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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

mit adv.

Bd. 12, Sp. 2323
mit, adv. und präp. goth. miþ; altnord. með, neunord. med; ags. mid, engl. erloschen; alts. mid und midi, niederl. niederd. med, met; ahd. miti, mit, mhd. mit; das alts. und ahd. sondert auch das adverbium von der präposition in der form, indem es für jenes midi, miti, für diese mit setzt, ebenso steht friesisch adverbiales mithi von präpositionalem mith, mnd. mede, medde von mit (Schiller-Lübben 3, 50b. 104b), mhd. mite von mit ab, und wenn auch in späterer mhd. zeit der unterschied gewöhnlich wieder aufgegeben ist, so bewahrt doch die sprache des 16. und 17. jahrhunderts daran noch erinnerungen in der adverbialform mitte, die in quellen des östlichen Mitteldeutschlands gelegentlich auftaucht: wenn du ein guter geselle mitte sein wirst, so wird man dich lieb und werth halten. Mathesius Syrach 2, 50a; zwar er mag .. beide schlüssel haben, aber er kan keinem andern mitte aufschlieszen. J. Böhme von den drei principien göttlichen wesens 9, 26; dasz sie desselben zuckers sollen ewig mitte essen. 17, 98; der mast gieng über boort, so must auch der meisan von grund aus mitte fort. P. Fleming 80; in summa, was in sich luft, see und erde hält, das heiszt uns lieben itzt, und mitte sein gesellt. 153; der ich itzt vor andern allen solte mitte frölich sein. 392; bei Logau miete: was die welt schätzt also gut, dasz man haab und gut erwirbt, lieber wem ist dieses gut? o durch welchen man vertirbt, diesem lohnt man miete noch. 2, 48, 70; fremde kleider schimpfen uns; weil sie aber so gemein, musz alleine sein ein narr, wer es nicht wil miete sein. 154, 79. urverwandt ist griech. μετά, zend. maṭ mit, samt, nebst (Fick2 145); das goth. verbindet mit miþ nur den begriff der vereinigung, des zusammentreffens (qam at marein Galeilaiê miþ tveihnaim markôm Daikapaulaiôs. Marc. 7, 31, ἀνὰ μέσων τῶν ὁρίων Δεκαπόλεως, verstanden wo die beiden grenzen zusammenstoszen, da der goth. übersetzer ὁρίων als grenze nahm), und des dabeiseins; die bedeutung des mittels hat sich erst später entfaltet. II. mit, adverbium. I@11) zur bezeichnung eines dabeiseins, einer gesellschaftlichen verbundenheit; in diesem sinne bereits im gothischen zu einer gröszeren anzahl von verben, sowie zu substantiven gestellt, in allen deutschen sprachen, mit ausnahme des englischen bis heute häufig, und namentlich auch im nhd. mit beinahe jedem verbum zu verbinden, so dasz unten an alphabetischer stelle nur die gebräuchlichsten gegeben werden; vor substantiven und deren ableitungen steht das adverb fest, bei verben dagegen lose, wie bei an (vgl. th. 1, 288), auf, aus (820), bei (1356), fort (th. 41, 10), nach (th. 7, 10) u. a.; der ton ruht, wenn mit vor der verbalform steht, in allen fällen, wo die vereinigung scharf hervorgehoben wird, auf der präposition, in fällen dagegen, wo eine solche hervorhebung nicht statt findet, auf der verbalform: er hat nicht mít gegéssen, d. h. nicht in gesellschaft mit uns, er hat nicht mit gegéssen, er asz nicht, während wir doch aszen; an einem werke mít arbeiten, im vereine mit andern; wer nicht mit árbeitet, soll auch nicht mit éssen, wobei die thätigkeit höher als die gemeinschaftlichkeit gewürdigt wird. die neueren schriftwerke rücken mit, wenn es so hoch betont vor der verbalform steht, mit dieser zusammen; die ältern trennen es meist, wo dann gelegentlich die betonung zweifelhaft wird: da sahe ich nun den jungen Simplicium mit aufwarten. Simpl. 3, 384 Kurz, ungewisz ob mít aufwarten oder mit aúfwarten. — auszerhalb solcher verbalverbindungen: wann die weine werden abgelassen, laufen gemeinlich häfen mit under. Zinkgref apophth. 1, 220; Sancho Pansa, .. welcher in dem schlosse des herzogs, wo sein herr .. so wohl aufgenommen wurde, allezeit mit von der gesellschaft war. Wieland 12, 333; was hindert mich, zu glauben, dasz der Armenier bei der entweichung dieses menschen mit im spiele war? Schiller hist.-krit. ausg. 4, 255; besuche nur erst ein paar grosze handelsstädte, ein paar häfen, und du wirst gewisz mit fortgerissen werden. Göthe 18, 53; namentlich auch, wo verben der bewegung ausgelassen sind: willstu mit, erisne una nobiscum? Stieler 1287; mein vater zieht gegen ihn. ich bin in unruh, weisz nicht, ob ich mit soll? Klinger Otto 30, 4; mit musz er, dasz der richter der welt nur den schuldigen strafe. Schiller kabale und liebe 5, 7; ach, lieber herr, lasz uns auch mit! H. Sachs fastn. sp. 5, 23, 217; vergl. mhd. sî reien oder tanzen, sî tuon vil manegen wîten schrit, ich alleʒ mit. Neidhart 12, 35; in der aufforderung: jetzt führ ich heim mein junges weib. mit, mit zum brautgelage! Bürger 14b. I@22) von diesem sinne aus auch in der formel mit sein einem eines dings und ein ding, wo aber aus dem dabeisein (ahd. interesse mitiuuesan Steinmeyer-Sievers 2, 287, 15) sich das zugeben, gestatten, entwickelt hat: sîn vater und sîn muoter wâren im sîns willen mite. Lamprecht von Regensburg St. Franc. leben 414; die eltern sollen den kindern nicht alles mitsein. Schm. 1, 1690 Fromm. (vom bair. walde); was zu thun sei, wenn ein richter der anbegehrten verschaffung nicht mitsein wölle (si remissionem deliquentis recusat). ebenda; wir wollen dir als ein besondere gunst mit sein, dasz du ... Lori bergr., ebenda; danach unpersönliches es ist mir mit, ist für mich passend, mir gemäsz, gefällt mir: es ist mir nicht mit, non assentio, displicet. Stieler 1287; die fabel lert, das wir nit söllen allen rathgebern glauben stellen. der löw redt hie, was jm ist mit, die geisz ist klug und folgt jm nit. B. Waldis Esop 1, 78, 17; (wie die geistlichen) als was jn dient, vor sich auszklauben, damit sie der welt güter rauben, welchs stück mir aber nicht ist mit. 4, 18, 73. I@33) ferner in verbindung mit superlativbestimmungen: er war mit der beste schüler in der klasse; er ist mit einer von den bravsten gewesen; er ist mit einer der ältesten räte des reiches. I@44) mit, gleichzeitigkeit einer handlung oder eines zustandes angebend: die pilgerîme des wâren vrô, die Letten und die Lîven mite. livl. chron. 1185; der muth, der das wesen der tugend mit ausmacht. Kant 6, 368; die erstaunenden, theils schrecklichen bilder, in welchen Miltons grösze mit bestehet. Winkelmann 3, 63; unter der regierung Friedrichs II. war sie (die denkfreiheit) unbeschränkt gewesen, und eben hiedurch mit hatte die allgemeine deutsche bibliothek so viel gutes gestiftet. v. Göckingk im leben Nicolais 39; bei denen (schriften), die er dictirt hat, rührte der fehler (der weitschweifigkeit) mit hievon her. 43; doch wie wenige giebt es, die .. nicht bei ihrer anhänglichkeit an dich mit rücksichten nähmen auf deinen äuszern ruf. Knigge umg. mit menschen 2, 131; die Römer lieszen einst zum zeichen wahrer treu den schmuck des hauptes mit bei ihren leichen brennen. Günther 614; nicht minder ist vor allen dingen der umstand noch in anschlag mit zu bringen ... Wieland 21, 233; das verwünschte gebettel! es haben die vorderen kutschen reichlich für uns mit bezahlt. Schiller hist.-kr. ausg. 11, 98; auch durch zugleich verstärkt: o, der herr geheimderath haben mich zum besten! und seine leser ein wenig mit zugleich. Lessing 8, 183; und es brannten die straszen bis zu dem markt, und das haus war meines vaters hierneben verzehrt, und dieses zugleich mit. Göthe 40, 250. I@55) mit, vor einem andern örtlichen oder zeitlichen adverb; mit zu, bisweilen: es fellet das edle wort gottes ja mit zu unter die dornen, und wird erstickt, das es nicht frucht bringet. Luther 2, 389b; mit unter, nebenbei: dis wil ich mit unter zur kurzen verantwortung gesagt haben denen, die jmer meinen, ich soll herzog Georgen schonen. 6, 14a; vergl. zusammengerücktes mitunter, bisweilen, an alphabetischer stelle, und mitbei, mithin. I@66) mit in den verbindungen damit, hiemit, hiermit, womit (s. d.), welche in bezug auf gegenstände, nicht personen, gebraucht werden. die ältere sprache trennt noch die beiden glieder der verbindung, auch durch zwischengestellte andere worte: ob ir hetent eine maget diu gerne den tôt durch iuch lite, dâ soltent ir genesen mite. arm. Heinrich 924; hie vâhet man den bern mite. Trist. 