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wisch

mhd. bis sprichw. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wisch m.

Bd. 30, Sp. 705
wisch, m. (n.). herkunft. in fast allen germ. sprachen bezeugtes wort, doch im got. fehlend, im ahd., ags. ausschlieszlich, im an. überwiegend auf das zweite kompositionsglied beschränkt: ahd. âzwisc (s. u.), arswisc, ovanwisc (die belege bei Gröger ahd. kompositionsfuge 287, 411), mhd. wisch Lexer 3, 937, mnd. wisch '(stroh)wisch' Schiller-Lübben 5, 739, mnl. wisch, wesch, wesche 'strohwisch, bündel, kranz zum tragen, wischer' Verwijs-Verdam 9, 2, 2672, ags. granwisc 'acus' Toller suppl. 484b, engl. whisc 'büschel, besen, rasche bewegung' Murray 10, 2, 3, 63, an. visk, f. (nur einmal belegt, s. Heggstad gamalnorsk ordbok 812), halmvisk 'strohwisch', sefvisk 'rohrwisch' Fritzner 1, 710; 3, 195, norw. visk, m. 'bündel, bes. von heu oder stroh' Torp 869, aschw. visk Söderwall 2, 996, daraus erweitert oder umgebildet nach dem verbum schw. viska 'kehrwisch, scheuerwisch' Hellquist 1136, n. visk Falk-Torp 1388. germ. wiska-, wiskō- steht im ablaut mit ai. veṣká 'schlinge zum erwürgen' und gehört wie die varianten mit p in norw. visp 'quaste, büschel', schw. visp 'quirl aus ruten', mengl., engl. wisp 'wisch' (s. 6wispel) zu einer wurzel eis 'drehen, auch für biegsame, flechtbare ruten', zu der wahrscheinlich auch lat. virga zu ziehen ist, s. Walde-Pokorny 1, 243. über weitere etymologische zusammenhänge s. Falk-Torp 2, 1388. form. neben wisch, wofür gelegentlich die schreibung wisze, wisse fax (15. jh. md.) Diefenbach gloss. 228b, wisc, wisze facula (15. jh. md.) 222b auch wusch, wohl verdumpfung des i zu u unter einwirkung des voraufgehenden w: wusch, wusche facula (15. jh. md.) Diefenbach 222b; wusch fax nov. gloss. 169b; wusch (1570) haushaltung in vorwerken 83, 12, vgl. auch wuscher tersor Diefenbach gloss. 580c; dazu wuosche, wuos fax (15. jh. md.) ebda 228b. mundartlich wuhsch Stalder schweiz. id. 2, 458; Fischer schwäb. 6, 3430; wusch (Saarwerden) v. Klein prov. wb. 2, 239; Follmann dtsch-lothr. 551; Weinhold schles. 106. mundartlich md. wesch, s. die md. wbb., vgl. dazu weysche fax (15. jh. md.) Diefenbach gloss. 228b. mit rundung wüsch: voc. predicantium (1488) k 4b; Alberus dict. (1540) K k 3b; Sebiz feldbau (1579) 123; Dilich kriegsb. (1607) 88; Moscherosch ges. (1650) 1, 373; Steinbach (1734) 2, 946. mundartlich wüschi Stalder 2, 461; wüsch Regel Ruhlaer ma. 287. — in den mundarten gelegentlich mit länge des vokals: wīsch Fischer 6, 884; wuhsch Stalder 2, 458; wîsch Nassl Tepler ma. 7; Gerbet Vogtland 437; Regel Ruhlaer ma. 287. das geschlecht m., in älterer sprache auch n.: daz wisch (14. jh.) zs. f. dt. altert. 10, 276, 29, vgl. die mhd. wbb.; in neuer sprache selten: Herder 5, 371 S.; ein solches wisch E. Kossak Berliner kunstausstellung (1846) 4; im pl. vereinzelt wischer für wische Sandrub hist. u. poet. kurzweil 5 ndr. 11) ausgang ist 'gedrehtes büschel, bündel', zunächst von heu, stroh u. ä. (vgl. die nord. verwandten) zu verschiedenstem gebrauch, woraus die bezeichnung wisch auch auf andersartige gegenstände gleicher verwendung übergeht (s. bei 2-4). 1@aa) alt 'fangwisch' zur vogeljagd, vgl. wischfang: (das mädchen zum verleumder ihres geliebten:) ir künnet mir in leiden alsam der wachteln daz wisch H. v. Beringen in zs. f. dt. altert. 10, 272, 29; vgl. dazu: welchen wisch (haberwisch, halb aus stroh) etzliche mit einem faden oder andern wischen strohe umb und umb hart bewickelen, dasz die vöglein im wisch die füszlein nicht verstecken können Aitinger v. vogelstellen (1653) 146. —kräuterbüschel, das geweiht wird: umb de selve zit wart keiser Heinrich vergeven up unser vrauwen dach, as man de wische wit (15. jh. Köln) städtechron. 