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rasseln

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

rasseln verb.

Bd. 14, Sp. 144
rasseln, verb. lärmen, klappern; iterativ zu rassen, mhd. raʒʒen, in verschieden entfalteter bedeutung. 11) alt, aber wesentlich auf Oberdeutschland beschränkt ist die bedeutung lärmen, toben, sich toll gebaren: rasszlen, grassari, toben wie abkommen leüt, das raszlen, grassatio Maaler 325b; wo iemant sicht die lüte mit einander rasslen oder [] unworten, daʒ da hinfür ein yeklicher burger macht und gewalt haben sol, menglichem der stett friden ze gebieten. Basler rechtsqu. 1, 122 (von 1439); wir .. saufen trinken raslen praslen werchtag, feiertag die nacht bis an den tag, das es oben wider herausz muesz. Aventin. bayr. chron. 1, 60, 7 Lexer; alle andre land und nation reden uns gar übel, schelten nun uns als die nichts künnen, zue nichte guet sein dan zue rasln und prasln, saufen und trinken, schlemmen und demmen. 116, 28. am häufigsten in verbindung mit spielen, wobei man indes zunächst nicht an glücksspiele, sondern an das bewegen in lärmender lustbarkeit zu denken hat: aber du beschampst dich zuo werken, du meinst du syest zuo guot dor zuo das du soltest lyplich werken sölche erliche wirkungen, aber spilen und raszlen ist dir wol gemesz, das selb dünkt dich wie es dir wol zim. Keisersberg bilg. 133d; da (an den festen) treibt man nüt anders weder das man spilt und raszlet und den huren nachlauft. brösaml. 1, 89b; ich hab aufs bischofs hof fressen, saufen, spilen, raszlen, schweren, fluochen, huorerei und alle leichtfertigkeit erfaren und gelert. Schade sat. und pasqu. 3, 162, 34; trinken sich voll, spilen und raszlen zuletzt. S. Frank weltb. 131b; wann er dann nun genug gespielet, gerasselt, gefesselt, gekesselt, und die zeit verrammelt hett. Garg. 170b; geht die unsinnigkeit im spilen, raszlen, huren und dergleichen in solcher uppigkeit. Paracels. opp. 2, 172 C; soll man sich hüten vor zorn, saufen, raslen, spielen und dergleichen uppigkeit. Albrecht fluch ABC (1664) 47; fressen und saufen, hunger und durst leiden, huren und buben, raszlen und spielen, schlemmen und demmen. Simpl. 1, 55 Kurz; wenn man alle tag dem spielen und raszlen obliegt. Simpl. 3 (1684), 163; si tuond och spilen und raszlen in hüsern und in den gassen und sind zuo aller uppkait geswind recht als des tüfels hofgesind. teufels netz 8260; man zücht all sünd und schand harfür, in suffen, fressen, buoben, brassen, in hoffart, schwören, spilen, raszlen. trag. Joh. II 4; (grosze schande) die man täglichs zu vil thut treiben mit rasseln, spilen und mit weiben. Montanus gartengesellsch. A 2; doch auch ausdrücklich auf das glücksspiel bezogen: welchen .. der spilteufel eingenommen, der wird nach und nach (er gewinne oder verspiele) so verpicht darauf, dasz ers weniger lassen kan als den natürlichen schlaf; wie man da sihet, dasz etliche die ganze nacht durch und durch raszlen, und vor das beste essen und trinken hinein spielen. Simpl. 1, 188 Kurz; kein tag zu lang kein nacht zu spet, do man in spiln und raszeln leth auf der erd und hinter der thür, bei halben licht und hat sein spür jetz auf die pöden dan in keller und umb ein pfennig oder heller. fastn. sp. 1292; (frauen) spyelen, rasslen spat und fruo. Brant narrensch. 77, 35 (von glücksspielern); ein mancher tanzt und springt, der spiehlt und rasselt stehts, da jener geigt und singt. Rompler 211. 