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reiher

mnd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

reiher m.

Bd. 14, Sp. 656
reiher, m. ardea, ein sumpfvogel. II. Verwandtschaft und herkunft. im ahd. sind folgende formen belegt: reigir m. und reigira f., rêgera in den gleichen bedeutungen ardea Graff 2, 443, daneben heigir und heigero, ardea, alcedo caradrion glossierend 4, 799. die mit r anlautenden formen gehen auf ältere mit hr zurück, neben hreigir darf man gemäsz dem genau entsprechenden ags. hrâgra und nach analogie von heigero ein schwaches masc. hreigriro vermuten. von diesen formen mit hr hat sich nur eine, das starke masc. hreigir, im hd. nd. und ndl. fort erhalten: mhd. reiger, nhd. reiher, mnd. rêger, nnd. reier brem. wb. 3, 466, reiger Dähnert 378a, raiger Woeste 209a, reier, rëer Schambach 170a, ostfries. reiger ten Doornkaat-Koolman 3, 24b, mnld. reygher Kilian, nndl. reiger. das ahd. heigir, heigiro gieng in die roman. sprachen über (vgl. Diez3 1, 10): ital. aghirone, provenz. aigron, catal. agró, span. airon, altfr. hairon, nfr. héron, dazu mlat. hairo. in romanisierter form wanderte dann das germanische wort nach England: mittelengl. heroun, hairon, hern, engl. heron. dem ahd. heigir, mhd. heiger entspricht mnld. heygher Dief. 46c. eine nebenform heigel, wie reigel neben reiger läszt sich aus dem späteren mundartlichen aigel erschlieszen: ein schOener bundter aigel, reiger, ardea stellaris. Henisch 34. das verhältnis von ahd. heigiro zu hreigiro ist dunkel. Grimm gesch.2 220 ist der ansicht, dasz heigiro aus hreigiro erwachsen sei, heigiro und reigiro stünden neben einander wie ahd. waso neben nhd rasen cespes aus älterem wraso (vgl. sp. 3 nr. 8). die ansicht Grimms hat Weigand 2, 458 angenommen. umgekehrt ist nach Förstemann Kuhns zeitschr. 3, 56 hreigiro aus heigiro hervorgegangen. während ersteres nur westgermanisch ist, scheint heigiro weitere verbreitung zuzukommen. heigiro berührt sich seiner form nach eigenthümlich mit ahd. hëhara, ags. higera, higora, nhd. häher. noch Jacobsson 1, 730b hat fischhäher neben fischreiher. diesem ahd. hëhara entspricht nun im altnord. hére, hegre, n. heire, schwed. hägar, welches indesz die bedeutung reiher trägt. Noreen altisländ. u. altnorw. gr. § 262, 4. das lehnwort haikara f. ardea, welches wir im finnischen bei Thomsen 56. 134 antreffen (vergl. ehstnisch haigr, haigur, reiher, storch), weist aber auf ein älteres altn. heigre, sodasz hier eine bemerkenswerthe verschmelzung stattgefunden hätte, oder wenn finnisch haikara nicht aus dem skandinavischen entlehnt ist, so ist es mindestens ein zeugnis für das hohe alter und die verbreitung des ahd. heigiro, welches auf diese weise gegenüber hreigiro, ags. hrâgra als das primäre erscheint. über die berührung von hëhara und heigiro vergl. die ausführungen von Osthoff in den beiträgen 13, 416. ahd. hreigiro wird von Fick2 515 zur europäischen wurzel krik gestellt, welche schreien, knarren, krächzen bedeutet; vergl. a. a. o. noch 353. 35. Schmidt vocalismus 2, 287. 462. IIII. verhältnis zwischen reiger, reigel, reiher. über die nebenform reigel vergl. sp. 636. die richtige form reiger, die im mhd. durchaus herrscht, hält sich auch noch lange im nhd., in den hd. mundarten bis heute, Luther gebraucht sie in der bibelübersetzung allein: den storck, den reiger, den heher mit seiner art, die widhop, und die schwalbe. 