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knebel

mhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

knebel m.

Bd. 11, Sp. 1374
knebel, m. ein vieldeutiges und schwieriges wort; nhd. ist es im allgemeinen ein holzstück, besonders ein kurzes dickes in verbindung mit einem verschlungenen strick zu mancherlei zwecken, aber auch der geschlungene strick allein wie der knoten. in der gewöhnlichen bed. besteht auch nd. nl.n. knevel. das e ist nach der ahd. form und nach der heutigen hohen aussprache ein umgelautetes, aus a entstanden, dazu stimmt auch die schreibung knöbel (H. Sachs), knöbelbart, knöbeln; als nd. wird freilich die aussprache ä angegeben, auch aus Sachsen knäbel knöchel (s. 11). über den ursprung vgl. u. knopf. 11) ahd. mhd. wird mit knebil, knebel, auch chnebil (s. 1150 unten) columbar glossiert, s. Haupt 3, 370a, Graff 4, 576, sumerl. 3, 51. das lat. wort erscheint bei Plautus Rudens 3, 6, 50 als strafwerkzeug für sclaven, eine art joch oder fessel um den hals zu legen (nam in columbari collum euis haud multo post erit), wol nach columbare loch im taubenschlag (vergl.knebelloch). mlat. collumbar ist 'ein halsband oder halsisen, quod ponitur in colla damnatorum' und 'jugum bovis, ein kommet' gemma Str. 1518 E 2d, in der Cölner gemma v. 1507 'vinculum' überhaupt und 'jugum bovis vel equi', s. Dief. gl. 133c. 134a; bestimmt vom pferde in dessen nov. gl. 102a columbar, ein knebel do man di ross in spant, es scheint also eine art kummet. vgl. 5, f. 22) im voc. inc. teut. n 3a wird angegeben knebel, tegra, est instrumentum quasi furca ad nectandum, in andern ausg. ad necandum Dief. gl. 575b. tegra ist für teagra und diesz für creagra (155c), d. i. kräuel, gabel; vgl. 5, a. ist necandum das richtige, wie es scheint, so erinnert es an des Plautus columbar vorhin (vgl. die rom. garrot, garrote unter 5, d). der begriff werkzeug zum fesseln, strafen, peinigen lebt überhaupt in mehrfacher form nach, s. 5, a, besonders e, und g. 33) knebel, gerte u. ä. 3@aa) auf dem baume: flagrum, ein zwick oder gerte zuo oberst an den baumen, knebel, ein ruot. Dasypod. 75c; flagellum .. rtle, knebele daran die bollen wachsen. das., im deutschen theile knebbel 365a, der vocal war also da noch kurz. 3@bb) abgeschnitten oder zum abschneiden, was das urspr. sein mag: knebel, talea, ein zwy (zweig) zu beiden orten unden und oben abgeschnitten, das man in die erden steckt. Frisius 1287a, Maaler 246c, das. knebel, junge räbschosz, soboles vitium; malleolus, junge räbschosz, knebel Junius nom. (1577) 113a, vgl. 108b, knebeln pflanzen taleas inhumare das., ebenso bei Schönsleder, Denzler, rebknebel, schnittling, malleolus Frischlin nom., noch schweiz. schnittling von weinreben Stalder 2, 114. s. auch knebelästlein. 44) stock, knüppel u. ä., vgl. 12. 4@aa) knebel, stipes, knüttel Maaler 246c, nach Frisius 1242b 'stipes, pfal, zaunstäck, knebel', noch schweiz. knebel in der landwirtschaft, aststecken Stalder 2, 113; knebel, bengel Rädlein 549b, Frisch 1, 527a, bei beiden und Schottel, Steinbach auch knebel den man einem hunde anhängt, wie knüppel. 4@bb) die jäger brauchen einen knebel, den hunden die sich verbissen haben das maul aufzubrechen ( Adelung), vgl. mhd. klôʒ so unter klosz 8; den schwedischen trunk, da man einen auf den rücken gelegt, das maul mit einem knebel aufgesperrt ... bericht aus Ansbach v. j. 1635, anz. des germ. mus. 1865 sp. 106, vgl. 5, e. 4@cc) auch knebel als schlägel und glockenklöppel, nd. knewel Schambach, knäwel Danneil, nur durch vermischung mit knepel? es heiszt auchn. knevel, schwed. dial. knebel, knevel, vgl. knavel m. pfahl, stock Rietz 335, knävling eine art kerbholz 341b, und das altn. knefill m. zum bau einer waldhütte Fritzner 356b ? 