13, 21, 2; vgl.: wösch kräuterbündel, das auf Maria himmelfahrt vom priester gesegnet wird lux. ma. 491. — allgemeiner 'gebündel': item 1½ m. vor 60 schog wische hays zu wynden (1404) Marienburger treszlerbuch 327, 41; mach dünne wüsch von heu oder stroh Ryff thierbuch Alberti magni (1545) 49; der ander fischer mus einen wüsch von reisige an einer stangen haben haushaltung in vorwerken 191, 18; ihr (sollt) den spund ... mit einem stein oder wisch von heu gemacht zudecken Hohberg georg. cur. aucta 3 (1715) 1, 273b; vgl. wisch involucrum herbae, straminis, panni Kilian (1605) 675a; um das einsinken des zuggarnes (am zugnetz) in den oft weichen boden des grundes zu verhüten, befestigt man an dem unterrande wische (wiepen) aus stroh, schilf, kieferstrauch, birken, ginster Seligo fanggeräte § 159, s. dazu auch Mensing schlesw.-holst. 5, 667. — im besonderen 'tragwisch', ein aus stroh gefertigter, ringförmiger wulst oder gepolstertes kissen als unterlage für kopflasten: wisch cesticulus (1507) Diefenbach gloss. 116a; wisch oder tragwisch, etwas auff den kopf zu tragen Duez germ.-gall.-lat. (1664) 686b; wenn die bauerweiber mit tragekörben zu markte gehen, so legen sie unter den korb einen wisch stroh, dasz der korb darauf ruhet und sie nicht so sehr drücken kan, und das heist man einen ruhewisch J. G. Schmidt rockenphil. 2 (1709) 280; vgl. auch Verwijs-Verdam 9, 2, 2672. allgemein mundartlich im südwesten und westen Deutschlands: Fischer schwäb. 6, 884; Martin-Lienhart elsäss. 2, 874; Follmann dtsch-lothr. 545; Müller-Weitz Aachen 261; Waldbrühl rhingscher klaaf 220. 1@bb) der ausgesteckte wisch, zunächst ebenfalls meist von stroh, dient als zeichen, signal; so ganz allgemein: da ihnen der profosz ein wisch oder zeichen stecken würde Kirchhof wendunmuth 2, 310 lit. ver.; wisch etiam est virga speculatoria ..., unde den wisch fallen lassen ... signum dare adventus hostilis Stieler (1691) 2563; dabei wird unter wisch vielfach das ganze zeichen, bündel und stange, verstanden, vgl. noch: 'wisch nennt man eine stange, an deren ende ein strohbündel ... befestiget ist' Helfft wb. d. landbaukunst (1836) 412. vor allem zu rechtssymbolischen zwecken. 1@b@aα) seit alters als flurzeichen, schutzzeichen für bestelltes land (hegewisch), auch wegsperre, vgl. rechtsalterthümer 1, 270. so zu verstehen der älteste beleg: cultura azuuisc (8. jh.) ahd. gll. 3, 2, 18, s. M. Heyne dtsche hausaltertümer 2, 47; wohl auch: wîngarten, boume, gesætez velt, al die wisen unt die heide ... al den bû unz an des strôwes wisch Wolfram v. Eschenbach Willehalm 256, 27; sodann wird die frischbesäte flur durch einen zaun geschlossen oder durch ein warnungszeichen in gestalt eines wisches abgesperrt Wimmer gesch. d. dtschen bodens (1905) 62. auch als warnungszeichen an häusern, deren dach neu gedeckt wird Schön Saarbrücken 230a. 1@b@bβ) als handels- und verkaufszeichen. zur kennzeichnung verkäuflicher ware: man bindet rossen uff den schopf ainen wisch mit strowe, dar umb das man schowe das man sy verkofen wil liedersaal 3, 544 Laszberg; wanne eynich schiff mit houltz des morgens vro zo marte kumpt, dar sall man eynen wisch upstecken, also dat dat houltz veyl sij den gemeynen burgeren (um 1370-90) akten z. gesch. d. verfass. u. verw. d. st. Köln 2, 55 W. Stein; vgl. Frisch (1741) 2, 453a; bei grundstücken Schrader dt.-frz. 2, 1642; 'pfandwisch' O. Weise Altenburger ma. 124. als schank-, gasthauszeichen, vgl. wisch vor ein schenkhausz oder vor einer herberg suspensa hedera Duez (1664) 686b; ein wisch, ein bierwisch Ludwig t.-engl. (1716) 2505; bierzeichen Schmeller-Fr. 2, 1041; wirtshausschild, bier- oder weinzeichen Follmann dtsch-lothr. 545; Bauer-Collitz waldeck. 114b: vino vendibili non opus est suspensa hedera eim guten wein darff man kein besondern wüsch ausstecken Conrad Dieterich bei Fischer schwäb. 6, 884. hierher unterm wisch 'in der kneipe' (vgl. mit anderm sinn hier unten): bald fähet er an zu zechen ... desz morgens bei dem gebrannten wein ... dann zu tisch, von dem tisch untern wisch, da bier und wein sind frisch Westphal faulteufel in: theatr. diab. (1575) 357b. vor allem als marktzeichen zur regelung des handelsverkehrs, bes. auf md. boden, vgl.: 'wisch heiszet an vielen orten ein gewisses bund stroh ..., welches am marckte ausgestecket und wodurch besonders denen höckern (verkäufern) angezeiget wird, wie lange sie sich des einkaufs enthalten sollen' allgem. haushalt.