ungemein,
adj. adv. ,
gth. von gemein;
vereinzelt infolge einer verdunkelung des sprachgefühls gleich gemein: kleiner geister ämsigkeiten sind noch immer ungemein A. G. Kästner
verm. schr. 1, 194; stolzer schönen grausamkeiten sind noch immer ungemein Hagedorn 3, 56;
auch die lesart gemeine
der rennerhs. f 10644
Ehrismann für ungemeine
zeigt die fähigkeit des wortes, in sein gegentheil umzuschlagen (
vgl. Lohenstein
unter I 2 a).
allein steht bed. I 1
als rest sehr alter anschauung. in der regelmäszigen begriffsentwicklung, die das wort von solchen ausweichungen abgesehen durchmachte, waltet wieder eine bemerkenswerthe gegensätzlichkeit; sie beruht auf dem wechsel des verhältnisses, in dem die einzelpersönlichkeit zum volksganzen steht: wenn die mittelalterliche gesellschaftslehre in der gemeinschaft ein höchstes sieht, kann ungemein
als werthurtheil nur miszbilligen; erst der individualismus der neuzeit bringt die umgekehrte, anerkennende und steigernde bed. zur reife, nachdem der einzelne aus der gesamtheit herausgetreten war, der er überlegen zu sein vorgibt (Nietzsche, Stirner).
ahd. ungameini;
mhd. ungemeine;
mnd. un(ge)meine;
mnl. onmeine (
bed. I 1);
mnl. nl. ongemeen;
schwed. ogemen (
entlehnt, vgl. Falk-Torp 304).
selten in mundarten, z. b. Müller-Fraureuth 2, 598
b (
sehr);
eher nix gemeins
u. dgl. els. 1, 688
b.
altes ungemeine
bisweilen noch im 17.
jh.; spottend bei Brentano 1, 172: meine. II.
ältere entwicklung. I@11)
von der anschauung, die das gemeine als unheilig, unrein betrachtet, ist nur in mnd. ungemeine
ohne falsch, nicht meineidig (
vgl. unvermeint)
eine spur übrig geblieben. ags. unmæne;
ahd. unmein;
mhd. unmein(e);
mnl. onmein(e);
altfries. onmen;
s. gemein 1 d; 9. I@22)
ohne antheil und gemeinsamkeit. I@2@aa)
gth. von gemein 2;
nicht allgemein: dieser einige glückliche streich ... machte unter dem gantzen römischen heere kein ungemeines schrecken Lohenstein
Arm. 2, 248
a;
vielleicht '
allgemeinen schr.',
oder es ist hier wie Arm. 2, 1350
b mit dem oben erwähnten umschlagen des begriffs zu rechnen. s. un IV C 2.
einzeln, privatus particularis, specialis (
syn. sonderlich, einzeln,
s. gemein 2 g): die dritt art ist der bucher, welche ich wider etliche sonderliche und ungemeynen personen geschriben hab Luther 7, 872, 5
W. die neuere sprache gelangt nur im geistreichen wortspiel zu dieser bed. zurück: das ungemeine (
das die geistigen flügelmänner, die genies voraus haben) ist in diesem sinne (
weil es den begriff der gattung ergibt) das allgemeinste Vischer
ästh. 1, 138;
dazu II 1 c. I@2@bb)
verschieden, abweichend. ahd. für diversus Graff 2, 784.
nachklang: den gefüllten und ungemein-gefärbten blumen Hohberg 1, 683. I@2@cc)
verwendung im rechtsleben bleibt schwach entwickelt. von gut (
lehen)
und geld mhd. wb. 2, 100
b; Lexer 2, 1849;
nl. wb. 10, 1631, 1.
vom recht, das nicht von allen anerkannt wird, s. gemein 4 c
α;
vom richter '
non communiter aequus' Haltaus 1935;
vielleicht auch von strît (gemein 4 e
γ)
und sippe
mhd. wb. 2, 101
a.
vgl. ungemeini des guotes
Georg. pred. 211, 15; ongemeenheit dis gudes
mnl. wb. 5, 618.
