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Schiebung

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
8 in 8 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Schiebung

Schiebung

schieben Vb. ‘durch Druck bewegen’. Die Herkunft der starken Verben ahd. skioban (um 800), mhd. schieben, aengl. scēofan, got. afskiuban ‘verstoßen, von sich wegstoßen’ (germ. *skeuban) und mnd. schūven, mnl. scūven, nl. schuiven, afries. skuva, aengl. scūfan, engl. to shove (germ. *skuban), ferner schwach flektierender anord. skūfa, skȳfa, norw. skyve ist ungewiß. Vielleicht sind sie verwandt mit Schub, Schaufel, Schippe (s. d.) sowie lit. skùbti ‘anfangen, sich zu beeilen’, skubùs ‘eilig, flink, emsig’, kslaw. skubǫ, russ. (landschaftlich) skubú (скубу) ‘zause, rupfe’ und an ie. *skeub(h)- ‘(flink) dahinschießen, schieben, stoßen’, eine Labialerweiterung der unter schießen (s. d.) angegebenen Wurzel anzuschließen. Die wohl aus der Gaunersprache stammende Bedeutung ‘Waren illegal an andere Besitzer bringen, vertauschen, (auf dem schwarzen Markt) unlautere Geschäfte machen’ (geläufig seit dem ersten Weltkrieg), zuvor in der Börsen- und Kaufmannssprache ‘Wechsel, Hypotheken zum Schein in andere Hände bringen’ (90er Jahre 19. Jh.), wird von Berlin aus verbreitet. Man vermutet, daß in Wendungen wie Kohldampf, Wache schieben ‘Hunger, Wachdienst haben’ nhd. schieben für rotw. schefften ‘sein, sitzen, liegen, machen, tun, arbeiten, gehen’ eingetreten sei; diesem liegt vielleicht jidd. jaschwenen ‘setzen’, hebr. jāšab ‘sitzen, bleiben’ zugrunde, doch dürfte rotw. schefften auf Grund seiner Bedeutungsbreite semantisch von schaffen beeinflußt sein; vgl. Kluge ²¹646. – Geschiebe n. bergmannssprachlich ‘Gestein, Geröll’ (17. Jh.), Geschübe (16. Jh.), Kollektivbildung zum Verb. Schieber m. ‘wer schiebt’ (18. Jh.), ‘junger Student, der sich während des Semesters heimlich nach Hause absetzt’ (17. Jh.), in der Technik ‘Werkzeug, mit dem etw. geschoben wird, verschiebbarer Verschluß’ (18. Jh.), aus der Gaunersprache ‘wer unlautere Handelsgeschäfte macht’ (Ende 19. Jh.). Schiebung f. ‘das Schieben’ (17. Jh.), ‘Intrige, Betrug’ (80er Jahre 19. Jh., aus der Gaunersprache), später allgemein ‘unrechtmäßiger Handel, unlautere Geschäfte’, besonders ‘ungerechtfertigte Begünstigung’.
2095 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    schiebungf.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +3 Parallelbelege

    schiebung , f. das schieben: schiebung volutio Schottel 1397 ; propulsatio Steinbach 2, 484 ; in der lagerung der schich…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schiebung

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schiebung , s. Elastizität , S. 590.

  3. modern
    Dialekt
    Schiebungf.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Schiebung f. : wie schd., Schiewung [ PS-Gersb , mancherorts].

  4. Spezial
    Schiebung

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schie|bung f. (-,-en) 1 (Ränke) manipolaziun (-s) f. 2 (Begünstigung) favoritism (-s) m. 3 (Schiebergeschäft) traficamën…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schiebung

2 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von schiebung

schiebeln + -ung

schiebung leitet sich vom Lemma schiebeln ab mit Suffix -ung, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von schiebung 2 Komponenten

schie+bung

schiebung setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schiebung als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von schiebung (1 von 1)

verschiebung

DWB

verschiebung , f. 1 1) dilatio, mora, intercapedo Stieler 1785 : wie kann also meine misz über die verschiebung einer ceremonie unruhig seyn…