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krug

mhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

krug m.

Bd. 11, Sp. 2431
krug, m. urceus. II. Formen und verwandtschaft. I@11) mhd. kruoc, pl. krüege wb. 1, 890a, ahd. chruac, cruoc (pl. kruagî Otfr.), auch noch crôc, crôg Graff 4, 590; altmrh. crûch seria Nyerup 283, amphora Germ. 9, 28, nrh. in der Kölner gemma cruch urna Diefenb. 630b, kroich Harff 271b, croych Teuth. 46a (croeghe 60b, pl.?), dann in einem zum nd. neigenden nrh. voc. des 15. jh. krôch urceus Dief. 630a, auch auf der andern seite des Rheins in einem weisthum vom Hundsrück krog (2, 210). dem eigentlichen nd. dagegen fehlt es, so gut wie dem nl., während sie krôch, kroeg wirtshaus haben, das umgekehrt dem hd. fehlt, und dasselbe verhältnis setzt sich fort im scand. norden. dagegen einmal ags. crôg lagoena Mones anz. 7, 143, wenn bei der glosse nicht deutscher einflusz vorliegt, vergl. crog Ettm. 399, Haupt 5, 196b. 195b. I@22, I@2@aa) die nd. form ist vielmehr krûke f. thönerner krug mit engem hals und henkel Schambach 114a, kruke krug, irdener topf brem. wb. 2, 884, irdene flasche Dähnert 258b, steinerne flasche Strodtm. 116, ostfries. kruke Stürenburg 125a; bei Chytraeus c. 91 urceus, ein erdene kruke, hydria ein waterkruke, c. 92 lecythus ein Oeliekruke, im 15. jh. Dief. 284c s. v. hydria, 630a urceus, alts. crûca (Essener heberolle). s. unten kruke. I@2@bb) das û ist gesichert durch nl. kruik f. krug, urne, bei Kil. kruycke cantharus, testa, fidelia, urceus, hydria, mnl. cruik, crûc f. (Rein. 4366), crûke (h. belg. 2, 29). auch in der Kölner gemma cruyck orca Dief. 399b, im Teuth. 61b cruyke ydria, uter, urna, mehr hd. altnrh. krûche ('kruge'), pl. krûchen Haupt 2, 327, und dann wol im Rheinland aufwärts, denn es taucht schon in mhd. zeit oberrh. auf bei Nic. v. Straszb.: reht als der (wie wenn einer) ein klein kriuchelî (so l.) machte an eine grôʒe krûchen (so l.), dâ fünf mâʒe în giengen, und man denne zehen mâʒe ald mê schutte in ein (l. die) grôʒe krûchen, daʒ siu übergüʒʒe in daʒ kleine kriuchelîn. myst. 1, 305; mrh. ist wol oleycruche lenticula Dief. 324a, lecythus 322a. auch weiterhin auf md. boden, in Schlesien krauche f. 'thönerne kruke', demin. krauchel, kräuchel (kreigl) Weinh. 47a, wie in westfälischem hochdeutsch krauche, krauchen sg. in einem Barmer weisthum 3, 16 (s. oben 3, 77). I@2@cc) auch über die see hin geht die nd. form weiter: ags. crûce Ettm. 400, urceolus Dief. 630a, trulla 599c, gesichert durch crouke krug Chaucer Cant. t. 4156, crouke, crouhhe a pitcher Halliw. 283a. und schwed. kruka f. irdene kruke, urne (krukmakare töpfer), obwol da nd. einflusz wahrscheinlich ist. so ist entlehnt frz. cruche f. krug, z. b. wasserkrug (zum wasserholen), ölkrug (wie unter a. b), cruchette, cruchon kleiner krug, vermutlich doch fränk. hinterlassenschaft. I@33) eine dritte form zeigt -kk. I@3@aa) so norw. krukka f. Aasen 240b, isl. krucka urceus Biörn, n. krukke krug, lase, altn. krukka Fritzner 369b. ags. mit brechung crocc m., crocca m., urceus, lagena, legythum, olla Ettm. 399 (crocvyrhta figulus, töpfer), dazu adj. cryccen fictile Mones anz. 8, 243; engl. crock topf (Hall. 280b), crockery töpferwaare, steingut. eigen ags. auch crohh, crohha Ettm., crocha citropodes (s. Dief. 124c), Mones anz. 7, 137, wie altfries. crocha Richth. 