22) rasseln, das geräusch des schnarchens oder röchelns machen: er scheiszt und hust, er schnarcht und raslt. fastn. sp. 236, 15; ich erdroslet jn in seinem pedt. hörst nicht wie das im blut rasseln thet. H. Sachs 3, 1, 239a; rasseln deutet auch einen laut in der kehle an, als die saufenden einen rauhen laut hören lassen. Frisch 2, 88a; (franz.) raller, rasseln oder ziehen als ein sterbender mit dem athem. dict. des passagers (1730) 1, 1382; das meint wol auch das folgende: wenn ich den schweren zepter über ihn los donnre, rasseln soll er im staub. Fr. Müller 2, 15; bair. noch jetzt rasseln, stark und hörbar athem holen, schnarchen, resseln, keuchen Schm. 2, 137 Fromm.; tirol. rasseln, laut schnarchen Schöpf 535; rhein. rosseln, stark und hörbar athem holen, röcheln, besonders von sterbenden oder solchen, die auf der brust verschleimt sind. Kehrein 332; engl. to rattle, röcheln, heiser reden; davon das franz. râler, älter raller (Littré 2, 1460), welches ärztlicher kunstausdruck geworden ist, und wonach österreichische ärzte rasseln als solchen in die deutsche schriftsprache eingeführt haben (vgl.rasselgeräusch): feuchtes rasseln .. trocknes rasseln. Škoda abhandlung über perkussion und auskultation s. 120. vgl. auch rasteln. 33) im mittel- und niederdeutschen sprachgebiete war rasseln, ratelen, auf das harte geräusch bezogen, welches durch heftig [] bewegtes holz, eisen, knochen u. a. verursacht wird, in nächster begriffsverwandtschaft zu klappern: deʒ morgens zu drin uren waʒ ein ertzbefung, dat de huse schutten und de duppen (töpfe) an der want rasselden. d. städtechron. 13, 82, 11 (Köln, 15. jahrh.); nd. rateln, räteln, rasseln, klappern, auch geschwind und viel reden, das maul wie eine klapper gehen lassen. brem. wb. 3, 438; niederl. ratelen, crotalum pulsare, crepitare, strepere, ratelen ende snateren, garrire. Kilian; engl. rattle, rasseln, klappern und plappern, dessen frühere form so wenig als die im nieder- und mitteldeutschen aufgezeigt werden kann; das schwed. rassla, n. rasle ist aus dem schriftdeutschen eingedrungen. diese bedeutung von rasseln war oberdeutsch unbekannt, sie muste, als Luther sich des wortes bedient hatte, im Basler nachdruck des neuen testaments erklärt werden: rasseln, brasplen, rauschen, roszlen. Fromm. 6, 43b, wie auch viel später noch dieses letztere roszeln in elsässischen quellen erscheint: besser fort kam ich zu einer finstern gefängnusz, in welcher ich ein mächtiges klingen und roszlen hörete, von ketten, eisen und banden, von streichen und straalen. Philander 1 (1642), 339; vergl. dazu rösseln; rasseln wurde aber bald, da die lautmalerei das wort ohne weiteres verständlich machte, auch im süden allgemein und gieng in die schriftsprache über. die verwendung bildete sich mehrfach aus. 3@aa) rasseln, ein hartes geräusch verursachen, in der bibel von wagen, rädern, pferdehufen, rauschenden flügeln: fur dem getümel jrer starken rosse, so daher traben, und fur dem rasseln jrer wagen, und poltern jrer reder. Jer. 47, 3; das rasseln der reder, so hart bei jnen waren, und das gedöne eines groszen erdbeben. Hes. 3, 14; wie die wagen rasseln. Joel 2, 5; die wagen rollen auf den gassen, und rasseln auf den straszen. Nahum 2, 5; da wird man hören die geiszeln klappen, und die reder rasseln, die rosse schreien, und die wagen rollen. 3, 2; da rasselten der pferde füsze fur dem zagen jrer mechtigen reuter. richt. 5, 22; und (die heuschrecken) hatten panzer wie eisern panzer, und das rasseln jrer flügel, wie das rasseln an den wagen vieler rosz, die in krieg laufen. offenb. 9, 9; und nachher allgemein es rasselt: thun kleine steinlein darein, das es rasselt. H. Stade r 3; unterdesz klirrte und rasselte es im hofraum. Freytag soll und haben 1, 414; da fuhr ein starker donnerschlag über den wald, es pfiff und rasselte in der luft. 2, 206; in dem gebüsch trabt jemand, dort rasselts in den ästen. 