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gierde

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gierde f.

Bd. 7, Sp. 7366
gierde, f. , cupiditas. adjectivabstract zu ger, giri, vgl. Kluge nom. stammbildungsl. 65 u. 1gier, f.; aber auch verbale ableitung von geron scheint gefühlt worden zu sein, wofür die composita pigirido ahd. gl. 2, 280, 62, gigirdo 2, 479, 37 sprechen. ahd. giritha, girida, gireda, kirida; as. giritha Wadstein kl. as. sprachdenkm. 73, 11; mnl. geerde, f., 'begeerte, lust' Verwijs-Verdam 2, 1096, neunl. geerte, f., desgl. woordenbook 4, 694; mhd. girde, älter giride Windberger ps. 497 Gr. formen mit e in der stammsilbe erklären sich wohl aus anlehnung an das stammwort ger, bzw. geron, schona hd. pigerido pro intentione ahd. gl. 2, 280, 63; reimbelege bei Schirokauer beitr. 47, 52. — spätmhd. u. frühnhd. mit apokope: girt Konrad v. Helmsdorf 748; gyrt Hans Sachs 22, 89 K.; gird Gengenbach 316 G.; girdt Zinkgref auserl. ged. 14 ndr. daneben gierde seit dem 14. jh.: Heinrich v. Hesler apok. 3764. — in modernen mundarten für das ostmd. bezeugt: gierd Müller-Fraureuth obersächs. 1, 421a. der gebrauch ist schon ahd. gut entwickelt; in neuerer sprache tritt gierde dagegen merklich zurück hinter 1gier, f. 11) die mannigfache anwendung im ahd. zeigt die grundbedeutung wirksam (vgl. 1gier 1): verlangen als seelische grundkraft, bewegung (neben vernunft, wille, denken). so übersetzt es ahd. adpetitus ahd. gl. 1, 271, 36 (gen. 4, 7); appetentia 3, 223, 57; ambitus 2, 730, 59; 290, 17; cupiditas 2, 148, 41; desiderium benedict.-regel bei Steinmeyer kl. ahd. sprachd. 197, 6; 227, 16; bei Notker für desiderare, sinngleich mit gelust: concupivit anima mea desiderare justificationes tuas ... min sela gereta in geluste haben diniu uuerchreht ... rehtes kiredo was si girig unde gelustig, ube gelust unde gireda ein sint ps. 118, 20 P.; motus: quarum motus quid habeat iocunditatis, ignoro uuaz an iro giredo uuunnon si daz neuueiz ih 1, 1, 160 P.; cura: non posse pellere atras curas et fugare miseras querelas ... taz tu io nieht uberuuinden nemaht scadohafte gireda unde uuenegliche chlaga, taz chit tie sunda die ze chlagonne sint ebda 157. bestimmter für übertragenes sitis (mortis incensus siti Prudentius perist. V, 526) ahd. gl. 2, 429, 50. scharf faszt die theol. sprache des mhd. gierde als diese grundkraft, so für die psychol. formel des Honorius Augustodunensis (anima habet tres vires, quae sunt rationalis, irascibilis, concupiscibilis bei Migne patr. lat. 172, 1158 B.): die sele hat drú dinc: vernunst, sin unde girde Lucidarius 60, 23 Heidlauf; in anderer zusammenstellung: drú ding solt du dar an (an den sitten) merken: daz ist girde, gedenke und dú werch st. Georgener prediger 335 R.; des ain guot mentsch wol bedarf, daz ist girde. vier begerung sint in der sele, daz ist: girde, vohrt, liep und lait ebda 56; als das primäre vom willen (als gefasztem entschlusz) unterschieden: der bOesen girde mag si (die seele) also lang nach hengen daz es zuo dem willen kumet ebda 116. auszerhalb der theologisch-psycholog. terminologie als verlangen, wunsch: diz wære dô sîn (Peleus) wille gesîn und al sîn girde, daz nieman keine wirde bejaget hæte mê denn er (Achilles) Konrad v. Würzburg Trojanerkrieg 6521 K.; so get daz milce danne derselben melancolie dem magen, da von sin girde gestircket wirt Breslauer arzneib. 4 Külz-Trosse; ich stee in angst, wie wol mir langst het wolgepyrt, bey dir zu suchen hilff mit gyrt Hans Sachs 22, 89 K.