879b. I@3@bb) auch bei uns mit -ck, das freilich bis ins 18. jahrh. keine gewähr gibt, dasz nicht -k gemeint sei: krucke, f. urna Stieler 1043 (neben kruge f.), M. Kramer holl. wb. 1787; im 15. jh. bei Dief. neben kruck, das krug meinen kann, auch krucke urceus 630a, dann krucke cadus 87c, krucke hydria 284c, aus rhein. vocc., aus einem nrh. kruocke amphora 32b (so? gedruckt kruocke, aus ders. quelle 'kruoch' obda 386b); kroke urceus 630a kann wol nur krocke meinen; aus Nassau gibt Kehrein 248 kruck (m.? f.?). in Posen krucke bauchiges irdenes gefäsz mit kruzem halse Bernd 146. I@44) endlich eine vierte form, nur im demin., ahd. crugula cucuma Haupt 5, 362a, crugela curuca Graff 4, 590, krogola curuca Schm. 2, 384, mhd. (bair.) das. chrugel f., noch jetzt in Baiern die krugel (der krug heiszt dort krueg mit diphth.), groszer wasserkrug, krugelsuppen wassersuppe, krugelmann der mit töpferwaaren von dorf zu dorf zieht. Kehrein 248 stellt dazu nassauisch krul m. krug (krûl oder krull?), krülche krügelchen. I@55) das alles läszt ein hohes alter des wortes sehen. I@5@aa) die manigfaltigkeit der formen beweist eine alte selbständige entwickelung. Im auslaute stehen hd. krug und nd. krûke zu einander wie klug zu nd. klôk; das md. krucke unter 3, b stellt sich darin zu dem nd. krûke, das oberd. krugel unter 4 zu dem hd. krug. Noch bedeutsamer ist die manigfaltigkeit des vocals, es stehn nebeneinander, mhd. gefaszt, uo : û : u, o. das ist theils wie in nd. knôst (ô = mhd. uo) : knûst knorren (s.knaust 7, a, knast 3), vgl. ahd. guomo : giumo gaumen Graff 4, 206 — theils wie in altn. knûtr knoten : nd. knutte, mhd. knote knoten (s. u. knoten I) — theils wie in bair. knuecken knochen. knocke, knuche (s.knochen I, 2, a. b), vgl. auch unter knopf I, b. Und dazu gesellt sich bedeutsam eine a-form: schwäbisch kragen m. grosze bierkanne Schmid 324, engl. dial. crag a small beer-vessel Halliwell 277a, ganz wie altn. knappr neben knopf und mhd. knouf, pfälz. knacken neben bair. knuecken, knochen, vgl.knoten I, f. I@5@bb) dieser fülle eigener entwickelung gegenüber darf man nicht an mechanische entlehnung denken. es gibt besonders kelt. anklänge: kymr. crwe eimer (Diez rom. wb. 604), crochann vas, olla, altcorn. crogen concha, altir. crocann receptaculum (Kuhns beitr. 2, 170); darin kann höchstens urverwandtschaft mit gestörter lautverschiebung vorliegen. ebenso im osten: litt. krágas kanne (holzkanne), preusz. 'kragis, krug' in dem voc. des 15. jahrh. (Nesselm. s. 15a. 31); vgl. auch altsl. chrŭgŭ vas quoddam Miklos. 1098b, kručagŭ urna 318a. I@5@cc) auch roman. anklänge auszer dem u. 2, c schon erwähnten franz. cruche (s. Diez 604, 2. ausg. 2, 260): altfrz. cruye krug, das in dem ahd. crugula unter 4 einen bequemeren anhalt finden möchte als beim kymr. crwc; vielleicht auch gasc. cruga, prov. crugó, krug. I@5@dd) verwandt mag krause krug sein (sp. 2093), das sachlich damit zusammentrifft, auch in der doppelform nd. krôs und krûs sich neben kruoc und krûke stellt. wer die quelle des wortes fände, würde in die europ. urgeschichte der töpferei kommen, denn der krug, wie die krause, sind irden. IIII. Bedeutung