-lex. (1749) 3, 753. sachlich kann dabei mit der zeit auch ein anderes zeichen (z. b. fahne) anstelle des ursprünglichen strohwisches treten, s. u.: item da sal nymandes, der nicht mit der stat ... rechtes pflegit, uffkauffen uff dem markte, die wiele der wusch steckt (v. j. 1413) urkb. d. st. Freiberg in Sachsen 1, 125; keiner soll, weil (solange) der wisch stecket, korn kaufen (v. j. 1650) bei Müller-Fraureuth obersächs. 2, 672. daraus ergeben sich rechtliche wendungen; so bei stehendem wisch: jus fori, dasz sie ... marckrecht haben, ... quod stante quoque signo, bei stehendem wisch ... in foro publico emere ... liceat A. Beier v. d. zünfte zwang (1688) 25. —den wisch werfen, fallen lassen: ehe der ausgehängte wisch geworffen wird Chr. Diether (1686) 492; bis die auf dem markt aufgesteckte fahne hinweg gethan, oder wie man (da ehedem ein strohwisch deren stelle vertreten) sagt, der wisch geworfen ist (Culmbacher, Höfer stadtrecht) bei Schmeller-Fr. 2, 1041; in den städten ... (sollen) die höcken nicht eher etwas aufkauffen, bis der wisch gefallen Noël Chomel (1750) 5, 484; (strafe,) weil (ein viehhändler) 'vor fällung des wisches' einen handel abgeschlossen hat (1801) zs. f. dtsche mundarten (1906) 12 f.; im volksmund: nun ist der wisch gefallen für das ende eines festes Müller-Fraureuth sächs. volkswörter 69. — unterm wisch (ver)kaufen zur zeit des ausgesteckten zeichens: dasz sie, die Schneeberger, uf dem weit berühmten kornmarckte zu Zwickau allerley getreyde vor, unter und nach dem wisch gleich denen bürgern daselbst erkaufen mögen Chr. Melzer Schneebergk (1684) 332; mit anderer, sicher sekundärer erklärung: das heiszt unter dem wisch verkauft, wenn die bauern etwas in die stadt bringen und wollen es nicht ansagen, so legen sie einen strohwisch darüber Chr. Weise überflüss. gedank. (1701) 415. meist handelt es sich um verbotenes geschäft, woraus die redensart sich verallgemeinert zu 'verbotenes oder heimliches tun': unterm wische kaufen de eo, qui occulte et fraudulenter agit Peisker index (1685) 39; ähnlich Körte sprichw. 495; Hertel Thür. 259; Müller-Fraureuth obersächs. 2, 672. hierher wohl, als 'rasch eine heimlichkeit begehen', beim schäkern mit frauen: (beim gelage:) wir springen auf den tisch, wir tanzen um ein glas, verkaufen unterm wisch, im fall es greifens gilt. das zehrlein (der wein) macht uns ein jeder ist bemüht, zu haben eine fine kühne. P. Fleming dtsche ged. 1, 97 L. deutlicher auf das (verboten-)heimliche zielend unterm wisch, ohne das obige verb: schreib mir alles! geht s im examen scharff? dasz man wohl nicht unterm wische in die bücher gucken darff? Hoffmannswaldau u. a. Deutscher auserw. ged. (1697) 7, 232; die leutgen essen selten viel, und welche was verschlingen wil, die thut es unterm wische Chr. Weise überfl. ged. (1701) 415; hat einer unter dem wisch (insgeheim) was genossen, so ihn vergnüget Müller-Fraureuth obersächs. 2, 672; die welt murmelt unterm wisch (1732) ebda. auch verharmlost 'für jedes schnell und unbemerkt erledigte geschäft, ..., wie man denn z. b. unterm wische jemand gelegentlich besuchen oder mitten in der arbeit sein frühstück essen kann' A. Richter dtsche redensarten nr. 205; die vorstellung von wisch 5 a als rasche bewegung, husch kann dabei sekundär mitspielen. 22) wisch als licht, fackel, in älterer zeit, vgl. fackhel, visch (statt wisch) fax (voc. ex quo 1432) bei Diefenbach nov. gloss. 