-G.; ich thu allzeit nach ewer (des papstes) gird Gengenbach 316 Gödeke. [] nicht selten auch abgeblaszt als reimformel: du scholt durch dine clge juncvrawen dich baz wirden, daz rat ich dir mit girden Johann v. Würzburg 13566 Regel. 22) in der neueren sprache gewinnt gierde ausgesprochene intensivbedeutung, wenn auch zumeist in schwächerem grad als 1gier oder 1gierig. vielleicht schon gelegentlich für das altdt. anzunehmen: girida ardor ahd. gl. 2, 469, 49; bei Otloh ze den giriden für ad fervorem (s. u. 4); vgl. auch unten 3 c bei Heinrich v. Hesler. allgemein wird intensives gierde erst im nhd., oft in sichtlicher beeinflussung von 1gier, 1gierig, starkes, zuweilen mehr tiefes verlangen; zufrühest vereinzelt vom tier: wenn die selben schlangen (vipern) mit ainand brunsten, so steckt das mAendlin sein haubt dem weiblin in sein maul, alszdann beiszt sie jm vor girden den kopff ab d. neu layenspiegel (1518) 146b; (von der curiosität:) zweitens ... eine übermässige förschlungsgierde und erkündigungssucht dadurch verstanden wird, durch welche man der sachen zuviel thut Er. Francisci d. höll. Proteus (1695) 930; er würde mit gierde und vermuthlich mit glück den pinsel ergreifen, wenn er sich nun noch getraute zu sagen: ich wollte lieber maler werden als trockener kupferstecher briefe an Merk (1835) 244 Wagner; kann ich die holde vor mir martern sehen und glühen nicht vor gierde, sie zu retten? Grillparzer s. w. 10, 65 Sauer; sie trat ans fenster, öffnete es und sog mit gierde die kühle luft ein, die ihr entgegendrang Melchior Meyr erz. a. d. Ries (1868) 3, 198 (vgl. 1gierig 2 b); ja wirklicher als jene knechteswelt erschufst du die der freien warmen leiber mit gierden süsz und heisz, mit klaren freuden Stefan George d. siebente ring (1909) 15. nur vereinzelt in ganz starkem sinn gebraucht: unermeszliche, unergründliche gierden lösen mich auf, lösen mir das fleisch vom leibe, saugen mit rauher zunge das mark aus meinen knochen Klinger theater 4, 196; euch hat nie frau Venus berückt, des Hörselbergs zierde, und ihr habt nie das tollkraut gepflückt unersättlicher gierde Ed. Stucken Gawan (1909) 62. 33) ethisch vermag älteres gierde als zunächst neutrale seelische kraft gute wie böse strebung zu bezeichnen. zumeist in theologischem sinn: nu sint zwo girde in der sele: der ist ainú nider keret zuo dem ertrich, und dú gert irdescher ding; dú ander ist uf gekeret, daz si got schowe st. Georgener pred. 117 R. 3@aa) positiv; als christlicher forderung gemäsz bezeichnet: rehtes kiredo uuas si (die seele) girig Notker ps. 118, 20 P. (vgl. 1 oben); sîn muot und al sîn girde vor schanden lûter wâren Konrad v. Würzburg Alexius 62 Gereke. vor allem der mystik eigentümlich: ir solent imer me ewenclige mit suzer girde wesen und sal uch sin (gottes) imer gelusten hl. regel f. vollk. leben 23 Priebsch; swa dú minne unsers herren Jhesu Christi gewurzet hat, da wahsent aht schOen bluomen. der erst bluome ist manhait der getât, der ander ist luterkait des willen ... der fúnft ist hailikait der girde st. Georgener pred. 41 R.; (Maria) weib alles wünsches hohe künst, dar aus got hat gezogen reine girde Hans Folz 332 M. 3@bb) negativ; weltliches, fleischliches begehren als versündigung gegen gott: die irdiscon giridi uerbrichest tu an in Notker 3, 6 P. (terrenas concupiscentias); kirida fleiskes desideria carnis benedict.-regel 4 bei Steinmeyer kl. ahd. sprachdenkm. 