verbinden, zu ihm übergehen. Sich ins Mittel schlagen, eine Sache vermitteln. Auch, sich darein schlagen. »Daß sie sich darein schlage, die öffentliche Sicherheit der Theater (Schaubühne) herstelle ,« I P. Richter. III) intrs. 1) Gewisse Töne hervorbringen, doch nur in einzelnen Fällen. So wird es vom lauten Singen vieler Vögel in Absätzen gebraucht und vom bloßen Singen noch unterschieden. Die Nachtigall, die Wachtel, der Fink schlagen. Die Taube lacht und girrt, die Wachtel schlägt, Hagedorn. Von dem Bellen der Hunde gebrauchen die Jäger auch anschlagen. 2) Bei den Jägern, von den Raubvögeln, fangen, von dem Einschlagen ihrer Klauen. Auf einen Raub schlagen. Eben so gebrauchen es die Jäger auch vom Bär und Luchse. 3) † I sich schlagen, in sich gehen, seinen Zustand untersuchen, denselben, wie auch sein Unrecht erkennen. »Da David den Zipfel Sauls hatte abgeschnitten, schlug er in sich.« 1 Sam. 24, 6. Hier ist es Fortsetzung oder uneigentlicher Gebrauch der Bedeutung, in welcher man schlagen im
N. D. für achten, aufmerken gebraucht. Auf eine Sache nicht schlagen, darauf nicht achten. S.
Anschlag, Überschlagen 4) † Zu Lande schlagen, im O. D. anlanden. »Ehe er in der glückseligen Isel zu Lande schlägt.« Bodmer. IV) trs. 1) Einen harten Körper mit Heftigkeit und Schnelligkeit auf eine hörbare und nachdrückliche Weise an oder auf einander bewegen. Mit einem Hammer, mit einem Steine, mit der Faust an die Thür schlagen. Einen mit der Hand ins Gesicht schlagen. Mit einem Stocke auf, in das Wasser schlagen. An die Glocke schlagen. Einem etwas aus der Hand schlagen. Etwas zu Boden schlagen. I Stücke schlagen; entzwei schlagen. Bei den Jägern schlägt oder fegt der Hirsch sein Gehörn, wenn er es gegen Bäume stößt oder reibt, um es von dem rauhen Baste zu reinigen. I engerer Bedeutung (1) Mit einem Hammer, Schlägel, oder ähnlichen Werkzeuge schlagen. Einen Pfahl in die Erde, einen Nagel in die Wand schlagen. Etwas an die Wand schlagen, mit Nägeln anheften. Ball schlagen, mit dem Ball spielen, indem man ihn mit einem Holze in die Luft treibt. Einen Schuh über den Leisten schlagen. Der Buchbinder schlägt die Bücher, wenn er die Bogen vor dem Heften mit einem breiten Hammer auf einem ebenen Steine zusammen, fest schlägt. Der Weber schlägt das Tuch im Weben. Kegel schlagen, eine Art des Kegelspieles, bei welchem die Spieler vor den Kegeln stehend so viel als möglich davon mit der geworfenen Kugel umzuschlagen suchen; auch wol für Kegel schieben. (2) Durch Schlagen bewirken, eine Veränderung hervorbringen, eine gewisse Zubereitung geben. Holz schlagen, es fällen, wie auch, es in Scheite hauen. Feuer schlagen, den Stahl an den Feuerstein schlagend Feuer anmachen. Münze, Geld schlagen, es schlagend münzen. Gold schlagen, es zwischen Pergament und Hautformen zu dünnen zarten Blättchen schlagen. Geschlagenes Gold. Kessel schlagen, sie durch Schlagen oder schlagend machen. Raketen schlagen, die Hülsen derselben mit den Schlägen oder Sätzen gehörig anfüllen. Öl schlagen, es durch Stampfen aus öligen Samenkörnern herausbringen. Ein Pflaster schlagen, es verfertigen, setzen, weil man es zuletzt mit der Ramme schlägt oder stößt. Eine Tenne, einen Herd schlagen, sie schlagend verfertigen. Die Wolle schlagen, sie, nachdem sie auf eine Horde ausgebreitet ist, mit dünnen Stäben schlagen, wobei sie oft gewendet und gedrehet wird, um sie dadurch von allem Sande und andern Unreinigkeiten zu befreien und aufzulockern. Eine Brücke, ein Lager schlagen, sie schnell errichten. Eine Wagenburg um etwas schlagen. Einen zum Ritter schlagen, ihn durch einen Schlag mit dem Schwerte zum Ritter machen. Einen ans Kreuz schlagen, ihn daran heften, daran nageln. Х Eine Ader schlagen, sie mit dem Schnepper öffnen. Die Trommel, die Pauken schlagen. Lärm schlagen; auf der Trommel; auch uneigentlich, Lärm über etwas machen. Marsch schlagen, den Zapfenstreich schlagen, auf der Trommel. Die Orgel, den Flügel schlagen,