169b; eyn wisch dar mede luchtet facula ebda 165a; wüsch, kertz, was liecht von sich gibt Alberus (1540) K k 3b: dar nâch liz her (Maximilianus) si burnen mit gluwendem îsene und mit wischen und burnenden vackelen mystiker 1, 12, 28 Pfeiffer; die knechte mit den bornenden wischen uf daz tanzhuss luchten Rothe düringische chronik 632 L.; vgl. saevis facibus brinnenden wischen (15. jh.) anzeiger f. kde d. teutschen vorzeit 6 (1837) 347 Mone; item so verpieten wir auch, das niemands des abinds ... sunder wisch adir liecht uf der straszen nicht gehin sall (1491) quellen z. rechtsgesch. d. stadt Marburg 2, 199 Kück; wann man des nachts einen strowüsch anzündet und mit dem wüsch an einer fohrenbach am rande über dem wasser herlchtet (1569/70) haushaltung in vorwerken 191, 36 Ermisch; sind mit fackeln und fewerbrenden und wischen umb die schantzen gelauffen Gyr. Spangenberg mansfeld. chronica (1572) 465a. mundartlich noch in der redensart hä bürnt bî ä wûsch er glüht vor erhitzung u. s. w. Regel Ruhlaer ma. 287. licht, das in die irre führt, irrlicht, irrwisch (als kobold), s. d. teil 4, 2, 2172, 'weil er als ein brennender lockerender wisch, der von verbrennlicher materie ist, leuchtet' Frisch (1741) 2, 453b; doch wirkt sicher auch wisch 5 a auf diese bezeichnung gerade des rasch huschenden wesens ein, vgl. sp. 710: jm nebel hellt er (der teufel) uns eitel yrre wissche fur, das er uns verfure Luther 26, 174 W.; item in welden und bey dem wasser, da man sie (die bösen geister) sihet wie die böcke springen odder bornen wie die wissche ebda 34, 2, 396; wenn die fuhrleute nur braff in die lufft mit ihren peitschen klatschten und solche zertheilten, würde der wisch ehe von ihnen fliehen als durch seufftzen oder gebeth Chr. Frz. Paullini bauren physik (1705) 42; hier schwankt ein schatten, dort irrt ein fahler wisch H. Löns aus forst u. flur 193; sie habe dem licht einen topf milch versprochen, wenn es ihr heimleuchte. da sei der wisch vor ihr dahingeglitten und habe sie geführt Watzlik der pfarrer v. Dornloh (1930) 179. 33) ding, werkzeug zum wischen, reinigen, vgl. ouinwisc ahd. gl. 3, 167, 38, z. t. wieder in der ursprünglichen form des strohwisches oder eines sonstigen gewundenen bausches: des kühirten ampt ist ... sie (die ochsen) abends mit eym wüsch stro, ehe sie sich legen, zu reiben Sebiz feldbau (1579) 123; vgl. penicillus ... peniculus ... wisch Kilian (1605) 675a; strofinaccio M. Kramer t.-ital. 2 (1702) 1365c; wisch von stroh ... fasciculus straminis ad detergendum vel purgandum aliquid Frisch (1741) 2, 453a; 'etwas zusammengewickeltes zum abwischen' Martin-Lienhart elsäss. 2, 873; 'bündel von pflanzen oder lumpen ... zum wischen' Mensing schlesw.-holst. 5, 667. — dann auch in anderer gestalt, so als schwamm Kilian (1605) 675a; bürste: ein wisch von borsten tersorium e setis Frisch (1741) 2, 453a, mundartlich wusch bürste aus borsten o. wurzeln Follmann dtsch-lothr. 551; besen Schmeller-Fr. 2, 1041; Fischer schwäb. 6, 884; sprengwedel Gangler luxemb. 481. vor allem tuchlappen, z. b. wisch, lumpe torchon Wiederhold (1669) 423b; tersorium Kirsch cornucop. (1718) 357; Fischer a. a. o.; Martin-Lienhart a. a. o.; Follmann lothr. 545 u. a. im einzelnen nicht immer scheidbar: so man sie (die pferde) mit dem striegel oder wisch durchstriegelt oder wischet Ryff thierbuch (1545) 44; da die stallbursch ... wüsch, schwerze und bürsten ... darbey haben (1617) Hainhofer reisetagebuch, in d. baltischen studien 2, 2, 129; die schuh mit einem wische reinigen Chr. Schwan nouv. dict. 2, 1060b; bey allen zuständen, allwo weder entzündung noch hitz ist, musz man das (betreffende) glied mit der hand oder einem wisch reiben Hohberg georg. cur. aucta 3 (1715) 2, 186b; komm! zieh dir rock und leibgen an, lasz wisch und besem liegen das mädgen von Orleans (1821) 1, 57. im besonderen wisch zum reinigen des hintern, vgl. arswisc ahd. gl. 3, 73, 32: ein wisch anitergium (15. jh.) Diefenbach gloss. 36a; junckfraw Porte ... nam yhr nicht der weile, da sie stulen gieng, das sie einen wisch gemacht hette Agricola t. sprichw. (1534) q 4b; wilt die finger behalten rein, so mach den wisch nicht zu klein Fischart Gargantua 211 ndr.; die wische auf seinem abtritt Heinse s. w. 7, 150 Sch.; wie ein sprudelnder steisz, der die wische verhöhnt J. H. Voss Aristophanes (1821) 359. daher die redensart vom tisch zum wisch: der ist vom tische bald gelaufen hin zum wische Rachel satyr. ged. 136 ndr.; bin ich von taffel, es ist mir aber gangen met verlöff, wie dasz teutsche sprichwort sagt, 'von den tisch auff den wisch' (1715) Elisabeth Charlotte v. Orleans br. 2, 573 Holland; von tische zu wüsche a ferculo ad lasanum surgere Steinbach (1734) 2, 946; vam disch na de wisch Richey idiot. Hambg. (1755) 342; vgl. noch Wander 5, 288. 