9, 4; und für dâ mite gilt auch nur einfaches mite: ahd. quad, man sia (die salbe) mohti sciorofirkoufen filu diuro, in thiu man thaʒ iruueliti,man arme miti neriti. Otfrid 4, 2, 23; mhd. swer lebet nâch der wîsen site, der verliust die tôren mite. Freidank 82, 2; wie noch nhd. in häufigen fällen, I@6@aa) wenn begleitung, dabeisein, bereitschaft eines gegenstandes zu einer thätigkeit ausgedrückt wird: aber etlich lerer sprechent, ein schlang hab nit me den ein zung und zitter so behend mit, das man meint es seint zwo zungen. Keisersberg nd. d. m. 67b; hätte alsdann so viel schifern im kopf, dasz man ein tach mit decken könte. Schuppius 532; wenn mir so was recht in der seele wohl thut, wenn ichs auswendig gelernt habe, ich mich den ganzen tag mit trage. Göthe 14, 84; ach, ich hab einen mann erschlagen, den thu ich in dem sack hie tragen. wöllst mir den graben in dein hof! den schergen ich kaum mit entloff. H. Sachs fastn. sp. 3, 63, 208; Cornius hat auf dem haupt einen unbenannten schaden; weiland in Cerastia waren männer mit beladen. Logau 3, 168, 79; den groszen kelch verlangt man, kellermeister, .. den umtrunk wollen sie mit halten. Schiller Piccol. 4, 5; darf mich, leider, nicht auf der gassen, noch in der kirche mit sehen lassen (mit einem schmucke). Göthe 12, 149; aber setz ja nicht auf die dame (beim Pharaospiel); es ist kein glück mit. Klinger 1, 123; ich blieb einige nächte auf, ... und eben ward ich fertig mit. theater 2, 128; was willst du mit machen? 134; wies jm so wol gelungen sei, und sei jm alls nach wunsch gegangen, was er nur mit hab angefangen (mit buhlen). Grobian. H 4b (v. 2102); so hör wie solt dich halten mit. Qa (v. 4001); ich weisz nicht was ich mit soll thun. E. Alberus 16b; ich bin ein armer mann, schätze mich aber nicht gering: die armuth ist ein ehrlich ding, wer mit umgehn kann. Göthe 4, 331; das verbum der thätigkeit ist ausgelassen; bei einem zuruf: die da stutzeten, und sich schemeten im reden, pflegt er zu sagen: herausz mit, du darfst ja kein zoll darvon geben. Zinkgref apophth. 1, 222; in bewegter schilderung: von stund an kam der meister mit seinem instrument, und wolt jm gleich ins maul mit. Wickram rollw. 118, 10 Kurz; wir hatten nun schon so eine masse stängel und blüthen zusammengebracht, dasz wir nicht wuszten, wo mit hin. Göthe 22, 193; Psyche. diesz herz mir schon viel weh bereit't; nun aber stirbts in seligkeit. satyr. du hast nie gewuszt, wo mit hin? 13, 88; in der verbindung es ist was mit, 'es ist nicht ohne', hat gehalt oder grund: da ist was mit, jr irrt nicht gar, denn das ist leider allzu war. Fr. Dedekind papista 3, 2. I@6@bb) bei bezeichnung eines instrumentes oder mittels: mit einer scheren thut man drei ding, man schneit das haar mit ab, oder die negel an den henden, oder man schneidt kleider mit ab, als die schneider thuond. Keisersberg nd. d. m. 43b; die kinder mit zu schrecken. Fischart bienk. 150b; seine knechte abladend die beute, sie zu ihren füszen legend; und sie schon in ihrem sinn das all in ihren schränken aufbewahrend, schon ihr schlosz mit auszierend, ihre freunde mit beschenkend. Göthe 10, 190; (das messer) das man erst usz der scheiden zücht und man nit weiszt zuo manchen stunden, ob man ein kätz mit hab geschunden. Brant narrensch. 110a, 182; wir werden gott erzürnen mit. Schmelzl Saul 18a; er sprach: ich will mich nur mit laben (mit einem seidel wein). L. Sandrub kurzweil 114; sie nehmen aus dem essigfasz, und machen einen schwamm mit nasz (mit essig). P. Gerhard 38, 269. I@6@cc) bei bezeichnung von grund und ursache: da erinnere ich mich einiger (alter lieder); aber heut zu tage lacht man einen mit aus. Göthe 57, 184; deins lohns halb wöll wir uns nit sparn, sonder dir geben, was recht ist, und das du mit zufriden bist. J. Ayrer 208c (1037, 21 Keller). I@6@dd) nur ganz vereinzelt steht solches mit auch von personen: der herr. so lasz sie (die kinder) nider knien und beten! Eva. o lieber herr, sie künnens nit. der herr. ei was wilt du denn machen mit? du bist mir ein heilloses weib, zeuchst sie weder an seel noch leib. H. Sachs fastn. sp. 5, 25, 272. IIII. mit, präposition, den dativ, selten den accusativ regierend. II@11) gemeinschaft, verbundenheit, begleitung einer person anzeigend, in manigfachen wendungen. II@1@aa) bei begriffen des seins, weilens, der bewegung: mit einem sein, mit einem leben, mit einem gehen, kommen, ziehen u. ähnl.; alsbald trat er in ein schiff mit seinen jüngern. Marc. 8, 10; Jhesus aber gieng mit jnen hin. Luc. 7, 6; heute wirstu mit mir im paradis sein. 23, 43; die mörder die mit jm gekreuziget waren. Matth. 27, 44; Jhesus entweich mit seinen jüngern an das meer. Marc. 3, 7; viel werden komen vom morgen und vom abend, und mit Abraham und Isaac und Jacob im himelreich sitzen. Matth. 8, 11; du machest dich zu müde, dazu auch das volk das mit dir ist. Schuppius 33; sie müssen mit mir. Schiller kabale und liebe 3, 6; o wie herrlich! o wie schön wirst du und wir mit dir gehn. P. Gerhard 30, 62; ich treffe mit dem könig ein. Schiller don Carlos 1, 8; von persönlich genommenen gegenständen: er lasse seine lieb und güt um, bei und mit uns gehn. P. Gerhard 79, 26; befiehl ihr (der weisheit), dasz sie mit mir sei, und, wo ich gehe, stehe bei. 262, 77. II@1@bb) bei verben der thätigkeit, die gemeinschaft einer handlung, eines zustandes oder eines leidens bezeichnend: mit einem etwas thun, mit einem arbeiten, handeln; mit einem erzogen, auferzogen werden; ich habe mit ihm zu sprechen; mit jemand leiden, sich freuen; wer nicht mit mir samlet, der zurstrewet. Luc. 11, 23; frewet euch mit mir, denn ich habe meinen grosschen funden. 15, 9; lasset uns mit ziehen, dasz wir mit jm sterben. Joh. 11, 16; so sind wir je mit jm begraben, durch die taufe in den tod. m. 6, 4; sind wir aber mit Christo gestorben, so gleuben wir, das wir auch mit jm leben werden. 8; die helfte aller habe, die wir mit uns bracht haben. Tob. 12, 5; ich bin mit diesen meinen vielen kindern in betrübten witben und waisen-stand gesetzet worden. Schuppius 168; ich habe seit dem pfingstbiere nicht mit ihm geredt. Rabener sat. 3, 264; die gerichtsstunde kommt. der böse fällt mit dem guten. Göthe 19, 90; ich will mit euch handeln und wandeln, mit euch stehen und gehen, und was dergleichen mehr ist; aber ich will nicht mit euch essen, mit euch trinken, noch mit euch beten. Shakesp. kaufmann v. Venedig 1, 3; springst und singst und holest wieder mit den engeln süsze lieder. P. Gerhard 29, 48; mit jemand sich einlassen, sich verbinden, vertragen, einen vertrag eingehen; sich mit jemand du nennen; ich nenne mich noch sie mit ihm; mit jemand einig sein; gott selbsten hat sich unterschiedliche mal in discurs mit ihm eingelassen. Schuppius 33; dasz ich .. gestern so glücklich gewesen bin, mich mit seiner fräulein tochter zu vermählen. Rabener sat. 3, 152; mit ihnen ein bündnis einzugehen. 262; die verbindung einer fräulein mit einem aus bürgerlichen stande. 265; mein vater ist mit mir einig, dasz sie ihr (einer verstorbenen) die beste leichenpredigt gehalten haben. 148; als er mit Laban sich verglichen hatte. Shakesp. kaufmann von Venedig 1, 3; ich wollt euch liebes thun, freund mit euch sein. ebenda; mit einem vertrauten umgang, gute verbindung haben; mit einem sich zu schaffen, mit einem gemeinschaft machen; ich habe alles mit ihm gemein; ich theile, tausche mit ihm; ich habe mit ihm gar nichts gemein; habe du nichts zu schaffen mit diesem gerechten. Matth. 27, 19; begere ich freundschaft mit dir zu machen. 1 Macc. 10, 53; die gnade unsers herrn Jhesu Christi, und die liebe gottes, und die gemeinschaft des heiligen geistes sei mit euch allen. 