202; von wagen, rädern u. s. w.: die kutsche rasselt gar zu sehr, essedum istud perstrepit vectando. Stieler 1523; das rasseln der wagen, curruum fragor horrisonus. ebenda; das schauspiel dauerte sehr lange. die alte Barbara trat einigemal ans fenster und horchte, ob die kutschen nicht rasseln wollten. Göthe 18, 3; eh noch der wagen rasselndes gedränge staub in den schatten (des praters) mengt. Mastalier ged. (1782) 175; hilf himmel! wie rasseln die speichen. Lichtwer schriften 264; schon wälzen schnelle räder rasselnd sich und tragen dich von dem unbeklagten ort. Göthe 2, 154; vom arbeitenden webstuhl, den spulen und spindeln: wenn man zwischen den unzähligen bewegten spulen und weberstühlen einer groszen fabrik hingeht, und vor lauter schnarren und rasseln .. sich den eigenen rock selbst verleidet fühlt. Göthe 26, 64; das klappern und rasseln der weberstühle. 45, 235; noch tönt das rasseln ihrer spindel. Arndt ged. 86; der waffen, schwerter, ketten, des kriegsgetöses, der trommel: wenn die trommel rasselt. pers. baumg. 4, 6; überall rasselte die trommel, die straszen der hauptstadt füllten sich mit uniformen. Freytag soll und haben 1, 374; die ketten rasseln, catenae crepant Frisch 2, 87c; die waffen rasseln, strepunt arma. ebenda; seine pfeile rasselten an seiner seite. Göthe 16, 174; sein flug verhüllt den tag; das rasseln seiner flügel gleicht kriegrischem getös. Lichtwer schriften 230; nur dumpfes kriegsgetöse rasselt hier. Schiller Piccol. 3, 9; dumpf hin kracht er im fall, und es rasselten um ihn die waffen. Ilias 4, 504; des ritters harnisch rasselt laut. Platen 14; der zugbrücken, schlüssel, fahrstühle, thore: die zugbrücke ging rasselnd nieder; der fahrstuhl senkte sich rasselnd; schlüssel rasseln; felsenthore knarren rasselnd. Göthe 41, 5; des hagels, regens, windes, donners u. a.: das rasselen der schlossen auf die dächer, grandine crepitantia tecta. Stieler [] 1523; der sturm rasselte an seinen fenstern. Klinger 3, 14; rasselnde donner. 10, 208; wie die regentropfen rasseln an den kleinen runden fensterscheiben! Bettine briefe 1, 147; der wind rasselt am fenster. tageb. 24; der boden unter mir fing an zu beben und zu rasseln. Göthe 24, 95; dort an dem fenster, welches im nachtfrost blinkt, oder von hagel und sturm rasselte, sasz er stumm. Voss 3, 124; brüllend umwölkt mich der dampf der geschütze, sprühend umzucken mich rasselnde blitze. Körner 1, 130 des dürren laubes: und jach durchzuckte sie weh auf weh auf ärmlichem lager, bestreuet mit schnee, von reisicht und rasselndem laube. Bürger 62a; die meute mit geschwollnen kehlen ihm nach wie rasselnd winterlaub. A. v. Droste-Hülshoff ged. 30; eines gespenstes: das gräszliche gespenst des argwohns rasselte hinter ihm, wo er hinfloh. Schiller hist.-krit. ausg. 4, 80; hier auch es rasselt: da flistert und stöhnts so ängstiglich; da rasselt, da flattert, da sträubt es sich. Bürger 60b; die nächste nacht, zur geisterstunde, erschallt im haus ein dumpfes brüllen: Kunigunde! komm! komm heraus! es naht sich rasselnd. Gotter 1, 155; auch personen rasseln, wenn sie in kriegsrüstung sind: also Michel Mort heimlich auf seiner flucht, hinter sich vernehmend das rasseln der nachsetzenden. Fr. Müller 1, 366; da hörte er jenseits einen zug geharnischter männer rasseln. Arnim kronenw. 1, 112; der junge herr (offizier) dankte mit trotz und ging rasselnd aus der stube. Freytag soll und haben 1, 394; der wild- und Rheingraf stiesz ins horn: halloh! halloh zu fusz und rosz! sein hengst erhob sich wiehernd vorn; laut rasselnd stürzt ihm nach der trosz. Bürger 69b; bildlich: welche nordische sprache, mit ihren vielen starkleibigen, ein- oder zweisylbigen wörtern, hinten und vorn mit rasselnden consonanten verpanzert, bei deren niedertritt der boden dröhnt, wäre wohl im stande, den leichten flüchtigen griechischen hexameter ... nachzubilden? Bürger 176b; heuschrecken rasseln: als auf dem letzten busch eine von den kleinen heuschrecken rasselte, deren geschwirr er in sorgenvoller zeit oft gehört hatte. Freytag handschr. 