44) aus 3 übertragen, 'wertloses, verächtliches, schlechtes', was gewissermaszen nur mehr zum wischen taugt. 4@aa) zunächst noch eigentlich, 'wertloses, schlechtes stück papier, fetzen' Krünitz 239, 422; Kindleben stud.-lex. (1899) 216. bes. volkstümlich gebraucht, vgl. Fischer schwäb. 6, 884; charta futilis Serz idiotismen 177b u. a. vgl. dazu: einen wie einen wisch hin und herwerfen mangel an achtung zeigen Wander sprichw.-lex. 5, 288. von da ausgehend, abschätzig für ein druck- oder schriftstück: was soll ich machen mit den wischn? die dienn nicht z hetzen noch z fischn. mit büchern ists nicht auszgericht Gilhusius grammatica (1597) 58. auf den wertlosen inhalt bezogen: der elende wisch, welcher über mich erschienen, ist gar keiner achtung würdig Winckelmann s. w. 11, 128; dasz ich ungern diesen wisch (band) schmiere, können sie glauben (1767) Lessing 17, 234 M.; noch ein ganz elender wisch ist in Wien 1787 gedruckt Nicolai reise (1783) 8, xviii; mich giebt nur wunder, wie man unverschämt genug seyn kann, einen solchen wisch vorzuzeigen, der so dumm und so grob zugleich ist Göthe IV 14, 65, 10 W.; der freche wisch des knaben Theon Adolf Deissmann licht vom osten4 195; deine bestallung mit ihren königlichen forderungen ist ein werthloser wisch papier H. Laube ges. schr. 14, 48; wer hat auf seinem wisch die grenze falsch gezeichnet? Rosegger schr. I 3, 406; Leonhard Hagebucher aber schob den wisch (schreiben der polizei) in die tasche W. Raabe Abu Telfan (1870) 2, 126. amtliche schreiben bezeichnet gerade volkstümliche sprache gern mit wisch, mit und ohne geringschätzung, vgl. Hügel Wien. 190; Müller-Fraureuth obersächs. 2, 672a; Brendike Berl. wortschatz 193. daneben auch auf die äuszere lässige form mitbezogen; kurzes, rasch hingeworfenes schreiben: ich mag ihm keinen bloszen wisch zusenden, und etwas ordentliches schreiben, ist mir jetzt unmöglich Heinse s. w. 10, 133 Sch.; was ich von dir habe, ist ... nur ein wisch A. v. Chamisso w. (1836) 5, 37; mein liebes herz, du bekommst wieder nur einen wisch O. v. Bismarck br. an s. braut u. gattin 447; als sie stocken muszte im weiterlesen des nur so hingekritzelten wisches (einer schuldverschreibung) K. Gutzkow ges. w. 2, 99; druckwerk von schleuderhafter aufmachung: übrigens gefällt mir die neue einrichtung der jahrbücher (wöchentlich ein wisch von 3 bogen) gar nicht Görres ges. br. 2, 46. 4@bb) übertragen auf menschen als schelte: ein mensch, der nur eine geringe courage besitzt, heiszt gleich eine alte hure, ein kleines werkchen, ein wisch Lichtenberg verm. schr. (1800) 3, 63; dasz sie ein wisch von einer frau sei (1813) briefe v. D. u. Fr. Schlegel an d. fam. Paulus 99 Unger; fuszfällig müszt sie dir ja abbitten, der wisch! Emil Strausz kreuzungen 74. noch derber in den mundarten 'schmutziges, verkommenes weib' Ruckert unterfränk. 197; Fischer schwäb. 6, 884. 55) wisch nicht aus der urbedeutung des 'gedrehten bündels', sondern als rückanlehnung an wischen als bewegungsvb. zu verstehen. 5@aa) wisch als etwas rasch bewegliches, zu wischen B. erst spät (auch auszerdeutsch nur im neuengl., s. Murray 10, 2, 3, 63 und neudän. som en visk Falk-Torp 1388) bezeugt, aus sprachl. unterschicht; das onomatopoetische element der silbe wisch ist nur als sekundär wirksam anzusehen, gestützt durch wisch, interj., witsch, wusch, wutsch u. ä.: ein ding, welches wischet, sich schnell und leicht bewegt Campe 5, 744; etwas unbestimmbares, das an dem auge rasch vorüber zieht Knothe Markersdorfer ma. 124; rasche bewegung, husch, huschendes etwas ten Doornkaat-Koolman ostfries. 