2 Cor. 13, 13 (goth. miþ allaim izvis); der lange dauernde umgang mit ihm, so manche durchlebte situationen hatten einen unauslöschlichen eindruck auf ihr herz gemacht. Göthe 16, 164; (er) hab ime wîs und wort mit mir gemeine: lob ich hie, sô lob er dort. Walther 53, 34; auch im falle der gegnerschaft, mit einem streiten, zanken, rechten, hadern; mit einem feind, böse sein; wer mit dem allmechtigen haddern wil. Hiob 39, 32; mich .. mit ihnen zu zanken, mich bis aufs schlagen mit ihnen zu zanken. Rabener sat. 3, 259; wetten? mit ihnen, der alles weisz? Göthe 14, 163; einen man der mit mir strîte. Iwein 532; den stein sol er werfenund springen dar nâch, den gêr mit mir schieʒen. Nib. 404, 2; (wenn jemand) dich etwas thon und schaffen hiesz, der doch nicht wer dein herr im hausz, so halt mit jm ein solchen strausz. Grobian. G 2a (v. 1675); um diese ehr mag Schwytz mit Uri streiten, wir Unterwaldner stehen frei zurück. Schiller Tell 2, 2; statt der bloszen gemeinschaftlichkeit einen anhang hervorhebend: wer nicht mit mir ist, der ist wider mich. Luc. 11, 31; so dasz mit gelegentlich auch 'im namen' bedeutet, indem dadurch auftraggeber angedeutet werden, die zur handlung helfen, selbst bei abwesenheit: junkfraw, ich solt euch danken mit Schwaben und mit Franken, so ich die Franken nit mag haben, so dank ich euch mit allen .. knaben (in die lücke gehört ein ortsname). Uhland volksl. 12. 13; in anderer weise stütze, hilfe bezeichnend: mit gott wöllen wir thaten thun, er wird unser feinde untertretten. ps. 60, 14; aber gehorche meiner stimm, ich wil dir rathen, und gott wird mit dir sein. Schuppius 33; ich bezeuge mit gott, dasz ich diesen leuten .. verziehen habe. 592; mit got so wöln wir heben an zuo allen unsern dingen. Wackernagel kirchenl. 2, nr. 1289, 1; mit gott so wil ich singen ausz herzen freien muth, hilf, gott, das mir gelinge. 3, nr. 1264, 1; in der wunschformel gott mit uns!; gott mit euch allen!; auch mit gott! II@1@cc) in anderen wendungen, wo mit die zur einheit gewordene verbundenheit andeutet: mit ihr zog das glück in meinem hause ein, das glück in ihrer person, glück und sie waren eins; mit ihm starb uns eine bedeutende kraft; pfalzgraf Ludwig, mit dem deutsches landes fried und ruhe begraben ward. Mathesius Luther 1583 21b. II@1@dd) auch in bezug auf verbindung und gemeinschaft von personen und gegenständen: habt nicht gemeinschaft mit den unfruchtbaren werken der finsternis. Ephes. 5, 11; namentlich bei mehr oder weniger deutlicher persönlicher auffassung der letzteren: ich würde mich mit diesem geschäfte nicht einlassen; wenn sich der meszkünstler mit solchen erklärungen einläszt. Kant 1, 68; denn wo das strenge mit dem zarten, wo starkes sich und mildes paarten, da giebt es einen guten klang. Schiller glocke v. 88. II@1@ee) die persönliche gemeinschaft wendet sich in der ältern sprache auch zu einer blosz räumlichen, mit drückt unser heutiges bei aus: ahd. thaʒ uuort uuas mit gote. Tat. 1, 1 (bei gott Luther); mhd. wir wâren eines mannes sune, der minniste wâre mit ime (weilte bei ihm). genesis in den fundgr. 2, 64, 13; iuwer geselle var swar er welle: ir müeʒet hie mit mir bestân. Erec 3836; sî sprach: lieber herre, durch got belîbet hie mit mir. Iwein 5461; vergl. auch mnd. mit = bei Schiller-Lübben 3, 104b; und das auch noch nhd.: mit dir (eine fichte ist angeredet) ist freier tag, du scheuest nicht das licht der sonne, du stehst da, für jedermans gesicht. Logau 1, 192. II@1@ff) in dem falle, dasz mit mit dem reflexivum steht, bei verben einer vorstellung und ihres ausdrucks u. ähnl., brauchen wir heute gewöhnlich das räumliche bei, selten in der ältern sprache wie in der heutigen das persönlich gefaszte mit: sprang hinder sich, und lachet mit jm selbst, wie ein narr. b. d. liebe 227c; sie weilet und horchetund lächelt mit sich: er singet so lieblichund singt es an mich. Göthe 1, 100; im falle wo eine einkehr bei sich selbst geschildert ist: hier, mitten im gebirg, ... das brennende sterngewölbe über mir, sasz ich an der verlassenen stätte lange mit mir selbst und glaubte niemals eine solche einsamkeit empfunden zu haben. 25, 329. II@1@gg) mit, statt der gemeinschaft einer bewegung nur die gleiche richtung derselben zeichnend: die strasze läuft mit dem flusse; das winden der schwerdtbohnen und des hopfens, deren die erstere wie ein pfropfenzieher oder wie die seeleute es ausdrücken würden wider die sonne, der andere mit der sonne um ihre stange laufen. Kant 8, 460; mit einem wege gehen, in der richtung die dieser angibt: diesz ist der heilige weg, mit welchem Gabriel fortging. Klopstock 3, 17 (Mess. 1, 229). II@1@hh) mit endlich die gemeinschaft bei vergleichungen oder zusammenstellungen bezeichnend: ich bin mit ihm éines sinnes (des sinnes wie er); er ist mit seinem bruder von einer grösze; hernach kamen herbei etliche bauren ausz Thüringen, welche mit dem virgilianischen Tityro (ganz wie T.) die ganze welt, mit etlicher täg reisz umbschreiben, und durch ihr Erfurt alle stätt verachten. Schuppius 733. II@22) mit, zur hervorhebung einer beziehung. II@2@aa) die beziehung auf eine person als object einer thätigkeit bezeichnend: was sollen wir mit dem menschen anfangen?; Pilatus sprach zu jnen, was sol ich denn machen mit Jhesu? Matth. 27, 22; sie hetten es mit jhrem abgestorbenen freundt gemacht, wie die trinker mit jhren gläszeren. Zinkgref apophth. 1, 222; er wuste nicht was man mit ihm anfangen würde. Plesse 1, 136; man hat seine not mit den kindern; dasz bessere als du bist nicht halb so viel umstände mit mir gemacht haben. Wieland 12, 112; si jehent doch alle und ist ir wân, swaʒ under iu zwein ist getân, daʒ alleʒ sî mit mir geschehen. Trist. 366, 13; so machet nu, o süsze schar, jetz ewre zusag mit mir wahr. Weckherlin 373; was der könig mit mir auch wollen mag, gleichviel! ich weisz, was ich, ich mit dem könig soll — und wärs auch eine feuerflocke wahrheit nur, in des despoten seele kühn geworfen. Schiller don Carlos 3, 9; A. ich seh es ein, ihr habt uns nur zum besten. M. ei, ei! mit solchen edlen gästen wär es ein biszchen viel gewagt. Göthe 12, 114, ich sag euch, mit dem schönen kind gehts ein- für allemal nicht geschwind. 135; bei bezeichnung eines zustandes: es sieht recht unsicher mit ihm aus; mit dem ists fertig; mit dir ists aus. II@2@bb) im ausruf oder lebhafter erzählung mit unterdrücktem verbum, aber mit einem adjectiv oder adverb, das ausdehnung oder richtung der bezüglichen handlung angibt: nur todt, todt, todt, schreien sie, mit dem ketzer. Luther br. 2, 56; hin weg mit solchem von der erden! ap. gesch. 22, 22; nur weg mit jm, wo wir lange jn höreten, würden wir mit jm ketzer werden. werke 3, 34a; wir hinauf wie wetter, und zum fenster herunter mit dem kerl. Göthe 8, 137; nun hervor mit ihnen, domherr! hervor! sie erwartet ein strenger gericht. 14, 134; fort mit euch! fort! ebenda; dasz er den neffen für den onkel nimmt, ihn beinahe mit gewalt in die kutsche packt, und fort mit ihm, jagst du nicht, so gilts nicht, nach Straszburg! Schiller neffe als onkel 3, 4; hinaus mit dem, der etwas übel nimmt! Göthe 12, 104; auch ohne solche beisätze im ausrufe der verwunderung, des ärgers: mit diesem menschen!, wobei an das verwunderliche oder ärgerliche im allgemeinen gedacht ist, was zu dem genannten in beziehung steht; mit dir feigen kerl! fürstendiener! Göthe 8, 148. II@2@cc) dann auch mit allgemeinem werden oder sein, in der frage: was wird es nun mit ihm?; wie ist es mit ihnen?; ums himmels willen! rief Wilhelm, .. was ist das mit dem grafen? Göthe 20, 22; du fährst mit deinem witz und sinn durch so viel tausend sorgen hin, und denkst: wie wills auf erden doch endlich mit mir werden? P. Gerhard 220, 8; die mutter lief wohl hin zu ihr: ach, dasz sich gott erbarme! du trautes kind, was ist mit dir? Bürger 13b; wer kennt ihn nicht! was ists mit ihm? vollendet! Schiller Tell 1, 4; was wars mit dem infanten? wiederholt es mir. was lehren mich diese briefe? don Carlos 5, 9; ähnlich bei geben, das in den begriff des werdens umschlägt (th. 41, 1703 fg.): friede! was gibts mit dem bauer da? Wallenst. lager, 11. auftr.; auch in andern allgemeinen wendungen: ich weisz nicht, woran ich mit ihm bin; ich meine es gut mit dir; so weisz doch jedermann im lande, woran er mit sich selber ist. Tieck Octavian. s. 16; dich macht die zeit nur gewisser, wie du es habest mit ihm. Göthe 40, 297. II@2@dd) gleiche beziehung bekommen dinge durch mit: ich dächte, es liesze sich mit ihrem verstande noch halten. Gellert 3, 196; wie hält es (sieht es aus) mit Lisettens ausstattung? Lessing 1, 287; mit der liebe einer weibsperson sind es zwar so blosze narrenspossen. 