1, 284; eine klapperschlange (engl. rattle - snake) rasselt; endlich im part. rasselnd auch vom geräusch selbst, dem trab, der eile: es wird dem fuszgänger schwindlig, der einen mann mit rasselnder eile daher fahren sieht. Göthe 8, 216; ein Allobrogenheer .. mit recht rasselnden geräusche strömt es von den alpen her. (Schönaich) Gnissel 1755 s. 29; spude dich, Kronos! fort den rasselnden trott! Göthe 2, 68. 3@bb) rasseln von den tönen der harfe, der leier: sang so lustige, vergnügte, schnarrende lieder, die er mit dem raszlen seiner harfe .. accompagnierte. Klinger theater 3, 116; sage, du begriffne leyer! wem ich dich vermachen darf; tausend wünschen dich ins feuer; denn du rasselst allzuscharf. Günther 120; ungewöhnlich aber von dem dröhnen der kanonen und dem knattern der flinten: mein Flemming, welcher sich zwar noch an rasselnden canonen vergnüget und ergötzt. Picander 1, 26; der krieg geht an; hier lernt man streiten ... der anfang spühret gleiche kräfte, das rasseln der geladnen schäfte hat gleiche macht und gleichen muth. 3, 14. 3@cc) rasseln, transitiv, mit angabe der wirkung: der sklave! ketten rasseln ihm silberton, gebeugt das knie, gebeugt die seele, reicht er dem joch den erschlafften nacken! Stolberg 1, 18; raszle den schallenden trab, dasz der Orkus vernehme: wir kommen. Göthe 2, 69. 3@dd) rasseln, sich rasselnd bewegen, mit adverbien oder präpositionen der richtung; von dingen: der wagen rasselte in einen hof hinein. Göthe 20, 153; er horchte sehnsüchtig auf die wagen, einige rasselten unaufgehalten vorbei. 23, 133; vergl. auch abrasseln, fortrasseln; gleich darauf fuhr eine unregelmäszige salve nach den fenstern des oberstocks, der bleierne hagel rasselte durch die glasscheiben. Freytag soll u. haben [] 2, 241; einer der leute auf dem thurm wurde in die brust geschossen, sein gewehr fiel über die mauer hinab und rasselte auf den boden. 248; wie wirbelwind am haselbusch durch dürre blätter rasselt. Bürger 15a; winde, laszt die flügel fallen, rasselt nicht durch laub und rohr! 72a; (als der vater) in eile zügellos rasseln dahin liesz den leicht dahin hüpfenden wagen. Schiller hist.-krit. ausg. 1, 128; spritzen rasseln durch die gassen. A. v. Droste-Hülshoff ged. 286; von personen, belebtem: Voltaire selbst ... rasselte mehr als éinmahl auf dem windigen triumfwagen der Vana Gloria über die dummköpfe seines zeitalters weg. Wieland 29, 12; flüchtig rasselte die kleine schaar auf der landstrasze dem schlosse zu. Freytag soll und haben 2, 223; drauf rasselten die schimmel stracks über stock und stein davon mit donnerndem getümmel. Hölty 23 Halm; dragoner rasseln in den feind. Schiller hist.-krit. ausg. 1, 233; und ihr rasselt, gottes riesenpuppen, hoch daher in kindischstolzen gruppen gleich dem gaukler in dem opernhaus? 343. 3@ee) rasseln, gegenstände zum rasseln bringen: musten sie an allen ecken mit den ketten und schrauben an den flaschen rasselen. Garg. 112a; mit ketten rasseln, catenis fragorem ciere. Stieler 1523; er rasselt mit talern, divitias crepat, tinnit cum nummis argenteis, percrepat pecunia. ebenda; raszle dann mit deinen ketten und wimmre: mir ist zu viel geschehen! Schiller kabale und liebe 2, 6; wenn ich mit den ketten raszle. Arnim Hollins liebel. 72 Minor; sie hörte den fuchs mit seiner kette rasseln. Freytag soll und haben 2, 171; er (der drache) rasselt mit der schuppenhaut. Uhland ged. 388; am kornmarkt machte der spenglersjunge rasselnd seinen laden zurechte. Göthe bei Schöll 159. 44) welcher (papst) schöne griff und mittel kont erfinden, gelt und gut zusammen zu rasselen. Fischart bienk. 237b, für raspeln 1, sp. 141, für das es auch druckfehler sein kann.
14990 Zeichen · 239 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rasseln