die rechtliche auffassung mischt sich mit der allgemeineren von sonderlich 1 a (b): und machst ausz der schlussel gleychem gemeynem sacrament dyrselbs eyn eygen ungleych ungemeyne gewalt und tyranney Luther 7, 382
W.; die weyl sie (
die papisten) sich rumen und brusten eyner sonderlichen ungemeynen priesterschafft
streitschr. (1521) 2, 192
neudr. I@2@dd) '
allein' Lexer
a. a. o.; '
getrennt'
mhd. wb. 2, 100
b; '
entfremdet, fremd, unbekannt (
nicht vorhanden)'
ebd.: sind hirtzen, recher und wilde schweyn dem land Wallis ungemein und seltzam Stumpf
chr. 655
a; die karteuser sind uns ungemein
volksl. nr. 210, 7
Uhland, unter gemein 5 a
erläutert; Arnim 21, 61; ihr war die arabische sprache nicht ungemein Opitz
Arg. 2, 178;
s. auch gemeine sprache
u. dgl., gemein 2
f.; wie dann dergleichen buchstab - versetzungen ... der teutschen sprache nicht u. sind Birken
Donaustrand 17; perlen und gesteine, die uns hirten ungemeine [Stieler]
geh. Venus 97, 5
neudr.; vgl. geheim 5 b. I@2@ee)
aus der vorstellung des '
sich aussonderns'
flieszt mannigfacher tadel; noch milde: hôchfertige liute sint ungemeine
renner 21 327
Ehrismann; ebenso im renner v. j. 1549 107.
vgl. ungeheim, ungeheuer
u. dgl. dann ungemeinschaftlich, uneins, störrig: teufels netz 157; 173;
von geistlichen: sie sind ungenietig, ungemeyn Luther 10, 1, 1, 647
W.; Nigrinus
wilkom u. abdank c 4
a.
von sodomiterei: wie wir Tütschen das erschrockenlich und entsess wort im bruch halten gegen denen, so sich mit ungemainer, widernatürlicher übung mit vich oder dergleichen vergangen Kessler
sabb. 141 (
gs. gewönlicher weisz
th. 4, 1, 4, 6630).
vgl. geheim 5. IIII.
die jüngere entwicklung geht von gemein 7
aus und hat in extraordinarius, incommunis,
engl. uncommon, -ly, selten, seltsam, sonderbar, sonderlich, besonder
u. a. ihre seitenstücke. nl. wb. 10, 1631, 3.
die bed. '(
nicht)
in menge vorhanden, jedem zukommend'
schlägt selbst noch bisweilen in dem bedeutenden sinne durch, in dem Göthe
und Schiller (Boucke
wort u. bed. 176
f.; gemein 8 a) gemein
und ungemein
gebrauchen. wie sich II
aus I 2
herausbildet, lehren: steckt aber auch etwas von dem anmuthigen übel bey ihm, das unseren standes leuten nicht ungemein ist Opitz 2, 255; nach der nicht ungemeinen landes-art Lohenstein
Arm. 2, 189
b.
vgl. Vischer I 2 a.
mnl. ongemeen
flieszt mit ongemeent, ongemeint
zusammen (
wb. 5, 618).
vgl. gemein 12. II@11)
ungewöhnlich, und zwar II@1@aa)
im wesentlichen ohne werthurtheil und normativen nebensinn, der sich aber immer leicht einmischt. in der litotes: im Teutschland nicht u. ist, äcker von überschusz zu finden Sebiz 24; solche empfängnis ... ist nicht u. bei redlichen frawen Bütner
epit. 242
a; Rinckhart
ritter 45
neudr.; Abr. a. St. Clara
etwas f. alle 1, 217. wie wol die weisz der Romischen ungemein Carlstadt
appellation a 2
b; ein exempel von den ungemeinen semitonien Agricola
mus. instr. 162
neudr.; alte schrifften ... von schlesischen sachen sein so u. Rätel
chron. 3; gewonheit Grimmelshausen 4, 640, 30
K.; stelle Schottel 764; wortter Täntzer
jagtgeh. 1, 10; man stanckert in der see nach ungemeinen fischen Hallmann
bei Butschky
Pathm. vorw. i j
a; schönheit bleibet ungemein Chr. Fr. Hunold
liebes- u. held.-gesch. 343; raritäten ... ungemeine dinge Sperander 552
a;
nicht usuell Schönaich
n. wb. 17, 35
K.; kein ungemeiner fehler
ein gewöhnlicher Lavater
bei Campe; 'u.