376; alle solche (plötzlichen) erscheinungen, sie mögen angenehm oder schrecklich sein, erhalten durch die verlängerung der kunst ein ... widernatürliches ansehen ... so auch mit dem schreien. 6, 390; der gedanke mit den xenien ist prächtig und musz ausgeführt werden. Göthe an Schiller vom 29. dec. 1795; es ist mit den geschäften wie mit dem tanze; personen, die gleichen schritt halten, müssen sich unentbehrlich werden. werke 17, 76; wenn ich das wissen lassen musz, so ist es aus mit dem gebrauche. Schiller hist.-krit. ausg. 7, 288; fürwahr, es ist vergebens mit unserm thun und machen, wo nicht dein augen wachen. P. Gerhard 19, 23; o geh mit deiner milch! als ob nicht deine brust, erwiedert ich, so weisz wie diese wäre! Bürger 105b; es geht zurück mit diesem edeln haus — kein masz noch ziel! Schiller Piccol. 4, 5; es ist nichts mit gewalt.das wagestück ist zu gefährlich. Maria Stuart 2, 8; es rauschen die wasser,die wolken vergehn; doch bleiben die sterne,sie wandeln und stehn; so auch mit der liebeder treuen geschicht; sie wegt sich, sie regt sich,und ändert sich nicht. Göthe 11, 8; aber wie war es mit den trauben? 12, 118; nun sag, wie hast dus mit der religion? 179; im falle des ausrufs, wie oben unter b: du küssest mich? mit deinem küssen! hör einmal auf! Chr. F. Weisze scherzh. lieder, 6. buch; ferner wo personen zwar genannt, aber ereignisse in bezug auf sie gemeint werden: mit dem gottlosen halt es sich aber nit also. Agricola spr. 152b; sagt, ists wahr mit dem pfaffen? Göthe 13, 64. II@2@ee) mit, auch beziehung und antheil eines gegenstandes an einer handlung hervorhebend: mit einer arbeit fertig sein; ich musz mit dem schreiben mich eilen; mache mit der sache endlich einmal einen anfang; höre mit solchen dingen auf; lasz mich mit deinen reden zufrieden; schweige mit solchen worten; nimm dich in acht mit deiner zunge, u. a.; mit kleinen fängt man an, mit groszen hört man auf. Pistorius thes. par. 5, 9; den schönsten dank für die mühe, die sie mit den tapeten u. s. w. übernommen haben. Schiller an Göthe vom 12. febr. 1796; als nun aber die riesen mit dem drachen fertig geworden. Göthe 23, 91; mit der sprache herauszurücken. 97; wir dürfen nun auch mit unserm vorschlag hervorrücken. 17, 63; er wird zwar eine weile mit seinem trost verziehn. P. Gerhard 187, 66; der ist kaum ihres flehns gewertig, so hält er zum voraus sich mit der ausflucht fertig. Hagedorn 2, 107; in andern verbindungen: sich mit einer sache bekannt machen; mit den dingen vertraut werden; götzendienst, abgötterei mit etwas treiben; dasz sein bruder Aaron die abgötterei mit dem gegossenen kalbe hatte befördern helfen. Schuppius 296; welcher vogel den andern isset, als geir, valken und hünerarn, die soll man all mit kochen sparn (soll sie nicht kochen). fastn. sp. 1083; etwas mit etwas anderem verwechseln; sie vermischen mit diesem gesindel einen mann, der gewohnt ist überall ehrenvoll behandelt zu werden. Göthe 14, 246; vertauschen zu Damask im Saracenenlande die freiheit mit dem sklavenstande. Wieland 21, 368; hierher auch mit einem kinde schwanger werden, gehen; (als sie) schwanger ward mit dem marggrafen. Bocc. 2, 223b; mit einem sohne in die wochen kommen; der erste sohn, mit dem ich in die wochen einst komme. Wieland 22, 118 (Oberon 3, 38). II@33) mit, zur hervorhebung eines dabeiseins, einer gleichzeitigkeit. II@3@aa) die gleichzeitigkeit zweier zueinander gehöriger handlungen bezeichnend: ihr blackscheiszer wolt mit müsziggehn verfressen (indem ihr müsziggeht), was mir ... zu erwerben so blutsauer worden ist? Schuppius 75; etlich fahend das essen mit trinken an, a potu quidam prandium incipiunt Maaler 291c; welches Barnabas nach den tagen dem volk mit predig thet fürtragen (indem er predigte). H. Sachs 4, 1, 68b; dasz wir zur dankbarkeit mit lobgesang und süszem ton uns finden stets für deinem thron. P. Gerhard 9, 54; nun laszt uns gehn und treten mit singen und mit beten zum herrn. 19, 2. II@3@bb) recht häufig auch dabeisein und begleitung einer art und weise, eines zustandes, einer seelischen beschaffenheit des subjects oder objects der handlung: da sprach Jhesus, las sie mit frieden. Joh. 12, 7; dasz got desz menschen mit seiner barmherzigkeit nie vergessen. Ayrer proc. 1, 6; zur höllen fahren mit gedanken, und ... betrachten, wie grosz die pein der verdambten in der höllen sei. Schuppius 599; dasz du .. mit hoffnung lebest. 701; (er) begehrt nichts mehr, als dasz man komm und mit geneigter furcht und scheu ihn bitt um gnad und vatertreu. P. Gerhard 16, 42; wen er umfängt mit lieb und gunst, dem ist geschwind geholfen. 24, 41; drauf rasselten die schimmel stracks über stock und stein davon, mit donnerndem getümmel. Hölty 23 Halm; etwas mit einer bedingung übergeben; mit verwilligung, wüssen und willen des gemeinen volks, de sententia populi. Maaler 291c; mit vorwand (indem ich vorwendete). Simpl. 2, 212 Kurz; mit dem vorbehalte des eigenthums abtreten; mit der absicht des wiederkommens fortgehen; ich kündige ihnen an, dasz sie frei sind, aber nur mit der bedingung, dasz sie binnen acht tagen das land verlassen. Göthe 14, 241; ich schwör euch zu, mit dem beding wechselt ich selbst mit euch den ring. 12, 155; etwas mit erhobener stimme sprechen; mit leisem anfluge von traurigkeit im tone; Marinelli war das letzte wort des sterbenden grafen! mit einem tone! .. ha, könnt ich ihn nur vor gerichte stellen, diesen ton! Lessing 2, 157; (die liebe) kam mit leisem flügelschlag. Scheffel trompeter s. 78 (4. stück); oft rührt in solchen verbindungen die bedeutung des entsprechenden adverbiums an: etwas mit geduld ertragen, wie geduldig; wir müssen dies mit vorsicht beurtheilen (vorsichtig); das kind mit maszen züchtigen (mäszig); seine leiden mit standhaftigkeit ertragen (standhaft); etwas mit vortheil verkaufen (vortheilhaft) u. ähnl.; sie thut jren mund auf mit weisheit. spr. Sal. 31, 26; lerne weisheit, und merke auf mein wort mit ernst. Sir. 17, 23; die natur behauptet mit nachdruck ihre rechte. Schiller hist.-krit. ausg. 10, 107; von den wîben die mit werdekeit lebent. Walther 23, 19; auch hören zu mit ganzem fleisz. Grobian. B 1a (v. 277); wie von treuen müttern in schweren ungewittern die kindlein hie auf erden mit fleisz bewahret werden. P. Gerhard 19, 16; so laszt uns jetzt mit fleisz betrachten, was durch die schwache kraft entspringt. Schiller glocke v. 13; dir lebt ich, o herzchen, dir sterb ich mit lust! Bürger 35b. II@3@cc) art und weise oder zustand drücken auch eine anzahl fester formeln aus: mit recht; mit unrecht; mit ehren zu melden; mit freuden bereit sein; ein ende mit schrecken nehmen; etwas mit grausen sehen; auf das ich mit freuden zu euch kome. m. 15, 32; sie gehen unter, und nehmen ein ende mit schrecken. ps. 73, 19; ich würde ... mir, mit respect zu melden, das gesäsz verbrennen. Immermann Münchh. 3, 129; im gienc die zît mit vreuden hin. Iwein 3051; steh auf und lasz nun wieder die süszen sommerlieder zu deines schöpfers ehren mit lust und freuden hören. P. Gerhard 18, 36; mit grausen seh ich das von weiten. Göthe 12, 161; mit willen, mit gutem willen: er hat das mit willen gethan; das jr solchen willen gottes thut von herzen, mit gutem willen. Eph. 6, 6; mein joch mit willen auf euch nempt. B. Ringwald evang. J 8b; (er hat) das einge herz und leben mit willen hingegeben. P. Gerhard 256, 7; mit ruhe, namentlich in den formeln mit ruhe sein, einen mit ruhe lassen, mit ruhe schlafen: es fält swer, mit leuten ümzugehen, di weder sweigen können, noch mit ruhe sein wollen. Butschky kanzl. 234; so können wir doch, wenn man nur selbst wil, etlicher maszen mit ruhe sein. ebenda; ach, jhr töchter, last mich mit ruh! J. Ayrer 324b (1621, 8 Keller); dasz seine heerd in tiefer nacht mit ruh und friede schlafe. P. Gerhard 174, 54; in der ältern sprache auch mit wahrheit, auf wahrhaftige art, für das heutige in wahrheit: fragten sie jn, wie er ins land komen were, ... antwortet er jnen freundlich mit der warheit. Luther 3, 34a; nu erfare ich mit der warheit, das gott die person nicht ansihet. ap. gesch. 