und gebrauch. II@11) irdenes gefäsz für wasser, wein u. ä., meist bauchig und mit henkel; krug, amphora. voc. inc. teut. n 7b, voc. 1482 r 5b, vgl. Dief. 32b. II@1@aa) der älteste krug ist wahrscheinlich der wasserkrug, niederd. waterkruke hydria Dief. 284c, kruog, irrdin wassergeschirr, urceus (und nur so) Maaler 254c, der krug zum wasserholen, oder wie ihn z. b. die mähder mit ins feld nehmen: diu daʒ waʒʒer in krüegen von dem brunnen treit. G. v. Neifen 37, 13; soll auch der gerichtsbott mit den mahern in der beune mit einem groszen kroge, wasser zu tragen, erscheinen (bei dem frohnmähen). weisthum 2, 210, der wein wird das. in krausen gereicht; als beweis seiner faulheit erzählt ein pfaffenknecht: von mir stund auch der krug nit ferr, der daucht mich vil zu grosz und schwer. ee das ich in wolt heben enpor, ee beleib ich da ungetrunken gar. fastn. sp. 565, 2; sihe da kam eraus Rebeca .. und trug einen krug auf irer achseln ... die steig hinab zum brunnen und füllet den krug. 1 Mos. 24, 16; neige deinen krug und lasz mich trinken. das. v. 14; gehe hin und keuf dir einen erdenen krug vom töpfer. Jer. 19, 1, vgl. 10; da kam an in ein regen grosz, als der (wie wenn einer) herab mit krügen gosz. H. Sachs 1, 499b (1590 374b). II@1@bb) dazu das sicher uralte sprichwort, das den krug selber zum brunnen gehn läszt seinen täglichen weg (der krug bleibt ja derselbe, seine träger wechseln): der krug geht, wie ein alter spricht, so oft zum brunnen, bis er bricht. Hagedorn 2, 138; ich narr bedachte nicht, dasz der krug so lang zum brunnen gehe, bisz er einmal zerbricht. Simpl. 1, 234; wist ir, wie das alt sprichwort redt: der krug so lang zum brunnen geht, bisz er doch endlich geht zu drümmern. H. Sachs 4, 3, 5a; ein kruog gehet so lang ghen wasser, bisz er zuletzt zerbricht. Frank spr. 1, 76b, s. auch Mones anz. 3, 31. 7, 505. nd. de kruke gêt so lang to water, bet se brekkt Dähnert 258b, bei Tunnicius nr. 55, nl. de kruik gaat zoo lang te water tot dat zij breekt, auchn. mit krukke, schw. mit kruka, franz. mit cruche (altprovenz. vgl. Bartsch denkm. s. vii). es will aber nicht einleuchten, wie man dazu kam, diesen unentbehrlichen hausdiener mit einem bösewichte zu vergleichen. auch in folg. fassung. man geht so lange mit dem kruge zu wasser, bis der hänkel zerbricht, quem saepe transit casus, tandem venit Steinbach 1, 941, bei Krünitz 54, 121: der krug geht so lange zum w., bis er den henkel verliert, wer sich oft in gefahr begibt, kommt endlich darin um. Andere sprichwörter: fällt der krug auf den stein, so zerbricht er, und fällt der stein auf den krug, so zerbricht er auch. Simrock 5987 (mhd. in Pfeiffers übungsb. 158); fug bricht und macht den krug. 2898. II@1@cc) weinkrug, bierkrug u. ä., zum holen oder mitnehmen des weins und zum ausgieszen in die trinkgefäsze (gieszkrug urceus Dief. 630a): darzuo von wyu sechs krieg, sind gros, halt ietlicher by zwenzig mos. Daniel (1545) T iija; most us ungefgen krgen schenk ein! Neidharts gefräsz, Hätzl. 