55) stock, holzstück in mancherlei verwendung, doch so dasz dabei gewunden oder gebunden wird. 5@aa) die strafe an haut und haar erklärt die glosse zum Ssp. 2, 13 so: das man einen zu der staupen schlegt und windet im die haar mit einer kluppen oder knebel (Lpz. hs. nr. 948 62c mit kloben) aus dem heupt; der knebel scheint den folg. ähnlich ein holzstück, die haare darum zu winden, s. dazu b. 5@bb) ähnlich in folg.: was man nicht schlichten kann ohne verstörung des friedens, soll man auf ein knebel winden, bis es gott selbst einmal abwinde. Luther br. 5, 667, etwa ein stock auf den man garn, bindfaden u. dgl. windet; freilich wäre möglich eine ungenaue schreibung für knewel, kneuel, knäuel. 5@cc) ein rundes querholz an einem stricke, der um die mitte des holzes geschlungen ist, auf welchem sitzend man sich in die höhe oder nieder läszt oder sich schwingt. Frisch 1, 527a, auf dem knebel einfahren im bergwerk Stieler 1340, up dem knevel infahren Chytraeus c. 15: die bergleut farend nicht allein ab den farten in die gruben, sondern werden auch auf dem knebel oder hort (crates) an das seil gebunden in die gruben mit drei hespeln hinabgelassen. Bechius übers. von Agricola bergwerk (1557) 177. Adelung nennt einen solchen knebel zum aufziehen der diebe am galgen. vergl. knöbelein. 5@dd) knebel, der in einen umgeschlungenen strick gesteckt und mit diesem umgedreht wird um ihn straff anzuziehen, knebel zum einpacken, een pakstok M. Kramer, auch an ketten, vgl. Wagenknebel als angenommener name fastn. sp. 343. knebel, garben zu binden Steinbach 1, 882, womit man die garbenbänder zusammenzwinget Frisch 1, 527a, Alberus x 4b; er heiszt auch rettel, reitel, nd. wreidel, breil, frz. garrot, sp. garrote, welches letztere auch ein halseisen zum erwürgen ist, was an die älteste bed. von knebel unter 1 erinnert, wie ebenfalls frz. garrot als sattelbogen und als encolure du cheval. ähnlich beim binden eines mannes: so soll man .. sine dumen binden zu einander und soll ihm einen knebel durch die bein stoszen. weisth. 1, 466. 5@ee) knebel als fessel des mundes, 'obturamentum maulspanner, einem einen knebel anlegen, lignum in os inserere'. Steinb. 1, 882: gebunden, ein knebel im maul, damit er keinen schrei kund lassen. Wickram pilger bl. 58; ein knebel zwischen die lefzen fiegen (fügen). Murner narrenb. g 2a (Gödeke elf b. d. d. 1, 24b); ich wolt dir ein knebel ins maul legen. Ayrer proc. 2, 6; knebel in die meuler stecken. Ayrer 370b; drehete mir aber in der geschwindigkeit einen knebel in den mund. Felsenb. 3, 226; ein knebel sperrt seinen mund und verwehrt ihm seinen schmerz in klagen zu lindern. Schiller 790b. M. Kramers deutsch-holl. wb. führt einen knebel auf, den die mönche zur strafe tragen, een mondstopper zum schweigen lernen. s. weiter 13 und 9, und vgl. klotz 5. 5@ff) am pferdegebisz, knebel postomis Faber thes. 1587 (Dief. gl. 449c), wie kluppe, bremse das., auch bei Steinbach, der auch anführt der einen knebel vor der nase hat, cui pastomis de naribus pendet. 5@gg) ähnlich ist der knebel am ende einer kette ( Adelung), querstück das durch einen ring gesteckt wird und so beim anziehen der kette diese schlieszt, ostfries. knävel Stürenburg 114b. 5@hh) knebel an einem spiesz, querstück hinter dem eisen Rädlein 549b, dens venabuli Schottel 1347. Stieler 1340, an einem schweinsspiesze Steinbach 1, 883, beschrieben bei Alberus x 4b, er hebt hervor dasz ein riemen darum gewickelt ist zur befestigung. s. knebelspiesz, wofür auch kurz knebel in hasenknebel, telum leporarium. Prager wb. von 1700 3, 96b. 66) knebel, der doppelte flügel am schnurrbart, knebelbart (s. d.), in bildlicher anlehnung an einen der vorigen knebel, vielleicht von 5, e in derbem witze, doch zugleich mit dem begriff des gewundenen wie es scheint (s. knebelchen): strich auch zurück am bart den knebel, fasset mit der linken den säbel. Rollenhagen froschm. Qq 5a (3, 1, 10); die bärt sollen (beim à la mode monsier) gestutzet sein, all härlein hinab, bis aufs ein: den knebel über sich gestörzt. spruch v. 1628 b. Scheible flieg. bll. 21; jetzt streicht er den knebel. Floridan u. Klajus forts. der Pegnitzschäferei 89, hier für knebelbart? 