205, 29; vinster ist der heiden sin, si enhabent niht êren under in, ir girde ist unredelich, ir fleisch irrefüeret sich Otto II. v. Freising Barlaam 7493. [] wieder vor allem bei mystikern: alles daz in der welt ist, daz ist begriffen mit flaischlicher girde und wolnust der ôgen und mit hohfart (concupiscentia carnis est et concupiscentia oculorum et superbia vitae, 1. Joh. 2, 16) st. Georgener pred. 110 R.; (die seele) mag also lange mit umb gân (mit dem bild der verführung) untz daz si kumet in bOes girde ebda 116; sente Paulus spricht dar abe, swer irdische gierde habe, der ensi nie so rich, her ensi deme glich, der den abtgot an bete Heinrich v. Hesler apokal. 3764 H.; die all ein raizung waren zu fleischlicher gird und unkeusch Müglin Valerius Maximus (1489) 122b. — später in gelegenheitscompositis: fleisches- und gierdelust soltu verachten bei Schottel haubtspr. (1663) 847; vgl. noch: wird doch ... seine (des teufels) gefährliche jagtlust und fanggierde nicht abgekühlt, sondern allererst heiszer entzündet Er. Francisci d. höll. Proteus (1695) 529; so liederlich raubete die verdammte beutgierde denen christen den sieg Ziegler tägl. schauplatz (1695) 1271b. 3@cc) in verengerter bedeutung gierde selbst als üble strebung. mittelalterlich von theologischem gesichtspunkt aus; vgl. das häufige weraltgirida für cupiditas, ambitio (mortalium rerum) Graff 4, 229; in altbair. beichten: meinsuartio enti lugino, kiridono enti unrehtero fizusheiti bei Steinmeyer kl. ahd. sprachd. 309, 5; 310, 11; taz sie iro geziug kescaffoen after naturlichero note, nals after demo unmeze dero giredo (superfluitate ambitus) Notker 1, 93 P. dabei fühlt man die schwierigkeit, dieses girde von dem neutralen (oder positiv gewerteten) desiderium getrennt zu halten: concupierunt concupiscentiam in deserto unde gerten die giride (concupiscentia unde desiderium dei lutent beidiu giride ... seltene wirdit concupiscentia in guote gesprochen, halt allezane ist si in ubil gemeinet ...) — giticheit — gelust — in der wuoste Windb. ps. 497 Gr. sonst selten bezeugt; Heinrich v. Hesler liebt es, das wort rein negativ zu fassen (im gegensatz etwa zum st. Georgener pred., s. 3 a), vielleicht sogar intensiv, als 'leidenschaft' (s. bei 2): ... du vul erde, so pruve, war der angel lige der girden, daz da nicht gesige der tuvel noch der girden gart (stachel), wen den zwein nie nicht argers wart apokal. 5940; der oren habe, der hore daz und laze manslaht, roub, girde, haz und liegen mit sunden ebda 4282; girden und hochvart ebda 6122 u. ö. im nhd. tritt dieser gebrauch nach einer durch die ganze ältere zeit reichenden beleglücke fast in gleicher art, nur ohne ausgesprochen theologischen bezug, wieder zutage; das intensive wird oft deutlich betont: was hat man noch zu verlieren, wenn ehrgeitz, grausamkeit und gierde uns güter, ehre, freyheit und vergnügen geraubet haben? Lessing s. schr. 6, 80 L.-M.; von unserer innern irdischen nachbarschaft, von unsern gierden und lastern niedergeschlagen Jean Paul w. 45/47, 139 H.; wo unersättliche gierde von dem pol zu dem gleicher schon jeden zoll breit bestapft hat Stefan George gesamtausg. (1927) 9, 60; der rennplatz seiner gierden ist die herrliche welt drauszen, darin heiland und valand miteinander tanzen H. Watzlik d. pfarrer v. Dornloh (1930) 152. 