katze,
f. felis, eins der merkwürdigsten und fragenreichsten wörter. II.
Die formen. I@11)
ahd. chazza,
mhd. katze,
nd. altfries. katte,
mnl. catte,
nnl. kat (
pl. katten),
nordfries. kât;
ags. cat
m. (
s. u.kater),
engl. cat;
altn. köttr (kattr),
gen. kattar,
gleichfalls m., daneben ketta
f.; dän. kat (
genauer hunkat '
siekatze', hankat '
erkatze',
kater),
schwed. aber katta
f. katze und katt
m. (hankatt)
kater. es reicht aber weiter, ja fast über ganz Europa: franz. chat
m., chatte
f., ebenso prov. cat
und cata,
span. gato
und gata,
it. gatto
und gatta,
auch neugr. γάτα und κατζί (
jenes it., dieses merkwürdig deutsch klingend)
; ferner irisch cat,
gael. cat, cait,
welsch câth,
corn. kat, kath,
bret. caz,
fem. cazes.
dann im osten und nordosten: russ. kot''
m. kater, koška
f. katze (kotik''
katerchen, kotja
kätzchen, kotišče
f. grosze katze),
poln. kot
m., kotka
f. (koci
n. kätzchen),
böhm. kot
kater, kotě, kuotě
kätzchen, auch kočka
katze, kocour, kocor
kater, ebenso wend. serb. kočka
und kocor,
letzteres mit der endung an die von kater
erinnernd; litt. kátẽ
katze, katas, katinas
kater (katéle, kataite
kätzchen),
lett. kattins (
und kakkis);
ferner finn. katti,
ehstn. kat,
lapp. katto,
auch georg. kati,
türk. kedy,
armen. citto.
endlich schon spätlat. catus,
bei Palladius, einem provinzialen, bei Isidor 12, 3, 38
als vulgärlat. bezeichnet (
die pannonische catta
bei Martial 13, 69
ist wol ein vogel, es steht unter lauter vögeln)
; die herkömmliche behauptung aber, dasz aus diesem catus
unser katze
und kater
entstanden sei, hält nicht stich vor jener europäischen übereinstimmung. merkwürdig auch schon im späteren griechisch, mit verdrängung des alten worts, wie in den roman. sprachen felis
verdrängt ward durch catus:
ὁ δὲ (
Simeon Stylites jun.)
αἴλουρον εἶναι, ἣν κάτταν ἡ συνήθεια λέγει.
Evagrius eccl. hist. 17, 23;
ein byzant. schriftsteller um 600
heiszt mit beinamen Σιμοκάττης,
Σιμόκατος.
Es wird nur die annahme übrig bleiben, dasz das wort ein uralter gemeinschaftlicher nordeurop. besitz ist, wie doch wol das thier selbst (
vgl. 2, 562 buse
katze:
engl. puss :
kelt. pus :
walach. pisícë
katze, und unser mîze
katze:
nordital. micio
m. micia
f. in der kindersprache :
böhm. mače:
walach. mëtzë :
tatar. mütsch
u. s. w.),
und wenn bei uns die lautverschiebung fehlt den auswärtigen verwandten gegenüber, so ist das nicht der einzige fall der art (
s. z. b. sp. 196);
der stamm ist namentlich bei uns so gut wie bei den Slaven und Littauern so heimisch entwickelt (
vgl. noch z. b. böhm. kotiti
schmeicheln, litt. kaczoti,
d. i. '
katzen',
s.kätzeln 3),
dasz auf beiden seiten entlehnung undenkbar ist, es wäre denn in vorgeschichtlicher zeit. I@22)
besonders selbständig und reich ist der stamm bei uns entwickelt; er zeigt ablaut in kater, katze : kitze, kieze : kutz (
s. z. b. sp. 296), kuter, käuder,
vgl. u. kater
und kätz.
er zeigt ferner eine bewegung in den consonanten (
s. dazu sp. 6
med.),
deren ursprung man in hohes alter verlegen musz, besonders in folgenden formen mit s: I@33)
altn. isl. heiszt die katze auch kisa
f., und es gab auch kisi
m. (Fritzner);
noch schwed. dial. kiss
m. kater, kissa
katze, s. Rietz 314
b;
ebenso finn. kissa
und kasi,
ehstn. kas,
nordtschud. kasi (Rietz 311
b).
und auch bei uns war diesz s
nicht fremd, es lebt noch in den scheuchwörtern unter kätz!
sp. 279.
vgl. ähnliches wechseln zwischen s
und t (z)
im wurzelauslaut oben 3, 1802. I@44)
so ist auch im anlaut wol eine consonantenbewegung anzunehmen erlaubt bei den formen hîze
f., und wieder auch hîse,
die z. b. in Sachsen gelten, man ruft sie hîz hîz!
und als nl. gibt Kil. hesse,
catus, felis; vgl. kaschen (
das im östl. Thüringen noch herscht, nachträglich bemerkt)
gleich haschen, hauern
gleich kauern
u. a. hätte denn wirklich der volksname der Hessen (
s. Grimm gesch. d. d. spr. 567),
alt Chatti, Chattae
eine beziehung zu dem katzennamen? der hessische wappenlöwe wird noch im 16.
jh., freilich spottweis, katze
genannt (
zeitschr. des vereins f. hess. gesch. 4, 13, B. Waldis
klagelied herz. Heinrichs v. Braunschweig herausg. von Mittler
str. 17, 7),
war er doch etwa urspr. eine katze? das thier war ja der Frouwa heilig (II, 4,
c sp. 287). I@55)
bemerkenswert ist auch eine länge des vocals, die sich mundartlich zeigt, z. b. in Sachsen kâz
f. (
Groitzsch), kæz (
bei Lützen), koaz
und kôz (
Wildenfels)
; s. dazu die entsprechenden formen unter kater (
das thür. kâzer
dort ist auch henneb. Frommann 4, 314, der kâz
auch in Brünn)
und kätz! I@66)
ferner gibt katze
selbst noch fragen auf, nicht blosz in dem merkwürdigen verhältnis zu kater.
das ahd. zz
wird einst einfach gewesen sein, wie das t
in kater;
so erscheint denn wirklich einmal ahd. cazo Graff 4, 536,
das doch wol den kater bezeichnet, dem heutigen katz, kâz
kater sp. 274
in der hauptsache entsprechend. das zz
aber deutet auf eine ableitung, etwa mittelst j,
das freilich umlaut hätte wirken sollen; aber der zeigt sich vereinzelt wirklich, wie in dem kæz
vorhin, in dem scheuchruf kätz (
und käsch, kæz),
so im altn. ketta
f., norw. kjetta,
schwed. dial. kätta Rietz 314
a,
und auch hd.: jâ wölte ích nit einem hunde oder einer ketzen fluochen .. sô dû fluochest aller der werlte. Berthold 63
Kling (katzen 267, 33
Pf.); S. Brant
entschuldigt ironisch einen schlemmer, der mit bloszer hand ins salzfasz greift: ein geweschne hant ist vil besser und süferer dann ein messer licht, das man erst usz der scheiden zücht und man nit weiszt zuo manchen stunden, ob man ein kätz mit hab geschunden.
narrensch. 110
a, 182,
s. katzenschinder;
an eine kätzin zu denken ist beidemal kein grund. der umlaut scheint nicht durchgedrungen vor dem zz, tt. I@77)
endlich ist erwähnenswert ein merkwürdiges 'zaza
pilax'
sumerl. 63, 36 (11.
jh.)