77) dem ähnlich knebel an einem fische: zu dem fang und jagen braucht er seine obern und undern knebel, mit welchen er (die beute) umbwickelt, faszt und zu dem maul treibt. Forer fischbuch 184a, es sind wol bartfäden. 88) knebel, schockel, petaurum, oscillum. Steinbach 1, 882, schaukel, auch bei Comenius orb. pictus 1, 281, das bild das. zeigt eine blosze strickschaukel am baume. das könnte zwar nichts als entlehnung von 5, c sein, wie Frisch da das schwingen erwähnt; aber dasz knebel auch wirklich einen geknüpften strick bezeichnet, ohne das holz, zeigt das folg. 99) strick, band als fessel, marterwerkzeug geknüpft, geschnürt (s. dazu 1 a. e.): die eichen witt und handoren knebel (zum gebrauch bei gericht) machen die von Emmel. weisth. 4, 749, hagendornene knebel; einen hagedorn knebel und eichen wied an deinen hals gefritt (gedreht, urspr. wrîden). rechtsalt. 41; einem den knebel an den hals legen, laqueo alicujus vitam intentare, halsknebel numella. Steinbach; knebel womit die soldaten die bauren martern, strick mit knoten der um das haupt geschnürt wird, zum gelderpressen. M. Kramer, daher heiszt nl. knevelen geradezu plündern, aussaugen, geld erpressen, kneveler gelderpresser, straszenräuber, bauernschinder (aber auch häscher) Kilian 247b, jetzt vexieren, schmarotzen, schmarotzer, beutelschneider. nl. knevel ist bei Kilian bestimmt angegeben als nervus, nerveus funis, lorum, also auch riemen, auch nennt er es besonders als riemen am speer, wie als handknebel, handfessel, manica, knevel, knevelband, was nach knebeln auch für hd. knebel nicht zu bezweifeln ist. 1010) nl. knevel ist bei Kil. aber auch der knoten selbst, 'nodus, noeud', und auch das zeigt hd. folg. stelle: derhalben mein liebe wamstknöpf, auch ihr wamstknebel, entknöpfet und entknebelet mir disen meisterlichen weberknopf, schneidet dapfer in disen zusamen gelegten faden. Garg. 287a (Sch. 539), von einem rätsel als gordischer knoten gedacht (der gordisch vergurtet zweifelstrick 286b). 286a werden zwar dieselben zechgesellen angeredet ihr knöpf und knebel in wämstern, das spielt mit der bed. 12; allein aus dem wamstknebel und entknebeln neben knopf (knoten), entknöpfen ergibt sich doch zugleich die bed. knoten. s. auch 14. 1111) knöchel, knorren. 11@aa) knebel, condylus. Dief. 140b (15. jh.), knöchel, knorren in fingern, gelenken, der eben auch knoten heiszt, lat. nodus, franz. noeud; diesz knebel auch bei Stieler 1340, Kirsch corn. 1, 263a von händen und füszen, von den fingerknöcheln bei Steinbach, Frisch, Lessing 5, 327, und so noch in Schwaben, Thüringen, Sachsen, Posen, Niederlausitz Bernd 133. bildlich: was sagen sie denn zu Vossens sonett? .. dasz er sich bei verfertigung dieses spaszes die knebel zerstoszen und etliche zähne stumpf gebissen hat. Zelter an Göthe 1, 311. nd. knäwel, z. b. brem., pomm., auch im pl. knäweln als kraftwort für die ganzen finger Dähnert 239b (s. ebenso knöbel). 11@bb) aber auch für knorren überhaupt, an etwas verwachsenem: sie sind ausgewachsen und verwachsen, dasz nichts dann knorren und knebel darausz werden. Paracelsus op. 1, 228c. 11@cc) gewöhnlicher dafür ist knöbel, knübel, woraus knebel als ungenaue form begreiflich wäre, aber doch wol nur zufolge einer vorhandenen bed. knoten (s. auch kniebel). übrigens vgl. altn. isl. knefi (hnefi) m. faust, schott. knevell mit der faust schlagen, auch nevell, neffle, wie neif faust, schwed. näfve faust u. s. w. 1212) von menschen. 12@aa) roher, plumper gesell, wie bengel, flegel, klotz, knaust, knäufel, knopf u. a., wol nach der bed. 4: du knebel! fastnachtsp. 