3 Mos. 11, 19; da selbs nisten die vogel, und die reiger wonen auff den tannen. ps. 104, 17. Maaler 330a hat reiger neben reigel, Schottel 1384 reiher und reiger, Stieler 1578 verzeichnet reiger als nebenform zu reiher: hier sieht man hoch empor den stoltzen reiger nisten. Opitz 3, 174. Steinbach 2, 249 führt reiger und reiher als gleichberechtigte formen auf, Frisch 2, 83a hat nur raiger. Adelung und Campe bemerken, dasz die form reiger mundartlich und auch hin und wieder in der schriftsprache gebräuchlich sei: der heischre kiebitz schrie: nichts kann mir besser klingen; der reiger sagte: du hast recht. Hagedorn 2, 46; o rief ein reiger, das ist schnöde, wir fangen uns're kost mit müh, ein fauler schlemmer speiset sie. Lichtwer 54; nie gleichst du in der fabel, ... dem reiger, der für seinen schnabel karausche, hecht und schley zu schlechten fischen zählt, um sich zu guter letzt an einem frosch zu laben! Kl. Schmidt poet. briefe 125; legt ihr zu füszen ein verhau'nes schwert, und einen blutbespritzten reigerbusch! Platen 230b. ein reiger flog auf. Göthe 43, 201; ein gar schöner vornehmer sperber, der kann in die luft steigen und den reiger herunter holen. Tieck Octav. 202; die Emire der rechtgläubigen unter den hohen reigerbüschen. Steub bilder aus Griechenland 127. mundartlich raiger Schmeller 2, 70. Birlinger 369b. raijer Kehrein 327. die form reiher begegnet erst um 1500 Dief. 46c, es steht für älteres reier, das schon in den altmd. Darmstädter glossen zu Heinrici summarium belegt ist (Germ. 9, 20), aber auch noch im 16. jahrh. mehrfach begegnet (vergl. Diefenbach a. a. o. 46c). reyger oder reyer Dasypodius; vom reyher und der gansz. Waldis Esopus 4, 54. reiger im reim auf geyer Rollenhagen froschm. Q 8a. erst im verlaufe des 18. jh. erhält reiher das übergewicht und reiger verschwindet. Während im ahd. starke und schwache formen neben einander stehen, so ist seit dem mhd. nur die starke flexion von reiher, reiger im gebrauch. IIIIII. Bedeutung. III@11) name des vogels. im ahd. glossiert reigir ardea (Graff 2, 443), heigir neben ardea auch alcedo und caradrion (4, 799), hrâgra ebenso neben ardea larum. mhd. ist der gebrauch schon, wie im nhd., befestigt, als name einer familie aus der ordnung der stelzvögel. mit reiher schlechthin bezeichnen wir den in Deutschland gewöhnlichen grauen reiher ardea cinerea Nemnich; diser grawer reigel, ... nennend wir einfaltig einen reigel dieweyl der bey uns gar gemein ist. Heuszlin vogelbuch 205a, hier werden auszerdem aufgeführt der weysse reigel ardea alba. der moszreigel oder urrind ardea stellaris minor, der grosze rorreigel ardea stellaris major und einige fremdländische arten: die lerche suchet korn, die ringeltaube waldt, der reiger einen teich, die eule trübe nacht. Opitz 2, 286; es wolt ein reiger fischen auf einer grünen heide, da kam der storch,da kam der storch und stal im seine kleider. Uhland volksl. 34; am ufer eines baches ging ein reiher auf und ab, auf langen dürren beinen, mit langem hals, an dem ein langer schnabel hing. Gleim 3, 353; ihren tiefen entschlüpften die fische, von laurenden reihern oft erspäht. Stolberg 1, 380; ein frevel tödtete die reiher, umstellend ruhigen friedensweiher. Göthe 41, 151; im bilde: der wein, der uns befreit, befittigt unsre herzen, ein reiher flieg' ich hin, vom weine nasz die schwinge. Platen 77b. III@1@aa) der reiher wurde mit stoszvögeln gejagt und zu diesem zwecke bisweilen besonders gehegt im sogenannten reigerhalter (vgl. Sebiz feldbau 557 und 558). der reiher wird gebeizt; der falke wird an (auf) den reiher abgetragen. Zedlers universallex. 2, 1275; (die falken) schlagen die reyger oder antvögel von oben heraber, je eynen umb den anderen, und steigen dann wieder. Sebiz feldbau 570; der falke giebt (dem reiger) einen griff und fang. öcon. lex. 2019; man gesach ouch nie vederspil so manegen schœnen fluc getuon. den antvogel und daʒ huon, den reiger unde den fasân sâhens vor in ûf stân. Erec 2040; ein reiger tet durch fluht entwîch in einen muorigen tîch: den brâhten valken dar gehurt. Parz. 400, 19; von reygern falcken was ein streit da oben in den lüfften weit. Wickram irr reit. bilger 21a; wie zwen falcken beitzen ein reiger, da einer stost von oben nidder, der ander fast jhn unten widder, und reist den feind eins uberquehr, das die federn stieben umbher. Rollenhagen froschm. (1595) Q 8a; (der edelfalk spricht) o, könnt' ich deinen reizen allzeit ein diener sein: den reiher wollt' ich beizen, herrin, für dich allein! Freiligrath 1, 55; wie ein falke kühn und muthig durch die luft sich bahnen sucht, und der reiher auf der flucht wird von seinem bisse blutig, also auch der feind unmuthig möchte schon zur flucht sich wenden. Tieck Octav. 