; zwar scheint auch da nur das z
der zweiten silbe nach vorn gewirkt zu haben, wie in den beispielen u. K 4,
c sp. 4,
aber noch heute heiszt das thier schweiz. auch zitz (zid)
und mit zitz!
oder zi!
ruft man sie. das z
für k
auch bei Philander
unter katzenkopf. I@88)
noch andre namen des thiers gelten besonders in der haus- und kindersprache, s. oben buse, mîze,
schwäb. katzebuse;
auszerdem z. b. thür. wînze,
bair. mudel,
hess. baunsch. IIII.
Gebrauch. II@11, II@1@aa) Katze
f. ist gesamtname für beide geschlechter (
epicoenum),
wie nord. köttr
m.; wo diese zu unterscheiden nötig ist, gilt kater
als m., fürs weibchen kieze.
doch bezeichnet auch katze
allein das weibchen (
deutlicher zuweilen kätzin),
wie umgekehrt katz (katzmann)
landsch. den kater. wilde katze, wildkatze,
die nicht bei den menschen lebt, im garten, im walde: o du (
mädchen) weisz wie kanienchen, geschlank wie ein englisches windspiel, aber auch scheu wie ein wiesel und wild wie die kaze des waldes. Voss (1825) 2, 69. hauskatze, zahme katze, maikatze, maikätzchen, cyperkatze;
dann bisamkatze (biesenkatze Stieler, Steinbach)
gazella, genetkatze, zibetkatze, meerkatze
u. a. II@1@bb)
Die katze
hat den gesamtnamen hergegeben für eine ganze gattung von raubthieren, das katzengeschlecht,
die naturkunde spricht von löwenartigen katzen, tigerkatzen, pantherkatzen, luchskatzen;
löwe, tiger, leopard, panther u. a. heiszen katzen (
vgl. dazu katzenritter): und herum im kreis, von mordsucht heisz, lagern sich die greulichen katzen. Schiller 70
b.
Auch im volksgebrauch ist katze
wie eine allgemeine bezeichnung auf andere thiere ausgedehnt worden, ditmarsisch heiszt die äffin apkatt,
wie dän. abekat,
bair., östr. das eichhörnchen aichkatzl,
wie rhein. katzeichelche, katzeicher, katzeneicher Kehrein 219,
ostfries. kattekkerken,
ditm. kateker,
auf Bornholm der igel jylkat
igelkatze, schwed. igelkott;
die weibchen des murmelthiers heiszen katzen (
im bair. gebirg, die männchen bären),
im Salzburger gebirg das murmelthier überhaupt mangelkatz Schm. 2, 599,
der iltis elkatz, elbkatze
Fromm. 2, 319. teufelskatze
raupe s. sp. 287.
nd. maikatt
maikäfer Simrock
kinderbuch nr. 309. II@22)
Die hauskatze hat mit ihrem thun und treiben und nach ihrer stellung im hause der sprache vielen stoff geliefert. II@2@aa)
sie miaut, maut,
auch maunzt, maunscht, knaunzt, naut, mauset,
daher in der kindersprache miaukätzchen
u. a.; sie schnurrt, spinnt
in behaglicher zutraulichkeit, sie schnauft, pfuchzt, prûstet (
s. unter kater), spuckt, geifert
im zorn, heult, queilt
in schmerz und wut; sie leckt
und putzt sich,
ist reinlich (
s. katzenrein), schmiegt sich
u. s. w., und ziemlich alles das hat häusliche redensarten erzeugt: und o! wie die kaz' auf dem tritte des tisches schnurrt und das
Pfötchen sich leckt, auch bart und nacken sich puzet! das bedeutet ja fremde nach aller vernünftigen urtheil! Voss (1825) 2, 150.
trotz ihrer reinlichkeit scheut sie das wasser, daher sich wie die katze waschen,
so, dasz man dem wasser möglichst aus dem wege geht, auch 'einen katzenwasch machen'.
sie macht einen buckel, buckelt
beim schmeicheln oder erzürnt, s. katzenbuckel.
sie schmeichelt sich an wie kein andres thier, daher von einem kinde das so thut, 'du bist ein rechtes schmeichelkätzchen';
sie ist aber falsch dabei, daher falsch wie eine katze, katzenfreundlich: keine katze so glatt, sie hat scharfe nägel.
besonders häufig in der redensart böse katzen die vornen lecken, hinten kratzen Frisch 1, 505
b. Stieler 935: hüt dich vor den katzen die vorn lecken und hinden kratzen.
de gener. ebrios. 15; ein weis mann meidet solch falsch katzen (
menschen) die voren lecken, hinden kratzen. H. Sachs 5, 327
d; ich bin eine der falschen katzen die bedes lecken und kratzen kan. J. Ayrer 416
b; hel (
glatte) katzen die vornen lecken und hinden kratzen. S.
Frank spr. 1, 48
a; sihestu ir (
der welt) auf den mund, so ist nichts frömmers auf erden, da ist sie so ein helle katz und kan ein feldgeschrei machen von Christo.
ders. parad. 118
b.
sie ist in ewigem kriege mit dem hunde, daher 'sie leben zusammen wie hund und katze',
z. b. von eheleuten: wir zwein wissen zwei gesleichte, die sich underhassent (
gegenseitig hassen) reichte als katzen ind hunde. Hagen
köln. chron. 4056. II@2@bb)
sie stellt den mäusen nach und wird im haus gehalten als lebendige mausfalle (mausekatze): der katzen spiel ist der meuse tod. Luther 6, 332
a.
br. 4, 592; der catzen scherz ist der mäuse tod. Schottel 1114
a. mit einem spielen wie die katze mit der (
sterbenden) maus: wilt du aber den (
unreinen) gedenken stat geben und mit inen als ein katz mit einer maus spilen, entpfahest du den schaden davon, ist dein schuld. Keisersberg
irr. schaf B 3
a; es spilt der teufel mit den menschen wie ein katz mit der maus, dann wann die katz ein maus gefangen hat, spilet sie ein zeit mit ihr, aber nach vollendtem gejaid und spil friszt sie die arme maus. Albertinus
narrenhatz 410; die katze spielt mit den mäusen wenn sie satt ist. Simrock
spr. 5475.