d. h. sie spielen, weil die Finger bei beiden geschnellt und bei der ersten überdies mit Kraft aufgesetzt werden müssen. I Baiern sagt man auch, das Klavier schlagen. I weiterer Bedeutung, △ die Saiten schlagen, sie rühren, darauf beliebige Töne hervorbringen. — welcher das Lied den geschlagenen Saiten gesellet. Voß. Den Takt schlagen, das Zeitmaß durch Schläge mit der Hand angeben. Den Obstsaft, das dünne Pflaumenmuß durch ein Sieb schlagen, damit die Kerne zurückbleiben. Eier in die Suppe schlagen, sie zerschlagen und das Iwendige in die Suppe thun. (3) Auf eine schmerzhafte Weise schlagen, entweder aus Rache oder zur Züchtigung, sowol bloß mit der Hand, als auch mit einem Werkzeuge, für welche Handlung in Allgemeinen man in den gemeinen und niedrigen Sprecharten eine große Menge von Ausdrücken hat, wovon die folgenden nur ein Theil sind; deffen, dreschacken, dreschen, fuchteln, gerben, hallaschen, hauen, kallaschen, karnüffeln, keilen, klopfen, kuranzen, laschen, lausen, ledern, pauken, pelzen, pochen, schmieren, walken, wamsen, weifen, wichsen, zudecken , in
N. D. bösten, bumfasen, bumsen, dolwen, fitjen, gallern, holstern, kasterviolen, klabastern, knirfitjen, knüffeln, kranzheistern, kurwachteln, pisacken, rüllen, schrallen, tageln, wollen , uf den Holster kommen , in Baiern mopseln, mopsen, nähen, im Osnabrückschen moosen der vielen, welche das Werkzeug womit man schlägt zugleich mit bezeichnen, als prügeln, knüppeln, peitschen, geißeln, kantschuen, karbatschen S.
d. und besonders klopfen. Einen schlagen. Einen ins Gesicht, Х hinter die Ohren, Х an den Hals schlagen. Nach einem schlagen. Mit dem Stocke, mit der Ruthe, mit der Peitsche schlagen. I Stücke schlagen, durch Schlagen zerstücken. Einen Schlag schlagen, einen Schlag geben. Er schlug mir einen Neidschlag.
d. Klage
V. 1498. Sich schlagen, von mehrern, einander Schläge geben und von einander Schläge bekommen. Einem tiefe Wunden schlagen, schlagend tief verwunden, wofür man zuweilen auch schlagen allein gebraucht. »Ih kann schlagen und kann heilen.« 5 Mos. 32, 39. Auch uneigentlich, wie verwunden. — und hier der Frevler, der dem Reiche Und dir die Wunde schlug — — Wieland. Bei den Jägern heißt das Hauen und Verwunden mit den Hauzähnen auch schlagen. Einen todt schlagen, ihn durch einen Schlag oder durch wiederholte Schläge tödten, morden. Auch sagte man ehemahls zu Tode schlagen. Darum er schlug zu Tode viel manchen Ritter —
d. Nibelungen L.
V. 2896. I engerer Bedeutung, sich mit Degen, Säbeln schlagen, mit solchen Waffen gegen einander kämpfen und einander Stiche und Hiebe beizubringen suchen. Sich auf Hieb oder Stich schlagen, entweder mit dem Säbel, oder mit dem Degen. Sie müssen sich mit mir schlagen. Sich auf Tod und Leben schlagen. Auf eine ungebührliche Art hat man schlagen auch auf das Schießen mit Pistolen ausgedehnt. Sich mit, oder auf Pistolen schlagen. I weiterer Bedeutung wird schlagen auch von den Kämpfen mit Waffen aller Art zwischen ganzen Heeren gebraucht; besonders als intrs. Mit dem Feinde schlagen, oder sich mit dem Feinde schlagen, mit ihm kämpfen, sich mit ihm in eine Schlacht einlassen. »Unsre Eskadre (unser Geschwader), die mit der feindlichen geschlagen hatte.« Ungen. (R.). Die Dichter verbinden es auch mit Schlacht, Schlachten schlagen, wie, einen Kampf kämpfen, einen Tod sterben, ein Leben leben. Alle gestellt nun schlugen sie Schlacht — Voß. Du hörtest, welche Schlachten er geschlagen. Schiller. »Spartas Bürger schlagen den Kampf der Freiheit.« BenzelSternau. Den Feind schlagen, ihn überwinden. Den Feind aus dem Felde schlagen, den Feind in die Flucht schlagen. Die Englischen Flotten schlugen die feindlichen bisher immer. Auf eine uneigentliche und ungewöhnliche Art hat man von dieser Bedeutung eine neue Anwendung auf unkörperliche Dinge gemacht, indem man sagt, etwas auf eine schlagende,