70a, daher bei Fischart: gut most aus ungefgen krgen trinken (trinket). Garg. 96b (Sch. 169), nur dasz bei ihm wol gleich aus den krügen selbst getrunken wird, wie vielleicht auch im folg.: köstlicher methe! trotz (geboten) hunger und durst! ... trinket und schlinget, der krug wird nicht holl! Gryphius 1, 635; sie trinken das mühsam geholte das bier, und lassen nur leer uns die krüge. Göthe 1, 226. II@1@dd) das trinken aus dem kruge selbst erscheint zuerst als schlemmerei, bis der verkleinerte krug allgemein auch zum trinkgefäsze wurde wie die kanne: chöpf und gleser waren (vielmehr) krg, ze hefen (heben) auf gar ungefg. ring. 34c, 32, und krg das sind ir kannen. Hätzl. 285b, nämlich der 'frischen reitersknaben'; ja sie soffen aus gestifleten krgen. Garg. 83b (142 Sch.); und kannst (der drescher) nach langen vierzehn tagen kaum einmal in die schenke gehn und einen krug mit bier und deine Mieke sehn. Gellert 1, 131; das bier schäumte in weiszen steinernen krügen mit blauen blumen (beim hochzeitmahle). Stilling jugend 28. noch ist die kanne meist von holz oder zinn, der krug von 'stein' (daher bair. kurz stein heben, den bierkrug Schm. 3, 641), vgl.krugbäcker. dazu deckelkrug, maszkrug. II@1@ee) auch essigkrug, ölkrug Ludwig 1077, ebend. butterkrug, krug für eingemachtes, auch dintenkrug, sprengkrug im garten, bei Schönsl. g 7b gieszkrug für die bett in gärten; urinale, saichchruog. Fromm. 4, 305b. aalkrug zur aufbewahrung gefangener aale. maienkrug blumenvase Garzoni 543a, blumenkrug Simpl. 3, 586 (vergl.krugblume). Von zerbrechlichem hausrate galt als umfassende formel krüg und häfen, von schlechter ehewirtschaft krg und häfen zerbrechen Brant 33, 7. 49 überschr., doch gewöhnlich auf mann und frau vertheilt, in verschiedner weise (s. Zarnckes anm. s. 366b): wir luogent beid, wie es sich fieg, si bricht häfen, so brich ich krieg. Murner narrenbeschw. y 1a; wann prech ich (der mann) häfen, so prechst du krg. fastn. sp. 166, 25; je wilder er, je milter sie, bricht er häfen, so bricht sie krg. Garg. 70b (119 Sch.). noch bei Ludwig 1077: der mann zerbricht die krüge und die frau die töpfe; freilich wird dabei hauptsächlich an den bierkrug gedacht sein. II@1@ff) auch die gelehrte urne erscheint als krug: wann .. unser' asch' auch ist darvon, steht in dem kruge tief begraben. Opitz 1, 222 (Trojan. 452), wie wir in einen engen krug die asche des geliebten (Gellert) sammeln. Göthe 2, 153, vgl.aschenkrug. nach der urne eines fluszgottes: hier, da die Woolge sich in viele ströme reiszt (theilt) und in die Kasper-see mit vollen krügen geust. Fleming 83 (170 Lapp.), zugleich nach der redensart bei H. Sachs unter a. II@22) bildlich von menschen: ein voller kruog. Scheit grob. H 4a, trunkenbold; also thun auch die selben follen krg. Keisersb. sünden des m. 10a; die trunken hüdel und die vollen krg. granatapfel (1511) O iiijb. da ist das bild voll gleich trunken in kühner weise weiter und durchgeführt. II@33) eigen von einem flaschenzuge, bei Frisch 1, 551a aus Fronspergers kriegsrüstung 17b, beim geschütze sollen sein im zeughause leg- und hebeisen, winden, tremel, züge, die man krüge nennt, mit vielen scheiben; er meint krug sei da für das flasche in flaschenzug gesetzt. aber die urspr. form krieg, nd. krîch (s. sp. 2211 fg.) weist diese auslegung zurück, obwol sie nach dem sturmkruog, zügkrügen dort unter 1, b schon dem 16. jh. angehören kann.
13030 Zeichen · 386 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    krûg