414. das fleisch des reihers wurde gern gegessen, galt sogar als vornehmes gericht. Schultz f. leben2 1, 388. so sagt man auch one das, das reygelfleysch sey ein königliche kost. Sebiz feldbau 557; nichts lieblichers ist an seinem fleisch, dann das theyl an der brust, unnd umb den magen. 558. dabei findet der verfasser im allgemeinen das reiherfleisch unschmackhaft: unangesehen aber das reygelfleisch eine königliche und köstliche speisz soll sein, jedoch dieweil er ein wasservogel, ist sein fleisch auch uberausz unreiner natur, und gar beschwärlich zuo verdauen: ist darzuo auch vil härter dann sonst anderer wasservögel fleisch. 558. noch im 18. jahrh. galt das fleisch des reihers für ein vornehmes essen: ihr fleisch schmeckt stark nach fischen, darum es nicht wohl zu essen. gleichwohl, wenn sie noch jung, und halbwachsen, werden sie wegen ihres zarten fleisches an theils orten vor ein leckerbiszlein gehalten. haushaltungslex. (1728) 774; ir reutr, mir ist verkundschafft spat, heut werd für fahrn der abt von Klingen. wenn wir den in das netz köndn bringen, das wer ein guter feister reiger. H. Sachs fastn. sp. 3, 16, 36 neudruck. die schönen kopffedern einiger reiherarten werden zum schmuck der kopfbedeckung verwendet, mehr aber bei den Slaven, Ungarn und Orientalen. Heppe wohlredender jäger 241 hält diesen schmuck für nicht waidgerecht: vor einen falkenier und flugschützen gehet dieser staat an, der hirschgerechte jäger aber trägt eine auerhahnsfeder oder einen gemsbart, auch wohl statt des letztern ein klein büschlein saufedern, das ist, schöne lange borsten; auf der haube (des ritters) nickt die feder von dem silbergrauen reiher. Freiligrath 1, 42. III@1@bb) beobachtetes, volksglauben, aberglauben. der hohe flug des reihers entzieht ihn dem verfolgenden jagdvogel: die timpentampen man ûf sluoc, dâvon sich der reiger in die hœhe truoc, sô verre hin ûf, daʒ er wart sehens irre. zwên rôte falken mit im vlugen, die dannoch ze solchem vliegen niht entugen. Lohengr. 3391. man meinte, dasz er durch seinen hohen flug sich dem unwetter entzöge, daher ist es ein zeichen des nahenden gewitters oder regens, wenn die reiher hoch fliegen; auch in anderer beziehung ist der reiher wetterprophet: der (der reiher) fleugt gar hôch über die wolken, wan er fürht den regen und daʒ weter, daʒ auʒ den wolken kümt. wenne er nu über daʒ wolken kümpt, sô fleuht er daʒ weter. Megenberg 168, 13. es kommt regen, wann der raiger hoch flieget, oder, die wasser verlassend, sich ins feld setzet. Hohberg 1, 103a; die reigel werdend von menschen seer lieb gehalten, und verkündend den sommer und den winter, da sy jren kopff auff die brust legend, und damit ein gar ungestümen wind anzeigend. so er hoch fleugt, verkündt er ein ungewitter. so er mit einem gschrey und ungestümen flug ausz dem meer an das land flügt, bedeut er einen künfftigen wind und grosz ungewitter. wenn er mitten im sand traurig ist und schauderig, verkündt er den winter, als Plinius leert. Heuszlin vogelbuch 204b; tief um das schilfgras streichen die erdschwalb und der spatz: der häher sucht die eichen, der reiher hohe luft, sein bette hirsch und thier: mit aufgerecktem hals schnauft der beklommne stier: die pferde treiben sich, die ställe zu erreichen. Hagedorn 2, 124. der reiher ist bekannt wegen seines flüssigen kothes, den er leicht und häufig auswirft, derbe redensarten beziehen sich hierauf, vgl. das gedicht von dem reyger bei Keller erzähl. aus altd. handschr. 564; mundartlich heiszt ein starker durchfall beim vieh geradezu reiher Kehrein 327. im nd. nennt man den reiher daher schitreier brem. wb. 3, 466, n. skidheire Schiller zum thier- u. kräuterbuche des meklenb. volkes 2, 15a; er kann nicht viel bei sich behalten, nicht ordentlich verdauen, er hat nur einen darm: der reigel, wie auch das düchelin schmeiszt merteils die speisz schier ungetöuwt von jm, darumb ist er allzeyt frässig, sagt Albertus. Heuszlin vogelb. 