88, 13; ir narren, knebel, esel und trollen. 539, 6; von dreien ungehobelten bauwrenknebeln. Kirchhof wendunm. 255a; wer ist schüldig daran? allein ir ungehobleten knebel. H. Sachs dial. 67, 7, das ungehobelt zeigt dasz an einen roh vom baum gebrochenen knüttel gedacht ist; die jungfraw in groszen sorgen stunde, stets forchte, man würde sie dem knebel (bauernkerl) zu einem weib geben. wegkürzer 8b; dann wer jetzund nicht an im treit ein lumpecht wol zerhawen kleid, den heiszt man gleich ein bawrenknollen, ein knebel und ein ackerschollen. Scheit grob. S 3a; ob auch am tisch ein knebel säsz, der sich grob hielt und sewisch fräsz. B 4a; und wenn ich ein Jüde gewesen were und hette solche tölpel und knebel gesehen den christenglauben regirn und leren, so were ich ehe ein sau worden denn ein christen. Luther 2, 238a; sol man denn zulassen, das eitel rülzen und knebel regieren? 2, 474a; solche tölpel und knebel. 6, 278b; die groszen groben esel, tölpel, knebel. 8, 208b; ein grober knebel ich noch bin. H. Sachs 5, 407b; grob in ihrem sinn und giengen wie die knebels hin. Ringwald evang. Gg 8b. 12@bb) als name gebraucht, wie Klügel (2) sp. 1281: hui, Peter Rülze und Victus Knebel, zeigt mir doch des ein enzelen buchstaben! Luther 3, 85a, anrede an Carlstad; und gehen so ruchlos (rücksichtslos) dahin 'ha, was gehet mich ein ander an? ich mag mit dem meinen handeln wie ich wil und das meine so thewr verkaufen als ich kan, wer wil mirs wehren etc.', wie junker Filz und Knebel auf dem mark (markt) thut. 5, 439a, er hat etwa einen kornverkäufer im sinne. so ist der name Knebel (schon 14. jh. Knebele weisth. 2, 214) eig. ein vergessener schimpfname, wie in gleichem sinne Bengel, Schlegel, Klotz, Keil, Klosz, Klüpfel, Klöppel, Knäufel, Knaur, Knaus, Knorr u. a., die alle auf dem wege zu namen geworden sind, wie Luther da filz und knebel braucht. 12@cc) noch Stieler 1340 nennt diesz knebel als gleichzeitig, nicht mehr Rädlein, Steinbach, Frisch, aber es gilt noch schweiz. Stalder 2, 114, Tobler 110b; auch ostfries. knävel, im brem. wb. aber knevel als scheltwort überhaupt. 12@dd) aber ostfries. auch noch junger starker kerl, kernbursche, selbst von thieren (aber auch gleich schelm). Stürenburg 114b. Frommann 4, 134, ditm. knewel ein groszer starker kerl, mekl. auch von thieren, z. b. Reuter läuschen 1, 247, und kerl überhaupt: dat's 'n rîken knebel, wie knast (2). nl. knevel ist vielmehr ein lustiger bruder (vgl. 9), schwed. knäfvel aber ein böser bube, der teufel (myth. 939), jenes auch knavel, knav Rietz 335a (zu knabe?). 1313) eine eigne ältere redensart knebel inne halten, schweigen, an sich halten, musz vom knebel im munde 5, e herrühren, sie zeigt wie häufig er einst im gebrauch war: Silenum, der nit mucket und helt knebel inne ... leszt es alles gut sein, was er redet und thut. Mathesius Sar. 14a; hielt an sich und den knebel inne (im lachen). Harnisch 259; aber knebel inne! 291, es mag der ruf sein der an die geknebelten ergieng, sich nicht zu mucken; ob schon der wirth sein bestes zum frieden sprechen wolte, muste er doch knebel inne halten, weil er leicht etliche tachteln hätte können davon tragen. Chr. Weise erzn. 231 c. 22. vgl.katze inne halten sp. 288 mitte. 1414) ein futterkraut, spergula arvensis, ackerspergel, langer knebel. Nemnich 4, 1338; er heiszt auch knöterich, eine art knotenspark, spergula nodosa, also von 10. 11, vgl. kniegras. 1515) kleine stücke bernstein, die zum drehen eben noch geschickt sind. Campe. von knebel 11?
15063 Zeichen · 331 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    KNEBELstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    KNEBEL stm. knebel. ahd. chnebil Graff 4,576. columbar sumerl. 3,51.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Knêbel