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    krûg , krûgelîn s. kruoc, krüegelîn.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Krug

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Krug , des -es, plur. die Krüge, Diminut. das Krügelchen, Oberd. Krüglein, zusammen gezogen Krügel, ein hohler Raum …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Krug

    Goethe-Wörterbuch

    Krug Dat Sg -ge 45,5,24 bauchiges Gefäß mit Henkel(n) a als Haushaltsgegenstand u Behältnis für Getränke od Speisen, oft…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Krug

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Krug , Wilh. Traugott, protestant. Theolog und Philosoph, geb. 1770 zu Radis bei Wittenberg, lehrte seit 1794 an der Uni…

  5. modern
    Dialekt
    Krugm.

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Krug [krû fast allg.; krú Ka. ; króu D. Si. ; króu Bo. ; grùg Ri. Hom. Rom. Ha. — Pl. krîχ, krí, kréï, kréïχ; Demin. k…

  6. Sprichwörter
    Krug

    Wander (Sprichwörter)

    Krug 1. Auf einen solchen Krug gehöret eine solche Stürze. – Herberger, Herzpostilla, I, 566. 2. Aus ledigen (leeren) Kr…

  7. Spezial
    Krug

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    Krug m. (-[e]s, Krüge) 1 (mit einem Henkel) boché (bocá) m. 2 (mit zwei Henkeln) ola (oles) f. , anfora (-res) f. 3 (Vas…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit krug

67 Bildungen · 48 Erstglied · 19 Zweitglied · 0 Ableitungen

krug‑ als Erstglied (30 von 48)

krugbäcker

DWB

krug·baecker

krugbäcker , m. lutifigulus, crugebecker. Dief. 340 c aus einem rhein. voc.; vgl. kannenbäcker .

Krugbank

RhWB

krug·bank

Krug-bank -ūkəbaŋk, –bǫ- Heinsb ; -uxəl- Monsch-Vossenack f.: 1. Gestell, Gesims zum Aufstellen der hohen, irdenen Krüge, Schüsseln, Teller.…

Krugbar

RhWB

krug·bar

Krug-bar -ūkəbār Heinsb-Höngen Saeffelen f.: Hagebutte.

Krugbelle

RhWB

krug·belle

Krug-belle -ūkəbę·l. Kemp-Süchteln , Dür-Hochk f.: Tannenzapfen.

krugblume

DWB

krug·blume

krugblume , f. urceola elastica, eine schlingpflanze. Olearius Barthrouherri sprüche 106 ( pers. reiseb. nr. 5); das leben der menschen ist …

krugdeckel

DWB

krug·deckel

krugdeckel , m. der deckel eines deckelkruges, bierkruges mit zinnernem deckel: er kriegt' eins auf die nase, dasz sie so platt ist wie ein …

krugeisen

DWB

krug·eisen

krugeisen , n. beim kupferschmidt, werkzeug in krugform zum eintreiben des laubwerkes in die gefäsze. Krünitz 54, 130 .

krugel

DWB

kru·gel

krugel , f. groszer krug, mhd. krugel f., ahd. crugula, s. darüber krug I, 4.

Krugfabrik

GWB

krug·fabrik

Krugfabrik auch -ck; Getrenntschr T8,214,10 Fabrik südlich von Marienbad zur Herstellung von Tonkrügen für die Versendung von Heilwasser; iZ…

Krugfeile

Campe

krug·feile

Die Krugfeile , Mz. die — n , bei den Zinngießern, eine Feile, die einer schmalen Säge gleicht, womit sie aus dem Schwanze des obern Gewinde…

Krugförmig

Campe

krug·foermig

Krugförmig , adj . u. adv . die Form, Gestalt eines Kruges habend; in der Pflanzenlehre (urceolatus ).

Krugfuhre

GWB

krug·fuhre

Krugfuhre Transport von (mit Heilwasser gefüllten) Krügen; nur ‘Franzensbrunner K-n’ iZshg mit der Badereise im Sommer 1823 nach Böhmen B37,…

kruggen

RhWB

krug·gen

kruggen -ug- = Unkraut jäten s. krauten bei Kraut.

kruggerechtigkeit

DWB

krug·gerechtigkeit

kruggerechtigkeit , f. die gerechtigkeit eines krügers oder die auf einem kruge ruht, schankgerechtigkeit: mädchen glauben, ihr herz habe we…

krughammer

DWB

krug·hammer

krughammer , m. beim kupferschmidt, hammer in krugform, zum abhauen, überhämmern u. a. Krünitz 54, 130 .

krughaus

DWB

krug·haus

krughaus , n. wirtshaus, krug: an manchem orte wird man leider vor der kirchen das krughaus suchen. Leyermatz 225. nd. krôchhûs, dän. krohuu…

Krugīt

Meyers

kru·git

Krugīt , ein dem Polyhalit (s. d.) ähnliches Mineral, ist schwefelsaurer Kalk mit schwefelsaurer Kalimagnesia und Wasser. 4CaSO 4 + K 2 Mg(S…

kruglade

DWB

krug·lade

kruglade , f. bei Frisch 1, 551 b aus einem edict von 1617 wegen der Türkensteuer in Pommern; da gab ein krüger von der kruglade 2 thlr.; Dä…

kruglage

DWB

krug·lage

kruglage , f. ein krugzins, bei Frisch 1, 551 b krugelage.

