Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
ungemein adj. adv.
ungemein , adj. adv. , gth. von gemein; vereinzelt infolge einer verdunkelung des sprachgefühls gleich gemein: kleiner geister ämsigkeiten sind noch immer ungemein A. G. Kästner verm. schr. 1, 194 ; stolzer schönen grausamkeiten sind noch immer ungemein Hagedorn 3, 56 ; auch die lesart gemeine der rennerhs. f 10644 Ehrismann für ungemeine zeigt die fähigkeit des wortes, in sein gegentheil umzuschlagen ( vgl. Lohenstein unter I 2 a). allein steht bed. I 1 als rest sehr alter anschauung. in der regelmäszigen begriffsentwicklung, die das wort von solchen ausweichungen abgesehen durchmachte, walte…