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Knêbel , des -s, plur. ut nom. sing. ein Wort, welches noch häufig von einem kurzen dicken Holze gebraucht wird. In …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Knebel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Knebel , Karl Ludw. von, geb. 1744 zu Wallerstein, diente zuerst im preuß. Militär, wurde dann in Weimar Hofmeister des …

  4. modern
    Dialekt
    Knebel

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Knebel [‘ X népl Pfetterhsn. Attenschw. ; Knépl Hi. Steinbr. ; Knèwl Hüss. u. nö. davon allg. ] m. kurzer Stock, Knüppel…

  5. Sprichwörter
    Knebel

    Wander (Sprichwörter)

    Knebel 1. Dat's rîken Knebel 1 (auch Knast). ( Mecklenburg. ) – Dr. Schiller's Ms. 1 ) Ein roher ungebildeter Mensch. (V…

  6. Spezial
    Knebel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kne|bel m. (-s,-) 1 (Mundknebel) bavaiöl (-öi) m. 2 (Spannholz) tler (-s) m . ▬ jdm. einen Knebel in den Mund stecken ti…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit knebel

59 Bildungen · 55 Erstglied · 3 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von knebel 2 Komponenten

kne+bel

knebel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

knebel‑ als Erstglied (30 von 55)

Knebelbart

SHW

Knebel-bart Band 3, Spalte 1485-1486

Knebelbauer

SHW

Knebel-bauer Band 3, Spalte 1485-1486

knebeldick

SHW

knebel-dick Band 3, Spalte 1485-1486

Knebelholz

SHW

Knebel-holz Band 3, Spalte 1485-1486

knebelach

Lexer

knebel·ach

knebelach stn. knäblach pl. coll. knaben Chr. 4. 280,21. 281,4.