d. i. siegende Art beweisen, so daß die dagegen gemachten Einwendungen von den dagegen angeführten Gründen geschlagen, niedergeschlagen,
d. h. entkräftet, besiegt werden. »Diese vier Arten von Herrschaft umfassen alle menschlichen Fähigkeiten und Tugenden, und beweisen auf das schlagendste, daß « Buchholz. Auf ähnliche und gewöhnlichere Art gebraucht man treffend. I weiterer und uneigentlicher Bedeutung wird schlagen oft für züchtigen, strafen, plagen überhaupt gebraucht; besonders in der Bibel und in der biblischen Schreibart. »Das Volk mit Pestilenz schlagen.« 2 Mos. 9, 15. »Mit Blindheit schlagen.« 1 Mos. 19, 11. Mit Blindheit geschlagen sein, auch wie blind, wie verblendet sein. Ein geschlagener Mann, ein geplagter, häufiger, ein zu Grunde gerichteter. I der Bibel wird es auch für, durch einen Schlag tödten, erschlagen gebraucht. »Ih will hinfort nicht mehr schlagen Alles, was da lebet.« 1 Mos. 8, 21. 2) Auf schnelle, heftige und mit einem Schall, Geräusch verbundene Art bewegen; wie auch, auf solche Art bewirken, hervorbringen. Der Vogel schlägt mit den Flügeln. — schlug dumpf mit den Flügeln Orkan — Sonnenberg. Das wilde Schwein schlägt mit dem Kopfe und mit den Hauern. Ein böses Pferd schlägt mit den Füßen. Der Adler schlägt seine Fänge in den Raub. Der Vogel Jupiters schlägt so die mächt'gen Krallen I ein geputztes Lamm, zum Wettlaufpreis bestimmt, Zachariä. Oft verliert oder vermindert sich doch der Begriff der Heftigkeit und es bleibt nur der Begriff der Geschwindigkeit und der Ausdruck eines Schalles, und nicht selten verliert sich auch der Begriff der Geschwindigkeit mehr oder weniger. Einen Verbrecher in Fesseln schlagen, ihm Fesseln anlegen. Das Salz in Körbe schlagen, es mit Schaufeln in die Körbe werfen und mit der Schaufel fest schlagen. Den Mantel um sich schlagen, aus einander schlagen. Etwas in ein Tuch, in ein Papier schlagen, es darin so einhüllen, daß die Ränder, Zipfel und Ecken über die eingehüllte Sache zusammengelegt werden und einander bedecken. Das Bier in Fässer schlagen, in Fässer füllen, und diese zuschlagen. Ein Tau schlagen, bei den Reepschlägern, es zusammendrehen. Wasser schlagen, auf den Schiffen, es mit einer Pütze schöpfen. Einen Graben schlagen, ihn auswerfen und die ausgeworfene Erde anschlagen. Den Arm um eines Leib, Nacken schlagen. Die Füße über einander, die Arme in einander schlagen. Ein Rad schlagen. Hochmüthig schlug ein Pfau sein Rad, Schlegel. Die Schweine in die Mast schlagen, sie in die Mast treiben. Oft fällt auch der Begriff des Lautes oder Schalles ganz weg und es bleibt nur der einer Bewegung, Veränderung. Einen Knoten schlagen. Den Blick gen Himmel, zur Erde schlagen. Die Augen, das Gesicht zur Erde schlagen. Ganz ungewöhnlich ist es zu sagen, die Augen oder Blicke unter sich schlagen, für, zu Boden schlagen, niederschlagen. »Mit unter sich geschlagenen Blicken.« Bodmer. Zoll auf etwas schlagen, auf etwas legen. Die Unkosten auf die Waare schlagen. Die Zinsen zum Hauptgelde schlagen. Den angeführten ähnliche und noch andere Nebenbedeutungen hat schlagen in den vielen damit zusammengesetzten Aussagewörtern. Noch gehören hieher die uneigentlichen Redensarten. Sich etwas aus dem Sinne, aus den Gedanken, aus dem Kopfe schlagen, das Andenken daran gleichsam aus demselben verbannen, es zu vergessen suchen. Ih will mir Sylvia aus den Gedanken schlagen, Gellert. Ungewöhnlich ist es in diesem Sinne zu sagen, etwas von sich schlagen. »Schlage von dir die Traurigkeit.« Sir. 38, 21. Etwas in den Wind schlagen, es nicht achten. Ein Anerbieten von der Hand schlagen, es abweisen. Einen guten Rath, eine Warnung in den Wind schlagen. Die Liebe schätzt nur die Gemüther, Und schlägt den Reichthum in den Wind. Rost. Etwas in die Schanze schlagen, es der Gefahr des Verlustes aussetzen. Sein Leben in die Schanze schlagen. — D. Schlagen. D. — ung, besonders in den Zusammensetzungen.