wird von einigen zuweilen etwas sonderbar gebraucht, da es der gute sprachgebrauch gewöhnlich nur für grosz oder sehr zu setzen pflegt; ich sahe daselbst eine ungemeine brücke' Heynatz
antib. 2, 521; die leute damals schrieben noch so einfach; jetzt findet man immer so ungemeine worte (b, c
wirken ein) W. v. Humboldt
an Carol. 6, 508;
von glossaren th. 1, xx; ihrer (
der aloe) blätter ungemeiner bau Raupach
dr. w. ernster g. 4, 88.
compar. Stoppe
Parn. 339; Novalis
Athenäum 1, 79.
adv.: es sind nicht u. die schönsten äpffel bitter Winckler 2000
gutte gedancken j ix
v;
vgl. gemeiner hand '
gewöhnlich'.
substantiviert: der regen ist bei jhnen ... etwas ungemeines Wiederhold
beschr. der s. reisen 1, 160
a; K. v. Hase 4, 386. man verhehlte das gemeine und sprach das ungemeine laut, wiederholt und dringend aus Göthe II 3, 168
W.; es passirt einem wirklich etwas ganz ungemeines R. Wagner 1, 185.
heute im allg. nach b, c
umgebogen. II@1@bb)
mit deutlicherer ausprägung des begriffes '
seltsam, wunderbar, wunderlich'.
vgl. nix gemeins '
das ist etwas ganz besonderes, mit ironischer bewunderung'
els. 1, 688
b: etwas ungemeines ists auch mit dem see Asfaltites in Syrien Birken
lorbeerhayn 62; ungemeine kleidung Kramer-Moerbeek 365
a; etwas ungemeines (
ungewöhnliches, seltsam-gefährliches) Göthe 19, 280, 16
W.; neigung für das ungemeine
sammeln von wirthshausrechnungen Uhland 1, 358
Schmidt-Hartmann. vgl. eigenartig.
für singular Spanutius 442. II@1@cc)
stark hervorhebend, bes. zur steigerung positiver wie negativer begriffe; als kraftwort und durch unbezeichnenden gebrauch oft entwerthet, zu Adelung
zeit '
in der vertraulichen sprechart gangbarer als in der edleren' (
vgl. Krünitz 196, 281);
so bedeutet es denn ausgezeichnet, hervorragend, ausnehmend, auszerordentlich, bedeutend, bedeutsam, überaus, grosz, in seiner art vorzüglich ( Adelung)
u. dgl. daneben steht kein gemeiner
u. s. w. th. 5, 478; nicht gemein
s. gemein 7 h.
in der schriftsprache löst u.
das veraltende seltsam II 2 ab.
vgl. unordentlich desordonné Frisch (1730) 623, ungewöhnlich (gewöhnlich
th. 4, 1, 4, 6631). II@1@c@aα)
von personen: wortspielend was aber von dem unfug der gemeinen calendermacher wohlmeinend erinnert worden, dessen haben die ungemeinen (
besseren, studierten) nichts anzunehmen Weigel
zeitspiegel (1664)
vorr. vgl. gemein 6 c
γ; ein ungemeiner freund Stieler 882; und diesen ehren-ruhm wird selbst der miszgunst rachen dir, ungemeiner graf, nicht können streitig machen Hanke
ged. (1731) 1, 76; im dencken ungemein v. König
ged. 295; muster ungemeiner frauen Gottsched
ged. 1, 141; 213; dieser ungemeine schriftsteller Nicolai
bei Lessing
L. (1.
aufl.) 4, 334; er ist ein ungemeiner mann '
ein überaus angenehmer, vortrefflicher' Adelung; ich halte den Tieck immer für einen wahrhaften dichter und einen ungemeinen menschen J. Grimm
an Wilh. 152. über die B. irrest du, überhaupt ist sie zu ungemein, um das erste mal gefasset zu werden J. Paul
br. 57; Mörike 3, 86.