204b; der raigel hât neur ainen darm sam der storch. Megenberg 168, 21. er bedient sich seines scharf ätzenden kothes, um den verfolgenden raubvogel abzuwehren: die habich müegent die raigel gar vil und setzent in vast zuo. aber der raigel helt seinen aftern gegen dem habich und verunrainet in mit seim mist, und wâ er in trift, dâ faulent des habichs federn. 168, 18; mit jrem kaat verderbend sy alle böum darauff sy nistend: dann sy von jrem geschmeisz verdorrend. Heuszlin a. a. o. 204b; der reyger feilt jhrer (der falken) auch nicht, scheust ihn seînen mist ins gesicht. Rollenhagen froschm. (1595) Q 8a; dasz Niger edel, must du wissen, ein reiger hat ihn auszgeschissen. Logau 1, 178, 53. wenn die reiher ihren jungen keine nahrung verschaffen können, speien sie die genossene speise wieder von sich und geben sie den jungen zu fressen. sie bedienen sich des speiens zu listiger abwehr: so disz letst geschlächt (die geringere falkenart) den reigel fahen wil, kotzet der reigel einen frischen ale oder fisch, den er neüwlich geässen hat, von jm, so laszt jn denn der falck frey ledig darvon fliegen, und nimpt den stinckenden fisch darfür. Heuszlin a. a. o. öcon. lex. 2019, vergl. reihern. reiher und kräher sind befreundet, die weiszen möven haszt der reiher. ebenda; die grauen reiher begatten sich unter groszen schmerzen. 205a. dise vögel legend für alle zauberey und vergalsterung einen kräbs in jr näst. 204b; so soll man vorhin wissen, das eyn reyger eyn unbeständiger, eynsamer und solcher fantastischer seltzamer vogel ist, der nirgends bald sich auffenthällt, das ort habe jme dann vorhin uberausz sehr wol gefallen. Sebiz feldbau 557. Das schmalz des reihers ist für mancherlei gut: zu linderung der podagrischen schmertzen, benehmung der taubheit und dunckelheit der augen. haushaltungslex. (1728) 775 (vgl. unter reiherschmalz). wenn man die füsz, oder viellicht die feiszte nid sich distilliert und man mit dem selbigen öl darvon gesamlet, die hand schmirbet, werdend die fisch von jnen selbs zuo hand schwümmen und gefangen werden. Heuszlin a. a. o. die fische sollen gern nach den beinen des im wasser stehenden reihers schwimmen, welches daher wahrscheinlich sey, weilen, wenn die fischer den schmaltz in reissen, oder an angel hiengen, sie mehr fische, als sonsten, fangen sollen. Göchhausen notab. venat. 130. der schnabel des reihers ist ein schlafmittel, er wird zu diesem zwecke allein oder mit einer krebsgalle in eselshaut gewickelt und vor die stirn gehängt. Heuszlin vogelbuch 205a, mit der bemerkung ebenda: wenn einer in einem gastmal ein tuoch mit weyn dar spreitet, darinn ein reigelschnabel ligt, so werdend die trinckenden entschlaffen, zu vergleichen mit óminnis hegri heitir sá er yfir ölðrum þrumir, hann stelr geði guma. Hávamál 13. sprichwörtliche wendungen: die fittich hencket wie ein nasser reiger. Fischart podagr. trostb. C 7a; nd. so schref as en raiger. Woeste 209a; he hefft raigers bêne. ebenda; hê stinkt as 'n reiger. ten Doornkaat-Koolman 3, 24b; it is quât water! sprak de reiger. Tunnicius 880; wenn de raiger nitt schwemmen kann, dann sall 't wâter de schuld heffen. Woeste a. a. o. Wander 3, 1634; er (der reiher) sprach: das wasser war zu bösz. Waldis Esopus 4, 54, 34. Wohin die beiden folgenden wörter gehören, ist unklar: III@22) reiher heiszt in der Pfalz die männliche blüte des nuszbaums. Frankfurter conversationsbl. 1850 nr. 13, 49b. Schm. 2, 134. III@33) im westfäl. ist raiger ein stock, mit dem die kohlen im backofen auseinander gescharrt werden. Woeste 209a; reiger, reiher scheint in dieser bedeutung schon mnd. vorzukommen. Schiller - Lübben 3, 450b.
15674 Zeichen · 300 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    reiherSb.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    reiher , Sb. Vw.: s. reiger (2) L.: Lü 296b (reiger)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Reiher