Mephistopheles: für einen leichnam bin ich nicht zu haus, mir geht es wie der katze mit der maus. Göthe 12, 24. die kacz leszt ires mausens hart. Behaim
Wiener 366, 2; art leszt von art nicht, die katze leszt ires mausens nicht. Agricola
spr. nr. 131,
er beruft sich in der erläuterung hauptsächlich auf Markolfs schwank (
vgl. Kurz zu B. Waldis
Es. 2, 22). dieweil Salomon ein katze hat die im aus gewonheit das liecht hielt bei nacht, da brachte Marcolfus etliche meus zuwegen und kam des abends zu Salomon und liesz erstlich ein maus laufen, und so bald die katz der maus gewar warde, tapt sie ein wenig darnach .. da aber die ander und dritte maus fürüber lief, liesz sie das liecht fallen und lief inen nach; Vintler
erzählt das als beleg des sprichworts unart koppet in sein art,
s. Haupt 9, 83.
auch jenes findet sich sprichw.: denn wens zum treffen und zur not kompt, so findet sich doch die art (
naturanlage), das sie nichts tügen, und leszt die katze das liecht fallen und leuft der maus nach. Luther 6, 141
a.
dasselbe nordfries. von '
Salomons katze',
die ihre handlung mit dem spruch rechtfertigt '
natur geht über die lehre',
s. Haupt 8, 376,
dazu s. 356 so klûk üs (
als) Salomon sin kât.
geistreich verwandt ist diesz verhältnis zwischen katze und maus in sprüchen wie die: Johann, spann an, drei katzen voran, drei mäuse vorauf, den Blocksberg hinauf.
kinderspruch (
Harz),
vgl. Simr.
kind. no. 65; doch wer mit katzen ackern will, der spann die mäus voraus, so geht es alles wie der wind, so fängt die katz die maus.
wunderh. 3, 217;
schwäb. 'setz die katzen an und jag die mäus voraus!',
wenn etwas nicht vorwärts will. der scherz ist gewiss alt. der mit katzen gen acker fert, der egt mit meusen zuo. Uhland
volksl. 103,
Garg. 50
b (81),
vgl. u. gauch. II@2@cc)
auch aus einer fabel stammt die redensart der katze die schelle nicht anhängen wollen,
periculum nolle subire ob bonum publicum. Frisch 1, 505
b; wer wil der katzen die schell anhenken? Schottel 1127
b,
er erklärt es so (
s. Boners
fabel 70): die meus haben einen reichstag gehabt, wie sie vor den katzen genäsen, und nach langen raht funden sie dasz sie jeder katzen ein schellen wolten anhenken, so wüste die gewarnete maus durch das klingen, in die löcher zufliehen. der raht gefiel ihn allen, da wischet aber ein alte erbare maus herfür, sprechend: der raht were gut, wer wil aber der katzen die schellen anhenken? da war niemand gefunden und all ihr raht und anschlag zu nichte. alle doctores mochten mich nicht basz geleren, du kanst der katzen die schellen anpinden. Rosenblüt
bei Göz,
H. Sachs 3, 182,
ein bischof sagt es zu seinem narren der ihm kühne wahrheiten gesagt hat, er wünscht sich noch einen, der der katzen die schellen anpunde und frolich die warheit getorst gesprechen.
das. 183. 'gfarlich rat', wer wil der katzen die schellen anhenken? S. Frank
spr. 2, 123
a; es wolt aber keine der katzen die schelle anhenken. Mathesius
Sar. 140
a; manch narr der richt usz jederman und henkt der katzen die schellen
an. S. Brant
narr. 110,
schon allgemeiner '
beschuldigt ihn öffentlich, bringt ihn ins gerede',
als wäre er die katze in der fabel, die mäuse dabei sind aber vergessen; wenn die katzen mausen, hängen sie keine schellen
an. Simrock
spr. 5472. II@2@dd)
die katze hat scharfes gesicht und gehör: nimm die augen in die hand und die katz aufs knie, was du nicht siehst das sieht die. Simrock
spr. 5514; nem et aug en de hand, de katz op dat knee, wat do nit sühs, dat süht de. Weyden
köln. sprichw. s. 10; bind de katte vort knee, sust du nig, so sut de.
brem. wb. 2, 752.
sie ist meisterin im klettern, daher: er klettert wie eine katze; der schornsteinfeger läuft auf dem dach hin wie eine katze; erklettert die bäum wie ein katz.
Garg. 179
b (330).
sie fällt hoch ohne schaden, es heiszt sie fiele allemal auf die füsze: auf die füsze fallen wie eine katze,
agilem esse in periculo. Frisch 1, 505
b; liesz ihn also hinab fallen und ful ér hernach, beide auf die füsz wie die katzen und wie die ... bleiene holderzwerglin.
Garg. 253
a (477); (
der kleine Gargantua) ful nur allzeit auf den ars, wie die katzen und herren auf die füsz. 120
b (217),
also auch sprichw. katzen und herren fallen immer auf die füsze,
kommen in der gröszten gefahr ohne schaden davon: wie die katz, wann sie aus einem hohen fenster hinab geworfen wird, auf ihre füsz felt und nicht beschädigt wird, also, ob schon die reichen und grosze herrn fallen und ihrer digniteten und embter entsetzt werden, so helfen ihnen doch ihre füsz, ihre schmiralia, gute freund und hofaposteln, und werden also weder beschedigt noch bekehrt. Albertinus
schaw- und tummelpl. 300;
bair. die katze fällt auf die alten füsze,
es bleibt wieder einmal beim alten, alle gewalt kanns nicht ändern. sie hat ein zähes leben,
nach dem sprichwort sogar neun leben (Simrock 5505),
wie Mercutio zu Tybalt (
s. unter kater): good king of cats, nothing (
will I) but one of your nine lives. Shakspeare
Rom. a. J. 3, 1.
daher 'er hat ein leben wie eine katze, ein wahres katzenleben'. II@2@ee)
sie ist vorsichtig und mistrauisch, sorgt umsichtig für ihre haut, daher: darum herum gehn wie die katze um den heiszen brei,
lüstern und zögernd, lauernd umschleichen, daran wollen und nicht wollen; darumb gehet (
der schwermergeist) umbher wie die katz umb den heiszen brei. Luther 3, 441; giengen also insgesamt um den sarg herum, wie dem gemeinen sprichworte nach die katze um den heiszen brei.
Felsenb. 4, 371; er (
Goeze) hätte zugleich die katze und den eber gespielt? die katze die um den heiszen brei gehet, und den eber der blind auf den spiesz rennet? Lessing 10, 129.
ähnlich: drei tag das schieszen imer werd (1547
bei Ingolstadt), den kaiser auszutreiben, gleich wie die katzen umb den herd thetens sich umbher reiben. Soltau 2, 218. II@2@ff)
sie gilt aber für so wesentlich im hause, dasz sie selbst im ärmsten, elendesten hausstand nicht fehlt, vgl. rechtsalt. 588. Pf.
Germ. 4, 145: derhalb bin eingerunnen ich, das die katz ist mein bestes vich, und steck in armut, groszer schuld. H. Sachs 3, 1, 237
b und oft (3, 2, 8
a. 74
b), (
vgl. die flöch die seind ir bestes vich Uhlands
volksl. 723); unser haus ist von gesten öd, wir müszn schier essen mit den katzen. 3, 3, 73
d; da (
bei einer nachlässigen frau) wird nichts in das haus gezecht, sonder alls glassen aus der echt (
acht), dann wird die katz das beste vich. 5, 332
b; also wo das weib lang bleibt aus, wird das best viech die katz und maus. Fischart
ehz. 445
Sch.; hierbei war mein herr sicher, soff, frasz, spielete, faulenzte, bisz hund und katzen das beste vih waren. Philander (1650) 2, 159. ich habe zwar hochzeit gehalten, aber so schlecht (
einfach) und so still, dasz es auch die katz am herd nicht gewar worden. Weidners
Zinkgref 3, 155. II@2@gg)
aber auch als verächtliches thier: er (
Franz Moor) hat das prävenire gespielt, steckt eure schwerter ein, hier liegt er wie eine katze verreckt. Schiller 140
b; dessen namen noch keine katze kennt, geschweige ein mensch. J. Paul
Fibel 2; widrigenfalls gefallen wir keiner katze.