knebelästlein

DWB

knebel·aestlein

knebelästlein , n. gleich knebel 3: darumm sihestu auch allwegen die knebelästlin, wann sie versetzt sein worden, ire rauhe art in andere li…

knebelbärtig

DWB

knebel·baertig

knebelbärtig , mit knebelbart. bei H. Sachs knebelbartet, von landsknechten: ir angsicht schrammet und knebelbartet. 1, 371 c (1590) .

knebelbart

DWB

knebel·bart

knebelbart , m. gedrehter schnauzbart, ' mystax ' Dief. 363 c ( von 1530), Maaler 246 c , zwickelbart Stieler 768 , moustache Rädlein 549 b …

Knebelbert

ElsWB

Knebelbert Pl.? Geiler Narr. 27 c . — Schweiz. 4, 1615.

Knebelbolz

RhWB

knebel·bolz

Knebel-bolz -bǫlt Mörs-Wallach m.: Stangenzaum, womit widerspenstige Pferde leichter gebändigt werden.

knebelchen

DWB

knebel·chen

knebelchen , n. flügel des schnurrbartes, s. knebel 6: dasz er ( der barbier ) dir auch alle tag den bart abschabe und das knebelgen in gems…

knebeleisen

DWB

knebel·eisen

knebeleisen , n. eisen, kräuseleisen zum brennen und drehen des knebelbartes. Adelung.

knebeler

DWB

knebeler , m. 1 1) lorarius Stieler 1340 , büttel, scherge, s. nl. kneveler in gleichem sinn unter knebel 9, der arme sünder ward bei der hi…

Knebeler I

SHW

Knebeler I Band 3, Spalte 1485-1486

knebelhaut

DWB

knebel·haut

knebelhaut , f. bei Logau, einem grobian beigelegt, s. knebel 12: Veit trägt eine flegelkap über einer knebelhaut. 1, 1, 24 .

knebelicht

DWB

knebel·icht

knebelicht , astrictus, astrictorius. Stieler 1340 , von knebel 5, d, knebeln. schweiz. kneblig, nd. knevelig ist grob, tölpisch, s. knebel …

knebelig I

RhWB

knebelig I Adj.: 1. -ęv- plump, roh, ungefällig, von Menschen Sieg . — 2. -ęw- lange dauernd, knifflich, von einer Arbeit Verbr. wie knebeln…

knebelig II

RhWB

knebelig II -ēb- = hart s. knäupelig bei Knaup III.

Knebel II

RhWB

Knebel II -ēb- = Knospe s. Knäupel bei Knaup III.

Knebel III

RhWB

Knebel III Allg., u. zwar Rhfrk, Nahe, Hunsr -īw- Sg. u. Pl. [ Birkf-Selb -īb-, Berschw -ib- ; NWWend -ēw-, –E- ; SOWend südl. Otzw NAlben E…

knebelîn

Lexer

knebelîn stn. BMZ dem. zu knabe Trist. Wolk. Troj. 381. 568. Apoll. 7071. Dan. 4127. W. v. Rh. 71,11. N. v. B. 130. Albr. 16,469. Leseb. 101…

Knebelio-Hendrichiana

GWB

Knebelio-Hendrichiana latinisierend iSv CLKnebel u (den Jenaer Stadtkommandanten) Hendrich betr Angelegenheiten 1) T3,110,3 v 2.1.05 1) am 2…

Knebelīt

Meyers

kne·belit

Knebelīt , Mineral der Olivingruppe, besteht aus kieselsaurem Eisen- und Manganoxydul (Mn, Fe) 2 SiO 4 , findet sich derb oder in breitstäng…

knebel als Zweitglied (3 von 3)

Stinknebel

RhWB

stink·nebel

Stink-nebel (s. S.) Nfrk, Jül-Hamb , Bergh-Harff Pütz , Schleid-Wollseifen , Birkf-Gollenbg m.: Höhenrauch.

Ableitungen von knebel (1 von 1)