3, 563; übertragen: lebhaftes kind Hofmann niederhess. wb. 265; unruhiges kind Fischer schwäb. 6, 3430. dazu in der bedeutung 'irrwisch', s. sp. 708. — als bewegungsvorgang selbst; wie wischer 3 als scheuch- und schlagbewegung: die vögel (kinder) räumen ab den tisch, und alles pickt, und fürchtet sich vor keinem wisch Fr. Rückert w. (1867) 2, 26; vgl.: wuschen schläge, haue, prügel Kleemann nordthür. 25c; dazu uneigentlich: einen wisch geben ausschelten Nicolai österr. id. 142; v. Klein prov. vb. 2, 234. auch in der wendung unterm wisch 'rasch' steckt z. t. dieser strang, s. sp. 708. s. auszerdem wischlein 'wiege'. — anders, als ergebnis einer wischbewegung (vgl. wischen A 1 d), 'flecken, verriebene farbstelle': wisch litura, eine verwaschene unbestimmte zeichnung von andrer farbe Illinger thier- u. pflanzenreich (1800) 93; flügel (einer braconenart) sehr dunkel, und die gewöhnlichen hellen wische sehr hell Ratzeburg ichneumonen d. forstinsekten (1844) 1, 47. 5@bb) als mengebezeichnung, aus der im komp. erwischen stärker als im simplex wischen (s. d. A 5) wirksamen vorstellung des 'fassens' entwickelt. zunächst im wortsinn als 'handvoll', 'was mit einem griff gefaszt werden kann', vgl. Campe: hätte auch ... fortgeplaudert, wo nicht ein teuffel ... ihm den athem mit einem wüsch flammenrauchenden cass gestopffet hätte Moscherosch gesichte (1650) 1, 373. als 'handvoll' vor allem mundartlich allgemein, z. b. Fischer schwäb. 6, 884; Martin-Lienhart elsäss. 2, 874; Müller-Fraureuth obersächs. 2, 672; Frischbier preusz. 2, 475. im bes. von haaren: der mann hatte ... in der lincken hand auch einen wüsch haar, aber im gesicht war er verkratzt Moscherosch gesichte (1650) 2, 343; so dasz ... ganze büschel seines haares herunterfielen ... wenn ihm jedesmal ein neuer wisch in der hand blieb G. Keller ges. w. 6, 228; vgl. auch Frischbier preusz. 2, 475; als 'dichtes büschel', vgl.wuschelkopf: en wusch blonde haare ufn kopp Müller-Fraureuth obersächs. 2, 672; daraus 'haarschopf' in der wendung einen am wisch nehmen, s. Fischer schwäb. 6, 884; Müller-Fraureuth obersächs. 2, 672: dasz sie ihn (Gwyon) nicht packt am wisch, was thut er? Gwyon wird im nu ein fisch Fr. Th. Vischer auch einer (1879) 1, 134. erweitert zu der vorstellung einer gröszeren menge, 'soviel ... als man mit zwei händen fassen kann' Bock preusz. wb. 78, 'ein armvoll' Fischer samländ. 98 u. ä.: fenile eyn hauhop ('heuhaufen'), eyn wisch (v. j. 1417 nd.) Diefenbach n. gl. 170b; soll man den pferden einen wisch heu vorlegen (manipulum foeni, brancata di fieno) Winter v. Adlersflügel stuterei (1687) 46. ganz allgemein 'haufe, anzahl': wo er als monarch oben auf dem thron sitzt, und ihm ... ein ganzer wisch von tagdieben huldigen Lenz ges. schr. 1, 19 Tieck; do (zu fastnacht) fahrt e ganzer wisch von beese gaistren als mit viele dausig hexe us de kämminre nus Arnold pfingstmontag (1816) 139. der gebrauch ist wieder hauptsächlich volkstümlich, vgl. noch Friedli Bärndütsch 3, 213, Martin-Lienhart elsäss. 2, 874, Hennig preusz. 302. als bestimmtes masz für stahl in der alten handelsspr. des Niederrheins, 'stangen, ungefähr 10 ℔' Kuske qu. z. gesch. d. Kölner handels 4, 543; fraglich bleibt hierbei, ob als ausgang die 'handvoll' (stangen) oder, von 1 her, 'bündel' anzunehmen ist: pro 30 wuyscche cleyns stayl (1487) Kölner stadtrechn. 1, lix Knipping; wie dat Nyngelgin van Segen ... ieme verkouft sullen haven ... einen wusch staels qu. z. gesch. d. Kölner handels 2, 703 Kuske; stahlwusche ebda 1, 301.
23720 Zeichen · 611 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    WISCHstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    WISCH stm. wisch, strohwisch. ahd. wisc Graff 1,1082. vgl. ich wasche. dâ mîn herze solde wesen, dâ trag ich eine lîchte…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    wischF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    wisch , F. Vw.: s. wische (2) L.: Lü 587a (wisch)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wísch