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Rasseln , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, eine Art eines fortdauernden heftigen Schalles zu bezeichnen, welc…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    rasseln

    Goethe-Wörterbuch

    rasseln vereinzelt –ß-; mehrf subst Inf u PartPräs kurze, harte Töne in rascher, stakkatohafter Abfolge erzeugen; meist …

  3. modern
    Dialekt
    rasseln

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Wossidia rasseln rasseln, rascheln, klappern, prasseln Mi 69 b ; vom Regen, der gegen die Fenster schlägt; von den Kornh…

  4. Sprichwörter
    Rasseln

    Wander (Sprichwörter)

    Rasseln 1. Rasslen – prasslen. – Aventin, XVIII a . 2. Rasslen und spilen wie die sippenbuben. – Schade, I, 64, 18.

  5. Spezial
    rasseln

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ras|seln vb.intr. (metallisches Geräusch von sich geben) stlinghiné (-nëia), tlimperné (-nëia).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rasseln

90 Bildungen · 0 Erstglied · 86 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von rasseln 2 Komponenten

rass+eln

rasseln setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

rasseln als Zweitglied (30 von 86)

abbrasseln

RhWB

ab-brasseln: sich a., abrackern.

abfrasseln

RhWB

ab-frasseln: sich a., abrackern, abquälen, bes. bei einer aussichtslosen Arbeit Ahrw-Remag , Eup .

abprasseln

DWB

abprasseln , explodere, was abknattern. alle kanonen prasselten auf einmal ab.

abrasseln

DWB

abrasseln , crepitando abire, mit geräusch abfahren: der wagen rasselt aus dem thor ab; säbelhiebe pfeifen durch die luft, abrasselnd auf pa…

anprasseln

DWB

anprasseln , astrepere: der niederstürzende stein prasselte heftig an.

anrasseln

DWB

anrasseln , intonare: der wagen rasselt über die strasze an, kommt angerasselt.