uns. loge 1, xvii (ix); dasz sonst viele gäste hierher kamen und jetzt keine katze. 3, 69; vergleichungen seiner jezigen lachenden lage im Haslauer Rosenthal mit seiner sonstigen im Leipziger ... wo ihn (
Walt, d. h. hier J. Paul selbst) auszer den wenigen, die er nicht richtig bezahlen konnte, fast keine kaze kannte.
flegelj. 1804 1, 231.
daher sich keine katze dünken lassen,
sich für was rechts halten: ich kenne einige meister, die sich im spielen keine katzen dünken lassen. Mattheson
kleine generalbaszschule 55; unser eins ist auch keine katz. Göthe 57, 163.
daher: darf doch die katze den kaiser ansehen (
vgl. bei Heller
holzschneider 84
einen angeblichen ursprung des sprichworts); die katze sieht den bischof an, ist doch ein geweihter mann. was weisz die katze vom sonntage?
abfertigung eines vorlauten rates (
Leipzig).
Für sie ist zum futter das schlechteste gut genug, die reste des mahls (
vgl. katzenfisch, katzentisch).
daher 'das ist der katze, ist für die katze'; das gehört der katz,
verdient verworfen, ausgeschossen zu werden. Schm. 2, 345;
götting. dat gêw ek der katten,
geb ich verloren Schambach 97
b,
schweiz. er wirt si sach nit der chaze gä,
proprium commodum non negliget. Fromm. 2, 371
a: mir nit, der katzen solich theure suppen (
zu) essen! Schade
sat. u. p. 3, 176; sie (
Goezens antwort) enthält auch einen zum drittenmale aufgewärmten brei, den ich längst der katze vorgesetzt habe. Lessing 10, 176;
aber auch von menschen dem tode nahe, der gehört der katze. Schönwerth
Oberpfalz 1, 357.
Das geschrei, geheul der katzen, besonders der balgenden, gilt als die böseste musik, s. katzenmusik, katzenconcert: und tanzen nach der katzen gesang. Rosenblüt
in den fastn. sp. 1104. II@2@hh)
weitere redensarten und sprichwörter: die katz lauft im den ruggen auf,
er hat wol ze schaffen gewunnen, adductus est in summas angustias. Maaler 241
a; es lauft ihm die katze den buckel hinauf,
sentit periculum praesens et timet majus. Frisch 1, 505
c; da fieng dem wirt erst an die katz den rücken aufzulaufen, er wust nicht wie er seinen sachen thun wolt. Wickram
rollw. 68
b; da ward er gewar das leut vorhanden waren, erst lief ihm die katz den rücken auf, denn er sorget es weren mörder. 82; botz hundert tausent regiment, die
knebel förchten sich rechtsinnig, die katz lauft in den rucken auf, es trämt ihnen vom teufel.
Garg. 218
a (407); dasz ihnen die katz in alle macht den rucken hinauf lief und anfiengen als vor eim gewissen tod zufliehen. 256
b (484); griff der vornehmste (
geist) selbst an das deckbett, solches aufzuheben und mich mit gewalt auf den stul zu setzen, da kan jeder wol denken wie mir die katze den rücken hinauf geloffen.
Simpl. 1, 617. 296.
noch schweiz., schwäb., fränk., vgl. katzangst. II@2@ii)
vom appetit der katzen. nach fischen: die katze esze wol fische, sie will sie aber nicht fangen (
aus wasserscheu). Stieler 934. Frisch 1, 505
b; diu kaz den vischen ist gefær.
LS. 3, 521; ain katz nit gern vischet tief in dem wâg. 561.
oft in kindersprüchen, z. b. zwei gebackne fische lagen unterm tische, kam das kätzchen, wollte lecken
u. s. w. (
Leipzig).
nach speck: man jagt die katze zu spät vom speck, wenn er gefressen ist; die katz wirft an den pachen (
speckseite), ob si mit lustigen sachen müg behangen dar
an. fastn. sp. 405, 10; freigebig ist der mit seinen schritten, der kommt von der katze speck zu erbitten. Göthe 2, 241. das heiszt schmer von der katze kaufen Simrock
spr. 5496
a,
in der Schweiz von einem der aus geiz sich beim handel anführen läszt, s. Fromm. 2, 371
a,
also ähnlich wie 'dem schinder die keule abkaufen' (
sächs.).
fränk. aber da kauft man der katz s' schmär ab,
das ist nicht feil. Fromm. 6, 318.
nach käse: das ist der katz den käs anvertraut. Simr. 5496; wenn man die katze auf den käse bindet, so friszt sie nicht. 5495; die katz über den käs kommen lassen,
sich die jungferschaft, das ehrenkränzgen nehmen lassen. Rädlein 528
a,
vgl. sp. 279.
dagegen: die kuh klotzet ein neu thor, kaiser und könige, und die katz einen käs an, frisset ihn darumb nicht.
interim 142;
auch von der katze
übrigens, wie von der kuh: indem ich sie so (
erstaunt) ansahe wie eine katze ein neu scheunthor.
Simpl. 1, 22.
sie liebt den baldrian (
s. katzenbaldrian): das sich die seu wurden umb in reiben, als umb den paldrian die katzen.
fastn. sp. 215, 31.
sprichw. die katz ist hungrig wenn sie ans brot geht; der katze die den spiesz leckt, vertrau den braten nicht; es ist zuviel von der katze begehrt, dasz sie bei der milch sitze und nicht schlecke; die katze will auch bratwürste; geschäftig wie eine katze die sieben töpfe zugleich zu lecken hat (
anders sie hat so notwendig wie die katz im kindbett,
fränk. Frommann 6, 318); er weisz wo die katze in teig langt (
ist listig). Schmid
schw. wb. 622. II@2@kk) die katze im sack kaufen, '
nemlich an statt eines hasen' Frisch 2, 140
c,
nl. eene kat in den zak koopen,
frz. acheter chat en poche,
ital. comprare (vendere) la gatta in sacco,
unbesehen etwas erhandeln, annehmen, sich aufbinden lassen: es ist etwas sonderbar, unbesehen und nach dem alten sprichwort die katze im sacke zu kaufen. Mylius
in Merks briefs. 2, 53; 'für sie habe ich einen bräutgam im schubsack'. nun so ziehn sie das männchen hervor, denn die kaze im sak kan ich doch nicht kaufen. Hermes
Soph. r. 6, 236; heraus mit der wilden katze aus dem sack! Simrock
spr. 5513; raus mit der katz ausm sack!
her damit, lasz sehen. Schm. 2, 345.
appenz. e chatz im sack ha,
etwas verborgnes haben. Tobler 91
a. und es war vielen so angst, dasz es einer katze im sacke nicht also sein könnte. Pestalozzi
Lienh. u. G. 2, 33. II@2@ll) da ist der katz gleich gestreut,
der sache gleich abgeholfen. Schmeller.