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Wísch , des -es, plur. die -e, von dem Verbo wischen. 1. Ein Werkzeug zum Wischen, oder Abwischen; besonders in den …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Wisch

    Goethe-Wörterbuch

    Wisch [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. modern
    Dialekt
    Wisch

    Elsässisches Wb. · +9 Parallelbelege

    Wisch , Wusch [Wì und We allg., letzteres vorwiegend U.; Wù Rauw. Oermi. ; Pl. Wì u. We; Demin. Wìlə O., Wìl, We…

  6. Sprichwörter
    Wisch

    Wander (Sprichwörter)

    Wisch 1. Ein trockner Wisch macht rein den Arsch. – Willkomm, Der deutsche Bauer, 25. 2. Einen wie einen Wisch hin- und …

Verweisungsnetz

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wisch

361 Bildungen · 213 Erstglied · 136 Zweitglied · 12 Ableitungen

wisch‑ als Erstglied (30 von 213)

Wisch(i)gras

Idiotikon

Wisch(i)gras Band 2, Spalte 797 Wisch(i)gras 2,797

Wischbett

SHW

Wisch-bett Band 6, Spalte 615-616

Wischgummi

SHW

Wisch-gummi Band 6, Spalte 617-618

Wischleute

SHW

Wisch-leute Band 6, Spalte 617-618

Wischlumpe

SHW

Wisch-lumpe Band 6, Spalte 617-618

Wischtuch

SHW

Wisch-tuch Band 6, Spalte 617-618

Wischwagen

SHW

Wisch-wagen Band 6, Spalte 617-618

Wischan

Meyers

wis·chan

Wischan (tschech. Vyskov ), Stadt in Mähren, in der fruchtbaren Ebene Hanna, am Hannafluß und an der Staatsbahnlinie Brünn-Prerau, Sitz eine…

wischauf

DWB

wisch·auf

wischauf , n.? , kinderspiel, eine art blindekuh: apodidrascinda Kirsch cornucop. (1718) 88 b . —

Wischbank

RhWB

wisch·bank

Wisch-bank afweš- Wuppert-Kronenbg f.: B. od. Tisch, worauf die geschliffenen Gegenstände geputzt werden.

Wischbarg

MeckWB

wisch·barg

Wischbarg m. FN. für einen Berg bei Wi; (1322) Meckl. 19, 36; öft. in Fischbarg umgewandelt.

Wischbarger

MeckWB

wisch·barger

Wischbarger m. Spottname für kinderlose Eheleute in Wi; sie zogen an bestimmten Tagen gemeinsam zum großen Hügelgrab auf dem Wischbarg, um d…

Wischbleik

MeckWB

wisch·bleik

Wischbleik f. Wiesenbleiche: 'nachfolgender ... Grundstücke, als ... zwei vollen Rahden mit Wischblecken' ( Lu Döm ) N. Strel. Anz. 1836, S.…

Wischblëtz

ElsWB

wisch·bletz

Wischblëtz m. Wischlumpen. ‘Sie (die Zauberer) können einem menschen suwbürsten oder ein wäschbletz oder ein Strowysch in ein schenkel stoss…

wischblēk

KöblerMnd

wischblēk , N. Vw.: s. wischeblēk*

Wischbrei

RhWB

wisch·brei

Wisch-brei Sieg , MülhRh , Wippf ( wyšəbrī Klüppelbg , Lennep-Radevormwald ), Gummb-Berghsn Dieringhsn , Köln , Bergh m.: eine Art Rührei, m…

wischbrieflein

DWB

wisch·brieflein

wischbrieflein , n. , vereinzelt bezeugt, abschätzig nach wisch 4 a: es sei denn, dasz ein brief versiegelt sei, so gilt er, da man mit eina…

wischchen

DWB

wisch·chen

wischchen , n. , demin. zu wisch. büschel, büschlein stroh u. dgl.: bestreuet selbige ( gans ) mit kleyen, machet von stroh ein wischgen, un…

Wischdauk

MeckWB

Wischdauk m. Wischtuch; in der Mainacht braten und essen die Hexen auf dem Blocksberg Wischtücher: Bartsch 2, 264. Vgl. Upwischdauk. Kü. 3, …

wischeblēk

KöblerMnd

wischeblēk , N. nhd. Wiesenfläche, Wiesenstück E.: s. wische (2), blēk (1) L.: Lü 587a (wischblek)

wischehe

BMZ

wisch·ehe

wischehe mirica wiskehe vel smelohe vel brima gl. altd. bl. 1,350.

Wischehrad

Herder

wische·hrad

Wischehrad (vom slav. wys d.h. hoch und hrad d.h. Burg), Name zahlreicher Orte, Schlösser etc. in den slav. Ländern; am bekanntesten ist der…

wisch als Zweitglied (30 von 136)

kellærelouwisch

KöblerMnd

*kellærelouwisch , Adj. nhd. „Kellerlöwen” betreffend, Kneipwirt betreffend Hw.: s. kellærelouwische E.: s. kellærelouwe, isch

wēdewisch

KöblerMnd

*wēdewisch , Adj. nhd. verwitwet Hw.: s. wēdewische E.: s. wēdewe (1), isch

areweiʒwisch

MWB

areweiʒwisch stM. ‘ein Bündel von Erbsenstroh’, hier Geringfügigkeit ausdrückend: einen læren arweizwisch / gæb ich niht umb ir aller kunst …

arschwisch

DWB

arsch·wisch

arschwisch , m. franz. torchecul, russ. trjapka: weil denn e. c. h. dem keiser in sein kamergerichte scheiszt, der stadt Halle die freiheit,…

arswisch

Lexer

ars·wisch

ars-wisch stm. BMZ anitergium, podiscus Voc. ; nipus Voc. 1482.

arweiʒwisch

BMZ

arweiz·wisch

arweiʒwisch stm. wisch von erbsenstroh. einen læren arweiʒwisch gæb ich niht umb ir aller kunst Helbl. 2,1294.