10, 34; ich hân mit wârheit vernomen, Artûs sî mit storje komen. Parz. 684, 15; bei mengenbegriffen: es zeplagt mich eins uber das ander mit haufen. Hiob 10, 17; dieser mit seiner söhn haufen umbgeben, kombt zum Bacono. Schuppius 734; es fleuszet deines blutes bach mit ganzem vollem haufen. P. Gerhard 42, 12; die findet man mit groszer summ (in menge) inn marter oder überlast. Schwarzenberg 156d; deren cammern werden und bleiben ledig, wann mans schon mit millionen hinein brächte. Schuppius 27; hab ich nicht zwei oder drei thaler im hausz, wovon lasse ich dann den wein mit fudern einlegen, wie er fälschlich vorgibt? 586; hast dus nicht mit scheffeln, so hast dus doch mit löffeln. Simrock sprichw. 481; bei den substantiven weise, art, that selbst: aber zum ersten leuft er zu gott .. denn mit dér weise lernet sich die gedult und furcht gottes. Luther 1, 19b; mit dér weise würde Christus keinen artikel, kein wort, keinen dienst noch werk in der kirchen behalten. 6, 324a; (ein vernünftiger fürst wartet), bis er sihet, das man seine unterthan angreifet, oder findet das messer gezuckt mit der that, so wehret er denn. 3, 325a; aber jedoch befindt es sich mit der that etwas und vil anderst. Fronsperger kriegsb. 3, 142a; mit welcher stirne wuszte sie sich in ihr schicksal zu finden, ja mit welcher art diese schändlichen fesseln zu tragen! Göthe 19, 87; könntest du nicht etwan mit einer gescheiten art auf seine heirath zu reden kommen? Lessing 2, 395 (in der antwort darauf auf eine gescheite art); wär ich mit guter art davon, möcht euch der teufel holen. Uhland ged. 347; mit kurzem, mit wenigem, mit mehrerem, was theilweise an die instrumentale bedeutung der präposition (unten 5) rührt: ich will das nur mit wenigem berühren; wie ich unten mit mehrerem anzeigen werde. Winkelmann 3, 25; derselben wird unten mit mehrerem gedacht werden. 27; so meld ich deszhalb mit der kürz. Schwarzenberg 156d. II@3@dd) gern in der formel der älteren sprache mit nichte (mhd. mit nihte und mit nihtiu): nequaquam, mit nichte Dief. 379a; daher ist je klar, das die concilien ungewis sind, und mit nicht drauf zu bawen ist. Luther 3, 261b; und du Bethlehem im jüdischen lande bist mit nichte die kleinest unter den fürsten Juda. Matth. 2, 6; zündet man auch ein liecht an, das mans unter einen scheffel, oder unter einen tisch setze? mit nichte, sondern das mans auf einen leuchter setze. Marc. 4, 21; du solt das mit nichte lan! fastn. sp. 467, 13; mit nichte lasz ich es zu gan, das ir euch also solt vergessen. 669, 11; bleib bei der kirchen und mit nicht nach deim verstand was sonders dicht. B. Ringwald l. warh. 194; auch mit nichte nicht (mhd. mit nihte niht): wunscht heimlich, das der edel gast für die gemelten bärin wär tot belieben, doch stellet er sich dergleichen mit nichte nit. Teuerdank 14, 59; daraus nequaquam mit nichten nit Dief. 379a; und gekürztes mit nichten seit dem 15. jahrh.: aber die schlang sprach zu dem weib: mit nichten werdent ir sterben des todes. bibel von 1483 2a (nequaquam morte morimini. 1 Mos. 2, 4); adir ewern namen irkente ich ouch mit nichten dar. Haupts zeitschr. 2, 118, 1001; zahlreiche beispiele s. th. 7, 695 (mit nichte, mit nicht ebenda 693). II@3@ee) in der formel mit allem = durchaus: und darum beschlieszen die decreten oder canones nicht mit allem anders (durchaus nicht anders) dann mit disem anhang. Fischart bienk. 48b; dasz er nichts mit allem vergessen noch verschwiegen habe. 72a; das war ahd., mit dem instrumental verbunden, mit allu, mit allo, prorsus, mhd. zusammengerückt mitalle (vergl. gramm. 3, 106), was auch nhd. noch bisweilen sich findet: gleich wie die, so die schönen und nutzlichen ceremonien, die mit der münche unflat verunreiniget, mit kot mit all wöllen wegschütten. Mathesius Sar. 69b; do sprach die mait von Rosental: dasz dir ein or abfalle mit nasen und mit alle. Uhland volksl. 662. II@3@ff) mit, in die bezeichnung der folge einer handlung übergreifend; namentlich in der sprache des 16. und 17. jahrhunderts, heute durch zu ersetzt: bisz jnen zuletzt mit jren eigenen und groszen schaden, der glaub in die hand kommen wird. B. Ringwald tr. Eck. a 8b; wann sie gesehen haben, dasz das tapfere polnische kriegsvolk sei zu weibern worden, und die thore ihres königreichs .. sein mit verwunderung der ganzen welt ihnen eröffnet worden. Schuppius 366; sie sterben mit groszem schaden der weld, und unschätzlichem schaden der erden. 699; wir wissen auch und ist bekant, was für einen herrlichen sitz die freie künste mit groszem nutzen des ganzen erdkraises haben. 778; (mein spiegel) der mir ein vollkömmlich muster eines versuchten zeitungsingers mit meiner höchsten vergnügung vorstellete. Simpl. 2, 270 Kurz; auf das der feind nicht ein rumor .. mit guter leut erschrecknis mach. B. Ringwald l. warh. 122; (erdichtetes) das nur die gwissen im bedacht betrübt und zweifelhaftig macht mit vieler seelen schaden. ders. bei Wackernagel kirchenl. 4, nr. 1369, 5. II@44) mit, zur hervorhebung des besitzes oder haftens einer eigenschaft, einer beigabe. II@4@aa) bei bezeichnung von namen, körperlichen oder seelischen eigenschaften: ein mann mit namen N., mit zunamen X.; war ein priester von der ordnung Abia, mit namen Zacharias. Luc. 1, 5; Lebbeus mit dem zunamen Thaddeus. Matth. 10, 3; er sprach zu dem menschen mit der verdorreten hand, trit erfur. Marc. 3, 3; sah er an einer hausthür einen kleinen mann stehen .. mit röthlicher nase. Freytag ahnen 5, 375; welch ein gespenst bracht ich ins haus! schon sieht er wie ein nilpferd aus, mit feurigen augen, schrecklichem gebisz. Göthe 12, 67; mit herrlichen tugenden, mit groszen fähigkeiten begabt; mit schlechten sitten begabet. pers. rosenth. 6, 2; da mit dem adel verschiedne wesentliche vorzüge verbunden sind. Rabener sat. 3, 264; ausgebreiteter umgang mit ein wenig beobachtungsgeist und witz. Garve anm. zu Cic. de off. 2, 191; mit wenig witz und viel behagen dreht jeder sich im engen zirkeltanz. Göthe 12, 107; indessen sucht auf polstern von damast Almansaris, mit Amors wildstem feuer in ihrer brust, umsonst nur eine stunde rast. Wieland 23, 249 (Oberon 12, 1); und es kann selbst dieses mit ein trotz, ungeachtet, bezeichnen: Lenardo mit allen seinen eigenheiten verdient zutrauen. Göthe 21, 112; bei näherer betrachtung fallen freilich mancherlei handwerksburschen-traditionen .. weg, mit allem dem bleibt er etwas auszerordentliches. 29, 298. II@4@bb) bei bezeichnung eines attributs: markgrâve Otte von Brandenburc mit dem pfîle. minnes. 1, 11 Hagen; Friedrich mit der gebissenen wange; Eberhard, der mit dem barte, Württembergs geliebter herr. J. Kerner in Wackernagels leseb. 2, 1499; der müller mit der metzen, der weber mit der gretzen, der schneider mit der scheer, wo kommen die drei diebe her? Pistorius thes. par. 3, 49; oder etwas sonst begleitenden: du kompst zu mir mit schwert, spies und schilt. 1 Sam. 17, 45; der herzog Naims von Baierland kam mit des riesen stange. Uhland ged. 344; zween jüngling mit rossen, duo juvenes cum equis Maaler 291d; lieszen jn (den gichtbrüchigen) durch die ziegel ernider mit dem bettlin. Luc. 5, 19; ihr aber .. geht mit euren diebsschlüsseln in ehrlicher leute häuser, und verführet ihre kinder oder ihr gesinde. allein höret ihr gottlosz volk mit euren diebsschlüsseln, was der sohn gottes sagt. Schuppius 202; sie wollte das mädchen mit ihrer arbeit in das nebenzimmer sitzen lassen. Göthe 16, 165; wir setzten uns mit ein paar angelruthen an eine schattige stelle. 22, 194; berede dich, wir beide hätten uns auf einem ball mit masken eingefunden, in sklavenkleider du, und ich aus laune in einen purpur eingemummt. Schiller don Carlos 1, 9; sie kamen mit musik angezogen; man hörte ihn mit gepolter die treppe hinauf gehen; mit einem geschrei dahar fliegen, cum clamore involare Maaler 291c; hurtig mit donnergepolter entrollte der tückische marmor. Odyss. 