von einer buhlerin heiszt es: sie kan gar wol den katzen streln. H. Sachs 1, 516
d (1590 387
b),
schmeichelnd betrügen, man kirrt die katzen mit streicheln (
vgl.kauz 3).
sprichw. die katze ist gern wo man sie strählt (streichelt),
man hört gern sich loben. II@2@mm)
von einem der zerzaust, zerkratzt kommt, heiszt es, er sei unter den katzen gewesen;
so zu einem, der zerkratzet und zerkrelt
von einem zank mit der frau kommt: den grüszt ich und zu red ihn stelt, wo er gewest wer untern katzen. H. Sachs 1, 519
c (1590 389
a); (
zugerichtet) als wann ich unter denen katzen gewesen.
unw. doctor 643; im gesicht war er verkratzt als ob er mit den katzen gessen hätte. Philander 1650 2, 343;
vgl. katzensoldat. II@2@nn) es gilt der katze (um) den schwanz (
der ihr ausgesetztester körpertheil ist),
es geht hart an den leib: auf dasz erfunden werden die langen lügen und betrug, so biszher von euch geübt worden, und sehet euch nur umb, es musz der katzen den schwanz gelten, noch mehr dazu. Paracelsus 1, 371
b. es ist auch nicht allzusicher, die katze bei dem schwanze aus dem ofen zu ziehen. Lessing 1, 326; mit wenig witz und viel behagen dreht jeder sich im engen zirkeltanz, wie junge katzen mit dem schwanz. Göthe 12, 107. II@2@oo)
katze im heu: es müsse eine andere katz im heu sitzen.
franz. Simpl. 1, 232,
wol '
eine andre bewandtnis haben'.
rätselfrage wo sitzt die katz im heu? (wo sie den schwanz rausstreckt). Birl.
Augsb. wb. 273
a.
ital. gatta ci cova,
da steckt etwas dahinter. II@2@pp) davon gehn wie die katze vom taubenschlage, (
nach vollbrachtem schaden)
ungesehen sich fortschleichen: derhalben ziehen wir nun mit ehren ab wie ein katz ausz dem taubhaus. Fischart
bien. (1588) 177
b; mit gutem gewissen wie die katze vom taubenschlage. Körte
sprichw. 2154. II@2@qq) bei nacht sind alle katzen grau (
auch nl., franz., aber nd. swart Schamb. 97
b),
die nacht verwischt die unterschiede, deckt schäden und blöszen zu; der spruch wird z. b. zur entschuldigung für misgriffe oder zu allerlei trost gesagt, wer z. b. abends einen schlechten rock anzieht, oder wenn einer ein häszlich weib heiratet: wer kennt den schelm in tiefer nacht genau? schwarz sind die kühe, so die katzen grau. Göthe 41, 21. II@2@rr)
noch viele andere sprichwörter. ich glaube wol, sie haben mich aufrichtig geliebt, aber, mein lieber Revanne, die katze weisz wol wem sie den bart leckt. Göthe 21, 91,
liebe will lohn. vernaschte katzen machen achtsame mägde,
quae nocent docent. Frisch 1, 505
b.
besonders bei Simrock 5458
ff. (
in auswahl): läszt sich die katze streicheln, ist sie schon mehr bei leuten gewesen; liesze die katze das mausen, so bliebe der kater drauszen; gestohlne katzen mausen gern; wer mit katzen jagt, fängt gern mäuse; es sind so gute katzen die die mäuse verjagen, als die sie fangen; gute katzen mausen daheim und in andern häusern; wil die katz nit mausen, so laszt sie drauszen. Fischart
bien. 1588 51
a a. r.; schlafender kaczen loft die wachent mus selten in daʒ mul, si gin denn uf. Karajan
Maxim. I. jagdbuch Wien 1858
s. 84, 14.
jh., auch bei Birlinger
Augsb. wb. 272
b; üble katze so nicht von selber maust; katze die mausen will, wird nie miauen; hat die katze junge, so lernt sie mausen; katz aus dem haus, rührt sich die maus; wenn die katze aus dem hause ist, springen die mäuse über stühl und bänke, 16.
jh. wa die katzen uszerm haus, so raihen (
tanzen) die meus. Pf.
Germ. 4, 68,
mhd. als diu katze ûʒkumet, sô rîchsent die miuse Berthold 85, 6,
angewandt schon wie jetzt auf dienerschaft und herrschaft; wer wilde katzen fangen will, musz eiserne handschuhe haben; setz eine katz in ein vogelhaus, es wird kein zeislein daraus; bring eine katze nach England, sie wird miauen,
bei Stieler man füre eine katze in Engelland, so wird sie doch miauen; wenn die katz einmal einen vogel friszt, so musz sie immer hören 'katz vom vogel' (
s. kätz); willst du lange leben gesund, isz wie die katze, trink wie der hund; reist eine katze, so kommt ein mäusfänger wieder (
vgl. unter gans); gebrühte katze scheut auch das kalte wasser (
auch franz.); grindige (unnütze, sterbende, versengte) katzen leben lange; todte katzen beiszen auch die mäuse; die katze list in der bibel (
vgl. sp. 285).
s. noch unter 5.
eigen bei Denzler zur katzen schenken,
einen ersten fehltritt nachsehen. II@33)
Für katzenpelz, wie fuchs, marder, zobel
u. s. w.: an statt der otter und der katz steck ich die hand in meinen latz, an statt der rosen knüpf ich zu mit stroh und baste meine schuh. Finkelthaus
bei Gödeke, 11
bücher d. d. 1, 304
b, 20. II@44)
Von andern lebenden wesen. II@4@aa)
von einem alten schlechten pferde 'die alte katze',
vgl. katzengeschirr,
bair. im spott von einem kleinen pferde; von kleinen flinken pferden sagt man, sie laufen wie die katzen.
vgl. die guldîn katze Walthers 82, 17 (Pfeiffer
s. 233),
ein nettes, kleines falbes ross? s. auch sp. 282. II@4@bb)
von menschen; schmeichler nennt man wol katzen,
vgl. sp. 282
unten, hofkatze 123,
zänker heiszen haderkatzen (disputierkatzen
Simpl. 2, 273).
aber besonders von alten oder bösen weibern: o weib, o weib, du böse katz, ich hab für dir kein sichern blatz, zerkratzt mir oft das angesicht mein, der teufel soll dein lohner sein. Körner
hist. volksl. 244; ein mancher meint er hab ein schatz, so ists ein garstig wüste katz.
Simpl. 1, 366; und um die wilde katze (wild cat) wollt ihr frein? Shaksp.,
der widerspänst. zähm. 1, 2, wann er eine solche wilde katze an sich hangen wird. Köhler
kunst über alle künste 37, 16; in jedem nonnenkloster ist jede alte katze Beelzebub. Zimmermann
einsamk. 2, 249. II@4@cc)
das hat zum theil mythologischen hintergrund. in sagen und märchen erscheinen kater und katzen, namentlich schwarze, oft als unheimliche wesen mit bösen glühenden augen, der teufel nimmt sich ihrer an wie seines gesindes (
z. b. bei E. Meier
schwäb. sagen nr. 185),
sie dient ihm dafür (
zeitschr. f. myth. 2, 243),
er erscheint selbst in ihrer gestalt (
das. 2, 63),
vgl.katzentrunk,
und als '
höllenkatze': des furht ich daʒ in kratze diu helleclîchiu katze.