üblicher ist es geworden, wenn das subst. schon einen begriff enthält, der sich deutlicher steigern läszt oder wenn eine adverbiale verbindung vorauszusetzen ist: einen ungemeinen gottesgelehrten Thomasius
vern. lehre vorr. 3
b; ein ungemeiner liebhaber von kurtzen discoursen Stranitzky
ollap. 50, 19
neudr.; kunstverderber Gerstenberg
rec. 160, 23
neudr.; lügensack Immermann 1, 6
u. s. w. beliebt ein ungemeiner geist (kopf
u. dgl. vgl. eine solche ungemeine personalität,
die kaiserin v. Österr. Göthe IV 23, 149, 17
W.);
zur umschreibung der person Lohenstein
Arm. 2, a 3
b; Swift, ein u. g. Herder 18, 386; Gerstenberg
rec. 231, 1; die angenehme kapriole eines ungemeinen geistes E. Th. A. Hoffmann 10, 119.
vgl. ungewöhnlicher, nichtgewöhnlicher geist. II@1@c@bβ)
von unpersönlichem aller art: in ungemeiner noth Gryphius
lyr. ged. 116
P.; die freud .. ware .. grosz und u. Birken
Donaustr. 222; den ungemeinen schmertz Günther 623; insonderheit aber wolte er ... sich mit etwas ungemeinem sehen lassen Lohenstein
Arm. 2, 519
b; das ist etwas ungemeines! '
vorzüglich schönes' Adelung; mit verständigen, glücklichen, oft ungemeinen details Göthe 40, 375, 1
W.; die säulen ... tragen mächtig den weiten bau, in allem ungemein Gries
verl. Rol. 1, 158.
heute ungewöhnlich von contrefey Günther 221; zahl Besser-König 1, 93.
oft wenig bezeichnend (
nicht mehr in heutiger spr.): der angenehme prospect auf die sandbank war ganz u. Schnabel
felsenb. 1, 135; der boden sinkt und zeigt nun mildre flächen, ein ungemeines land an lag und fruchtbarkeit Gottsched
neueste ged. 75; diese ungemeine lage unseres landes Görres
br. 3, 55;
vgl. gemein
von der gegend Göthe
bei Boucke 176; er findet auch sein birkhuhn ungemein Hagedorn (1771) 1, 73; Tieck 5, 346.
sonst fleisz
u. s. w. Göthe
bei Bohner 83; einen so ungemeinen werth A. W. Schlegel
Athen. 1, 58; einer ungemeinen kleinigkeit wegen Brentano 4, 347; die ungemeine baufälligkeit des schlosses Immermann 1, 51; einen ungemeinen reichthum an kunstschätzen Moltke 6, 324.
compar.: eine edlere, höhere, ungemeinere und fürtreflichere gabe Butschky
Pathm. 589; Platen 1, 167.
sup.: ein körper von der ungemeinsten attraction Kant 8, 316. zu mehr als ungemeinen schrifften Hagedorn
versuch 39, 122
neudr. Stieler 882.