44) object zu gierde ist vor allem der materielle bereich menschlichen macht- und ehrstrebens in weitestem sinn, vgl. ahd. (h)ergiridi, scazgirida, kelagirida: in gewaltes (ge-)giridi Steinmeyer kl. ahd. sprachdenkmäler 142, 31; in lobes giridi ebda 143, 33; in giredo ... hohero eron Notker 1, 699 P.; daz fúnfte úbel ist girde weltlicher richeit (grösze) st. Georgener pred. 203 R.; [] gar ane stritis girde unde sunder herzen zorn wirt sin leben im verlorn Daniel 7050 Hübner; zuforderst setz die tugent frey, so mag solch gird nach eer vnd gut dir nit verkerren deinen mut Schwarzenberg trostspruch 49 ndr.; wenn dann die gierde nach rache alle geister verschlungen Klinger w. (1809) 2, 23. — gern engt sich dabei auch die wortbedeutung auf den betr. sachkreis ein: gierde selbst als habgier, ehrsucht: girida ambitio Notker 1, 27 P.; girida avaritia Tatian 105, 1 Sievers; der scaz der waz deme wisagen lib ... div girde in irblante, daz reht gotes er nerkante Vorauer bücher Mosis bei Diemer dt. ged. d. 11. u. 12. jhs. 72, 27; di pristere in der alden ê opferten vor deme volke, daz si iz reizeten zu deme opfere, und ir meinunge was girde (habgier), und des opfers wil got nicht dt. myst. 1, 202 Pf.; ist der raub Siciliens nicht hinreichend für seine (Karl v. Anjous) gierde? Klinger theater (1786) 1, 28; des papstes gierde kam zur höhe nun. euch ist ja längst bekannt der kirche brauch: wollüstig auf erpresztem geld zu ruhn Paul Ernst d. kaiserbuch 3, 2 (1928) 326. als sinnliches verlangen: nû lânt ouch mîne girde erfüllet an ir (Helena) werden Konrad v. Würzburg Trojanerkrieg 4450 Keller; dorumb ergib dich (Susanna) gantz vnd gar, volg vnsern girden, rath ich dir: in dyner liebe prinnen wir S. Birk in schweiz. schausp. d. 16. jh. 2, 23 B.; lieb ist ein bidergeist, ausz fewr vnd lufft vereint, ders hertz mit girdt entzndt, den mut mit luste khlet Schede bei Zinkgref auserl. ged. 14 ndr.; liebstes hertze, schönste zierde, meine wollust, meine gierde Schottel (1663) 835. seltener als begehren nach nahrung; alt als verlangen, gelüste: da gab er in himelbrot ... iz smahte in nach svev si wolten, ir igelich dar ane nam alsez sin girde wolte haben suze oder suere Vorauer bücher Mosis bei Diemer dt. ged. d. 11. u. 12. jhs. 47, 25; modern intensiv: ganz anders der begierige, der durstige trinker, denn hier nehmen die andern sinne alle an der gierde antheil: die stieren augen liegen hervor ... ich beschreibe ... hier ... den höchsten grad von durst J. J. Engel schr. (1801) 7, 205. mittelalterlich dazu religiös, verlangen nach gott (vgl. 3 a): zunta mih ze den giriden des euuigen libes (meque ad tui amoris et dilectionis fervorem ... accendas) Otloh bei Steinmeyer kl. ahd. sprachdenkm. 182, 7; keins wisen herzen girde mac diner (Marias) tugende richen tuom ... volleclichen übergern Konrad v. Würzburg gold. schmiede 54 Schr.; wann ich so vil lewte sich, die nicht allein girde und lieb haben zuo got buch d. zehn gebote (1483) 2. 55) übertragen, meist auf das herz als sitz des verlangens, wunsches: enkan joch der mentsch der worte nit verstan, so sol ez doch sin gedenke und die girde sines hertzen an got setzen st. Georgener pred. 22 R.; wunsch: du (Salome) hast ouch vil wol verschult daz ich dins hertzen girde erfúlle (tod des Johannes) sœlden hort 2677 Adrian; bist aller jungfrawn zirde, meins hertzes inre girde Schede bei Zinkgref auserl. ged. 6 ndr.; des bauchs gierden W. v. Humboldt ges. w. (1841) 3, 57.
13643 Zeichen · 302 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gierdest. F., sw. F.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    gierde , st. F., sw. F. Hw.: s. girede