Martina 47, 106,
er hât alsam ein katze gran (
barthaare) Haupt 8, 277.
katzen sind hexen (
myth. 476),
hexen verwandeln sich in katzen, reiten auf katzen, mädchen werden von zauberern zur strafe in katzengestalt gebannt: wie manche katze warf er in die ofenglut, liesz sie darin elendiglich verbrennen, und tadelte ihn jemand drum, sprach er mit lachen 'ei was schadts? wer weisz obs keine hexe war'. Musäus
kinderkl. 105.
Vor alters aber war die katze der göttin Frouwa heilig, s. myth. 282. 1013. 1051,
vgl. unter kater.
daher heiszt es noch in der Wetterau, in Pommern (Dähnert 221
a),
wenn eine braut zum hochzeitstag schön wetter hat, die hat die katze gut gefüttert,
das thier der liebesgöttin (
vgl. katzenliebe 2); wer katzen gerne hat, bekommt eine schöne frau. Schönwerth
Oberpf. 1, 356,
das. verliebt wie eine katze (
auch frz., it. u. a.).
daher rächen katzen im hause entweihung der zwölf nächte (Rochholz
Schweizersagen 1, 152
fg).
späte spuren eines förmlichen katzencultus (
myth. 1019)
s. z. b. zeitschr. f. myth. 2, 239,
vgl.katzenküsser.
So muszte schon darum die katze den bösen wesen anheim fallen; sie heiszt als solches auch donneraas, wetteraas,
was sich aus einer angabe Stielers 935
näher erklärt: eine alte katze,
anus, eine alte donner-
und wetterkatze,
vetula saga quae arte magica tonitrua ciere potis est (
vgl.kochen 6).
eine unhulde
bei H. Sachs 1 (1590), 398
d: die fünft sprach 'mein kunst ob euch ölln, kan mich in ein katzen verstelln'.
gehört hierher das kätzchen
im kinderspruch das aufgefordert wird die wunden zu heilen? in der Schweiz heiszt die raupe teufelskatze Stalder 1, 276,
schmetterlinge aber stehn den elben und hexen nahe (
myth. 1027. 981. 1028),
das engl. caterpillar,
raupe, enthält also vielleicht den kater? vgl. lombardisch gatta, gattola
raupe, helgol. skadenkater
mistkäfer Fromm. 3, 33
b,
vgl. maikatt
maikäfer sp. 282.
immerhin könnte auch in kätzchen
für mädchen die hexe mit nachklingen und urspr. unterliegen, ein schnippisches und gewitztes, überlegenes mädchen nennt man ja auch eine kleine hexe, ein wettermädchen.
mythisches zeigt die katze auch insofern, als ihr niesen für wahrheitbestätigend galt: dir hât diu katze niht genorn. Helbling 1, 1393,
s. mythol. 1070.
engl. cat,
nl. kat
ist auch hure, s. kotze,
kammerkatze. II@55)
Einige redensarten mit katze
müssen aus rechtsgebräuchen ihren ursprung haben. so II@5@aa) die katze heben: wenn einer ein sölchen hunt (
wütenden dorfrüden) hett mit im loufen, und etwan durch ein dorf gat, so muosz im alles dʒ garnen und die katz heben alles dʒ eim solchen wütenden, waltschelligen hunt fürkümpt, dʒ hett den hals verlorn. Keisersberg
bilger 140
b; wo si solche red von dir innen würden, du mstest sicher die katze heben, si würden dich warlich für ein kätzer verbrennen laszen. Schades
sat. u. pasq. 3, 173,
wortspiel mit katze
und ketzer; ich sagt manchem die warheit eben, noch must ich zletzt die katze heben. Murner
schelmenz. 21
b;
alles schon in angewandter bedeutung, sich übles gefallen lassen, herhalten müssen, als zielscheibe dienen. da man doch für den eigentlichen sinn an eine wirkliche katze zu denken hat, so scheint es eigentlich eine ehrenstrafe zu sein, ein seitenstück zu dem hundetragen,
dem edle unterlagen (
rechtsalt. 715). heben
bedeutet durch verwechselung mit haben
auch halten, katze halten
musz eigentlich mit katze heben
ganz oder ungefähr dasselbe sein: wehrt euch, ir müst ein katzen halten. H. Sachs 4, 3, 51
c; die trabanten und soldaten warlich dort her an uns gerathen, den müssen wir ein katzen halten. J. Ayrer 389
a,
wol '
es wird uns schlimm ergehn',
wir müssen still halten, wie etwa einer der irgendwie strafweise eine katze hielt unter dem hohn der versammelten menge? wir hielten so wol (
wie) ihr die katzen. Weller
lieder des 30 j. kr. 148,
wir haben so gut wie ihr herhalten müssen, es ist uns ebenso schlecht gegangen. was habt ihr nun von euren truz, ihr rebellanten, doch vor nuz? ihr müst die kaze halten. Soltau 2, 402,
so wird 1664
dem eroberten Erfurt gedroht. henneb. heiszt katz halten
stille halten, harren und dulden. Reinwald 1, 77.
vom ruhigen, aber gezwungenen aushalten in einer schlimmen, gefährlichen, peinlichen lage: muste derselbe in ketten und banden katze halten.
westph. Robinson 138; oben auf der spitze des berges giengen wir zusammen (
zum duell) ... da durfte und kunte von uns beiden auch keiner ausweichen ... so aber musten ich und der frembde oben auf der spitze katze inne halten und unter währendem schlagen wie eine mauer auf den knochen stehen.
Schelmufsky 2, 66;
Franciska. ja ja, im wagen musz der herr major (
Tellheim) katz aushalten, da kann er uns nicht entwischen. Lessing 1, 560;
das 'katze inne halten'
ist ähnlich dem 'knebel inne (
im munde) halten',
nicht mucken dürfen, s. knebel 13.
Carina. o, das ist mein tausend spasz, solche zärtliche hetze (
flucht der gräfin mit einem liebhaber und deren verfolgung) ...
Rheingraf. willst du mir denn auch so lange hier katz aushalten (
als liebhaberin)
? der Rheingraf oder das kleine deutsche hofleben, schauspiel in 5
aufz., Germanien 1806
s. 215; wie der herr so'n paar wochen lang in der stube katzaushalten muszte (
wegen krankheit).
offene briefe des freih. Arminius von der Eiche u. s. w., Germ. 1806
s. 87.