11, 598; und wie mit des fernen donners getose, entstürzt es brüllend dem finstern schoosze. Schiller taucher v. 71; geld mit zinsen wieder bekommen; bisz er seine 20 pfund silbers mit allem aufgeschwollnen interesse und andern angewendeten unkosten wider hab. Schuppius 169. II@4@cc) auch bei nennung von körpertheilen, wenn sie als träger einer thätigkeit erscheinen, wo die bedeutung der präposition sowol an oben 2, e, als an die folgende instrumentale rührt: zugleich sah sie mit ein paar augen an ihn hinauf, aus denen ihre ganze neigung hervorsprach. Göthe 22, 52; ich fühle mit tiefem herzen ein altes weh. Freytag handschr. 3, 120; an dem tanz sprang ich vast vor mit dem haupt frölich empor. Hätzlerin 41b; hing dann, zum zeitvertreibe, sich mit dem halben leibe zum himmelsfenster naus. Bürger 21b; bildlich und unsre brüder sehen mit dem rücken die heimat an. Schiller Piccol. 4, 5; nur selten, wenn solche theile als leidend aufgeführt werden, da hier die sprache an gebraucht: da namen sie jn, bunden jn mit hals, füszen und henden. Luther 3, 34b. II@55) mit, in instrumentale und causale bedeutung übergehend, werkzeug, mittel, auch bewirkenden grund anzeigend; in manigfachen wendungen. II@5@aa) ein werkzeug: mit dem messer schneiden, mit dem beile hacken, mit der nadel stechen; mit welcherlei mas jr messet, wird euch gemessen werden. Matth. 7, 2; wo du jn mit den ruten hewest. spr. Sal. 23, 13; deine erschlagen sind nicht mit dem schwert erschlagen. Jes. 22, 2; eine blume im felde, die ... mit füszen eines groben bauren kan zertreten werden. Schuppius 137; wir sind fürwahr geschlagen mit harter scharfer rut. P. Gerhard 95, 18; o häupt zu spott gebunden mit einer dornenkron! 49, 4; sie werfen von den thürmen mit steinen und geschosz. Uhland ged. 362. II@5@bb) ein mittel: da gremet er sich so seer, das er sich selbs mit gift umbbracht. 2 Macc. 10, 13; du hast mein heubt nicht mit öle gesalbet, sie aber hat meine füsze mit salben gesalbet. Luc. 7, 46; ich mus mich zuvor teufen lassen, mit einer taufe. 12, 50; mit diesem pflaster wirst du alle hauptwunden glücklich heilen. Agricola neue feldscherkunst (1701) 21; gesund werden mit schlafen, sub somno sanescere Maaler 291d; hast mich erlost mit deinem blut von hellscher glut. Wackernagel kirchenl. 4, nr. 702, 1; erquicke uns und unser land .. mit süszen warmen sonnenglanz. P. Gerhard 16, 60; (die sonne) wirkt auf berg und thalen mit wunderreichen stralen. 18, 42; und schützt sich früh und späte mit eifrigem gebete. 268, 63; mit der freude feierklange begrüszt sie (die glocke) das geliebte kind. Schiller glocke v. 49; von worten, thaten, empfindungen: laszt uns nicht lieben mit worten, noch mit der zungen, sondern mit der that und mit der warheit. 1 Joh. 3, 18; grüszet euch unternander mit dem heiligen kus. m. 16, 16; (ein secretarius kann) mit den minen und geberden den herrn verführen, dasz er die sache anderst aufnimpt als sie ist. Schuppius 25; fürstellung .. der manchfaltigen, schmerzhaften und jammervollen begegnissen, mit denen er (Hiob) auf die gedulprob gesetzet worden. 129; die bühel (hügel) .. erlustigen die gemüter mit enderung des anschauens. 690; ihr gespräch. zierten sie mit zweideutigkeiten. Göthe 19, 275; wer jagt nach lust mit armer laid, sölchs ist von art des teüfels fraid. Schwarzenberg 138b; so antwort jm mit worten frei, du weist nichts umb die arzenei. Grobian. G 3b (v. 1784); und will jn also nicht gebüren mit trunkenheit sich zu verfüren. H 2b (v. 1971); du zahlest uns mit lieb und huld. P. Gerhard 9, 60; den hochbetrübten seelen, die sich mit schwermut quälen. 20, 51; und das will der prophete .. uns, die wir sicher leben, klar zu verstehen geben mit seinem hellen lichte. 105, 41; mit seelenruh bezahlte würden. Schiller hist.-krit. ausg. 3, 164; (ich will) mit meinem geist das höchst und tiefste greifen. Göthe 12, 89; mit worten läszt sich trefflich streiten, mit worten ein system bereiten. 98; mit flinkem hiebe schlug Roland ihm unterm schild die linke hand, dasz hand und schild entrollten. Uhland ged. 342; von krankheiten, übel, tod: mit krankheit geplagt sein; sie wurden aber auch mit blindheit geschlagen. weish. Sal. 19, 16; und jnen ward macht gegeben zu tödten, das vierde teil auf der erden, mit dem schwert und hunger, und mit dem tod, und durch die thiere auf erden. offenb. 6, 8; wir werden gedruckt und geplagt, mit schrecken und angst. klagel. Jer. 3, 47; gleich denen, so mit todesgefahr erschrecket werden. pers. rosenth. 3, 27; hoch an ein creuz bist ausgespant, mit schmerz dein seel vom leib getrant. Wackernagel kirchenl. 4, nr. 724, 7; von stoffen: ein koffer mit eisen beschlagen; mit silber erkaufen, mit golde bestechen; mit wasser umgeben; der könig macht einen groszen stuel von elfenbein, und uberzog jn mit dem edelsten golde. 1n. 10, 18; ich wil deine schinder speisen mit jrem eigen fleische, und sollen mit jrem eigen blute, wie mit süszem wein, trunken werden. Jes. 49, 26; sie wurden .. mit so dicker finsternis uberfallen. weish. Sal. 19, 16; und würde dir jeder angsttropfen, den du fallen siehst, mit einer tonne goldes aufgewogen. Schiller kabale u. liebe 3, 6; gestöber des schnees .. umzog die schilde mit glatteis. Odyss. 14, 477; zu verben des füllens, ladens, sättigens, streuens, mengens tretend, wo aber auch die bedeutung 2, e theilweise eingreift: ein fasz mit wasser füllen; häcksel mit haber mengen; welchen du den bauch füllest mit deinem schatz. ps. 17, 14; er settiget sie mit himelbrot. 105, 40; jr beladet die menschen mit untreglichen lasten, und jr rühret sie nicht mit einem finger an. Luc. 11, 46; (wir werden) mit dem gut der erden zur gnüg ersättigt werden. P. Gerhard 18, 59; die kriegesflut, so itzt die welt mit rotem blut und heiszen thränen füllt. 8, 7; ihr vormals schönen felder mit frischer saat bestreut. 96, 42; hier ist ein saft, der eilig trunken macht, mit brauner flut erfüllt er deine höhle. Göthe 12, 44; zu verben des zündens, brennens, schmelzens: inen (den heiligenbildern) mit prennenden kerzen zünden. Fischart bienk. 168b; wie der pusch mit feuer gebrand, und doch nicht verzehret sei. Schuppius 293; der läsz disz büchlin wol gesalzen, mit groben zotten wol geschmalzen. Grobian. A 1a (v. 6); in seltener verbindung mit andern verben: sie waren also geschickt, das keine ... war, die nicht ... mit fünf sprachen reden .. konnt. Garg. 283a (fünf sprachen als mittel des redens gedacht); es schneiete und regnete mit feindsvolk. Phil. Lugd. 3, 80; in den mit zwei hohen nuszbäumen überschatteten pfarrhof. Göthe 16, 42. II@5@cc) grund oder ursache angebend: sollen sie wissen, dasz ich an Rhein in ein zwar kleines, aber mit ursprung der schönsten sauerbrünnlein, gar lustiges stättlein bin kommen. Schuppius 690; (ihr werdet) ein gar fürtrefflichen flusz sehen flieszen, welcher edel ist mit quell der saurbrunnenwässerlein (weil in ihm sauerbrunnen aufquellen), und den bädern aufs tauglichste. ebenda; mit abtheilung der güter zertrennen sich die gemüther. Pistorius thes. par. 5, 94; die bedeutung rührt oder verläuft theils in die des mittels (oben b): mit was verbrechen sich seines vaters räthe gegen ihn verhasset gemacht. pers. rosenth. 1, 10; die advocaten und procuratores werden reich mit der unterthanen verarmung. Schuppius 24; 'mit dieser unart hat er (der souffleur) mich mehr als einmal irre gemacht.' so wie er mich, sagte Aurelie, mit einer andern sonderbarkeit einst an einer sehr gefährlichen stelle stecken liesz. Göthe 19, 173; die kraft eines körpers mit dem quadrate seiner geschwindigkeit abmessen. Kant 8, 89; weil er mit gottsforcht übertrifft an eurem hof all eure räht. J. Ayrer 140b (703, 17 Keller); theils in die der beziehung (oben 2): du solt heute mit der andern (tochter) mein eidem werden. 