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Reiher , des -s, plur. ut nom. sing. eine Art Sumpfvögel, welcher lang und geschlank ist, lange Füße und Zehen, eine…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Reiher

    Goethe-Wörterbuch

    Reiher ‘Reiger’ T2,179,8 1 der Watvogel; meist als bestimmtes Exemplar, einmal für die Gattung; auch als Jagdobjekt zur …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Reiher

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Reiher (Ardea) , Vogelgattung aus der Ordnung der Sumpfvögel, mit ziemlich dickem schwertförmigem Schnabel, langer Zunge…

  5. modern
    Dialekt
    Reiherm.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Reiher Reiger m. Reiher: ardea 'ein Reyger' Chytr. 377; meist Reiher; oll Reiher langer, dünner Mensch (1887) Ha Red ; R…

  6. Sprichwörter
    Reiher

    Wander (Sprichwörter)

    Reiher 1. Der Reiher, der nicht schwimmen kann, gibt dem Wasser die Schuld. 2. Der Reiher fängt keine Fische als die obe…

  7. Spezial
    Reiher

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Rei|her (Ardeidae) m. (-s,-) ‹ornit› airun (-s) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit reiher

58 Bildungen · 51 Erstglied · 7 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von reiher

reih + -er

reiher leitet sich vom Lemma reih ab mit Suffix -er.

Zerlegung von reiher 2 Komponenten

rei+her

reiher setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

reiher‑ als Erstglied (30 von 51)

Reiher I

SHW

Reiher I Band 4, Spalte 1337-1338

Reiher II

SHW

Reiher II Band 4, Spalte 1337-1338

Reiher III

SHW

Reiher III Band 4, Spalte 1337-1338

Reihernest

SHW

Reiher-nest Band 4, Spalte 1339-1340

Reiherbeitze

Adelung

Die Reiherbeitze , plur. die -n, das Beitzen der Reiher, d. i. eine Art der Jagd, da man die Reiher von abgerichteten Raubvögeln fangen läßt…

reiherbeize

DWB

reiher·beize

reiherbeize , f. die jagd auf reiher mit jagdvögeln Stieler 83 ; reigerbaitz, ist eine jagd - lust groszer herren, da sie die reiger mit abg…

reiherbeizen

DWB

reiher·beizen

reiherbeizen , n. das jagen auf reiher mit jagdvögeln: den anfang dieser jagt machte der graf von Uffen, des feldherrn oberster jäger-meiste…

reiherblut

DWB

reiher·blut

reiherblut , n. : man sagt auch wenn die falcken reigelbluot versuocht habind, verlierind sy alle begird reigel zefahen. Heuszlin 205 a .