круглосуточный

RDWB2

круглосуточный rund um die Uhr fest круглосуточное наблюдение - Rundumüberwachung f

круглый

RDWB2

круглый круглый год устойч. - das ganze Jahr круглые сутки устойч. - rund um die Uhr круглый дурак, круглый идиот, круглый кретин - Vollidio…

кругом

RDWB2

kru·gom

кругом rundum, weit und breit idiom кругом должен - j-d ist rundum verschuldet кругом ни души - rundum keine Seele, keine Seele, weit und br…

круговой

RDWB2

круговой круговая порука идиом. , неодобр. - kollektive Verantwortung

krug als Zweitglied (19 von 19)

Amtskrug

DRW

amts·krug

Amtskrug von der Herrschaft verpachtete Wirtschaft 1673 Celle/Wendeborn 13 1769 Gutzeit,Livl. I 33 Faksimile

aschenkrug

DWB

aschen·krug

aschenkrug , m. urna, zum bewahren der asche verbrannter leiche. Gotter 2, 37 ; böhm. popelnjk; das verhängnis gibt die unschuld oft der bos…

bierkrug

DWB

bier·krug

bierkrug , m. urceus cerevisiarius, dann auch caupona.

Erbkrug

Adelung

erb·krug

Der Erbkrug , des -es, plur. die -krüge, S. ebendas.

Feuerkrug

Adelung

feuer·krug

Der Feuerkrug , des -es, plur. die -krüge, S. Adelung Feuertopf .

Nobiskrug

Pfeifer_etym

nobis·krug

Nobiskrug m., Nobishaus n. ‘Wirtshaus des Teufels, der Hölle’, auch ‘abgelegene, verrufene Schenke’, mnd. nobiskrōch. Herkunft des Bestimmun…

Öhlkrug

Adelung

Der Öhlkrug , des -es, plur. die -krüge, ein Krug zum Öhle, Öhl darein zu thun. Ingleichen ein Krug mit Öhl.

ölkrug

DWB

oel·krug

ölkrug , m. 1 1) mhd. olekruoc, md. olekrûg, olkrûg ( Lexer 2, 153 ), krug für öl. voc. 1482 x 8 b (olkrugk). Maaler 311 b : deine magd hat …

Ortkrug

DRW

ort·krug

Ortkrug, m. in einem Ort befindlicher Gasthof, ²Krug [Verschreibung zu kulmischem Recht:] vergönnen wir ihme unnd seinen erben, in demselben…

Ratskrug

DRW

rat·s·krug

Ratskrug, m. vom Stadtrat verpachtetes Gasthaus vgl. 2Krug, Rathaus (III), Ratskeller haltung eines ehrlichen einlagers im hiesigen rahts-kr…

sparkrug

DWB

spar·krug

sparkrug , m. , wie sparhafen ( s. oben ), spartopf ( s. unten ): sparkrug, m. salva-danari. Kramer 2 (1702) , 849 c ; sparkrug, theca numma…

sturmkrug

DWB

sturm·krug

sturmkrug , m. , dasselbe wie sturmhafen, s. Fäsch kriegslex. 242 b : und sein ernstlich vorhaben noch ernster zu machen, liesz er selbs ...…

thränenkrug

DWB

thraenen·krug

thränenkrug , m. , vgl. thränengefäsz , -glas, -urne: endlich bricht der thränenkrug, endlich spricht der tod: genug! Günther 103 ; der durc…

вокруг

RDWB2

вокруг ходить вокруг да около идиом. - um den heißen Brei herum(reden) idiom.

wasserkrug

DWB

wasser·krug

wasserkrug , m. hohes bauchiges gefäsz für wasser, idria voc. theut. (1482) n n 2 b . gewöhnlich aus thon: ein ungegläster wasserkrug ... 10…

weinkrug

DWB

wein·krug

weinkrug , m. krug, wein darin zu holen oder daraus zu trinken Campe, seit 1475 in Augsburger bibeln 3. kön. 7, 40. 45 für lat. hamula Kurre…