1 Sam. 18, 21; überdiesz hatte mir mein alter einmal vertraulich eröffnet, dasz mit den meisten dieser leidigen bursche nicht allein die tugend, sondern auch die gesundheit eines mädchens in gefahr sei. Göthe 19, 275; jetzt hat er dort, denn da zu kriegen, jetzt thut er ob-, denn unterliegen mit unseligem blutvergieszen. H. Sachs fastn. sp. 3, 47, 189; es meinen etliche, dem legaten sei nicht wol mit dieser sachen gewest. Luther 1, 113b (wo beides, wegen dieser sache und angesichts derselben, ausgedrückt wird). II@66) mit, temporal (gemeinschaft von zeit und handlung oder zustand andeutend): mit dem ersten, quamprimum, primo quoque tempore Stieler 1287; wir machen uns bei licht zurechte, um mit tagesanbruch wieder hinunter zu gehen. Göthe 16, 270; am dritten feiertage, mit dem frühesten, standen alle munter und bereit. 22, 192; nach der gespenstermäszigen geschichte will ich mich mit dem heutigen tage sogleich sorgfältig umthun. Schiller an Göthe vom 6. dec. 1794; und so entzückte seine brust ein frischer scherz mit jedem morgen, mit jedem abend neue lust. Hagedorn 2, 76; ein schönes kind, das mit dem nächsten lenzen erst sechzehn zählt. Wieland 21, 182; erschien mit jedem jungen jahr, sobald die ersten lerchen schwirrten, ein mädchen, schön und wunderbar. Schiller mädchen aus der fremde; nur briefe erwart ich, mit dem frühesten die festung sammt allen regimentern zu verlassen. Wallensteins tod 4, 3; die welt wir schöner mit jedem tag. Uhland ged. 35; mit der zeit, nach und nach, tempore procedente, addito tempore Maaler 291b; mit der zeit, olim, aliquando Steinbach 2, 65; und unsers namens wird mit der zeit vergessen. weish. Sal. 2, 4; darnach mit der zeit, ward solche gottlose weise fur ein recht gehalten. 14, 16; davon wil ich euch mit nechster gelegenheit meine gedanken schriftlich communicieren. Schuppius 4; machten derowegen eifrige anstallt mit ehester gelegenheit nach hause zu kommen. Chr. Weise erzn. 226 Braune; auf das ort, da das geschwär zeiget, dasz es mit ehistem wolle aufgehen, kan man legen ein pflästerlein. Mauriceau (1687) 497; mit geduld und zeit wird aus dem maulbeerbaum ein seidenkleid. Simrock sprichw. 657; dasz mit jeder wiederholten erblickung der eindruck schwächer wird. Lessing 6, 389; mit seiner abreise verlor sich die gesellschaft, die er um sich versammelt hatte; mit seinem tode ist der anspruch erloschen; vergl. mhd. von ir was allen vröudenmit sîme tôde widerseit. Nib. 949, 4; mit der weile, während einer bestimmten zeitdauer, während dem: da legt er sich zu jm und stellt sich gleicher maszen tod, asz doch mit der weil, und uberredt jn, die todten essen. Fischart podagr. trostbüchl. (1577) C 1b; allgemeines mit dem, wie mhd., im sinne von zeitlichem damit (th. 2, 705, nr. 5): mit dem Wernhardt .. seiner red ein ende gab. Galmy 129; mit dem kam die wirthin und fragte jhn. Simpl. 4, 244 Kurz. II@77) mit in verbindung mit dem acc. ist in der alten sprache nicht ganz selten (ahd. belege bei Müllenhoff-Scherer denkm.2 s. 255), nachher auf mundartliche rede beschränkt: kärntnisch mit die kinder Lexer 190; ähnlich oberbairisch Fromm. 3, 240; in Windsheim 6, 313; selten in schriftlichen quellen, wo es aus der mundart eingedrungen: wenn sich die rabenäszer selber nicht in acht nehmen wollen, der hauszknecht wird nicht in alle winkel mit sie herum kriechen können. schlampampe 23; wann der herr mit mir gehen, und mich bei denen herren anmelden wolte, dasz ich mit sie reden könte. unwürd. doct. 582; in der bedeutung oben 2, d, in beziehung auf, betreffs: mit kleider und mit weiberzier soll er ir kaufen nach gebür. Weitenfelder lobspruch der weiber 161. II@88) anders ein acc. nach mit, der nach untergang der betreffenden dativform sich festgesetzt hat. II@8@aa) so in der formel mit was (die dativform wem geht nur auf personen und fehlt dem neutrum); mit was in der rede des gemeinen lebens für womit: mit was wird das gemacht?; seit alters her auch bei was mit folgender näherer bestimmung durch genetiv oder apposition: wie ir welt daʒ ich mîn vart süle schicken oder stellen, mit waʒ gezoges, mit waʒ gesellen. frauendienst 389, 28; wil ich euch von der erneuerung und regul desz wuchers sagen, nemlich mit was weisz desselben schäden aufs beste gemeidet .. werden. Schuppius 721; es ist klar, mit was ungemeinem eifer die Sachsen über ihr recht gehalten. Hahn hist. (1721) 2, 266; ich weisz nicht mit was rechte, o herr, die waffen du wol kanst, die ja nicht dein, dem geben, der sieghaft wird im thurniere sein. D. v. d. Werder Ariost 18, 115, 6. II@8@bb) mit einmal für mit einem male, weil einmal als compositum angesehen wird; seit dem 18. jahrh.: mit einmal erblickte ich auf meinen fingerspitzen ein allerliebstes mädchen herum tanzen. Göthe 24, 80; da mit éinmal sprangen die flügel auf mit getön. Voss Luise 1, 448; zahlreiche weitere belege s. th. 3, 232, nr. 8. II@8@cc) mit eins, an das adverbial gewordene eins semel angeschlossen, vergl. th. 3, 261, nr. 3, b: gott gebe, dasz sie die verdrüszlichkeiten und das unglück ... alles mit eins überstanden haben! Lessing 12, 349; mit eins zerreiszt die luft der grause donner. Shakesp. Hamlet 2, 2; da tritt mit eins im vollen fackelschein des Bacchus göttlich marmorbild hervor. Uhland ged. 315. II@8@dd) mit einander, vergl. dazu einander th. 3, 141 fg. 143 fg., wo zahlreiche belege; die nhd. schreibung trennt entweder nach dem vorbilde des mhd. die präposition: die herren ratschlagen mit einander. ps. 2, 2; uber diesem fischzug, den sie mit einander gethan hatten. Luc. 5, 9, und so immer in der bibel, wie auch bei neueren noch: mit einander simul Frisch 1, 665c; wenn sie nur nicht mit einander zugleich erscheinen durften. aber mit einander zusammen sprachen in dem ganzen drama nicht mehr als zwei. Lessing 6, 343; sie müssen mit einander fort. Göthe 1, 200; oder rückt in éin wort zusammen: miteinander, simul, pariter, conjunctis viribus Stieler 300; sie essen miteinander, convivunt Steinbach 1, 24; wir können miteinander nicht glücklich werden. Schiller hist.-krit. ausg. 3, 406 (kabale u. liebe 2, 3); Alcestens geld, das er nicht lang erhielt, ist miteinander fort. Göthe 7, 78 (mit einander d. j. Göthe 1, 190); im mhd. galt neben dem unflectierten mit einander auch flectiertes mit einandern: got unt der künec wolten kriegen, sunder wân, si wolten mit einandern sêre bâgen unde bochen. minnes. 2, 137b Hagen; das findet sich auch noch im 16. jahrh.: lassend uns mit einanderen kurzweilen oder schimpfen, inter nos ludamus. Maaler 291d; sagt sy mit gar frölicher stimm: ein guoten morgen mit einandern! Wickram rollw. 79, 20 Kurz. II@99) mit verstärkend vor die präposition sammt gesetzt, mhd. mit samet, mit samt: sant Francisk wart dô mit samt sînen brüedern vrô. Lamprecht v. Regensburg Francisken leb. 1459; ihr mit sampt den andern frawen. Bocc. (1535) 16a; so steht mit sampt mir auf. Fronsperger kriegsb. 1, 6a; sehe nur zu, dasz du nicht, in dem du auf den gipfel hienauf zu klümmen begerest, mit sampt den ästen, an die du dich heltest, hernieder stürzest. Zinkgref apophth. 1, 415; mit samt der höchsten ehre des käiserthumes. Butschky Patm. 181; gleichen den königen und kaisern in den alten bilderbüchern, die sich mit samt der krone zu bette legen. Schiller hist.-krit. ausg. 10, 151; die stiefel sind mir bereits mit sammt den füszen angefroren am schlittenkufen. Hebel 3, 8; doch ich, mit samt dem pferde. Gökingk 1, 98; (der vater) steht im begriff, sich zu dem feind zu schlagen mit sammt dem ganzen heer. Schiller Wallenst. tod 3, 2; muszt du, um éinen schuldigen zu treffen, das schiff mit sammt dem steuermann verderben! Tell 4, 1; seit mhd. zeit auch oft zusammengerückt (mitsamt), was aber die betonung, die auf sammt ruht, nicht ändert: daʒ sî dâ von hungirs nôt mitsamint in gelêgin tôt. Jeroschin 14044; die vier gebrüder mitsampt jren vettern Magis. Aimon bog. d; schmeht ir die lere eures gots mitsambt der warheit seines rats. fastn. sp. 174, 28; das er zu derselbigen fart mitsamt dem rosz fiel auf die ban. Teuerdank 103, 39; ich nimm ein mann mitsamt dem pferd. Opel u. Cohn 245, 18; sprachs, und mitsammt dem mantel erhub er sich, fassend die scheibe. Odyss. 8, 186; an deiner rechten haue dir den daumen ab, mitsammt dem fingerpaare, das die feder führt. Platen 300; auch in der verbindung mit und sammt: haben mit und samt ihnen verterben müssen. Butschky Patm. 129.
57002 Zeichen · 970 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    mitPräp.