Bādewísch

Adelung

bade·wisch

Der Bādewísch , des -es, plur. die -e, eine von Stroh geflochtene Unterlage, worauf die neu gebornen Kinder bey dem Baden in der Bademulde g…

bierwisch

DWB

bier·wisch

bierwisch , m. strohwisch, als bierzeichen ausgesteckt. s. bierkranz , bierreis , bierzeichen .

blǟwisch

Idiotikon

blǟwisch Band 5, Spalte 247 blǟwisch 5,247

Bode(n)wisch

Idiotikon

Bode(n)wisch Band 16, Spalte 2125 Bode(n)wisch 16,2125

borstwisch

DWB

borst·wisch

borstwisch , m. scopae e setis factae: und es feget den zarten staub ein sträubender borstwisch. Zachariä 1, 267 .

borwisch

DWB

bor·wisch

borwisch , m. , ein kehrwisch mit langem stiel, um damit hoch hinauf wischen zu können, auch eule, rauchkopf genannt.

Büniwisch

Idiotikon

Büniwisch Band 16, Spalte 2126 Büniwisch 16,2126

bērwisch

KöblerMnd

bēr·wisch

bērwisch , M. nhd. „Bierwisch“, Strohwisch (als Bierzeichen ausgesteckt) E.: s. bēr (1), wisch (1) W.: s. nhd. (ält.) Bierwisch, M., „Bierwi…

Chessiwisch

Idiotikon

Chessiwisch Band 16, Spalte 2125 Chessiwisch 16,2125

Cholwisch

Idiotikon

Cholwisch Band 16, Spalte 2124 Cholwisch 16,2124

Chērwisch

Idiotikon

Chērwisch Band 16, Spalte 2125 Chērwisch 16,2125

Derwisch

Pfeifer_etym

der·wisch

Derwisch m. Mitglied eines asketisch lebenden islamischen Ordens, entlehnt ( deruisen Plur., 16. Jh.) über türk. derviṣ aus pers. darwiš, wö…

dēwisch

Idiotikon

dēwisch Band 13, Spalte 2238 dēwisch 13,2238

falwisch

KöblerMnd

fal·wisch

falwisch , Adj. nhd. Asche... ÜG.: lat. favilla E.: s. ahd. falawiska, F., Asche, Ruß, Funke, germ. *falwiskō, st. F. (ō), Asche, Flugasche;…

Fautwisch

MeckWBN

faut·wisch

Wossidia Fautwisch m. a. Spr. Schuhlappen: 'mine Verfolgere (vermeinen) ..., se mOegen van D. Oldendorpe wol enen Votwisck macken' Ungnad Am…

federwisch

DWB

feder·wisch

federwisch , m. ala anserina verrendo serviens: er lat schieszen, wie vast man wil, und wüscht die schüsz all mit eim federwüsch dannen. Kei…

Fl_s;derwísch

Adelung

Der Fl_s;derwísch , des -es, plur. die -e, das erste Glied eines Gänseflügels mit den daran befindlichen Federn, allerley Hausgeräth vom Sta…

flederwisch

DWB

fleder·wisch

flederwisch , m. scopulae plumeae, gansflügel zum abkehren, federbesen, zuweilen federwisch ( sp. 1410) geschrieben, nnl. vederwisch, auch s…

Ableitungen von wisch (12 von 12)

bewischen

DWB

bewischen , tergere, abstergere, bewüschen. Henisch 365 . illinere. Stieler 2564 .

entwische

BMZ

entwische swv. entwische. evadere entwüschen gl. H. zeitschr. 5, 5,414. entwischte dan Jerosch. 61. c. die grôʒe smâheit entwischet nicht vo…

entwischen

DWB

entwischen , 1 1) evadere, elabi, entschlüpfen, entfahren, nnl. ontwisschen, früher oft fehlerhaft entwüschen geschrieben, mhd. nieht dir in…

erwische

BMZ

erwische swv. erwische. nu erwuscht Gâwân daʒ zahelbret krone 232. a Sch. daʒ uns iht erwische gâher tôt H. zeitschr. 8,292. Pass. K. 363,76…

erwischen

DWB

erwischen , arripere, comprehendere, erhaschen, erfassen, schnell und heimlich ergreifen, fehlerhaft geschrieben erwüschen, mhd. erwischen, …

gewisch

DWB

gewisch , gewische , n. , verbalsubst. zu wischen, schon im 16. jahrh. belegt: dann ich hab mich etlich mal mit des frawenzimmers nasenfuter…

gewischen

Lexer

ge-wischen swv. BMZ wischen Pass.

verwische

BMZ

verwische swv. 1. verwische, wische zu, weg. mit dem sun wir vertuschen der sunden spor u. verwuschen Mart. 174. d. 2. wische, husche bei ei…

verwischen

DWB

verwischen , vb.; seit dem 11. jh. in verschiedenen bedeutungen bezeugt, vgl. mhd. wb. 3, 764; Lexer 3, 311 . im frühnhd. selten, seit dem 1…

verwischung

DWB

verwischung , f. , junges wort, noch nicht bei Adelung ; belege seit ende des 18 . jhs.: die endliche verwischung und vertilgung der einseit…

wische

DWB

wische , wisch , f. , norddtsch. wort, wiese, wiesenland, niederungsland. ags. wisc Bosworth-Toller 1240 a ; neuengl. dial. wish, mnd. wisk …

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APA
Cotta, M. (2026). „wisch". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 8. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wisch/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „wisch". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wisch/dwb. Abgerufen 8. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „wisch". lautwandel.de. Zugegriffen 8. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wisch/dwb.
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