so fränk. der musz die katz halten,
zu hause bleiben, auch für andre die strafe auf sich nehmen. Frommann 6, 318. II@5@bb)
ähnlichen ursprungs musz die redensart sein die strebkatze ziehen,
in zank leben, eigentlich wol auch eine ehrenstrafe, etwa für zänkische eheleute, die vor der menge sich um eine katze zerren und reiszen muszten, um ihr eignes leben damit in parodierendem gemälde blosz zu stellen? solt wir jedem ein bachen (
schinken) geben, der mit seim weib zeucht die strebkatzen mit schlagen, raufen, krelln und kratzen, wir woltn ihr gnug in der statt finnen. H. Sachs 1 (1590), 357
d,
denn eine katze musz doch ursprünglich im spiele gewesen sein. eine ähnliche ehrenstrafe ist noch in unserm jh. am Harz in gebrauch gewesen; wie nämlich in Spangenbergs
neuem vaterl. archiv zur kenntnis des kön. Hannover 4, 118 (1823)
berichtet ist, wurden in der bergstadt Clausthal zänkische weiber so bestraft, dasz man sie auf offnem markte in eine besonders dazu bestimmte tonne steckte, so dasz nur die köpfe heraussahen, und so muszten die beiden wider einander geifern und schmähen, zum schauspiel der gemeinde, und das hiesz: in die beiszkatze sperren;
diesz beiszkatze
für die tonne sieht grad so aus, als wäre diese nur an stelle jener katze
getreten. auch in England hat jene sitte, wie sie auch war, bestanden, denn die redensart lebt auch dort noch: to tear the cat (
die katze ziehen, zerren, auch blosz tear)
heiszt wüten, toben, bei Shakespear
midsumm. 1, 2 to tear a cat.
schwäb., henneb. heiszt noch 'strangkatzen ziehen
mit einem'
sich herumzanken, schles. die strabelkatze ziehn
sich zanken und raufen, und zwar namentlich von unverträglichen eheleuten (Weinh. 42
a),
eben wie bei Sachs die strebkatz ziehen,
bei Brant kräbkatz
im cap. von bösen weibern (
zu kräbe
korb?): es züht die kräbkatz mancher man, der doch das merteil nôch muosz lan (
nachgeben). 64, 31;
nd. heiszt strevekatt
selbst ein widerspänstiges weib. Sonst kommt dieser kampf als kraftspiel vor, noch heute, in folgender weise: wir knüpften ein langes handtuch zusammen und jeder legte sichs ums genick, nun zogen wir an einander. Auerbachs
volkskalender 1859
s. 84 (
bierbrauer von Culmbach)
; in Appenzell mit einem stricke, s. Tobler 414
a strebel (stregel) zücha.
aber die 'katze'
erscheint auch darin, Rochholz
alem. kinderlied s. 455
gibt das schweiz. spiel von kindern als 'katzenstriegel',
in Pommern heiszt es sträwkott speln.
in der '
dreizehner'
stube im Straszburger rathaus war es bildlich dargestellt: under zweien gegeneinander knienden kindlin hat ein jedes ein knebel im maul und ziehen mit einander in einer handzwehlen 'die strebkatz'. S. Brant
bei Zarncke
s. 159
a,
der knebel
deutet auf zwang, also nicht spiel, sondern strafe? die kinder erscheinen in allen den 52
bildern daselbst, sie sind künstlerische einkleidung. über der rathausthür zu Hannover ist es von männern mit einem handtuch und denselben knebeln dargestellt in einem steinbilde, s. darüber mit zeichnung Spangenbergs
archiv 4, 102
ff., dasz es da strafe ist, zeigt deutlich die verhöhnung die von einer frau und einem knaben den ziehenden angethan wird; es heiszt da das luderziehen,
und luder
deutet wieder auf ein thier. die stelle des bilds am rathause aber musz eine bedeutung haben, die einer erinnerung an die städtische gerichtsbarkeit oder gemeindezucht? als ehrenduell zwischen zwei auf einander erzürnten tritt das luder ziehn
auf in Bechmanns
bearbeitung von Dedekinds
miles christianus (1604), de strevekatte tên
in des Omichius
Damon und Pythias, auch mit handtuch und festhaltendem knebel (stock),
s. Gödeke
zu Römoldt 85. 88.
auch das spiel ist übrigens schon im mittelalter bezeugt, s. katzenstrebel,
auch katzen (
bes. das nd. katthalsen
das.).
ein andrer name ist sich um den meister ziehen,
s. Köhler
kunst über alle k. 146. 249.
auch die Böhmen haben kocoura tahati s kým '
strebekatze ziehen',
einander zerren. II@5@cc)
noch eine ehrenstrafe mittelst der katze scheint sich aus einer redensart zu ergeben: und wer da ist am meisten schwach (
im streit unterliegt), der zieh die katz dann durch den bach. Fischart
flöhhatz 890
Sch.; er sasz dort wie ein katz verirrt, die durch den bach gezogen wird.
ders., Dominici leben B 4
a (Gödeke
eilf bücher d. d. 1, 169
b),
von Dominicus den Franciscus in den flusz abgesetzt und der nun nasz am ufer sitzt; wenn in verbündnussen der fürnembsten einer noth leidet, müssen die geringere hernach .. jederman fällt auf sie, und müssen die katz durch den bach ziehen. Lehmann
flor. 1, 128; er musz die katz durch den bach ziehen,
ausessen was er nicht einbrockte. Denzler.
noch jetzt rhein. die katz durch die bach schleifen,
verlieren und die kosten bezahlen. Kehrein 218;
in Bern i wirde zletzt müesze dchaz düre bach zie,
totum hujus negotii taedium denique mihi devorandum erit. Fromm. 2, 371
a.
bei der scheu der katze vor dem wasser taugte sie wol dazu, um einen mit dieser aufgabe durch lächerlich werden zu bestrafen. spuren des gebrauchs zeigen wol auch der gaunername bachkatze
für kiesel (
auch schwäb. Schmid 308),
der häufige bachname Katzenbach, Katzbach (Katzenbrunnen),
das schwäb. sprichwort 'mit der katz durch den bach!'
geschwind! hand angelegt! gewiss von etwas unangenehmen. Fischart
groszm. (
Scheible)
s. 620
nennt den mond die wasserkatzschwimmige nachtsonn.
ein böses weib heiszt eine nasse katze: wann sie war auch ein nasse katz und gab dem scherer auch ein platz. H. Sachs 4, 3, 66
c; das ander ist ein nasse katz, dasz sie bered und überschwatz die leut mit hinderlisting worten
u. s. w. 1, 504
c (1590 378
b); es sind (
die weiber) zu alt, nasz, böse katzen. 3 (1588), 3, 10
d.
bestrafte man fehltritte von frauen so? vgl. in bach treten 1, 1060.
ein beschämter zieht ab wie eine gebadete katze: die brocken schlicket der nasse knab und zog ab wie ein nasse katz. H. Sachs 1, 453
c.
ähnlich die katze taufen: lasz nicht ab, tauf wol die katzen. A. v. Eybe
Menaechm. 100
b, perge in virum
bei Plautus. Eine anzahl anderer bedeutungen des worts steht mehr oder weniger auszer sicherem zusammenhang mit dem thiere, sie folgen dennoch hier in der reihe, der übersicht wegen. II@66) katze
in der älteren kriegskunst, in mehrfacher bedeutung, hauptsächlich in der belagerungskunst. II@6@aa)
vinea, testudo, bewegliches schutzdach für die belagerer, minierer u. s. w.; schon spätlat. cattus : vineas dixerunt veteres quos nunc militari barbaroque usu vocant cattos. Ducange
aus Vegetius 4, 15,
aber diesz cattos
steht nur in randglossen der Pariser ausg.; mlat. cattus, gattus, cata,
altfranz. chaz,
prov. cata,
mnl. catte
hor. belg. 5, 121,
mhd. katze
wb. 1, 792
b,
vgl. Pf.