    Köbler Anfrk. Wörterbuch

    mit , Präp. nhd. mit, bei ne. with ÜG.: lat. apud MNPs, cum MNPs Hw.: vgl. as. mid, ahd. mit Q.: MNPs (9. Jh.) E.: germ.…

  2. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    mitPräp., Adv.

    Köbler Afries. Wörterbuch

    mit , Präp., Adv. Vw.: s. mith

  3. 8.–14. Jh.
    Altnordisch
    mitPron.

    Köbler An. Wörterbuch

    mit , Pron. nhd. wir beide Hw.: s. vit L.: Vr 389a

  4. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    mit

    Althochdeutsches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    mit- s. auch mitt-.

  5. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    mitpräp.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +9 Parallelbelege

    mit präp. goth. miþ , ahd. mit Graff 2,659 fg. ahd. präpos. s. 110 — 128. Gr. 3,150. 4,819. mit dem artikel verschmilzt …

  6. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    mitPräp.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +18 Parallelbelege

    mit , Präp. nhd. mit, zusammen mit, begleitet von, durch, mit Hilfe von, mittels, in Bezug auf, im Hinblick auf, betreff…

  7. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mit

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Mit , eine Partikel, welche überhaupt eine Gesellschaft, Verbindung und Gemeinschaft bezeichnet, und in einer doppelten …

  8. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    mit

    Goethe-Wörterbuch

    mit öfter für ‘damit, hie(r)mit’, zB B1,213,5 , B3,113,13 , 16,88 Vs 200 , 25 1 ,43,1 ; in Kontraktion ‘mi'm’ DjG 3 2,35…

  9. modern
    Dialekt
    mit

    Elsässisches Wb. · +10 Parallelbelege

    mit [mìt, met allg. ] mit, damit. Mit samt od. sant ( trotz ) dine n Plän en Dü. ( Schwäb. 384). M. sant allem mit allem…

  10. Sprichwörter
    Mit

    Wander (Sprichwörter)

    Mit 1. All gôd mit, sä(de) de Maid, do krêg se 'n Snîder. – Frommann, II, 388, 15. 2. Eine mit, hot das Mädle g'sait, me…

  11. Spezial
    mit

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    mit [mīt] m. (mic) Mythos m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mit

3.594 Bildungen · 3.390 Erstglied · 200 Zweitglied · 4 Ableitungen

mit‑ als Erstglied (30 von 3.390)

Mit'tröster

DRW

Mit'tröster, m. wie Mitbürge 1364 SchwäbWB. VI Nachtr. 2588 Faksimile des alles ze merer sicherheit so hab ich harumb zů mir zů rechten gesw…

mit(i)wâri

EWA

mitiwâraAWB f. ō-St., Gl. im Clm. 14349 (11. Jh.; vgl. Mayer 1974: 87): ‚Sanftmut, Sanft- heit; mansuetudo‘ (mhd. mitewâre st.f. ‚Freund- li…

Mit-, mit

DRW

Mit-, mit- bezeichnet den rechtlichen oder tatsächlichen Zusammenhang von Personen oder Handlungen; es werden nur diejenigen Wortbildungen –…

mitbabbeln

SHW

mit-babbeln Band 4, Spalte 693-694

mitbacken

SHW

mit-backen Band 4, Spalte 693-694

mitbeten

SHW

mit-beten Band 4, Spalte 693-694

mitbrennen

SHW

mit-brennen Band 4, Spalte 693-694

mitbringen

SHW

mit-bringen Band 4, Spalte 693-694

Mitbringes

SHW

Mit-bringes Band 4, Spalte 693-694

mitbrummen

SHW

mit-brummen Band 4, Spalte 695-696

Mitbürger

SHW

Mit-bürger Band 4, Spalte 695-696

mitdrehen

SHW

mit-drehen Band 4, Spalte 695-696

mitdürfen

SHW

mit-dürfen Band 4, Spalte 695-696

mitein

SHW

mit-ein Band 4, Spalte 695-696

Miteiß

SHW

Mit-eiß Band 4, Spalte 695-696

mitessen

SHW

mit-essen Band 4, Spalte 695-696

Mitesser

SHW

Mit-esser Band 4, Spalte 695-696

mitfahren

SHW

mit-fahren Band 4, Spalte 695-696

mitfeiern

SHW

mit-feiern Band 4, Spalte 697-698

mitfliegen

SHW

mit-fliegen Band 4, Spalte 697-698

mitflözen

SHW

mit-flözen Band 4, Spalte 697-698

mitfressen

SHW

mit-fressen Band 4, Spalte 697-698

Mitfresser

SHW

Mit-fresser Band 4, Spalte 697-698

mitführen

SHW

mit-führen Band 4, Spalte 697-698

mit als Zweitglied (30 von 200)

duruhfremit?

KöblerAhd

*duruhfremit? , Adj. Hw.: vgl. as. thurhfremid*

fremit?

KöblerAhd

*fremit? , Adj. Vw.: s. *duruh- Hw.: s. fremidi; vgl. as. *fremid

fremmit?

KöblerAhd

*fremmit? , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. gi- Hw.: s. fremmen*

frumit?

KöblerAhd

*frumit? , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. gi-, ungi- Hw.: s. frummen

gifremit?

KöblerAnfrk

*gifremit? , Part. Prät.=Adj. nhd. vollendet ne. finished Vw.: s. un-* Hw.: vgl. ahd. gifremmit E.: s. gi- (2), *fremen?

hilmit?

KöblerAhd

*hilmit? , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. gi- Hw.: s. hilmen*

hirmit?

KöblerAhd

*hirmit? , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. gi- Hw.: s. hirmen*

nimit?

KöblerAhd

*nimit? , st. M. (a?, i?) Hw.: vgl. as. nimid*

rīmit?

KöblerAhd

*rīmit? , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. *ir-, unir- Hw.: s. rīmen*

ungifremit?

KöblerAhd

*ungifremit? , (Part. Prät.=)Adj. Hw.: vgl. anfrk. ungifremit*

versmit

KöblerMhd

*versmit , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. versmidet

wemmit?

KöblerAhd

*wemmit? , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. bi-, gi-, unbi-, ungi- Hw.: s. *wemmen?

Eremit

RDWB1

Eremit m отшельник, затворник (тж. перен.)

altōmit

KöblerMnd

altōmit , Adv. nhd. nach und nach, zuweilen E.: s. altō, mit L.: MndHwb 1, 65 (altômit)

beckensmit

KöblerMhd

becken·smit

beckensmit , st. M. nhd. „Beckenschmied“, Kupferschmied Q.: NP (13.-15. Jh.) E.: s. becke (1), smit W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 46 (beckensmi…

beckesmit

KöblerMhd

becke·smit

beckesmit , st. M. nhd. Beckenschmied Q.: NüP E.: s. becke (1), smit W.: nhd. DW- L.: MWB 1, 461 (beckesmit)

becke|smit

MWB

becke|smit stM. ‘Beckenschmied’ von peksmiden NüP 187 Überschr. u.ö. MWB 1 461,48; Bearbeiter: Diehl

Bếrg-Eremīt

Adelung

berg·eremit

Der Bếrg-Eremīt , des -en, plur. die -en, eine Art Brachvögel in der Schweiz, welche von Farbe dunkelgrün ist, einen gelben Kopf und hin und…

biledesmit

KöblerMhd

biledesmit , st. M. nhd. „Bildschmied“ Q.: UvTürhTr (vor 1243) E.: s. bilede (1), smit W.: nhd. DW- L.: MHDBDB (biledesmit)

birmit

KöblerMhd

bir·mit

birmit , st. N. Vw.: s. pergamente

biwemmit

KöblerAhd

biwemmit , (Part. Prät.=)Adj. nhd. befleckt ne. stained Vw.: s. un- Hw.: s. biwemmen*

blatensmit

MWB

blaten·smit

blatensmit stM. wie blatenslaher, hier als Bestandteil von Personennamen: umb Heinr. den plattensmit UrkRegensb 741 ( ca. 1325 -1350). 746. …

blechsmit

KöblerMhd

blech·smit

blechsmit , st. M. nhd. Blechschmied Q.: Chr, NP (13.-15. Jh.) E.: s. blech (2), smit W.: nhd. Blechschmied, M., Blechschmied, DW 2, 86 L.: …

brôksmit

MNWB

brok·smit

° brôksmit (-timmerman , -māker) „faber paluster” (Westfalen).

brōksmit

KöblerMnd

brōk·smit

brōksmit , M. nhd. Sumpfarbeiter, im Sumpf arbeitender Schmied ÜG.: lat. faber paluster Hw.: s. brōkmākære, brōktimmermann E.: s. brōk (1), …

Ableitungen von mit (4 von 4)

ermîte

Lexer

ermîte swm. eremit Hans 3268. aus lat. eremita.

mite

Lexer

mite conj. prät. s. mîden.

unmit

MeckWB

unmit ( i kurz) unzusagend: dat Du ... frömd Lüd uns Vörhebben apenbort ... hest, is mi sehr unmit (gefällt mir gar nicht) H. Schröd. Buerh.…

vermiten

FindeB

vermîden stv. Will. Anno Eilh. PsM. Ren. RWchr. +5 StrAmis Erz.iii LvReg. Enik. HvNst. Apk. Ot. BDan. KvHelmsd. Minner.i Tauler SAlex. Wernh…