aufbrasseln

RhWB

auf·brasseln

auf-brasseln: 1. Geld udgl. a., draufmachen Mettm-Vohw . — 2. früh aus dem Bett aufstehn zu dringender Arbeit Sieg-Ägid . — 3. sich a., sich…

auffrasseln

RhWB

auf·frasseln

auf-frasseln: 1. ein Kind, Tier a., mühsam grossziehen Kemp-Breyell . — 2. sich a., mühsam erheben, aufraffen trotz Müdigkeit, Krankheit ode…

aufprasseln

DWB

auf·prasseln

aufprasseln , alte crepitare, aufknattern, und gleich diesem vom feuer und rebhun: die flamme prasselt hoch auf; das aufprasselnde rebhun. J…

aufrasseln

DWB

auf·rasseln

aufrasseln , crepitare, aufprasseln: das thor rasselt auf; dasz schrecklich der leuchtende helm um die schläfen rings umprallt vom geschosz …

ausprasseln

DWB

aus·prasseln

ausprasseln , edere cum fragore: dasz sie ( die wolken ) uber uns voll angst und graus zerspringend prasseln ( es steht brasshlen) häufig au…

daherrasseln

DWB2

daher·rasseln

daherrasseln vb. : 1643 Harsdörffer gesprechsp. ( 1641 ) 3,348. 1711 Lesage, teuffel 93.

durchbrasseln

RhWB

durch·brasseln

durch-brasseln: 1. die Nacht d., durcharbeiten. — 2. sich d., mühsam durchs Leben schlagen; von einer Krankheit erholen Allg.

Durchprasseln

Campe

durch·prasseln

Durchprasseln , v. ntr. Das Durchprasseln. 1. Dúrchprasseln, ich prassele durch, durchgeprasselt, durchzuprasseln, prasselnd durchfallen, du…

durchrasseln

DWB

durch·rasseln

durchrasseln , mit gerassel durch einen ort fahren Stieler 1523 . 1 1. untrennbar, die wagen durchrasselten die straszen der stadt. auch hau…

einrasseln

DWB2

ein·rasseln

einrasseln vb. : 1807 so rasselt / ein ungewitter auf dich ein von schlägen Kleist w. 1,252 S.

entrasseln

DWB

ent·rasseln

entrasseln , crepitando elabi: donner grollen über die see, hagel entrasselt der wolke. Kosegarten.

erprasseln

DWB

erprasseln , crepitare, heftig erschallen.

errasseln

DWB

err·asseln

errasseln , crepare, klirren, ἀραβεῖν : er fiel und laut errasselte die rüstung über ihm. Bürger 159 a , ein oft wiederkehrender homerischer…

herabprasseln

PfWB

herab·prasseln

herab-prasseln schw. : 'massenhaft herunterfallen'. Die Niss sin rabgebrasselt [ BZ-Ingh ]; vgl. PfWB herabpurzeln . —

Herabrasseln

Campe

herab·rasseln

Herabrasseln , v. ntr . mit sein , rasselnd herabkommen, herabfallen; auch Х herunterrasseln. Das Herab=, Herunterrasseln . Eben so heran=, …

Ableitungen von rasseln (4 von 4)

entrasseln

DWB

entrasseln , crepitando elabi: donner grollen über die see, hagel entrasselt der wolke. Kosegarten.

errasseln

DWB

errasseln , crepare, klirren, ἀραβεῖν : er fiel und laut errasselte die rüstung über ihm. Bürger 159 a , ein oft wiederkehrender homerischer…

Verrasseln

Campe

Verrasseln , v. ntr . mit sein , rasselnd vergehen, sich verlieren, aufhören zu rasseln. Verrasselt ist der Ketten Schall. Verrasselt sind d…

Zerrasseln

Campe

Zerrasseln , v. ntr . mit sein , rasselnd, mit Gerassel zerreißen, aus einander gehen. D. Zerrasseln .