i. a. ist zu beobachten, dasz u.,
während ältere belege vielfach eine bed. von einigem inhalt zeigen, in jüngerer zeit fast ganz zur bezeichnung der steigerung herabsinkt. doch auch prägnant '
von höherer (
oder tieferer)
bedeutung, ideal',
bes. wie bei Göthe
dem blosz zufällig-wirklichen ohne sittlichen bezug, ohne geistig-sittliche beziehung, dem alltäglichen, ideenlosen, ungeistigen entgegengesetzt: eben deszwegen musz die handlung wichtig und u. seyn, weil die eindrücke von alltäglichen und geringen begebenheiten weder lebhaft noch nützlich sind Wieland I 3, 304; 15, 30
Hempel; Lessing 8, 362;
wortspielend: der gemeinste mensch wird hier (
in Rom) zu etwas, wenigstens gewinnt er einen ungemeinen begriff, wenn es auch nicht in sein wesen übergehen kann Göthe IV 8, 90, 7; I 30, 235
W.; Boucke
wort u. bed. 126 (ein höheres, hoch, höchst, ideal); wenn Raphael ... das einfältigste, ungemeinste hervorbrachte IV 5, 140, 10
W.; dem glücklichsten genie wird's kaum einmal gelingen, sich durch natur und durch instinct allein zum ungemeinen aufzuschwingen 16, 155 (
künstlers apoth. 96)
W.; das ungemeine soll, das höchste selbst geschehn wie das alltägliche Schiller 12, 85 (
Piccol. 1, 4); 14, 48 (
braut v. Mess. 889); Vischer
ästh. 1, 138; Hoffmann v. Fallersleben 6, 80; etwas überauszes und ungemeines E.
M. Arndt 1, 19; hier webte alles im ungemeinen Laube 4, 129.
dann auch wieder im werthe sinkend, oft nur ausdruck Göthischer '
gravität': weil bei dem ungemeinen (
es handelt sich um die fortsetzung der literaturzeitung) durch gemeine mittel nicht wohl auszulangen sein möchte Göthe 35, 164, 17
W.; 26, 257, 9
W. II@1@c@gγ)
das heute übliche zugehörige adv., das auch in die ma. gedrungen ist (
s. o.),
wird im 17.
jh. noch oft umschrieben (durch ungemeine weisen Gryphius
l. ged. 496, 14
P.; nach ungemeiner ahrt Zesen
hel. rosentahl 129; auff eine ungemeine art Riemer
stockf. 193.
auch später noch auf eine ungemeine weise gefeyert Göthe IV 40, 207
W.)
und erst gegen ende des jhs. allgemein: u. besorgt Hoffmannswaldau-Neukirch 7, 282; eine u. grosze anzahl Wolff
v. d. m. thun 91; ungemein treffend Herder 9, 475; Göthe
bei Bohner III a; u. gut Schiller 2, 182; ihr seid höflich ungemeine Brentano 1, 172.
etwas mehr inhalt (
vgl.β)
gewinnt es bei verben: die lust, fremde leute und länder zu sehen, kitzelte mich u. Lindenborn
Diog. 1, 68; dein schlosz liegt ungemein Gottsched
n. ged. 72 (
s. β); von albern sachen klug, von stümpern ungemein (
eximie), und endlich unvermerkt stets von sich selbst zu singen, sind dinge, die uns spät, der lobsucht stets gelingen Rabener 2, 181; Göthe
bei Bohner III b; ich werde entsetzlich um sie beneidet werden, nicht wahr? — ungemein! Deinhardstein 1, 6; freut mich u. Pocci
kom. 204; die gnädige frau haszt das gemeine u. Nestroy 2, 93.
mit verstärkenden zusätzen: ihr seyd, verzeiht es mir, recht ungemein bethört
schles. helikon (1699) 93; '
äuszerst fehlerhaft ist die verbindung u. sehr' Heynatz
ant. 2, 521; so u. E. Th. A. Hoffmann 6, 159; ganz u. wenig schweineschmalz Seidel
L. Hühnchen 196; dies ärgerte mich denn, wie Staberle sagt, nicht nur sehr, sondern höchst u. äuszerst sehr Pückler
briefw. 4, 194. ungemein, überaus, äuszerst Weigand
syn. 3, 823. u., ungewöhnlich, auszerordentlich Sanders
syn. (1882) 38. ungemein, wunderbar, übernatürlich Herder 9, 323. II@22)
selten und nur im wortspiel gth. von gemein 8: manches (
franz.) wort hat sich dem gemeinen bequemen müssen, was bei einem mäszigen gebrauch u. geblieben wäre E.
M. Arndt 1, 408.
vgl. die wortspiele J. Paul
Tit. 3, 136; Görres 2, 43; Ebner-Eschenbach 1, 31. —