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    GierdeDie

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Х Die Gierde , o. Mz . für Begierde. »Er lächelte über ihre Gierde .« Örtel.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gierde

84 Bildungen · 1 Erstglied · 82 Zweitglied · 1 Ableitungen

gierde‑ als Erstglied (1 von 1)

gierde als Zweitglied (30 von 82)

Begierde

RDWB1

Begierde f желание, стремление, нетерпение, нетерпеливое желание плотское желание, похоть, сластолюбие, вожделение

Aneignungsbegierde

GWB

aneignung·s·begierde

Aneignungsbegierde Es liegt in jedem Menschen .. sich als Mittelpunct .. zu betrachten .. Darf man daher vorzüglichen Geistern eine gewisse …

begierde

DWB

begierde , f. dasselbe, in prosa aber gewöhnlicher, von Luther auch neutral gebraucht: schlemmen ist nüt anderst, dan ein unordenliche begir…

brunstbegierde

DWB

brunst·begierde

brunstbegierde , f. ardor: obwol ein schwacher zaum oft mitten in dem laufe ein mutigs ros verhelt, und etwas es zu haufe zwar zeucht, jedoc…

dankbegierde

DWB

dank·begierde

dankbegier dankbegierde , f. verlangen sich dankbar zu zeigen. rosen geben sie zum danke wieder: ehre, mädchen, diese dankbegier Blumauer. d…

dienstbegierde

DWB

dienst·begierde

dienstbegierde , f. das glück ist mir nie so günstig gewesen das gegen denselben ich meine dienstbegierde wirklich beglauben können Butschky…

ehrbegierde

DWB

ehr·begierde

ehrbegierde , f. dasselbe: besäsz er habsucht oder ehrbegierde, er wäre längst vor meinem thron erschienen. Schiller 275 a .

erdbegierde

DWB

erd·begierde

erdbegierde , f. cupiditas terrena: tugend, so die erdbegierden kan in band und fessel legen. Knittels sinnenfrüchte 40 .

Feuerbegierde

Campe

feuer·begierde

◬ Die Feuerbegierde , Mz. die — n , eine feurige, heftige, leidenschaftliche Begierde. » Feuerbegierden und entzückende Visionen (Gesichte, …

fleischbegierde

DWB

fleisch·begierde

fleischbegierde , f. cupido carnalis: ganz geistiglich ist sein beginnen, er ist von fleischbegierden rein, wie die lieben herzengelein. Göt…

flugbegierde

DWB

flug·begierde

flugbegierde , f. aviditas volandi, currendi: so rennt es fort mit wilder flugbegierde. Schiller 98 a .

forschbegierde

DWB

forsch·begierde

forschbegierde , f. dasselbe: princessin, die schon manches aber voll frommer forschbegierde sprach. die Karschin im t. Merkur 1775 junius s…

geldbegierde

DWB

geld·begierde

geldbegierde , f. begierde nach geld Adelung : wie viel durch neid und hasz zu hunden, durch geitz unð gelt begierd zu wölfen .. worden. Sim…

gewinnbegierde

DWB

gewinn·begierde

gewinnbegierde , f. , weit später beobachtet als das entsprechende adjectiv, ( vgl. unter gewinnbegierig): die gewinnbegierde, habsucht, la …

glanzbegierde

DWB

glanz·begierde

glanzbegierde , f. , ' prunksucht ' ( vgl. DWB glanz D 2): demuth überwindet von glanzbegierde den schein auch J. K. Lavater handbibliothek …

glaubensbegierde

DWB

glauben·s·begierde

glaubensbegierde , f. : keiner mag gott schauen, es werde denn zuvor in ihm gott mensch, welches in der glaubensbegierde geschieht Jak. Böhm…

goldbegierde

DWB

gold·begierde

goldbegierde , f. , dass.: sein schand- und unthaten, so einig und allein von der goldbegierde herkommen la doppia impiccata (1648) 57; Mamm…

Goldesbegierde

Campe

golde·s·begierde

○ Die Goldesbegierde , o. Mz . die Begierde nach dem Besitze des Goldes, die Goldbegierde ; weniger als Goldgier. — und glühende Goldesbegie…

goldgierde

DWB

gold·gierde

goldgierde , f. : längst hat die goldgierde sie ( die tugenden ) verschlungen Fr. M. Klinger w. (1809) 8, 154 . —

grundbegierde

DWB

grund·begierde

-begierde : gr., ' begierde, welche zum wesen des menschen gehört, appétence ' Schrader dtsch-frz. wb. 1, 579 , vgl. Herbart w. 9, 342 ;

gutbegierde

DWB

gut·begierde

gutbegierde , f. , begierde nach besitz ( vgl. DWB gut n. B 1): denn die unersättliche geld- und gutbegierde eines regenten verblendet ihm d…

Ableitungen von gierde (1 von 1)

begierde

DWB

begierde , f. dasselbe, in prosa aber gewöhnlicher, von Luther auch neutral gebraucht: schlemmen ist nüt anderst, dan ein unordenliche begir…