reiherbusch

DWB

reiher·busch

reiherbusch , m. ein busch von reiherfedern, zum kopfschmuck verwendet: frölicher schüttelt dein rosz schon alle die jauchzenden schellen, f…

reiherente

DWB

reihe·rente

reiherente , f. , auch reihertauch-, reihermoorente genannt, fuligula cristata. Brehm thierleb. 2 2, 3, 504.

reiherfalk

DWB

reiher·falk

reiherfalk , m. eine besonders edle falkenart, zur jagd auf reiher abgerichtet. Schultz höf. leben 2 1, 484; die falcken so von unseren reig…

reiherfang

DWB

reiher·fang

reiherfang , m. : im reigelfang werdend zwen falcken abgelassen, deren einer in die höhe fleugt der ander auff der erden. Heuszlin vogelbuch…

reiherfeder

DWB

reiher·feder

reiherfeder , f. besonders als kopfschmuck: an dem langen pelzrock, der mütze mit einer reiherfeder und dem krummen säbel erkannten die bürg…

reiherfett

DWB

reiher·fett

reiherfett , n. : gewisz aber ist, dasz die fischer, wenn sie reigerfett unter den köder nehmen, .. solchergestalt mehr fische, als durch an…

reiherhalter

DWB

reiher·halter

reiherhalter , m. ein gehegter ort, in welchem reiher gehalten werden: von gelegenheyt der reygerhalter, und welcher masen der reyger zupfle…

reiherhaus

DWB

reiher·haus

reiherhaus , n. bretterverschlag für die gehegten reiher: ( wenn die reiher ) jre eyer gelegt, darnach aber junge gemacht, so mag man jnen j…

reiherhütte

DWB

reiher·huette

reiherhütte , f. eine hütte, welche man dort anlegt, wo reiher gehegt werden sollen. Campe.

Reiherich

RhWB

reihe·rich

Reiherich ręiəreχ Neuw-Kurtschd Sg. t. m.: nachlässiger Kerl .

reiherig

PfWB

reihe·rig

 reiherig Adj. : ' begattungswillig ', raairich [ Don-Schowe Torscha Alexhs Lovrin Tscherwk ]. Abl. zu reihern 2 .

Reiher II

RhWB

Reiher II da, wo nicht Reigel, Reiger (s. d.) herrscht, gilt, soweit der Vogel bekannt, die nhd. Form raiər, –ęi-, –a·i.-, –ę·i.-, –e·i.-, P…

reiherjagd

DWB

reiher·jagd

reiherjagd , f. die jagd auf reiher: das wolt ich gleichwol auch nebendshin sagen, das wann eyn herr lust bekompt, ein reygeljagt anzuoricht…

Reiherkopf

GWB

reiher·kopf

Reiherkopf Schädel eines Reihers; als anatom Präparat Zwey Reiherköpfe LA II 9A,27,20 M12 Morph Plp Elke Dreisbach E.D.

reiherlein

DWB

reiher·lein

reiherlein , n. , diminutiv zu reiher, ardeola alias reiherlein. Stieler 1578 .

reiher als Zweitglied (7 von 7)

Zweireiher

RDWB1

Zweireiher m (Lakune) костюм с двубортным пиджаком

nachtreiher

DWB

nacht·reiher

nachtreiher , m. ardea nycticorax Nemnich 3, 404 ; der nachtreiher, quak- oder schildreiher, nachtrabe, focke ( nycticorax europaeus ). Breh…

rohrreiher

DWB

rohr·reiher

rohrreiher , m. name der rohrdommel ( s. d. ); in älterer form groszer rorreigel, ardea stellaris major Maaler 335 c ; rohrreiger, ardea aru…