Germ. 4, 156.
es ist doch wol gemeint, wie eine katze die sich heimlich heranschleicht. katz,
vinea (
gedr. '
vinenea'),
instrumentum bellicum. voc. th. 1482 p 8
a.
nachher auch das werkzeug das unter dem schutzdach in laufgräben an die mauer gebracht ward, um sie von unten zu zerstoszen, aries, sturmkatze, schirmkatze Diefenb. 620
a. (
sandten) umb ein chaczen die seu treiben scholten an die maur hin
an. Wittenweiler
ring 57
a, 23; die kaczen schol man an hin furen und stoszen in die maur enzwai. 37; sy hatten bygedreven ein schirm ind katze breidt, dair maichten si ir geschule (
versteck) ind sich zom storm bereidt. Wierstraat
reimchr. von Neusz 585, 15.
jh.; storms willen si beginnen, ein katz drijven si dar
an. 647; unerschreckt si saegen die vyandt stoulz dair komen her under einer katzen swair die si dar woulden drijven. 651
ff. II@6@bb)
nur übertragung vom vorigen scheint es, wenn nachher ein schweres belagerungsgeschütz katze, feuerkatze
hiesz, ein kammerstück, grosze steinkugeln daraus zu werfen, wie ein mörser; auch andere ausdrücke, wie laden,
giengen von der alten art auf die veränderte neue unverändert mit über. vgl. katzenkopf 4. II@6@cc)
ein baustück in der befestigungs- und belagerungskunst, mhd. ein gerüst worauf die blîde (
s. bleide)
stand, später eine besonders erhöhte schanze, um von da die übrigen werke zu beherschen. 'catze
in einer festung, von welcher man auf den feind lauret wie die catze auf ein maus'. Henisch 593; pflegt man von wasen und erden mit underlegtem reisig, auch in der not mit mist eine schütt, welche ein katzen wird genennet, zusammen tragen lassen .. durch die schanzbawren. auf dieser katzen oder erhöhtem ort kan man schanzkörb setzen. Kirchhof
milit. disc. 175; katzen in ein sumpf oder morast geschüttet.
das.; sie (
die festung) mit katzen und bauwen zu überhöhen. 11,
von seiten der belagerer. auch das wird übertragung von a sein, denn die fahrbaren thürme mit denen man früher an die mauern rückte, auch um sie zu '
überhöhen',
waren ja zugleich schutzdächer für ihre besatzung, der name blieb den schanzen, die denselben zweck hatten, nur des feuergeschützes halber die beweglichkeit nicht mehr brauchten; vinea
wird im 15.
jh. ausdrücklich auch mit '
ebenhöhe' (
s. d.)
glossiert Dief. 620
a,
und schon mhd. werden ebenhœhe
und katzen Mones
anz. 8, 484
zusammen genannt wie ziemlich gleichbed. so sol man sich versehen (
zum schanzenbau) mit gutem geraume, darauf kein verhindernus, auch weite und breite plätz zu den schanzen verordnen, damit man in solchem und anderem fall der noth in die schanzen auch gut aufgeworfen rundel, welche man katzen pfleget zu nennen, mit einverleiben und darumb gute gräben machen kann. Fronsperger (1596) 3, 100
a; derwegen die gemeldten zwei rundel vor den andern allen mit gutem geschosz versorget, dann man von den beiden für die andern all hinaus reichen kan, desgleichen woferr die feind die schanzen stürmen oder anlaufen woltn, so möcht man sich der beide trösten, dieweil darauf mit dem geschütz, so lang die schanz wehret (
sich hält), gereicht und geschossen mag werden. solche rundel werden auch wol katzen genannt, doch dasz sie vor den andern was höher aufgeführt und mit schanzkörben bestellet werden. 102
a.
die spätern angaben zeigen übrigens mancherlei abweichung: katze,
propugnaculum altius vallis impositum, catus, franz. cavalier. Stieler 935;
pulvinus in propugnaculo, wallkatze, basteikatze. Frisch 1, 505
c. katze,
ein aufgeworfen werk zwischen den stücken, damit sie in etwas bedeckt stehen. Rädlein 528
a.
nd. blockhuse, katten genant Lüntzel
stiftsfehde 141 (
s.katzenwerk 2).
nl. kat, katte.
s.katzenwall,
übrigens auch kotze gleicher bedeutung. II@77)
rammblock, fallblock zum einrammen von pfählen, schweiz. schwäb., auch bei Rädlein 528
a,
nd. kattblock;
scheint spätere anwendung von katze
als widder 6,
a. II@88) katze, geldkatze,
lederner hohler gurt der als geldbeutel dient, zeigt sich erst im 18.
jh.: mit einer ziemlich stark angefülleten katze voll geld.
Felsenb. 1, 353; geldkatze 1, 360. Frisch 1, 505
c.
nd. katte
br. wb., dän. kat, pengekat (
schwed. dial. katt
f. geldbeutel schlechthin, '
gewöhnlich von katzenfell' Rietz).
litt. heiszt es kutys.
eigen bei J. Paul: der lunatische kaiser roch einen halben flaschengurt oder katze von witz aus.
herbstbl. 3, 264. II@99)
ein kleines schiff, auch katschiff, katzschiff,
mlat. catta.
nl. eene kat zonder ooren,
flösze, längliches schiff mit weitem bauche, engl. cat;
altfranz. chaz.
vgl. kitz. II@1010)
wie katzanker. II@1111)
ein pfahl im hafen, am kai, fahrzeuge daran zu binden. II@1212)
eine peitsche, in der schiffszucht gebraucht, die katze mit neun schwänzen, neunschwänzige katze,
engl. the cat of nine tails,
dän. kat,
dazu katte
auspeitschen, wie Hupel
aus Liefland katzen
gibt von katze, '
eine in Ruszland gewöhnliche strafpeitsche',
russ. koški,
pl. von koška
katze. II@1313)
im schieferbruch, die harten knorrigen stellen und gelben mineralischen adern im schiefer. vgl. katzenfleisch 2. II@1414)
eine krankheit der hüttenleute, die bergsucht, metallkolik, vom einatmen der bleidämpfe in den schmelzhütten, auch gieszfieber,
heiszt die hüttenkatze, bergkatze,
böhm. kočka hornická. II@1515)
bei den schmidten ein bündel eisen, das zusammengeschmiedet werden soll; auch böhm. kočka. II@1616)
bair. gerollter flachs, in einen groszen knaul zusammengedreht. schwed. katt
m. ebenso von wolle, zugleich als eine art handelsmasz, s. Rietz 313
b.
böhm. kocour (
eig. kater) '
kranz von flachsreisteln', kočík
ein kloben flachs. s. dazu katzen 2. II@1717)
bei fischern eine art reuse mit engem eingang, durch den die fische hinein, aber nicht wieder heraus können. bei seefischern ein zughaken an langem tau, verlorne netze zu heben. II@1818)
in Liefland ein langer haken, gebäude einzureiszen ( Adelung),
vgl. Hupel 107. II@1919)
unteröstr. kz
f. ein rausch. Castelli 181.
vgl.kater 3
a. e. II@2020)
im münzwesen metall das beim schmelzen aus dem tiegel läuft. II@2121)
amentum, iulus, s. kätzchen,
kätzlein.
schweiz. die federartige wolle des wollgrases, wie des eriophorum polystachion. Tobler 91
b.